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Die
Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art, insbesondere zum Trocknen von Schnittholz.
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Durch
DE 613 160 C ist
eine Trocknungsvorrichtung der betreffenden Art bekannt, die wenigstens
zwei Trocknungskammern zur Aufnahme von zu trocknendem Gut aufweist,
die vorzugsweise jeweils eine verschließbare Beschickungsöffnung zur
Beschickung mit zu trocknendem Gut aufweisen. Bei den bekannten
Trocknungskammern der betreffenden Art sind die Trocknungskammern
unmittelbar kommunizierend miteinander verbunden. Ferner sind den
Trocknungskammern eine gemeinsame Beströmungseinrichtung zur Beströmung des
Kammerinneren mit Trocknungsluft und eine gemeinsame Heizeinrichtung
zur Erwärmung
der Trocknungsluft zugeordnet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trocknungsvorrichtung
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, bei
der die Strömung
an Trocknungsluft in der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung einfacher
leitbar ist als bei bekannten Trocknungsvorrichtungen und bei der sich
einerseits eine Verkürzung
der Trocknungszeit und andererseits eine Verbesserung der Qualität des getrockneten
Gutes ergibt.
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Diese
Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Lehre gelöst.
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Hierzu
sieht die erfindungsgemäße Lehre Strömungsleitmittel
vor, durch die der Strom von Trocknungsluft derart leitbar ist,
daß jeweils
nur eine der Trocknungskammern beströmbar ist und/oder Strömungsleitmittel,
durch die der Strom von Trocknungsluft derart leitbar ist, daß jeweils
nur eine Trocknungskammer oder beide bzw. sämtliche Trocknungskammern gleichzeitig
beströmbar
ist bzw. sind. Auf diese Weise ist die Variabilität beim Betrieb
der erfindungsgemäßen Trocknungsvorichtung
wesentlich erhöht.
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Ferner
ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsleitmittel derart ansteuerbar
sind oder angesteuert werden, daß die Trocknungskammern im
intermittierenden Betrieb beströmbar
sind oder beströmt
werden. In dem intermittierenden Betrieb wird jeweils nur eine der
Trocknungskammern beströmt
und das in dieser Trocknungskammer aufgenommene zu trocknende Gut
einer Streßphase
unterworfen, während
die andere Trocknungskammer unbeströmt ist und das in dieser Trocknungskammer
aufgenommene zu trocknende Gut einer Beruhigungsphase unterworfen
ist.
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Unter
einer unmittelbar miteinander kommunzierenden Verbindung der Trocknungskammern miteinander
wird erfindungsgemäß verstanden,
daß ein
unmittelbarer Luftaustausch, ermöglicht
ist, insbesondere ohne Zwischenschaltung von Verbindungskanälen oder
unter Zwischenschaltung nur weniger Verbindungskanäle. Beispielsweise
und insbesondere können
erfindungsgemäß die Trocknungskammern
offen miteinander verbunden sein, so daß an jeder der Trocknungskammern
eine Wandung entfällt,
was den mechanischen Aufwand bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
weiter verringert und damit die Herstellungskosten senkt.
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Die
Strömungsleitmittel
können
erfindungsgemäß so ausgebildet
sein, daß wahlweise
jeweils nur eine Trocknungskammer oder beide bzw. sämtliche
Trocknungskammern gleichzeitig beströmbar ist bzw. sind. Werden
beispielsweise die Trocknungskammern gleichzeitig beströmt, so können die
Trocknungskammern als Teilkammern einer Trocknungskammer angesehen
werden. Sind demgegenüber
die Trocknungskammern beispielsweise strömungstechnisch gegeneinander
abgesperrt, so daß jeweils
nur eine Trocknungskammer beströmt
wird, so können die
Teilkammern als voneinander unabhängige Trocknungskammern angesehen
und betrieben werden, beispielsweise und insbesondere im intermittierenden
Betrieb.
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Erfindungsgemäß kann anstelle
von Luft auch ein anderes gasförmiges
Trocknungsmedium verwendet werden.
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Es
ist erfindungsgemäß möglich, jeder
der Trocknungskammern bzw. Teilkammern eine separate Beschickungsöffnung zur
Beschickung der Trocknungskammern mit dem zu trocknenden Gut zuzuordnen.
Es ist erfindungsgemäß jedoch
auch möglich,
zwei oder mehr Trocknungskammern bzw. Teilkammern eine gemeinsame
Beschickungsöffnung zuzuordnen,
und die Beschickung der Trocknungskammern bzw. Teilkammern beispielsweise
mittels eines Frontstaplers vorzunehmen. Dies ist insbesondere dann
vorteilhaft, wenn die Trocknungskammern bzw. Teilkammern in Beschickungsrichtung
hintereinander angeordnet sind.
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Eine
außerordentlich
vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß die Trocknungskammern
frei von permanenten vertikalen Trennwän den miteinander verbunden
sind. Auf diese Weise ist ein unmittelbarer Austausch der Trocknungsluft
zwischen den Trocknungskammern ermöglicht, falls dies erwünscht ist.
Durch den Verzicht auf permanente vertikale Trennwände ist
darüber
hinaus der Aufbau der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung noch
weiter vereinfacht.
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Eine
andere besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
sieht vor, daß die
gemeinsame Beströmungseinrichtung
und/oder die gemeinsame Heizeinrichtung in einer oder in unmittelbarer
Nähe zu
einer vertikalen Trennebene zwischen den Trocknungskammern angeordnet
ist bzw. sind. Bei dieser Ausführungsform
können
die Trocknungskammern insbesondere zu der Trennebene symmetrisch
oder im wesentlichen symmetrisch angeordnet sein, so daß die Trocknungskammern
sowohl gleichzeitig gleichmäßig mit
Trocknungsluft beströmt
werden können
als auch unter Verwendung geeigneter Strömungsleitmittel ein zeitlich
aufeinanderfolgendes, voneinander getrenntes Beströmen der
Trocknungskammern ermöglicht
ist. Es ist erfindungsgemäß jedoch
auch möglich,
Trocknungskammern bzw. Teilkammern vorzusehen, die bezüglich der
vertikalen Trennebene asymmetrisch aufgebaut oder angeordnet sind,
beispielsweise ein unterschiedliches Kammervolumen aufweisen.
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Eine
Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß Strömungsmittel wenigstens eine
Sperreinrichtung aufweisen, die zwischen einer ersten Position,
in der der Strömungsweg
zu einer zugeordneten Trocknungskammer abgesperrt ist, und einer
zweiten Position, in der der Strömungsweg
zu der zugeordneten Trocknungskammer freigegeben ist, verstellbar
ist. In der ersten Position der Sperreinrichtung kann die Trocknungskammer,
der die Sperreinrichtung zugeordnet ist, beispielsweise im intermittierenden
Betrieb, beströmt
werden, während
die betreffende Trocknungskammer in der zweiten Position der Sperreinrichtung
im wesentlichen unbeströmt
ist, wobei beispielsweise im intermittierenden Betrieb dann die andere
oder eine der anderen Trocknungskammern beströmt wird.
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Um
eine noch präzisere
Einstellung des gewünschten
Trocknungsklimas zu ermöglichen,
sieht eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform vor, daß die Sperreinrichtung
in eine dritte Position verstellbar ist, in der der Querschnitt
des Strömungsweges
zu der zugeordneten Trocknungskammer bezogen auf den Querschnitt
des Strömungsweges
in der zweiten Position der Sperreinrichtung verringert ist. Bei
dieser Ausführungsform
ist es beispielsweise möglich,
eine der Trocknungskammern vollständig zu beströmen und
eine Trocknungskammer, deren zugeordnete Sperreinrichtung sich in
der dritten Position befindet, lediglich mit einem Teilstrom an
Trocknungsluft zu versorgen.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsformen mit der zwischen
unterschiedlichen Positionen verstellbaren Sperreinrichtung sieht
vor, daß die
Sperreinrichtung zwischen ihren Positionen stufenlos verstellbar
ist.
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Auf
diese Weise ist eine noch präzisere
und feinere Einstellung des Trocknungsklimas in der zugeordneten
Trocknungskammer ermöglicht.
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Um
die Sperreinrichtung einfach und damit kostengünstig zu gestalten, sieht eine
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
vor, daß die
Sperreinrichtung eine um eine vorzugsweise horizontale Drehachse
drehbar gelagerte Klappe aufweist.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, daß die Klappe relativ
zu der Drehachse asymmetrisch ausgebildet ist. Auf diese Weise ist
es beispielsweise ermöglicht, die
Klappe gleichzeitig als Sperreinrichtung zu nutzen, um die zugeordnete
Trocknungskammer gegen die benachbarte Trocknungskammer vollständig oder im
wesentlichen vollständig
abzusperren. Hierzu kann beispielsweise ein Klappenteil der Klappe
teleskopierbar ausgebildet sein und in einer Sperrposition der Klappe
beispielsweise so ausgefahren werden, daß es bis zum Boden der Trocknungskammer reicht
und diese gegen die benachbarte Trocknungskammer absperrt.
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Erfindungsgemäß ist es
grundsätzlich
ausreichend, wenn nur einer der Trocknungskammern eine Sperreinrichtung
zugeordnet ist. Um eine noch präzisere
und voneinander unabhängige
Einstellung des gewünschten
Trocknungsklimas für
jede der Trocknungskammern bzw. Teilkammern zu ermöglichen,
sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
vor, daß jeder
der Trocknungskammern bzw. Teilkammern eine Sperreinrichtung zugeordnet
ist. Um eine voneinander unabhängige
Einstellung des Trocknungsklimas in den einzelnen Trocknungskammern
bzw. Teilkammern zu ermöglichen,
sind die den einzelnen Trocknungskammern zugeordneten Sperreinrichtungen
vorzugsweise unabhängig
voneinander ansteuerbar.
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Zweckmäßigerweise
weist die gemeinsame Heizeinrichtung wenigstens ein Heizregister
auf. Derartige Heizregister stehen als einfache und relativ kostengünstige Standardbauteile
mit hoher Heizleistung zur Verfügung.
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Eine
andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß die gemeinsame
Beströmungseinrichtung
wenigstens einen Ventilator aufweist. Entsprechend den jeweiligen
Anforderungen kann auch mehr als ein Ventilator verwendet werden, wobei
die Ventilatoren dann den Trocknungskammern jeweils gemeinsam zugeordnet
sind.
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Um
eine besonders gleichmäßige Trocknung des
in den Trocknungskammern aufgenommenen zu trocknenden Gutes zu ermöglichen,
sieht eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform vor, daß die Förderrichtung
des Ventilators oder der Ventilatoren umsteuerbar ist. Auf diese
Weise wird zuerst eine Seite beispielsweise eines Holzstapels mit
der Trocknungsluft beströmt,
während
nach Umsteuerung der Vorrichtung des Ventilators die andere Seite mit
der trockeneren Trocknungsluft beströmt wird.
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Um
eine noch präzisere
und feinfühligere Einstellung
des Trocknungsklimas in den Trocknungskammern zu ermöglichen,
sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsform
mit dem Ventilator oder den Ventilatoren vor, daß die Drehzahl des Ventilators
oder der Ventilatoren steuerbar ist.
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Eine
andere vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsform mit dem Ventilator
oder den Ventilatoren sieht vor, daß die Orientierung der Drehachse des
Ventilators im Raum entsprechend den jeweils erforderlichen Strömungsverhältnissen
gewählt
ist. Bei dieser Ausführungsform
können
die Drehachse des Ventilators bzw. die Drehachsen der Ventilatoren eine
zur Erreichung der gewünschten
Strömungsverhältnisse
beliebige Orientierung im Raum haben. Neben einer horizontalen oder
vertikalen Orientierung der Drehachse bzw. der Drehachsen ist somit
auch eine unter einem beliebigen Winkel geneigte Orientierung der
Drehachse bzw. der Drehachsen möglich.
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Eine
andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß den Trocknungskammern
eine gemeinsame Befeuchtungseinrichtung zur Befeuchtung des zu trocknenden
Gutes zugeordnet ist. Durch die Befeuchtungseinrichtung ist die
Variabilität
hinsichtlich der Einstellung des gewünschten Trocknungsklimas in
den Trocknungskammern weiter verbessert. Dadurch, daß den Trocknungskammern
eine gemeinsame Befeuchtungseinrichtung zugeordnet ist, ist der
bauliche Aufwand gegenüber Trocknungsvorrichtungen,
bei denen jeder Trocknungskammer eine Befeuchtungseinrichtung zugeordnet
ist, wesentlich verringert.
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Die
räumliche
Anordnung der Trocknungskammern relativ zueinander ist in weiten
Grenzen wählbar.
Insoweit sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
vor, daß die Trocknungskammern
in Beschickungsrichtung hintereinander angeordnet sind. Bei dieser
Ausführungsform
sind die Trocknungskammern quasi ”Rücken an Rücken” angeordnet. Diese Ausführungsform
ist besonders gut für
frontstaplerbeschickte Trocknungsvorrichtungen geeignet, bei denen
ein Stapel von zu trocknendem Gut so in die Trocknungskammer eingebracht
wird, daß seine
Längsrichtung quer
zur Beschickungsrichtung verläuft.
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Es
ist erfindungsgemäß jedoch
auch möglich,
daß die
Trocknungskammern quer zur Beschickungsrichtung nebeneinander angeordnet
sind. Bei dieser Ausführungsform
sind die Trocknungskammern quasi ”Seite an Seite” nebeneinander
angeordnet. Diese Ausführungsform
ist besonders gut beispielsweise für gleiswagenbeschickte Trocknungsvorrichtungen
geeignet, bei denen die Längsrichtung eines
Stapels des zu trocknenden Gutes parallel zur Beschickungsrichtung
verläuft.
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Falls
entsprechend den jeweiligen Anforderungen erforderlich, können die
Trocknungskammern wenigstens eine horizontale Zwischendecke aufweisen,
wie dies eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre vorsieht.
Beispielsweise und insbesondere kann zwischen der Zwischendecke
und der Decke der Trocknungskammern ein Strömungskanal für die Trocknungsluft
gebildet sein.
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Eine
andere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
sieht vor, daß die
Trocknungskammern als separate, miteinander verbundene Baueinheiten
ausgebildet sind. Bei dieser Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trocknungskammer
einen modularen Aufbau auf und kann ggf. um weitere, als separate
Baueinheiten ausgebildete Trocknungskammern erweitert werden. Dadurch, daß die Baueinheiten,
die die Trocknungskammern bilden, grundsätzlich identisch ausgebildet
sein können,
ist der Fertigungsaufwand weiter verringert.
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Eine
andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß eine Decke
der Trocknungskammern mit einer Ausbuchtung versehen ist und daß die Beströmungseinrichtung
und/oder die Heizeinrichtung in die Ausbuchtung hineinragt bzw. hineinragen.
Diese Ausführungsform
ermöglicht
beispielsweise eine Verwendung von Ventilatoren größeren Durchmessers,
ohne daß die
Decke der Trocknungskammern über
ihre gesamte Ausdehnung eine größere Höhe aufweisen
muß. Auf
diese Weise ist der umbaute Raum in den Trocknungskammern gering
gehalten. Dies verringert den Fertigungsaufwand und damit die Herstellungskosten
der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung.
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Um
den Verlauf der Strömung
an Trocknungsluft entsprechend den jeweiligen Anforderungen zu beeinflussen,
sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
vor, daß im
Strömungsweg
der Trocknungsluft wenigstens ein Strömungsleitelement angeordnet
ist.
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Um
die Variabilität
hinsichtlich der Leitung der Strömung
an Trocknungsluft weiter zu erhöhen, sieht
eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform
vor, daß das
Strömungsleitelement
um eine vorzugsweise horizontale Achse verstellbar oder drehantreibbar
ist.
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Bei
den vorgenannten Ausführungsformen ist
das Strömungsleitelement
vorzugsweise als Strömungsleitblech
ausgebildet, wie dies eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre
vorsieht. Derartige Strömungsleitbleche
sind relativ einfach und kostengünstig
herstellbar.
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Andere
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre sehen vor, daß den Trocknungskammern
wenigstens eine gemeinsame Zuluftöffnung zur Zuführung von
Zuluft in das Kammerinnere zugeordnet ist und/oder daß den Trocknungskammern
wenigstens eine gemeinsame Abluftöffnung zur Abführung von
Luft aus dem Kammerinneren zugeordnet ist.
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Eine
andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht Mittel vor,
durch die die Trocknungskammern strömungstechnisch vollständig oder im
wesentlichen vollständig
voneinander trennbar sind. Diese Ausführungsform ist besonders gut
für erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtungen
geeignet, bei denen die Trocknungskammern frei von permanenten vertikalen
Trennwänden
miteinander verbunden sind. Durch die betreffenden Mittel sind die Trocknungskammern
gegeneinander absperrbar, um einen Luftaustausch zu verhindern,
falls entsprechend den jeweiligen Anforderungen erforderlich. Die betreffenden
Mittel können
beispielsweise eine um eine Drehachse drehbar gelagerte Klappe aufweisen,
die bezüglich
der Drehachse asymmetrisch ausgebildet ist und deren einer Klappenteil
beispielsweise zur Absperrung der zugeordneten Trocknungskammer
bzw. Teilkammer dienen kann. Hierzu kann die betreffende Klappe
beispielsweise einen teleskopierbar ausgebildeten Klappenteil aufweisen,
der in einer Sperrposition von der Drehachse bis auf den Boden der
Trocknungskammer reicht und diese so gegen die benachbarte Trocknungskammer
absperrt.
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Die
erfindungsgemäß erzielten
Vorteile kommen bereits dann voll zur Geltung, wenn die Trocknungsvorrichtung
lediglich zwei Trocknungskammern aufweist, wobei die erfindungsgemäße Lehre besonders
gut bei frontstaplerbeschickten Trocknungsvorrichtungen mit zwei
in Beschickungsrichtung hintereinander angeordneten Trocknungskammern
einsetzbar ist. Falls entsprechend den jeweiligen Anforderungen
erforderlich, können
jedoch auch mehr als zwei Trocknungskammern vorgesehen sein, wie
dies eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre vorsieht.
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Eine
Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, daß jeweils
zwei aneinander angrenzenden Trocknungskammern eine gemeinsame Beströmungseinrichtung
zur Beströmung
des Kammerinneren mit Trocknungsluft und eine gemeinsame Heizeinrichtung
zur Erwärmung
der Trocknungsluft zugeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform
ist es erfindungsgemäß möglich, beispielsweise im
Bereich jeder vertikalen Trennebene zwischen zwei aneinander angrenzenden
Trocknungskammern gemeinsame Einrichtungen, insbesondere eine Beströmungseinrichtung
und eine Heizeinrichtung, vorzusehen. Es ist erfindungsgemäß jedoch
auch möglich,
nur an einigen der vertikalen Trennebenen zwischen den aneinander
angrenzenden Trocknungskammern gemeinsame Einrichtungen vorzusehen,
sofern eine ausreichende Beströmung
sämtlicher
Trocknungskammern mit Trocknungsluft gewährleistet ist.
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Erfindungsgemäß können die
miteinander verbundenen Trocknungskammern von gleicher oder unterschiedlicher
Bauart und/oder von gleicher oder unterschiedlicher Größe sein.
So ist es erfindungsgemäß beispielsweise
möglich,
zwei Trocknungskammern gleichen Volumens, die die gleiche Bauart
aufweisen, beispielsweise als Metallkonstruktion ausgeführt sind,
miteinander zu verbinden. Es ist erfindungsgemäß jedoch beispielsweise auch
möglich, zwei
Trocknungskammern unterschiedlichen Volumens, die von unterschiedlicher
Bauart sind, miteinander zu verbinden, beispielsweise eine gemauerte Trocknungskammer
mit einer als Metallkonstruktion ausgeführten Trocknungskammer. Beliebige
Kombinationen sind erfindungsgemäß möglich.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten stark schematisierten
Zeichnung näher erläutert, in
der Ausführungsbeispiele
einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder in der Zeichnung
dargestellten Merkmale für
sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung,
unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie
unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw.
in der Zeichnung.
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Es
zeigt:
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1 einen
Vertikalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
in einem Betriebszustand, in dem nur eine der Trocknungskammern
beströmt wird,
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2 einen
Horizontalschnitt durch die Trocknungsvorrichtung gemäß 1,
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3 in
gleicher Darstellung wie 1 die Trocknungsvorrichtung
gemäß 1 in
dem einen Betriebszustand, in dem beide Trocknungskammern beströmt werden,
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4 in
gleicher Darstellung wie 1 die Trocknungsvorrichtung
gemäß 1 in
einem Betriebszustand, in dem eine der Trocknungskammern vollständig und
die andere Trocknungskammer nur teilweise beströmt wird,
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5 in
gleicher Darstellung wie 2, jedoch in kleinerem Maßstab ein
zweites Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung
und
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6 in
gleicher Darstellung wie 5 ein drittes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung.
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In
den Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. sich entsprechende Bauteile
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung 2 dargestellt,
die bei diesem Ausführungsbeispiel
zur Trocknung von Schnittholz dient. Die Trocknungsvorrichtung 2 weist
bei diesem Ausführungsbeispiel
zwei Trocknungskammern bzw. Teilkammern 4, 6 zur
Aufnahme von zu trocknendem Schnittholz auf. Nachfolgend wird der
Aufbau der Trocknungskammer 4 näher erläutert. Die Trocknungskammer 6 ist
im wesentlichen gleich aufgebaut, und ihre Bauteile sind mit Bezugszeichen
versehen, die den Bezugszeichen der Bauteile der Trocknungskammer 4 entsprechen.
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Die
Trocknungskammer 4 weist eine bei diesem Ausführungsbeispiel
mittels eines Tores 8 verschließbare Beschickungsöffnung 10 zur
Beschickung der Trocknungs kammer 4 auf, wobei bei diesem
Ausführungsbeispiel
die Beschickung der Trocknungskammer 4 mittels eines nicht
dargestellten Frontstaplers in einer in 1 durch
einen Pfeil 12 symbolisierten Beschickungsrichtung erfolgt.
Entsprechend der Beschickung mit einem Frontstapler verläuft die
Längsrichtung
von Holzstapeln, von denen in 1 lediglich
ein Holzstapel mit dem Bezugszeichen 14 versehen ist, quer
zur Beschickungsrichtung 12, also in 1 in
die Zeichenebene hinein.
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Im
vertikalen Abstand unterhalb einer gemeinsamen Decke 16 der
Trocknungskammern 4, 6 weist die Trocknungskammer 4 eine
Zwischendecke 18 auf, wobei zwischen der gemeinsamen Decke 16 und
der Zwischendecke 18 ein Strömungskanal 20 für Trocknungsluft
gebildet ist.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
sind die Trocknungskammern 4, 6 offen und damit
erfindungsgemäß unmittelbar
miteinander kommunizierend miteinander verbunden und grenzen an
einer vertikalen Trennebene, die in 1 durch
eine gestrichelte Linie 22 angedeutet ist, aneinander an.
Wie aus 1 ersichtlich ist, sind die
Trocknungskammern 4, 6 bei diesem Ausführungsbeispiel
frei von permanenten vertikalen Trennwänden miteinander verbunden.
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Erfindungsgemäß ist den
Trocknungskammern 4, 6 eine gemeinsame Beströmungseinrichtung 24 zur
Beströmung
des Kammerinneren mit Trocknungsluft und eine gemeinsame Heizeinrichtung 26 zur
Erwärmung
der Trocknungsluft zugeordnet. Die gemeinsame Beströmungseinrichtung 24 und
die gemeinsame Heizeinrichtung 26 sind bei diesem Ausführungsbeispiel
in unmittelbarer Nähe
der vertikalen Trennebene 22 zwischen den Trocknungskammern 4, 6 angeordnet,
so daß eine
gleichmäßige Beströmung der
Trocknungskammern 4, 6 mit Trocknungsluft ermöglicht ist.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
weist die gemeinsame Heizeinrichtung eine Mehrzahl von in Querrichtung
der Trocknungskammern 4, 6 hintereinander angeordneten
Ventilatoren (vgl. 2) und die gemeinsame Heizeinrichtung 26 eine
Mehrzahl von in Querrichtung der Trocknungskammern 4, 6 aufeinanderfolgenden
Heizregistern (vgl. 2) auf. Bei diesem Ausführungsbeispiel
weist ferner die Decke 16 der Trocknungskammer 4, 6 nach
oben hin eine Ausbuchtung 28 auf, wobei die gemeinsame
Beströmungseinrichtung
und die gemeinsame Heizeinrichtung in diese Ausbuchtung 28 hineinragen.
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Zur
Zuführung
von Zuluft in das Kammerinnere ist eine mittels einer Klappe verschließbare gemeinsame
Zuluftöffnung 30 und
zur Abführung
von Luft aus dem Kammerinneren eine ebenfalls mittels einer Klappe
verschließbare
gemeinsame Abluftöffnung 32 zugeordnet,
wobei die Zuluftöffnung 30 und die
Abluftöffnung 32 im
Bereich der Ausbuchtung 28 angeordnet sind.
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Erfindungsgemäß weist
die Trocknungsvorrichtung 2 ferner Strömungsleitmittel auf, durch
die bei diesem Ausführungsbeispiel
der Strom von Trocknungsluft derart leitbar ist, daß jeweils
nur eine der Trocknungskammern 4, 6 oder beide
Trocknungskammern 4, 6 gleichzeitig beströmbar sind, wobei
die Trocknungskammern 4, 6 insbesondere im intermittierenden
Betrieb beströmbar
sind. Die Strömungsleitmittel
weisen bei diesem Ausführungsbeispiel
eine der Trocknungskammer 4 zugeordnete Sperreinrichtung
auf, die zwischen einer ersten Position, in der der Strömungsweg
zu der Trocknungskammer 4 abgesperrt ist, und einer zweiten
Position, in der der Strömungsweg
zu der Trocknungskammer freigegeben ist, verstellbar ist. Zusätzlich ist
die Sperreinrichtung bei diesem Ausführungsbeispiel in eine dritte
Position verstellbar, in der der Querschnitt des Strömungsweges zu
der Trocknungskammer 4 bezogen auf den Querschnitt des
Strömungsweges
in der zweiten Position der Sperreinrichtung verringert ist. Die
Sperreinrichtung weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine um eine
horizontale Achse 34 drehbar gelagerte Klappe 36 auf.
In 1 ist die Klappe 36 in ihrer ersten Position
dargestellt, in der sie den Strömungsweg
zu der ersten Trocknungskammer 4, der zwischen der Decke 16 und
der Zwischendecke 18 der Trocknungskammer 4 gebildet
ist, absperrt. Die Verstellung der Klappe 36 wird bei diesem
Ausführungsbeispiel
durch in der Zeichnung nicht dargestellte Steuerungsmittel gesteuert
und erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel
stufenlos.
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Ferner
weist die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung 2 eine
den Trocknungskammern 4, 6 gemeinsam zugeordnete
Befeuchtungseinrichtung in Form einer Sprüheinrichtung 38 auf,
die in unmittelbarer Nähe
zu der vertikalen Trennebene 22 angeordnet ist.
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Im
Strömungsweg
der Trocknungsluft ist im Bereich der vertikalen Trennebene 22 bei
diesem Ausführungsbeispiel
ein Strömungsleitelement 40 angeordnet,
das bei diesem Ausführungsbeispiel
um eine horizontale, in die Zeichenebene hinein verlaufende Drehachse 40 verstellbar
und drehantreibbar ist.
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2 zeigt
einen Horizontalschnitt durch die Trocknungsvorrichtung 2 gemäß 1,
wobei erkennbar ist, daß die
Trocknungskammern 4, 6 bei diesem Ausführungsbeispiel
in Beschickungsrichtung 12 bzw. 12' hintereinander angeordnet sind.
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Die
Ansteuerung der verschiedenen zur Einstellung des gewünschten
Trocknungsklimas erforderlichen Einrichtungen erfolgt über in der
Zeichnung nicht dargestellte Steuerungsmittel, die beispielsweise
einen Rechner aufweisen können.
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Die
Funktionsweise der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung 2 ist
wie folgt:
In 1 ist die der Trocknungskammer 4 zugeordnete
Klappe 36 in der ersten Position dargestellt, in der der
Strömungsweg
zu der ersten Trocknungskammer 4 abgesperrt ist. Demgegenüber ist
die der Trocknungskammer 6 zugeordnete Klappe 36' in der zweiten
Position dargestellt, in der der Strömungsweg zu der Trocknungskammer 6 freigegeben
ist. In dieser Position der Klappen 36, 36' erzeugt die
gemeinsame Beströmungseinrichtung 24 einen
mittels der gemeinsamen Heizeinrichtung 6 erwärmbaren
Strom an Trocknungsluft, der in die Trocknungskammer 6 einströmt und nach
dem Umströmen
der Holzstapel 14 über
den Strömungsweg 20' zu der Beströmungseinrichtung 24 zurückgeführt wird
und so zirkuliert.
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Falls
entsprechend den gegebenen Anforderungen erforderlich, kann über die
Zuluftöffnung 30 Zuluft
zugeführt
oder über
die Abluftöffnung 32 Abluft abgeführt werden.
Um eine gleichmäßige Trocknung der
Holzstapel 14 zu ermöglichen,
wird die Drehrichtung der Ventilatoren der Beströmungseinrichtung 24 periodisch
rechnergesteuert umgekehrt.
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In
der in 1 dargestellten Position der Klappen 36, 36' wird im wesentlichen
nur die Trocknungskammer 6 beströmt, während die Trocknungskammer 4 unbeströmt ist.
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Um
die Trocknungskammern 4, 6 intermittierend zu
betreiben, wird die Klappe 36' in die erste Position und die
Klappe 36 in die zweite Position gesteuert, in der dann
im wesentlichen nur die Trocknungskammer 4 beströmt wird.
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3 stellt
einen Betriebszustand der Trocknungsvorrichtung 2 dar,
in dem sich die Klappen 36, 36' jeweils in der zweiten Position
befinden. In dieser Position verläuft der Strömungsweg von der gemeinsamen
Beströmungseinrichtung 24 durch
den Bereich zwischen der Decke 16 und der Zwischendecke 18 in
die Trocknungskammer 4 und zu den Holzstapeln 14 und
von dort in die Trocknungskammer 6 zu den Holzstapeln 14' und von dort
in einen Bereich zwischen der Decke 16 und der Zwischendecke 18' zurück zu der
Beströmungseinrichtung,
so daß die Trocknungsluft
durch beide Trocknungskammern 4, 6 zirkuliert.
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4 zeigt
einen Betriebszustand der Trocknungsvorrichtung 2, in dem
sich die der Trocknungskammer 6 zugeordnete Klappe 36' in der zweiten
Position befindet, während
sich die der Trocknungskammer 4 zugeordnete Klappe 36 in
einer dritten Position befindet, in der der Querschnitt des Strömungsweges zu
der Trocknungskammer 4 gegenüber dem Querschnitt des Strömungsweges
in der zweiten Position der Klappe 36 verringert ist. Somit
wird in dieser Position hauptsächlich
die Trocknungskammer 6 beströmt, während die Trocknungskammer 4 mit
einem Teilstrom an Trocknungsluft beströmt wird.
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Wie
sich beispielsweise aus 1 ergibt, erstreckt sich in
der ersten Position der Klappe 36 die Trocknungskammer
bzw. Teilkammer 6 in horizontaler Richtung von dem Tor 8' bis zu der
Klappe 36, während
sich die Trocknungskammer bzw. Teilkammer 6 in der ersten
Position der Klappe 36',
in der die Trocknungskammer 6 gegen die Trocknungskammer 4 im
wesentlichen abgesperrt ist, von dem Tor 8' bis zu der Klappe 36'. Dementsprechend ändert sich
das Kammervolumen der Trocknungskammern 4, 6 entsprechend
der Stellung der Klappen 36, 36'. Dementsprechend ist die vertikale
Trennebene 22 lediglich als geometrische Trennebene, nicht
jedoch als strömungstechnische
Trennebene anzuse hen.
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5 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung, bei
der mehrere Trocknungsvorrichtungen 2 gemäß 2 quer
zur Beschickungsrichtung 12 bzw. 12' nebeneinander liegend angeordnet
sind.
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6 stellt
ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung 2 dar,
das sich von dem Ausführungsbeispiel
gemäß 6 dadurch
unterscheidet, daß die
Trocknungskammern 4, 6 quer zur Beschickungsrichtung 12 nebeneinander
liegend angeordnet sind. Wie aus 5 ersichtlich
ist, verläuft
die vertikale Trennebene zwischen den Trocknungskammern 4, 6 bei
diesem Ausführungsbeispiel
parallel zur Beschickungsrichtung 12, wobei die Längsrichtung
der Holzstapel 14, 14' ebenfalls parallel zur Beschickungsrichtung 12 verläuft.
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Die
erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung 2 ist
einfach im Aufbau und damit kostengünstig herstellbar. Sie ist
besonders wirtschaftlich betreibbar und gewährleistet kurze Trocknungszeiten
und eine hohe Qualität
des zu trocknenden Gutes.