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Die
Erfindung betrifft eine Steckerbuchse zur wahlweisen Herstellung
einer elektrischen Steckverbindung mit einem ersten Stecker, der
an einem einsteckseitigen Ende mehrere Steckerstifte und einen diese
umgebenden hülsenförmigen Abschnitt
eines Steckergehäuses
mit einer Verriegelungsausnehmung aufweist, oder mit einem in Form
eines Klinkensteckers ausgebildeten zweiten Stecker, der einen Steckerschaft
mit einer Kontakthülse
und einer Kontaktspitze aufweist, wobei der erste Stecker und der
Klinkenstecker in eine Einsteckrichtung in die Steckerbuchse einsteckbar
sind und wobei die Steckerbuchse einen Verriegelungsarm mit einem
Verriegelungsvorsprung, der im eingesteckten Zustand des ersten
Steckers zur Verriegelung des ersten Steckers in die Verriegelungsausnehmung
im Steckergehäuse
des ersten Steckers eingreift, und eine Betätigungseinheit umfasst, die
ausgehend von einer Passivstellung in die Einsteckrichtung in eine
Aktivstellung verschiebbar ist und in der Aktivstellung am Verriegelungsarm
angreift und den Verriegelungsvorsprung außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung
des ersten Steckers hält.
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Solche
Steckerbuchsen sind bekannt. Die Steckerbuchse weist einerseits
elektrische Kontaktelemente zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung
mit einem ersten Stecker auf, der mehrere elektrische Kontaktelemente
in Form von Steckerstiften besitzt, und insbesondere in Form eines XLR-Steckers
ausgebildet ist. Solche XLR-Stecker sind besonders für Audio-Anwendungen
verbreitet und entsprechend normiert. Andererseits weist die Steckerbuchse
entsprechende elektrische Kontaktelemente zur Herstellung einer
elektrischen Steckverbindung mit einem Klinkenstecker auf. Ein Klinkenstecker
besitzt einen Steckerschaft mit einer Kontakthülse, die eines der elektrischen
Kontaktelemente des Klinkensteckers darstellt, und einer hiervon
elektrisch isolierten Kontaktspitze, die ebenfalls eines der elektrischen
Kontaktelemente des Klinkensteckers darstellt. Weiters kann der
Klinkenstecker zwischen der Kontakthülse und der Kontaktspitze einen
elektrischen Kontaktring aufweisen, der ein weiteres elektrisches
Kontaktelement des Klinkensteckers darstellt. Zur Ermöglichung
des Einsteckens entweder des XLR-Steckers oder des Klinkensteckers
besitzt die Steckerbuchse entsprechende Einstecköffnungen.
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Herkömmliche
Steckerbuchsen dieser Art weisen eine Verriegelung für den XLR-Stecker
auf, wie dies bei XLR-Steckverbindungen üblich ist, um den XLR-Stecker
gegen ein ungewolltes Herausziehen zu sichern. Der in die Steckerbuchse
eingesteckte Klinkenstecker ist aber lediglich durch ein federelastisches
Element, welches in eine Einschnürung der
Kontaktspitze eingreift, verrastet. Durch einen Zug am Kabel kann
es zu einem teilweisen oder vollständigen Herausziehen des Klinkensteckers
aus der Steckerbuchse kommen, mit der entsprechenden Unterbrechung
der elektrischen Kontakte.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine verbesserte Steckerbuchse der eingangs
genannten Art bereitzustellen, bei der die Kontaktsicherheit für einen
eingesteckten Klinkenstecker erhöht
ist. Erfindungsgemäß gelingt
dies durch eine Steckerbuchse mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Eine
erfindungsgemäße Steckerbuchse weist
somit auch eine Verriegelungseinrichtung für den Klinkenstecker auf, wobei
ein Verriegelungsfortsatz der Steckerbuchse im eingesteckten Zustand des
Klinkensteckers in eine Einschnürung
der Kontaktspitze eingreift und von einem Sperrteil auch bei einem
Zug am Klinkenstecker gegen ein Herausdrücken aus der Einschnürung der
Kontaktspitze gesperrt ist. Hierzu weist das Sperrteil eine Anlagefläche auf,
die in der Sperrstellung des Sperrteils an einer Gegenanlagefläche der
Steckerbuchse anliegt. Diese Anlagefläche kann außer Eingriff der Gegenanlagefläche gebracht
werden, indem zumindest der Abschnitt des Sperrteils, der die Anlagefläche aufweist,
in die Einsteckrichtung verschoben wird. Es ist dann das Sperrteil
und somit auch der Verriegelungsfortsatz für eine Verschiebung in Richtung
von der zentralen Längsachse
der Steckerbuchse weg freigegeben. Diese Verschiebung erfolgt vorzugsweise gegen
die Kraft eines federelastischen Elements, welches das Sperrteil
in seiner Sperrstellung hält, wenn
keine äußere Kraft
auf das Sperrteil einwirkt.
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Die
Verriegelung des Klinkensteckers kann vorteilhafterweise durch die
gleiche Betätigungseinheit
freigegeben werden, mit der auch die Verriegelung eines in die Steckerbuchse
eingesteckten ersten Steckerteils, welches vorzugsweise in Form
eines XLR-Steckers ausgebildet ist, freigegeben wird.
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Vorteilhafterweise
läuft beim
Einstecken des Klinkensteckers, wenn sich die Betätigungseinheit
in ihrer Passivstellung befindet, die Kontaktspitze des Klinkensteckers
an den Verriegelungsfortsatz an, wodurch auf den Verriegelungsfortsatz
und somit auch auf das mit ihm verbundene Sperrteil eine in die
Einsteckrichtung wirkende Kraftkomponente ausgeübt wird. Das Sperrteil wird
dadurch in die Einsteckrichtung verschoben und die Anlagefläche des
Sperrteils gelangt außer
Eingriff mit der Gegenanlagefläche
der Steckerbuchse. Damit kann der Verriegelungsfortsatz nun zusammen
mit dem Sperrteil von der eingedrückten Kontaktspitze der Klinkenbuchse
nach außen,
d.h. von der zentralen Längsachse
weg, gedrückt
werden und der Klinkenstecker kann vollständig eingesteckt werden, bis
der Verriegelungsfortsatz in die Einschnürung der Kontaktspitze eingreift.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand
der beiliegenden Zeichnung erläutert.
In dieser zeigen:
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1 eine
Ansicht eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Steckerbuchse
von vorne;
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2 die
Steckerbuchse von hinten;
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3 und 4 Schnitte
entlang der Linien A-A und B-B von 1;
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5 eine
Schrägsicht
der Steckerbuchse von schräg
hinten und oben;
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6 eine
explosionsartige Darstellung der Steckerbuchse in Schrägsicht;
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7 das
den Verriegelungsfortsatz und das Sperrteil umfassende Einsatzteil
aus einem gegenüber 6 geänderten
Blickwinkel;
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8 den
Kontaktträger
ohne die darin eingesetzten Elemente von schräg hinten und oben;
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9 und 10 erste
und zweite in die Steckerbuchse einsteckbare Stecker in Schrägsicht;
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11 den
ersten Stecker und die Steckerbuchse im zusammengesteckten Zustand,
teilweise aufgerissen (entlang der Schnittlinie A-A von 1);
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12 den
zweiten Stecker und die Steckerbuchse im zusammengesteckten Zustand,
wobei die zweite Steckerbuchse im Schnitt A-A von 1 dargestellt
ist;
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13 eine
Darstellung entsprechend 12, aber
während
des Einsteckens des zweiten Steckers;
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14 eine
Darstellung entsprechend 12, aber
in der Aktivstellung der Betätigungseinheit.
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In
den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Steckerbuchse
dargestellt. Eine solche Steckerbuchse kann an einem Gehäuse bzw.
Chassis eines elektrischen Geräts
montiert werden. In diese Steckerbuchse können wahlweise erste und zweite
Stecker, wie sie in den 9 und 10 dargestellt
sind, eingesteckt werden. Im eingesteckten Zustand des ersten bzw.
zweiten Steckers kontaktieren elektrische Kontaktelemente des ersten bzw.
zweiten Steckers mit diesen zusammenwirkende elektrische Kontaktelemente
der Steckerbuchse, um die elektrischen Verbindungen herzustellen.
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Der
erste Stecker 1 besitzt auf seiner Einsteckseite mehrere,
elektrische Kontaktelemente des ersten Steckers 1 bildende
Steckerstifte 2, die jeweils im Abstand von der zentralen
Längsachse 3 des
ersten Steckers 1 angeordnet sind. Ein hülsenförmiger Abschnitt 4 des
Steckergehäuses 5 umgibt
diese bildende Steckerstifte 2. In diesem hülsenförmigen Abschnitt 4 des
Steckergehäuses 5 ist
eine Verriegelungsausnehmung 6 ausgebildet, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
des ersten Steckers 1 in Form einer Fensterausnehmung ausgebildet
ist. Es könnte auch
eine Vertiefung an der der Längsachse 3 zugewandten
Innenseite des Steckergehäuses 5 vorhanden
sein, welche die Verriegelungsausnehmung bildet.
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Bei
dem in 9 dargestellten ersten Stecker handelt es sich
um einen Stecker nach dem XLR-Standard.
Solche XLR-Stecker sind mit unterschiedlichen Polzahlen bekannt,
insbesondere von drei- bis sieben-polig.
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Bei
dem in 10 dargestellten zweiten Stecker
handelt es sich um einen Klinkenstecker 7. Ein solcher
Klinkenstecker 7 weist einen Steckerschaft 8 auf,
der jedenfalls eine Kontakthülse 9 und
eine von dieser elektrisch isolierte Kontaktspitze 10 umfasst, welche
elektrische Kontaktelemente des Klinkensteckers 7 bilden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Klinkenstecker 7 drei-polig ausgebildet und zwischen der Kontakthülse 9 und
der Kontaktspitze 10 ist ein Kontaktring 11 angeordnet,
welcher sowohl von der Kontakthülse 9 als
auch von der Kontaktspitze 10 elektrisch isoliert ist und
ein weiteres elektrisches Kontaktelement des Klinkensteckers 7 bildet. Die
Kontaktspitze 10, die auch als Kontaktzwiebel bezeichnet
wird, besitzt eine Umfangsnut bzw. Einschnürung 12, wie dies
bei Klinkensteckern üblich
ist, wobei an den tiefsten Punkt der Einschnürung in Richtung zum einsteckseitigen
Ende der Kontaktspitze 10 eine Schrägfläche anschließt. Das
einsteckseitige Ende der Kontaktspitze 10 ist kegelig ausgebildet,
wodurch eine weitere Schrägfläche ausgebildet wird.
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Die
Kontaktbuchse besitzt an ihrer Einsteckseite bzw. Vorderseite eine
zentrale Einstecköffnung 13,
in welche der Steckerschaft 8 des Klinkensteckers 7 in
eine Einsteckrichtung 14 einsteckbar ist, weiters weiter
von der zentralen Längsachse 15 entfernte
Einstecköffnungen 16, 17, 18 für die Steckerstifte 2 des
ersten Steckers 1, wobei die Einstecköffnungen 16, 17, 18 direkt
an die zentrale Einstecköffnung 13 anschließen und
teilweise mit dieser überlappen,
und weiters eine ringförmige
Einstecköffnung 19 für den Abschnitt 4 des
Steckergehäuses 5 des ersten
Steckers 1. Der erste Stecker 1 ist in die Einsteckrichtung 14 in
die Einstecköffnungen 16, 17, 18 und 19 einsteckbar.
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Die
Einstecköffnungen 13, 16, 17, 18, 19 sind
in einem aus einem elektrisch isolierenden Material bestehenden
Kontaktträger 20 der
Steckerbuchse ausgebildet. Dieser Kontaktträger 20 bildet im gezeigten
Ausführungsbeispiel
das Gehäuse
der Steckerbuchse. Außen
sind am Kontaktträger 20 Anschraubflansche 21 ausgebildet,
mit denen der Kontaktträger 20 am
Chassis eines elektrischen Geräts montierbar
ist.
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Es
könnte
auch ein zusätzliches,
beispielsweise metallisches Gehäuse
vorgesehen sein, in welches der Kontaktträger 20 eingesetzt
ist.
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Am
Kontaktträger 20 ist
ein elastischer Verriegelungsarm 22, der auf seiner von
der zentralen Längsachse 15 der
Steckerbuchse abgewandten Seite einen Verriegelungsvorsprung 23 aufweist,
mit seinem einen Ende festgelegt. Im eingesteckten Zustand des ersten
Steckers 1 greift der Verriegelungsvorsprung 23 in
die Verriegelungsausnehmung 6 im Abschnitt 4 des
Steckergehäuses 5 ein
und sichert dadurch den ersten Stecker 1 gegen ein Herausziehen
aus der Steckerbuchse, vgl. 11. Um
beim Einstecken des ersten Steckers 1 ein Einschnappen des
Verriegelungsvorsprungs 23 in die Verriegelungsausnehmung 6 zu
ermöglichen,
besitzt der Verriegelungsvorsprung 23 in bekannter Weise
eine Anlaufschräge.
Der Verriegelungsvorsprung 23 ist somit nasenförmig ausgebildet.
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Um
den Verriegelungsvorsprung 23 außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 6 zu
bringen und den ersten Stecker 1 für ein Herausziehen aus der
Steckerbuchse freizugeben, ist eine Betätigungseinheit 24 vorhanden,
die ausgehend von einer, beispielsweise in 3 und 11 dargestellten
Passivstellung in die Einsteckrichtung 14 verschiebbar
ist, bis sie ihre in 14 dargestellte Aktivstellung
erreicht. Bei der Verschiebung der Betätigungseinheit 24 von
ihrer Passivstellung in ihre Aktivstellung verschiebt eine Schrägfläche 25 der
Betätigungseinheit 24,
die mit einer Schrägfläche 26 des Verriegelungsarms 22 zusammenwirkt,
den Verriegelungsvorsprung 23 in Richtung zur zentralen
Längsachse 15,
wodurch er außer
Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 6 gelangt.
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Wird
die Betätigungseinheit 24 vom
Benutzer wieder freigegeben, so bewegt sich der federelastische
Verriegelungsarm 22 wieder zurück in seine Ausgangsstellung,
wobei er auch die Betätigungseinheit 24 zurück in ihre
Passivstellung verschiebt.
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Anstelle
von zusammenwirkenden Schrägflächen 25, 26 könnte auch
nur entweder der Verriegelungsarm 22 oder die Betätigungseinheit 24 eine solche
Schrägfläche 25, 26 aufweisen
und der andere dieser beiden Teile einen mit der Schrägfläche zusammenwirkenden
Vorsprung aufwei sen. Es könnte auch
ein separates federelastisches Element vorhanden sein, welches die
Betätigungseinheit,
wenn sie vom Benutzer freigegeben wird, in ihre Passivstellung zurückverschiebt.
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Der
Verriegelungsarm 22, der vorzugsweise aus Metall besteht,
erstreckt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
ausgehend von seiner Befestigungsstelle am Kontaktträger 20 in
Richtung zum rückseitigen
Ende der Steckerbuchse. Statt dessen könnte er sich auch in Richtung
zur Einsteckseite der Steckerbuchse erstrecken.
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Anstelle
einer federelastischen Ausbildung des Verriegelungsarms 22 könnte dieser
auch verschwenkbar am Kontaktträger 20 gelagert
sein und von einem separaten Federelement in die Stellung beaufschlagt
werden, in der er in die Verriegelungsausnehmung 6 des
eingesteckten ersten Steckers 1 eingreift.
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Die
Betätigungseinheit 24 ist
zur Verschiebung zwischen ihrer Passiv- und Aktivstellung parallel
zur Einsteckrichtung 14 verschiebbar in einer Ausnehmung
des Kontaktträgers 20 gelagert.
Die Betätigungseinheit
umfasst ein Bedienteil 28, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel
rechtwinklig zur Längsachse 15 der
Steckerbuchse steht, einen mit dem Bedienteil 28 verbundenen
Betätigungsarm 29 und
ein separates Übertragungsteil 30 (dessen Zweck
weiter unten erläutert
wird).
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Die
sich in ihrer Passivstellung befindende Betätigungseinheit 24 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch ein mit dem Kontaktträger 20 zusammenwirkendes
Anschlagelement 27 gegen eine weitere Verschiebung entgegen
der Einsteckrichtung 14 gesichert.
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Die
elektrischen Kontaktelemente 31, 32, 33 zur
Kontaktierung der Steckerstifte 2 des ersten Steckers 1 sind
vom Kontaktträger 20 getragen
und im gezeigten Ausführungsbeispiel
in Form von Gabelkontakten ausgebildet. Diese Kontaktelemente 31, 32, 33 werden
von der Rückseite
her in entsprechende Ausnehmungen des Kontaktträgers 20 eingeschoben
und verrasten in diesen.
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Ein
weiteres elektrisches Kontaktelement 34 dient zur Kontaktierung
des Abschnitts 4 des Steckergehäuses 5 mittels einer
Kontaktzunge 35. Dieses Kontaktelement 34 ist
ebenfalls von der Rückseite
her in eine entsprechende Ausnehmung im Kontaktträger 20 eingeschoben
und in dieser verrastet. Eine Spitze 36 des Kontaktelements 34 dient
zur Kontaktierung des Chassis, an welchem die Kontaktbuchse montiert
wird.
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Die
Steckerbuchse umfasst weiters eine Verriegelungseinrichtung für einen
in die Steckerbuchse eingesteckten Klinkenstecker 7. Diese
Verriegelungseinrichtung umfasst einen Verriegelungsfortsatz 37,
der im eingesteckten Zustand des Klinkensteckers 7 in die
Einschnürung 12 der
Kontaktspitze 10 eingreift. Dieser Verriegelungsfortsatz 37 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
kreisbogenförmig
gebogen ausgebildet. Weiters umfasst die Verriegelungseinrichtung
für den
Klinkenstecker 7 ein Sperrteil 38, das mit dem
Verriegelungsfortsatz 37 zusammenwirkt, vorzugsweise starr
verbunden ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind der Verriegelungsfortsatz 37 und das Sperrteil 38 einstückig ausgebildet.
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Am
vom Verriegelungsfortsatz 37 weggerichteten Ende weist
das Sperrteil eine Anlagefläche 39 auf.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist das Sperrteil 38 plattenförmig ausgebildet und die Anlagefläche 39 wird
vom stirnseitigen Rand des plattenförmigen Sperrteils 38 gebildet.
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In
einer Sperrstellung des Sperrteils 38, welche beispielsweise
in den 3 und 12 dargestellt ist, liegt die
Anlagefläche 39 des
Sperrteils 38 an einer Gegenanlagefläche 40 der Steckerbuchse an.
Diese Gegenanlagefläche 40 weist
in Richtung zur zentralen Längsachse 15 der
Steckerbuchse. Somit ist ausgehend von der Sperrstellung des Sperrteils 38 eine
bezogen auf die Längsachse 15 radial nach
außen
gerichtete Verschiebung des Sperrteils 38 und somit auch
des Verriegelungsfortsatzes 37 nicht möglich. Dadurch kann bei einem
auf den eingesteckten Klinkenstecker 7 entgegen der Einsteckrichtung 14 ausgeübten Zug
der Verriegelungsfortsatz 37 von der an den tiefsten Punkt
der Einschnürung
in Richtung zum einsteckseitigen Ende der Kontaktspitze 10 anschließenden Schrägfläche nicht
aus der Einschnürung 12 der
Kontaktspitze 10 herausgedrückt werden und der Klinkenstecker 7 ist
in der Steckerbuchse verriegelt. Eine Verschiebung des Sperrteils 38 entgegen
der Einsteckrichtung 14 ist aufgrund seiner Abstützung am
Kontaktträger 20 nicht möglich.
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Durch
eine Verschiebung zumindest des Abschnitts des Sperrteils 38,
der die Anlagefläche 39 aufweist,
in die Einsteckrichtung 14 gelangt die Anlagefläche 39 außer Eingriff
mit der Gegenanlagefläche 40 und
das Sperrteil und somit der Verriegelungsfortsatz 37 sind
dann gegenüber
der Stellung, die der Verriegelungsfortsatz 37 bzw. das
Sperrteil 38 einnehmen, wenn der Verriegelungsfortsatz 37 in
die Einschnürung 12 der
Kontaktspitze 10 eingreift, weiter von der zentralen Längsachse 15 weg
bewegbar. Eine solche Verschiebung des Sperrteils 38 kann durch
die Betätigungseinheit 24 bewirkt
werden. Wenn die Betätigungseinheit 24 von
ihrer Passivstellung in ihre Aktivstellung verschoben wird, so gelangt ihr
von der Einsteckseite der Steckerbuchse abgelegenes Ende 41 in
Anlage an das Sperrteil 38 und drückt dessen der Anlagefläche 39 benachbarten
Abschnitt in die Einsteckrichtung 14, so dass die Anlagefläche 39 außer Eingriff
mit der Gegenanlagefläche 40 gelangt.
Insgesamt wird dabei das Sperrteil 38 (und der Verriegelungsfortsatz 37)
beim gezeigten Ausführungsbeispiel
verschwenkt, und zwar um einen Anlagepunkt des Verriegelungsfortsatzes 37 an der
Kontaktspitze 10. Dieser Zustand ist in 14 dargestellt.
Ausgehend von diesem Zustand können der
Verriegelungsfortsatz 37 und das Sperrteil 38 von der
zentralen Längsachse 15 weg
verschoben werden. Eine von der zentralen Längsachse weggerichtete Kraftkomponente
wird durch die Schrägfläche der
Einschnürung 12 beim
Herausziehen des Klinkensteckers 7 aus der Steckerbuchse
hervorgerufen, so dass der Verriegelungsfortsatz 37 aus
der Einschnürung 12 auf
diese Weise herausgedrückt
wird.
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Um
den Klinkenstecker 7 in die Steckerbuchse einzustecken
und in dieser zu verriegeln, ist eine Betätigung der der Betätigungseinheit 24 nicht
erforderlich. Beim Einstecken des Klinkensteckers 7 läuft die
Schrägfläche am einsteckseitigen
Ende der Kontaktspitze 10 an den Verriegelungsfortsatz 37 an.
Dadurch wird auch eine in die Einsteckrichtung 14 wirkende
Kraftkomponente auf den Verriegelungsfortsatz 37 und somit
auf das Sperrteil 38 ausgeübt, wodurch das Sperrteil in
die Einsteckrichtung 14 verschoben wird und dessen Anlagefläche 39 außer Eingriff
mit der Gegen anlagefläche 40 verlangt.
Die weiters radial nach außen
wirkende Kraftkomponente kann dann den Verriegelungsfortsatz 37 und
das Sperrteil 38 in Richtung von der zentralen Längsachse 15 weg
verschieben. In 13 ist der Zustand dargestellt,
den der Verriegelungsfortsatz und das Sperrteil 38 einnehmen,
wenn der Klinkenstecker 7 eingesteckt wird und der Verriegelungsfortsatz 37 gerade
an der Stelle des größten Durchmessers
der Kontaktspitze 10 anliegt.
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Wenn
keine äußere Kraft
auf das Sperrteil 38 einwirkt, so wird das Sperrteil 38 von
einem federelastischen Element 42 in seiner Sperrstellung
gehalten. Dieses federelastische Element 42 wird im gezeigten
Ausführungsbeispiel
von einer im unbelasteten Zustand gebogen verlaufenden Blattfeder
gebildet. Das eine Ende dieser gebogenen Blattfeder ist hierbei
mit dem Sperrteil 38 verbunden und das andere Ende der
gebogenen Blattfeder ist mit einem Tragteil 43 verbunden.
Dieses Tragteil 43 wird vom Kontaktträger 20 getragen. Vorzugsweise
ist das Tragteil 43 hierzu von der Rückseite der Steckerbuchse her
in eine entsprechende Ausnehmung des Kontaktträgers 20 eingesetzt
und mit dem Kontaktträger 20 verrastet.
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Vorzugsweise
sind das Sperrteil 38, das federelastische Element 42 und
das Tragteil 43 starr miteinander verbunden, im gezeigten
Ausführungsbeispiel
sind diese Teile einstückig
ausgebildet. Hierbei bilden das Sperrteil 38, der Verriegelungsfortsatz 37,
das federelastische Element 42 und das Tragteil 43 Teile
eines metallischen Einsatzteils, das in den Kontaktträger eingesetzt
ist. Der Verriegelungsfortsatz 37 stellt hierbei ein elektrisches
Kontaktelement zur elektrischen Kontaktierung der Kontaktspitze 10 des
Klinkensteckers 7 dar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist ein weiteres elektrisches Kontaktelement zur Kontaktierung der
Kontaktspitze 10 des Klinkensteckers 7 vorhanden,
und zwar in Form einer vom Tragteil 43 ausgehenden Kontaktfeder 44.
Diese liegt an der dem Sperrteil 38 gegenüberliegenden Seite
der Kontaktspitze 10 des Klinkensteckers 7 an und
stellt ein weiteres Teil des Einsatzteils dar.
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Weitere
elektrische Kontaktelemente 45, 46 zur Herstellung
von elektrischen Kontakten mit dem Steckerschaft 8 und
gegebenenfalls der Kontakthülse 9 des
Klinkensteckers 7 sind in entsprechende Ausnehmungen des
Kontaktträgers 20 eingesetzt, vorzugsweise
wiederum von der Rückseite
des Kontaktträgers 20 her.
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Alle
elektrischen Kontaktelemente der Kontaktbuchse sind an der Rückseite
der Kontaktbuchse herausgeführt
und weisen entsprechende Anschlussenden zur Herstellung eines elektrischen
Kontakts mit einer elektrischen Leitung oder einer elektrischen Leiterbahn
einer Platine auf.
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Das
separate Übertragungsteil 30 dient
im gezeigten Ausführungsbeispiel
auch zur Isolierung und besteht daher aus elektrisch isolierendem
Material, vorzugsweise Kunststoff. Würde das Übertragungsteil 30 elektrisch
leitend ausgebildet sein, so würden
bei Betätigung
des Bedienteils 28 Störungen von
außen
z.B. statische Aufladungen direkt auf die Kontaktspitze 10 des
Klinkensteckers gelangen und zu Störgeräuschen führen. Der Betätigungsarm 29 und
das Übertragungsteil 30 könnten auch
einstückig ausgebildet
sein. Die elektrische Isolierung zwischen der Betätigungseinheit 24 und
der Verriegelungseinrichtung bzw. Kontaktspitze 10 müsste dann
in anderer Weise ausgeführt
werden.
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- 1
- erster
Stecker
- 2
- Steckerstift
- 3
- Längsachse
- 4
- Abschnitt
- 5
- Steckergehäuse
- 6
- Verriegelungsausnehmung
- 7
- Klinkenstecker
- 8
- Steckerschaft
- 9
- Kontakthülse
- 10
- Kontaktspitze
- 11
- Kontaktring
- 12
- Einschnürung
- 13
- zentrale
Einstecköffnung
- 14
- Einsteckrichtung
- 15
- Längsachse
- 16
- Einstecköffnung
- 17
- Einstecköffnung
- 18
- Einstecköffnung
- 19
- ringförmige Einstecköffnung
- 20
- Kontaktträger
- 21
- Anschraubflansch
- 22
- Verriegelungsarm
- 23
- Verriegelungsvorsprung
- 24
- Betätigungseinheit
- 25
- Schrägfläche
- 26
- Schrägfläche
- 27
- Anschlagelement
- 28
- Bedienteil
- 29
- Betätigungsarm
- 30
- Übertragungsteil
- 31
- Kontaktelement
- 32
- Kontaktelement
- 33
- Kontaktelement
- 34
- Kontaktelement
- 35
- Kontaktzunge
- 36
- Spitze
- 37
- Verriegelungsfortsatz
- 38
- Sperrteil
- 39
- Anlagefläche
- 40
- Gegenanlagefläche
- 41
- Ende
- 42
- federelastisches
Element
- 43
- Tragteil
- 44
- Kontaktfeder
- 45
- Kontaktelement
- 46
- Kontaktelement