-
Schmierölgemisch Es ist bereits bekannt, Mischpolymere von Dialkylfumaraten
und Vinylestern von Fettsäuren zu verwenden, um den Stockpunkt und den Viskositätsindex
von Schmierölen zu verbessern. Derartige als Stockpunkterniedriger und Viskositätsverbesserer
geeignete Mischpolymere erhält man durch Zusammenpolymerisieren solcher Dialkylfumarate,
die sich von gesättigten Alkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen herleiten, mit
Vinylestern niedriger Fettsäuren, z. B. der Essig-, Propion- oder Buttersäure u.
dgl.
-
Es wurde nun gefunden, daß die Eignung derartiger Dialkylfumarat-Vinylester-Mischpolymeren
als Stockpunkterniedriger und Viskositätsverbesserer erheblich von der besonderen
Art der Polymerisationsbestandteile abhängt, und zwar wurde gefunden, daß man die
besten Wirkungen dann erreicht, wenn die Mischpolymeren sich von Vinylacetat einerseits
und Gemischen von erstens einem Dialkylfumarat, das 8 Kohlenstoffatome in verzweigter
Kette in jeder Alkylgruppe enthält, und zweitens Dialkylfumaraten ableiten, die
etwa 14 bis 18 Kohlenstoffatome in gerader Kette in jeder Alkylgruppe tragen. Diese
Dialkylfumarate sollen vorzugsweise so zusammengestellt sein, daß sie ein Fumaratgemisch
ergeben, bei dem die durchschnittliche Kettenlänge in jeder Alkylgruppe 9 bis 11
Kohlefstoffatome beträgt. Außerdem bevorzugt man Mischpolymere, die aus Dialkylfumaraten
mit langen geradkettigen, etwa 14 bis 18 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylgruppen,
von denen mindestens etwa 92 % zwischen 16 und 18 Kohlenstoffatome enthalten, hergestellt
wurden.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft also Schmieröle, in denen die genannten
Mischpolymeren als Zusatz zu Mineralölen enthalten sind.
-
Für Herstellung der Dialkylfumaratgemische stellt man die beiden Dialkylfumaratbestandteile,
nämlich die verzweigtkettigen Dialkylfumarate mit 8 C-Atomen je Alkylgruppe und
die geradkettigen Dialkylfumarate mit 14 bis 18 C-Atomen je Alkylgruppe, vorzugsweise
jede für sich her und vermischt die beiden Ester vor der Mischpolymerisation. Die
beiden Ester werden vorzugsweise durch direkte Veresterung der Fumarsäure der entsprechenden
Alkohole erhalten, gegebenenfalls in Gegenwart von Veresterungskatalysatoren, wie
Schwefelsäure oderToluolsulfonsäure und Wasserentzugsmitteln, wie Hexan, Heptan
und Benzol.
-
Die hierfür bevorzugten C8 Oxoalkohole sind aus Gemischen von C7 Olefinen
erhältlich, die durch Umsetzung von aus Raffineriegasen stammendem Propylen mit
Gemischen von normalen und Isobutylenen hergestellt werden können. Diese Oxoalkohole
haben etwa folgende Zusammensetzung.
-
Es ist zu beachten, daß die entstehenden Alkohole auch dann hauptsächlich
aus verzweigten Verbindungen be-
| Cg-Oxoalkohole, die aus durch Mischpolymerisation |
| von C4 und C4 Olefinen erhaltenen Heptenen °/o |
| hergestellt wurden: |
| C C |
| I |
| C-C-C-C-C-C-OH 29 |
| C C |
| C-C-C-C-C-C-OH 25 |
| C C |
| i |
| C-C-C-C-C-C-OH 17 |
| C |
| i |
| C-C-C-C-C-C-C-OH |
| C 16 |
| C-C-C-C-C-C-C-OH |
| C |
| C |
| I |
| C-C-C-C-C-C-OH 2,3 |
| C |
| I |
| C-C-C-C-C-C-OH 1,4 |
| i |
| C |
| 2-Alkylalkanole ........................ 4,3 |
| andere ................................ 5,0 |
| 100,0 |
stehen, wenn als Ausgangsstoffe reine geradkettige Olefine verwendet
wurden.
-
Beispiele für langkettige Alkohole mit 14 bis 18 CAtomen, die sich
zur Herstellung des Dialkylfumaratbestandteils mit langer geradkettiger Alkylgruppe
eignen, sind Tetradecanol, Hexadecanol und Octadecanol. Außer den obenerwähnten
langkettigen Alkoholen lassen sich - falls erwünscht - selbstverständlich auch Gemische
dieser Alkohole verwenden. Ein besonders bevorzugtes Alkoholgemisch enthält etwa
0 bis
80/, Tetradecanol, 25 bis 50 % Hexadecanol und 37 bis 75 Gewichtsprozent
Octadecanol. Viele handelsüblichen Alkohole stellen in Wirklichkeit Gemische von
mehreren einzelnen Alkoholen dar. Alkoholgemische, die je Molekül etwa 14 bis 18
Kohlenstoffatome enthalten, können für die vorliegende Erfindung verwendet werden.
Besonders geeignete, im Handel erhältliche Alkoholgemische, haben etwa folgende
Zusammensetzungen:
| Alkoholbestandteil Talgalkohole*), Gewichtsprozent |
| C |
| I I il |
| C14 ................. 3 6 |
| C16 ................. 28 27 |
| C18 ................. 69 67 |
| 100 100 |
| *) Erhalten durch Hydrierung von Talg (Rindertalg). Ge- |
| mische von vorzugsweise gesättigten, geradkettigen primären |
| Alkoholen. |
Die
' Mengenverhältnisse, in denen die beiden Reaktionsteilnehmer, nämlich
das Vinylacetat und das Dialkylfumaratgemisch, mischpolymerisiert werden, können
innerhalb eines ziemlich weiten Bereiches schwanken; z. B. kann das Molverhältnis
des Alkylfumaratgemisches zu Vinylacetat von 2 : 1 bis 1 : 3, vorzugsweise von etwa
1 : 1 bis 1 :2, betragen, was im allgemeinen einem Gewichtsverhältnis von 9 : 1
bis 2 : 1 entspricht. Die verwendeten Mengen sind in gewissem Umfange von dem gewünschten
Molekulargewicht des Mischpolymeren und der durchschnittlichen Zusammensetzung des
verwendeten Fumaratmonomerengemisches abhängig. Die öllöslichen :Mischpolymeren
aus Vinylacetat und dem Dialkylfumaratgemisch, die Staudinger-Molekulargewichte
zwischen etwa 2000 und 50 000, vorzugsweise zwischen etwa 5000 und 22 000, aufweisen,
eignen sich für die Verbesserung des Viskositätsindexes und gleichzeitig für die
Herabsetzung des Stockpunktes.
-
Für die Mischpolymerisation erwärmt man die Gemische der beiden Reaktionsteilnehmer
mit oder ohne Lösungs- oder Verdünnungsmittel, vorzugsweise mit einer kleinen Menge
Katalysator, auf eine Reaktionstemperatur von etwa 40 bis 100°C, vorzugsweise etwa
60 bis 70°C, gegebenenfalls unter Rückfluß, zur Verhütung von Verlusten an Reaktionsteilnehmern
durch Verdampfung oder zu hohem Druck. Zur Ableitung der Polymerisationswärme sollte
für eine entsprechende Kühlung gesorgt werden. Insbesondere bei Verwendung großer
Mengen Vinylacetat ist es häufig angebracht, dieses nicht auf einmal, sondern allmählich
zuzusetzen, um auf diese Weise die Polymerisationsgeschwindigkeit zu steuern. Als
Katalysator verwendet man zweckmäßig etwa 0,1 bis 5,00!o, z. B. 1,0 Gewichtsprozent
eines Peroxyds, wie Benzolperoxyd, Acetylperoxyd, t-Butylhydroperoxyd, t-Butylperbenzoat
usw.
-
Die Reaktionszeit schwankt zwischen etwa 1 und 100 Stunden, vorzugsweise
zwischen etwa 5 und 20 Stunden, und ändert sich indirekt proportional zur Temperatur.
Das Molekulargewicht läßt sich durch Verwendung eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels,
wie n-Heptan oder einer anderen inerten Flüssigkeit, wie Petroläther, raffiniertem
Schwerbenzin, Kerosin, Schmieröl usw., regeln; mit geringeren Mengen Lösungsmittel
oder bei Weglassen eines Lösungsmittels erhält man Mischpolymere mit höheren Molekulargewichten.
-
Während der Mischpolymerisation werden Sauerstoff oder Luft ferngehalten,
etwa durch Durchblasen eines inerten Gases, wie Stickstoff oder Kohlendioxyd.
-
Die beschriebenen Mischpolymeren werden zu dem Schmieröl in Konzentrationen
von z. B. etwa 0,05 bis 5 Gewichtsprozent oder mehr hinzugefügt. Wenn hauptsächlich
die Herabsetzung des Stockpunktes beabsichtigt ist, verwendet man vorzugsweise etwa
0,1 bis 0,5°,/a. Soll dagegen vorzugsweise der Viskositätsindex verbessert werden,
so verwendet man eine größere Konzentration, z. B. zwischen 0,5 und 100/,.
Das Öl, dem die Mischpolymeren zugesetzt werden können, kann nicht nur aus paraffinischen
Ölen bestehen, die Mittel zur Herabsetzung des Stockpunktes erfordern, sondern auch
aus naphthenischen oder gemischten Schmierölen, deren Viskositätsindex verbessert
werden soll, oder aus Mischungen verschiedener Ölarten, bei denen sowohl eine wesentliche
Herabsetzung des Stockpunktes wie auch eine Verbesserung des Viskositätsindexes
erwünscht ist. Die Mischpolymeren können auch zu Schmierfetten, die Metallseifen
enthalten, oder zu Paraffinwachs oder wachsartigen Gemengen oder zu leichteren flüssigen
Kohlenwasserstoffölprodukten, wie Dieselgasölen, gegeben werden, die häufig stark
paraffinisch sind und eine Herabsetzung des Stockpunktes erfordern, oder auch zu
anderen Leichtölen, wie Haushaltheizölen, Mineral-Dichtungsölen, raffiniertem Kerosin
u. dgl.
-
Man kann den Gemischen auch andere übliche Zusatzstoffe, wie Farbstoffe,
Antioxydationsmittel usw., oder auch weitere Mittel zur Herabsetzung des Stockpunktes
zusetzen, etwa die bisher verwendeten Wachs-Naphthalin-Kondensationsprodukte oder
andere, wie Wachs-Phenol-Kondensationsprodukte, sowie Mittel zur Verbesseung des
Viskositätsindexes, wie Polybuten, Polyacrylate, z. B. Polylaurylmethacrylat, Polyvinyläther,
Polyvinylester USW.
-
In vielen Fällen ist es zweckmäßig, die Zusätze in Form von Konzentraten
zuzufügen, die neben den Mischpolymeren nach der Erfindung noch ein Mineralöl, etwa
ein Mineralschmieröl, als Verdünnungsmittel enthalten, sowie gegebenenfalls auch
die anderen Zusatzstoffe, z. B. Reinigungsmittel, wie Barium-tert.-octylphenolsulfid;
Oxydationsverhütungsmittel, wie Phenyl-a-naphthylamin u. dgl.
-
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele besser verständlich
werden. Sie dienen jedoch lediglich der Erläuterung und sollen den Erfindungsbereich
nicht beschränken. Die Herstellung der Mischpolymerisate soll jedoch im Rahmen der
vorliegenden Erfindung nicht unter Schutz gestellt werden. Beispiel I Mehrere Vinylacetat-Fumarat-Mischpo13#mere
wurden in folgender Weise hergestellt: Bisher übliches :Mischpolymeres: Mischpolymeres
A Kokosnußfumarat - (durchschnittlich 13,5 C-Atome) -Vinylacetat - Mischpolymeres
Herstellung des Fumarats 1 Mol Fumarsäure wurde mit 2 Mol Kokosnußalkohol verestert.
Der Kokosnußalkohol bestand aus einem Gemisch geradkettiger normaler Alkohole mit
8 bis 18 C-
Atomen mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von 207. Toluolsulfonsäure wurde als Katalysator und Heptan als Wasserentziehungsmittel
verwendet. Das Erhitzen unter Rückfluß, wobei man dafür Sorge trug, daß das mit
dem Heptan überdestillierende Wasser abgetrennt wurde, wurde mehrere Stunden fortgesetzt,
bis die Veresterung vollständig war. Das erhaltene Produkt wurde durch Waschen mit
Wasser und Natriumhydroxydlösungen gereinigt.
-
Mischpolymerisation mit Vinylacetat 80 Gewichtsteile Kokosnußfumarat
wurden mit 20 Gewichtsteilen Vinylacetat mischpolymerisiert. Das Monomerengemisch
wurde auf 70°C erhitzt. Zur Einleitung der Reaktion wurden 0,2 Teile Benzoylperoxyd
zugesetzt. Die Temperatur von 70°C wurde während. einer Reaktionszeit von 10 Stunden,
wobei man je nach Erfordernis erhitzte oder kühlte, aufrechterhalten. Während dieser
Zeit wurde insgesamt 1 Teil Benzoylperoxyd in Mengen von 0,1 Teilen zugesetzt.
-
Das Endprodukt hatte ein Molekulargewicht nach Staudinger von etwa
17000, wenn man voraussetzt, daß die Konstante für Isobutylenpolymere zutrifft.
Dieses Mischpolymere wurde hinsichtlich seiner Wirksamkeit bei der Verbesserung
des Viskositätsindexes und der Herabsetzung des Stockpunktes untersucht. Dabei wurden
die in Tabelle II und III aufgeführten Ergebnisse erhalten. Andere (nicht erfindungsgemäße)
Mischpolymere: Miscbpolymeres B: C$-Oxofiimarat -Vinylacetat -Mischpolymeres Herstellung
des Fumarats Fumarsäure wurde nach dem im Beispiel I, A beschriebenen Verfahren
mit C$ Oxoalkohol verestert. Der Oxoalkohol hatte ein Molekulargewicht von 130,
wie die Hydroxylzahl ergab, und wies im wesentlichen die gleiche Zusammensetzung
auf, die weiter oben beschrieben wurde. Mischpolymerisation mit Vinylacetat Die
Mischpolymerisation wurde ebenfalls nach dem im Beispiel I, A beschriebenen Verfahren,
unter Verwendung von 73,5 Gewichtsteilen C,- Oxofumarat und 26,5 Gewichtsteilen
Vinylacetat, durchgeführt. Das Mischpolymere hatte ein Molekulargewicht von etwa
8000. Dieses Mischpolymere war in Mineralölen oberhalb 20 Gewichtsprozent und unterhalb
etwa 0,5 Gewichtsprozent löslich, im dazwischenliegenden Bereich jedoch unlöslich.
Es konnte daher nicht vollständig hinsichtlich seiner Wirksamkeit bei der Herabsetzung
des Stockpunktes und der Verbesserung des Viskositätsindexes untersucht werden.
Die Ergebnisse, die an gesättigten Ölgemischen hinsichtlich der Herabsetzung des
Stockpunktes erhalten wurden, sind jedoch in Tabelle I angegeben.
-
Mischpolymeres C: Talgfumarat - (durchschnittlich 17 C-Atome) -Vinylacetat-Mischpolymer
es Herstellung des Fumarats Fumarsäure wurde mit hydriertem Talgalkohol mit einem
durchschnittlichen Molekulargewicht von 265 verestert. Das Verfahren ist in Beispiel
I, A beschrieben. Dieser Talgalkohol enthielt 6 Gewichtsprozent Tetradecanol, 27
Gewichtsprozent Hexadecanol und 67 Gewichtsprozent Octadecanol.
-
Mischpolymerisation mit Vinylacetat Die Mischpolymerisation wurde
nach dem gleichen, wie oben beschriebenen Verfahren unter Verwendung von 82,5 Gewichtsteilen
Talgfumarat und 17,5 Gewichtsteilen Vinylacetat durchgeführt. Das Mischpolymere
hatte ein Molekulargewicht von etwa 14000. Zur leichteren Handhabung wurde das Mischpolymere
als 40gewichtsprozentige Mischung in einem weißen Mineralöl mit einer Viskosität
von 42 SUS bei 99°C hergestellt. Die bei der Untersuchung seiner Wirksamkeit zur
Verbesserung des Viskositätsindexes und der Herabsetzung des Stockpunktes erhaltenen
Ergebnisse sind in Tabelle I, II und III aufgeführt.
-
:Mischpolymeres D Kokosnuß - C$ Oxofumarat - (durchschnittlich 10
C-Atome)-Vinylacetat-Mischpolymeres Herstellung des Fumaratgemisches Das für das
Mischpolymere A hergestellte Kokosnußalkoholfumarat und das für das Mischpolymere
B hergestellte C8 Oxofumarat wurden im Verhältnis von 46:54 Gewichtsteilen gemischt.
Dieses Fumaratgemisch wurde nach dem oben beschriebenen Verfahren mit Vinvlacetat
mischpolymerisiert.
-
Mischpolymeiisation mit Vinylacetat Insgesamt 77 Teile des beschriebenen
Fumaratgemisches wurden unter Anwendung des Verfahrens für das Mischpolymere A mit
23 Teilen Vinylacetat mischpolymerisiert. Das Produkt hatte ein Molekulargewicht
von etwa 20000. Die Ergebnisse der Untersuchung -hinsichtlich seiner Wirksamkeit
zur Verbesserung des Viskositätsindexes und zur Herabsetzung des Stockpunktes sind
in Tabelle II und III angegeben.
-
Erfindungsgr-mäßes Mischpolymeres: Mischpolymeres E Talg-C$ Oxofumarat--(durchschnittlich10C-Atome)-Vinylacetat
- Mischpolymeres Herstellung des Fumaratgemisches 2 Gewichtsteile des nach Beispiel
B hergestellten C$-Oxofumarats und 1 Gewichtsteil des nach Beispiel C hergestellten
hydrierten Talgalkoholfumarats wurden mit Vinylacetat nach dem anschließend beschriebenen
Verfahren mischpolymerisiert.
-
Mischpolymerisation mit Vinylacetat Insgesamt 77 Teile des oben beschriebenen
Fumaratgemisches wurden mit 23 Teilen destilliertem Vinylacetat mischpolymerisiert.
-
Das Gemisch aus den Fumaraten und Vinylacetat wurde auf 62°C erhitzt.
Zur Einleitung der Mischpolymerisation wurden 0,2 Teile Benzoylperoxyd zugesetzt.
Während man die Temperatur auf 67 bis 72°C hielt, setzte man insgesamt noch 0,8
Teile Benzoylperoxyd in Mengen von 0,1 Teilen je Stunde zu. Nach Zusatz des letzten
Katalysatoranteils wurde noch weitere 10 Stunden erhitzt, so daß die Gesamtreaktionszeit
18 Stunden betrug. Während der Reaktion wurden nach und nach insgesamt 150 Teile
eines weißen Mineralöls mit einer Viskosität von 42 SUS bei 99°C zugesetzt. Das
Endprodukt enthielt 40 % Mischpolymeres und 60 °/o Mischöl. bas Mischpolymere hatte
ein Molekulargewicht von 8000. Versuchsergebnisse sind in Tabelle I, II und III
aufgeführt.
-
Das Mischpolymere der Erfindung (Mischpolymeres E), d. h. Talg-C$-Oxofumarat,
wurde sodann hinsichtlich seiner Wirksamkeit zur Verbesserung des Viskositätsindexes
und Herabsetzung des Stockpunktes im Vergleich zu dem bisher üblichen :Mischpolymeren
und den anderen Mischpolymeren untersucht. Die Ergebnisse sind in den nachstehenden
Tabellen I, II und III aufgeführt.
| Tabelle I |
| Wirkung der Fumarat-Vinylacetat-Mischpolymeren auf die Herabsetzung
des Stockpunktes |
| ASTM-Stockpunkt, °C bei 1 Gewichtsprozent |
| Fumaratzusammensetzung Mischpolymerem in mittelamerikanischem
Schmieröl |
| SAE-10 I SAE-20 I SAE-30 |
| Mischpolymeres |
| keines.......................................... -12,2 - 9,4
- 9,4 |
| Erfindungsgemäßes Mischpolymeres: |
| E. Talg-C$ Oxofumarat (durchschnittlich 10 C-Atome) <-37,2
-34,4 -28,9 |
| Andere Mischpolymere: |
| B. C8 Oxofumarat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . -12,2*) -12,2*) -12,2*) |
| C. Talgfumarat (durchschnittlich 17 C-Atome) .......
( -12,2 - 9,4 - 9,4 |
| 2 Teile B j-- 1 Teil C . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . -12,2*) - 9,4*) - 9,4*) |
| *) Nicht vollständig öllöslich. |
| Tabelle TI |
| Wirkung der Fumarat-Vinylacetat-Mischpolymeren auf die Herabsetzung
des Stockpunktes |
| ASTM-Stockpunkt, |
| °C, bei 1 Gewichtsprozent Mischpolymerem im Versuchsöl |
| Fumaratzusammensetzung |
| Kanadisches Rohöl Kalifornisches Rohöl |
| SAE-10 ( SAE-30 I SAE-10 I SAE-20 |
| Mischpolymeres: |
| Keines ......................................... - 9,4 1,7
- 6,7 - 6,7 |
| Erfindungsgemäßes Mischpolymeres: |
| E. Talg-C8 Oxofumarat (durchschnittlich 10 C-Atome) <---37,2
-31,7 <-37,2 -31,7 |
| Bisher übliches Mischpolymeres: |
| A. Kokosnußfuramat (durchschnittlich 13,5 C-Atome) -28,9 -23,3
-28,9 -26,1 |
| Andere Mischpolymere: |
| B. C$ Oxofumarat ............................... - 9,4*) 1,7*)
- 6,7*) - 6,7*) |
| C. Talgfumarat (durchschnittlich 17 C-Atome) .......
- 9,4 1,7 - 6,7 - 9,4 |
| D. Kokosnuß-C$ Oxofumarat (durchschnittlich |
| 10 C-Atome .................................. - 9,4 1,7 - 6,7
- 9,4 |
| *) Nicht vollständig öllöslich. |
| Tabelle III |
| Verbesserung des Viskositätsindexes durch Fumarat-Vinylacetat-Mischpolymere |
| Fumaratzusammensetzung Höchster Viskositätsinde(V1.-Ceiling)
bei Testöl A*) |
| Mischpolymeres |
| Erfindungsgemäßes Mischpolymeres: |
| E. Talg-C$ Oxofumarat (durchschnittlich 10 C-Atome) . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 |
| Andere Mischpolymere: |
| B.C,- Oxofumarat ............................................................
nicht öllöslich |
| C. Talgfumarat (durchschnittlich 17 C-Atome) . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 |
| - Handelsübliches Polybuten zur Verbesserung des Viskositätsindexes
. . . . . . . . . . . . 135 |
| *) Mittelamerikanisches Schmieröl mit einer Viskosität
von 174,0 SUS/37, 8°C, 45,7 SUS/99°C und einem Viskositätsindexvon 113,0. |
| Je höher der durch das polymere Material erzielte höchste Viskositä*sindex
ist, desto wirksamer ist das Polymere bei der Verbesserung |
| des Viskositätsindexes. |
Tabelle I zeigt, daß die Mischpolymeren B und C und deren Mischungen den Stockpunkt
nicht wesentlich herabsetzen. Dagegen erwies sich das Talg-C8 Oxofumarat-Mischpolymere
der Erfindung (Mischpolymeres E) als hervorragend wirksam bei der Herabsetzung des
Stockpunktes.
-
Aus Tabelle II geht wiederum hervor, daß die Mischpolymeren B und
C im wesentlichen keine Wirksamkeit hinsichtlich der Herabsetzung des Stockpunktes
besitzen. Tabelle II zeigt ferner, daß das bekannte MischpolymereA hervorragende
Wirkung auf die Herabsetzung des Stockpunktes besitzt. Das Mischpolymere D (Kokosnuß-C$
Oxofumarat) dagegen setzt den Stockpunkt nicht wesentlich herab. Das Mischpolymere
E der Erfindung aber besitzt wesentlich größere Wirksamkeit bei der Herabsetzung
des Stockpunktes als das bisher übliche Mischpolymere
A, das für
diesen Zweck gut geeignet ist. Die in Tabelle I und II aufgeführten Daten beweisen
somit, daß die erfindungsgemäßen Mischpolymere bei der Herabsetzung des Stockpunktes
hervorragend wirksam sind.
-
Tabelle III zeigt, daß das Mischpolymere B nicht genügend öllöslich
ist, um zur Verbesserung des Viskositätsindexes zu dienen. Das Mischpolymere C ist
bei der Verbesserung des Viskositätsindexes ziemlich wirksam und auch wirksamer
als ein handelsübliches Polybuten zur Verbesserung des Viskositätsindexes. Aus der
Tabelle geht hervor, daß das erfindungsgemäße Mischpolymere bei der Verbesserung
des Viskositätsindexes wesentlich wirksamer ist als das Mischpolymere C oder das
handelsübliche Polybuten. Die Ergebnisse dieser Tabelle zeigen somit die hervorragende
Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mischpolymeren bei der Verbesserung des Viskositätsindexes.