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Photographische Kamera mit eingebautem elektrischem Belichtungsmesser
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit eingebautem elektrischem
Belichtungsmesser, dessen Zeigerstellung zu Beginn der Betätigungsbewegung der Verschlußauslösetaste
durch eine Abtastvorrichtung abgetastet wird, die mit einern nach linearen Schritten
einzustellenden Einsteller (Belichtungswert, Belichtungszeit oder Blende) der Kamera
gekuppelt ist, wobei eine durch den nichtlinearen Ausschlag des Belichtungsmesserzeigers
gegebene nichtlineare Drehbewegung einer Antriebsachse der Abtastvorrichtung dadurch
in eine linzare Längsbewegung eines mit dem Kameraeinsteller gekuppelten Schiebers
umgewandelt wird, daß an einem Festpunkt des Schiebers ein Ende eines dort drehbar
ge# lagerten Kuppelsteges angreift, dessen anderes Ende verschwenkbar mit der Antriebsachse
gekuppelt ist und sich zugleich gegenüber dieser verschieben kann.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist ein von Hand mit dem
nach nichtlinearen Schritten ausschlagenden Belichtungsmesserzeiger zur Deckung
zu bringenden Nachführzeiger an einem Stellstift befestigt, der drehbar in einer
ortsfesten Konsole gelagert ist. Mit dem Stellstift ist außer der Verstellhandhabe
und dem Nachführzeiger noch eine Kulisse fest verbunden, die einen kurvenförmig
verlaufenden Führungsschlitz trägt. Ein in den Führungsschlitz eingreifender Stein
ragt zugleich auch in einen anderen Führungsschlitz, der in die Konsole eingebracht
ist und geradlinig verläuft. Bei einer Verdrehuna des Stellstiftes wird der Stein
von der Kulisse her im geradlinigen Schlitz der Konsole verschoben, und er bewegt
eine mit ihm verbundene Stange, die anderen Endes an einer geradlinig verschieblichen
Stange befestigt ist, die wiederum mit einem schwenkbar gelagerten Zahnsegment in
Verbindung steht, dessen Zahnung mit einer Zahnung des Blendeneinstellers kämmt.
Dieses Getriebe paßt somit die Einstellbewegungen des Blendeneinstellers denjenigen
des Belichtungsmesserzeigers an.
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Die für dieses vielteilige Getriebe aufzuwendende Verstellkraft ist
verhältnismäßig groß, vor allem bedingt durch den mit großer Reibung in den beiden
Schlitzen zu bewegenden Stein. Diese für eine Handeinstellung bestimmte Vorrichtung
ist deshalb nicht ohne weiteres für eine Kamera geeignet, bei der eine der Belichtungsmesseranzeige
entsprechende Kameraeinstellung selbsttätig unter einer Fedexkraft erfolgen soll.
Die Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Einstellvorrichtung zu schaffen,
die wenige und reibungsarrn miteinander verbundene Bauteile, aufweist und somit
geringe Verstellkräfte erfordert.
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Erfindungsgemäß ist an einer Kamera der anfangs genannten a Art vorgesehen,
daß der Kuppelsteg wenigstens mit einem Teil seiner Länge in eine seiner Form entsprechende
Ausnehmung, etwa in einen Schlitz oder eine Nut, einer mit der Anthebsachse der
Abtastvorrichtung verbundenen Kuppelscheibe eingreift, wobei diese Ausnehmung außerhalb
der Mittelachse, der Kuppelscheibe, aber ihr benachbart vorgesehen ist. Diese einfache
Verbindung zwischen einem drehbaren und einem verschieblichen Teil des Einstellgetriebes
bewirkt nicht nur die Anpassung der verschiedenartigen Verstellbewegungen der Abtast-
und der Einstellvorrichtung aneinander, sondern sie ersetzt auch die durch die Kurvenform
komplizierten, mit starker Reibung behafteten und bezüglich der Montage schwierigeren
mit den Führungsschlitzen versehenen Teile des vorbekannten Getriebes.
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Der die Antriebsachse mit dem Schieber verbindende Kuppelsteg kann
verschiedenartige Gestalt haben. Es ist z. B. möglich, an der Antriebsachse einen
rechtwinklig zu dieser stehenden Arm zu befestigen, der einen langlochartigen Durchbruch
besitzt, in den ein auf dem Schieber befestigter Mitnehmer zügig eingreift. In umgekehrter
Anordnung kann der Kuppelsteg auch in einem im Schieber befindlichen Lager schwenkbar
ruhen und zügig in die die drehfeste Verbindung zwischen der Antriebsachse und dem
KuppeIsteg herstellende Vorrichtung, z. B. in einen dem Schnittbild des Kuppelsteges
entsprechenden
Ausbruch der Antriebsachse, eingreifen, wobei dieser
Ausbruch gegebenenfalls noch einerseits der Mittelachse der Antriebsachse liegen
kann. Eine in dieser Weise aufgebaute Vorrichtung ermöglicht es, der nichtlinearen
Ausschlagscharak-teristik einer Meßinstrumententype und der dieser entsprechenden
Verstellbewegung einer Abtastvorrichtung die lineare Einstellbewegung eines Kameraeinstellers
anzupassen.
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In weiterer Ausgestaltung kann die erfindungsgemäße Angleichsvorrichtung
an einer Kamera angewendet werden, bei der in an sieh bekannter Weise die den Meßinstrumentenzeigeir
abtastende und zugleich einen Kameraeinsteller entsprechend einstellende Vorrichtung
mit den Betätigungshandhaben für die Verschlußauslösung und den Fihntransport so
gekuppelt sind, daß beim Filmtransport die Vorrichtung in eine Ausgangsstellung
gebracht wird, aus der sie zu Beginn der Betätigungsbewegung der Verschlußauslösetaste
zur Abtast- und Einstellbewegung freigegeben wird. In der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles und in den Ansprüchen sind diesem Zweck dienende vorteilhafte
Anordnungen genannt.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 ein in den Kamerakörper zu montierendes
Gehäuse, das das Meßinstrument eines elektrischen Belichtungsmesser und eine seine
ZeigersteRung abtastende Vorrichtung enthält in Seitenansicht, Fig. 2 das in Fig.
1 dargestellte, Gehäuse in Draufsicht bei abgenommenem Gehäusedeckel, Fig.
3 in gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrößerter Darstellung eine Seitenansicht
der die Zeigerstellung abtastenden Vorrichtung, wobei aber der Zeiger und der Abtasthebel
in einer anderen als in der in Fig. 2 erkennbaren Stellung gezeichnet sind, Fig.
4 in Vorderansicht einen Teil einer photographischen Kamera, in deren Kappe das
in den Fig. 1
bis 3 dargestellte Gehäuse eingebaut ist, Fig.
5 in Draufsicht die Teile, durch die die im Gehäuse befmdliche Abtastvorrichtung
mit den Einstellern eines Verschlusses gekuppelt ist, wobei die Teile längs der
Schnittlinie, 1-1 der Fig. 4 verlaufend dargestellt sind, Fig.
6 in perspektivischer Darstellung einen Kamerasucher und eine Spiegelanordnung,
mittels deren die Zeigexstellung des Belichtungsmessers am Sucherbildfeld. erkennbar
gemacht wird, Fig. 7 ein Bild, das sich beim Einblick in den Kamerasucher
darbietet.
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In den Fig. 1 bis 4 ist das Gehäuse, das das Meßinstrument
eines elektrischen Belichtungsmessers und eine seine Zeigerstellung abtastende Vorrichtung
enthält, mit 1 bezeichnet. Es wird durch einen Gehäusedeckel 2 verschlossen,
der aus durchsichtigem Kunststoff bestehen kann. Der Deckel 2 wird mittels Schrauben,
die in Bohrungen 3 (Fig. 2) des Gehäuses 1 eingreifen, an diesem befestigt.
Wie in Fig. 1
dargestellt, können z. B. zwei dieser Schrauben 4 das Gehäuse
1 durchgreifen und zugleich noch der Befestigung des Gehäuses 1 im
Kamerakörper dienen.
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An der in den Fig. 2 und 3 erkennbaren Drehspule
5 des Meßinstrumentes sind die beiden Zeiger 6 und 7 befestigt.
Im Bewegungsbereich des Zeigers 7 ist ein Fenster 8 in das Gehäuse
1 eingebracht. Eine in dieses Fenster 8 eingesetzte durchsichtige
Scheibe9 trägt an ihren beiden Enden gefärbte Zonen 10 bzw. 11, innerhalb
deren der Zeiger 7 in seinem Anfangs- bzw. seinem Endausschlagsbereich steht.
Die Scheibe 9 und das in ihren Bereich ragende Ende des Zeigers
7 sind, wenn das Gehäuse 1
mit seinem Deckel 2 an dem in Fig. 4 teilweise
dargestellten Kamerakörpeir 12 befestigt ist im Sucherbildfeld dieser Kamera zu
erkennen.
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Zu diesem Zweck ist, wie in den Fig. 1 und 4 dargestellt, im
Gehäusedeckel 2 ein Lichteinfallfenster 13 und hinter diesem, wie auch in
Fig. 6 zu erkennen, ein schrägstehender Spiegel 14 angeordnet, der einen
durch die nicht dargestellte öffnung einer Kamerakappe 15 (Fig. 4) einfallenden
Strahlengang 16 (Fig. 6) auf die Scheibe 9 und den Zeiger
7 lenkt. Wie in den Fig. 1, 2, 6, vor allem aber in Fig. 4,«
dargestellt, ist an einer Seitenwand des Gehäuses 1
unterhalb des Fenstes
8 mittels Schrauben 17 ein Träger 18 für einen Spiegel
19 befestigt, der den Strahlengang 16 einem Sucher 20 (Fig. 4 und
6) zulenkt. Der Sucher 20 ist ein Glasklotz ' in den ein Glaskörpe,r21
eingekittet ist, der eine torische Linsonfläche22 und eine verspiegelte Fläche23
besitzt. Die torische Linse 22 bewirkt die scharfe Abbildung des Zeigers
7 und der Scheibe 9 im Auge, in das die verspiegelte Fläche
23 den Strahlengang 16 lenkt. Dem in den Sucher 20 blickenden Auge
bietet sich das in Fig. 7 dargestellte Bild: An der Seite des Sucherbildfeldes
24 sind die Zeiger 7 und die gefärbten Zonen 10 und 11 der
Scheibe 9 zu erkennen.
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Das freie Ende des Zeigers 6 des Meßinstrumentes spielt, wie
insbesondere die Fig. 3 zeigt, über seinen ganzen Bewegungsbereich zwischen
einer festen Klemmleiste 25 im Gehäusedeckel 2 und der abgebogenen Stirnkante
26 eines Klemmbügels 27. Der Klommbügel 27 ist an einer Welle
28 befestigt, deren Lager zur einen Hälfte von einer Schale im Gehäuse
1 und zur anderen Hälfte von einer Schale im Deckel 2 gebildet werden. An
dem aus dem Gehäuse 1 herausragenden Ende der Welle 28 ist, wie aus
den Fig. 1, 2 und 4 zu erkennen, ein Hebelarm 29 befestigte von dem
ein Lappen 30 abgewinkelt, ist. Wie in Fig. 4 dargestellt, ist dieser Lappen
30 von einem Stift 31 untergriffen, der in einer Verschlußauslösetaste
32 sitzt, die in ihrer eingedrückten, ge-
rade den Verschluß auslösenden
Stellung gezeichnet ist. Eine am Hebelarm 29 angreifende Zugfeder
33
kann deshalb den Lappen 30 dem Stift 31 nachführen und damit
eine Drehung der Welle 28 bewirken, die ihrerseits den Klemmbügel
27 so schwenkt, daß dessen Stimkante 26 das freie Ende des Zeigers
6
gegen die Klemmfläche, 25 preßt. Bei der unter der Kraft einer nicht
gezeichneten Druckfeder verlaufenden Rückbewegung der Verschlußauslösetaste
32 in ihre Ruhelage schwenkt der Stift 31 durch Angriff an den Lappen
30 den Hebelarm 29 so, daß die Klemmung des Zeigers 6 aufgehoben
wird, wobei die Teile die in Fig. J dargestellte Lage einnehmen. Die Kraft
der die Verschlußauslösetaste 32 beaufschlagenden Druckfeder ist dazu stärker
bemessen als die Kraft der Zugfeder 33.
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Die die jeweilige Stellung des festgeklemmten Zeigers 6 abtastende
Vorrichtung ist in den Fig. 2 und 3
dargestellt.
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An einem Ende einer im Gehäuse 1 lagernden Achse 34 ist eine
Scheibe 35 befestigt, auf der, um einen Bolzen 36 schwenkbar, ein
Abtasthebel 37
lagert. Eine einen Endes an der Scheibe 35, anderen
Endes am Abtasthebel 37 festgelegte schwache Zugfeder 38 hält letzteren
in Anlage an einen an der
Scheibe 35 befestigten Anschlag
39. Das freie Ende des Abtasthebels 37 trägt einen Abtaststift 40,
der in den Ausschlagsbereich des Zeigers 6 ragt. Längs der freien Stimfläche
41 des Abtasthebels 37 verläuft, in geringem Abstand von dieser, eine in
das Gehäuse 1
eingearbeitete Fläche 42, die zur Bewegungsebene des Abtasthebels
37 rechtwinklig steht und in einer Kreisbahn um die Achse 34 herum verläuft.
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Wenn zum Zwecke der Abtastung der Stellung des Zeigers 6 die
Scheibe 35 aus ihrer in Fig. 2 dargestellten Ausgangsstellung gegen den Uhrzeigersinn
gedreht wird, bewegt sich die Stimfläche 41 des Abtasthebels 37 längs der
nahe von ihr verlaufenden Fläche 42. Wenn im Laufe dieser Bewegung an irgendeiner
Stelle der Abtaststift 40 auf den in der weiter oben schon beschriebenen Art festgeklernmten
Zeiger 6 trifft, bewirkt dies eine Beendigung der parallel zur Fläche 42
verlaufenden Bewegung der Stirnfläche 41 des Abtasthebels 37. Die Scheibe
35
dreht sich aber weiter, wobei sich nun der Anschlag 39 entgegen
der schwachen Federkraft 38 vom Abtasthebel 37 abhebt. Da der Abtasthebel
37 an dem von der Drehachse, 34 der Scheibe 35 entfernten Bolzen
36 lagert, wird er bei diesem Weiterdrehen der Scheibe 35 in Richtung
seiner Längsmittelachse auf die Fläche 42 zu bewegt und kommt mit seiner Stimfläche
41 zur Anlage an diese. Dabei erfolgt bei geeigneter Gestaltung und Anordnung der
Flächen 41 und 42 eine sofortige Verkeilung des Abtasithebels 37 an der Fläche
42, die eine Weiterdrehung der Scheibe 35 verhindert. Somit wird der festgeklenunte.
Zeiger6, der ohnehin nur den Druck des unteT der Kraft der schwachen Zugfeder
38 an ihm anliegenden Abtaststiftes 40 aufzunehmen hatte, wieder entlastet.
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Die bei der Abtastung der Stellung des Zeigers 6
erfolgende
Drehbewegung der Achse 34 ist das Maß, um das ein Einsteller des Kameraverschlusses
zu verstellen ist. Dieser Einsteller kann der mit dem Blenden- und Belichtungseinsteller
gekuppelte Belichtungswerteinsteller des Verschlusses sein. Es ist aber auch möglich,
die Drehbewegung der Achse 34 zur Einstellung des Belichtungszeit- oder des Blendenstellers
zu benutzen.
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Gemäß der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Anordnung ist der
Blendensteller des Aufnahmeobjektivs der Kamera mit der Achse 34 gekuppelt.
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An der Achse 34 ist an dem der Scheibe 35 abgekehrten Ende,
das aus dem Gehäuse 1 herausragt, eine Kuppelscheibe 43 befestigt, die, wie
insbesonde,re die Fig. 1 zeigt, innerhalb eines in die äußere Bodenfläche
des Gehäuses 1 eingebrachten Tunnels 44 steht. Bei am Kainerakörper
12 befestigtem Ge-'häuse 1 liegt innerhalb dieses Tunnels 44 ein in einer
Stiftschlitzführung 45 am Kamerakörper 12 beweglich gelagerter Einstellschieber
46. An einem in diesem befestigten Zapfen, 47 lagert drehbar eine Platte 48, die
einen Kuppelsteg 49 trägt. Dieser greift zügig in eine seiner Form entsprechende
Ausnehmung 50 in der Kuppelscheibe 43 ein. Die Hin- und Herbewegung des Einstellschiebers
46 hat durch diese Art der Kupplung eine Drehbewegung der Kuppelscheibe 43 zur Folge.
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Das Verhältnis, in dem die geradlinigen Bewegungen des Einstellschiebers
46 zu den resultierenden Drehbewegungen der Kuppelscheibe, 43 stehen, ist abhängig
von dem jeweiligen Abstand, den die, Drehpunkte der Platte 48 und der Kuppelscheibe
43 voneinander haben und weiterhin davon, welche Lage der Kuppelsteg 49 und die
Ausnehmung 50 gegenüber den Drehpunkten ihrer Träger 48 bzw. 43 einnehmen.
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Durch die Anordnung gemäß der Fig. 5, also durch die Wahl des
Abstandes, in dem die Bahn des Zapfens 47 gegenüber der Achse 34 verläuft und durch
die einseitig in der Kuppelscheibe 43 verlaufende Ausnehmung 50 ist erreicht,
daß gleichschrittige Bewegungen des Einstellschiebers 46 in bestimmter Weise ungleichschrittige
Drehbewegungen der Kuppelscheibe 43 zur Folge haben. Die nur zum Zwecke der Verdeutlichung
des Vorstehenden eingezeichnete Skala 51 gegenüber dem Einstellschieber 46
sowie die Skala 52 gegenüber der Kuppelscheibe 43 lassen dies durch ihre
unterschiedliche Teilung erkennen. Die einseitige Anordnung der Ausnehmung
50 in der Kuppelscheibe 43 hat noch die besondere Folge, daß innerhalb der
Skala 52 die Teilungen zwischen den Skalenwerten »5« und
»9« und die Teilungen zwischen den Skalenwerten »5« und
»l« spiegelbildlich ungleich sind.
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Die Teilung der Skala 52 entspricht der Ausschlagscharakteristik
des Zeigers 6 des Meßinstrumentes. Wie in den Fig. 4 und 5 weiter
dargestellt, trägt der Einstellschieber 46 eine Zahnleiste 53, in die ein
Zahnrad 54 eingreift, das mit dem nicht näher dargestellten Filmschaltwerk der Kamera
verbunden ist. Diese Verbindung ist derart, daß bei jeder Filmfortschaltung der
Einstellschieber 46 entgegen der Kraft der an ihn angreifenden Zugfeder
55 in seine, eine Endstellung bewegt wird, in bezug auf die Darstellung in
Fig. 5 nach links. Eine in den Einstellschieber 46 eingebrachte Aussparung
56 steht dann einem am Kamerakörper 12 lagernden federbeaufschlagten Sperrhebel
57 so gegenüber, daß dieser in die Aussparung 56 einfällt, wodurch
der Einstellschieber 46 in dieser Lage verriegelt ist. Die Kuppelscheibe 43 sowie
die mit ihr fest verbundene Scheibe 35 und der auf ihr lagernde Abtasthebel
37 nehmen dann die in Fig. 2 dargestellte Ausgangslage ein.
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Der Sperrhebel 57 steht mit einer an der Verschlußauslöstetaste
32 angebrachten keilartigen Steuerfläche 58 so in Verbindung, daß
bei der Betätigung der Auslösetaste 32 diese Verriegelung des Einstellschiebers
46 aufgehoben wird.
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Der Einstellsch#ieber 46 besitzt weiter einen abgewinkelten Lappen
59, dessen Stirnkante eine Zahnleiste 60 bildet-, in die ein Ritzel
61 eingreift, das auf einer aus der Rückwand des Verschlußgehäuses
62
herausragenden Welle 63 sitzt. Diese, Welle 63 ist in nicht
zur vorliegenden Erfindung gehörender Weise mit dem Einsteller einer in das Verschlußgehäuse
eingebauten Irisblende verbunden. Entsprechend dem Drehen der Welle 63 öffnet
bzw. schließt sich die Irisblende.
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Im Verschlußgehäuse 62 lagert ein gegenüber einer festen Skala
64 einstellbarer Belichtungszeitring 65,
der in seinem innerhalb des Verschlußgehäuses
62
liegenden Teil einen Graukeil 66 trägt, dessen Lichtdurchlässigkeit
sich in Drehrichtung des Ringes 65
verändert. Ein zweiter im Verschlußgehäuse
62
lagernder Ring 67 ist nach einer gehäusefesten Filmempfindlichkeitswertskala
68 einstellbar und trägt ebenfalls einen in Drehrichtung abgestuften Graukeil
69. Eine in die Vorderwand des Verschlußgehäuses 62 eingebaute Wabenlinse
70 läßt Licht auf die Graukeile 66 und 69 und durch diese hindurch
auf eine lichtempfindliche Zelle 71 fallen, die über ein
Kabel
72 (s. auch Fig. 1 und 2) mit dem in das Gehäuse 1 eingebauten
Meßinstrument verbunden ist.
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Die beschriebene Kamera mit ihren Vorrichtungen wirkt in folgender
Weise: Nach dem Einlegen» eines Filmes in die Kamera wird bei dessen Fortschaltung
zum ersten Bildfeld über das Zahnrad 54 (Fig. 5) und die Zahnleiste
53
der Einstellschieber 46 in diejenige Endlage verbracht, in der er durch
den Sperrhebel 57 verriegelt wird. Die den Belichtungsmesserzeiger
6 abtastende Vorrichtung befindet sich dann in der in Fig. 2 dargestellten
Lage, während die im Verschlußgehäuse 62
sitzende Irisblende über die Zahnleiste
60 (Fig. 4, 5)
und das Ritzel 61 in ihre eine Endstellung verbracht
ist. Sie kann also entweder voll geöffnet oder auf ihre kleinste öffnungsweite eingestellt
sein. Der Einstellring 67 am Verschlußgehäuse wird nun entsprechend dem Empfindlichkeitswert
des verwendeten Filmes eingestellt, beispielsweise auf den Wert »18 DIN«.
Dabei
rückt ein auf diesen Wert abgestimmtes Feld des Graukeiles 69 vor die lichtempfindliche
Zelle 71.
Durch Drehen des Ringes 65 wird nun eine für die beabsichtigte
photographische Aufnahme geeignet erscheinende Belichtungszeit eingestellt, z. B.
»1/60 Sec«. Dabei tritt ein auf diesen Belichtungszeitwert abgestimmtes Feld
des Graukeils 66 vor die lichtempfmdliehe Zelle 71. Wenn die Zelle
71 nun dem von der Aufnahmeszenerie kommenden Lichtstrom ausgesetzt wird,
liefert sie einen elektrischen Strom, der einen den Filmempfindlichkeitswert und
den Belichtungszeitwert berücksichtigenden Ausschlag der Zeiger 6
und
7 des Meßinstrunientes zur Folge hat. Die Graukeile 66 und
69, die Zelle 71 und das Meßinstrument sind so aufeinander abgestimmt,
daß der Ausschlag des Zeigers 6 ein Maß für den einzustellenden Blendenwert
bildet.
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Dieser Instrumentenausschlag ist beim Blick in den Kamerasucher an
der entsprechenden Stellung des Zeigers 7 zu erkennen. Steht der Zeiger
7 an irgendeiner Stelle im Bereich zwischen den gefärbten Zonen
10 und 11, so bedeutet dies, daß eine photographische Aufnahme bei
den herrschenden BeleuchtungsverYältnissen, der eingestellten Belichtungszeit und
dem Empfindlichkeitswert des Filminaterials möglich ist. Steht der Zeiger
7 aber innerhalb der z. B. grüngefärbten Zone 10, dann würde bei der
Verschlußauslösung ein überbelichtetes Bild entstehen. Man kann dann durch Einstellen
einer kür7pren Belichtungszeit, z. B. »1/25o sec«, erreichen, daß eine gegenüber
vorher lichtundurchlässigere Fläche des Graukeils 66 vor die Zelle
71 rückt, wodurch der Zeiger 7
einen geringeren Ausschlag bekommt und
dann außerhalb der gefärbten Zone 10 steht.
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Ragt aber der Zeiger 7 in die z. B. rotgefärbte Zone
11, dann würde bei der Verschlußauslösung ein unterbelichtetes Bild entstehen.
Es muß dann eine längere Belichtungszeit, z. B. »1/3o see« eingestellt werden, wobei
eine gegenüber vorher lichtdurchlässigere Fläche des Graukeiles 66 vor die
Zelle 71 tritt. Wenn trotz des nunmehr größeren Ausschlages der Zeiger
7
immer noch innerhalb der gefärbten Zone, 11 steht, läßt dies erkennen,
daß bei den herrschenden Beleuchtungsverhältnissen auch bei dieser längeren Belichtungszeit
noch keine Aufnahme möglich ist, man also auf sie verzichten oder eine noch lärigere,
Belichtungszeit wählen muß, nach deren Einstellung dann der Zeiger 7 im Bereich
zwischen den gefärbten Zonen 10 und 11 steht. Bei der Betätigung der
Verschlußauslösetaste 32
wird zunächst in der oben schon beschriebenen Art
und Weise der Zeiger 6 in seiner Meßstellung festgeklemmt. Unmittelbar danach
erfolgt beim weiteren Eindrücken der Auslösetaste 32 durch den Sperrhebel
57 die Entriegelung des Einstellschiebers 46, der sich unter der Kraft der
Zugleder 55 bewegt. Durch die dabei erfolgende Drehung der Kuppelscheibe
43 wird die die Stellung des Zeigers, 6 abtastende Vorrichtung in der schon
beschriebenen Weise betätigt. Mit der Verkeilung des Abtasthebels 37 an der
Fläche 42 finden die Drehbewegung der Kuppelscheib-, 43 und damit auch die Bewegung
des Einstellschiebers 46 ihr Ende. Damit ist auch die Einstellung der mit dem Einstellschieber
46 gekuppelten Irisblende vollzogen, die nun auf einen den herrschenden Beleuchtungsverhältnissen
angepaßten, die gewählte Belichtungszeit und den Filmempfindlichkeitswert berücksichtigenden
Wert eingestellt ist.