DE1035215B - Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Waehlanlagen zur UEbermittlung von Nachrichten vom Rufenden zum Gerufenen bei nicht zustande gekommenem Gespraech - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Waehlanlagen zur UEbermittlung von Nachrichten vom Rufenden zum Gerufenen bei nicht zustande gekommenem GespraechInfo
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Description
In der Fernsprechtechnik sind Einrichtungen bekarmt,
die es ermöglichen, Mitteilungen eines rufenden Teilnehmers auf ein beim gerufenen Teilnehmer
anschaltbereites Tonspeichergerät zu geben, wenn der Gerufene, etwa wegen Abwesenheit, den Anruf nicht
abfragt. Derartige Einrichtungen, von denen eine sehr vollkommene Ausführung unter dem Namen Ipsophon
beschrieben ist (»Das Elektron«, 1948, S. 166), haben zur Voraussetzung, daß die Leitung zum gerufenen·
Teilnehmer frei ist und der gerufene Teilnehmer sich nicht meldet. Wegen ihres großen technischen Aufwandes
sind solche Anlagen sehr kostspielig und haben daher wenig Aussicht auf einen Einsatz in
größerem Umfang.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß es in vielen Fällen ausreicht, einem nicht erreichbaren
Fernsprechteilnehmer die Mitteilung zukommen zu lassen, von wem eine Verbindung mit ihm gewünscht
worden ist. Sie stellt sich ferner die Aufgabe, daß diese Mitteilung auch abgesetzt werden kann, wenn
der gewünschte Apparat gerade belegt ist. Dies ist insbesondere bei Fernverbindungen von Bedeutung
oder wenn der Partner sehr häufig Gespräche führt und es mehr dem Zufall obliegt, mit ihm eine Verbindung
zu bekommen. In Weiterentwicklung der Erfindung soll es möglich sein, außer der einfachen
Mitteilung, wer angerufen hat, weitere Nachrichten in durch Ziffern und Zahlen kodierter Form zu übermitteln.
Die Erfindung erreicht dies, indem in der letzten Wählerstufe der Amtseinrichtung die Anschaltung
eines Schaltmittels auf das Besetztzeichen des gerufenen Teilnehmers hin oder nach mehreren Weckerrufen
vorbereitet wird. Dieses Schaltmittel schaltet in Abhängigkeit von weiteren Wählimpulsen an eine an
der Teilnehmerleitung liegende Weiche eine Signalfrequenzquelle an. in deren Frequenz die weiteren
Wählimpulse des rufenden Teilnehmers, die seiner Rufnummer oder einer durch Ziffern kodierten Nachricht
entsprechen, umgesetzt und über eine elektrische Weiche zum gerufenen Teilnehmer gegen und dort
über eine Empfangsweiche einem Auswertgerät zugeführt werden.
Der Erfindungsgedanke und seine weitere Ausgestaltung sollen an einem Ausführungsbeispiel an
Hand der Zeichnungen näher erläutert werden.
Es wird dabei von der bekannten Schaltung des Wählsystems 50 der Deutschen Bundespost ausgegangen
(vgl. zum Beispiel Fernmelde-Ingenieur, 1953, S. 25), von der lediglich die wesentlichen Stromläufe
des Ortsfernleitungswählers OFLW dargestellt sind. Die nach der Erfindung erforderlichen Ergänzungen
sind durch kräftigere Darstellung in der Zeichnung (Abb. 1) hervorgehoben. Sie bestehen aus einer Sende-Schaltungsanordnung
für Fernsprech-Wählanlagen zur
Übermittlung von Nachrichten
vom Rufenden zum Gerufenen
bei nicht zustande gekommenem Gespräch
Anmelder:
Süddeutsche Telefon-Apparate-,
Kabel- und Drahtwerke A. G., TE Ka DE, Nürnberg, Allersberger Str. 185
Curt Eichler, Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
weiche SW, die vor den Wählereingang der letzten Wahlstufe eingeschleift ist, mit den Kontakten s2
und s 3 des in der Abb. 7 gesondert dargestellten Relais 5". Ein weiterer Kontakt j4 des Relais S ist
in den Stromkreis der Wählermagneten D und H eingeschleift. Empfangsseitig ist beim Teilnehmer
zwischen Teilnehmerapparat TIn und Leitung Ltg eine trennende Empfangsweiche EW mit dem Auswertgerät
AG vorgesehen.
Wird ein derartig ausgerüsteter OFL-Wähler vom Rufenden aus durch die Kennziffernwahl erreicht und
über dessen c-Ader belegt, so gelangen die beiden lezteii Wählimpulsreihen (Endziffern der gewünschten
Teilnehmernummer) auf das Relais E, von wo sie auf die Wähler-Heb-Dreh-Magneten H/D einwirken.
In bekannter Weise sind das verzögerte Relais V und das LTmschalterelais U dabei wirksam.
Bei Wahlende steht der Wähler mit seinen Armen bei noch offener Durchschaltung (Kontakt αΙ1Ιαϊϊ12)
auf den Vielfachkontakten· des gerufenen Teilnehmers. In üblicher Weise findet nun über das Prüfrelais P
eine Aufprüfung auf frei oder besetzt statt. Im ersten Fall erfolgt in bekannter Weise die Durchgabe eines
Freizeichens zum Rufenden und eines Rufzeichens zum gerufenen Teilnehmer. Dabei werden die Relais G
und M wirksam. Im anderen Fall, wenn der Teilnehmeranschluß belegt ist, erhält der Rufende das Besetztzeichen
wiederum unter Vermittlung des Relais G. Ist der OFLW und der gerufene Teilnehmer
mit einer Anordnung nach der Erfindung versehen, so gibt ein zusätzlicher, nicht dargestellter g-Kontakt
dem rufenden Teilnehmer über den Ruf- und
809 579/127
Signalübertrager des OFLW ein besonderes Hörzeichen, ähnlich dem Besetztzeichen, das besagt, daß
er weiterwählen kann zum Zweck einer Nachrichtenübermittlung an den gewünschten Teilnehmer. Bei
freier Verbindung ergeht diese Zeichengabe erst nach mehrmaligem erfolglosem Weckerruf, d. h., wenn sich
der Gerufene nicht in angemessener Zeit meldet.
Wählt nun der rufende Teilnehmer weitere Ziffern, die z. B. seiner eigenen Nummer oder einen anderen
Nachrichteninhalt in verkodeter Form entsprechen, so wird beim OFLW durch diese Impulsreihen, wie bei
der normalen Wahl, das Relais E betätigt. Bereits beim ersten Impuls schließt ein zusätzlicher Kontakt
e9 den durch Kontakt g 3 vorbereiteten Stromkreis
des Relais S. Über den Kontakt si hält sich das Relais S, bis eine Auslösung des Wählers erfolgt und
mit dem Relais G zurückfällt (g3). Über die geschlossenen
Kontakte s2, s3 gelangt nun, gesteuert durch den Kontakt ei, eine Signalfrequenz SF im
Rhythmus der Wählimpulse über die Sendeweiche, die Schaltarme des Wählers und von da über die
Leitung Ltg zum gerufenen Teilnehmer. Dort wird in der Empfangsweiche EW durch entsprechende Filter
die Signalfrequenz abgezweigt und einem Auswertegerät AG zugeleitet, das nach Gleichrichtung die Impulse
wahlgetreu als Gleichstromzeichen nach bekannten Verfahren aufzeichnet. In einfacher Weise kann
diese Aufzeichnung nach einer Weiterbildung der Erfindung durch ein druckendes Gerät erfolgen, das
grundsätzlich nur aus einer Zahlentrommel besteht, gegen die zum Abdruck ein schrittweise durch die
Impulse fortbewegtes Papierband gedrückt wird. Die Zahlentrommel wird durch die Impulse über eine
Stoßklinke gedreht und nach jedem Abdruck in' den Pausen zwischen den Impulsreihen durch eine Rückholfeder
in die Ausgangsstellung zurückgeführt. Die Ziffern erscheinen nacheinander quer zur Bewegung
auf dem Band in lesegerechter Folge.
Als Sendefrequenz kann eine über dem Sprachfrequenzband, beispielsweise zwischen 10 und 16 kHz
liegende Frequenz gewählt sein. Dadurch ist es möglich, die Nachrichtenübertragung nach der Erfindung
auch während des Belegtzustandes, also während eines anderweitigen Gespräches durchzuführen und damit
die Fernsprechanlage doppelt auszunutzen. Beendet der gerufene Teilnehmer während der Durchgabe
einer Nachricht nach der Erfindung ein anderweitig geführtes Gespräch und stellt er möglicherweise in
dieser Zeit eine neue andere Verbindung her, so wird die Durchgabe der Nachricht nicht gestört, da der
belegte OFLW so lange mit der Leitung des gerufenen Teilnehmers verbunden bleibt, bis der rufende
Teilnehmer aufgelegt hat. Durch einen Kontakt j4 in der Speiseleitung des Heb-Dreh-Magneten HID wird
verhindert, daß der Drehwähler vorzeitig weiterläuft, ehe die Nachrichtendurchgabe beendet ist. Ein Kontakt
s5 kann während der Nachrichtendurchgabe die Abgabe von Zählimpulsen an den rufenden Teilnehmer
aus der mitgelaufenen Zeitzonenzähleinrichtung ZZZ \reranlassen.
Eine Vereinfachung kann die Anordnung erfahren, wenn auf die Übermittlung von zusätzlichen Nachrichten
im Besetztzustand verzichtet wird. In diesem Fall kann als Signalfrequenz für die Nachrichtenübertragung
die im Amt bereits verfügbare Gebührenübertragungsfrequenz von 16 kHz verwendet werden. Beim Teilnehmer ist dann nach der Gebührenweiche
ein Umschaltrelais vorzusehen, das in Abhängigkeit vom Abheben des Teilnehmerapparates die
Gebührenweiche vom Auswertgerät AG weg auf die Gebührenzähleinrichtung umschaltet.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechwählanlagen zur Durchgabe von Nachrichten vom
Rufenden zum Gerufenen bei nicht zustande gekommenem Gespräch, dadurch gekennzeichnet,
daß in der letzten Wählerstufe der Amtseinrichtung auf das Besetztzeichen des gerufenen Teilnehmers
hin oder nach mehreren Weckerrufen die Anschaltung eines Schaltmittels (S) vorbereitet
wird (Kontakt g·Z), das in Abhängigkeit von weiteren
Wählimpulsen (Kontakte9) an eine an der
Teilnehmerleitung liegende Weiche (SW) eine Signalfrequenzquelle (SF) anschaltet (Kontakt
s 2, s3), in deren Frequenz die weiteren Wählimpulse
des rufenden Teilnehmers, die seiner Rufnummer oder einer durch Ziffern verkodeten Nachricht
entsprechen, umgesetzt (Kontakt ei) und
zum gerufenen Teilnehmer gesendet werden und daß diese Impulse beim Teilnehmer über eine
Empfangsweiche (EW) einem Auswertgerät (AG) zugeführt werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der rufende Teilnehmer
auf das Besetztzeichen des gerufenen Teilnehmers hin oder nach mehreren Weckerrufen ein Zeichen
erhält als Aufforderung zur Durchgabe weiterer Nachrichten in Form von Wählimpulsen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besondere Signalfrequenz
über dem Sprachfrequenzband, beispielsweise zwischen 10 und 16 kHz, liegt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiche (SW) so
vor den Wähler der letzten Wahlstufe in die α/fr-Adern zum Teilnehmer eingeschleift ist, daß
die Signalfrequenz über einen eingestellten·Wähler zum gerufenen Teilnehmer gelangt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt (si) des
Schaltmittels S verhindert, daß der Drehwähler weiterläuft, ehe die Nachrichtendurchgabe beendet
ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt (s5) des
Schaltmittels (S) während der Durchgabe der weiteren Nachrichten Gebührenzählimpulse an
den rufenden Teilnehmer sendet.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswertegerät beim
gerufenen Teilnehmer nur eine impulsgesteuerte Zahlentrommel enthält, gegen die zum Abdruck
ein bei Impulspause schrittweise fortbewegtes Band nach jeder Impulsreihe gedrückt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54310A DE1035215B (de) | 1957-07-16 | 1957-07-16 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Waehlanlagen zur UEbermittlung von Nachrichten vom Rufenden zum Gerufenen bei nicht zustande gekommenem Gespraech |
Publications (1)
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| DE1035215B true DE1035215B (de) | 1958-07-31 |
Family
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Family Applications (1)
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| DES54310A Pending DE1035215B (de) | 1957-07-16 | 1957-07-16 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-Waehlanlagen zur UEbermittlung von Nachrichten vom Rufenden zum Gerufenen bei nicht zustande gekommenem Gespraech |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1035215B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272386B (de) * | 1963-10-22 | 1968-07-11 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit einem Vermittlungsnetzwerk |
-
1957
- 1957-07-16 DE DES54310A patent/DE1035215B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272386B (de) * | 1963-10-22 | 1968-07-11 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit einem Vermittlungsnetzwerk |
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