DE10352069B9 - Steckkontaktanordnung - Google Patents
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Abstract
Steckkontaktanordnung mit einem Kontaktierungselement (3) mit zwei Kontaktzungen (15, 17), wobei das Kontaktierungselement (3) in einem Kontaktierungselementhalter (5) gehaltert ist, wobei wenigstens eine der Kontaktzungen (15, 17) in Schließrichtung vorgespannt ist, zwischen welchen ein zu kontaktierendes Element (9) gesteckt und kontaktiert ist, wobei das zu kontaktierende Element (9) in einem Steckelement (7) gehaltert ist, das beim Steckvorgang die Kontaktzungen (15, 17) öffnet und nachfolgend wieder freigibt, wodurch die Kontaktzungen (15, 17) selbsttätig in Schließrichtung auf das zu kontaktierende Element (9) zurückfedern, dadurch gekennzeichnet, dass eine Endposition des Steckelementes (7) tiefer in dem Kontaktierungselementhalter (5) als die Freigabeposition ausgebildet ist, in der das Steckelement (7) die Kontaktzungen (15, 17) freigibt und das kontaktierende Element (9) zwischen der Freigabeposition und der Endposition an den Kontaktzungen (15, 17) anliegt, und dass beim weiteren Einschieben des Steckelementes (7) von der Freigabeposition in die Endposition die Kontaktzungen (15, 17) auf dem kontaktierenden Element (9) schleifen.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckkontaktanordnung gemäß Patentanspruch 1.
- Bekannt ist allgemein, dass bei Steckkontaktanordnungen ein zu kontaktierendes Element in ein Kontaktierungselement zwischen dessen federnde Kontaktzungen gesteckt wird. Nachteilig dabei ist, dass beim Steckvorgang eine gewisse Steckkraft zum Öffnen des Kontaktierungselementes bzw. zum Auseinanderdrücken der Kontaktzungen durch das zu kontaktierende Element selbst aufgebracht werden muss, wozu dieses eine gewisse Mindeststabilität aufweisen muss. Dies ist insbesondere bei der Direktkontaktierung von Folien problematisch.
- Aus
DE 199 44 493 A1 ist eine Steckanordnung mit einem Kontaktierungselement bekannt, das zwei Kontaktzungen aufweist. Eine der Kontaktzungen ist in Schließrichtung vorgespannt und zwischen die Kontaktzungen ist ein zu kontaktierendes Element gesteckt. Das zu kontaktierende Element ist in einem Steckelement gehaltert, das beim Steckvorgang die Kontaktzungen öffnet und nachfolgend wieder freigibt, wodurch die Kontaktzungen selbsttätig in Schließrichtung auf das zu kontaktierende Element zurückfedern. - Aus
DE 39 25 598 A1 ist ein Herstellungsverfahren für ein Kontaktierungselement einer Steckkontaktanordnung mit Kontaktzungen bekannt, wobei in einem Stanzvorgang das Kontaktierungselement hergestellt und durch eine Prägung eine elastische Vorspannung in Schließrichtung der Kontaktzungen aufgeprägt wird. - Aufgabe der Vorliegende Erfindung ist es, diesen Nachteil zu verringern.
- Erfindungsgemäß ist bei einer Steckkontaktanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 erreicht. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass das zu kontaktierende Element in einem Steckelement gehaltert ist, das beim Steckvorgang die Kontaktzungen öffnet und nachfolgend wieder freigibt, wodurch die Kontaktzungen selbsttätig in Schließrichtung zurückfedern und den Kontakt herstellen. Dadurch ist insbesondere eine Foliendirektkontaktierung ohne Steckkraft-Belastung des Folienkontaktelementes beim Steckvorgang möglich.
- Um ein Öffnen der Kontaktzungen einfach, durch eine kurze Steckbewegung und definiert realisieren zu können, kann vorgesehen sein, dass ein Abschnitt der ersten Kontaktzunge als eine Kontaktwippe ausgebildet ist, die über ein Wippenauflager definiert an der zweiten Kontaktzunge anliegt, und zudem eine Wippentaste aufweist zum Öffnen des Kontaktes bzw. zum Abheben des Kontaktabschnittes.
- Gemäß einer bevorzugten und fertigungstechnisch besonders günstigen Ausführungsform kann an dem als Stanzteil ausgebildeten Kontaktierungselement in zumindest einer der Kontaktzungen eine Prägezone vorgesehen sein zum Aufprägen der elastischen Vorspannung.
- Nachfolgend sind ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckkontaktanordnung sowie ein Herstellungsverfahren für das Kontaktierungselement beschrieben; es zeigen:
-
1a –c die Steckkontaktanordnung während unterschiedlicher Phasen des Zusammensteckens, -
2a , b den Herstellungsvorgang des Kontaktierungselementes und -
3a , b einen Reinigungsvorgang des Folienkontaktelementes. - Eine Kontaktanordnung
1 gemäß1a –c besteht aus einem Kontaktierungselement3 , einem Kontaktierungselementhalter5 , einem Steckelement7 sowie einem Folienkontaktelement9 . Das metallische Kontaktierungselement3 weist eine elastische Vorspannung auf und ist deshalb in Schließstellung vorgespannt. Dabei besitzt das Kontaktierungselement3 einen Kontaktierungselementkopf11 mit einem Kontaktierungselementstift13 sowie diesem gegenüber liegend eine erste und eine zweite Kontaktzunge15 ,17 . Im Ansatzbereich der ersten Kontaktzunge15 ist eine Prägezone19 vorgesehen (2a ), die die Vorspannung bewirkt. Der gegenüberliegende Endabschnitt der ersten Kontaktzunge15 ist als eine Kontaktwippe20 ausgebildet. Diese weist ein Wippenauflager21 , eine Wippentaste22 sowie eine Kontaktabschnitt23 auf, der an der zweiten Kontaktzunge17 entsprechend ausgebildet ist. Dadurch drückt die erste Kontaktzunge15 selbsttätig sowohl über das Wippenauflager21 als auch über den Kontaktabschnitten23 auf die zweite Kontaktzunge17 . Diese liegt an einer Innenwand des Kontaktierungselementhalter5 definiert an. Im Kontaktierungselementkopf11 sind Befestigungsrippen25 vorgesehen zum stabilen Haltern des Kontaktierungselementes3 im Halter5 . - Der hülsenförmige Kontaktierungselementhalter
5 besitzt eine Kontaktierungselement-Montageöffnung27 zur Befestigung des Kontaktierungselementes3 und einen Steckelementabschnitt29 zur Aufnahme der beiden Kontaktzungen15 ,17 und dem Steckelement7 mit dem Folienkontaktelement9 . Dazu sind die beiden Abschnitte27 ,29 durch einen ringförmigen Vorsprung31 voneinander getrennt. Steckelementseitig weist der Kontaktierungselementhalter5 eine Führungsvertiefung33 , einen Betätigungsraum35 mit einem Führungsabschnitt sowie eine zentrale Kontaktöffnung37 auf. - Das Steckelement
7 besitzt einen Führungsarm39 und einen ähnlich langen Betätigungsarm41 . Dieser besitzt stirnseitig einen als Keilschieber ausgebildeten Betätigungsabschnitt43 und einen dahinter angeordneten Rücksprung45 , deren Funktionen nachfolgend erläutert sind. - Der Einsteckvorgang geht wie folgt vor sich: In einer Vormontage wird zunächst das Kontaktierungselement
3 in die Kontaktierungselement-Montageöffnung27 des Kontaktierungselementhalters5 gesteckt. Entsprechend wird auch das Folienkontaktelement9 in dem Steckelement7 befestigt. Die Eigenstabilität des Folienkontaktelementes ist dabei unkritisch, da die Folie beim Steckvorgang keine Kräfte aufnehmen muss. Wichtig ist insbesondere, das der Abstand des Betätigungsabschnittes43 des Betätigungsarmes41 zum als Kontaktfläche vorgesehenen Abschnitt des Folienkontaktelementes9 richtig gewählt ist. Das Steckelement7 wird in den Kontaktierungselementhalter5 gesteckt. Zur Führung der Steckverbindung gleitet dabei der Führungsarm39 des Steckelementes7 in die Führungsvertiefung33 des Kontaktierungselementhalters5 . Der Betätigungsarm41 des Steckelementes7 gleitet ebenfalls geführt in den Betätigungsraum35 des Kontaktierungselementhalters5 . Der Folienkontakthalter9 wird in die Kontaktöffnung37 des Kontaktierungselementhalters5 geschoben (1a ). - Bevor die Spitze des Folienkontaktelementes
9 die noch geschlossenen bzw. aneinandergepressten Kontaktabschnitte23 des Kontaktierungselementes3 erreicht, wird der Betätigungsabschnitt43 auf die Wippentaste22 des Kontaktierungselementes3 geschoben. Während das Wippenauflager21 der ersten Kontaktzunge15 sich an der zweiten Kontaktzunge17 infolge der Vorspannung abstützt, wird der folienseitige Abschnitt der ersten Kontaktzunge15 in Öffnungsrichtung gekippt. Das Folienkontaktelement9 kann ohne Berührung des Kontaktierungselementes3 in den geöffneten Raum zwischen die beiden Kontaktabschnitte23 der Kontaktzungen15 ,17 geschoben werden. Aufgrund der Befestigungsrippen25 wird das Kontaktierungselement3 innerhalb des Kontaktierungselementhalters5 dabei nicht verschoben (1b ). - Im letzten Abschnitt des Einsteckvorganges kommt der Betätigungsabschnitt
43 des Betätigungsarmes41 außer Eingriff mit der Wippentaste22 des Kontaktierungselementes5 . Aufgrund der elastischen Vorspannung schließen die beiden Kontaktzungen15 ,17 und der Kontakt ist hergestellt. Die Kontaktabschnitte23 halten die Folienkontakthalter9 fest, wobei die Wippentaste22 unbetätigt im Bereich des Rücksprunges45 des Betätigungsarmes41 zu liegen kommt (1c ). Als Zugentlastung für die Kontaktanordnung ist vorgesehen, dass das Steckelement7 im Bereich des Betätigungsabschnittes43 und das Kontaktierungselement3 im Bereich der Wippentaste22 korrespondierende Abschnitte aufweisen. Der Führungsarm39 stößt stirnseitig am Boden der Führungsvertiefung33 an, wenn der Kontakt hergestellt ist. - Bei der Herstellung des Kontaktierungselementes
3 wird dieses aus dem Vollmaterial gestanzt und dabei durch eine im Stanzwerkzeug vorgesehene Prägung die Prägezone19 in der ersten Kontaktzunge15 erzeugt (2a ). Wenn das Kontaktierungselement3 aus dem Werkzeug fällt, schließt sich der Kontakt aufgrund der durch die Prägezone19 verursachten elastischen Vorspannung selbsttätig (2b ). -
3a zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Steckkontaktanordnung, die im wesentlichen den Ausführungsformen der1 und2 entspricht. Gegenüber der in1 dargestellten Kontaktanordnung weist das Steckelement7 auf einer Unterseite des Führungsarmes39 einen Zapfen46 auf. Zudem weist der Kontaktierungselementhalter5 angrenzend zur Führungsvertiefung33 eine Rastausnehmung47 auf. Die Rastausnehmung47 ist in der Weise angeordnet, dass der Zapfen46 erst in der Endposition des Steckelementes7 in die Rastausnehmung47 einrastet. Die Rastposition ist in3b dargestellt. Im Eingangsbereich der Führungsvertiefung33 weist der Kontaktierungselementhalter5 einen Verjüngungsabschnitt48 auf, der über eine Stufe in die Rastausnehmung47 übergeht. Beim Einschieben des Steckelementes7 in den Kontaktierungselementhalter5 gleitet anfangs der Zapfen46 auf der Verjüngungsebene48 .3a entspricht in der Position dem Einsteckvorgang der1c . In dieser Position ist der Betätigungsabschnitt43 des Betätigungsarmes41 bereits außer Eingriff mit der Wippentaste22 des Kontaktierungselementes3 . Aufgrund der elastischen Vorspannung schließen die beiden Kontaktzungen15 ,17 und es wird ein mechanischer Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten23 der beiden Kontaktzungen15 ,17 und dem Folienkontakthalter9 hergestellt. Das Steckelement7 ist jedoch noch nicht in der Endposition angelangt, in der eine Verrastung des Steckelementes7 mit dem Kontaktierungselementhalter5 erfolgt. Somit wird das Steckelement7 tiefer in den Kontaktierungselementhalter5 eingeschoben. Dabei reiben die Kontaktabschnitte23 auf der Oberseite und der Unterseite des Folienkontaktelementes9 . Bei diesem Schleifvorgang werden die Kontaktflächen des Folienkontaktelementes9 gereinigt und beispielsweise von Oxidationen befreit. Erreicht nun, wie in3b dargestellt, das Steckelement7 die Endposition, so rastet der Zapfen46 in die Rastausnehmung47 ein. Da die Rastposition des Steckelementes7 tiefer im Kontaktierungselementhalter5 , als die Freigabe der Wippentaste22 durch den Betätigungsabschnitt43 angeordnet ist, wird während eines weiteren Verschiebeweges eine Reinigung der Kontaktflächen des Folienkontaktelementes9 erreicht. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Kontaktanordnung
- 3
- Kontaktierungselement
- 5
- Kontaktierungselementhalter
- 7
- Steckelement
- 9
- Folienkontaktelement
- 11
- Kontaktierungselementkopf
- 13
- Kontaktierungselementstift
- 15
- erste Kontaktzunge
- 17
- zweite Kontaktzunge
- 19
- Prägezone
- 20
- Kontaktwippe
- 21
- Wippenauflager
- 22
- Wippentaste
- 23
- Kontaktabschnitt
- 25
- Befestigungsrippen
- 27
- Kontaktierungselement-Montageöffnung
- 29
- Steckelementabschnitt
- 31
- Vorsprung
- 33
- Führungvertiefung
- 35
- Betätigungsraum
- 37
- Kontaktöffnung
- 39
- Führungsarm
- 41
- Betätigungsarm
- 43
- Betätigungsabschnitt
- 45
- Rücksprung
- 46
- Zapfen
- 47
- Rastausnehmung
- 48
- Verjungungsebene
Claims (6)
- Steckkontaktanordnung mit einem Kontaktierungselement (
3 ) mit zwei Kontaktzungen (15 ,17 ), wobei das Kontaktierungselement (3 ) in einem Kontaktierungselementhalter (5 ) gehaltert ist, wobei wenigstens eine der Kontaktzungen (15 ,17 ) in Schließrichtung vorgespannt ist, zwischen welchen ein zu kontaktierendes Element (9 ) gesteckt und kontaktiert ist, wobei das zu kontaktierende Element (9 ) in einem Steckelement (7 ) gehaltert ist, das beim Steckvorgang die Kontaktzungen (15 ,17 ) öffnet und nachfolgend wieder freigibt, wodurch die Kontaktzungen (15 ,17 ) selbsttätig in Schließrichtung auf das zu kontaktierende Element (9 ) zurückfedern, dadurch gekennzeichnet, dass eine Endposition des Steckelementes (7 ) tiefer in dem Kontaktierungselementhalter (5 ) als die Freigabeposition ausgebildet ist, in der das Steckelement (7 ) die Kontaktzungen (15 ,17 ) freigibt und das kontaktierende Element (9 ) zwischen der Freigabeposition und der Endposition an den Kontaktzungen (15 ,17 ) anliegt, und dass beim weiteren Einschieben des Steckelementes (7 ) von der Freigabeposition in die Endposition die Kontaktzungen (15 ,17 ) auf dem kontaktierenden Element (9 ) schleifen. - Steckkontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (
3 ) als ein Stanzteil hergestellt ist. - Steckkontaktanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stanzteil eine Prägezone (
19 ) ausgebildet ist, bei der durch eine Prägung die elastischen Vorspannung an zumindest einer der Kontaktzungen (15 ,17 ) aufgeprägt ist. - Steckkontaktanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (
3 ) Befestigungselemente (25 ) zum stabilen Haltern in einem Kontaktierungselementhalter (5 ) aufweist. - Steckkontaktanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktierungselementhalter ein Führungselement (
33 ) für das Steckelement (7 ) aufweist. - Steckkontaktanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kontaktzunge (
15 ) eine Kontaktwippe (20 ) mit einer Wippentaste (22 ) aufweist, und dass die Kontaktwippe (22 ) über ein Wippenauflager (21 ) an der zweiten Kontaktzunge (17 ) anliegt.
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