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Streifengeber Die Erfindung betrifft einen Streifengeber zum Ausgeben
T}estimmter Streifenlängen eines Klebestreifens mit einer zeitweilig betätigbaren
Streifenvorschubeinrichtung und einer den Klebestreifen abschneidenden Schneideinrichtung.
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Es sind bereits Klebestreifengeber mit Abschneideinrichtungen bekannt,
die im wesentlichen darin hestehen, daß ein Schneidmesser einen Hub vollführt durch
den der Klebestreifen ganz durchgeschnitten wird. Bei den bekannten Ausführungsformen
wird dabei das Schneidmesser durch einen Elektromagneten oder eine Feder betätigt,
die das Messer bis zum Ende des Hubes bewegen, so daß ein schlagartiges Abschneiden
die Folge ist. Bei dieser Schneidoperation ist es schwierig, die Schneidkraft zu
verstellen, so daß je nach der getroffenen Einstellung entweder bei dünnen Streifen
die Schneidkraft zu groß oder bei dicken zu klein ist. Es ergeben sich dadurch nicht
nur Beschädigungen an den Schneidmessern, sondern vor allem auch unsaubere Schnitte.
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Um diese Nachteile bei einem Streifengeber zum Ausgeben bestimmter
Streifenlängen eines Klebestreifens mit einer zeitweilig betätigbaren Streifenvorschubeinrichtung
und einer den Klebestreifen abschneidenden Schneideinrichtung, die bei Einschalten
eines Schnei delektromagneten ein Schnei dmesser entgegen der Kraft einer Feder
um einen bestimmten Hub von einer Ausgangsstellung in eine bestimmte Endstellung
bewegt, zu vermeiden, ist gemäß der Erfindung die Anordnung so getroffen, daß der
Schneidelektromagnet zu einem beliebigen Zeitpunkt vor Erreichen der Endstellung
abschaltbar ist.
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Hierdurch wird erreicht, daß das Schneidmesser den restlichen Hub
unter der Wirkung seiner eigenen Trägheit durchführt. Dadurch ist es möglich, die
Schneidkraft des Schneidmessers auf dem ganzen Arbeitshub dem betreffenden Streifen
anzupassen und die Abschaltung bei einem leicht zu schneidenden, dünnen Streifen
durch den Magneten verhältnismäßig frühzeitig und bei einem stärkeren Streifen entsprechend
später vorzunehmen. Besonders günstig ist es, daß beim Abscheiden eines dünnen Streifens
der Magnet abgeschaltet werden kann, bevor das Messer auf den Streifen aufsetzt,
so daß der Streifen durch das sich infolge seiner eigenen Trägheit weiterbewegende
Messer abgetrennt wird. Bei einem stärkeren Streifen kann dann das Abschalten des
Magneten erst dann erfolgen, wenn das Messer schon einen Teil des Streifens abgeschnitten
hat, wobei dann der restliche Streifenteil durch die Trägheit des Messer abgetrennt
wird. Durch diese Möglichkeiten wird der Schnitt in einer vorteilhaften Weise zu
Ende geführt, so daß Beschädigungen des Streifens, wie sie bei den bekannten Ausführungsformen
auftreten, vermieden werden.
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In einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, den Abschaltpunkt
auf dem Weg des Messers dadurch festzulegen, daß ein entlang dem Weg des Schneidmessers
verstellbarer und feststellbarer Schneidschalter vorgesehen ist, der über ein am
Schneidmesser mittelbar angebrachtes Betätigungselement betätigbar ist.
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Zweckmäßigerweise ist dabei der Schneidschalter an einem schwenkbaren
und feststellbaren Schwenkhebel befestigt, wobei am Schneidmesser als Betätigungselement
ein Nocken vorgesehen ist, mit dem ein federnder Teil des Schneidschalters zusammenwirkt.
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Das Betätigungselement ist vorteilhafterweise so ausgebildet, daß
sein eines Ende über einen Schlitz verschiebbar am Schneidmesser angelenkt und sein
anderes Ende um einen stationären Bolzen schwenkbar ist, an dem auch vorzugsweise
der den Schneidschalter tragende Schwenkhebel angelenkt ist.
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Die Anordnung der Schneideinrichtung kann so getroffen sein, daß
sie im Stromkreis einer Abschalteinrichtung liegt, deren Anhalterelais über ein
Thyratron beeinflußbar ist. Dabei ist es zweckmäßig, wenn im Stromkreis der Abschalteinrichtung
ein Verzögerungsschalter eines Verzögerungsrelais und ein Haltestromkreis für den
Schneidschalter vorgesehen sind.
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Dadurch ist es möglich, daß erst nach einer vorbestimmten Zeit, d.
h. wenn der Vorschub des Streifens vollständig beendet ist, die Schneideinrichtung
betätigt wird.
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Besonders zweckmäßig ist es, über den Schneidschalter einen Stromkreis
eines Schutzrelais zu öffnen,
der beim Einschalten der Abschalteinrichtung
geschlossen wird. Dabei wird ein Kontakt dieses Schutzrelais bei Beginn eines Arbeitsvorganges
geschlossen und bleibt so lange geschlossen, bis der Arbeitsvorgang beendet ist.
Dieser Kontakt wird dann wieder geöffnet, wenn kein Streifenvorschub mehr stattfindet.
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Durch diesen Schutzstromkreis ist eine falsche Betätigung oder ein
Verstopfen des Gerätes für den Fall verhindert, daß mehr als ein Druckknopf oder
ein Schalter bedient oder daß ein zweiter Druckknopf vor Ablauf eines neuen Arbeitsvorganges
gedrückt worden ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kl&estreifengebers, der auf
einem Packtisch montiert ist und eine einstellbare Schalteinrichtung besitzt, die
in einer vorbestimmten Stellung, und zwar in der für die Beobachtung und Bedienung
durch den Packer günstigsten Stellung, angebracht ist, Fig. 2 eine Seitenansicht
der Maschine mit abgenommener Seitenwand, teilweise im Schnitt nach Linie 2-2 der
Fig. 3, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2 mit Teilen in
Seitenansicht, Fig. 4 eine Teildraufsicht, teilweise im Schnitt, auf die Anordnung
der Vorschubrollen und der Trennmesser, Fig. 5 ein elektrisches Schaltschema des
Streifengebers.
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In der Zeichnung ist eine typische Ausführungsform der Erfindung
in Form eines Streifengebers dargestellt, der eine Streifenvorschubeinrichtung,
eine Streifenbefeuchtungseinrichtung und eine Streifenschneideinrichtung aufweist
und auf einem Packtisch montiert ist. Eine Schalteinrichtung ist neben dem Streifengeber
verstellbar auf einem Ständer angeordnet und ist mit dem Streifengeber durch ein
elektrisches Kabel verbunden, so daß sie in bezug auf den Streifengeber frei eingestellt
werden kann.
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Fig. 1 zeigt einen Streifengeber 30, der auf einem Packtisch 32 montiert
ist. Auf diesem befindet sich ferner ein Sockel 34, der einen Ständer trägt, an
dem ein Halteorgan senkrecht verstellbar befestigt ist.
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Eine Schalteinrichtung 40 ist an einem waagerechten Arm befestigt,
der beweglich im Halteorgan befestigt ist, und zwar kann diese Bewegung sowohl in
Längsrichtung als auch durch Rotation um die eigene Achse erfolgen. Dadurch kann
die Schalteinrichtung in die für die Bedienungsperson günstigste Stellung zur Beobachtung
der Druckknöpfe 196/1. 196/2, 196/3 und ihrer Längenbezeichnungen 198 gebracht werden.
so daß die Druckknöpfe bequem mit den Fingern betätigt werden können.
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Streifenvorschub Der als Ausführungsbeispisel dargestellte Streifengeber
hat einen Vorratsbehälter 50, in dem eine Klebestreifenrolle 52 enthalten ist. Der
Vorratsbehälter ist auf dem Oberteil des Gehäuses 62 angeordnet und mit geeigneten
Öffnungen versehen, um die Klebestreifenrolle ersetzen zu können. Wie in Fig. 2
zu sehen ist.
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Iäuft der von der Klebestreifenrolle 52 abgezogene Klebestreifen 64
zwischen Führungsplatten 66 und 68 und zwischen Vorschubrollen 70 und 72 hindurch.
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Die untere Vorschubrolle 70 wird über ein Schneckenrad 73 und eine
Schnecke 74 durch einen mit konstanter Geschwindigkeit laufenden Elektromotor 75
angetrieben. Der Elektromotor ist mit der Schneckenwelle über eine elastische Kupplung
verbunden, die ein auf
der Motorwelle befestigtes, als Schwungrad ausgebildetes Kupplungsglied
76 aufweist; dieses Kupplungsglied hat Bohrungen, in denen Buchsen aus Gummi od.
dgl. vorgesehen sind. Das Kupplungsglied 76 kann auch als Ventilator zur Kühlung
des Motors ausgebildet sein. Ein zweites Kupplungsglied 79 ist auf der Schneckenwelle
befestigt und trägt Bolzen 80, die in die Gummibuchsen des Kupplungsgliedes 76 hineinragen,
so daß die beiden Kupplungsglieder elastisch miteinander verbunden sind.
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Die Rolle 72 ist auf einer Welle 81 gelagert, die von einem Joch
82 getragen wird, das seinerseits auf einem Zapfen 83 schwenkbar angeordnet ist.
Wenn das Joch. wie weiter unten beschrieben, nach unten gezogen wird, wird die Rolle
72 auf den Streifen 64 gedrückt, der nun von der angetriebenen Rolle 70 und der
Rolle 72 ergriffen wird, wodurch sich der Streifen vorschiebt. Wenn der Druck der
Rolle 72 nachläßt, hört der Vorschub des Streifens auf, auch wenn die Rollen sich
weiterhin drehen. Vorzugsweise wird auch die Rolle 72 zusammen mit der Rolle 70
dauernd angetriehen, und der Antrieb kann über die beiden Zahnräder 84 und 85 erfolgen.
die auch dann im Eingriff bleiben. wenn die beiden Rollen in einem solchen, an sich
geringen Abstand voneinander angeordnet sind, daß ein Vorschub des Streifens nicht
erfolgt.
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Um das Joch nach unten zu ziehen und damit den Mitnahmedruck zwischen
den Rollen 70 und 72 zu erzeugen, ist ein Vorschubelektromagnet 86 vorgesehen. der
mit dem Joch über ein bewegliches Gestänge verbunden ist. Der Anker dieses Elektromagneten
besitzt ein Paar Lappen 88, die ein Stift 90 durchdringt. Dieser Stift ist so angeordnet,
daß er eine Mehrfachblattfeder 92 nach unten drückt. wenn der Vorschub elektromagnet
betätigt wird. Die Feder ist, wie in Fig. 3 zu sehen, auf der einen Seite auf einem
Winkelstück 94 an der Seitenwand des Gerätes befestigt. Das freie Ende der Feder
ist mit einem Kopf 96 verbunden, der verstellbar am unteren Ende einer Zugstange
98 befestigt ist: das obere Ende der Zugstange 98 trägt ein Endstück 100, gegen
das ein aus dem Joch 82 herausstehender Arm 102 anliegt. Der Arm 102 wird durch
eine Feder 104 nach oben gedrückt, so daß normalerweise, d. h. wenn der Elektromagnet
nicht eingeschaltet ist, das Joch in einer erhöhten Stellung gehalten ist. in der
die Rolle 72 nicht mehr gegen den Streifen und die Rolle 70 angepreßt und so der
Streifen nicht transportiert wird.
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Schneidvorrichtung Nach dem Vorbeigehen des Streifens an den Vorschubrollen
gelangt dieser zu einem Messeirpaar; dabei ist das Untermesser 110 feststehend,
und das diagonal angeordnete Obermesser 112 ist auf einem Messerträger 114 befestigt,
der, wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, am unteren Ende bei 116 V-förmig ausgebildet
ist.
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An der Spitze des V ist ein Bolzen 118 vorgesehen. an dem zwei Arme
120 befestigt sind, die am Anker eines die Schneideinrichtung betätigenden Schneidelektromagneten
122 befestigt sind. Der Bolzen 118 hat eine Verlängerung 124, die in einen Ausschnitt
126 am Ende eines Schwenkhebels 128 eingreift, der um einen Stehhholzen 130 geschwenkt
werden kann. der an einem Winkelstück 132 an der Seitenwand des Gerätes befestigt
ist. Der Schwenkhebel 128 hat einen Nocken 134, der so ausgebildet ist, daß er den
Feder hebel 136 eines Mikroschalters 138 betätigen kann.
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Der Mikroschalter 138 ist auf einer Winkelplatte 140 angeordnet, die
im Stehbolzen 130 schwenkbar gelagert ist. Die andere Seite der Winkelplatte 140
trägt
eine Befestigungsschraube 142, die in einem Langloch 144 gleiten
kann; das Langloch 144 ist in einer Langlochplatte 146 vorgesehen, die an der Außenseite
des Gehäuses befestigt ist.
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Durch Veränderung der Lage der Befestigungsschraube 142 kann die
Winkelplatte 140 um den Stehbolzen 130 so geschwenkt werden, daß damit die Stellung
des Mikroschalters in bezug auf den Nocken 134 verstellt werden kann. Der Mikroschalter
ist in den Stromkreis des Schneidelektromagneten 122 so eingeschaltet. daß der Strom
unterbrochen wird. wenn der Schalter durch den Nocken betätigt wird. Wenn der Schneidelektromagnet
stromlos ist, werden der Messerträger 114 und das ohere Messer 112 in ihrer höchsten
Stellung durch eine Schraubenfeder 149 festgehalten.
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Durch Veränderung der Lage des Mikroschalters 138 kann die Stelle
auf dem Weg des Messers, bei der der Schalter betätigt wird, eingestellt werden.
Das Obermesser wird dann durch den Schneidelektromagneten an der vorbestimmten Stelle
nach unten gezogen, die so festgelegt wird, daß eine vollständige Trennung des Streifens
gewährleistet ilst. Die Einstellung wird je nach der Art und Dicke des abzutrennenden
Streifens variieren. Nachdem der Mikroschalter und damit der Stromkreis geöffnet
worden ist, bewegt sich das Messer infolge seiner Trägheit noch weiter in der Arbeitsrichtung,
bevor es durch die Feder zurückgezogen wird. Diese Anordnung stellt auf der einen
Seite sicher, daß der Streifen vollständig abgeschnitten wird. während sie auf der
anderen Seite dafiir sorgt, daß das Messer sich nicht bis zum Ende des Arbeitsweges
bewegt. Nachdem der Klebestreifen 64 das Messer passiert hat, wird er durch eine
an sich bekannte Anfeuchteinrichtung geführt, auf die nicht näher eingegangen wird,
da sie keinen Teil der Erfindung bildet.
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Steuereinrichtung An der Seite des Gehäuses 62 ist die Steuerung
angeordnet, die durch eine abnehmbare Abdeckhaube 180 abgedeckt ist. In der Steuereinrichtung
sind die notwendigen Schalter, Widerstände und Elektronenröhren zum Steuern des
Vorschubs und Schneidelektromagneten enthalten. Oben auf der Steuereinrichtung ist
ein Hauptschalter 182 angebracht und vorzugsweise eine Kontrollampe 184, die aufleuchtet,
wenn der Hauptschalter eingeschaltet ist. An der Rückseite der Steuereinrichtung
befindet sich eine Steckdose zur Aufnahme eines mehrpoligen Steckers, von dem ein
biegsames Kabel zur Schalteinrichtung 40 führt.
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Elektrisches Streifenlängenmeßsystem Die Messung der Streifenlänge
beruht auf der Zeitdauer, durch die die Vorschubrollen durch den Vorschubelektromagneten
86 zusammengepreßt werden, und der Motor 75 treibt die Vorschubrollen mit konstanter
Geschwindigkeit an. Wenn irgendeiner der Druckknöpfe 196/1, 196/2, 196/3 gedrückt
wird, wird der Stromkreis des Vorschubelektromagneten 86 geschlossen, wodurch der
Vorschub des Klebestreifens eingeleitet wird. Zur gleichen Zeit wird durch elektrische
Wege Vorsorge getroffen, daß nach Verstreichen eines bestimmten, zum Transport der
gewünschten Streifenlänge notwendigen Zeitintervalls der durch den Vorschubelektromagneten
86 fließende Strom unterbrochen wird, wodurch der Vorschub sofort aussetzt und der
Schneidelektromagnet zum Abschneiden des Streifenstückes eingeschaltet wird. Das
dargestellte Meßsvstem weist eine Elektronenröhre 217
(Fig. 5) von der Art einer
Miniatur-Gastriode oder eines Thyratrons auf, wobei jedoch solche mit kalter Kathode
vorgezogen werden. Mit dieser Röhre ist ein Kondensator 218 verbunden. Jeder Drucktaste
ist ein entsprechender Widerstand 212 zugeordnet, dessen Größe zu dem zum Vorschub
einer bestimmten Klebestreifenlänge benötigten Zeitintervall im Verhältnis steht.
Wenn der Druckknopf gedrückt ist, wird ein Stromkreis über diesen Widerstand und
den Kondensator 218 geschlossen. Die Größe des Widerstandes bestimmt die Länge der
benötigten Zeit, um den Kondensator auf eine bestimmte Spannung aufzuladen, die
ausreicht, um das Gas zu ionisieren. Dadurch bricht der Widerstand zwischen Anode
und Kathode des Thyratrons zusammen, so daß die Röhre zündet.
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Damit ist die Betätigung der Klebestreifenvorschubeinrichtung beendet,
und der Schneidmechanismus wird in Gang gesetzt.
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Ein typisches Schaltbild ist in Fig. 5 gezeigt. Die Anschlußleitungen
220 können an eine gewöhnliche Wechselstromquelle bzw. an die übliche 117-Volt-Lichtleitung
angeschlossen werden. Die Anschlußleitungen führen zu dem Hauptschalter 182, von
dem Leitungen 222 zum Antriebsmotor 75 und Ableitungen 224 zum Vorschubelektromagneten
86 und zum Schneidelektromagneten 122 führen. Ferner führen Leitungen 226 vom Hauptschalter
zu der Primärwicklung 228 eines Transformators, der vorzugsweise zwei Sekundärwicklungen
230 und 232 hat. Die nur eine niedrige Spannung aufweisende Sekundärwicklung 230
versorgt nur die Kontrollampe 184. Die eine höhere Spannung aufweisende Wicklung
232 dient zur Erzeugung von Gleichstrom für die Steuerstromkreise mit Hilfe geeigneter
Widerstände 234 und eines Gleichrichters 236. Der letztere kann von beliebiger Konstruktion
sein, doch wird vorzugsweise ein Selengleichrichter benutzt. Siebkondensatoren 238
und 240 sind, soweit benötigt, vorgesehen. Die Gleichrichterspannung verzweigt sich
am Ausgang des letzten Kondensators 240. Eine Zweckleitung 242 führt zur Versorgungshatterie
für die Steuerrelais; die zweite Zweigleitung 244 dient zur Speisung der Meßstromkreise,
wobei die Spannung durch eine Stabilisatorröhre 246 konstant gehalten wird.
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Das Thyratron hat eine Kathode 250, eine Anode 252 und eine Zündelektrode
254. Ein in Serie mit der Zündelektrode angeordneter Schutzwiderstand 256 begrenzt
den Strom dieser Zündelektrode auf einen zulässigen Wert. Ein veränderlicher Widerstand
258 ist im Zusammenhang mit dem Thyratron vorgesehen, durch den die Gesamtzeitwerte
in gewissen Grenzen eingestellt werden bzw. Veränderungen korrigiert werden können,
die durch große Temperaturschwankungen oder andere verändernde Einflüsse hervorgerufen
werden. Dieser Widerstand ist vorzugsweise mit einer nur für einen Fachmann zugänglichen
Justiermöglichkeit versehen. Über eine Leitung 260 kann ein kleiner Strom zur Zündelektrode
254 fließen, sobald der Hauptschalter der Einrichtung eingeschaltet ist. Dieser
von der Zündelektrode zur Kathode fließende Strom betätigt nur wenige Mikroampere
und bringt das Thyratron nicht zum Zünden. Ferner liegt zu dem Zeitpunkt keine Spannung
an der Anode.
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Dieser Strompfad zwischen der Zündelektrode und Kathode, der immer
dann geschlossen ist, wenn die Maschine eingeschaltet ist, aber noch nicht arbeitet,
erzeugt eine Ionenwolke im Thyratron, die immer dann zur Verfügung steht, wenn ein
Klebestreifen abzumessen ist. Dadurch wird die dem Thyratron innewohnende Instabilität
herabgesetzt, so daß der Streifengeber
bei der ersten Inbetriebnahme
nach einem längeren Stillstand genauso wie bei dauerndem Betrieb immer die gleiche
Streifenlänge abgibt. Damit ist das Thyratron stets in immer gleich bleibender Bereitschaft.
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In dem in Fig. 1 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist eine Anzahl von Druckknöpfen 196/1, 196/2, 196/3 vorgesehen, die jeweils mit
einer Einrichtung nach Art einer magnetischen Bedienungserleichterung zusammenwirken.
In der gezeigten Konstruktion werden zwei Gruppen von Kontakten durch je einen Druckknopf
betätigt, so daß insgesamt vier Kontakte a, b, c und d vorhanden sind, die so eingerichtet
sind, daß sie in dieser Reihenfolge nacheinander schließen. Die Kontakte der verschiedenen
Druckschalter werden über die Leitungen 242 und 244 mit Strom versorgt, so daß alle
Druckknöpfe zu jederzeit arbeitsbereit sind, wenn der Hauptschalter geschlossen
ist.
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Um Beeinträchtigungen durch eine vorzeitige Betätigung eines zweiten
Druckknopfes während eines Arbeitsvorganges und den Vorschub einer zweiten Klebestreifenlänge
während des Vorschubes einer ersten Streifenlänge zu verhindern, ist ein Schutzstromkreis
vorgesehen, an dem alle a-Kontakte der verschiedenen Druckknöpfe angeschlossen sind.
Wenn das Gerät durch den Druck auf einen Knopf betätigt werden kann, so wird dies
durch Schließen des a-Kontaktes festgestellt, worauf ein Arbeitsvorgang beginnt.
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Ist die Maschine nicht arbeitsbereit, kann durch das Schließen dieses
Kontaktes ein Arbeitsvorgang nicht eingeleitet werden.
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Es bedarf nur einer sehr kurzen Bewegung des Druckknopfes, um den
a-Kontakt zu schließen, und es sind z. B. 0,08 mm ausreichend. Durch eine kleine
weitere Bewegung von z. B. 0,05 mm wird der b-Kontakt geschlossen. Wenn der Schutzstromkreis
schaltbereit ist, wird der Stromkreis der Relaisbatterie durch die Relaisspule 204
geschlossen, so daß sich der Druckknopf mit Hilfe seiner eigenen Spule weiterbewegt.
Dadurch, daß der Druckknopf sogleich unten den Finger weggezogen wird, wird der
Druckknopf sehr feinfühlig und schnell reagierend. Durch die weitere Bewegung des
Druckknopfes unter dem Einfluß der Spule wird der c- und schließlich auch der d-Kontakt
geschlossen.
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Schutzstromkreis Der Schutzstromkreis weist ein Relais 270 auf, das
über die Leitung 272 und den Kontakt 274 mit Strom aus der Gleichstromleitung 242
versorgt wird. Der Kontakt 274 ist normalerweise offen, wenn kein Streifenvorschub
stattfindet, wird jedoch bei Beginn eines Arbeitsvorganges, wie weiter unten erklärt,
geschlossen und bleibt geschlossen, bis der Arbeitsvorgang beendet ist, worauf er
wieder geöffnet wird. Das Schutzstromrelais ist außerdem an einen Verriegelungsstromkreis
angeschlossen, der einen an alle a-Kontakte und den Kontakt 276 angeschlossenen
Stromkreis aufweist. Der Kontakt 276 ist normalerweise offen, wenn aber das Relais
durch Schließen des Kontakte 274 unter Spannung steht, so wird bei Drücken eines
Druckknopfes und damit Schließen eines a-Kontaktes ein Stromkreis vom a-Kontakt
über den Leiter 275 und den Kontakt 276 geschlossen, der das Relais unter Spannung
hält, solange ein a-Kontakt gedrückt ist, selbst wenn inzwischen der Kontakt 274
geöffnet worden ist.
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Der normale Zustand des Schutzstromkreises, wenn das Gerät auf einen
durch einen Schaltknopf ausge
übten Impuls zur Ausgabe eines Klebestreifenstückes
anläuft, ist in Fig. 5 gezeigt. Das Schließen eines a-Kontaktes hat in diesem Zustand
des Schutzstromkreises keine Wirkung, da die Kontakte 274 und 276 geöffnet sind.
Als nächstes wird der zugehörige b-Kontakt durch Weiterbewegen der Drucktaste geschlossen.
Dadurch wird der Stromkreis über die Spule des von der Leitung 242 gespeisten Relais
204, die Leitung 280, den normalerweise geschlossenen Kontakt 282 des Schutzrelais
und Masse geschlossen.
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Das Schutzrelais weist ferner einen an die Leitung 242 angeschlossenen
Kontakt 284 auf, der den die Vorschubvorrichtung anlassenden Stromkreis mit Strom
versorgt. Dieser Kontakt 284 ist normalerweise geschlossen, wenn das Schutzrelais,
wie dargestellt, nicht angesprochen hat. Das Schließen des Stromkreises über das
Relais 204 schließt die Kontakte c und d, wie bereits beschrieben. Wenn jedoch heim
ersten Drücken des Druckknopfes das Schutzrelais 270 angesprochen hat. so sind die
Kontakte 282 und 284 geöffnet, der Stromkreis über das Relais 204 ist nicht geschlossen,
und infolge des offenen Kontaktes 284 kann kein Strom zugeführt werden. Wenn jedoch
bei normaler Betätigung das Schutzrelais stromlos ist, so wird als nächstes der
Kontakt c geschlossen, wodurch ein Stromweg von der Gleichstromquelle 244 über die
Leitung 290 bzw. den zu dem betreffenden betätigten Druckknopf gehörenden Widerstand
212 und durch den zum Thyratron führenden Leiter 294 vorbereitet wird.
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Vorschub- und Meßstromkreis Durch die letzte Bewegung des Druckknopfes
wird der d-Kontakt geschlossen, der über die Leitung 296 den Stromkreis durch die
Spule des Anlaß relais 298 einschaltet. Das Anlaßrelais betätigt seinerseits einen
Kontakt 300, der in seiner oberen Stellung einen Stromkreis von der Wechseistromzufuhrleitung
224 über die Wicklung des Vorschubelektromagneten 86 schließt, so daß der Vorschub
in Gang gesetzt wird.
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Das Anlaß relais öffnet außerdem die Kontakte 302 und 304 und schließt
die Kontakte 306 und 307. Durch das Schließen des Kontaktes 307 wird Gleichstrom
über die Leitung 244 der Leitung 290 zugeleitet, und es wird ferner Spannung an
die Anode 252 des Thyratrons über die Leitung 308 angelegt. Durch das Offnen des
Kontaktes 304 wird der große Widerstand 309 abgeschaltet, der den Strom zur Zündelektrode
254 begrenzt. Durch das Öffnen des Kontaktes 302 wird der Kurzschluß unterbrochen,
durch den die Kapazität 218 vollständig entladen wurde. Durch das Schließen des
Kontaktes 306 wird die Kapazität 218 mit dem Thyratron verbunden. Die Kondensatorspannung
steigt nun allmählich, und nach einer durch die Höhe des vorbestimmten Widerstandes
212 festgelegten Zeitspanne bricht die Hauptstrecke des Thyratrons zusammen, und
der Strom fließt durch die mit der Kathode 250 verbundene Leitung 320. Die Leitung
320 ist mit der Spule eines weiteren Relais 322 verbunden, das als Anhalterelais
bezeichnet wird. Dieses Relais schließt die Kontakte 324 und 274 des Schutzstromkreises
und ferner den Kontakt 326, während der Kontakt 327 geöffnet wird. Durch das Schließen
des Kontaktes 274 spricht das Schutzrelais 270 an und öffnet die Kontakte 282 und
284. Durch das Öffnen des Kontaktes 282 wird der Stromkreis durch das Folgerelais
204 irgendeines, gegebenenfalls gedrückten Druckknopfes unterbrochen, so daß der
Druckknopf freigegeben wird. Durch das Öffnen des Kontaktes 284 wird ferner der
Stromkreis über den
d-Kontakt der vorher geschlossenen Drucktaste
und damit auch der Stromkreis durch die Relais 298 und 332 unterbrochen. Durch die
Unterbrechung des zum Anlaß relais 298 führenden Stromkreises wird der Kontakt 300
freigegeben, der nun in seine untere Stellung zurückkehrt, wodurch der Stromkreis,
was diesen Kontakt anbetrifft, für den Schneidelektromagneten 122 vorbereitet wird.
Durch das Öffnen des Kontaktes 327 wird der Stromkreis zum Vorschubelektromagneten
86 unterbrochen, so daß der Vorschub aufhört. Zur gleichen Zeit wird durch das Schließen
des Kontaktes 324 der Stromkreis durch die zum Schneidelektromagneten 122 führende
Leitung 328 vorbereitet. Dieser Stromkreis ist jedoch noch zu diesem Zeitpunkt durch
den Kontakt 330 des Verzögerungsrelais 332 unterbrochen, das in Reihe mit dem Anlaß
relais 298 liegt. Nach Unterbrechen des Stromkreises durch die Relais 298 und 332
wie vorbeschrieben und nach einer kurzen, durch das Verzögerungsrelais 332 verursachten
Verzögerung schließt der Kontakt 330, wodurch der Stromkreis über den Schneidelektromagneten
122 geschlossen wird und durch den letzteren die Schneideinrichtung zum Abschneiden
des Klebestreifens betätigt wird, wenn der Klebestreifen vollständig zum Stillstand
gekommen ist. Diese Verzögerung kann sehr klein, beispielsweise von der Größenordnung
von 0,2 Sekunden sein.
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Die rasche Entladung über das Thyratron bringt das Anhalterelais
322 zum Ansprechen, wodurch der Kontakt 326 geschlossen wird und ein Haltestromkreis
über die Leitung 340 und den normalerweise geschlossenen Mikroschalter 138 geschlossen
wird, so daß das Anhalterelais und das Schneidrelais so lange unter Spannung stehen,
bis das Abschneiden des Klebestreifens vollständig durchgeführt ist. Hiernach wird
der Mikroschalter durch den Nocken 134 des Schwenkhebels 128, der durch den Anker
des Schneidelektromagneten 122 geschwenkt wird, an einer bestimmten Stelle seines
Weges betätigt, wie dies bereits oben beschrieben wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt
wird der Kontakt 274 geschlossen gehalten, so daß das Schutzrelais 270 unter Spannung
steht und der Schutzstromkreis wie oben beschrieben in Wirksamkeit ist.
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Das Öffnen des Mikroschalters durch den Nocken 128 bedeutet das Ende
des Arbeitsvorganges. und es werden nun das Anhalte- und das Schutzrelais abgeschaltet
und die Stromkreise für den nächsten Arbeitsvorgang vorbereitet. Kondensatoren 344
und 346 und Widerstände 348 und 350 können gegebenenfalls vorgesehen werden, um
den Abbrand der Kontakte des Anhalterelais zu begrenzen.
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Aus Vorstehendem ergibt sich, daß das Schutzrelais 270 in dem Moment
anspricht, wenn das Anhalterelais 322 durch das Zünden des Thyratrons betätigt wird.
Das Schutzrelais 270 bleibt auf jedem Fall mindestens bis zum Öffnen des Mikroschalters
durch den Nocken bei Beendigung des Schneidvorganges unter Spannung. Es wird jedoch
noch weiter unter Spannung bis nach dem Öffnen des Mikroschalters durch das Schließen
des Verriegelungskontaktes 276 gehalten, falls ein Druckknopf gedrückt wird. während
der Kontakt 274 geschlossen ist. Auf diese Weise verhindert das Schutzrelaissystem
eine fehlerhafte Betätigung des Gerätes durch Drücken eines zweiten Druckknopfes,
bevor der vorhergehende Arbeitsvorgang beendet ist. Wenn zwei Druckknöpfe gleichzeitig
zu einem Zeitpunkt gedrückt werden, in dem das Schutzrelais abgeschaltet ist, so
besteht die Wirkung darin, daß eine kurze Klebestreifenlänge deswegen ausgegeben
wird, weil zwei Stromwege zum
Thyratron geschlossen sind und dieses vorzeitig zünden
kann. Irgendein Schaden kann jedoch dadurch, abgesehen von dem Verlust eines kurzen
Klebestreifenstückes, nicht auftreten.
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Um zu gewährleisten, daß jeder Druckknopf die ihm zugeordnete Klebestreifenlänge
zum Ausgeben bringt, ist es erwünscht, Kalibriermittel vorzusehen, da die Einzelteile
der verschiedenen Zeitsteuerstromkreise etwas von dem Sollwert abweichen können.
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Der Kalibrierwiderstand 258, auf den weiter oben schon hingewiesen
wurde, wirkt auf alle Zeitsteuerstromkreise ein und kann so eingestellt werden,
daß einer der Zeitsteuerstromkreise, beispielsweise der gemäß Fig. 5 erste oder
letzte, in Ordnung ist und dieser Stromkreis die richtige Streifenlänge zum Ausgeben
bringt. Zusätzlich hierzu ist es jedoch zweckmäßig, noch je ein weiteres Kalibrier-
oder Kompensationsmittel für jeden einzelnen der Zeitsteuerstromkreise vorzusehen,
so daß sie einzeln eingestellt werden können und jeweils die gewünschten Streifenlängen
zur Ausgabe bringen. Derartige Kalibriermittel sind in einer bevorzugten Ausbildung
in Form von Potentiometerwiderständen, wile bei 352 angedeutet, vorgesehen, von
denen je einer mit Ausnahme vom ersten Zeitsteuerstromkreis am Ende jeder Reihe
zugeordnet ist.
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PATENTANSPROCRE: 1. Streifengeber zum Ausgeben bestimmter Streifenlängen
eines Klebestreifens mit einer zeitweilig betätigbaren Streifenvorschubeinrichtung
und einer den Klebestreifen abschneidenden Schneideinrichtung, die bei Einschalten
eines Schneidelektromagneten ein Schneidmesser entgegen der Kraft einer Feder um
einen bestimmten Hub von einer Ausgangsstellung in eine bestimmte Endstellung bewegt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung derart getroffen ist, daß der Schneidelektromagnet
(123) zu einem beliebigen Zeitpunkt vor Erreichen der Endstellung abschaltbar ist.