[go: up one dir, main page]

DE1033405B - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern

Info

Publication number
DE1033405B
DE1033405B DEL15014A DEL0015014A DE1033405B DE 1033405 B DE1033405 B DE 1033405B DE L15014 A DEL15014 A DE L15014A DE L0015014 A DEL0015014 A DE L0015014A DE 1033405 B DE1033405 B DE 1033405B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
production
fillers
resin
montan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL15014A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinz Eckhardt
Dr Guido V Rosenberg
Dr Georg Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEL15014A priority Critical patent/DE1033405B/de
Publication of DE1033405B publication Critical patent/DE1033405B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L93/00Compositions of natural resins; Compositions of derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern Die Herstellung von Platten oder anderen Formkörpern aus Füllstoffen und Bindemitteln ist bekannt; es wird auf die in Westdeutschland im Handel befindlichen Floorbest-Fußbodenplatten und die in den USA. viel verwendeten Asphaltplatten hingewiesen.
  • Als Bindemittel haben sich hierfür Bitumina und Harze der verschiedensten Art bewährt. Für die besonders wertvollen dünnen und dadurch verhältnismäßig leichten Formkörper sind selbstverständlich Bindemittel mit besonders günstigen Eigenschaften erforderlich.
  • Überraschenderweise zeigte es sich, daß das Montanharz, dessen technische Verwendung wegen seiner nicht besonders geschätzten Eigenschaften bisher immer Schwierigkeiten gemacht hat, für die Herstellung hochwertigen Plattenmaterials sehr gut geeignet ist. Das Montanharz stellt ein billiges Abfallprodukt dar, das bei der Aufarbeitung von Rohmontanwachs anfällt. Soweit bisher bekannt ist, setzt sich das Montanharz aus Harzsäuren, Harzalkoholen sowie entsprechenden Estern und Resenen zusammen. Außerdem sind je nach der Gewinnungsmethode mehr oder weniger große Anteile Wachs enthalten, wobei der Wachsgehalt im Verhältnis zum Harz stets den kleineren Anteil ausmacht (Literatur: H. St ei nb r ech er, »Braunkohlenarchiv«, 1926, Heft 12, S. 40 bis 91).
  • Die nach vorliegendem Verfahren mit Hilfe von Montanharz hergestellten Formkörper besitzen eine hervorragende Härte und Kratzfestigkeit bei guter Elasltizität. Es können beispielsweise Platten hergestellt werden, die sich einwandfrei nageln, bohren und mit spanabhebenden Werkzeugen bearbeiten lassen.
  • Auch bezüglich der Wärmestabilität erfüllen die Platten in genügendem Maße die Ansprüche der Praxis.
  • Bei der Verwendung entsprechender Füllstoffe erhält man z. B. Platten mit verhältulismäßlig gutem Wärmeisoliervermögen und günstiger Dämmwirkung fiir Geräusche.
  • Als Bindemittel kann Montanharz für sich allein oder mit anderen für die Herstellung von Formkör pern bekannten Natur- oder Kunstharzven sowie Bitumina oder Pechen zusammen eingesetzt werden.
  • Es eignen sich sowohl anorganische Füllstoffe, wie Schiefermehl, Schwerspat, Kreide, Gesteinsmehl, Sand, Ton, als auch organische, wie Säge- und Hobelspäne. Zur Farhgehung können anorganische und organische Pigmente verwend!et werden, beispielsweise Eisenoxydfarben, Chromoxydgrün, Berliner Blau sowie organische Farbstoffe.
  • Das Verfahren ist das bei der Herstellung von Formkörpern allgemein übliche. Das Bindemittel wird mit den Füllstoffen zusammen vermischt und die Mischung sodann in geeigneten Formen bei erhöhter Temperatur und unter Druck zu Forrnkörpern verpreßt. Das Vermischen der Bindemittel mit den Füllstoffen kann so vorgenommen werden, daß das Bindemittel zunächst für sich allein in einem Kneter aufgeschmolzen und dann die Mischung der Füllstoffe nach und nach eingetragen wird. Die nach dem Knetprozeß erhaltene noch heiße, dickflüssige bis hifbfeste Masse wird in vorgewärmte Formen gefüllt und darin bei erhöhter Temperatur gepreßt. Nach denn Erkalten können die fertigen Formkörper der Presse entnommen werden.
  • Eine andere Möglichkeit des Vermischens der Bindemittel mit den Füllstoffen besteht darin, daß das Bindemittel mit Hilfe von Alkali oder einem geeigneten Emulgator emulgiert und in die erhaltene Emulsion die zuvor vorteilhaftlerweise mit Wasser augeteigte Mischung der Füllstoffe eingerührt wird. Um ein gute Homogenität der Gesamtmasse zu erreichen, empfiehlt es sich bei besonders saugfähigen Füllstoffen, diese über eine Mühle oder andere geeignete Mischvorrichtungen laufen zu lassen. Sodann wird die breiige Masse getrocknet und anschließend puJverisiert. Das Pulverisieren kann durch einfaches Zerdrücken oder Zerreiben der noch warmen Masse geschehen. Das erhaltene Pulver wird sodann in Formen eingefüllt und bei erhöhter Temperatur unter Druck verpreßt. Als günstige Temperatur wurde eine über dem Schmelzpunkt des Harzes bis zu etwa 1300 C liegende gefunden. Auch der Preßdruck kann im weiten Grenzen je nach den Erfordernissen variiert werden.
  • Herstellungsbeispiele Beispiel 1 100 Teile Montanharz werden in einen auf 90" C aufgeheizten Kneter gebracht und bis zum Entstehen einer einheitlichen dickflüssigen Masse durchgearbeitet. In diese Masse werden innerhalb 15 Minuten 200 Teile Kreide nach und nach eingetragen. Sodann wird die Masse bei der gleichen Temperatur noch etwa 30 Minuten lang durchgeknetet, anschließend in auf 500 C vorgewärmte flache Formen gefüllt und darin mit 50 kg/cm bei etwa 800 C 10 Minuten lang gepreßt. Nach dem Abkühlen der Form unter Druck wird eine Platte von dunkeibrauner Farbe erhalten, die sich auf Grund ihrer hervorragenden Härte und Kratzfestigkeit z. B. als Fußbodenbelag vorzüglich eignet. Die Platte läßt sich mechanisch bearbeiten und kann bei entsprechender Vorsicht auch genagelt werden.
  • Man kann selbstverständlich die Masse auch nach dem Kneten erkalten lassen und sie vor der Weiterverarbeitung nach Wiederaufwärmung, beispielsweise in einem Trockenschrank, in die Formen einfüllen.
  • Beispiel 2 100TeileMontanharz werden nach der im Beispiel 1 gegebenen Vorschrift mit 100 Teilen Sägespäne und 10 Teilen Eisenoxydrot durchgearbeitet, worauf man weiter nach Beispiel 1 verfährt. Die erhaltenen dunkelroten Platten besitzen bei geringem spezifischem Geweicht ein sehr gutes Isoliervermögen für Wärme und Schall und lassen sich ohne weiteres nageln und sägen.
  • Beispiel 3 50 Teile Montanharz werden zusammen mit 50 Teilen Kolophonium nach der im Beispiel 1 gegebenen Varschrift zusammen mit 200 Teilen Schwerspat und 25 Teilen Sägespäne durchgearbeitet, worauf man weiter nach Beispiel 1 verfährt. Die erhaltenen Platten besitzen eine sehr gute Wasserfestigkeit und zeigen einen sehr schönen Oherflächenglanz.
  • Beispiel 4 30 Teile Montanharz werden aufgeschmolzen (Temperatur 800 C) und mit 20 Teilen Ammoniakwasser (12,50/oig), das auf 500 C vorgewärmt wird, anemulgiert. Anschließend werden unter Umschwenken langsam die restlichen, auf 80" C vorgewärmten 50' Teile Wasser hinzugefügt. In die Emulsion werden 270 Teile Gesteinsmehl, die zuvor mit 50 Teilen Wasser angeteigt wurden, eingerührt.
  • Die erhaltene breiige Masse wird in dünner Schicht bei 100" C getrocknet und das getrocknete Gut anschließend pulverisiert, beispielsweise durch einfaches Zerreiben im Mörser. Das Pulver wird sodann in flache Formen eingefüllt und bei 1200 C 10 Minuten lang mit einem Druck von 100 kg/cm2 verpreßt. Nach dem Abkühlen der Form unter Druck wird eine Platte erhalten, die sich wegen ihrer Festigkeit und Härte sehr gut zum Belegen von Fußböden und Wänden eignet. Die Platte besitzt außerdem eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit und eine sehr gut glänzende Oberfläche.
  • Beispiel 5 45 Teile Montanharz werden aufgeschmolzen und mit 30 Teilen Ammoniakwasser (12,5C/oig), das auf 50° C vorgewärmt wird, anemulgiert. Anschließend werden unter Umschwenken langsam die restlichen, auf etwa 800 C vorgewärmten 75 Teile Wasser und dann 260 Teile Schwerspat, 10 Teile Chromoxydgrün, die zuvor gemeinsam mit 60 Teilen Wasser angeteigt wurden, eingerührt.
  • Die Verarbeitung erfolgt nach der im Beispiel 4 gegebenen Vorschrift. Die erhaltene Platte ist von dunkelgrüner Farbe, besitzt einen ausgezeichneten Oberflächenglanz, ist hervorragend wasserfest und hat eine sehr gute Festigkeit und Härte.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern unter Verwendung von Füllstoffen und Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bindemittel ausschließlich oder anteilig Montanharz verwendet, das gegebenenfalls noch Beimengungen von Montanwachs enthält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bindemittel anteil 5 bis 50 Gewichtsteile beträgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel als wäßrige Emulsion mit den Füllstoffen gemischt, getrocknet, wenn nötig gepulvert und bei erhöhter Temperatur unter Druck zu Formkörpern verpreßt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr: 402 960, 838 214.
DEL15014A 1953-03-21 1953-03-21 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern Pending DE1033405B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL15014A DE1033405B (de) 1953-03-21 1953-03-21 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL15014A DE1033405B (de) 1953-03-21 1953-03-21 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1033405B true DE1033405B (de) 1958-07-03

Family

ID=7259991

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL15014A Pending DE1033405B (de) 1953-03-21 1953-03-21 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1033405B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE402960C (de) * 1922-03-07 1924-09-20 Koholy Akt Ges Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen
DE838214C (de) * 1948-06-09 1952-05-05 Alfred Nowak Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere Platten

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE402960C (de) * 1922-03-07 1924-09-20 Koholy Akt Ges Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen
DE838214C (de) * 1948-06-09 1952-05-05 Alfred Nowak Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere Platten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69328350T2 (de) Hartplatte und herstellungsverfahren aus zurückgewonnenem papier
DE1033405B (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern
EP0763506B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Leicht-Formkörpern und damit hergestellter Leicht-Formkörper, insbesondere Leicht-Dämmplatte
EP0001091A1 (de) Präpolymere auf Basis von Alkali -und/oder Erdalkalisilikaten und Metalloxiden, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Formmassen
DE921051C (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus zerkleinertem Holz
DE903672C (de) Verfahren zur Herstellung einer Faserplatte
AT358459B (de) Verfahren zur herstellung eines magnesiumoxyd- -magnesiumsulfat-trockengemisches
DE3611080C1 (en) Building components and process for their preparation and also of mixtures for repairing buildings and wooden parts
DE4407822C2 (de) Verfahren zur Herstellung von schüttfähigem und lagerbeständigem Granulat aus Naturasphalt
DE809607C (de) Verfahren zur Herstellung von holzaehnlichen Platten oder prismatischen Koerpern im Heisspressverfahren
DE1275786B (de) Verfahren zur Koerperschalldaempfung
DE861154C (de) Verfahren zur Herstellung formbarer Massen
DE847492C (de) Pressmassen
DE814579C (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere fuer Bauzwecke
DE897009C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten
DE518500C (de) Isoliermasse
DE2323170C3 (de) Verfahren zur Herstellung gehärteter Bauelemente
DE812479C (de) Verfahren zur Herstellung eines fuer die Fabrikation von Tabakpfeifen geeigneten Materials
DE1023313B (de) Verfahren zur Herstellung oelimpraegnierter Hartfaserplatten zum Formen und Verschalen von Beton
DE975952C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Formkoerpern aus Massen aus pflanzlichen Faserstoffen und organischen Bindemitteln
DE571675C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleprodukten
EP1394134A2 (de) Material zur Herstellung von Werkstücken auf Kunststoffbasis mit einem Gehalt an Kaolin
DE2844178C3 (de) Preßmasse und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE579336C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln
CH618208A5 (en) Process for the preparation of casting compositions using fillers made from refuse, and the use of the casting compositions obtained by this process for the production of mouldings