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Die
Erfindung betrifft einen Verbindungsleitensatz zur kurzen Verbindung
eines Kites mit einem Gurtzeug. Bislang sind lediglich die üblichen
Leinensätze
(Flugleinen) zur Verbindung eines Kites mit einem Gurtzeug, insbesondere
Surf-Gurtzeug bekannt. Diese Leinensätze weisen eine Länge auf,
die einen Abstand vom Benutzer zum Kite von ca. 25m ergibt. Bei
sog. Tube-Kites werden die Leinen des Leinensatzes üblicher
Weise direkt an der Kappe des Kites befestigt und weisen daher eine
Länge von
ca. 25m auf. Sog. Soft-Kites sind dagegen üblicherweise an der Kappe bereits
mit einem Leinensatz versehen, der aus einer Vielzahl mit der Kappe
verbundenen Leinen besteht, die Richtung Benutzer in vielfältiger Art
und Weise miteinander verbunden sind, so dass diese sog. Kite-Leinen
in wenigen Stammleinen enden. Üblicherweise
sind dies vier Stammleinen, von denen zwei mit den vorderen Leinengruppen
des Kites verbunden sind, also zu Leinen führen, die im vorderen Bereich
der Kappe des Kites angelenkt sind, und zwei weitere Stammleinen,
die zu Leinen führen, die
im hinteren Bereich, insbesondere im Bereich des Achterlieks mit
der Kappe des Kites verbunden sind.
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Wenngleich
derartig lange Verbindungsleinen bei Benutzung des Kites zum Surfen,
Schnee-Kiten oder Benutzung des Kites als Zugmaschine auf dem Land
von Vorteil sind, sind diese Leinensätze nachteilig, wenn es dem
Benutzer lediglich darum geht, mit dem Kite zu spielen oder die
Reaktion des Kites auf Steuerimpulse oder allgemein das Handling des
Kites zu trainieren.
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Üblicherweise
werden Kites über
sog. Bars oder Handles gesteuert, an denen zumindest ein Teil der Verbindungsleinen
angelenkt ist, um entsprechende Lenkimpulse auf das Kite auszuüben.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, einen Verbindungsleinensatz zu schaffen,
der es erlaubt, das Kite auf einfache Weise mit einem Gurtzeug,
insbesondere einem Gleitschirm-Gurtzeug zu verbinden und mit einfachen
Mitteln zu steuern.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Mit
dem Anspruch 1 wird ein Verbindungsleinensatz für Kites zur Verbindung eines Kites
mit einem Gurtzeug geschaffen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass
zumindest eine Steuerverbindungsleine, die die hinteren Kite-Leinen,
also die im wesentlichen am Achterliek des Kites angreifenden Leinen,
mit einem Steuergriff verbindet, wobei weiterhin zumindest eine
Tragverbindungsleine vorgesehen ist, die die vorderen Kite-Leinen
mit einem Tragegurt eines Gurtzeugs verbindet.
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Aufgrund
der Verwandtschaft des Kite-Sports mit dem Gleitschirm-Sport besteht
ein gewisser Bedarf dahingehend, Kites ähnlich einem Gleitschirm einzusetzen,
jedoch nicht zum Fliegen, sondern um das Schirmhandling, insbesondere Steuerbewegungen
zu trainieren, was einerseits eine gute Voraussetzung für sichere
Schirmbeherrschung beim Gleitschirmfliegen schafft, zum anderen
das Kite-Handling beim bestimmungsgemäßen Gebrauch des Kites, z.b.
beim Surfen, schult und es dem Benutzer ermöglicht, sich stärker z.B.
auf das Surfboard zu konzentrieren und das Kite gefühlsmäßig zu steuern.
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Wenngleich
bei Konzeption des anmeldungsgemäßen Verbindungsleinensatzes
an die Verbindung eines Kites mit einem Gleitschirm-Gurtzeug gedacht
wurde, ist der Anmeldungsgegenstand nicht hierauf beschränkt, sondern
das Kite kann auch mit einem Surf-Gurtzeug, Kletter-Gurtzeug oder ähnlichem
verbunden werden.
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Wie
jedes Flügelprofil
erzeugt das Kite etwa zwei Drittel des Auftriebs im ersten Drittel
der Profiltiefe des Kites. D.h. der Großteil der vom Kite entwickelten
Zugkraft wird über
die vorderen Leinen auf den Benutzer übertragen. Diese vorderen Kite-Leinen
werden mit dem neuen Verbindungsleinensatz mit einem am Gurtzeug
vorgesehenen Tragegurt verbunden. Hierbei kann es sich um den vorderen
Tragegurt eines Gleitschirm-Gurtzeugs handeln oder um einen Gurt,
der mit einem anderen Gurtzeug, wie bspw. einem Surf- oder Klettergurt,
verbunden wurde. Die hinteren Kite-Leinen, die – wenn überhaupt – nur eine geringe Zugkraft übertragen
und im wesentlichen der Steuerung des Kites dienen, werden über eine
Steuerverbindungsleine mit einem Handgriff verbunden. Zweckmäßig ist
für jede
Seite des Kites eine Steuerverbindungsleine vorgesehen, die in einem Steuergriff
mündet.
Vorteilhaft wird also eine linke Steuerverbindungsleine zur Verbindung
der linken hinteren Kite-Leinen mit einem linken Steuergriff vorgesehen
und eine rechte Steuerverbindungsleine zur Verbindung der rechten
hinteren Kite-Leine mit einem rechten Steuergriff.
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Analog
wird zweckmäßig eine
Verbindung der linken vorderen Kite-Leinen mit einer Tragverbindungsleine
zu einem linken Tragegurt des Gurtzeugs hergestellt und eine Verbindung
der vorderen rechten Kite-Leinen über eine Tragverbindungsleine
mit einem rechten Tragegurt des Gurtzeuges. Grundsätzlich ist
es jedoch auch möglich,
die gesamten vorderen Kite-Leinen über eine
oder zwei Tragverbindungsleinen mit nur einem Tragegurt des Gurtzeuges zu
verbinden. Hierdurch erhöht
sich jedoch die Gefahr, dass sich das Kite eindreht, also gegenüber dem
Benutzer rotiert und dadurch die Leinen eindreht. Grundsätzlich ist
dies jedoch möglich,
insbesondere bei Kites, die nicht zum Vertwisten neigen, wodurch
der Aufbau des Verbindungsleinensatzes vereinfacht wird.
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Gemäß einer
Variante der Erfindung kann die Steuerverbindungsleine einstückig mit
den hinteren Kite-Leinen
ausgebildet sein. Bei dieser Variante werden die hinteren Kite-Leinen
ggf. über
mehrere stockwerkartig angeordnete Verbindungen zu jeweils einer
Steuerverbindungsleine pro Seite zusammengefasst. Diese Steuerverbindungsleine
kann dann direkt mit dem Steuergriff in geeigneter Weise verbunden
werden. Ebenso kann grundsätzlich
mit den vorderen Kite-Leinen verfahren werden, die zu einer oder
mehreren Tragverbindungsleinen zusammengefasst werden und so mit
einem oder mehreren Tragegurten des Gurtzeugs in geeigneter Weise
verbunden werden.
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Kite-Leinen
weisen üblicherweise
zur Verbindung mit einem Leinensatz kleine Schlaufen auf. Vorteilhaft
sind gemäß der Erfindung
die Steuerverbindungsleine und ggf. auch die Tragverbindungsleine kiteseitig,
d.h. an dem zum Kite zeigenden Ende, ebenso mit einer Schlaufe versehen,
so dass die Schlaufe der Verbindungsleine in die Schlaufe der Kite-Leine eingeschlauft
werden kann. Hierzu wird zunächst
die Kite-Leine mit ihrer Schlaufe durch die Schlaufe der Verbindungsleine
geführt
und dann die Verbindungsleine mit dem freien Ende durch die Schlaufe
der Kite-Leine. Hierdurch ergibt sich nicht nur eine stabile Verbindung,
sondern auch eine knotenfreie Verbindung der Leine, die weitgehend
ausschließt,
dass sich andere Leinen an dieser Verbindungsstelle verheddern.
Bspw. besteht beim Strömungsabriss
(Stall) und nachfolgendem Entlasten und ggf. drucklosem Herabsinken
des Kites bzw, beim sich daran anschließendem Wiederfüllen und Aufsteigen
des Kites aufgrund der in dieser Phase nicht gestreckten Leinen
die Gefahr, dass sich Leinen beim Wiederfüllen des Kites aufgrund der
sich wieder spannenden Leinen an Knoten anderer Leinen oder dgl.
verheddern und die Leinen hängen
bleiben. Insbesondere Aufgabelungen von Kite-Leinen können sich
in solchen Zuständen
leicht an Knoten oder stärkeren
Verdickungen verhängen.
Hierdurch wird ein vollständiges
Wiederöffnen
oder Zurückführen des Kites
in die eigentliche Fluglage be- oder sogar verhindert. Weiterhin
kann das Kite aufgrund asymmetrischer Anlenkung unsteuerbar werden.
Derartige Probleme sind bei der bevorzugten Schlaufenverbindung
nicht zu befürchten.
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Im
Fall der Steuerverbindungsleine wird das andere Ende vorteilhaft
als freies Ende ausgebildet, das in einen Steuergriff eingeknotet
werden kann. Hierdurch kann die wirksame Länge der Steuerleine variiert
werden. Es sind aber auch andere Arten der Verbindung, bspw. Karabiner
oder Haken grundsätzlich
möglich.
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Ebenso
kann das freie Ende der Tragverbindungsleine mit einem Tragegurt
verbunden werden. Bevorzugt wird hier jedoch eine Verbindung, die
es dem Benutzer nicht erlaubt, die Länge zu variieren, so dass tatsächlich die
vom Hersteller vorgesehene Länge
erreicht wird. Beim Einsatz von Gleitschirm-Gurtzeug muss eine Verbindung
mit dem Tragegurt des Gleitschirm-Gurtzeugs hergestellt werden,
der üblicherweise
an seinem freien Ende eine kurze Schlaufe aufweist, in die üblicherweise
ein Leinenschloss ähnlich
einem Karabiner eingeführt
ist. Zur vorteilhaften Verbindung mit derartigen Tragegurten weist
die Tragverbindungsleine auch an ihrem unteren Ende eine Schlaufe
auf, die in die Schlaufe des Tragegurts eingeschlauft wird. Da jedoch
das obere Ende der Verbindungsleine bereits mit der Kite-Leine verschlauft
ist, kann dieses Ende nicht durch die Schlaufe des Tragegurts geführt werden,
um eine Schlaufe-zu-Schlaufe-Verbindung
herzustellen. Es muss daher der komplette Tragegurt durch die untere Schlaufe
der Tragverbindungsleine durchgeschlauft werden. Die untere Schlaufe
der Tragverbindungsleine muss daher entsprechend groß ausgeführt sein. Wenngleich
diese Art der Verbindung umständlich
erscheinen mag, hat diese nicht unerhebliche Vorteile, da kein Verbindungsglied,
wie Schäkel,
Karabiner oder Leinenschloss, verwendet werden muss. Hinsichtlich
der Tragfähigkeit
und der sich ergebenden Länge
handelt es sich um eine genau definierte Verbindung. Weiterhin ist
zu beachten, dass der anmeldungsgemäße Verbindungsleinensatz in
erster Linie zum Spielen und Handlings-Übungen gedacht ist. Hierbei
können
extreme Flugzustände
des Kites erzielt werden, wobei es zu schlagartigen Be- und Entlastungen
der Leinen kommen kann. Werden an den Tragegurten schwerere Metallgegenstände wie Schäkel, Karabiner
und dgl. eingesetzt, kann es bei derartigen Zuständen durch das Herumschlagen
dieser grundsätzlich
zu Verletzungen kommen, die vermieden werden, wenn die genannte
Schlaufe-zu-Schlaufe-Verbindung
eingesetzt wird.
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Wenngleich
aus den genannten Gründen eine
Schlaufe-zu-Schlaufe-Verbindung
bevorzugt wird, können
selbstverständlich
die gängigen
Verbindungsglieder wie Schäkel
oder Karabiner grundsätzlich
eingesetzt werden. Auch ist eine Verbindung mittels Knoten und Überwurf
möglich,
wobei durch geeignete Markierungen sichergestellt werden kann, dass
die geeigneten Längen
realisiert werden. Eine derartige Verbindung eröffnet natürlich die Möglichkeit, eine Veränderung
der Trimmung durch bewusstes Ändern
der effektiven Länge
zu erreichen.
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Wie
bereits ausgeführt,
ist insbesondere eine Verwendung mit einem Gleitschirmgurtzeug interessant.
Moderne Gleitschirmgurtzeuge weisen üblicherweise drei oder vier
Tragegurte auf. Diese Tragegurte können natürlich genutzt werden, indem
die vorderen Kite-Leinen nicht lediglich in einer Tragverbindungsleine
enden, sondern in mehreren Tragverbindungsleinen, die mit den jeweiligen
Tragegurten des Gurtzeugs verbunden werden. Die Beleinung von Soft-Kites ist der von
Gleitschirmen grundsätzlich ähnlich und
erfolgt in mehreren Ebenen. Es ist daher eine Aufteilung in mehrere
Tragverbindungsleinen, die zu den korrespondierenden Tragegurten
des Gurtzeugs geführt
werden, ohne weiteres möglich und
auch sinnvoll. Hierdurch wird bei Konstruktionen, die mehrere Leinenebenen
aufweisen, die Verbindung mit dem Gurtzeug wesentlich erleichtert.
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Vorteilhaft
wird die Steuerverbindungsleine über
eine Umlenkrolle geführt,
die an einem Tragegurt des Gurtzeugs befestigt ist. Die Umlenkrolle kann
an dem Tragegurt des Gurtzeugs befestigt sein, der auch mit der
Tragverbindungsleine verbunden wird, oder an einem separaten Tragegurt.
Gleitschirm-Gurtzeuge weisen pro Seite mindestens zwei Tragegurte
auf, wobei üblicherweise
am hintersten Tragegurt eine Umlenkrolle zur Umlenkung der Steuerleine
vorgesehen ist. Wird ein derartiges Gurtzeug eingesetzt, wird die
Steuerverbindungsleine selbstverständlich über die Umlenkrolle dieses
Tragegurts geführt.
Abgesehen davon, dass eine derartige Konstruktion den Vorteil hat,
dass sich der Steuergriff immer im Bereich der Tragegurte, also
in Griffweite des Benutzers befindet, und dieser auch losgelassen werden
kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass er aus dem Griffbereich
des Benutzers gelangt, hat eine derartige Konstruktion noch den
weiteren Vorteil. Ist der Kite so ausgelegt, dass die hinteren Kite- Leinen nicht nur
zum Steuern dienen und in der neutralen Position weitgehend zugfrei
sind, kann ein Restzug an diesen Leinen über die Steuerverbindungsleine bei
losgelassenem Steuergriff auf den Tragegurt, an dem die Umlenkrolle
befestigt ist, übertragen
werden. Der Steuergriff rutscht dabei so weit nach oben, bis er
an der Umlenkrolle anliegt. In dieser Position kann über den
an der Umlenkrolle anliegenden Steuergriff eine gewisse Zugkraft
auf den Tragegurt, an dem die Umlenkrolle befestigt ist, übertragen
werden.
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Im
Gegensatz zu Tube-Kites können
Soft-Kites üblicherweise
relativ leicht durch Übersteuern
in den Strömungsabriss
gebracht werden. Ist die Strömung
vollständig
abgerissen, sinkt der Kite drucklos zu Boden. Bei sog. Tube-Kites
ist dies nicht ohne weiteres möglich,
so dass zumindest bei Verwendung von Tube-Kites ein Schnellauslösesystem
zur schnellen Trennung zumindest eines Tragegurts vom Gurtzeug oder
zur Trennung des oberen Teils des Tragegurts, an dem die Trageverbindungsleine
angelenkt ist, vom unteren Teil des Tragegurts vorgesehen sein sollte,
um im Notfallsituationen einen Strömungsabriss des Kites sicher
herbeiführen
zu können.
Weiterhin kann das Schnellauslösesystem
auch so gestaltet sein, dass es durch vollständige Trennung der Tragegurte
vom Gurtzeug oder Trennen aller Tragegurte den Benutzer vom Kite
trennt.
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Die
Erfindung wird folgend anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben.
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Die 1 zeigt
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Die 2 ist
eine Ausschnittsvergrößerung der 1.
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Im
oberen Bereich der 1 ist die Kappe 10 des
Kites zu sehen, die mit einer Vielzahl von Kite-Leinen verbunden
ist. Diese Leinen sind zu vier Stammleinen 11, 12, 13 und 14 zusammenfasst.
Von diesen Stammleinen sind die Stammleinen 11 und 12 mit
den vorderen Kite-Leinen und die Stammleinen 13 und 14 mit
den hinteren, überwiegend
am Achterliek des Kite angelenkten Kite-Leinen verbunden. Wie in
der Darstellung, insbesondere hinsichtlich der Stammleinen 11 und 12 zu
ersehen, enden die Stammleinen in Schlaufen 11a, 12a, 13a und 14a.
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Im
unteren Bereich der Figur sind vier Tragegurte eines üblichen
Gleitschirm-Gurtzeugs zu ersehen. Zur Erläuterung der Erfindung wird
nur auf die linke Seite mit den beiden linken Tragegurten 5 und 6 eingegangen.
Auf der rechten Seite ist die Erfindung ebenso ausgeführt, so
dass es keiner gesonderten Erläuterung
bedarf. Von den dargestellten Tragegurten 5 und 6 ist
der Tragegurt 5 der vordere Tragegurt und der Tragegurt 6 der
hintere Tragegurt, an dem eine Umlenkrolle 7 befestigt
ist. Weiterhin sind die Steuergriffe 8 zu ersehen. Wie
gut aus der 1 zu ersehen ist, ist der vordere
Tragegurt 5 über
eine Tragverbindungsleine 1 mit der Stammleine 11 verbunden.
Eine analoge Verbindung mit der Stammleine 12 besteht auf
der rechten Seite über
die Tragverbindungsleine 2. Über die Tragverbindungsleinen 1 und 2 wird
somit der größte Teil
der Zugkraft des Kites auf die vorderen Tragegurte 5 des
Gleitschirm-Gurtzeugs übertragen.
Die hinteren Kite-Stammleinen 13 und 14 werden über eine
Steuerverbindungsleine 3 und 4 mit dem Steuergriff 8 verbunden. Über die
beiden Steuergriffe 8 kann selektiv eine Seite des Achterlieks
oder können
beide Seiten des Achterlieks herabgezogen werden. Der Kite kann auf
diese Weise zum Kurvenflug veranlasst werden oder es kann eine Anstellwinkelerhöhung durch
beidseitiges Ziehen der Steuergriffe 8 vorgenommen werden.
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Die
Verbindung der Tragverbindungsleine 1 und 2 mit
der Stammleine 11 und 12 sowie mit dem Tragegurt 5 erfolgt über Schlaufen.
So sind beide Enden der Tragverbindungsleine 1 und 2 mit
Schlaufen versehen, von denen die obere Schlaufe 1a und 2a mit
der entsprechenden Schlaufe 11a und 12a der Kite-Stammleine 11 und 12 verbunden
wird und die untere Schlaufe 1b mit der Schlaufe 5b des
Tragegurts 5.
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Die
Steuerverbindungsleine 3 und 4 ist nur an ihrem
oberen Ende mit einer Schlaufe 3a und 4a versehen.
Diese Schlaufe wird mit der Schlaufe 13a und 14a der
Kite-Stammleine 13 und 14 durch Einschlaufen verbunden.
Das untere Ende der Steuerverbindungsleine 3 und 4 ist
ein offenes Ende 3c und 4c, das in den Steuergriff 8 eingeknotet
wird. Hierdurch ist es möglich,
die Position des Steuergriffs 8 zu variieren und den Steuergriff 8 weiter
oben oder weiter unten einzuknoten, so dass die wirksame Länge der
Steuerleine variiert werden kann. Die Steuerverbindungsleine 3 und 4 wird
dabei über
die Umlenkrolle 7 geführt,
so dass ein Ausrauschen des Steuergriffs 8 unmöglich ist
und der Steuergriff 8 immer im Bereich des Tragegurts 6 vorliegt,
auch wenn er vom Benutzer freigegeben wird. Der Tragegurt 6 erfüllt darüber hinaus
bei der vorliegenden Konstruktion keine weitere Funktion.
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Folgend
wird das Einschlaufen der Verbindungsleinen erläutert. Am besten zu sehen ist
das Ineinandergreifen der beiden Schlaufen anhand der Schlaufen 1a und 11a der
Kite-Stammleine 11 und der
Tragverbindungsleine 1 in der 2. Diese
Verbindung wird wie folgt hergestellt. Zunächst wird die Schlaufe 11a der
Kite-Stammleine 11 durch die Schlaufe 1a der Tragverbindungsleine
hindurchgeführt.
Das gegenüberliegende
Ende der Tragverbindungsleine, also die Schlaufe 1b, wird
nun durch die Schlaufe 11a der Kite-Stammleine 11 geführt und nach
unten gezogen. Auf diese Weise erhält man die beschriebene Schlaufe-zu-Schlaufe-Verbindung. Ebenso
werden die anderen Schlaufe-zu-Schlaufe-Verbindungen, also auch die entsprechenden
Verbindungen der Steuerverbindungsleine 3, 4 mit
der zugehörigen
Stammleine 13, 14 hergestellt. Auf der gegenüberliegenden
Seite der Tragverbindungsleine 1, 2 wird im Grunde
die Schlaufe 1b der Tragverbindungsleine 1 in
derselben Weise mit der Schlaufe 5b des Tragegurts 5 verbunden.
Hierzu wird der Tragegurt 5 vom Gurtzeug abgenommen. Bei dem hier
verwendeten Gurtzeug wird der Tragegurt 5 über einen Karabiner
mit dem Gurtzeug verbunden. Diese Verbindung ist in der Figur nicht
dargestellt. Dann wird die Schlaufe 1b der Tragverbindungsleine 1 durch die
Schlaufe 5b des Tragegurts 5 gesteckt und das freie
abgenommene Ende des Tragegurts 5 durch die Schlaufe 1b der
Tragverbindungsleine 1 geführt. Die untere Schlaufe 1b muss
daher so groß bemessen sein,
dass der Tragegurt 5 ohne Probleme durch diese hindurchgeführt werden
kann. Können
die Tragegurte 5 und 6 nicht einzeln vom Gurtzeug
abgenommen werden, so müssen
beide Tragegurte 5 und 6 durch die Schlaufe 5b durchgeschlauft
werden. In diesem Fall muss die Schlaufe 5b noch größer beschaffen
sein. Ein Einknoten des Steuergriffs 8 an der Steuerverbindungsleine 3 ist
in jedem Fall ohne Probleme möglich.
Da nach dem gegenseitigen Verschlaufen der Schlaufen 1b und 5b die
Tragverbindungsleine 1 straff gezogen wird und sich die
Schlaufe 1b festzieht, ist auch eine größere Schlaufe 1b keineswegs
störend.
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Nach
Herstellung der beschriebenen Verbindung kann der Kite einfach wie
ein Gleitschirm gestartet werden und befindet sich nur einige Meter über dem
Benutzer, so dass der Benutzer einfach mit dem Kite üben oder
spielen kann, wobei die Steuerung, wie beschrieben, über die
Steuergriffe 8 erfolgt. Aufgrund der relativ geringen Leinenlänge ist
ein relativ geringer Sicherheitsabstand zu umstehenden Positionen
ausreichend. Auch hat es sich gezeigt, dass der Kite am kurzen Leinensatz
leichter zu beherrschen ist.