DE1035718B - Hochspannungsisolierkoerper mit im Isoliermittel eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung der elektrischen Beanspruchung des Isoliermittels - Google Patents
Hochspannungsisolierkoerper mit im Isoliermittel eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung der elektrischen Beanspruchung des IsoliermittelsInfo
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- DE1035718B DE1035718B DER16882A DER0016882A DE1035718B DE 1035718 B DE1035718 B DE 1035718B DE R16882 A DER16882 A DE R16882A DE R0016882 A DER0016882 A DE R0016882A DE 1035718 B DE1035718 B DE 1035718B
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Hochspannungsisolierkörper mit als Elektroden dienenden Leitern,
zwischen denen eine hohe Spannung herrscht und die durch eine Isolierung aus festem dielektrischem
Material voneinander getrennt sind.
Bei hohen Spannungen besteht die Gefahr, daß durch die Oberflächen oder Zwischenräume des
Isolierkörpers eine örtliche Entladung oder ein Überschlagen an den Stellen verursacht wird, an denen
eine hohe Spannungsbeanspruchung vorhanden ist, so daß hier die Isolierung zerstört und gegebenenfalls
völlig unbrauchbar wird.
Zum Schutz der Isolierung gegen derartige örtliche Entladungen ist schon vorgeschlagen worden, die
Spannungsabstufung zwischen den Elektroden so zu regeln, daß unerwünschte Beanspruchungskonzentrationen
vermieden werden. Zu diesem Zweck sind in der festen Isolation im Abstand voneinander
Kondensatorlagen oder -platten angeordnet worden, welche eine gleichmäßige Abstufung des Spannungsabfalls
bewirken. Eine solche Ausführung ist für Buchsen oder ähnliche aus gewickeltem Papier bestehende
Isolatoren geeignet, da leicht leitende Lagen aus Metallfolie während des Wickeins in die Papierisolierung
in dem gewünschten Abstand voneinander eingebracht werden können. Wenn jedoch die feste
Isolierung homogen ist und durch Gießen, z. B. aus synthetischem Harz, geformt wird, dann ist das Einbetten
der folienartigen kapazitiven Lagen infolge ihrer geringen Stärke sehr schwierig, und es ist
praktisch unmöglich, sie genau in die richtige Stellung zu bringen.
Eine weitere bekannte Möglichkeit zur Verhinderung des Auftretens von Oberflächenentladungen
besteht darin, das in das Isoliermittel ein elektrischer Widerstand eingebettet wird, der mit den äußeren
Elektroden in leitendem Zusammenhang steht. Dieser Widerstand besitzt in den verschiedenen Teilen des
Isoliermittels vorzugsweise ungleichmäßige Werte. Das wird dadurch erreicht, daß der rohrförmige
Raum, der vom Widerstandsmaterial ausgefüllt wird, seinen Radius und/oder seine radiale Stärke ändert.
Als Widerstandsmaterial für diese bekannte Anordnung werden allgemein feste Stoffe, z. B. Graphit,
verwendet. Hierbei ist es aber nicht ausgeschlossen, daß Lufteinschlüsse an den Wänden, die den Füllraum
für das feste Widerstandsmaterial begrenzen, eine örtliche Funkenentladung oder einen Überschlag
verursachen. Ist dieser einmal erfolgt, so ist der ganze Isolator unbrauchbar, weil die schadhafte Stelle
nicht ohne Zerstörung des Isolierkörpers beseitigt werden kann.
Die Erfindung hilft diesem Nachteil ab. Bei einem Hochspannungsisolierkörper mit im Isoliermittel
Hochspannungsisolierkörper mit im
Isoliermittel eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung der elektrischen
Beanspruchung des Isoliermittels
Anmelder:
A. Reyrolle & Company Limited,
Hebburn, Durham (Großbritannien),
und Moser-Glaser & Co. A. G.,
Muttenz, Basell. (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. A. van der Werth, Patentanwalt, Hamburg-Harburg 1, Wilstorfer Str. 32
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 25. Juni 1954
Großbritannien vom 25. Juni 1954
Alasdair Blair Cameron, Monkseaton, Northumberland,
John Christie, Sunderland, Durham,
und Thomas Rae Manley, Newbiggin-by-the-sea,
Northumberland (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung der elektrischen Beanspruchung des Isoliermittels wird
nicht ein festes, sondern erfindungsgemäß ein beständiges, fließfähiges Widerstandsmaterial hoher
dielektrischer Festigkeit und bestimmter elektrischer Leitfähigkeit verwendet.
An Stelle eines Widerstandsmaterials, das leichtflüssig ist, können als Widerstandsmaterial der
Zwischenräume auch halbflüssige Stoffe dienen, wie z. B. pasten- oder geleeartige, die in die Zwischenräume
eingespritzt werden können, selbst wenn sie nicht in sie hineinströmen und dadurch ohne äußere
Einwirkung füllen.
Der spezifische Widerstand des verwendeten leitenden Flüssigkeitswiderstandes kann in weiten Grenzen
liegen. Seine Wahl hängt von der Spannung ab, da der Leitungsstrom auf einen solchen Wert begrenzt
werden muß, daß die erzeugte Wärme mit Sicherheit unschädlich ist. In der Praxis soll damit der Strom
nicht über 1 Milliampere liegen. Infolge dieser Be-
809 5β0/38β
3 4
grenzung ist die Spannungsabstufung um so wirk- Teile zwischen dem kegelstumpfartigen Ende 19 und
samer, je höher der Strom ist. der entsprechend ausgebildeten Ausnehmung 18 ein
Als Flüssigkeitswiderstand, der die benötigten kleiner Zwischenraum 26 von in Längsrichtung kegelelektrischen
Eigenschaften hat, können eine große stumpfartiger Form und ringförmigem Querschnitt.
Anzahl flüssiger Stoffe verwendet werden, z. B. 5 Dieser Zwischenraum 26 ist mit einer leitenden Flüssig-
Amine, Alkohole, Glykole, Chlorhydrin und Phenol keit 27 von hohem Widerstand gefüllt, die ebenfalls
sowie Mischungen davon. Als besonders vorteilhaft die Ausnehmung 23 ausfüllt und an einem Ende des
hat sich Hexylenglykol erwiesen. Zwischenraumes mit den beiden miteinander verbun-
Selbstverständlich können auch andere flüssige denen Hochspannungsleitern 10,11 sowie an seinem
Stoffe Verwendung finden, die die benötigten elek- io anderen Ende mit dem geerdeten Metallgehäuse 17
irischen Eigenschaften besitzen und zu anderen in elektrischer Verbindung steht. Die Flüssigkeit 27
organischen, homologen Reihen gehören. hat eine entsprechend hohe dielektrische Festigkeit,
Der Zwischenraum in der festen Isolierung, der mit so daß sie den elektrostatischen Spannungsbean-
der leitenden Flüssigkeit gefüllt werden soll, kann in spruchungen gewachsen ist. Sie besitzt ferner einen
an sich bekannter Weise ein rohrförmiger Raum 15 ausreichend hohen spezifischen Widerstand, von z. B.
ringförmigen Querschnitts sein, der eine Mittel- 10 Megohm/cm, so daß ein Kriechstrom hindurch-
elektrode umgibt und zwischen dieser und einer gehen kann, der klein genug ist, damit die dadurch
Außenelektrode liegt sowie an beiden angeschlossen erzeugte Wärme mit Sicherheit abgeführt wird. In
ist. In diesem Falle kann, wie bekannt, die Spannungs- der Praxis soll der Kriechstrom nicht 1 Milliampere
abstufung entlang dem rohrförmigen Raum durch 20 überschreiten.
Änderungen seines Radius und/oder der radialen Da der Flüssigkeitswiderstand 27, derdenZwischen-
Stärke beeinflußt werden. raum 26 ausfüllt, nur eine geringe Schichtdicke hat,
Der Zwischenraum kann auch in Form eines oder ist auch der Spannungsabfall in dieser Flüssigkeitseiner Anzahl von in der festen Isolierung befindlichen schicht 27 gering, wobei er zwischen den Enden dieser
und sich zwischen den Elektroden erstreckenden 25 Schicht gleich der vollen Spannung zwischen den
Kanälen ausgebildet sein. Leitern 10,11 und der Erde ist.
Die Erfindung kann auf verschiedene Art und Um die Verzerrung des radialen elektrostatischen
Weise ausgeführt werden. Die Zeichnung veranschau- Feldes gering zu halten, muß die Spannung an jeder
licht verschiedene Ausführungsbeispiele. Es zeigt Stelle entlang des Flüssigkeitswiderstandes 27 gleich
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine lösbare Steck- 30 dem elektrostatischen Potential des dort vorhandenen
verbindung zwischen zwei mit je einem festen Isolier- radialen Feldes sein. Bei konzentrischen Leitern ist
körper versehenen Leitern, aber die radiale Potentialabstufung nicht gleichmäßig,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Steck- sondern nimmt mit der radialen Entfernung von den
verbindung anderer Ausführung, die für einen Aus- mittleren Leitern 10, 11 nach außen ab. Die Spanschalter
verwendbar ist, 35 nungsabstufung entlang dem Flüssigkeitswiderstand
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Teil eines 27 ist in bekannter Weise teilweise infolge der koni-
Durchführungsisolators für einen Hochspannungs- sehen Gestalt des Zwischenraumes 26 dieser Bedin-
leiter, gung angepaßt, da die Querschnittsfläche des Flüssig-
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen Hänge- keitswiderstandes 27 fortlaufend nach dem kleineren
isolator, 40 inneren Ende zu geringer wird und ihr Widerstand
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine abgeänderte sich pro Längeneinheit umgekehrt zur Querschnitts-
Ausführungsform eines Durchführungsisolators, fläche ändert, so daß automatisch ein teilweiser Aus-
Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine abgeänderte gleich zu verzeichnen ist.
Ausführungsform eines Hängeisolators und Eine genaue Anpassung der Spannungsverteilung
Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine weitere Aus- 45 über die Länge der flüssigen Zwischenlage an das
führungsform eines derartigen Hängeisolators. radiale elektrostatische Potential kann jedoch ent-
Die Ausführung nach Fig. 1 stellt eine lösbare weder durch geeignete Veränderung der radialen
Steckverbindung der Enden zweier Leiter 10,11 läng- Stärke des Widerstandes 27 über seine Länge oder in
1 icher Form dar. Die beiden Leiter 10,11 sitzen da- an sich bekannter Weise durch geeignete Krümmung
bei in Hülsen 13,14 aus festem, dielektrischem Isolier- 5° der Flächen des Zwischenraumes 26 in Längsrichtung
material, aus denen ihre Ende 15,16 frei hervorstehen derart, daß sich eine flüssige Zwischenschicht 27 von
und die Form von Anschlüssen haben. Jede Isolier- exponentiell verlaufender Gestalt ergibt, oder durch
hülse besitzt einen geerdeten Außenmantel 17 aus Vereinigung beider Maßnahmen erreicht werden.
Metall. Die Hülse 14 weist am Ende eine kegel- Mit Hilfe der Widerstandsflüssigkeit 27 wird also
stumpfförmige Ausnehmung 18 auf, in die das An- 55 eine Spannungsabstufung entlang der Oberfläche des
schlußende 18 hineinragt. Die Hülse 13 läuft in ein Zwischenraumes 26 erreicht. Die radiale Stärke des
kegelstumpfförmiges Ende 19 aus, aus dem das An- festen Dielektrikums zwischen den innenliegenden
schlußende 15 des Leiters 10 hervorsteht. Das Ende Leitern 10,11 und dem außenliegenden geerdeten
19 ragt in die Ausnehmung 18 hinein. Beide Hülsen Metallmantel 17 wird nur durch die maximal zu-
13,14 werden durch Schrauben 20 zusammengehalten, 60 lässige, radiale, dielektrische Beanspruchung be-
welche durch die Flansche 21,22 hindurchgehen, die stimmt.
an den geerdeten Mänteln sitzen. Die beiden An- Eine flüssigkeitsdichte Abdichtung wird durch den
schlußenden 15,16 liegen sich mit geringem Abstand Dichtungsring 25, der zwischen den beiden Flanschen
in der Ausnehmung 23 gegenüber, die sich am Ende 21, 22 des geeredeten Metallgehäuses 20 liegt, erzielt,
der Ausnehmung 18 befindet, und sind elektrisch 65 Falls erwünscht, kann ein Flüssigkeitsvorratsbehälter
durch einen geeigneten, federnden Verbindungsteil 24 28 vorgesehen sein, wodurch Flüssigkeitsverluste im
verbunden. Zwischen den Flanschen 21,22 sitzt ein Zwischenraum ausgeglichen und eine Expansion der
Dichtungsring 25. darin befindlichen Flüssigkeit ermöglicht werden.
Bei der in Fig. 1 wiedergegebenen Ausführungs- Bei der Ausführung nach Fig. 1 handelt es sich um
form verbleibt nach der Verbindung der vorerwähnten 70 eine lösbare Steckverbindung. In den Fällen, wo die
Steckverbindung während des Betriebes zurückziehbar sein soll, z. B. bei der Verbindung zwischen einem
zurückziehbaren gekapselten Steckerstift und einem Kupplungsteil, das einen festen Anschluß enthält,
kann der Zwischenraum zwischen dem Steckerstift und dem Kupplungsteil nicht mit einer widerstandsfähigen
Flüssigkeit gefüllt werden, da diese herauslaufen würde. Fig. 2 zeigt eine Ausführung, bei der
das verhindert ist. Hier wird die kegelstumpfförmige Kupplungsöffnung 30 mit einem Isolierfutter 31 aus
festem dielektrischem Material versehen, in das ein Steckerstift 32 einführbar ist, der mit dem festen
Anschluß 33, welcher sich in der Kupplung befindet, in Verbindung gebracht wird. Zwischen dem Futter
31 und der Innenwand der Kupplung 30 befindet sich ein Ringraum 34 von kegelstumpfartigerForm. Dieser
Ringraum 34 ist mit einer Widerstaiidsflüssigkeit 35
gefüllt, die über die Metallscheibe 36, welche sich am inneren Ende der Kupplungsöffnung 30 befindet, mit
dem Anschluß 33 und am anderen Ende mit dem geerdeten Außenmantel 37 der Isolierung 38 in leitender
Berührung ist. Die Flüssigkeitsschicht 35 ist auf diese Weise in einen Zwischenraum eingeschlossen, der von
der Isolierung 38 und dem Isolierfutter 31 begrenzt ist, das die Ausnehmung für den Zapfen 32 aufweist.
Es wird dadurch eine Spannungsabstufung bewirkt, so daß ein Schutz gegen Überschlag durch die Innenfläche
der Isolierung, die der Luft ausgesetzt ist, gegeben ist. Der Zwischenraum 34 steht mit einem
Flüssigkeitsvorratsbehälter 39 in Verbindung, so daß die Flüssigkeit expandieren kann.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist die Erfindung bei einem Durchführungsisolator angewendet, der
einen länglichen, doppelkegelstumpfförmigen, festen Isolatorkörper 40 aus dielektrischem Material aufweist,
welcher einen durch seine Mittelachse hindurchgehenden länglichen Leiter 41 besitzt. Jede Hälfte
des Isolators ist von einem Isoliermantel 42 aus Porzellan oder einem anderen Ioliermaterial umgeben,
der außen mit Rippen 43 besetzt ist und im Freien verwendet werden kann. Die Hülsen 42 liegen mit
ihren innen befindlichen Enden gegen den mittleren, geerdeten, metallischen Tragflansch 44 der Durchführung
und mit ihren äußeren Enden gegen Metallkappen 45, welche auf dem nach außen vorstehenden
Teil des mittleren Leiters 41 sitzen.
Die schmalen länglichen Räume 46 ringförmigen Querschnitts liegen zwischen der Außenseite des
festen Isolatorkörpers 40 und der Innenseite der äußeren Porzellanhülsen 42. Die beiden Räume 46 sind
mit einer Widerstandsflüssigkeit 47 gefüllt, welche zwei Kegelstumpfmäntel bildet, die mit ihren Enden
elektrisch einerseits mit dem geerdeten Metallflansch 44 und andererseits den Metallstirnkappen 45 in Verbindung
stehen. Auf diese Weise wird die volle Spannung zwischen dem Leiter und Erde entlang der
Widerstandsflüssigkeit 47 der beiden damit gefüllten Räume geleitet und so eine Spannungsabstufung erzielt,
wodurch die Außenseite der Durchführung gegen Überschläge gesichert ist.
Normalerweise wird eine gute Spannungsverteilung entlang jeder Widerstandsflüssigkeitslage 47
bereits erreicht, wenn der Widerstand der Flüssigkeit über die ganze Länge der Durchführung gleichen
Wert hat. Damit der Unterschied ausgeglichen wird, der sich daraus ergibt, daß der Durchmesser am
Flansch 44 größer ist als der Durchmesser an den Enden, ist die Stärke jeder Schicht 47 der Widerstandsflüssigkeit
am äußeren Ende größer als am inneren, dem Flansch zugekehrten Ende, indem eine geeignete Abstufung der radialen Stärke der konischen
Zwischenräume 46 vorgenommen ist, wie es die Figur zeigt.
Während bei einem gleichmäßigen Widerstand pro Längeneinheit der Flüssigkeitsschicht 47 gewöhnlich
eine gute Spannungsverteilung zu verzeichnen ist, kann es in manchen Fällen zur Regelung der kapazitiven
Verhältnisse nahe dem Flansch 44 notwendig sein, den Widerstandswert nahe dem Flansch herabzusetzen,
indem der Querschnitt jeder Flüssigkeitsschicht 47 in diesem Bereich vergrößert wird. Im allgemeinen
ist jedoch ein solcher Ausgleich nicht notwendig.
Der Tragflansch 44 der Durchführung ist mit einem Flüssigkeitsvorratsbehälter 48 verbunden, der mit
beiden ringförmigen Zwischenräumen 46 in Verbindung steht, welche sich zu beiden Seiten des Flansches
erstrecken.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die Erfindung bei einem Knüppelisolator 50 veranschaulicht,
der einen Kern 51 aus geeignetem Isoliermaterial enthält, welcher an seinen Enden mit Aufhängern 52
oder anderen Haltemitteln versehen ist, die in den Stirnseiten eingebettet sind. Im vorliegenden Falle
stellen die zwei Aufhänger 52 die beiden Elektroden dar, welche durch den festen Isolatorkern 51 voneinander
getrennt sind. In Betrieb ist der eine Aufhänger mit einem Hochspannungsleiter in Verbindung,
während der andere an einen geeigneten Träger des Erdpotentials angeschlossen ist. Der Isolatorkern 51 gibt
dem Isolator die notwendige mechanische Festigkeit.
Der Isolatorkern 51 ist von einer Porzellanhülse 53
umgeben, welche mit Rippen 54 versehen ist und durch an den Stirnseiten befindliche Metallkappen 55 mit
den Aufhängern 52 verbunden ist. Zwischen dem Isolatorkern 51 und der Innenseite der Porzellanhülse
53 befindet sich ein im Querschnitt ringförmiger Zwischenraum 56, der mit einer Widerstandsflüssigkeit
57 gefüllt ist, welche die Spannungsabstufung zwischen den Aufhängern über die Isolatorlänge gewährleistet.
Normalerweise wird eine ausreichende Spannungsabstufung erzielt, wenn pro Längeneinheit
über die Länge der Flüssigkeitsschicht 57 ein gleichmäßiger Widerstand vorhanden ist. Wenn aber eine
ungleichförmige Spannungsverteilung notwendig ist, dann kann diese durch Änderung der Stärke des Ringraumes
56 erzielt werden.
Bei den vier bisher beschriebenen Ausführungsformen nach Fig. 1 bis 4 befindet sich die Wider-
Standsflüssigkeit in einem länglichen rohrförmigen Zwischenraum kreisförmigen Querschnitts. Diese Anordnung
ist geeignet für eine lösbare Verbindung nach Fig. 1, da hier der Ringraum bereits vorhanden
ist und mit der als Widerstand dienenden Flüssigkeit gefüllt werden kann. In den drei anderen Fällen ist
jedoch eine besondere Anordnung notwendig, damit ein ringförmiger, die Flüssigkeit aufnehmender Raum
entsteht. Zweckmäßig werden eine oder mehrere unterschiedlich gestaltete Ausnehmungen vorgesehen,
die sich zwischen den Elektroden erstrecken und zur Aufnahme der Flüssigkeit dienen, besonders wenn der
feste Isolatorkörper, der die Elektrode enthält, gegossen worden ist, da Herstellungsschwierigkeiten die
Kleinheit und Gleichmäßigkeit begrenzen, welche eine im Querschnitt ringförmige Ausnehmung haben soll.
Vorteilhaft wird die Querschnittsfläche des Raumes, der zur Aufnahme der Flüssigkeit dient, so klein wie
möglich gemacht, damit eine Flüssigkeit von geringem spezifischem Widerstand als Abstufungsmittel verwendet
werden kann.
Nach den Ausführungsbeispielen in Fig. 5, 6 und 7 sind die Hochspannungsisolierkörper aus Gießharz
hergestellt.
Die Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch einen Durchführungsisolator 60, bei dem an Stelle eines
Flüssigkeitsmantels gemäß Fig. 3 eine Anzahl länglicher Kanäle 61 vorhanden ist, welche sich von dem
Flansch bis nach dem äußeren Ende der Durchführung erstrecken und im Abstand voneinander kreisförmig
verteilt im Isolator nahe seiner Außenfläche liegen. Diese Kanäle 61, von denen im dargestellten Falle
acht Stück vorhanden sind, dienen zur Aufnahme von Widerstandsflüssigkeitssäulen 62, welche die gewünschte
Spannungsabstufung zwischen dem mittleren Leiter 63 und dem geerdeten Flansch hervorrufen.
Die Kanäle 61 können dadurch gebildet werden, daß die Vergußmasse beim Gießen des Isolators 60
um im Abstand voneinander liegende feste Stangen gegossen und diese dann nacheinander herausgezogen
werden, so daß in dem fertiggegossenen Körper die zur Aufnahme der Flüssigkeit dienenden Kanäle verbleiben.
Eine ähnliche Anordnung vom im Abstand voneinander liegenden Kanälen kann auch bei der Ausgestaltung
gemäß Fig. 2 vorgesehen sein.
Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Hängeisolators nach Fig. 4. Der Isolatorkern 70 weist
jetzt einen einzigen eingegossenen axialen Kanal 71 auf, der von einem Ende zum anderen reicht und an
seinen Enden durch die beiden metallischen Aufhänger 72 begrenzt ist. Dieser Kanal 71 enthält die leitende
Widerstandsflüssigkeit 73.
Bei der Ausführung nachFig. 7 enthält der Isolatorkern 80 des Hängeisolators einen schraubenförmig
verlaufenden Kanal 81, der beim Gießen des Kernes gebildet worden ist, indem die Vergußmasse um eine
schraubenförmig gewundene Drahtspule gegossen und der Draht dann herausgezogen worden ist, wobei der
schraubenförmig gewundene Kanal 81 in dem Isolatorkern 80 entsteht. Dieser Kanal 81 liegt koaxial zu dem
Isolatorkern nahe seiner Außenseite. Die als Widerstand dienende Flüssigkeit, welche sich in dem Kanal
befindet, stellt die elektrische Verbindung zwischen den Metallaufhängern 82, die an beiden Enden des
Isolators sitzen, her. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, da sie, verglichen mit der axialen Länge
des Isolators, einen sehr langen Kanal von entsprechend kleinem Querschnitt aufweist.
Die Ausführungen nach Fig. 5, 6 und 7 benötigen keine äußere Porzellanhülse. Der aus Gießharz bestehende
Isolator weist außen im Abstand voneinander liegende Rippen oder Wasserschutzdächer auf,
die entweder gesondert eingesetzt oder gleich mit angegossen worden sind.
Claims (6)
1. Hochspannungsisolierkörper mit im Isoliermittel eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung
der elektrischen Beanspruchung des Isoliermittels, dadurch gekennzeichnet, daß ein beständiges,
fließfähiges Widerstandsmaterial hoher dielektrischer Festigkeit und bestimmter elektrischer
Leitfähigkeit verwendet ist.
2. Isolierkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Flüssigkeit Hexylenglykol
verwendet ist.
3. Isolierkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein
ringförmiger Zwischenraum mit sich entsprechend der gewünschten Spannungsverteilung über seine
Länge ändernder Querschnittsfläche zur Aufnahme des fließfähigen Widerstandsmaterials benutzt ist.
4. Isolierkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum aus einem
oder mehreren in dem festen Isolierkörper gebildeten Kanälen (71, 81) besteht.
5. Isolierkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum aus einem
schraubenförmig gewundenen Kanal (81) besteht, dessen Länge ein Vielfaches der Entfernung zwischen
den Elektroden beträgt.
6. Isolierkörper nach Anspruch 1 bei Verwendung für eine lösbare isolierte Steckverbindung
mit einem zurückziehbaren Steckerstift und einem Kupplungsteil, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Isolierfutter (31) aus festem dielektrischem Material die Kupplungsöffnung (30) von dem abgeschlossenen
Widerstandsflüssigkeitsmantel (34) trennt, dessen eines Ende über eine Metallscheibe
(36) mit dem Innenleiter (33) in Verbindung steht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 296 565;
schweizerische Patentschrift Nr. 246 094;
französische Patentschrift Nr. 889 835.
Deutsche Patentschrift Nr. 296 565;
schweizerische Patentschrift Nr. 246 094;
französische Patentschrift Nr. 889 835.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1035718X | 1954-06-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1035718B true DE1035718B (de) | 1958-08-07 |
Family
ID=10869475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER16882A Pending DE1035718B (de) | 1954-06-25 | 1955-06-22 | Hochspannungsisolierkoerper mit im Isoliermittel eingeschlossenem Widerstand zur Abgleichung der elektrischen Beanspruchung des Isoliermittels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1035718B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19748887C1 (de) * | 1997-11-05 | 1999-06-10 | Daetwyler Ag | Steckverbindungssystem |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE296565C (de) * | ||||
| FR889835A (fr) * | 1942-05-29 | 1944-01-20 | Comp Generale Electricite | Enveloppe isolante étanche, entourant une partie d'un conducteur électrique |
| CH246094A (de) * | 1944-10-12 | 1946-12-15 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zur Herstellung von Stellen verschiedener Leitfähigkeit aufweisenden Isolierkörpern. |
-
1955
- 1955-06-22 DE DER16882A patent/DE1035718B/de active Pending
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