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DE10340360A1 - Sicherheitsvorrichtung zum Kitesurfen, insbes.: Einfache Steuervorrichtung zum Freidrehen von Verwicklungen der Drachenleinen mit der Sicherheitsleine, Quickrelease mitdrehend - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung zum Kitesurfen, insbes.: Einfache Steuervorrichtung zum Freidrehen von Verwicklungen der Drachenleinen mit der Sicherheitsleine, Quickrelease mitdrehend Download PDF

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Publication number
DE10340360A1
DE10340360A1 DE10340360A DE10340360A DE10340360A1 DE 10340360 A1 DE10340360 A1 DE 10340360A1 DE 10340360 A DE10340360 A DE 10340360A DE 10340360 A DE10340360 A DE 10340360A DE 10340360 A1 DE10340360 A1 DE 10340360A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
kite
line
safety
control rod
shackle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10340360A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Führmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CLEEMANN CORNELIA
Original Assignee
CLEEMANN CORNELIA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CLEEMANN CORNELIA filed Critical CLEEMANN CORNELIA
Priority to DE10340360A priority Critical patent/DE10340360A1/de
Publication of DE10340360A1 publication Critical patent/DE10340360A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H8/00Sail or rigging arrangements specially adapted for water sports boards, e.g. for windsurfing or kitesurfing
    • B63H8/10Kite-sails; Kite-wings; Control thereof; Safety means therefor
    • B63H8/16Control arrangements, e.g. control bars or control lines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H8/00Sail or rigging arrangements specially adapted for water sports boards, e.g. for windsurfing or kitesurfing
    • B63H8/10Kite-sails; Kite-wings; Control thereof; Safety means therefor
    • B63H8/18Arrangements for connecting the user to a kite-sail; Kite-safety means, e.g. chicken loops, safety leashes or quick release mechanisms
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H8/00Sail or rigging arrangements specially adapted for water sports boards, e.g. for windsurfing or kitesurfing
    • B63H8/50Accessories, e.g. repair kits or kite launching aids
    • B63H8/56Devices to distribute the user's load, e.g. harnesses
    • B63H8/58Spreader bars; Hook connection arrangements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Abstract

Aufgabe dieser Erfindung ist es, diese Mängel mit einer Komfort optimierten Vorrichtung, wie aber auch mit einer abgespeckten, kostengünstigeren Version zu beseitigen. An der Hakenplatte der Trapezhose des Fahrers wird ein Quickrelease Schäkel angebracht, in welchem eine Steuervorrichtung eingehängt wird, die so gestaltet ist, daß Verdrillungen der Drachenleinen mit der Sicherheitsleine, verursacht durch Dreher des Drachens oder Rotationen des Sportlers, manuell oder automatisch und auch während der Fahrt herausgedreht werden können. Die Sicherheitsleine verhindert nicht nur, daß der Drachen verloren geht, sie behindert auch nicht den Sportler bei Rotationssprüngen und erlaubt einen unverzüglichen Neustart ohne verhedderte Leinen und ohne Bastelarbeiten im Wasser, folgend einer Notwasserung des Drachens nach Betätigung des primären Quickrelease Schäkels.

Description

  • Verbessertes Sicherheitssystem für 4 Leiner-Lenkdrachen; einfache Steuervorrichtung zum Freidrehen von Verwicklungen der Drachenleinen mit der Safety Leash, Quickrelease mitdrehend.
  • Dieses System bezieht sich auf aufpumpbare, pneumatisch geformte und versteifte Lenkdrachen (international auch Inflatible oder Tube Kite genannt) zur Fortbewegung auf Wasser (Kitesurfen)
  • Kitesurfen mit Lenkdrachen
  • Lenkdrachen, international auch als Kite (Plural: Kites) beschrieben erzeugen für neue Sportarten wie Kitesurfen auf Wasser (auch Kitesurfing genannt) den Vortrieb, vergleichbar zum Segel von Segelbooten. Ähnlich wie beim heutigen Windsurfen bzw. beim Snow- oder Wakeboarden ist beim Kitesurfen der Fahrer mit einem besonders geformten Brett mittels Fußschlaufen bzw. Bindungen verbunden. Der Auftrieb im Wasser wird fast ausschließlich dynamisch durch die Fahrgeschwindigkeit, vergleichbar zum Wasserskifahren, erzeugt. Der Lenkdrachen ist zum Halten und Steuern einerseits am Lenkdrachen und andererseits an einer Steuerstange mittels hochfesten Leinen verbunden. Zur Entlastung von den sehr hohen Haltekräften tragen die Fahrer am Körper sogenannte Trapezgurte- oder Hosen die mit einer Hakenplatte versehen sind, und hängen sich damit in eine Trapeztampen genannte Schlinge ein, die an der Steuerstange befestigt ist. Dadurch kann der Fahrer sein Gewicht und seinen Körper als Hebel zur Aufnahme der hohen Haltekräfte einsetzen. Es verbleiben für den Fahrer lediglich vergleichbar geringe Steuerkräfte beim Lenken. Im Notfall enthakt sich der Fahrer und läßt ggf. auch die Steuerstange los. Um in einem solchen Notfall nicht den Lenkdrachen zu verlieren, wurden diverse Sicherheitsleinensysteme entwickelt. Diese Systeme basieren darauf, daß eine oder mehrere der Halteleinen bzw. Steuerleinen über eine zusätzliche sogenannte Sicherheitsleine fest mit dem Fahrer verbunden sind und der Drachen beim Loslassen der Steuerstange weitgehendst kraftfrei auswehen kann. Ein Neustart des Lenkdrachen vom Wasser (international als "Relaunch" beschrieben), alleine durch den Fahrer und ohne fremde Hilfe, ist vom Prinzip her möglich.
  • Stand der Technik aufblasbare, pneumatisch geformte und versteifte Lenkdrachen mit vierleiniger Steuerung
  • Diese Lenkdrachen sind so gebaut, daß zumindest die vordere Anströmkante mit einer eingearbeiteten aufblasbaren Wulst versehen ist. Weitere aufblasbare Wülste in etwa rechtwinkeliger Anordnung zur vorderen Anströmkante (Flügelnase) dienen üblicherweise der Versteifung des Gebildes in der anderen Richtung. Ersatzweise oder zusätzliche Versteifungen mittels in Taschen eingelassener Segellatten sind heute ebenfalls im Gebrauch. Im Gebrauchsfall werden die Wülste aufgepumpt und mit einem Stopfen verschlossen. Durch den Schnitt des Drachentuches und der pneumatischen Wülste nimmt der aufgepumpte Drachen von vorne gesehen im Wesentlichen die Form eines invertierten U bzw. einer Sichel ein. An den Ohren des U werden die Steuer- bzw. Halteleinen befestigt.
  • Stand der Technik vierleinige Steuerung
  • Der wesentlichste Grund für die vier Leinen-Technik ist die Möglichkeit den Drachen auf eine sehr große Bandbreite von Windgeschwindigkeiten einstellen zu können, indem der Anstellwinkel des Drachens willkürlich, sowohl vor Antritt der Fahrt, wie auch während der Fahrt, durch den Fahrer selbst verändert werden kann. Dies geschieht in der Regel über Teil 10 (siehe 3 bis 5), eine handelsübliche Gurtbandtalje (GBT), wobei L2 den Verstellweg bezeichnet, der üblicherweise bei ca. 200 mm liegt. So sind z. B. Drachen in zwei Leiner-Technik nur über einen engen Bereich von Windgeschwindigkeiten sicher steuerbar. Darüber und darunter müßten andere Drachengrößen vor Fahrtantritt gewählt werden. Der Stand der Technik der vierleinigen Steuerung und üblicher Anordnung der Sicherheitsleine ist in 1 schematisch dargestellt. 2 zeigt schematisch einen 4-Leiner Drachen mit einer zusätzlichen Mittelleine. 1 und 2 zeigen den Drachen im Flug stehend im Zenit am Windfensterrand, mit Drachenleinen und Steuerstange in Flugposition, ohne Fahrer.
  • Zeichenerklärung 1 und 2
  • Hinweis:
  • In den Überschriften sämtlicher Zeichnungsblätter bedeutet:
  • DL
    = Drachenleinen, Teile 2, 3, 4, 5
    SL
    = Sicherheitsleine (safety leash), Teile 6, 7, 16
    QR
    = primärer Quickrelease-Schäkel, Teil 26, 27, 28
  • 1
    Lenkdrachen
    2
    linke Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine
    3
    rechte Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine
    4
    linke Steuerleine(back line), hochfeste Drachenleine
    5
    rechte Steuerleine(back line), hochfeste Drachenleine
    6
    konventionelle Sicherheitsleine (safety leash)
    7
    Mittelleine (hochfeste Drachenleine), führt zu einem Befestigungspunkt in
    der Mitte der Flügelnase von Drachen neuester Bauart mit dualer Funktion
    als Sicherheitsleine (safety leash)
    15
    üblicherweise eine Anbindung der Sicherheitsleine z. B. mittels Gurtband
    mit Klettverschluß am Handgelenk oder am Trapez des Fahrers
  • Ein erheblicher Vorteil der vier Leinen-Technik ist, daß bei entsprechender Gestaltung der Befestigung der Halteleinen an der Lenkstange über die sogenannte De-Powerschlaufe durch ein Dichtholen und Fieren der Lenkstange feinfühlige Anpassungen der Kraft des Drachens bei böigem Wind möglich sind. Siehe 3. L2 ist der Hubweg für das Dichtholen und Fieren, der üblicherweise bei ca. 150 – 300 mm liegt. Dieser Prozeß ist vergleichbar mit dem Dichtholen und Fieren der Großschot beim Segeln oder des Gabelbaumes beim Windsurfen.
  • Stand der Technik der Sicherheitsvorrichtungen
  • Drachen der o. g. Art können bei entsprechender Anströmung enorme Kräfte entwickelt und zu schweren Verletzungen oder Tod des Fahrers führen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Fahrer die Kontrolle verloren hat und ungewollt auf ein starres Hindernis zu gezogen wird. Während beim Windsurfen bei einem unfreiwilligen Abgang des Fahrers, das Segel auf der Wasseroberfläche zu liegen kommt, und somit jede Kraft verliert, ist beim Kitesurfen der Drachen bei einem unfreiwilligen Abgang des Fahrers nach wie vor in der Luft und voll unter Kraft.
  • Eine typische handelsübliche Sicherheitseinrichtung besteht aus den Teilen 6, einer Sicherheitsleine und 15, einem Gurtband mit Klettverschluß zur Befestigung am Handgelenk des Fahrers. Die Sicherheitsleine 6 ist einerseits an der Drachenleine 3 und anderseits am Gurtband mit Klettverschluß 15 angebunden. Die Funktionsweise ist die, daß der Fahrer im Notfall die Steuerstange losläßt. Da der Drachen über die Halteleine 3 mit seinem Handgelenk verbunden ist, kann der Drachen wie eine Fahne im Wind auswehen und verliert dadurch nahezu sämtliche Kraft. Theoretisch kann dann der Fahrer durch entsprechend Techniken einen Neustart des gelandeten Drachens bewerkstelligen.
  • Nachteile und schwerwiegende Sicherheitsmängel an heutigen aufblasbaren Lenkdrachen mit vierleiniger Steuerung.
  • Hier gibt es zwei Problemkomplexe:
    Eine Notauslösevorrichtung, auch Quickrelease genannt, für den Notfall, um sich von dem Drachen schlagartig trennen zu können und die Sicherheitsleine, die den Verlust des Drachens und nachfolgende Seenot verhindern soll.
  • Notauslösevorrichtung/Quickrelease
  • Die Notauslösevorrichtung dient einzig und alleine dem Zweck, den Fahrer gänzlich und schlagartig im Notfall vom Drachen zu trennen, wenn er eingehängt mit dem Trapezhaken, 8, Teil 21, in der De–Power-Schlaufe, Teil 13, 3 bis 5, fährt.
  • In Notfällen hat der Fahrer ggf. zuwenig Kraft um sich auszuhängen zur Verfügung, insbes. dann, wenn er vom Drachen unfreiwillig unter Wasser gezogen wird oder vom Aufprall auf das Wasser benommen ist. Außerdem ist das reguläre Aushängen aus der De-Power-Schlaufe eine extreme Anstrengung, weil durch das erforderliche Herunterdrücken der Steuerstange um aus der Schlaufe freizukommen, der Drachen auf maximale Leistung gestellt wird. Im eingehängten Zustand ist das Loslassen der Steuerstange, um sich vom Zug des Drachen zu befreien nicht die Lösung. Die Zugkraft wird dadurch zwar etwas weniger, weil die Steuerstange bis zum Endpunkt des Hubweges L1, 3 bis 5, ausrauscht aber er ist immer noch eingehängt und mit dem Drachen verbunden.
  • Problem 1 mit der Sicherungsleine, bei Betätigung im Notfall durch Loslassen der Steuerstange, Fahrer nicht eingehängt im Trapez:
  • Bisher bekannte Systeme funktionieren nicht ausreichend zuverlässig. Wegen der vier Leinen, speziell wenn die Leinen durch Dreher des Drachens oder durch Rotationsprünge des Fahrers verdrillt sind, kann sich die losgelassene Steuerstange wie in einem Netz verheddern. Es wurde häufig beobachtet, daß in solchen Fällen der Drachen sich voll angeblasen in der Luft in einer Position stabilisiert und den nun steuerungslosen Fahrer angehängt an die Sicherungsleine mit voller Gewalt raumschots zieht. Die Betätigung eines ggf. vorhandenen Notreißsystemes kann hier die Lage des Fahrers entschärfen, führt aber zwangsläufig zum Verlust des Drachens. Auch nach regulärer Betätigung, sprich Loslassen der Steuerstange, häufig Leinensalat, der einen kontrollierten Relaunch unmöglich macht. Bei viel Wind fast unvermeidbar, da der Drachen beim Niedergehen unkontrolliert peitscht oder rotiert. Ursächlich dafür ist einerseits der weite Weg, den die losgelassene Steuerstange zurücklegen muß, bis der Drachen voll ausgeweht ist. und andererseits, daß die Steuerstange nach dem Loslassen ziemlich undefiniert inmitten der Steuer- und Halteleinen landet.
  • Problem 2 mit der Sicherungsleine, während der Fahrt, Fahrer eingehängt im Trapez:
  • Spitzenkönner schaffen es verdrillte Steuerleinen, verursacht durch Dreher des Drachens oder Rotationsprünge des Fahrers, während der Fahrt heraus zu drehen. Das gelingt durch eine gleiche Anzahl von Drehungen in der Gegenrichtung bei darauffolgenden Rotationssprüngen. Trotzdem müssen auch solche Fahrer ihre Leinen nach einer ggf. unbeabsichtigten Wasserung vor einem Relaunch des Drachens konventionell entdrillen, da verdrillte Steuer- und Halteleinen wegen der hohen Reibung den Start erheblich behindern oder unmöglich machen.
  • Bei Befestigung der Sicherungsleine am Handgelenk muß sich der Fahrer bei der Wasserung aus dem Trapez aushängen, die Steuerstange rotieren und dabei die Sicherungsleine hinten um die Steuerstange führen. Ein insgesamt unangemessen umständlicher Vorgang.
  • Bei Durchführung der Sicherungsleine durch die De-powerschlaufe und einer Befestigung an der Hakenplatte des Trapezgurtes oder am Körper, und unter Verwendung der vorhandenen De-Powerschlaufe geht das Entdrillen deutlich einfacher. Hierbei wird lediglich die Steuerstange mit der De-Powerschlaufe im Trapez eingehängt rotiert. Während hierdurch zwar die Verdrillungen der Steuerleinen beseitigt werden, verdrillt sich als Konsequenz, hinter der Steuerstange zum Fahrer hin, die Sicherungsleine mit dem Zugseil der De-Power-Schlaufe. Selbst bei wenig mehr als drei bis vier Umdrehungen können sich diese Leinen derart bekneifen, daß der Drachen beim Loslassen der Steuerstange im Notfall nicht mehr ausreichend auswehen kann und den Fahrer folglich in Not bringt.
  • Problem 3, Fahren ganz ohne Sicherungsleine, Fahrer eingehängt im Trapez:
  • Sehr gute und sportive Fahrer fahren aus o. g. benannten Gründen ohne jegliche Sicherheitsleine. Dies erlaubt es, selbst wenn der Fahrer im De-powerloop eingehängt ist, während eines Sprunges die Lenkstange mit Schwung zum Rotieren zu bringen und freihändig kreiseln zu lassen, bis die Steuerleinen entdrillt sind.
  • Da aber im ausgehängten Zustand, bei Loslassen der Lenkstange im Notfall, der Drachen samt Steuerstange und Leinen dem Fahrer verloren geht, muß ggf. Rettung aus Seenot und Bergung des verloren gegangenen Lenkdrachens in den entsprechenden Revieren vorher gesichert werden.
  • Hauptproblem:
  • Konflikt der Sicherheitssysteme Notauslösevorrichtung vs. Sicherheitsleine
  • Aus o. g. Zusammenhängen wird deutlich, daß ein Quickrelease genauso wichtig ist wie die Sicherheitsleine. Da aber die Sicherheitsleine sich verdrillen und verheddern kann bzw., das System als solches versagt (siehe Absatz: Problem 1 mit der Sicherungsleine ff), stellt sie eine solche Gefahr dar, so daß viele Fahrer mangels Alternativen eher die Variante des Drachen Verlierens und des nach Hause Schwimmens vorziehen.
  • Notauslösevorrichtungen oder Quickreleases, wie sie heute handelsüblich sind bzw. individuell von den Fahrern selbst zusammengebaut werden, lösen vielfach nur das eine Problem, nämlich den Drachen vom Fahrer zu trennen. Ein vom Fahrer getrennter und vom Wind daher gewirbelter Drachen samt Leinen und Steuerstange kann aber eine tödliche Gefahr für Dritte bedeuten, wie viele Unfälle, einschließlich des tödlicher Unfalls einer Weltklasse-Kitesurferin, in letzer Zeit gezeigt haben.
  • Ein Problem vieler kommerzieller und individuellen Lösungen ist es, daß das Quickrelease, gleich welcher Bauart, sich häufig nicht wie gewünscht unter Belastung öffnet, selbst wenn die Notbetätigung unbehindert erfolgen konnte. Dies tritt immer dann ein, wenn die aktuelle Zugbelastung im falschen oder ungeeigneten Winkel auf das Quickrelease aufgebracht wird. Dies wird durch die Art der Befestigung an der Hakenplatte bzw. am Haken bestimmt.
  • ERFINDUNGSAUFGABE:
  • Der nachfolgend beschriebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde mittels einer möglichst einfachen und kostengünstigen Vorrichtung die genannten Mängel zu beseitigen bzw. erhebliche Verbesserungen der Handhabung und Sicherheit zu bewirken. Die Erfindung bezieht sich dabei sowohl auf die genannten Vierleiner – mit einer klassischen Sicherheitsleine wie auch auf die neuesten Vierleiner mit zusätzlicher Mittelleine. Darüber hinaus soll eine Vorrichtung dargestellt werden, die ohne übliche Sicherheitsleine auskommt aber trotzdem die gewünschte Funktion erfüllt. Bei dieser Vorrichtung kommt es nicht zu Verwicklungen und Fesselung der Drachenleinen mittels einer Sicherheitsleine bei Rotationen des Fahrers oder des Drachens.
  • ERFINDUNGSGEMÄSSE LÖSUNG:
  • Der erfindungsgemäße Lösung hat vier Hauptrichtungen:
    • a) Eine Notauslösung im Bereich der Anbindung über das Trapez des Fahrers zu schaffen, welche unter allen in der Praxis denkbaren Zugwinkeln auslöst und zwar so angeordnet, daß der Auslösemechanismus auch in Panik ausreichend schnell gefunden und ausreichend einfach betätigt werden kann.
    • b) eine Steuerstange mit einer besonderen Anordnung der Sicherheitsleine zu liefern, wo das Verdrillen der Sicherheitsleine mit dem Tampen der De-power-Schlaufe, selbst bei einer sehr großen Anzahl von Sprungrotationen des Fahrers in beliebige Drehrichtungen bzw. Überschläge des Drachens, hingenommen und ohne nennenswerten Aufwand, sogar in Fahrt, rückgängig gemacht werden können, so daß der Fahrer nicht behindert oder gefährdet wird. Außerdem soll diese Vorrichtung das Zurückdrehen auch der Halteleinen nach Sprungrotationen ermöglichen (was selbst bei Systemen ohne Sicherheitsleine bisher nicht möglich ist) und somit jegliche Verdrillungen sämtlicher Leinen absolut neutralisieren.
    • c) Des Weiteren sollen sowohl die neuartige Steuerstange in Kombination mit der erfindungsgemäßen Notauslösung wie auch der besonderen erfindungsgemäßen Anordnung der Sicherheitsleine im Gesamtsystem dafür sorgen, daß der Drachen im Fall einer Notauslösung weder verloren geht noch Dritte gefährdet, aber dem Fahrer einen möglichst schnellen Relaunch gestattet. Der schnelle Relaunch kann nur dann gegeben sein, wenn sich weder der Drachen noch die Leinen nach der Notauslösung nennenswert verheddern.
    • d) die Nutzung einer assymetrisch angebrachten Sicherheitsleine, wie Teil 6 in 1 und 3 zu vermeiden und statt dessen eine Mini-Sicherheitsleine zu verwenden, da die übliche Anordnung bei Sprungrotationen des Fahrers zu einer Fesselung der
  • Flugleinen, mit entsprechend hohen, Reibungs bedingten Steuerkräften führt. Solche Systeme sind bereits in der Kiteszene vorgestellt worden. Allesamt leiden Sie aber unter mangelnder Alltags-Tauglichkeit. So scheuern Trapeztampen und die Mini-Sicherheitsleine sehr schnell (in wenigen Fahrstunden) durch. Den Trapezstampen auszutauschen kostet nur wenig Geld und etwas Zeitaufwand. Die Mini-Sicherheitsleine in solchen Modellen dagegen ist eine sehr teure spezielle Drachenleine. Ein hinausgezögerter Austausch kann aber auch die Sicherheit des Fahrers erheblich gefährden. Dies gilt es eindeutig zu verbessern.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anordnung von Sicherheitsleine zu Steuerstange, und Quickrelease kann dies, wie nachfolgend dargestellt, als gegeben betrachtet werden.
  • Lösung zu a)
  • Die Lösung zu a) wird mit Hinblick auf die Forderung nach einem Auslösemechanismus, der auch in Paniksituationen ausreichend schnell gefunden, sowie ausreichend einfach und sicher betätigt werden kann dadurch erreicht, daß die De-power-Schlaufe 30 in das zu öffnende Auge des primären Quickrelease-Schäkels 26 gesteckt und verriegelt wird. Der neuartige (der werkseitige Auslösetampen muß vorher entfernt werden), äußerst leichtgängige Auslösemechanismus, der allerdings nicht in stationärer Position bleibt, sondern um die Längsachse des Schäkels rotieren kann, wird durch eine Schub oder Zugbewegung einer oder beider Kugeln 27 in Richtung Drachen oder Fahrer aktuiert. Bei Betätigung des primären Quickrelease-Schäkels 26 wird der Depowerring 30 freigegeben und der Drachen weht aus, verbleibt aber über die Sicherheitsleine 6, 7, 16, 16b, Schlaufe 19, Schäkel 26 und die Hakenplatte 17 mit dem Fahrer verbunden. Der primäre Quickrelease-Schäkel 26 selbst ist im sekundären Quickrelease-Schäkel 22 eingeklinkt.
  • Das sekundäre Quickrelease 22 ist seinerseits auf den Haken 21 derart aufgeschweißt wird, daß es optimal ausgerichtet ist, einerseits den primären Quickrelease-Schäkel 26, im geöffneten Zustand sauber freizugeben und andererseits einen günstigen Winkel zur Anbringung des Auslösemechanismusses, Teil 23, zu bilden. Diese Anordnung ist und bleibt und immer an der selben Position und kann leicht vom Fahrer verinnerlicht werden. Der Auslösemechanismus 23 wird durch eine Plastikkugel 24 durchgeführt und dort mit einem Stopknoten 25 gesichert. Der Auslösemechanismus des sekundären Quickrelease-Schäkels ist auch unter Last ausreichend leichtgängig, so daß eine Zugbewegung an der Kugel die Notauslösung betätigen kann Die Betätigung des sekundären Quickrelease-Schäkels 22 ist nur für den äußersten Notfall gedacht da dadurch der Drachen vollkommen freigegeben wird.
  • Der zweite Aspekt, die Notauslösung unter allen in der Praxis denkbaren Zugwinkeln zu sichern wird durch zwei Maßnahmen erreicht. Einerseits ist der primäre Quickrelease-Schäkel 26 im sekundären Quickrelease-Schäkel 22 freibeweglich eingeklinkt und dieser auf dem Haken 21 auf der Hakenplatte 17 schwenkbar angeordnet, so daß die Kräfte des Drachens, egal ob der Drachen oben oder weiter unten fliegt, immer in der idealen Richtung in die Quickreleaseschäkel eingeleitet werden. Zum Anderen ist die De-power-Schlaufe 30 in Edelstahl-Rundmaterial ausgeführt, so daß die Neigung von herkömmlichen Kunststoffschlaufen, sich bei schräger Krafteinleitung in horizontaler Ebene an den Schäkelausgängen zu verhaken, hier nicht gegeben ist.
  • Über die genannten Anforderungen hinaus, wurde durch die Beibehaltung des Hakens 21 und seiner Funktion die Option für den Fahrer offengelassen, mit dem Haken eingehängt in den optionalen Standard-Trapeztampen 11 (3, 4, 5) zu fahren.
  • Auf Anschläge und Nocken im Bereich des schwenkbaren Hakens wurde bewußt verzichtet, um Verletzungen der Hände zu vermeiden.
  • Für Details der modifizierte Hakenplatte mit Schwenkhaken und primärem und sekundärem Quickrelease gemäß der Lehre der Erfindung siehe Zeichnungen 6 und 7.
  • Zeichenerklärung 7
  • 17
    modifizierte Hakenplatte
    18
    Auglager verschweißt mit Hakenplatte
    19
    Hohlwelle
    20
    Achsbolzen
    21
    schwenkbar gelagerter Haken verschweißt mit Hohlwelle, Teil 19
    22
    handelsüblicher Schnappschäkel, z. B. MOSCHETTONE SCI NAUTICO
    TIPO der Fa. Spett.le KONG S.p.A.. Italien, aufgeschweißt auf den Haken,
    Teil 21
    23
    Auslösemechanik mit Betätigungsleine
    24
    Kugel aus Kunststoff mit Bohrung
    25
    Stoppknoten am Ende der Betätigungsleine
    26
    Wichard-Quick Release Schäkel od. vergleichbar
    27
    zwei Kunststoffkugeln als Griffteil der Auslösemechanik des Wichard-
    Quick Release Schäkels
    28
    Gewindestiff, z. B. kurzes Stück Edelstahlspeiche mit Gewinde an beiden
    Enden, und Speichen-Nippelmuttern aus Edelstahl durch den Schäkel
    gesteckt und mit den Kugeln, Teil 34, verschraubt
    29
    Schlaufe einer Drachenleine verknotet mit dem oberen, drehenden Part
    des Wichard-Quick Release Schäkels, unterhalb des Auslösebügels
    30
    Edelstahl-Augring als De-power-Schlaufe
  • Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß Lösung zu a):
  • Bei Betätigung der Notauslösung 26 über Teile 27, 28 zieht der Drachen die Steuerstange 9 weg vom Fahrer. Dabei gleitet sie in ihrer Leitöse des Bauteils 39, siehe hierzu 6 und 8, bzw. in einer zweiten Bohrung in der Steuerstange 9 selbst, auf der Sicherheitsleine 6, 7 oder im Falle der Anordnung gemäß 5 auf der Halteleine 2b soweit, bis sie gegen den Stopball 8 läuft und stoppt. Für die Anordnung der Sicherheitsleine im jeweiligen System siehe 3, 4 und 5.
  • Der Stopball 8 ist mit Stopknoten auf den Leinen gesichert bzw. es werden spezielle, sog. knotenlose Stopbälle verwendet. Die jeweilige Distanz bis zum Stopball, L3, L4, ist so berechnet, daß durch das Ausrauschen der Steuerstange die restlichen Drachenleinen so lose werden, daß der Drachen nahezu kraftlos auswehen kann. Durch die Anbindung des anderen Endes der Sicherheitsleine 6, 7 und 16 an die Hakenplatte des Fahrers verbleibt der nun kraftlose Drachen angebunden an den Fahrer.
  • Siehe hierzu auch 11, 12 und 13
  • Lösung zu b)
  • Wird dadurch erreicht, daß das freie Ende, der mit einem Gummiseil, Teil 16, 16b, verlängerten Sicherheitsleine 6, 7, wie in 6, 8 und 9 dargestellt, im Bereich der Gurtbandtalje 10 durch eine dort im hinteren Gurtband befestigte Öse 40 und nachfolgend asymmetrisch durch eine Leitöse 39, bzw. in einer zweiten Bohrung in der Steuerstange 9 selbst, geführt. und einer am am primären Quickrelease befestigten Schlaufe 19 wie in 7 und 8 und 9 dargestellt angebunden wird. Das Tau der Schlaufe 19 selbst wird durch einen Spalt im frei drehbaren Teil des "Wichard Quickrelease" Schäkels 26 gesteckt und mit einem Knoten vor dem Ausrauschen gesichert.
  • Da nun sowohl die Sicherheitsleine 16, 16b wie auch der De-power-Tampen 32 auf dem selben drehbaren Auge des Schäkels 26 befestigt sind, können Verdrillungen der Sicherheitsleine und des De-Power-Tampens, die sich hinter der Steuerstange 9 zum Fahrer hin gebildet haben, mit einer einzigen HeranziehBewegung der Steuerstange zum Körper des Fahrers neutralisiert werden. Dies geht auch während der Fahrt, wenn der Zug des Drachens vom Fahrer gezielt durch entsprechende Steuerung kurzzeitig verringert wird. Hilfreich dabei ist die Zugspannung auf der Sicherheitsleine, eingebracht durch das Gummiseil 16, 16b. Beim Ausdrehen von Verdrillungen der Steuer- und Halteleinen bleibt der Fahrer eingehängt im Trapez und wird nun in keinster Weise von der Sicherheitsleine behindert, Selbstverständlich können diese Verdrillungen auch durch manuelles Drehen des Schäkels 26 entdrillt werden.
  • Wichtig ist auch die Durchführung des Gummiseils 16, 16b durch die Öse 40. Üblicher werden beim Zurückdrehen der Steuerstange nach Rotationsprüngen nur die Steuerleinen 4 und 5 freigedreht. Die Halteleinen 2 und 3 bleiben verdrillt. Öse 40 funktioniert als Mitnehmer und entdrillt auch die Halteleinen beim Zurückdrehen der Steuerstange.
  • Für Details der entsprechend modifizierten Steuerstange mit zusätzlichen Vorrichtungen gemäß der Lehre der Erfindung siehe Übersicht 6 und Detail 8 und 9
  • Zeichenerklärung 8
  • Hinweis:
  • In Übersicht 6 und Detail 8 wurde zwecks Klarheit der Darstellung in der Hauptansicht sowie in der Schnittansicht A-A auf die Darstellung der Schutzschlauch-Ummantelung, Teil 33, verzichtet.
  • 9
    handelsübliche Steuerstange mit min. 10 mm ø Mittelloch
    10
    handelsübliche Gurtbandtalje (GBT) oder Talje mit Block und
    Belegklemme
    10d
    Auglager aus einem kurzen Stück Kunststoffschlauch
    16
    Mini-Sicherheitsleine (safety leash); Gummileine zur Bucht gefaltet ergibt
    zwei parallele Taue.
    16b
    dehnfähige Verlängerung der Sicherheitsleine (safety leash) Teil 6, 7,
    baugleich mit Teil 16
    29
    Schlaufe einer Drachenleine verknotet mit dem oberen, drehenden Part
    des Wichard-Quick Release Schäkels, unterhalb des Auslösebügels
    30
    Edelstahl-Augring als De-power-Schlaufe
    31
    Stopknoten am Doppelende der zur zur Bucht gefalteten Gummileine, Teil
    16, 16b, belegt mit einem Buchtknoten geformt aus Schlaufe Teil 29
    32
    De-power-Tampen
    33
    Schutzschlauch-Umhüllung für den De-power-Tampen
    34
    De-power-Tampen, Teil 32, durch das untere Auge der Talje, Teil 10
    und 10d, gesteckt und zum Palstek verknotet.
    35
    Stopperkugel aus Kunststoff mit Bohrung zur Aufname des De-power-
    Tampens, Teil 32
    36
    Kugel aus Kunststoff mit Bohrung zur Aufnahme des mit dem
    Schutzschlauch, Teil 33, ummantelten De-power-Tampens, Teil 32,
    37
    Scheibe aus Kunststoff mit Bohrung, außen gerundet, Bohrung innen mit
    Senkungen
    38
    Stopknoten geformt am Doppelende des De-power-Tampens, Teil 32
    39
    Klemmvorrichtung mit einer Leitöse befestigt an der Steuerstange, Teil 9
    bzw. eine weitere ausreichend große Bohrung in der Steuerstange selbst.
    40
    Öse, z. B. Edelstahl-D-Ring aufgenäht auf GBT, Teil 10
  • Zeichenerklärung 9
  • 2
    linke Halteleine (front line), hochfeste Drachenleine
    3
    rechte Halteleine (front line), hochfeste Drachenleine
    6/7
    Sicherheitsleine (safety leash)
    10
    modifizierte, ansonsten handelsübliche Gurtbandtalje (GBT) oder Talje mit
    Block und Belegklemme
    10a
    Starrschnalle der GBT
    10b
    Rückstellschlaufe der GBT
    10c
    Spannschlaufe der GBT
    10d
    Auglager aus einem kurzen Stück Kunststoffschlauch
    16b
    dehnfähige Verlängerung der Sicherheitsleine (safety leash) Teil 6, 7,
    baugleich mit Teil 16
    34
    De-power-Tampen, Teil 32, durch das untere Auge der Talje, Teil 10
    und 10d, gesteckt und zum Palstek verknotet.
    35
    Stopperkugel aus Kunststoff mit Bohrung zur Aufname des De-power-
    Tampens, Teil 32
    40
    Öse, zb. Edelstahl-D-Ring aufgenäht auf GBT, Teil 10
    41
    Verhakelsichere Anbindung: Sicherheitsleine am Ende zur Bucht gelegt
    und vertakelt und die Takelung mit einem Schrumpfschlauch versehen.
    Buchtende der doppelten Gummileine Teil 16b wird durch diese Bucht
    gesteckt und mit einem Buchtknoten festgezogen.
    42
    U-Schäkel
    43
    Schäkelpin
  • Lösung zu c)
  • Die Forderung, daß der Drachen im Fall einer Notauslösung weder verloren geht noch Dritte gefährdet, wird wie schon oben unter Lösung zu a) beschrieben dadurch erreicht, daß das freie Ende der Sicherheitsleine an der Hakenplatte befestigt wird und somit mit dem Fahrer verankert ist. Die sekundäre Notauslösungsmechanik widerspricht nicht diesen Anforderungen, da sie nur als allerletztes Mittel des Fahrers, wenn sämtliche seiner sonstigen Rettungsmöglichkeiten versagt haben, eingesetzt würde.
  • Wie die Forderung nach einer einfachen Relaunchmöglichkeit ohne nennenswerten Leinensalat nach der Notauslösung erfindungsgemäß erreicht wird, ist nachfolgend beschrieben.
  • Vorrichtung gemäß der Lehre der Erfindung:
  • Die Forderung nach einem einfachen Relaunchmöglichkeit ohne nennenswerten Leinensalat nach der Notauslösung wird erreicht durch die zentrale Anordnung der Sicherheitsleine gleich welchen Systems (Siehe 3, 4 und 5) und deren etwa mittige Durchfädelung durch die Steuerstange bzw. Anbauten daran. Für die Anbindung von standard 4-Leiner Lenkdrachen sei hier auch besonders die ziemlich mittige Anbindung der Sicherheitsleine 6 an eine der Halteleinen 3, anstelle an einer der außen liegenden Steuerleinen 4, 5 erwähnt. Siehe hierzu Zeichnung 3. Für Details der Anbindung an einen 4-Leiner Lenkdrachen mit zusätzlicher Mittelleine 7 siehe 4. Für Details der Anbindung eines standard 4-Leiner Lenkdrachen mit einer Mini-Sicherheitsleine siehe 5.
  • Anmerkung: Optionaler Trapeztampen 11 in anderen relevanten FIG. nicht dargestellt. Außerdem beziehen sich die Teilenummern auf Komponenten, welche entsprechend der Lehre der Erfindung zur Anwendung kommen, und nicht auf den bekannten Stand der Technik.
  • Zeichenerklärung zu 3, 4 und 5
  • 1
    Lenkdrachen
    2
    linke Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine
    3
    rechte Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine
    4
    linke Steuerleine(back line), hochfeste Drachenleine
    5
    rechte Steuerleine(back line), hochfeste Drachenleine
    6
    konventionelle Sicherheitsleine (safety leash)
    7
    Mittelleine (hochfeste Drachenleine), führt zu einem Befestigungspunkt in
    der Mitte der Flügelnase von Drachen neuester Bauart. Weiterführung im
    Bereich der Steuerstange als Sicherheitsleine (safety leash)
    8
    Stopperball
    9
    handelsübliche Steuerstange mit min. 10 mm ø Mittelloch
    10
    handelsübliche Gurtbandtalje (GBT) oder Talje mit Block und
    Belegklemme
    11
    optionaler Standard-Trapeztampen
    14
    Auftriebskörper mit zentral geführter Anbindung für die Steuerleinen
    16
    Mini-Sicherheitsleine (safety leash)
    L1
    Hubweg der Steuerstange, Teil 9
    L2
    Verstellweg der Gurtbandtalje (GBT), Teil 10
    L3
    Mindestentfernung des Stopperballes 8 entlang der Halteleine 3 oder 2b
    L4
    Mindestentfernung des Stopperballes entlang dem Tauende der
    Sicherheitsleine 7
  • Wirkungsweise einer üblichen Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik:
  • Um die Wirkung und den Grad der Verbesserung der o. g. beschriebenen Neuerung erkennen zu können, sollte erst die bekannte Wirkungsweise verstanden sein.
  • 11 zeigt eine schematische Darstellung eines auswehenden, landenden std. 4-Leiner Lenkdrachens mit konventioneller Sicherheitsleine 6, wobei das Ende der Sicherheitsleine 6, z. B. mittels des Klett-Gurtbandes 15 am Handgelenk des Fahrers befestigt ist (nicht dargestellt).
  • Zeichenerklärung zu 11
  • 1
    Lenkdrachen
    5
    rechte Steuerleine, hochfeste Drachenleine
    4
    linke Steuerleine, hochfeste Drachenleine
    3
    rechte Halteleine, hochfeste Drachenleine
    2
    linke Halteleine, hochfeste Drachenleine
    6
    Sicherheitsleine
    8
    Stopperball
    9
    Steuerstange
    15
    Gurtband mit Klettverschluß zur Befestigung am Handgelenk des Fahrers
    L3
    Mindestentfernung des Stopperballes
    L5
    Spannweite des Drachens im ausgelegten, nicht aufgepumpten Zustand
    W1
    Windrichtung
  • Wie die Illustration 11 zeigt, ist die Steuerstange 9 nach dem Loslassen bzw. nach einer Betätigung der Notauslösung, da sie nicht geführt wird, undefiniert inmitten der Drachenleinen, weit weg vom Fahrer gelandet. Ein auswehender und bei viel Wind peitschender Drachen kann die freie Steuerstange samt anderer Drachenleinen weiter mitdrehen und sorgt so zusätzlich für Leinensalat, der in der Praxis regelmäßig nur durch Glück vermieden werden kann.
  • Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung:
  • Bei Betätigung der Notauslösung 26 über Teile 27, 28 zieht der Drachen die Steuerstange 9 weg vom Fahrer. Dabei gleitet sie in ihrer Leitöse des Bauteils 39, siehe hierzu 6 und 8, bzw. in einer zweiten Bohrung in der Steuerstange 9 selbst, auf der Sicherheitsleine 6, 7 oder im Falle der Anordnung gemäß 5 auf der Halteleine 2b soweit, bis sie gegen den Stopball 8 läuft und stoppt. Für die Anordnung der Sicherheitsleine im jeweiligen System siehe 3, 4 und 5.
  • Der Stopball 8 ist mit Stopknoten auf den Leinen gesichert bzw. es werden spezielle, sog. knotenlose Stopbälle verwendet. Die jeweilige Distanz L3, L4 bis zum Stopball, ist so berechnet, daß durch das Ausrauschen der Steuerstange die restlichen Drachenleinen so lose werden, daß der Drachen nahezu kraftlos auswehen kann. Durch die Anbindung des anderen Endes der Sicherheitsleine 6, 7 und 16 an die Hakenplatte des Fahrers verbleibt der nun kraftlose Drachen angebunden an den Fahrer.
  • Für den Fall, daß der Drachen über das Festhalten einer der Drachenleinen über eine Sicherheitsleine auswehen soll (wie in 2 und 5), besagen die Sicherheitsregeln der Drachenhersteller, daß die Länge der Ausrauschstrecke L3, L4 mindestens 70%, besser 100%, der ausgelegten Spannweite L5 des Drachens ergeben soll, um den Drachen durch Auswehen die Kraft zu nehmen.
  • Während also ein regulärer Vierleiner-Drachen doch sehr weit aufmachen muß um kraftfrei zu werden, ist die Ausrausch-Länge bei Vierleiner-Drachen mit zusätzlicher Mittelleine 7, siehe 5, vergleichsweise lächerlich gering.
  • Praxiserprobungen haben gezeigt, daß die Mindestlänge L4 mit L4 = 0,8 × L5/3,14 gut bemessen ist.
  • Auswirkung der Anordnung und deren Betätigung auf das Verhalten des Drachens im Hinblick auf die Forderung nach einer einfachen Relaunchmöglichkeit ohne nennenswerten Leinensalat nach der Notlandung. Das Prinzip der Notlandung von Lenkdrachen bei Nutzung der neuartigen Sicherheitsvorrichtung wird in den Zeichnungen 12 und 13 verdeutlicht.
  • 12 zeigt eine schematische Darstellung eines auswehenden, landenden standard. 4-Leiner Lenkdrachens. Die Steuerstange 9 ist nach dem Loslassen ausgerauscht bis zur Position des Stopballes 8. Das Ende der Sicherheitsleine 6, 16 ist am Körper des Fahrers befestigt (nicht dargestellt). Zum Relaunch holt der Fahrer die Steuerstange zu sich her indem er die Sicherheitsleine zu sich herzieht bis er die Steuerstange greifen kann. Von dort an ist der Relaunch Standardroutine. Ein Leinensalat ist nicht zu erwarten, da sämtliche andere Leinen zu einer Seite der Steuerstange liegen und die Steuerstange nicht in deren Mitte landet, wie in 11 gezeigt.
  • 13 zeigt eine schematische Darstellung eines landenden 4-Leiner Lenkdrachens mit zusätzlicher Mittelleine. Die Steuerstange 9 ist nach dem Loslassen ausgerauscht bis zur Position des Stopballes 8. Das Ende der Sicherheitsleine 7 ist am Körper des Fahrers befestigt (nicht dargestellt). Da hierbei die Flugleinen nur etwas entspannt werden und die Steuerstange nicht in deren Mitte landet, wie in 11 gezeigt, haben die Leinen keinerlei Anlaß sich zu verheddern Zum Relaunch holt der Fahrer die Steuerstange zu sich her indem er die Sicherheitsleine zu sich herzieht bis er die Steuerstange greifen kann. Von dort an ist der Relaunch Standardroutine.
  • Zeichenerklärung zu 12 und 13
  • 1
    Lenkdrachen
    5
    rechte Steuerleine, hochfeste Drachenleine
    4
    linke Steuerleine, hochfeste Drachenleine
    3
    rechte Halteleine, hochfeste Drachenleine
    2
    linke Halteleine, hochfeste Drachenleine
    7
    Mittelleine (hochfeste Drachenleine), führt zu einem Befestigungspunkt in
    der Mitte der Flügelnase von Drachen neuester Bauart mit dualer Funktion
    als Sicherheitsleine (safety leash)
    8
    Stopperball
    9
    Steuerstange
    26
    sekundäres Quickrelease
    L3
    Mindestentfernung des Stopperballes 8 entlang der Halteleine 3 oder 2b
    L4
    Mindestentfernung des Stopperballes entlang dem Tauende der
    Sicherheitsleine 7
    L5
    Spannweite des Drachens im ausgelegten, nicht aufgepumpten Zustand
    W1
    Windrichtung
  • Lösung zu d)
  • Zunächst ist eine Beschreibung der Wirkungsweise der Mini-Sicherheitsleine erforderlich. Kernidee ist es, eine der vorhandenen Drachenleinen als verlängerte Sicherheitsleine zu nutzen. 10 zeigt die erfindungsgemäße Lösung.
  • Zeichenerklärung 10
  • Zur Verdeutlichung wichtiger Details ist diese Ansicht ist nicht von vorne entspr. 5 sondern 180° von hinten dargestellt. Daher erscheinen die Drachenleinen seitenverkehrt.
  • 2b
    linke Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine mit verschlauftem
    unteren Ende
    2c
    Achtknoten
    2b
    verschlauftes Ende von Teil 2b
    3
    rechte Halteleine(front line), hochfeste Drachenleine
    10
    modifizierte, ansonsten handelsübliche Gurtbandtalje (GBT) oder Talje mit
    Block und Belegklemme
    10a
    Starrschnalle der GBT
    10b
    Rückstellschlaufe der GBT
    10c
    Spannschlaufe der GBT
    16
    Mini-Sicherheitsleine (safety leash) hergestellt aus einer Gummileine,
    welche zur Bucht gefaltet zwei parallele Taue ergibt. Das Doppelende wird
    wird mit einen Stopknoten versehen.
    16a
    Buchtende der doppelten Gummileine Teil 16, wird durch die Schlaufe Teil
    2b gesteckt zum Buchtknoten festgezogen.
    40
    Öse, zb. Edelstahl-D-Ring aufgenäht auf GST, Teil 10
    42
    U-Schäkel oder eingenähte Bügelöse (D-Ring)
    43
    Schäkelpin
    44
    Gleitball aus Kunststoff mit Bohrung für Drachenleine Teil 2b
  • Der Wirkmechanismus funktioniert auf folgende Weise:
    Der Knoten 2c in der Drachenleine 2b verhindert unter Last, daß die Drachenleine 2b durch die Kunststoffkugel 44 rutscht, während diese Kunststoffkugel 44 durch den kleineren Schäkel 42 festgehalten wird. Diese Anordnung stellt mithin unter Last eine kraftschlüssige Verbindung in Zugrichtung des Drachens dar. Für den Fall, daß der primäre Quickrelease Schäkel 26 betätigt wird kann nun unter Last die Steuerstange 9 geführt auf der Leitöse 39 auf der nunmehr gespannten Leine 16, bzw. 16b ausrauschen bis sie den Gleitball 44 trifft. Von dort an wird dieser Gleitball von der Steuerstange auf der gespannten Drachenleine 2b gleitend vor sich hergeschoben, bis der Gleitball vom Stopball 8, montiert auf der Drachenleine 2b, gestoppt wird.
  • Besonders wichtig ist bei dieser Anordnung, daß die Leitöse ziemlich groß im lichten Durchmesser ist und gut verrundete Einläufe hat und sämtliche Knoten, wie z. B. 2c und 16a klein oder schlank sind, damit diese sich nicht verhakeln können und somit die Steuerstange samt Talje mit Öse 40 am Ausrauschen nicht behindern.
  • In früheren bekannten Lösungen wurden sowohl der De-powertampen durch eine einzige Bohrung in der Steuerstange bzw. einer Leitöse geführt. Somit unterliegen die blank liegenden Taue einem erheblichen Verschleiß im Fahrbetrieb. Das ist insbes. nachteilig, da die teure Drachenleine 2b, die in einem Stück bis zur Anbindung am Trapez des Fahrers durchging, als Ganzes ersetzt werden mußte. Die erfindungsgemäße Aufteilung: De-powertampen 38 durch die zentrale Bohrung der Steuerstange 9, Sicherheitsleine 16 durch die Leitöse eines Aufsatzes 39 bzw. einer zweiten Bohrung schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kann der De powertampen 38 mit einer Kunststoffschlauch-Schutzhülle 33 ummantelt und das Ende der Sicherheitsleine 16 austauschbar gestaltet werden.
  • Überdies ist die Verwendung eines Gummiseiles hierfür vorteilhaft, da die Spannung im Tau lose Enden vermeidet und darüber hinaus sehr nützlich für das Zurückdrehen der Verdrillungen der Halteleinen ist. Die Verlängerung der Drachenleine 2b mit einem Gummiseil (vorher nicht möglich, da sowohl der De-powertampen wie auch die Sicherheitsleine mit sämtlichen Knoten durch eine einzige Bohrung hätte passen müssen ohne sich zu verhakeln) erlaubt die Nutzung preiswerterer Standard Leinensätze. Durch die vorher erforderlichen unterschiedlichen Längen waren teure, speziell konfektionierte Leinensätze erforderlich. Hinweis: Die Enden der Drachenleinen zum Kitesurfen dürfen aus Festigkeitsgründen auf der belasteten Länge nicht verknotet sein, sondern müssen zur Anbindung mit vernähten, ummantelten geschlauften Enden versehen sein.
  • Schlußbemerkung:
  • Die o. g. beschriebene Erfindung ist nicht begrenzt auf die dargestellten Ausführungsbeispiele sondern schließt auch jene mit ein, welche ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, anwendbar sind.
  • Es ist offensichtlich, daß der Zweck der Erfindung durch die vorstehende Darlegung erfüllt ist. Es sollte aber klar sein, daß viele Veränderungen der Bauart, wie etliche davon im obigen Text erwähnt, durchführbar sind. Es wird davon ausgegangen, daß diese und andere Ausführungsmöglichkeiten im Rahmen und im Sinne der beschriebenen Erfindung sind und als solche im Bezug auf die nachstehenden Ansprüche gewertet werden sollen.

Claims (11)

  1. Sicherheitsvorrichtung zur Verwendung beim Kitesurfen mit sog. Vierleiner Tubekites (pneumatisch aufgeblasene und versteifte Lenkdrachen, gesteuert in der Regel über 4 Leinen) dadurch gekennzeichnet, daß an der Hakenplatte der Trapezhose des Fahrers eine neuartige Notauslöse-Vorrichtung angebracht ist, in welche eine neuartige Steuervorrichtung eingehängt werden kann, die so gestaltet ist, daßVerdrillungen der Drachenleinen mit der Sicherheitsleine verursacht durch Dreher des Drachens oder Rotationen des Sportlers einfach und auch während der Fahrt herausgedreht werden können, sowie eine besonders geführte Sicherheitsleine besitzt, die nicht nur verhindert, daß der Drachen verloren geht, sondern sie behindert auch nicht den Sportler bei Rotationsprüngen und erlaubt einen unverzüglichen Neustart ohne verhedderte Leinen und ohne Bastelarbeiten im Wasser folgend einer Notwasserung des Drachens nach Betätigung der Notauslöse-Vorrichtung.
  2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Notauslöse-Vorrichtung aufweist welche über je einen primären und einen sekundären Quick-Release-Schäkel mit jeweils eigenem Auslöser verfügt, wobei der primäre Schäkel in den Sekundären eingeklinkt ist und der sekundäre Schäkel auf einem serienmäßigem Haken der Hakenplatte befestigt ist oder vorzugsweise auf einem Schwenkhaken aufgeschweißt ist, der seinerseits über Achsbolzen und Lager kraftschlüssig mit der Hakenplatte verbunden ist.
  3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise nur Quick-Release-Schäkel der Marken MOSCHETTONE SCI NAUTICO TIPO der Fa. Spett.le KONG S.p.A., Italien, oder gleichwertig, als sekundären und z. B. ein "Wichard HR Schäkels" oder gleichwertig als primärer Schäkel verwendet werden und im Weiteren der sekundäre Schäkel einen Auslöse-Mechanismus aufweist, der vorzugsweise mittels eines Zugtaues und einer stramm angebunden Griffkugel aus Kunststoff betätigt wird, während der primäre Wichard Schäkel einen speziellen Auslöser aufweist, der vorzugsweise aus einem Edelstahlstift mit Gewinden an den Enden besteht, und in den Spalt oberhalb des Auslösebügels des Wichard Schäkels gesteckt und an beiden Seiten mit einer durchbohrten und angesenkten Kugel aus Kunststoff oder Metall versehen und letztlich vorzugsweise mit Edelstahl-Nippelmuttern, z. B. wie die an Fahrradspeichen, verschraubt wird, wobei zwischen den Kugeln und dem Körper des Schäkels nur wenige Millimeter Spalt verbleiben sollen und andererseits die Nippelmuttern keinen Überstand auf den Kugeln bilden dürfen.
  4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß der sekundäre Schäkel der Notauslöse-Vorrichtung vorzugsweise ein Schäkels der Marke MOSCHETTONE SCI NAUTICO TIPO der Fa. Spett.le KONG S.p.A.. Italien oder gleichwertig ist, der in einem Winkel von ca. 20 – 60° zur Hakenplatte (gemessen zwischen Achse der Schäkelpin und Längsachse der Hakenplatte) und mit den Zentrum des Schäkelauges ca. 50 –90 mm vor der Mittellinie der Hakenplatte und mittig auf der selben positioniert und kraftschlüssig letztlich mit selbiger verbunden ist.
  5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange, zusätzlich zu der üblichen mittigen Bohrung für den De-powertampen, vorzugsweise einen außermittig (ca. 50 mm) angebrachten, kraftschlüssig verbundener Aufsatz aufweist, der über eine sehr glatte Leitöse mit einem ca. Durchmesser von 14 mm (± 5 mm), vorzugsweise mit einer Edelstahlauskleidung, verfügt und deren Einläufe glatt und gut verrundet sind, oder alternativ eine außermittig versetzte Bohrung in der Steuerstange selbst mit ähnlichen Eigenschaften hat, wobei durch diese Bohrung die Sicherheitsleine geführt wird.
  6. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 und 5 dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Verstelltalje, vorzugsweise eine Gurtbandtalje, aufweist, deren unteres Auge mit einem Stück eines Kunststoffschlauches, mit einer Mindestwanddicke von 2 mm für die Aufnahme einer Schäkelpin ausgekleidet ist, und vorzugsweise an ihrer Rückseite eine kraftschlüssig angebrachte, Leit- und Mitnehmeröse, z. B. ein D-Ring aus Edelstahl der auf die Gurtbandtalje aufgenäht ist, aufweist und deren oberes Auge gleichwohl selbige Auskleidung hat und darüber hinaus für die optionale Ausführung mit Mini-Sicherheitsleine und Gleitkugel einen Schäkel oder eine Öse in dieses Auge eingeschoren ist, dessen geringste lichte Weite mindestens 3 mm kleiner ist als der Durchmesser der Gleitkugel
  7. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6 dadurch gekennzeichnet, daß sie einen durch die Steuerstange geführten De-powertampen samt Schutzschlauch sowie Scheiben und Kugeln aus Kunststoff aufweist, wobei der De-powertampen aus ca. 5mm ø (+3, –2 mm) Tau besteht und wie üblich oberhalb der Steuerstange an eine Verstelltalje, angebunden ist, und auf den vor dem Durchstecken durch die entspr. Bohrung in der Steuerstange eine Kugel aus Kunststoff, passend vom Innendurchmesser zum Außendurchmesser des De-powertampens, aufgefädelt und nachfolgend ein Schutzschlauch aus Kunststoff, z. B. PA, FEP, aufgezogen wird, der im Innendurchmesser zum Tampen und im Außendurchmesser zur Bohrung der Steuerstange mit min. 0.5 mm Luft paßt, und im Weiteren noch durch eine weitere Kugel oder Scheibe aus Kunststoff, passend vom Innendurchmesser zum Außendurchmesser des Schutzschlauches, geführt wird und nach dem Durchstecken des nun mit dem Schutzschlauch versehenen De-powertampens durch die mittige Bohrung wiederum durch eine Scheibe oder Kugel passend vom Innendurchmesser zum Außendurchmesser des Schutzschlauches geführt und nachfolgend blank ohne Schutzlauch durch das Auge eines Augringes gesteckt und mit einen Endknoten versehen wird.
  8. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 4, 5, 6, und 7 dadurch gekennzeichnet, daß sie eine De-Power-Schlaufe aufweist, welche an den in die Steuerstange eingeschorenen De-powertampen angebunden wird, aus einem Augring aus Metall, vorzugsweise aus Edelstahldraht mit einem min. Durchmesser von min. 5 mm besteht und der Ring selbst mindestens 30 mm lichten Weite hat und fernerhin der Ring ein integriertes, kraftschlüssig, z. B. durch Schweißen, eingebundenes Auge zur Aufnahme des Taus des De-powertampens besitzt, dessen Kanten gut verrundet sind.
  9. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 3, 5, 6, und 7 dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsleine, unabhängig davon ob sie als klassische Sicherheitsleine, als sog. 5. Leine oder als Mini-Sicherheitsleine ausgebildet ist am Fahrerende an eine Gummileine angebunden ist, die einerseits mittels eines kleinen Taus, z. B. Drachenleine, das in den Spalt unterhalb des Auslösebügels des Wichard Quick Release Schäkels gesteckt und mit dem festen Teil dieses Schäkels verknotet ist, am selben Schäkel, z. B. per Buchtknoten, angebunden wird und andererseits am anderen Ende als Bucht ausgebildet ist, welche zuerst durch die Leitöse an oder in der Steuerstange, dann durch eine, an der Verstelltalje angebrachte Leit- und Mitnehmeröse gesteckt und mittel Buchtknoten an das Buchtende einer Halteleine des Drachens oder der eigentlichen Sicherheitsleine unter leichter Zugspannung in der Gummileine selbst angebunden ist, wobei die Bucht in der Gummileine vorzugsweise dadurch gebildet wird, daß selbige gefaltet und am anderen Ende die beiden losen Ende mit einem Stopknoten versehen werden, so daß der Buchtknoten zur Sicherheitsleine so schlank ist, daß diese Anbindung sauber ohne zu hakeln durch die Leitöse laufen kann.
  10. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 3, 5, 6, 7, 8 und 9 dadurch gekennzeichnet, daß sie für die Ausführung mit Mini-Sicherheitsleine und Gleitkugel genau diese Kugel aufweist, welche aus Kunststoff, z. B. PE, PVC, PP, mit einem Durchmesser von min. 20 mm, aber in jedem Fall mindestens 3 mm größer als die kleinste lichte Weite des oberen Schäkels oder Öse an der Verstelltalje, gefertigt ist und die durch ihre Mitte eine Bohrung aufweist, deren Durchmesser max. 1 mm größer ist als der Durchmesser der verwendeten Drachenleinen, und deren Einlaufkanten mit einem Radius von weniger als 1 mm verrundet sind.
  11. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, 3, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 dadurch gekennzeichnet, daß sie für die Ausführung mit Mini-Sicherheitsleine eine besondere Drachenleine aufweist und zwar jene Drachenleine, welche durch die Bohrung der Gleitkugel führt und die so gestaltet ist, daß diese Leine vorzugsweise aus dem selben Material besteht wie die restlichen Drachenleinen und daß sie kurz nach ihrem Austritt aus der Kugel in Richtung Fahrer, mittels ihres verschlauften Endes per Buchtknoten an die Gummileine angebunden wird und diese Drachenleine im Übrigen besonders konfektioniert ist und zwar mit sämtlichen Komponenten aufgefädelt in folgender Reihenfolge: Verschlauftes Ende, Ummantelung im Bereich des Knotens vor der Gleitkugel, Gleitkugel, eingeschorener knotenloser Stopball und zuletzt wieder ein verschlauftes Ende bzw. ein entspr. nach z. B. Kundenwunsch konfektioniertes Ende.
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