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Die
Erfindung betrifft Thiazolidone, deren Herstellung und Verwendung
als Inhibitoren der Polo Like Kinase (Plk) zur Behandlung verschiedener
Erkrankungen.
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Tumor
Zellen zeichnen sich durch einen ungehemmten Zell-Zyklus-Prozess
aus. Dies beruht einerseits auf dem Verlust von Kontroll-Proteinen
wie RB, p16, p21, p53 etc. sowie der Aktivierung von sog. Beschleunigern
des Zell-Zyklus-Prozesses,
den cyclin-abhängigen
Kinasen (Cdk's).
Die Cdk's sind ein
in der Pharmazie anerkanntes Anti-Tumor Ziel-Protein. Neben den
Cdk's wurden neue
Zell-Zyklus regulierende Serin/Threonin-Kinasen, sogenannte 'Polo-like Kinasen' beschrieben, die
nicht nur bei der Regulation des Zell-Zykluses sondern auch an der
Koordination mit anderen Vorgängen
während
der Mitose und Zytokinese (Ausbildung des Spindelapparates, Chromosomentrennung)
beteiligt sind. Daher stellt diese Klasse von Proteinen einen interessanten
Angriffspunkt zur therapeutischen Intervention proliferativer Krankheiten
wie Krebs dar (Descombes und Nigg. Embo J, 17; 1328ff, 1998; Glover
et al. Genes Dev 12, 3777ff, 1998).
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Eine
hohe Expressionsrate von Plk-1 wurde im 'non-small cell lung'-Krebs (Wolf et al. Oncogene, 14, 543ff,
1997), in Melanomen (Strebhardt et al. JAMA, 283, 479ff, 2000),
in 'squamous cell
carcinomas' (Knecht et
al. Cancer Res, 59, 2794ff, 1999) und in 'esophageal carcinomas '(Tokumitsu et al.
Int J Oncol 15, 687ff, 1999) gefunden.
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Eine
Korrelation von hoher Expressionsrate in Tumorpatienten mit schlechter
Prognose wurde für
verschiedenste Tumore gezeigt (Strebhardt et al. JAMA, 283, 479ff,
2000, Knecht et al. Cancer Res, 59, 2794ff, 1999 und Tokumitsu et
al. Int J Oncol 15, 687ff, 1999).
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Konstitutive
Expression von Plk-1 in NIH-3T3-Zellen führte zu einer malignen Transformation
(erhöhte Proliferation,
Wachstum in Soft-Agar, Kolonie-Bildung und Tumor-Entwicklung in
Nacktmäusen
(Smith et al. Biochem Biophys Res Comm, 234, 397ff., 1997).
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Mikroinjektionen
von Plk-1-Antikörpern
in HeLa-Zellen führte
zu fehlerhafter Mitose (Lane et al.; Journal Cell Biol, 135, 1701
ff, 1996).
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Mit
einem '20-mer' Antisense Oligo
konnte die Expression von Plk-1 in A549-Zellen inhibiert und deren Überlebensfähigkeit
gestoppt werden. Ebenso konnte eine deutliche Anti-Tumor-Wirkung
in Nacktmäusen
gezeigt werden (Mundt et al., Biochem Biophys Res Comm, 269, 377ff.,
2000).
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Die
Mikroinjektion von Anti-Plk-Antikörpern in nichtimmortalisierte
humane Hs68-Zellen, zeigte im Vergleich zu HeLa-Zellen eine deutlich
höhere
Fraktion von Zellen, welche in einer Wachstumsarretierung an G2 verblieben
waren und weit weniger Anzeichen von fehlerhafter Mitose zeigten
(Lane et al.; Joumal Cell Biol, 135, 1701 ff, 1996).
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Im
Gegensatz zu Tumor-Zellen inhibierten Antisense-Oligo-Moleküle das Wachstum
und die Viabilität von
primären
humanen mesangialen Zellen nicht (Mundt et al., Biochem Biophys
Res Comm, 269, 377ff., 2000).
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In
Säugern
wurden bislang neben der Plk-1 drei weitere Polo-Kinasen beschrieben,
die als mitogene Antwort induziert werden und ihre Funktion in der
G1-Phase des Zell-Zykluses ausüben.
Dies sind zum einen die sog Prk/Plk-3 (das humane Homolog der Maus-Fnk=
Fibroblast growth factor induced kinase; Wiest et al, Genes, Chromosomes & Cancer, 32: 384ff,
2001), Snk/Plk-2 (Serum induced kinase, Liby et al., DNA Sequence,
11, 527-33, 2001) und sak/PIk4 (Fode et al., Proc.Natl.Acad.Sci.U.S.A,
91, 6388ff; 1994).
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Die
Inhibition von Plk-1 und der anderen Kinasen der Polo-Familie, wie
Plk-2, Plk-3 und Plk-4 stellt somit einen vielversprechenden Ansatz
zur Behandlung verschiedener Erkrankungen dar.
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Die
Sequenzidentität
innerhalb der Plk-Domänen
der Polo-Familie liegt zwischen 40 und 60 %, sodaß zum Teil
Wechselwirkung von Inhibitoren einer Kinase mit einer oder mehrerer
anderen Kinasen dieser Familie auftreten. Je nach der Struktur des
Inhibitors kann die Wirkung aber auch selektiv oder bevorzugt an
nur einer Kinase der Polo-Familie erfolgen.
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In
der internationalen Anmeldung PCT/EP03/0445 werden Thiazolidinonverbindungen
offenbart, die Kinasen der Polo-Familie inhibieren.
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Es
wurde nun gefunden, dass ausgewählte
Thiazolidone der allgemeinen Formel I geeignete Inhibitoren der
Kinasen der Polo-Familie sind. Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen
Formel I inhibieren im wesentlichen die Polo Like Kinasen, worauf
auch deren Wirkung zum Beispiel gegen Krebs, wie solide Tumoren
und Leukämie,
Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis, Alopezie, und Multiple Sklerose,
Chemotherapeutika-induzierte Alopezie und Mukositis, kardiovaskulare
Erkrankungen, wie Stenosen, Arteriosklerosen und Restenosen, infektiöse Erkrankungen,
wie z. B. durch unizellulare Parasiten, wie Trypanosoma, Toxoplasma
oder Plasmodium, oder durch Pilze hervorgerufen, nephrologische
Erkrankungen, wie z. B. Glomerulonephritis, chronische neurodegenerative
Erkrankungen, wie Huntington's
Erkrankung, amyotropisch laterale Sklerose, Parkinsonsche Erkrankung,
AIDS Dementia und Alzheimer'sche
Erkrankung, akute neurodegenerative Erkrankungen, wie Ischämien des
Gehirns und Neurotraumata, virale Infektionen, wie z. B. Cytomegalus-Infektionen,
Herpes, Hepatitis B und C, und HIV Erkrankungen basiert.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft somit Verbindungen der allgemeinen
Formel I
in der
Q für Aryl oder
Heteroaryl steht,
A und B unabhängig voneinander für Wasserstoff,
Halogen, Hydroxy, Amino oder Nitro stehen
oder
für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Hydroxy, C
3-C
6-Heterocycloalkyl
oder mit der Gruppe -NR
3R
4 oder
-CO(NR
3)(CH
2)
nNR
3R
4 substituiertes
C
1-C
3-Alkyl oder C
1-C
6-Alkoxy stehen, wobei das Heterocycloalkyl
selbst gegebenenfalls durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff
und/oder Schwefel-Atome unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls
durch ein oder mehrere -(CO)- oder -SO
2-
Gruppen im Ring unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls ein
oder mehrere Doppelbindungen im Ring enthalten sein können und/oder
der Ring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden
mit C
1-C
6-Alkyl,
C
3-C
6-Cycloalkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkyl
oder mit der Gruppe -NR
3R
4 substituiert
sein kann,
oder
für
COR
6, -CO(NR
3)(CH
2)
nNR
3R
4, -NR
3(CO)-C
1-C
6-Alkyl, -NR
3(CO)(CH
2)
nC
1-C
6-Alkoxy, -NR
3(CO)(CH
2)
nC
1-C
6-Alkoxyalkoxy,
-NR
3(CO)(CH
2)
nNR
3R
4,
-NR
3(CO)NR
3R
4, - NR
3(CS)NR
3R
4, -NR
3SO
2-C
1-C
6-Alkyl,
-NR
3SO
2-(CH
2)
nNR
3R
4, -SO
2-NR
3R
4 oder -SO
2(NR
3)(CH
2)
nNR
3R
4 stehen,
X für Sauerstoff, -NH- oder -NR
5- steht,
R
1 für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen substituiertes
C
1-C
3-Alkyl, C
3-Cycloalkyl,
Allyl oder Propargyl steht,
R
2 für Wasserstoff
steht oder für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, Cyano, C
1-C
6-Alkyl,
C
1-C
6-Alkoxy, C
1-C
6-Hydroxyalkyl,
C
3-C
6-Cycloalkyl, C
3-C
6-Heterocycloalkyl,
Aryl, Heteroaryl oder mit der Gruppe -S-C
1-C
6-Alkyl, -COR
6, -NR
3R
4, -NR
3(CO)-C
1-C
6-Alkyl, -NR
3(CO)-Aryl, -NR
3(CO)-Heteroaryl,
-NR
3COOR
7, -NR
3(CS)NR
3R
4 substituiertes
C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Alkoxy, C
1-C
6-Alkenyl, C
1-C
6-Alkinyl, C
3-C
6-Cycloalkyl,
C
3-C
6-Heterocycloalkyl,
Aryl oder Heteroaryl steht, wobei das Heterocycloalkyl selbst gegebenenfalls
durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel-Atome
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere -(CO)- oder -SO
2- Gruppen im Ring unterbrochen sein kann
und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen im Ring
enthalten sein können
und
wobei der C
3-C
6-Cycloalkyl-
und/oder C
3-C
6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden
mit Cyano, Halogen, C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Hydroxyalkyl, C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl, oder mit der Gruppe -NR
3R
4 oder -CO-NR
3R
4 substituiert
sein können,
oder
für die Gruppe
-NR
3R
4, -NR
3(CO)-Aryl, -NR
3(CO)-Heteroaryl, -NR
3(CS)NR
3R
4 steht,
oder
R
2 und R
5 gemeinsam
einen C
3-C
6-Heterocycloalkylring
bilden, der mindestens einmal durch Stickstoff unterbrochen ist
und gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch Sauerstoff oder Schwefel
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO
2- Gruppen im Ring unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen
im Ring enthalten sein können
und/oder der Ring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich
oder verschieden mit Cyano, Halogen, Hydroxy, C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkyl,
C
1-C
6-Alkoxyalkyl,
Aryl oder mit der Gruppe -NR
3R
4 substituiert
sein kann,
R
3 und R
4 unabhängig voneinander
für Wasserstoff
stehen oder für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, C
3-C
6-Heterocycloalkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkoxy oder
mit der Gruppe -NR
3R
4 substituiertes
C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Alkoxy oder -CO-C
1-C
6-Alkyl stehen, wobei das Heterocycloalkyl selbst
gegebenenfalls durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff und/oder
Schwefel-Atome unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch
ein oder mehrere -(CO)- oder -SO
2- Gruppen
im Ring unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder
mehrere Doppelbindungen im Ring enthalten sein können und wobei der C
3-C
6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit
Cyano, Halogen, C
1-C
6-Alkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkyl,
C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl,
oder mit der Gruppe -NR
3R
4 oder -CO- NR
3R
4 substituiert sein kann,
oder
R
3 und R
4 gemeinsam
einen C
3-C
6-Heterocycloalkylring
bilden, der mindestens einmal durch Stickstoff unterbrochen ist
und gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch Sauerstoff oder Schwefel
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO
2- Gruppen im Ring unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen
im Ring enthalten sein können und/oder
der Heterocycloalkylring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich
oder verschieden mit C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl, C
1-C
6-Hydroxyalkyl, C
1-C
6-Alkoxyalkyl, Cyano, Hydroxy oder mit der
Gruppe -NR
3R
4 substituiert
sein kann,
R
5 für gegebenenfalls ein- oder
mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, Hydroxy, Cyano, C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl, C
3-C
6-Heterocycloalkyl, oder mit der Gruppe -NR
3R
4 substituiertes C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Alkenyl, C
1-C
6-Alkinyl steht, wobei das Heterocycloalkyl
selbst gegebenenfalls durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff
und/oder Schwefel-Atome
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO
2- Gruppen im Ring unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen
im Ring enthalten sein können
und wobei der C
3-C
6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden
mit Cyano, Halogen, C
1-C
6-Alkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkyl, C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl,
oder mit der Gruppe -NR
3R
4 oder -CO-NH
2 substituiert
sein kann,
R
6 für Hydroxy, C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Alkoxy oder die Gruppe -NR
3R
4 steht,
R
7 für-(CH
2)
n-Aryl oder -(CH
2)
n-Heteroaryl und
n
für 1 – 6 steht,
bedeuten,
sowie deren Stereoisomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
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Unter
Stereoisomeren sind E/Z- und R/S-Isomeren zu verstehen sowie Gemische
aus E/Z- und R/S-Isomeren.
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Unter
Alkyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest,
wie beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl,
sek. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl,
Nonyl und Decyl, zu verstehen.
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Unter
Alkoxy ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest,
wie beispielsweise Methyloxy, Ethyloxy, Propyloxy, Isopropyloxy,
Butyloxy, Isobutyloxy, sek. Butyloxy, Pentyloxy, Isopentyloxy, Hexyloxy,
Heptyloxy, Octyloxy, Nonyloxy oder Decyloxy zu verstehen.
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Die
Alkenyl-Substituenten sind jeweils geradkettig oder verzweigt, wobei
beispielsweise folgenden Reste gemeint sind: Vinyl, Propen-1-yl,
Propen-2-yl, But-1-en-1-yl, But-1-en-2-yl, But-2-en-1-yl, But-2-en-2-yl, 2-Methyl-prop-2-en-1-yl, 2-Methyl-prop-1-en-1-yl,
But-1-en-3-yl, But-3-en-1-yl, Allyl.
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Unter
Alkinyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkinyl-Rest
zu verstehen, der 2 – 6,
bevorzugt 2 – 4
C-Atome enthält.
Beispielsweise seien die folgenden Reste genannt: Acetylen, Propin-1-yl,
Propin-3-yl, But-1-in-1-yl, But-1-in-4-yl,
But-2-in-1-yl, But-1-in-3-yl, etc.
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Heterocycloalkyl
steht für
einen 3 – 6
Kohlenstoffatome umfassenden Alkylring, der anstelle des Kohlenstoffes
ein oder mehrere, gleich oder verschiedene Heteroatome, wie z. B.
Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthält und/oder gegebenenfalls
durch ein oder mehrere -(CO)- oder -SO2-
Gruppen im Ring unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls ein
oder mehrere Doppelbindungen im Ring enthalten sein können und
an einem oder mehreren Kohlenstoff-, Stickstoff- oder Schwefelatomen
gegebenenfalls unabhängig
voneinander einen weiteren Substituenten enthalten kann. Substituenten
am Heterocycloalkylring können
sein: Cyano, Halogen, Hydroxy, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Alkoxyalkyl, C1-C6-Hydroxyalkyl,
C3-C6-Cycloalkyl, Aryl
oder die Gruppe -NR3R4,
-CO-NR3R4, -SO2R3 oder -SO2NR3R4.
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Als
Heterocycloalkyl seien z. B. genannt: Oxiranyl, Oxethanyl, Aziridinyl,
Azetidinyl, Tetrahydrofuranyl, Pyrrolidinyl, Dioxolanyl, Imidazolidinyl,
Pyrazolidinyl, Dioxanyl, Piperidinyl, Morpholinyl, Dithianyl, Thiomorpholinyl,
Piperazinyl, Trithianyl, Chinuclidinyl, Pyrolidonyl, N-Methylpyrolidinyl,
2-Hydroxymethylpyrolidinyl,
3-Hydroxypyrolidinyl, N-Methylpiperazinyl, N- Acetylpiperazinyl, N-Methylsulfonylpiperazinyl,
4-Hydroxypiperidinyl, 4-Aminocarbonylpiperidinyl,
2-Hydroxyethylpiperidinyl, 4-Hydroxymethylpiperidinyl, Nortropinyl,
1,1-Dioxo-thiomorpholinyl, etc.
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Unter
Cycloalkyl sind monocyclische Alkylringe wie Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl, aber auch bicyclische
Ringe oder tricyclische Ringe wie zum Beispiel Adamantanyl zu verstehen.
Das Cycloalkyl kann gegebenenfalls auch benzokondensiert sein, wie
z.B. (Tetralin)yl etc.
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Unter
Halogen ist jeweils Fluor, Chlor, Brom oder Jod zu verstehen.
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Der
Arylrest hat jeweils 6 – 12
Kohlenstoffatome wie beispielsweise Naphthyl, Biphenyl und insbesondere
Phenyl.
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Der
Heteroarylrest umfaßt
jeweils 3 – 16
Ringatome und kann anstelle des Kohlenstoffs ein oder mehrere, gleiche
oder verschiedene Heteroatome, wie Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel
im Ring enthalten, und kann mono-, bi- oder tricyclisch sein, und kann zusätzlich jeweils
benzokondensiert sein.
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Beispielsweise
seien genannt:
Thienyl, Furanyl, Pyrrolyl, Oxazolyl, Thiazolyl,
Imidazolyl, Pyrazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Oxadiazolyl, Triazolyl,
Thiadiazolyl, etc. und Benzoderivate davon, wie z. B. Benzofuranyl,
Benzothienyl, Benzoxazolyl, Benzimidazolyl, Indazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, etc.; oder Pyridyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl,
Triazinyl, etc. und Benzoderivate davon, wie z. B. Chinolyl, Isochinolyl,
etc.; oder Oxepinyl,
Azocinyl, Indolizinyl, Indolyl, Indolinyl,
Isoindolyl, Indazolyl, Benzimidazolyl, Purinyl, etc. und Benzoderivate
davon; oder Chinolinyl, Isochinolinyl, Cinnolinyl, Phthalazinyl,
Chinazolinyl, Chinoxalinyl, Naphthyridinyl, Pteridinyl, Carbazolyl,
Acridinyl, Phenazinyl, Phenothiazinyl, Phenoxazinyl, Xanthenyl,
etc.
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Bevorzugte
Heteroarylreste sind zum Beispiel 5-Ringheteroaromaten, wie Thiophen,
Furan, Oxazol, Thiazol, Imidazol und Benzoderivate davon und 6- Ring-Heteroaromaten,
wie Pyridin, Pyrimidin, Triazin, Chinolin, Isochinolin und Benzoderivate
davon.
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Der
Arylrest umfaßt
jeweils 3 – 12
Kohlenstoffatome und kann jeweils benzokondensiert sein.
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Beispielsweise
seien genannt: Cyclopropenyl, Cyclopentadienyl, Phenyl, Tropyl,
Cyclooctadienyl, Indenyl, Naphthyl, Azulenyl, Biphenyl, Fluorenyl,
Anthracenyl etc.
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Ist
eine saure Funktion enthalten, sind als Salze die physiologisch
verträglichen
Salze organischer und anorganischer Basen geeignet, wie beispielsweise
die gut löslichen
Alkali- und Erdalkalisalze sowie N-Methyl-glukamin, Dimethyl-glukamin, Ethyl-glukamin,
Lysin, 1,6-Hexadiamin, Ethanolamin, Glukosamin, Sarkosin, Serinol,
Tris-hydroxy-methyl-amino-methan, Aminopropandiol, Sovak-Base, 1-Amino-2,3,4-butantriol.
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Ist
eine basische Funktion enthalten, sind die physiologisch verträglichen
Salze organischer und anorganischer Säuren geeignet wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Zitronensäure, Weinsäure u.a.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I beinhalten auch die möglichen tautomeren Formen und
umfassen die E- oder Z-Isomeren oder, falls ein chirales Zentrum
vorhanden ist, auch die Racemate und Enantiomeren. Hierunter sind
auch Doppelbindungsisomeren zu Verstehen.
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Bevorzugt
sind insbesondere solche Verbindungen der allgemeinen Formel I,
in der
Q für
Phenyl, Naphthyl, Chinolinyl, Benzimidazolyl, Indolyl, Indazolyl,
Thiazolyl, Imidazolyl oder Pyridyl steht,
A und B unabhängig voneinander
für Wasserstoff,
Halogen, Hydroxy, Amino oder Nitro stehen
Oder
für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Hydroxy, C3-C6-Heterocycloalkyl
oder mit der Gruppe -NR3R4 oder
-CO(NR3)(CH2)nNR3R4 substituiertes
C1-C3-Alkyl oder
C1-C6-Alkoxy stehen,
wobei das Heterocycloalkyl selbst gegebenenfalls durch ein oder
mehrere Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel-Atome unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere -(CO)- oder -SO2- Gruppen im Ring unterbrochen sein kann
und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen im Ring
enthalten sein können
und/oder der Ring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich
oder verschieden mit C1-C6-Alkyl,
C3-C6-Cycloalkyl,
C1-C6-Hydroxyalkyl
oder mit der Gruppe -NR3R4 substituiert
sein kann,
oder
für
COR6, -CO(NR3)(CH2)nNR3R4, -NR3(CO)-C1-C6-Alkyl, -NR3(CO)(CH2)nC1-C6-Alkoxy, -NR3(CO)(CH2)nC1-C6-Alkoxyalkoxy,
-NR3(CO)(CH2)nNR3R4,
-NR3(CO)NR3R4, -NR3(CS)NR3R4, -NR3SO2-C1-C6-Alkyl,
-NR3SO2-(CH2)nNR3R4, -SO2-NR3R4 oder - SO2(NR3)(CH2)nNR3R4 stehen,
X für Sauerstoff, -NH- oder -NR5- steht,
R1 für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen substituiertes
C1-C3-Alkyl, C3-Cycloalkyl,
Allyl oder Propargyl steht,
R2 für Wasserstoff
steht oder für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, Cyano, C1-C6-Alkyl,
C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Hydroxyalkyl,
C3-C6-Cycloalkyl, C3-C6-Heterocycloalkyl,
Aryl, Heteroaryl oder mit der Gruppe -S-C1-C6-Alkyl, -COR6, -NR3R4, -NR3(CO)-C1-C6-Alkyl, -NR3(CO)-Aryl, -NR3(CO)-Heteroaryl,
-NR3COOR7, -NR3(CS)NR3R4 substituiertes
C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Alkenyl, C1-C6-Alkinyl, C3-C6-Cycloalkyl,
C3-C6-Heterocycloalkyl,
Aryl oder Heteroaryl steht, wobei das Heterocycloalkyl selbst gegebenenfalls
durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel-Atome
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere -(CO)- oder -SO2- Gruppen im Ring unterbrochen sein kann
und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen im Ring
enthalten sein können
und
wobei der C3-C6-Cycloalkyl-
und/oder C3-C6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden
mit Cyano, Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Hydroxyalkyl, C1-C6-Alkoxy, C3-C6-Cycloalkyl, oder mit der Gruppe -NR3R4 oder -CO-NR3R4 substituiert
sein können,
oder
für die Gruppe
-NR3R4, -NR3(CO)-Aryl, -NR3(CO)-Heteroaryl, -NR3(CS)NR3R4 steht,
oder
R2 und R5 gemeinsam
einen C3-C6-Heterocycloalkylring
bilden, der mindestens einmal durch Stickstoff unterbrochen ist
und gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch Sauerstoff oder Schwefel
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO2- Gruppen im Ring unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen
im Ring enthalten sein können
und/oder der Ring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich
oder verschieden mit Cyano, Halogen, Hydroxy, C1-C6-Alkyl, C3-C6-Cycloalkyl,
C1-C6-Hydroxyalkyl,
C1-C6-Alkoxyalkyl,
Aryl oder mit der Gruppe -NR3R4 substituiert
sein kann,
R3 und R4 unabhängig voneinander
für Wasserstoff
stehen oder für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, C3-C6-Heterocycloalkyl,
C1-C6-Hydroxyalkoxy oder
mit der Gruppe -NR3R4 substituiertes
C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy oder -CO-C1-C6-Alkyl stehen, wobei das Heterocycloalkyl selbst
gegebenenfalls durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff und/oder
Schwefel-Atome unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch
ein oder mehrere -(CO)- oder -SO2- Gruppen
im Ring unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder
mehrere Doppelbindungen im Ring enthalten sein können und wobei der C3-C6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit
Cyano, Halogen, C1-C6-Alkyl,
C1-C6-Hydroxyalkyl,
C1-C6-Alkoxy, C3-C6-Cycloalkyl,
oder mit der Gruppe -NR3R4 oder -CO- NR3R4 substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam
einen C3-C6-Heterocycloalkylring
bilden, der mindestens einmal durch Stickstoff unterbrochen ist
und gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch Sauerstoff oder Schwefel
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO- Gruppen im Ring unterbrochen sein kann und/oder
gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen im Ring enthalten
sein können
und/oder der Heterocycloalkylring selbst gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich
oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Hydroxyalkyl, C1-C6-Alkoxyalkyl, Cyano, Hydroxy oder mit der
Gruppe -NR3R4 substituiert
sein kann,
R5 für gegebenenfalls ein- oder
mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, Hydroxy, Cyano, C1-C6-Alkoxy, C3-C6-Cycloalkyl, C3-C6-Heterocycloalkyl, oder mit der Gruppe -NR3R4 substituiertes C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkenyl, C1-C6-Alkinyl steht, wobei das Heterocycloalkyl
selbst gegebenenfalls durch ein oder mehrere Stickstoff, Sauerstoff
und/oder Schwefel-Atome
unterbrochen sein kann und/oder gegebenenfalls durch ein oder mehrere
-(CO)- oder -SO2- Gruppen im Ring unterbrochen
sein kann und/oder gegebenenfalls ein oder mehrere Doppelbindungen
im Ring enthalten sein können
und wobei der C3-C6-Heterocycloalkylring
selbst jeweils gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit
Cyano, Halogen, C1-C6-Alkyl,
C1-C6-Hydroxyalkyl, C1-C6-Alkoxy, C3-C6-Cycloalkyl,
oder mit der Gruppe -NR3R4 oder -CO-NR3R4 substituiert sein kann,
R6 für Hydroxy,
C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy oder
die Gruppe -NR3R4 steht,
R7 für
-(CH2)n-Aryl oder
-(CH2)n-Heteroaryl
und
n für
1 – 6
steht,
bedeuten, sowie deren Stereoisomere, Diastereomere,
Enantiomere und Salze.
-
Besonders
bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel I, in
der
Q für
Phenyl, Naphthyl, Chinolinyl, Benzimidazolyl oder Indolyl steht,
A
und B unabhängig
voneinander für
Wasserstoff, Halogen, Hydroxy, Amino oder Nitro stehen
oder
für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Hydroxy, Pyrrolidinyl,
Piperidinyl, Piperazinyl oder mit der Gruppe -N(CH
3)
2, -N(C
2H
5)
2 oder -CO(NH)(CH
2)
2N(C
2H
5)
2 substituiertes
C
1-C
3-Alkyl oder C
1-C
3-Alkoxy stehen, wobei
Pyrrolidinyl, Piperidinyl oder Piperazinyl selbst gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C
1-C
3-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl, C
1-C
3-Hydroxyalkyl
oder mit der Gruppe -N(C
2H
5)
2 substituiert sein kann,
oder
für die Gruppe
COOH, -COOCH
3, -COOC
2H
5, -CONH
2,
-NH(CO)-C(CH
3)
3, -NH(CO)-(CH
2)-OCH
3, -NH(CO)-(CH
2)
2-OCH
3,
-NH(CO)-(CH
2)-O(CH
2)
2-OCH
3, -NH(CO)-(CH
2)
2-N(C
2H
5)
2,
oder -SO
2-NH-(CO)-CH
3 stehen,
X
für Sauerstoff,
-NH- oder -NR
5- steht,
R
1 für gegebenenfalls
ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Fluor, Chlor, Brom
oder Iod substituiertes C
1-C
3-Alkyl
oder C
3-Cycloalkyl steht,
R
2 für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Fluor,
Chlor, Brom, Iod, Hydroxy, Cyano, C
1-C
6-Alkyl,
C
1-C
6-Hydroxyalkyl,
Methoxy oder mit der Gruppe -S-CH
3, -COOCH
3, COOC
2H
5, -NH(CH
3), -N(CH
3)
2, -NHC(CH
3)
3, -NH(CO)-CH
3, -NH(CO)-Phenyl, -NH(CO)-O-(CH
2)-Phenyl, -N(CH
3)-(CS)-NH(CH
3), -N(CH
3)-(CS)-N(CH
3)
2 oder
mit
den folgenden Ringsystemen C
3-C
6-Cycloalkyl,
Tetrahydrofuranyl, Pyrrolidinyl, Piperidinyl, Phenyl, Biphenyl,
Furanyl, Thienyl, Pyrrolyl, Pyridyl, wobei diese Ringsysteme gegebenenfalls
jeweils selbst ein oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C
1-C
3-Alkyl, Cyano,
Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methoxy oder -CO-NH
2 substituiert
sein können,
substituiertes C
1-C
3-Alkyl,
C
1-C
3-Alkoxy, C
1-C
3-Alkenyl, C
1-C
3-Alkinyl, C
3-C
6-Cycloalkyl,
Isoxazolyl, Piperidinyl, Phenyl, Pyrazolyl, Pyrrolyl, (Tetralin)yl
oder Thiazolyl steht,
oder
für die Gruppe -N(CH
3)
2, -N(CH
3)(CS)NHCH
3, -NH(CS)N(CH
3)
2, -NH(CO)-Phenyl,
-NH-(CH
2)-CF
3, -NH-(CH
2)
2-CF
3,
-NH-(CH
2)
2-OH, -NH(CO)-Pyridinyl,
steht,
oder
R
2 und R
5 gemeinsam
einen der folgenden Ringe bilden
und
R
5 für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, Cyano, C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl, C
3-C
6-Heterocycloalkyl, oder mit der Gruppe -N(CH
3)
2 substituiertes C
1-C
3-Alkyl, C
1-C
3-Alkenyl, C
1-C
3-Alkinyl steht,
bedeuten, sowie deren
Stereoisomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
-
Die
in den Formlen mit * gekennzeichneten Stelle, zeigt den Verknüpfungspunkt
zu dem Rest der Formel an.
-
Wesentliche
Merkmale der erfindungsgemäßen Verbindungen
stellen insbesondere R
1 als gegebenenfalls
mit Halogen substituiertes C
1-C
3-
und
R
5 für
gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen,
Hydroxy, Cyano, C
1-C
6-Alkoxy, C
3-C
6-Cycloalkyl, C
3-C
6-Heterocycloalkyl, oder mit der Gruppe -N(CH
3)
2 substituiertes C
1-C
3-Alkyl, C
1-C
3-Alkenyl, C
1-C
3-Alkinyl steht,
bedeuten, sowie deren
Stereoisomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
-
Die
in den Formlen mit * gekennzeichneten Stelle, zeigt den Verknüpfungspunkt
zu dem Rest der Formel an.
-
Wesentliche
Merkmale der erfindungsgemäßen Verbindungen
stellen insbesondere R
1 als gegebenenfalls
mit Halogen substituiertes C
1-C
3- Alkyl oder C
3-Cycloalkyl, sowie das sekundäre Amin
am Q
-
Weitere
Gegenstände
der Erfindung stellen insbesondere auch solche Verbindungen der
allgemeinen Formeln IIA, IIB, IIIA, IIIB, IVA, IVB und V dar, als
Zwischenprodukte zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen
Formel I. Verbindungen
der allgemeinen Formeln IIA oder IIB
in denen D für
die Gruppe -NO
2, -NH
2 oder
-NH(CO)OC(CH
3)
3 und
E für C
1-C
6-Alkoxy oder Halogen
steht und R
3 und R
4 die
in der allgemeinen Formel I beschriebene Bedeutung besitzen, als
Zwischenprodukte zur Herstellung der erfindungsgemäßen Substanzen
der allgemeinen Formel I. Verbindungen
der allgemeinen Formeln IIIA oder IIIB
in denen D für
die Gruppe -NO
2, -NH
2 oder
-NH(CO)OC(CH
3)
3 und
G für die
Gruppe -NR
3R
4 steht
und R
3, R
4 und n
die in der allgemeinen Formel I beschriebene Bedeutung besitzen,
als Zwischenprodukte zur Herstellung der erfindungsgemäßen Substanzen
der allgemeinen Formel I. Verbindungen
der allgemeinen Formeln IVA oder IVB
in denen D für
die Gruppe -NO
2, -NH
2 oder
-NH(CO)OC(CH
3)
3 und
K für gegebenenfalls
mit der Gruppe -NR
3R
4 substituiertes
C
1-C
6-Alkyl oder
C
1-C
6-Alkenyl und L für gegebenenfalls mit C
1-C
6-Alkoxy, C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-Alkoxy oder der Gruppe -NR
3R
4 substituiertes C
1-C
6-Alkyl oder C
1-C
6-Alkenyl
steht und R
3 und R
4 die in
der allgemeinen Formel I beschriebene Bedeutung besitzen, als Zwischenprodukte
zur Herstellung der erfindungsgemäßen Substanzen der allgemeinen
Formel I. Verbindungen
der allgemeinen Formel V
in der Q, A, B und R
1 die
in der allgemeinen Formel I beschriebene Bedeutung besitzen, als
Zwischenprodukte zur Herstellung der erfindungsgemäßen Substanzen
der allgemeinen Formel I.
-
Zur
Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I als Arzneimittel werden diese in die Form
eines pharmazeutischen Präparats
gebracht, das neben dem Wirkstoff für die enterale oder parenterale
Applikation geeignete pharmazeutische, organische oder anorganische
inerte Trägermaterialien,
wie zum Beispiel, Wasser, Gelatine, Gummi arabicum, Milchzucker,
Stärke,
Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Polyalkylenglykole usw.
enthält.
Die pharmazeutischen Präparate
können
in fester Form, zum Beispiel als Tabletten, Dragees, Suppositorien,
Kapseln oder in flüssiger
Form, zum Beispiel als Lösungen, Suspensionen
oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls enthalten sie darüber hinaus
Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel oder
Emulgatoren; Salze zur Veränderung
des osmotischen Drucks oder Puffer.
-
Diese
pharmazeutischen Präparate
sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
-
Für die parenterale
Anwendung sind insbesondere Injektionslösungen oder Suspensionen, insbesondere
wäßrige Lösungen der
aktiven Verbindungen in polyhydroxyethoxyliertem Rizinusöl, geeignet.
-
Als
Trägersysteme
können
auch grenzflächenaktive
Hilfsstoffe wie Salze der Gallensäuren oder tierische oder pflanzliche
Phospholipide, aber auch Mischungen davon sowie Liposomen oder deren
Bestandteile verwendet werden.
-
Für die orale
Anwendung sind insbesondere Tabletten, Dragees oder Kapseln mit
Talkum und/oder Kohlenwasserstoffträger oder -binder, wie zum Beispiel
Lactose, Mais- oder Kartoffelstärke,
geeignet. Die Anwendung kann auch in flüssiger Form erfolgen, wie zum
Beispiel als Saft, dem gegebenenfalls ein Süßstoff beigefügt ist.
-
Die
enteralen, parenteralen und oralen Applikationen sind ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
-
Die
Dosierung der Wirkstoffe kann je nach Verabfolgungsweg, Alter und
Gewicht des Patienten, Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung
und ähnlichen
Faktoren variieren. Die tägliche
Dosis beträgt 0,5-1000
mg, vorzugsweise 50-200 mg, wobei die Dosis als einmal zu verabreichende
Einzeldosis oder unterteilt in 2 oder mehreren Tagesdosen gegeben
werden kann.
-
Ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Verbindungen
der allgemeinen Formel I, zur Herstellung eines Arzneimittels zur
Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen, kardiovaskulären Erkrankungen,
Chemotherapeutika-induzierter Alopezie und Mukositis, infektiösen Erkrankungen,
nephrologischen Erkrankungen, chronischen und akuten neurodegenerativen
Erkrankungen und viralen Infektionen, wobei unter Krebs solide Tumoren
und Leukämie,
unter Autoimmunerkrankungen Psoriasis, Alopezie und Multiple Sklerose,
unter kardiovaskulären
Erkrankungen Stenosen, Arteriosklerosen und Restenosen, unter infektiösen Erkrankungen
durch unizelluläre
Parasiten hervorgerufene Erkrankungen, unter nephrologischen Erkrankungen
Glomerulonephritis, unter chronisch neurodegenerativen Erkrankungen
Huntington's Erkrankung,
amyotrophe Lateralsklerose, Parkinsonsche Erkrankung, AIDS Dementia
und Alzheimer'sche
Erkrankung, unter akut neurodegenerativen Erkrankungen Ischämien des
Gehirns und Neurotraumata, und unter viralen Infektionen Cytomegalus-Infektionen,
Herpes, Hepatitis B oder C, und HIV Erkrankungen zu verstehen sind.
-
Ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel zur Behandlung
der oben aufgeführten
Erkrankungen, die mindestens eine Verbindung gemäß der allgemeinen Formel I
enthalten, sowie Arzneimittel mit geeigneten Formulierungs- und
Trägerstoffen.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I sind unter anderem hervorragende Inhibitoren
der Polo-like Kinasen, wie Plk1, Plk2, Plk3 und Plk4.
-
Soweit
die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird,
sind diese bekannt oder analog zu bekannten Verbindungen oder hier
beschriebenen Verfahren herstellbar. Es ist ebenfalls möglich, alle
hier beschriebenen Umsetzungen in Parallel-Reaktoren oder mittels
kombinatorischer Arbeitstechniken durchzuführen.
-
Die
Isomerengemische können
nach üblichen
Methoden wie beispielsweise Kristallisation, Chromatographie oder
Salzbildung in die Isomeren, wie z. B. in die Enantiomeren, Diastereomeren
oder E/Z Isomeren aufgetrennt werden, sofern die Isomeren nicht
miteinander im Gleichgewicht stehen.
-
Die
Herstellung der Salze erfolgt in üblicher Weise, indem man eine
Lösung
der Verbindung der Formel I mit der äquivalenten Menge oder einem Überschuß einer
Base oder Säure,
die gegebenenfalls in Lösung ist,
versetzt und den Niederschlag abtrennt oder in üblicher Weise die Lösung aufarbeitet.
-
Herstellung
der erfindungsgemäßen Verbindungen
-
Die
nachfolgenden Beispiele erläutern
die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen, ohne den
Umfang der beanspruchten Verbindungen auf diese Beispiele zu beschränken.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I lassen sich nach folgenden allgemeinen
Verfahrenschema herstellen: Syntheseschema:
Schema
Nr 1 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 2 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 3 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 4 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 5 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 6 zur Synthese von Anilinen:
Schema
Nr 7 zur Synthese von Anilinen:
-
Synthese der Intermediate
-
Herstellung
der Intermediate (INT) die vorzugsweise zur Herstellung der erfindungsgemäßen Thiazoldinonverbindungen
verwendet werden können.
-
Beispiel INT1
-
N-(3-Amino-phenyl)-2,2-dimethyl-propionamide
-
5,0
g der 1,3-Diaminobenzol werden in 50 mL Dichlormethan gelöst und bei
0 °C mit
24 mL Diisopropylethylamin und 10,4 mL Pivalinsäureanhydrid versetzt. Es wird
2 Stunden bei 0 °C
und 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wird mit halb-gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung versetzt
und mit Essigsäureethylester
extrahiert. Die organische Lösung
wird mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie an
Kieselgel werden 5,7 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ =
1,20 (s, 9H); 4,98 (s, 2H); 6,24 (d, 1H); 6,70 (d, 1H); 6,83-6,96
(m, 2H) ppm.
-
Beispiel INT2
-
1-(2-Iodo-ethyl)-4-nitro-benzene
-
15
g 4-Nitrophenylethanol, 28,1 g Triphenylphosphin und 9,2 g Imidazol
werden in 500 ml TNF gelöst, portionsweise
mit 27,77 g Iod versetzt und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die
Reaktionsmischung wird mit Ammoniumchloridlösung versetzt und mit Dichlormethan
extrahiert. Die organische Phase wird nacheinander mit Natriumthiosulfatlösung und
Wasser gewaschen und über
Natriumsulfat getrocknet. Nach Reinigung durch Chromatographie an
Kieselgel werden 23,22 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ =
3,30 (t, 2H); 3,54 (t, 2H); 7,57 (d, 2H); 8,18 (d, 2H) ppm.
-
Beispiel INT3
-
1-[2-(4-Nitro-phenyl)-ethyl]-pyrrolidine
-
8
g der unter Beispiel INT2) beschriebenen Verbindung, 26,4 g Kaliumcarbonat
und 3,6 ml Pyrolidin werden in 20 ml DMF gelöst und 5 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Lösungsmittel
wird im Hochvakuum abkondensiert, der Rückstand wird in Essigsäureethylester
aufgenommen und dreimal mit Wasser gewaschen. Die organische Phase
wird über
Natriumsulfat getrocknet. Nach Reinigung durch Chromatographie an
Kieselgel werden 5,6 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ =
1,68 (m, 4H); 2,48 (m, 4H); 2,67 (t, 2H); 2,89 (t, 2H); 7,52 (d,
2H); 8,13 (d, 2H) ppm.
-
Beispiel INT4
-
4-(2-Pyrrolidin-1-yl-ethyl)-phenylamine
-
5,67
g der unter Beispiel INT3) beschriebenen Verbindung werden in 500
ml Ethanol gelöst
und mit 1 g Palladium auf Kohle (10 %ig) versetzt. Es wird 2 Stunden
unter Wasserstoffatmosphäre
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 4,8 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 1,67 (m,
4H); 2,31-2,60 (m, 8H); 4,81 (s, 2H); 6,48 (d, 2H); 6,84 (d, 2H)
ppm.
-
Beispiel INT5
-
1-Methyl-4-[2-(4-nitro-phenyl)-ethyl]-piperazine
-
5
g der unter Beispiel INT2) beschriebenen Verbindung, 6,2 mL Triethylamin
und 2,4 ml N-Methylpiperazin werden in 20 ml Tetrahydrofuran gelöst und 3
Stunden unter Rückfluß gerührt. Es
werden weitere 0,6 mL N-Methylpiperazin zugegeben und weitere 3
Stunden unter Rückfluß gerührt. Das
Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer abkondensiert, der Rückstand wird in Essigsäureethylester
aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Die organische Phase wird über Natriumsulfat
getrocknet. Nach Reinigung durch Chromatographie an Kieselgel werden
1,6 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 2,13 (s,
3H); 2,20-2,48 (m, 8H); 2,54 (t, 2H); 2,87 (t, 2H); 7,51 (d, 2H);
8,13 (d, 2H) ppm.
-
Beispiel INT6
-
4-[2-(4-Methyl-piperazin-1-yl)-ethyl]-phenylamine
-
6,37
g der unter Beispiel INT5) beschriebenen Verbindung werden in 500
ml Ethanol gelöst
und mit 1,1 g Palladium auf Kohle (10 %ig) versetzt. Es wird 2 Stunden
unter Wasserstoffatmosphäre
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 5,6 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 2,15 (s,
3H); 2,20-2,59 (m, 12H); 4,80 (s, 2H); 6,48 (d, 2H); 6,83 (d, 2H)
ppm.
-
Beispiel INT7
-
{1-[2-(4-Nitro-phenyl)-ethyl]-piperidin-4-yl}-methanol
-
8
g der unter Beispiel INT2) beschriebenen Verbindung, 26,4 g Kaliumcarbonat
und 5,0 g 4-Hydroxymethylpiperidin werden in 20 ml DMF gelöst und 18
Stunden bei Raumtemperatur gerührt.
Das Lösungsmittel wird
im Hochvakuum abkondensiert, der Rückstand wird in Essigsäureethylester
aufgenommen und dreimal mit Wasser gewaschen. Die organische Phase
wird über
Natriumsulfat getrocknet. Nach Reinigung durch Chromatographie an
Kieselgel werden 5,56 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ =
0,99-1,16 (m, 2H); 1,21-1,41 (m, 1H); 1,61 (d, 2H); 1,90 (t, 2H);
2,54 (t, 2H); 2,81-2,98 (m, 4H); 3,23 (d, 2H); 4,40 (s, 1H); 7,50
(d, 2H); 8,13 (d, 2H) ppm.
-
Beispiel INT8
-
{1-[2-(4-Amino-phenyl)-ethyl]-piperidin-4-yl}-methanol
-
6,56
g der unter Beispiel INT7) beschriebenen Verbindung werden in 500
ml Ethanol gelöst
und mit 1,1 g Palladium auf Kohle (10 %ig) versetzt. Es wird 4 Stunden
unter Wasserstoffatmosphäre
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 4,67 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 0,99-1,20
(m, 2H); 1,20-1,41 (m, 1H); 1,61 (d, 2H); 1,87 (t, 2H); 2,36 (t,
2H); 2,50-2,60 (m, 2H); 2,88 (d, 2H); 3,23 (t, 2H); 4,40 (s, 1H);
4,80 (s, 2H); 6,47 (d, 2H); 6,84 (d, 2H) ppm.
-
Beispiel INT9
-
(4-Ethenesulfonylamino-phenyl)-carbamic
acid tert-butyl ester
-
2.0
g (4-Aminophenyl)-carbamic acid (tert)butyl ester werden in 60 mL
Tetrahydrofuran gelöst,
mit 6,74 mL Triethylamin und mit 1.0 ml 2-Chlorethansulfonsäurechlorid
versetzt und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wird mit Wasser versetzt und mit Essigsäureethylester extrahiert. Die
organische Lösung
wird nacheinander mit 4 normaler Salzsäure, mit halb-gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Umkristallisieren aus
Ethanol/Dichlormethan (1:3) werden 1,45 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ=
1,47 (s, 9H); 5,97 (d, 1H); 6,01 (d, 1H); 6,70 (dd, 1H); 7,03 (d,
2H); 7,35 (d, 2H); 9,28 (s, 1H); 9,70 (s, 1H) ppm.
-
Beispiel INT10
-
[4-(2-Morpholin-4-yl-ethanesulfonylamino)-phenyl]-carbamic
acid tert-butyl ester
-
107
mg der unter Beispiel INT9) beschriebenen Verbindung werden in 5
mL Tetrahydrofuran gelöst, mit
0,25 mL Triethylamin und 71 μl
Morpholin versetzt und 24 Stunden unter Rückfluß gerührt. Die Reaktionsmischung
wird mit Wasser versetzt und mit Essigsäureethylester extrahiert. Die
organische Lösung
wird mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie
an Kieselgel werden 62 mg der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert): δ=
1,47 (s, 9H); 2,30 (m, 4H); 2,63 (t, 2H); 3,14 (t, 2H); 3,50 (m, 4H);
7,08 (d, 2H); 7,37 (d, 2H); 9,25 (s, 1H); 9,52 (s, 1H) ppm.
-
Beispiel INT11
-
[4-(2-Methoxyacetylamino)-phenyl]-carbamic
acid tert-butyl ester
-
200
mg (4-Aminophenyl)-carbamic acid (tert)butyl ester werden in 5 mL
Tetrahydrofuran gelöst,
mit 0.63 mL Triethylamin und 0.16 ml Methoxyacetylchlorid versetzt
und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wird mit halb-gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
versetzt und mit Essigsäureethylester
extrahiert. Die organische Lösung
wird mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie
an Kieselgel werden 211 mg der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert): δ=
1,48 (s, 9H); 3,38 (s, 3H); 3,97 (s, 2H); 7,37 (d, 2H); 7,52 (d, 2H);
9,25 (s, 1H); 9,61 (s, 1H) ppm.
-
Beispiel INT12)
-
N-(4-Nitrophenyl)-acrylamid
-
Zu
einer Lösung
von 20 g 4-Nitroanilin in 200 mL THF werden zunächst 61 mL Triethylamin und
anschliessend 14,6 mL Acrylsäurechlorid
gegeben. Das Gemisch wird 4 h bei Raumtemperatur gerührt, mit
Natriumchloridlösung
versetzt und mit Essigester extrahiert. Das nach Verdampfen des
Lösungsmittels
erhaltene Rohprodukt wird umkristallisiert (Dichlormethan). Es werden
18,5 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(CDCl3): δ =
5,87 (1H); 6,34 (1H); 6,47 (1H); 7,92 (2H); 8,23 (2H) ppm.
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Beispiel INT13)
-
3-(4-Methyl-piperazin-1-yl)-N-(4-nitro-phenyl)-propionamid
-
Zu
einer Lösung
von 8,6 g N-(4-Nitrophenyl)-acrylamid in 225 mL THF werden zunächst 31,2
mL Triethylamin und anschliessend 11,7 mL 1-Methylpiperazin gegeben.
Das Gemisch wird 15 h unter Rückfluss
gerührt
und am Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt. Nach Zugabe von
Dichlormethan wird mit Natriumhydrogencarbonatlösung und Natriumchloridlösung extrahiert, über Natriumsulfat
getrocknet und das Lösungsmittel
verdampft. Das erhaltene Rohprodukt wird umkristallisiert (Essigsäureethylester).
Es werden 8,0 g der Titelverbindung erhalten.
Molmasse = 292.341;
MS (ESI): [M+1]+ = 293.
-
Beispiel INT14)
-
N-(4-Amino-phenyl)-3-(4-methyl-piperazin-1-yl)-propionamid
-
Ein
Gemisch von 8,6 g N-(4-Nitrophenyl)-acrylamid und 0,8 g Palladium
auf Kohle (10%) in 150 mL Ethanol wurden in einer Wasserstoffatmosphäre für 5 h bei
Raumtemperatur gerührt.
Anschliessend wurd das Gemisch über
Celite filtriert und das Lösungsmittel
verdampft. Es wurden 7,0 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (CDCl3): δ = 2,14 (3H);
2,19-2,52 (10H) 2,58 (2H); 4,92 (2H); 6,71 (2H); 7,05 (2H); 7,83
(1H); ppm.
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Beispiel INT15
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N-(3-Nitro-phenyl)-acrylamide
-
Analog
zu Beispiel INT12) werden aus 20 g 3-Nitroanilin, 61 mL Triethylamin
und 14,6 mL Acrylsäurechlorid,
nach Reinigung durch Umkristallisieren aus Dichlormethan 18,5 g
der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 5,84 (dd,
1H); 6,32 (dd, 1H); 6,45 (dd, 1H); 7,62 (t, 1H); 7,89-8,02 (m, 2H);
8,70 (s, 1H); 9,6-11,0 (b, 1H) ppm.
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Beispiel INT16
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N-(3-Nitro-phenyl)-3-pyrrolidin-1-yl-propionamide
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Analog
zu Beispiel INT13) werden aus 5,0 g der unter Beispiel INT15) hergestellten
Verbindung, 18,2 mL Triethylamin und 2,56 mL Pyrrolidin nach Reinigung
durch Chromatographie an Kieselgel 5,52 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ =
1,60-1,76 (m, 4H); 2,38-2,58 (m, 6H); 2,72 (t, 2H); 7,60 (t, 1H);
7,85-7,93 (m, 2H); 8,64 (s, 1H); 10,56 (s, 1H) ppm.
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Beispiel INT17
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N-(3-Amino-phenyl)-3-pyrrolidin-1-yl-propionamide
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5,5
g der unter Beispiel INT16) beschriebenen Verbindung werden in 200
ml Ethanol gelöst
und mit 450 mg Palladium auf Kohle (10 %ig) versetzt. Es wird 4
Stunden unter Wasserstoffatmosphäre
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 4,8 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6): δ = 1,61-1,75
(m, 4H); 2,34-2,53 (m, 6H); 2,68 (t, 2H); 5,02 (s, 2H); 6,21 (d,
1H); 6,55 (d, 1H); 6,82-6,94 (m, 2H); 9,78 (s, 1H) ppm.
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Beispiel INT18
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3-Nitro-N-(3-pyrrolidin-1-yl-propyl)-benzamide
-
500
mg 4-Nitrobenzoesäure
werden in 20 ml Dimethylformamid gelöst, mit 370 μl Triethylamin,
342 mg N-(3-Aminopropyl)-pyrrolidin und 866 mg TBTU versetzt und
20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wird mit halb-gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
versetzt und mit Dichlormethan extrahiert. Die organische Lösung wird
mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie
an Kieselgel werden 502 mg der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR
(DMSO): δ=
1.84 (m, 6H), 2.63 (m, 4H), 2.78 (m, 2H), 7.61 (m, 1H), 8.22 (dd,
1H), 8.32 (dd, 1H)8.53 (m, 1H), 9.41 (s, 1H) ppm.
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Beispiel INT19
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3-Amino-N-(3-pyrrolidin-1-yl-propyl)-benzamide
-
1
g der unter Beispiel INT18) beschriebenen Verbindung werden in 50
ml THF gelöst
und mit 1 g Raney Nickel versetzt. Es wird 3 Stunden unter Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 810 mg der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO d6): δ = 1.79 (m,
6H), 2.57 (m, 4H), 2.69 (m, 2H), 3.55 (m, 2H), 3.73 (s, 2H), 6.76
(dd, 1H), 7.02 (m, 1H), 7.17 (m, 2H), 8.52 (s, 1H) ppm.
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Beispiel INT20
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Pyrrolidine-1-carboxylic
acid (4-nitro-phenyl)-amide
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1
g para-Nitrophenylisocyanat werden in 10 ml Acetonitril gelöst und bei
Raumtemperatur langsam mit Pyrrolidin (1.51 ml) versetzt. Es wird über Nacht
bei Raumtempertur gerührt,
das Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer abdestilliert und der Rückstand
aus Ethanol umkristallisiert. Man erhält 1.1 g Produkt.
1H-NMR
(DMSO d6): δ =
1.82 (m, 4H), 3.48 (m, 4H), 7.79 (d, 2H), 8.12 (d, 2H), 8.80 (s,
1H) ppm.
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Beispiel INT21
-
Pyrrolidine-1-carboxylic
acid (4-amino-phenyl)-amide
-
1
g der unter Beispiel INT20) beschriebenen Verbindung werden in 50
ml THF gelöst
und mit 1 g Raney Nickel versetzt. Es wird 3 Stunden unter Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach Filtration über
Kieselgur und abkondensieren des Lösungsmittels am Rotationverdampfer
werden 790 mg der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO d6): δ = 1.80 (m,
4H), 3.28 (m, 4H), 4.68 (s, 2H), 6.42 (d, 2H), 7.05 (d, 2H), 7.61
(s, 1H) ppm.
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Die
nachfolgenden Intermediate werden analog der oben beschriebenen
Verfahren hergestellt.
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Folgende
Intermediate sind schon in der Patentanmeldung PCT/EP03/04450 offenbart
und werden in der vorliegenden Anmeldung nicht beansprucht.
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Beispiel INT86)
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Cyano-ethylthiocarbamoyl-essigsäureethylester
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Zu
einer Mischung aus 5 g Cyanessigsäureethylester und 5 ml Triethylamin
werden bei 25°C
4,25 ml Ethylisothiocyanat addiert. Anschließend läßt man 6 Stunden bei 50°C nachrühren. Danach
wird das Reaktionsgemisch im Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wird in Ethanol aufgenommen und auf 150 ml eiskalte 1 normale Salzsäure gegossen.
Man läßt 3 Stunden
bei 25°C
nachrühren
und filtriert dann den Rückstand
ab. Der erhaltene Feststoff wird mit Wasser nachgewaschen. Es werden
7 g Produkt erhalten.
Molmasse = 200.261; MS (ESI): [M+1]+
= 201.
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Beispiel INT87)
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureethylester
-
7,82
g der unter Beispiel INT86) beschriebenen Verbindung werden in 100
ml Tetrahydrofuran gelöst. Man
addiert langsam eine Lösung
von 3,9 ml Bromacetylchlorid und läßt 8 Stunden bei 25°C nachrühren. Dann wird
das Reaktionsgemisch auf gesättigte
wäßrige Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen.
Man läßt 1 Stunde
nachrühren
und extrahiert anschließend
mit Ethylacetat. Die organische Phase wird mit gesättigter
Natriumchloridlödung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Das erhaltene
Rohprodukt wird aus einem Gemisch von Ethylacetat/Diisopropylester
umkristallisiert. Es werden 7,7 g Produkt erhalten.
1H-NMR
(CDCl3): δ =
1,36 (6H); 3,70 (2H); 4,32 (4H) ppm.
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Beispiel INT88)
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(E
oder Z)-Cyano-(5-(E/Z)-ethoxymethylen-3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureethylester
-
Eine
Mischung aus 1,54 g der unter Beispiel INT87) beschriebenen Substanz,
2,5 ml Triethylorthoformiat und 3,5 ml Essigsäureanhydrid werden 8 Stunden
unter Rückfluß gekocht.
Anschließend
wird das Reaktionsgemisch auf Eiswasser gegossen. Man läßt 3 Stunden
nachrühren
und filtriert dann den Rückstand
ab. Der erhaltene Feststoff wird mit Wasser nachgewaschen. Man erhält 1,28
g Produkt.
1H-NMR (CDCl3): δ=1,38 (9H);
4,20-4,40 (6H); 7,72 (1H) ppm.
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Beispiel INT89)
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureallylester
-
Zu
einer Suspension von 12,8 g Natriumhydrid (60 %ig) in 200 ml Dimethylformamid
wird bei 0°C
eine Lösung
von 37,6 mL Cyanessigsäuereallylester
in 60 ml Dimethylformamid addiert. Man rührt 10 Minuten bei 0°C nach und
addiert dann eine Lösung
von 28,0 mL Ethylisothiocyanat in 60 ml Dimethylformamid. Anschließend wird
2 Stunden bei 25°C
nachgerührt.
Dann addiert man bei 0°C
eine Lösung
von 32 mL Bromacetylchlorid in 60 mL Dimethylformamid und rührt 15 Stunden
bei 25°C
nach. Anschließend
wird das Reaktionsgemisch auf gesättigte Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen.
Man extrahiert mit Essigsäureethylester, wäscht die
organische Phase mit gesättigter
Natriumchloridlösung,
trocknet über
Natriumsulfat und engt im Vakuum ein. Das Rohprodukt wird durch
Säulenchromatographie
an Kieselgel mit einem Gemisch aus Hexan/Ethylacetat gereinigt.
Man erhält
33,9 g Produkt.
1H-NMR (CDCl3): ☐ =
1,23 (3H); 4,11 (2H); 4,71 (2H); 5,25 (1H); 5,37 (1H); 5,90-6,04
(1H) ppm.
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Beispiel INT90)
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(E
oder Z)-Cyano-(5-(E/Z)-ethoxymethylen-3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureallylester
-
Analog
zu Beispiel INT88) werden aus 12,8 g der unter Beispiel INT89) beschriebenen
Verbindung, 20,9 ml Triethylorthoformiat und 29,4 ml Essigsäureanhydrid
14,8 g Produkt erhalten.
1H-NMR (CDCl3): ☐ =
1,32-1,45 (6H); 4,23 (2H); 4,38 (2H); 4,73 (2H); 5,29 (1H); 5,41
(1H), 5,92-6.05 (1H); 7,72 (1H) ppm.
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Beispiel INT91)
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäurebenzylester
-
Zu
einer Suspension von 0,4 g Natriumhydrid (60 %ig) in 5 ml Dimethylformamid
wird bei 0°C
eine Lösung
von 1,75 g Cyanessigsäuerebenzylester
in 10 ml Dimethylformamid addiert. Man rührt 10 Minuten bei 0°C nach und
addiert dann eine Lösung
von 876 μl
Ethylisothiocyanat in 5 ml Dimethylformamid. Anschließend wird
2 Stunden bei 25°C
nachgerührt.
Dann addiert man bei 0°C
eine Lösung
von 1 ml Bromacetylchlorid in 5 ml Dimethylformamid und rührt 15 Stunden
bei 25°C
nach. Anschließend
wird das Reaktionsgemisch auf gesättigte Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen.
Man extrahiert mit Dichlormethan, wäscht die organische Phase mit
gesättigter
Natriumchloridlösung,
trocknet über
Natriumsulfat und engt im Vakuum ein. Das Rohprodukt wird durch
Säulenchromatographie
an Kieselgel mit einem Gemisch aus Hexan/Ethylacetat gereinigt. Man
erhält
1,1 g Produkt.
1H-NMR (CDCl3): ☐ =
1,35 (3H); 3,70 (2H); 4,30 (2H); 5,31 (2H), 7,30-7,48 (5H) ppm.
-
Beispiel INT92)
-
(E
oder Z)-Cyano-(5-(E/Z)-ethoxymethylen-3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäurebenzylester
-
Analog
zu Beispiel INT88) werden aus 11 g der unter Beispiel INT91) beschriebenen
Verbindung, 1,49 ml Triethylorthoformiat und 2,1 ml Essigsäureanhydrid
1,26 g Produkt erhalten.
1H-NMR (CDCl3): ☐ =
1,30-1,45 (6H); 4,25 (2H); 4,38 (2H); 5,29 (2H); 7,30-7,48 (5H),
7,72 (1H) ppm.
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Beispiel INT93
-
(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-5-(E/Z)-{[4-(2-pyrrolidin-1-yl-ethyl)-phenylamino]-methylene}-thiazolidin-2-ylidene)-acetic
acid ethyl ester
-
3,43
g der unter Beispiel INT4) beschriebenen Verbindung werden in 60
ml Ethanol gelöst.
Es werden 4,11 g der unter Beispiel INT88) beschriebenen Verbindung
zugegeben und 15 Stunden unter Rückfluß gerührt. Nach
dem Abkühlen
wird die Reaktionsmischung filtriert und der Feststoff aus Ethanol
umkristallisiert. Man erhält
4,95 g der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch.
1H-NMR (DMSO-d6, über K2CO3
gelagert, Hauptisomer): δ=
1,16-1,33 (m, 6H); 1,59-1,75 (m, 4H); 2,38-2,50 (m, 4H); 2,59 (t,
2H); 2,69 (t, 2H); 4,13-4,31 (m, 4H); 7,10-7,29 (m, 4H); 8,19 (s,
1H); 10,53 (s, 1H) ppm.
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Beispiel INT94
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-5-(E/Z)-{[3-(3-pyrrolidin-1-yl-propionylamino)-phenylamino]-methylene}-thiazolidin-2-ylidene)-acetic
acid ethyl ester
-
3,0
g der unter Beispiel INT17) beschriebenen Verbindung werden in 50
ml Ethanol gelöst.
Es werden 3,82 g der unter Beispiel INT88) beschriebenen Verbindung
zugegeben und 4 Stunden unter Rückfluß gerührt. Das
Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer abkondensiert. Nach Reinigung durch
Chromatographie an Kieselgel werden 5,3 g der Titelverbindung als
pH abhängiges
5-(E/Z)-Isomerengemisch erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, über K2CO3
gelagert, Hauptisomer): δ =
1,18-1,34 (m, 6H); 1,62-1,78 (m, 4H); 2,48-2,62 (m, 6H); 2,78 (t,
2H); 4,16-4,32 (m, 4H); 6,99 (d, 1H); 7,18 (d, 1H); 7,29 (t, 1H);
7,75 (s, 1H); 8,10 (s, 1H); 10,19 (s, 1H); 10,60 (s, 1H) ppm.
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-
Die
nachfolgenden Beispiele beschreiben die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I, ohne diese auf diese Beispiele zu beschränken.
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Beispiel 1
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-5-(E/Z)-{[4-(2-morpholin-4-yl-ethanesulfonylamino)-phenylamino]-methylene}-4-oxo-thiazolidin-2-ylidene)-acetic acid
ethyl ester
-
58
mg der unter Beispiel INT10) beschriebenen Verbindung werden in
2 mL Dichlormethan gelöst,
mit 5 mL Trifluoressigsäure
versetzt und 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wird am Rotationsverdampfer eingeengt. Der Rückstand wird in 3 ml Ethanol
gelöst.
Es werden 0,7 mL Triethylamin und 36 mg der unter Beispiel INT88)
beschriebenen Verbindung zugegeben und 3 Stunden unter Rückfluß gerührt. Das
Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer abkondensiert. Nach Reinigung durch
Chromatographie an Kieselgel werden 55 mg der Titelverbindung als
pH abhängiges
5-(E/Z)-Isomerengemisch
erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert, Hauptisomer): δ=
1,15-1,31 (m, 6H); 2,30 (m, 4H); 2,66 (t, 2H); 3,22 (t, 2H); 3,50
(m, 4H); 4,14-4,31 (m, 4H); 7,19 (d, 2H); 7,29 (d, 2H); 8,18 (s,
1H); 9,50-10,75 (b, 2H) ppm.
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Beispiel 2
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(E
oder Z)-Cyano-[3-ethyl-4-oxo-5-(E/Z)-({4-[(pyrrolidine-1-carbonyl)-amino]-phenylamino}-methylene)-thiazolidin-2-ylidene]-acetic
acid ethyl ester
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205
mg der unter Beispiel INT21) beschriebenen Verbindung werden in
10 ml Ethanol gelöst.
Es werden 100 mg der unter Beispiel INT88) beschriebenen Verbindung
zugegeben und 15 Stunden unter Rückfluß gerührt. Nach
dem Abkühlen
wird die Reaktionsmischung filtriert und der Feststoff aus Ethanol
umkristallisiert. Man erhält
118 mg der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch.
1H-NMR (DMSO-d6, über K2CO3
gelagert, Hauptisomer): δ =
1.21 (m, 6H), 1.81 (m, 4H), 3.32 (m, 4H), 4.20 (m, 2H), 7.18 (d,
2H), 7.50 (d, 2H), 8.12 (s, 1H) ppm.
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Beispiel 3
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-5-(E/Z-({4-[3-(4-methyl-piperazin-1-yl)-propionylaminoj-phenylamino}-methylen}-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureallylester
-
1
g der unter Beispiel INT90) beschriebenen Verbindung und 0,93 g
der unter Beispiel INT14) beschriebenen Verbindung werden in 20
mL Ethanol für
15 h bei 100°C
gerührt.
Die Reaktionsmischung wird am Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt.
Das so erhaltene Rohprodukt wird durch Chromatographie an Kieselgel
gereinigt. Es werden 1,6 g der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, Hauptisomer): δ =
1,25 (3H); 2,12 (3H); 2,21-2,55 (10H) 2,60 (2H); 4,23 (2H); 4,70
(2H); 5,25 (1H); 5,88 (1H); 5,90-6,06 (1H); 7,27 (2H); 7,55 (2H);
8,16 (1H); ppm.
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Beispiel 4
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-5-(E/Z-({4-[3-(4-methyl-piperazin-1-yl)-propionylamino]-phenylamino}-methylen}-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäurebenzylester
-
In
Analogie zu Beispiel 3) werden 7,4, g der Titelverbindung durch
Umsetzung von 5 g der in Beispiel INT92) und 4 g der in Beispiel
INT14) beschriebenen Verbindung in 100 mL Ethanol erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, Hauptisomer): δ =
1,23 (3H); 2,16 (3H); 2,22-2,57 (10H) 2,61 (2H); 4,23 (2H); 5,28
(2H); 7,26 (2H); 7,31-7,48 (5H); 7,58 (2H); 8,16 (1H); ppm.
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Beispiel 5
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-5-(E/Z)-{[4-(2-pyrrolidin-1-yl-ethylcarbamoyl)-phenylamino]-methylen}-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäureallylester
-
12,2
g der unter Beispiel 50) beschriebenen Verbindung, 5,5 ml Triethylamin
und 12,8 g TBTU werden in 150 ml DMF vorgelegt und 30 Minuten bei
Raumtemperatur gerührt.
4,5 g N-(2-Aminoethyl)-pyrrolidin werden zugegeben und es wird über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wird mit Natriumchloridlösung versetzt und mit einem
Dichlormethan/Methanol-Gemisch
extrahiert. Nach Reinigung durch Chromatographie an Kieselgel werden
13,2 g der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch erhalten.
1H-NMR
(DMSO-d6, Hauptisomer): δ =
1,23 (3H); 1,75-2,33 (4H); 2,90-3,13 (4H); 3,52 (2H); 4,23 (2H);
4,72 (2H); 5,26 (1H), 5,89 (1H); 5,91-6,07 (1H); 7,40 (2H); 7,90
(2H); 8,25 (1H); 8,69 (1H); ppm.
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Beispiel 76
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(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-4-oxo-5-(E/Z)-{[4-(2-pyrrolidin-1-yl-ethyl)-phenylamino]-methylene}-thiazolidin-2-ylidene)-acetic
acid
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2,05
g Kalium-(tert)-butylat werden in 50 mL Tetrahydrofuran bei 0 °C vorgelegt
und mit 76,4 μL
Wasser versetzt. Es werden 1,0 g der unter Beispiel INT93) beschriebenen
Verbindung zugegeben und 30 Minuten bei 0 °C, und 20 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Bei 0 °C
werden 8,25 mL zweimolare Salzsäure
in Diethylether zugegeben und es wird eine Stunde bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Lösungsmittel
wird im Hochvakuum abkondensiert, und der Rückstand wird ohne weitere Reinigung
weiter umgesetzt.
Molmasse = 412.514; MS (ESI): [M+1]+ = 413.
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Beispiel 77
-
(E
oder Z)-Cyano-(3-ethyl-5-(E/Z-({4-[3-(4-methyl-piperazin-1-yl)-propionylamino]-phenylamino}-methylen}-4-oxo-thiazolidin-2-yliden)-essigsäure
-
4,4
g der unter Beispiel 3) beschriebenen Verbindung, 0,91 g Pd(PPh3)4 und 6,9 ml Morpholin
werden in 150 mL Tetrahydrofuran für 15 min gerührt. Nach
Zugabe von 45 mL Triethylamin wird die erhaltene Reaktionsmischung
am Rotationsverdampfer zur Trockene eingenengt. Das so erhaltene
Rohprodukt wird durch Chromatographie mit einem Dichlormehtan/Methanol-Gemisch
an Kieselgel gereinigt. Es werden 3,5 g der Titelverbindung als
pH abhängiges
5-(E/Z)-Isomerengemisch erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, Hauptisomer): δ= 1,20 (3H);
2,19 (3H); 2,23-2,55 (10H) 2,61 (2H); 4,20 (2H); 7,18 (2H); 7,52
(2H); 7,87 (1H); ppm.
-
Die
nachfolgende Verbindungen wurden analog der oben beschriebenen Verfahren
hergestellt.
-
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Beispiel 90
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2-(E
oder Z)-Cyano-N-ethyl-2-(3-ethyl-4-oxo-5-(E/Z)-{[4-(2-pyrrolidin-1-yl-ethyl)-phenylamino]-methylene}-thiazolidin-2-ylidene)-acetamide
-
275
mg des unter Beispiel 76) beschriebenen Rohproduktes (ca. 0.2 mmol)
werden in 10 ml Dimethylformamid gelöst, mit 139 μl Triethylamin,
150 μl einer
2M Lösung
von Ethylamin in Tetrahydrofuran und 96 mg TBTU versetzt und 20
Stunden bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wird mit halbgesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung versetzt
und mit Dichlormethan extrahiert. Die organische Lösung wird
mit gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie
an Kieselgel werden 51 mg der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch
erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert, Hauptisomer): δ =
1,07 (t, 3H); 1,23 (t, 3H); 1,65 (m, 4H); 2,45 (m, 4H); 2,54-2,62
(m, 2H); 2,62-2,75 (m, 2H); 3,20 (pentuplett, 2H); 4,21 (q, 2H);
7,20 (s, 4H); 7,67 (t, 1H); 8,04 (s, 1H); 10,23 (s, 1H) ppm.
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Beispiel 91
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2-(E
oder Z)-{5-(E/Z)-[(3-Amino-phenylamino)-methylene]-3-ethyl-4-oxo-thiazolidin-2-ylidene}-2-Cyano-N-ethyl-acetamide
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100
mg der unter Beispiel 139) beschriebenen Verbindung werden in 20
mL Ethanol gelöst,
mit 291 mg Zinn-II-chlorid dihydrat versetzt und 4 Stunden unter
Rückfluß gerührt. Es
werden weitere 145 mg Zinn-II-chlorid dihydrat zugegeben und weitere
2 Stunden unter Rückfluß gerührt. Die
Reaktionsmischung wird mit gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
versetzt, 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und mit einem Gemisch aus
Chloroform, Dichlormethan und Methanol (5:5:1) extrahiert. Die organische
Lösung
wird über Natriumsulfat
getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie an
Aminophasen-Kieselgel werden 50 mg der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch
erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert, Hauptisomer): δ=
1,07 (t, 3H); 1,26 (t, 3H); 3,21 (q, 2H); 4,22 (q, 2H); 5,23 (s,
2H); 6,29 (d, 1H); 6,39 (d, 1H); 6,45 (s, 1H); 6,97 (t, 1H); 7,68
(t, 1H); 7,95 (d, 1H); 10,18 (d, 1H) ppm.
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Beispiel 92
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2-(E
oder Z)-Cyano-N-ethyl-2-[3-ethyl-5-(E/Z)-({3-[2-(2-methoxy-ethoxy)-acetylamino]-phenylamino}-methylene)-4-oxo-thiazolidin-2-ylidene]-acetamide
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16,5 μL 2-(2-Methoxyethoxy)-essigsäure werden
in 1 mL Tetrahydrofuran bei 0 °C
vorgelegt und mit 37 μL
Triethylamin und 18,5 μL
Isobutylchloroformat versetzt. Es wird 30 Minuten bei 0 °C gerührt, 50
mg der unter Beispiel 91) beschriebenen Verbindung, gelöst in 2
mL Tetrahydrofuran, werden zugegeben und es wird weitere 2 Stunden
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wird mit halb-gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung versetzt
und mit Dichlormethan extrahiert. Die organische Lösung wird
mit gesättigter Natriumchlorid-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet, eingeengt und nach Reinigung durch Chromatographie an
Kieselgel werden 35 mg der Titelverbindung als pH abhängiges 5-(E/Z)-Isomerengemisch
erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6, über
K2CO3 gelagert, Hauptisomer): δ=
1,08 (t, 3H); 1,25 (t, 3H); 3,12-3,25 (m, 2H); 3,30 (s, 3H); 3,54
(t, 2H); 3,68 (t, 2H); 4,09 (s, 2H); 4,22 (q, 2H); 6,97 (s, 1H);
7,20-7,30 (m, 2H); 7,55-7,77 (m, 2H); 8,04 (s, 1H); 9,68 (s, 1H);
10,39 (s, 1H) ppm.
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Analog
zu der Synthese von Beispiel 90 können auch die folgenen Verbindungen
hergestellt werden:
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Beispiel 1
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Die
nachfolgenden Beispiele beschreiben die biologische Wirkung der
erfindungsgemäßen Verbindungen:
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PLK Enzym-Assay
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Rekombinantes
humanes Plk-1 (6xHis) wurde aus Bakulovirus-infizierten Insektenzellen
(Hi5) gereinigt.
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10
ng (rekombinant hergestelltes, gereinigtes) PLK Enzym wird für 90 min
bei Raumtemperatur mit biotinyliertem Casein und 33P-⎕-ATP
als Substrat in einem Volumen von 15 μl in 384well Greiner Small Volume Microtiterplatten
inkubiert (Endkonzetrationen im Puffer: 660 ng/ml PLK; 0.7 μM Casein,
0.5 μM ATP
inkl. 400 nCi/ml 33P-γ-ATP;
10 mM MgCl2, 1 mM MnCl2; 0.01 % NP40; 1 mM DTT, Proteaseinhibitoren;
0.1 mM Na2VO3 in 50 mM HEPES pH 7.5). Zum Beenden der Reaktion wird
5 μl Stoplösung (500 μM ATP; 500
mM EDTA; 1% Triton X100; 100 mg/ml Streptavidin coated SPA Beads
in PBS) zugesetzt. Nach verschließen der Microtiterplatte durch
Folie werden die Beads durch Zentrifugation (10 min, 1500 rpm) sedimentiert.
Der Einbau von 33P-γ-ATP
in Casein wird als Maß der
Enzymaktivität
durch β-Counting
bestimmt. Das Maß der
Inhibitoraktivität
wird gegen eine Lösungsmittelkontroll
(= ungehemmte Enzymaktivität
= 0% Inhibition) und den Mittelwert von mehreren Ansätzen die
300 μM Wortmannin
enthielten (= voll gehemmte Enzymaktivität = 100% Inhibition) referenziert.
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Testsubstanzen
werden in verschiedenen Konzentrationen (0 μM, sowie im Bereich 0,01 – 30 μM) eingesetzt.
Die finale Konzentration des Lösungsmittels
Dimethylsulfoxid beträgt
in allen Ansätzen
1,5%.
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Proliferationsassay
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Kultivierte
humane MaTu Brusttumorzellen wurden in einer Dichte von 5000 Zellen/Meßpunkt in
einer 96-Loch Multititerplatte in 200 μl des entsprechenden Wachstumsmediums
ausplattiert. Nach 24 Stunden wurden die Zellen einer Platte (Nullpunkt-Platte)
mit Kristallviolett gefärbt
(s.u.), während
das Medium der anderen Platten durch frisches Kulturmedium (200 μl), dem die
Testsubstanzen in verschiedenen Konzentrationen (0 μM, sowie
im Bereich 0,01 – 30 μM; die finale
Konzentration des Lösungsmittels
Dimethylsulfoxid betrug 0,5%) zugesetzt waren, ersetzt. Die Zellen
wurden für
4 Tage in Anwesenheit der Testsubstanzen inkubiert. Die Zellproliferation
wurde durch Färbung
der Zellen mit Kristallviolett bestimmt: Die Zellen wurden durch
Zugabe von 20 μl/Meßpunkt einer
11 %igen Glutaraldehyd-Lösung
15 min bei Raumtemperatur fixiert. Nach dreimaligem Waschen der
fixierten Zellen mit Wasser wurden die Platten bei Raumtemperatur
getrocknet. Die Zellen wurden durch Zugabe von 100 μl/Meßpunkt einer
0,1%igen Kristallviolett-Lösung
(pH durch Zugabe von Essigsäure
auf pH3 eingestellt) gefärbt.
Nach dreimaligem Waschen der gefärbten
Zellen mit Wasser wurden die Platten bei Raumtemperatur getrocknet.
Der Farbstoff wurde durch Zugabe von 100 μl/Meßpunkt einer 10%igen Essigsäure-Lösung gelöst. Die
Extinktion wurde photometrisch bei einer Wellenlänge von 595 nm bestimmt. Die
prozentuale Änderung
des Zellwachstums wurde durch Normalisierung der Meßwerte auf
die Extinktionwerte der Nullpunktplatte (=0%) und die Extinktion
der unbehandelten (0 μM)
Zellen (=100%) berechnet.
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Die
Ergebnisse der PLK Enzym-Assay sind in der nachfolgenden Tabelle
aufgeführt:
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Beschreibung der Figur
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1 zeigt
die Funktion von Plk-1
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Darin
bedeuten:
- 1. Eintritt in die Mitose: Plk -1
aktiviert CDC25 C. Dies führt
zur Aktivierung des CDK/Cyclin B-Komplexes und überführt die Zelle von G2 zum M-Status.
- 2. Anschalten der Mitose: Plk1 spielt eine wichtige Rolle während der
Zytokinese, speziell bei der Ausbildung des bipolaren Spindelapparates
und der Chromosomen-Trennung während
der späten
Mitosephase. Plk-1 wird auch während
der Zentrosomenreifung benötigt
und bindet an sogenannte 'Kinesin-Motoren'.
- 3. Beendigung der Mitose: Plk-1 aktiviert den APC/C-Komplex
(anaphase promoting complex/cyclosome; Kotani et al. 1998;). APC/C
katalysiert als E3-Enzym die Polyubiquitinilierung von spezifischen
Substraten wie z.B. Cyclin B. Eine derartige Ubiquitinilierung von
Proteinen führt
letztlich zu deren Abbau in den Proteasomen. Dies wiederum führt zu einer
Reduzierung von Zell-Zyklus-Regulatoren unterhalb eines kritischen
Wertes und zum Austritt aus der Mitose Phase in den sogenannten
G1-Status der Zelle (M→G1-Übergang).