-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von strangförmiger Textilware,
wie sie bspw. als sogenannte JET-Färbemaschine in vielfältigen Ausführungsformen
in der Praxis bekannt ist.
-
Solche
JET-Maschinen oder Anlagen arbeiten mit Transportdüsenmitteln
für den
Transport der Textilware. Bei den auf dem sogenannten aerodynamischen
Prinzip beruhenden JET-Maschinen,
wie sie bspw. beschrieben sind in Melliand-Textilberichte 69 (1988),
Seiten 748 bis 754, in Textiltechnik 38 (1988), Seiten 31 bis 35
und in Internationales Textil-Bulletin-Veredelung
31 (1985),3, Seiten 27 bis 41, wird ein endloser Warenstrang in
einem geschlossenen Behälter
mittels eines Transportdüsensystems,
häufig
in Form einer JET- Düse, in Umlauf
versetzt, die als Transportmedium mit einem Gasstrom beaufschlagt ist,
der dem Warenstrang seine Vorschubbewegung in dem vorgegebenen Umlaufsinn
erteilt. Dabei ist es z.B. aus der
EP
0014919 bekannt, zum Transport des Warenstranges als Transportmedium
erhitztes Gas oder einen Dampfstrom zu verwenden. Über die JET-Düse wird
außerhalb
des Behälters
vorgeheizte Färbeflotte
eingepresst, die auf den durchlaufenden Warenstrang zur Einwirkung
kommt. Es gibt auch nach dem aerodynamischen Prinzip arbeitende
Textilbehandlungsmaschinen, wie sie z.B. in der
EP 0 665 319 A2 und 0 640
710 A2 beschrieben sind. Dabei wird eine endlose Warenbahnschlaufe
während ihres
durch eine von einem gasförmigen
Transportmedium durchströmte
JET-Düse
innerhalb der Behandlungseinrichtung erfolgenden Transportes einer mechanischen
und/oder thermischen Behandlung unterworfen, um das Volumen, den
Griff, das Oberflächenbild
oder den Wassergehalt der Warenbahnschlaufe gezielt zu verändern.
-
Bei
diesen JET-Anlagen ist es auch bekannt, in einem einzigen Behälter mehrere
Warenbahnschlaufen oder -stränge
gleichzeitig zu behandeln, wozu eine entsprechende Anzahl axial
nebeneinander angeordneter Transportdüsen vorhanden sind, denen in
dem Behälter
auch eigene Speichereinrichtungen für jeden der abgetafelten Warenstränge zugeordnet
sind. Bei diesen Mehrspeichermaschinen ist jede der Transportdüsen im Bereiche
ihres ringspaltförmigen
Gaseinlasses von einem Düsengehäuse umgeben,
das über
eine eigene Gasanschlussleitung an ein mit einem gemeinsamen Gebläse verbundenes
Rohr angeschlossen ist. Das Gebläse selbst
ist in der Regel außerhalb
des Behandlungsbehälters
angeordnet und saugseitig mit dessen Innenraum verbunden.
-
Die
Ausbildung der Transportdüsen
mit eigenen Düsengehäusen und
deren Anschluss an die Transportmediumsquelle über eigene Stichleitungen sind
aufwendig; auch ist die Transportmediumsverteilung und -beaufschlagung
der Transportdüsen
gelegentlich nicht gleichmäßig genug.
-
Bei
einer aus der
DE 195
48 862 A1 bekannten Vorrichtung dieser Art ist eine in
einem Düsengehäuse angeordnete
Düsenanordnung
vorgesehen, die mittels eines Gebläses mit einem Luft-, Dampf- oder
Gasstrom beaufschlagbar ist, um das Textilgut ganz oder teilweise
anzutreiben. Dabei ist die Düsenanordnung
derart ausgebildet, dass sie wenigstens zwei Textilgutstränge aufnehmen
kann und dass für wenigstens
zwei Textilgutstränge
ein gemeinsames Düsengehäuse vorgesehen
ist, in dem bei einer Ausführungsform
zwei Düsen
angeordnet sind, die jeweils einen der Textilgutstränge führen. Das
Düsengehäuse ist
ein zylindrisches Gehäuse,
das einen gemeinsamen Einlauftrichter für die beiden Düsen aufweist,
der durch ein Blech längs
unterteilt und über ein
Transportrohr mit dem Speichereinlaufbereich der die beiden Textilgutstränge aufnehmenden
Speicherkammer verbunden ist. Die Ablage zweier Stränge in einem
Speicher ist nur in besonderen Fällen zweckmäßig und
nicht allgemein anwendbar.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es deshalb die eingangs genannte Vorrichtung zur
Behandlung von strangförmiger
Textilware so weiterzubilden, dass diesen Nachteilen abgeholfen
wird.
-
Zur
Lösung
dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Vorrichtung die Merkmale
des Patentanspruchs 1 auf.
-
Bei
der neuen Vorrichtung weisen die Transportdüsenmittel wenigstens zwei getrennte,
axial nebeneinander angeordnete Transportdüsen für jeweils einen Warenstrang
auf. Dabei sind die Transportdüsen
in eine gemeinsame Transportmediums-Verteilereinrichtung eingesetzt,
die mit der Transportmediums-Umwälzeinrichtung
verbunden ist und die einen den Transportmediumseinlass der Transportdüsen mit
Transportmedium beaufschlagenden Raum aufweist. Die Transportmediums-Verteilereinrichtung verwirklicht
dabei das sogenannte Common-Rail-Prinzip. Da die Transportdüsen unmittelbar in
diese Transportmediums-Verteilereinrichtung eingesetzt sind, entfallen
eigene Düsengehäuse und Stichleitungen
zu den Transportdüsen.
Gleichzeitig wird in sehr einfacher effizienter Weise eine gleichmäßige Verteilung
des Transportmediums auf die einzelnen Transportdüsen gewährleistet.
-
Die
Transportmediums-Verteilereinrichtung weist dabei einen Transportmediums-Verteilerkasten auf,
der mit der Druckseite der Umwälzeinrichtung verbunden
ist und in den die Transportdüsen
eingesetzt sind. Dieser Verteilerkasten erstreckt sich zumindest über einen
Teil der axialen Länge
des Behälters,
wobei er innerhalb oder außerhalb
des Behälters
angeordnet sein kann. Ein Vorteil dieses Verteilerkastens liegt
u.a. darin, dass sich eine sehr gleichmäßige Verteilung des gasförmigen Transportmediums
erzielen lässt,
weil sich die Transportmediumsgeschwindigkeiten durch entsprechend
große
Bemessung der Querschnittsabmessungen des Kastens niedrig halten
lassen. Falls erforderlich, können noch
zusätzliche
Maßnahmen
ergriffen werden, um die Gleichmäßigkeit
der Transportmediumsverteilung auf die einzelnen Transportdüsen zu erhöhen. So können z.B.
in dem Verteilerkasten Transportmediumsleitelemente angeordnet sein,
die u.a. Leitbleche aufweisen können,
welche die Transportdüsen,
zumindest teilweise, umschließen.
Solche Leitbleche sorgen für
eine konzentrische Einströmung
des gasförmigen
Transportmediums aus dem Verteilerkasten in den ringspaltförmigen Transportmediumseinlass der
Transportdüse.
-
Insgesamt
gesehen, gewährleistet
die Anordnung der Düsen
unmittelbar in der Transportmedium-Verteilereinrichtung eine effiziente
und effektive Transportmediumseinströmung in die Transportdüsen und
damit einen einwandfreien Transport des Warenstrangs.
-
Bei
in dem Behälter
angeordnetem Verteilerkasten wird die von den in dem Verteilerkasten
angeordneten Transportdüsen
ausgehende Geräuschemission
automatisch reduziert. Gleichzeitig wird die Wärmeabstrahlung von dem Verteilerkasten
nach außen
weitgehend unterbunden, womit der thermische Wirkungsgrad der ganzen
Maschine erhöht wird.
Schließlich
bringt der in dem Behälter
liegende Verteilerkasten mit dem in ihm angeordneten Transportdüsen noch
den Vorteil, dass der jeweilige Warenstrang des Speichers beim Transport
durch die Transportdüse
nur auf eine gegenüber
herkömmlichen
Maschinen verringerte Höhe
angehoben werden muss, womit sich ein warenschonender Transport
er gibt.
-
Unabhängig davon,
ob der Verteilerkasten innerhalb oder außerhalb des Behälters angeordnet ist,
können
ihm wahlweise betätigbare
Steuermittel für
die Transportmediumbeaufschlagung der Transportdüsen zugeordnet sein. Diese
Steuermittel können
in einer Ausführungsform
die Transportmediumszufuhr zu dem Verteilerkasten steuernde Mittel
aufweisen und/oder die Anordnung kann derart getroffen sein, dass
den Transportdüsen
wahlwiese betätigbare
Steuermittel zugeordnet sind, durch die Transportmediumsbeaufschlagung
einzelner Transportdüsen steuerbar
ist. Ansonsten erfordert die Transportmediumsverteilung in dem Verteilerkasten,
abgesehen von den ggfs. zweckmäßigen, oben
erwähnten
Leitelementen, keine aufwendigen Umleitungen oder dergleichen, so
dass die Transportmediumsversorgung der Transportdüsen mit
hohem Wirkungsgrad erfolgt. Wegen dieses hohen Wirkungsgrades kann
die Leistung der Transportmediumsumwälzeinrichtung entsprechend
reduziert werden.
-
Weiterbildungen
des Gegenstandes der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
-
In
der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
-
1 eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung in
Gestalt einer JET-Stückfärbemaschinen
nach dem aerodynamischen Prinzip mit einem in dem Behälter angeordneten
Transportmediums-Verteilerkasten, in einem Längsschnitt und in schematischer
Darstellung,
-
2 die
Vorrichtung nach 1, geschnitten längs der
Line II-II der 1, in einer Seiten ansicht,
-
3 eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung in
Form einer JET-Stückfärbemaschine
nach dem aerodynamischen Prinzip mit außerhalb des Behälters angeordnetem
Transportmediums-Verteilerkasten, in einer schematischen Schnittdarstellung ähnlich 1,
-
4 die
Vorrichtung nach 3, geschnitten längs der
Line IV-IV der 3, in einer Seitenansicht,
-
5 die
Vorrichtung nach 1 in einer abgewandelten Ausführungsform
und in einer 1 entsprechenden Schnittdarstellung,
-
6 die
Vorrichtung nach 5, geschnitten längs der
Linie VI-VI, der 5 in einer Seitenansicht,
-
7 die
Vorrichtung nach 1, in einer weiteren abgewandelten
Ausführungsform
in einer 1 entsprechenden Schnittdarstellung,
-
8 die
Vorrichtung nach 7, geschnitten längs der
Linie VIII-VIII der 7, in einer Seitenansicht,
-
9 die
Vorrichtung nach 2, unter Veranschaulichung von
Steuermitteln zur Steuerung der Transportmediumsbeaufschlagung der
Transportdüsen,
in einer Schnittdarstellung entsprechend 2 und
-
10 einen
Ausschnitt aus der Vorrichtung nach 9 in einem
anderen Maßstab.
-
Die
in den
1,
2 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung
ist eine JET-Stückfärbemaschine
mit mehreren – hier
vier – Speichern
nach dem aerodynamischen Prinzip. Der grundsätzliche Aufbau solcher JET-Stückfärbemaschinen
ist an sich bekannt (vgl. z.B.
EP 0945538 B1 ), deshalb sind im Folgenden
nur die für
die Erfindung wesentlichen Merkmale beschrieben. Die Vorrichtung
weist einen in
1 lediglich schematisch veranschaulichten, geschlossenen
Behälter
1 auf,
der als im Wesentlichen zylindrischer Druckkessel ausgebildet ist.
In den Behälter
1 führen, wie
aus
2 zu ersehen, vier Bedienungsöffnungen
2, von denen
jede einem Speicher
3 für
einen endlosen Warenstrang
4 zugeordnet und durch einen
Bedienungsverschluss
5 druckdicht verschließbar ist.
Die Speicher
3 sind durch Zwischenwände
6 in Achsrichtung
des Behälters
1 seitlich
begrenzt. Der in ihnen liegende Warenstrang
4 ist, wie
bei
7 veranschaulicht, abgetafelt.
-
In
dem Behälter 1 ist
eine durch einen nicht dargestellten frequenzgeregelten Elektromotor
angetriebene Haspel 8 drehbar gelagert, an die sich in dem
Behälter 1 untergebrachte
Transportdüsenmittel anschließen, welche
für jeden
Speicher 3 eine eigene Venturi-Transportdüse 9 aufweisen,
die in 2 lediglich schematisch veranschaulicht ist. Jede
Transportdüse 9 weist
einen als Einlass für
das gasförmige Transportmedium,
bspw. Luft, Gas, Dampf oder ein Luft-Dampf-Gemisch, bildenden Ringspalt 10 auf, der
zwischen einem Düsenkonus 11 und
einem dazu koaxialen Diffusor 12 ausgebildet ist. Der Diffusor 12 geht
in ein Bogenstück 13 über, an
das sich ein Abtafler 14 anschließt.
-
Im
Betrieb wird die strangförmige
Textilware durch die jeweilige Bedienungsöffnung
2 in den Behälter
1 eingebracht und
dabei auf die Haspel
8 aufgelegt und durch die Transportdüse
9 durchgeführt, worauf
der Warenstrang an seinen Enden zu einer endlosen Warenschlaufe
verbunden wird. Nach dem Beladen des Behälters
1 mit dem von
den vier Speichern
3 zugeordneten vier Warensträngen
4 werden die
Bedienungsöffnungen
2 geschlossen
und die Transportdüsen
9 werden
mit dem gasförmigen Transportmedium
beaufschlagt, wodurch jeder endlose Warenstrang
4 im Uhrzeigersinn,
bezogen auf
2, in Umlauf versetzt wird,
wie dies durch einen Pfeil
15 veranschaulicht ist. Während dieser
Umlaufbewegung des Warenstrangs
4 erfolgt dessen Behandlung
durch in dem Behälter
enthaltene Behandlungsflotte, die im Kreislauf geführt und
im Bereiche der Transportdüsen
9 auf
den jeweiligen Warenstrang
4 aufgegeben wird. Die dazu
erforderlichen Rohrleitungen, Pumpen und dergleichen sind nicht weiter
veranschaulicht. Dazu wird bspw. auf die schon genannte
EP 0 945 538 B1 oder
die
EP 0 078 0722
A1 Bezug genommen.
-
In
dem Behälter 1 ist
in dem Bereich oberhalb der Speicher 3 ein sich in Achsrichtung
im Wesentlichen über
die Speicher 3 erstreckender Transportmediums-Verteilerkasten 16 angeordnet,
der eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsgestalt mit einer
etwa dachförmigen
Deckwand 17 aufweist, die wie aus 2 zu ersehen,
der Krümmung
des Mantels des zylindrischen Behälters 1 angepasst
ist. Durch diese Ausbildung des Verteilerkastens 16 ergibt
sich eine platzsparende Unterbringung in dem Behälter 1. Der Verteilerkasten 16 ist
auf einer Stirnseite bei 18 verschlossen und auf seiner
gegenüber liegenden
Stirnseite 19 über
eine bei 20 angedeutete Schraubverbindung mit dem Druckkanal 21 eines Gebläses 22 verbunden,
dass einen Teil einer Transportmediums-Umwälzeinrichtung bildet.
-
Das
Gebläse 22 ist,
wie aus 1 zu entnehmen, in dem Behälter 1 im
Bereiche dessen benachbarten Klöperbodens 23 angeordnet.
Es wird von einem Elektromotor 24 angetrieben, der in einem gegenüber dem
Behälterinneren
abgedichteten Gehäuse
liegend stirnseitig aus dem Behälter 1 vorragt. Das
Gebläse 22 weist
ein sich über
die axiale Länge der
Speicher 3 erstreckendes, zu dem Behälter 1 koaxiales perforiertes
Ansaugrohr 25 auf, dass es erlaubt ein Dampf-Luftgemisch aus dem
Behälterinneren
anzusaugen und über
den Druckkanal 21 in den Transportmediums-Verteilerkasten 16 zu
fördern.
-
Wie
insbesondere aus 2 zu ersehen, sind die Transportdüsen 9 unmittelbar
in den Transportmittel-Verteilerkasten 16 eingesetzt, derart,
dass sie achsparallel zueinander angeordnet, die einander gegenüberliegenden
Seitenwände 26 des
Verteilerkastens durchqueren, wobei einerseits der Düsenkonus 11 und
andererseits der Diffusor 12 über die jeweilige Verteilerkastenseitenwand 16 vorstehend
abgedichtet mit dieser verbunden ist. Die Transportdüsen 9 liegen
deshalb mit ihren den Transportmediumseinlass bildenden Ringspalten 10 in
dem Verteilerkasten 16, der insoweit alle Transportdüsen umschließt.
-
Im
Betrieb ist der Innenraum des Verteilerkastens 16 mit dem
von dem Gebläse 22 geförderten gasförmigen Transportmedium
beaufschlagt, das über
den Ringspalt 10 in die jeweilige Transportdüse 9 konzentrisch
einströmt
und somit einen gleichmäßigen, warenschonenden
Transport des Warenstrangs 4 bewirkt. Da, wie aus 2 zu
entnehmen, der Verteilerkasten 16 einen verhältnismäßig großen Querschnitt
aufweist, ist die Transportmittelgeschwindigkeit in dem Verteilerkasten 16 verhältnismäßig gering,
mit der Folge, dass sich eine sehr gleichmäßige Transportmediumsverteilung
auf die vier Transportdüsen 9 ergibt.
-
Die
Unterbringung des Transportmediums-Verteilerkas tens 16 in
dem Behälter 1 hat
zur Folge, dass der Verteilerkasten 16 kaum Wärme zu der
Behälteraußenseite
hinabstrahlen kann, so dass kaum Wärmeverluste in dem den Verteilerkasten 16 und
die Transportdüsen 9 durchströmenden,
zeitweilig heißen
Transportmedium auftreten. Außerdem wirkt
der Verteilerkasten 16 schalldämpfend für die von den Transportdüsen 9 ausgehende
Geräuschentwicklung.
Die Wände 17, 18, 19, 26 des
Verteilerkastens 16 brauchen in ihrer Wandstärke lediglich auf
die Gesamtdruckerhöhung
des Gebläses 22 und nicht
für den
maximalen Betriebsdruck in dem Behälter 1 ausgelegt zu
werden, weil der Verteilerkasten 16 in dem Behälter 1 untergebracht
ist. Schließlich
zeigt 2, dass durch die Anordnung des Verteilerkastens 16 mit
den in ihn eingesetzten Transportdüsen 9 im oberen Bereich
des im Betrieb mit horizontaler Achse liegend aufgestellten Behälters 1 die
Transportdüsen 9 verhältnismäßig nahe
an die Mittelachse 27 des Behälters 1 heranrücken lässt, mit
der Folge, dass die Abzugshöhe
des Warenstrangs 4 aus dem Speicher 3 beim Transport
verringert ist, was einen warenschonenden Transport ergibt.
-
Die
Ausführungsform
nach den 3, 4 unterscheidet
sich von jener nach den 1, 2 lediglich
dadurch, dass der Transportmediumsverteilerkasten 16 außerhalb
des Behälters 1 angeordnet ist.
Mit den 1, 2 gleiche
Teile sind deshalb mit den gleichen Bezugszeichen versehen und nicht nochmals
erläutert.
Der Einfachheit halber ist in 4 auch auf
die Darstellung des Warenstrangs 4 verzichtet.
-
In
den im Querschnitt rechteckigem Verteilerkasten 16, der
achsparallel zu dem zylindrischen Behälter 1 unmittelbar
auf diesen aufgesetzt ist, sind die vier Transportdüsen 9 in
entsprechender Weise, wie in 2, unmittelbar
eingesetzt, derart, dass ihr den Transportmediumseinlass bil dender
Ringspalt 10 von dem Verteilerkasten 16 umschlossen
ist. Bei jeder der Transportdüsen 9 ist
der Rohrbogen 13 am Diffusorauslass über ein vertikales Rohrstück 28 im Bereiche
des jeweiligen Speichers 3 in den Behälter 1 zurückgeführt, während der
Düsenkonus 11 über eine
Rohrleitung 29 oberhalb der in 4 nicht
dargestellten Haspel 8 an den Behälter 1 angeschlossen ist.
-
Das
Gebläse 22 ist
bei dieser Ausführungsform
außerhalb
des Behälters 1 koaxial
zu diesem angeordnet. Sein Druckkanal 21 ist über eine Schraubverbindung 20 und
ein entsprechendes Rohrleitungsstück wieder an die Stirnseite 19 des Verteilerkastens 16 angeschlossen.
-
Der
Verteilerkasten 16 kann, falls erforderlich, mit einer
besonderen wärmedämmenden
oder geräuschdämpfenden
Umhüllung
oder Auskleidung versehen werden, die in 4 bei 30 gestrichelt
angedeutet ist.
-
Der
Transportmittel-Verteilerkasten 16 ist bei den beschriebenen
Ausführungsformen
als ein sich im Wesentlichen über
die Länge
des Behälters 1 erstreckendes,
im Querschnitt rechteckiges Rohr dargestellt, das auf zumindest
zwei Seiten durch parallele Seitenwände 26 begrenzt ist.
Grundsätzlich
kann der Verteilerkasten 16 naturgemäß jede zweckentsprechende Querschnittsgestalt
aufweisen, insbesondere auch eine solche, die bei dem Einbau in
den Behälter 1 dem
Innenumriss oder den darin enthaltenen Komponenten angepasst ist.
Insbesondere bei mehrspeicherigen Ausführungen der Vorrichtung kann
es zweckmäßig sein
an dem Verteilerkasten 16 über seine axiale Länge zusätzliche
Maßnahmen vorzusehen,
um eine gleichmäßige Transportmediumsbeaufschlagung
der einzelnen Transportdüsen 9,
unabhängig
von deren Entfernung von der Mündung
des Gebläsedruckkanals 21 zu
gewährleisten. Zu
diesem Zwecke können
bspw. Luftver teilerelemente in Form von Luftleitblechen, Schikanen
oder dergleichen in dem Verteilerkasten vorgesehen werden. Gegebenenfalls
zweckmäßig ist
es auch ringförmig
um die Transportdüsen 9 angeordnete
Leitbleche vorzusehen, die für
einen konzentrischen Eintritt des Transportmediums aus dem Verteilerkasten 26 in den
Ringspalt 10 der jeweiligen Transportdüse sorgen. Eine andere zur
Vergleichmäßigung der
Transportmediumsbeaufschlagung der Transportdüsen dienende Maßnahme könnte auch
darin bestehen, den Querschnitt des Verteilerkastens 16 über seine axiale
Länge zu
verändern,
derart, dass sich in dem Verteilerkasten 16 überall eine
gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit
ergibt.
-
Der
auf dem Common-Rail-Prinzip beruhende Verteilerkasten 16 erlaubt
es auch in einfacher Weise die Transportmediumsbeaufschlagung der Transportdüsen 9 bedarfsgemäß zu steuern.
Das kann bei einer in den 5, 6 dargestellten
Ausführungsform
durch Steuermittel in Gestalt eines Schiebers 31 geschehen,
der über
eine Stellvorrichtung 32 angesteuert ist, die aus der in 5 dargestellten
Absperrstellung, entsprechend dem Pfeil 33, in eine unwirksame
Stellung zurückgezogen
werden kann. Der Schieber 31 ist zwischen der mit dem Druckkanal 21 des
Gebläses 22 verbundenen
Stirnwand 19 des Verteilerkastens 16 und der dieser
benachbarten ersten Transportdüse 9 angeordnet
und kann somit den Transportmediumszustrom zu dem Verteilerkasten 16 insgesamt
regeln. Auf diese Weise wird die Transportmediumsbeaufschlagung
der vier Transportdüsen 9 für alle Transportdüsen gleichmäßig geregelt.
-
Zusätzlich oder
alternativ können
die dem Verteilerkasten 16 zugeordneten Steuermittel aber auch
so ausgebildet sein, dass sie eine individuelle Regelung der Transportmediumsbeaufschlagung
der einzelnen Transportdüsen 9 ermöglichen.
Eine solche Ausführungsform
ist in den 7, 8 veranschaulicht.
Der in dem Behälter 1 untergebrachte Transportmediums-Verteilerkasten 16a ist
grundsätzlich ähnlich wie
der Verteilerkasten 16 nach 1, 2 aufgebaut.
Er enthält
jedoch, wie insbesonders aus 8 zu ersehen,
eine zu der Bodenwand parallele und von dieser beabstandete Zwischenwand 34,
die den eigentlichen Verteilerkastenraum 35 begrenzt, in
den der Druckkanal 21 des in dem Behälter 1 angeordneten
Gebläses 22 mündet. Die
Trennwand 34 verläuft
unterhalb der Transportdüsen 9,
wobei der oberhalb der Trennwand 34 und unterhalb der Deckwand 17 liegende
Raum in dem Verteilerkasten 16a durch Querwände 36 unterteilt ist,
die jeweils eine Transportdüse 9 enthaltende Transportmediumsspeiseräume oder
-kammern 37 begrenzen. Diese Transportmediumsspeiseräume 37 sind
mit dem Verteilerkastenraum 35 über Durchgangsöffnungen 38 verbunden,
deren Durchtrittsquerschnitt für
das Transportmedium jeweils durch ein Absperrorgan 39 beeinflusst
werden kann, das durch eine zugeordnete Stellvorrichtung 40 individuell
verstellt werden kann.
-
Während bei
der Ausführungsform
nach den 7, 8 die individuelle
Steuerung der Transportmediumsbeaufschlagung der einzelnen Transportdüsen 9 durch
Maßnahmen
in dem Verteilerkasten 16a erreicht wird, sind auch Ausführungsformen möglich, bei
denen unmittelbar auf die Transportdüsen 9 zu diesem Zwecke
Eingriff genommen wird. Ein solches Ausführungsbeispiel zeigen die 9 und 10.
-
Bei
dieser Ausführungsform
ist auf den den Ringspalt 10 begrenzenden Düsenkonus 11 und/oder
den die Fangdüse
bildenden erweiterten Teil des Diffusors 12 eine Schiebehülse 41 aufgesetzt,
die wie insbesondere aus 10 zu
ersehen, in Richtung eines Doppelpfeils 42 axial hin und
her verstellbar ist, derart, dass sie den Ringspalt 10 mehr oder
weniger abdeckt. Auf diese Weise kann der Transportme diumsstrom
in der jeweiligen Transportdüse 9 individuell
verstellt werden, wie dies im Hinblick auf einen warenschonenden
Transport bei maximaler Geschwindigkeit erforderlich ist. Die Möglichkeit
den Ringspalt 10 ganz zu schließen, lässt die Notwendigkeit einer
Absperrklappe entfallen, die sonst erforderlich ist, wenn eine Transportdüse 9 nicht
benutzt wird. Durch den Wegfall der Absperrklappe entfällt deren
Strömungswiderstand,
womit sich der Wirkungsgrad der ganzen Vorrichtung wiederum erhöht.
-
In
den 5 bis 10 sind für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
wie in den 1, 2 verwendet,
wobei auf eine nochmalige Erläuterung
dieser Teile verzichtet ist.
-
Im
Vorstehenden wurde die Erfindung anhand einer JET-Behandlungsmaschine
nach dem aerodynamischen Prinzip erläutert. Grundsätzlich ist es
aber möglich
das Common-Rail-Konzept
des Transportmediumsverteilerkastens 16, 16a mit
den darin unmittelbar eingesetzten Transportdüsen 9 auch für JET-Behandlungsmaschinen
einzusetzen, die mit einem flüssigen
Transportmedium, d.h. nach dem hydraulischen Prinzip arbeiten.
-
Bei
dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist
der Behälter 1 druckfest
ausgebildet. Die Erfindung ist aber auch bei sogenannten atmosphärischen
Maschinen anwendbar bei denen der Behälter nicht druckfest ist.