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Die
Erfindung betrifft ein Halbleiterbauteil in Halbleiterchipgröße mit einem
Halbleiterchip, der flipchipartige Außenkontakte aufweist und ein
Verfahren zur Herstellung desselben.
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Halbleiterbauteile,
die als sogenannten Flipchipbauteile oder als WLP-Bauteile (Wafer
Level Package) bekannt sind, werden mit ihren Flipchipkontakten
als nackte Halbleiterchips auf übergeordneten Schaltungsplatinen
angebracht oder werden mit einer dünnen Polymerschutzschicht vor
dem Aufbringen auf die übergeordnete
Schaltungsplatine überzogen.
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Ein
Nachteil derartiger Halbleiterbauteile ist ihre hohe Empfindlichkeit
gegenüber
Stoßbelastungen
oder gegenüber
Temperaturwechselbelastungen. Weiterhin sind die großflächigen Rückseiten
der Halbleiterbauteile erosiven Umwelteinflüssen ausgesetzt und insbesondere
bei Wartung und Instandhaltung gefährdet. Auch die Polymerschichten
können die
Probleme der geringen mechanischen Belastbarkeit dieser Bauteile
nicht beheben. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Halbleiterbauteil
in Halbleiterchipgröße anzugeben,
das erhöhten
mechanischen Belastungen ausgesetzt werden kann und vor erosiven
Angriffen der Umgebung zuverlässig
geschützt
ist. Darüber
hinaus ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren anzugeben, derartige
zuverlässige
Bauteile kostengünstig
herzustellen, wobei die eingesetzten Verfahren für eine Massenproduktion geeignet
sein sollen.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Halbleiterbauteil in Halbleiterchipgröße angegeben, das einen Halbleiterchip
aufweist, der auf seiner aktiven Oberseite flipchipartig angeordnete
Außenkontakte
aufweist. Der Halbleiterchip ist mindestens auf seiner Rückseite und
seinen Randseiten von einer Kunststoffmasse umhüllt, wobei die Außenkontakte
auf Außenkontaktanschlussflächen angeordnet
sind. In diesem Zusammenhang wird unter einem Halbleiterbauteil
in Halbleiterchipgröße ein Halbleiterbauteil
verstanden, das zusätzlich
zu den Dimensionen eines Halbleiterchips eine minimale Umhüllung aus
einer Kunststoffmasse, vorzugsweise aus einem Epoxidharz, umfasst.
Ein derartiges Halbleiterbauteil hat gegenüber einem Halbleiterbauteil
aus einem nackten Chip mit Flipchipaußenkontakten, dass einerseits
die Außenkontakte
in ihren Dimensionen um einen beträchtlichen Faktor größer sind
als reine Flipchipkontakte, die bei herkömmlichen Halbleiterbauteilen
innerhalb einer Gehäusemasse,
beispielsweise über
einen Flachleiterrahmen mit Außenkontakten
elektrisch verbunden sind. Insofern bezieht sich der Ausdruck flipchipartig
darauf, dass die Außenkontakte
im Bereich der aktiven Oberseite eines Halbleiterchips angeordnet
sind. Außerdem
werden für
das Anordnen der Außenkontakte
mit dieser Erfindung Rußenkontaktanschlussflächen zur
Verfügung
gestellt, die eine beträchtlich
größere Anschlussfläche aufweisen
als die Kontaktflächen,
welche unmittelbar auf der aktiven Oberseite des Halbleiterchips
angeordnet sind und die mit den Elektroden der Halbleiterelemente
einer integrierten Schaltung über
Leiterbahnen elektrisch in Verbindung stehen. Das erfindungsgemäße Halbleiterbauteil
unterscheidet sich folglich von Halbleiterbauteilen, die Halblei terchips
mit Flipchipkontakten aufweisen und auch von Halbleiterbauteilen, die
exakt der Halbleiterchipgröße entsprechen
und eventuell zusätzlich
mit einer wenige Mikrometer dicken Polymerschutzschicht überzogen
sind. Dabei kann die aktive Oberseite mit den Außenkontaktanschlussflächen und
den Außenkontakten
völlig
frei von einer Kunststoffmasse aus Epoxidharz sein. Dennoch wird
aufgrund der vollständigen
Umhüllung der
Rückseiten
und der Randseiten des Halbleiterchips mit einer Kunststoffmasse,
wie sie üblicherweise
für Halbleiterbauelementgehäuse eingesetzt
werden, nun auch ein Halbleiterbauteil in Halbleiterchipgröße mit der
stoßfesten
und wechseltemperaturfesten und erosionsbeständigen Kunststoffmasse abgedeckt
sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Außenkontakt
mindestens bis zu ihrer halben Höhe
von Kunststoffmasse umhüllt.
In diesem Fall erstreckt sich die Umhüllung der Kunststoffmasse auch
auf die aktive Oberseite des Halbleiterchips und umgibt mindestens
die Hälfte
der Oberseite eines jeden Außenkontaktes,
so dass die Außenkontakte
wie Zähne
in einem Zahnfleisch eingebettet sind und somit der Fußbereich
eines jeden Außenkontaktes
eine zusätzliche
Stützung
erfährt.
Diese zusätzliche
Stützung
verhindert ein Abreißen
der Außenkontakte
von den Außenkontaktanschlussflächen insbesondere
bei zyklischer, thermischer Wechselbelastung. Somit sind derartige
Halbleiterbauteile besonders widerstandsfähig gegenüber Scherbeanspruchung aufgrund
von unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten des Halbleiterchips
und einer übergeordneten
Schaltungsplatine, auf der die erfindungsgemäßen Halbleiterbauteile ohne
Beschädigung
angeordnet sein können.
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Weiterhin
kann bei dem erfindungsgemäßen Halbleiterbauteil
die aktive Oberseite des Halbleiterchips eine Umverdrahtungslage
tragen. Die Flächengröße dieser
aktiven Umverdrahtungslage entspricht der Flächengröße der aktiven Oberseite des
Halbleiterchips. Diese Umverdrahtungslage ist folglich nicht dazu
gedacht, die zur Verfügung
stehende aktive Oberseite des Halbleiterchips für entsprechend große Außenkontaktanschlussflächen zu
vergrößern und
ragt deshalb auch nicht über
die aktive Oberseite des Halbleiterchips hinaus. Die Umverdrahtungslage selbst
ist mindestens aus drei Schichten aufgebaut, wobei eine erste Schicht
eine Isolationsschicht mit Durchkontakten zu Kontaktflächen auf
der aktiven Oberseite des Halbleiterchips ist und die zweite Schicht
eine Umverdrahtungsschicht mit einer Umverdrahtungsstruktur bildet,
die Umverdrahtungsleitungen und Außenkontaktanschlussflächen aufweist, wobei
die Umverdrahtungsleitungen die Außenkontaktanschlussflächen mit
den Durchkontakten in der ersten Schicht der Umverdrahtungslage
verbinden. Eine dritte Schicht ist wiederum eine Isolationsschicht,
die einerseits die Umverdrahtungsleitungen schützt und andererseits Fenster
für die
Außenkontaktanschlussflächen freilässt, in
denen dann Außenkontakte
angeordnet werden können.
Dieses Anordnen der Außenkontakte,
ebenso wie das Aufbringen der Umverdrahtungslage kann bereits auf
einem Halbleiterwafer durchgeführt
sein, so dass zur Bildung eines erfindungsgemäßen elektronischen Bauteils
lediglich die erfindungsgemäße Umhüllung der einzelnen
Halbleiterchips durchzuführen
ist.
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Weiterhin
können
die Außenkontakte
auch vollständig
in Kunststoffmasse eingebettet sein und ein Lotdepot aufweisen,
das aus der Kunststoffmasse als Außenkontaktfläche herausragt.
Bei einer derartigen Konstruktion können die Außenkontakte aus einer Goldlegierung
hergestellt sein und das Lotdepot ei ne bleifreie Zinnlegierung aufweisen.
Eine derartige Ausführungsform
der Erfindung hat den Vorteil, dass die Außenkontakte selbst in ihrer
Dimension verkleinert werden können,
während
die Endgröße des Außenkontaktes
durch das Lotdepot bestimmt wird. Darüber hinaus hat diese Ausführungsform
der Erfindung den Vorteil, dass ein Abreißen der Außenkontakte von den Außenkontaktanschlussflächen auf dem
Halbleiterchip äußerst unwahrscheinlich
ist und somit ein sehr zuverlässiges
Halbleiterbauteil geschaffen wird.
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Anstelle
der Lotlegierung kann der Außenkontakt
auch als elastischer Außenkontakt
ausgebildet sein, wobei der Kern des Außenkontaktes ein gummielastisches
Material aufweist. Dieses gummielastische Kernmaterial ist teilweise
von einer Metallschicht als Außenkontaktfläche bedeckt.
Die Vorteile derartiger elastischer Außenkontakte bestehen darin, dass äußere Beanspruchungen,
insbesondere Scherbeanspruchungen, auf die Außenkontaktanschlussflächen auf
der Umverdrahtungslage übertragen
werden.
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Weitere
mögliche
Ausführungsformen
der Außenkontakte
können
Lotbumps darstellen, wobei der gesamte Außenkontakt aus einer Lotmasse
hergestellt ist, die beispielsweise mit Hilfe eines Schablonendruckes
aufgebracht wurde. Darüber
hinaus können
die Außenkontakte
auch galvanisch oder chemisch abgeschiedene Bumps darstellen, die
aufgrund der galvanischen oder chemischen Abscheidung in ihren Konturen
frei gestaltbar sind. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass
die Außenkontakte
aus Studbumps bestehen, derartige Studbumps sind Thermokompressionsköpfe, die
nacheinander auf die Außenkontaktanschlussflächen mittels eines
Bondvorgangs aufgebracht sind. Derartige Studbumps weisen als Material
das Material von Bonddrähten
auf, die beim Thermokompressionsbonden die Ther mokompressionsköpfe beziehungsweise
die Studbumps ausbilden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Lotbumps
oder galvanisch oder chemisch abgeschiedene Bumps gleichzeitig mit
einem Verfahrensschritt auf den aktiven Oberseiten eines Halbleiterchips
in einem Verfahrensschritt gleichzeitig herstellbar sind, während Studbumps aus
Thermokompressionsköpfen
nacheinander auf die Halbleiterchips aufgebracht werden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Nutzen, der in Zeilen
und Spalten angeordnete Bauteilpositionen für Halbleiterbauteile. Ein derartiger
Nutzen für
das erfindungsgemäße Bauteil
unterscheidet sich von herkömmlichen
Nutzen dadurch, dass der Abstand zwischen den in Zeilen und Spalten angeordneten
Bauteilpositionen gerade so groß ist, dass
ein Sägeblatt
durch den Nutzen zwischen den Zeilen und Spalten mit Halbleiterchips
hindurchgeführt
werden kann, ohne die Randseiten der Halbleiterchips freizulegen.
Vielmehr soll auf den Randseiten der Halbleiterchips eine Kunststoffmasse
verbleiben, die dafür
sorgt, dass auch die Randseiten der Halbleiterchips vollständig von
ihr bedeckt bleiben.
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Ein
Verfahren zur Herstellung von Halbleiterchips mit flipchipartigen
Außenkontakten
aus einem Halbleiterwafer mit in Zeilen und Spalten angeordneten
Halbleiterchippositionen weist die nachfolgenden Verfahrensschritte
auf. Zunächst
wird ein Halbleiterwafer mit mehreren in Zeilen und Spalten angeordneten
Halbleiterchippositionen bereitgestellt, wobei in den Halbleiterchippositionen
integrierte Schaltungen angeordnet sind, deren Elektroden über Leiterbahnen
mit Kontaktflächen
an der Oberseite des Halbleiterwafers verbunden sind. Als nächstes werden
Außenkontaktanschlussflächen in
den Halbleiterchippositionen auf aktiven Oberseiten der integrierten Schaltungen
mittels Herstellen einer Umverdrahtungslage be reitgestellt. Anschließend werden
flipchipartig Außenkontakte
auf den Außenkontaktanschlussflächen der
Umverdrahtungslage in den Halbleiterchippositionen aufgebracht.
Ein derartiger Halbleiterwafer ist nun einseitig gespickt mit Außenkontakten
und wird in einzelne Halbleiterchips mit flipchipartigen Außenkontakten
aufgetrennt.
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Diese
Verfahren hat den Vorteil, dass die Außenkontakte bereits auf einem
Halbleiterwafer gleichzeitig für
viele Halbleiterchippositionen herstellbar sind, was den zusätzlichen
Effekt mit sich bringt, dass ein Funktionstest jedes einzelnen Halbleiterchips
in den Halbleiterchippositionen des Halbleiterwafers mit angepassten
Abtastsystemen durchführbar
wird. Halbleiterchippositionen, die nicht einen funktionierenden
Halbleiterchip aufweisen, können bei
diesem Funktionstest markiert werden und werden dann im weiteren
Verfahren nicht weiterverarbeitet. Ohne ein Aufbringen der Außenkontakte
müssen wesentlich
komplexere Testgeräte
eingesetzt werden, um die Außenkontaktanschlussflächen mit
entsprechenden Vielfachspitzenprobern an entsprechende Auswertegeräte anschließen zu können.
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Zur
Herstellung von Außenkontaktanschlussflächen wird
zunächst
eine Isolationsschicht auf den Halbleiterwafer aufgebracht. Diese
Isolationsschicht kann durch Durchgangsöffnungen zu den Kontaktflächen auf
den aktiven Oberseiten der integrierten Schaltungen aufweisen. Anschließend wird eine
strukturierte Umverdrahtungsschicht mit Durchkontakten zu den Kontaktflächen der
Oberseite der integrierten Schaltung und mit Außenkontaktanschlussflächen sowie
mit Umverdrahtungsleitungen als Verbindungsleitungen zwischen den
Außenkontaktanschlussflächen und
den Kontaktflächen
hergestellt. Dazu kann zunächst
die gesamte Oberseite des Halbleiterwafers metalli siert werden und
anschließend
durch einen Photolithographieschritt können die Strukturen mit Durchkontakten,
Umverdrahtungsleitungen und Außenkontaktanschlussflächen aus
einer entsprechenden Metallschicht hergestellt werden. Als Abschluss
der Umverdrahtungsschicht kann eine Isolationsschicht aufgebracht
werden, die die Umverdrahtungsleitungen und Durchkontakte schützt, jedoch
in der Fenster zu den Außenkontaktanschlussflächen frei
bleiben. Da diese Schichtfolge für
eine Umverdrahtungslage unmittelbar auf dem Halbleiterwafer durchgeführt wird,
entstehen beim Auftrennen des Halbleiterwafers in einzelne Halbleiterchips
Umverdrahtungslagen, die die gleiche Flächengröße wie die aktiven Oberseiten
der Halbleiterchips aufweisen. Die Umverdrahtungslagen sind folglich
weder größer noch
kleiner als die aktive Oberseite der Halbleiterchips.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Nutzens mit in Zeilen und Spalten angeordneten Bauteilpositionen,
wobei das Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte aufweist.
Zunächst
werden Halbleiterchips mit flipchipartigen Außenkontakten, wie oben beschrieben, hergestellt.
Anschließend
werden diese Halbleiterchips mit ihren flipchipartigen Außenkontakten
auf einen Hilfsträger
aufgebracht und auf dem Hilfsträger fixiert.
Dieses Aufbringen von Halbleiterchips erfolgt in Zeilen und Spalten
unter Einhaltung eines Abstands zwischen den Halbleiterchips. Der
Abstand zwischen den Halbleiterchips entspricht vorzugsweise mindestens
einer doppelten Sägeblattstärke eines Sägeblattes,
mit dem dann abschließend
der Nutzen in einzelne Halbleiterbauteile getrennt wird. Nach dem
Fixieren der Halbleiterchips auf dem Hilfsträger wird eine Kunststoffmasse
auf dem Hilfsträger
unter Einbetten der Halbleiterchips mit ihren flipchipartigen Außenkontakten
aufgebracht. Anschließend
wird der Hilfsträger
unter Freilegen der Berührungsflächen zwischen
Außenkontakten
und Hilfsträger
entfernt. Die Berührungsflächen zwischen
Hilfsträger
und Außenkontakten
bilden somit Außenkontaktflächen, die frei
zugänglich
sind, so dass Funktionstests für
die einzelnen Bauteile in den Bauteilposition des Nutzens erfolgen
können.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass ein plattenförmiger Verbundkörper als
Nutzen entsteht, der auf seiner einen Seite vollständig aus
Kunststoff hergestellt ist und auf seiner anderen Seite eine Kunststoff-Fläche aufweist,
die an den Positionen der Außenkontakte
Berührungsflächen zeigt. Bei
einem Durchführungsbeispiel
des Verfahrens wird als Hilfsträger
eine mit Klebstoff beschichtete Kunststoff-Folie eingesetzt. In
diesen Klebstoff werden die Außenkontakte
der einzelnen Halbleiterchips in den entsprechenden Bauteilpositionen
eingepresst, so dass die Oberseite der Außenkontakte, die in der Klebstoffschicht
eingepresst ist, später
die Außenkontaktflächen, die
aus der Kunststoffmasse herausragen, bilden kann. Je nach Dicke
der Klebstoffschicht kann somit ein größerer oder kleinerer Anteil der
Außenkontakte
zur Bildung der Außenkontaktflächen beitragen.
Im äußersten
Fall ist die Klebstoffschicht derart dick, dass die Außenkontakte
vollständig
in der Klebstoffschicht verschwinden, womit erreicht wird, dass
beim Entfernen des Hilfsträgers
mit der Klebstoffschicht die Außenkontakte
frei von der aufzubringenden Kunststoffmasse sind. Folglich kann
mit diesem Verfahren der Grad der Einbettung der Außenkontakte
in eine Kunststoffmasse eingestellt werden.
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Eine
weitere Möglichkeit
einen Nutzen herzustellen, besteht darin, dass als Hilfsträger eine
Metallplatte eingesetzt wird und die Außenkontakte der Halbleiterchips
beim Fixieren der Halbleiterchips auf dem Hilfsträger an die
Metallplatte angelötet
werden. Nach dem Aufbringen der Kunststoffmasse, die nun die Außenkontakte
vollständig
einschließt,
jedoch nicht die Berührungsfläche zwischen
Lotmaterial und Metallplatte benetzt, bleibt nach Entfernen der
Metallplatte ein Lot als Lotdepot unter Ausbildung von Außenkontaktflächen auf
den vollständig
eingebetteten Außenkontakten
zurück.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass bereits ein Lotdepot für die weitere Verarbeitung
des Halbleiterbauteils in jeder Außenkontaktposition zur Verfügung gestellt
wird, was die Weiterverarbeitung erleichtert. Während die Kunststoff-Folie
mit Klebstoffschicht durch Erwärmen
von dem Nutzen abgezogen werden kann, wird die Metallplatte als
Hilfsträger
durch Nass- oder
Trockenätzen
abgetragen bis die einzelnen Lotdepots freigelegt sind.
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Der
auf diese Weise entstandene Nutzen mit den in Zeilen und Spalten
angeordneten Bauteilpositionen kann abschließend in einzelne Halbleiterbauteile
aufgetrennt werden, indem ein Sägeblatt
in den vorgesehenen Sägespuren
zwischen den Zeilen und Spalten der Halbleiterchips hindurchgeführt wird.
Bei Einhaltung des obenerwähnten
Mindestabstandes werden die Randseiten jedes Halbleiterchips der Halbleiterbauteile
in Halbleiterchipgrößenordnung mindestens
mit der halben Stärke
eines Sägeblattes von
der Kunststoffmasse umhüllt
sein.
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Zusammenfassend
ist festzustellen, dass mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein mit sogenannten "Bumps" versehener Halbleiterchip
mit diesen Bumps in eine Klebstoff-Folie gedrückt wird, so dass die Bumps
ganz oder teilweise in der Klebstoffschicht verschwinden. Danach
wird die Anordnung mit Kunststoff umspritzt und die Folie anschließend abgezogen.
Nach dem Abziehen der Folie kann dann der entstandene Nutzen zu "Packages" vereinzelt werden.
Alternativ kann anstelle der Klebefolie ein "Lead Frame", zum Beispiel in Form eines Kup ferbleches,
verwendet werden. In diesem Fall wird durch einen Lötprozeß ein Benetzen
der Bumps mit dem Lead Frame erzwungen. Ansonsten sind die Verfahrensschritte
der beiden Verfahrensvarianten ähnlich. Somit
entsteht ein Halbleitergehäuse
für ein
Halbleiterbauteil mit flipchipartigen Außenkontakten, welches bis auf
die elektrischen Außenkontakte
vollständig
mit Kunststoff umhüllt
ist. Wahlweise kann die aktive Fläche des Halbleiterchips von
Kunststoff auch frei bleiben, nämlich
beim vollständigen
Eindrücken der
Bumps in die Klebstoffschicht der Kunststoff-Folie. Somit wird auf
einfache und preiswerte Weise eine "Back Side Protection" zum Schutz der Rückseite des Halbleiterchips
erreicht. Zusammenfassend ergeben sich mit diesem Verfahren und
den daraus resultierenden Halbleiterbauteilen folgende Vorteile:
- 1. Eine bessere Verankerung der elektrischen Kontakte
am Halbleiterchip durch teilweise Umhüllung der Außenkontakte
mit Kunststoff. Insbesondere auf der Chipseite liegt bei Zuverlässigkeitstests
die typische Sollbruchstelle am Übergang
vom Halbleiterchip zu dem Außenkontakten, die
hier durch die teilweise Umhüllung
mit Kunststoff besonders geschützt
beziehungsweise verstärkt
ist.
- 2. Ein preiswertes und einfaches Verfahren zur Realisierung
des kundenseitig geforderten Rückseitenschutzes
für Halbleiterbauteile
in Halbleiterchipgröße.
- 3. Eine Realisierung eines einfachen Gehäuses mit flipchipartigen Außenkontakten,
welches in einem Verfahrensdurchgang einen Rückseitenschutz mit dem Schutz
der aktiven Seite und darüber
hinaus mit einer verbesserten Haftung der elektrischen Kontakte
auf der aktiven Oberseite der Halbleiterchips ermöglicht.
- 4. Unter Umständen
kann auf einen sonst üblichen "Underfill" beim Aufbringen
auf eine übergeordnete
Schaltungsplatine verzichtet werden.
- 5. Die Erfindung ermöglicht
ein effektives und kostengünstiges
Verfahren, da im "Array" gearbeitet werden
kann, beispielsweise auf Streifen mit einem Magazinhandling oder
auch auf Waferebene mit einem Wafernutzen. Darüber hinaus lässt das erfindungsgemäße Verfahren
sich sogar als verkettetes "Reel-to-Reel-Konzept" realisieren, indem
ein Diebonden auf Folie mit anschließendem Molden und Abziehen
der Folie als verketteter Prozess durchgeführt wird.
- 6. Es wird ein miniaturisiertes Kunststoffgehäuse für die Halbleitertechnik
verwirklicht.
- 7. Dieses Halbleitergehäuse
ist äußerst zuverlässig durch
Anwenden eines speziellen Moldprozesses, nämlich dem "Array-Molden" von Halbleiterchips mit vollständig oder
teilweise in Klebefolie eingedrückten
Bumps.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung.
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2 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
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3 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung,
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4 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Halbleiterwafer zur Herstellung eines Halbleiterbauteils
gemäß der Erfindung,
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5 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips mit Außenkontakten auf einer Kunststoff-Folie
mit Klebstoffschicht als Hilfsträger,
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6 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips gemäß 5 nach Aufbringen einer Kunststoffmasse
auf den Hilfsträger,
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7 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips gemäß 6 beim Entfernen des Hilfsträgers,
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8 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen mit teilweise in Kunststoffmasse
eingebetteten Außenkontakten,
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9 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Halbleiterwafer zur Herstellung eines Halbleiterbauteils
gemäß der dritten
Ausführungsform
der Erfindung,
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10 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips mit Außenkontakten auf einer Metallplatte
als Hilfsträger,
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11 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips gemäß 10 nach Auflöten der Außenkontakte der Halbleiterchips
auf die Metallplatte,
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12 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips gemäß 11 nach Aufbringen einer Kunststoffmasse
auf den Hilfsträger,
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13 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen mit in Kunststoffmasse eingebetteten
Außenkontakten,
nach Entfernen des Hilfsträgers,
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14 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen gemäß 13 mit Trennbereichen zum Vereinzeln
der Bauteilpositionen des Nutzens.
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1 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil 100 gemäß einer ersten
Ausführungsform
der Erfindung. Dieses Halbleiterbauteil 100 ist in Halbleiterchipgröße realisiert. Der
Halbleiterchip 2 selbst weist eine aktive Oberseite 3 auf,
die mit chipartig angeordneten Außenkontakten 4 des
Halbleiterbauteils 100 elektrisch in Verbindung steht.
In dieser ersten Ausführungsform
der Erfindung ist der Halbleiterchip 2 auf seiner Rückseite 6 und
auf seinen Randseiten 7 und 8 von einer Kunststoffmasse 5 umhüllt, während die
Außenkontakte 4 auf
Außenkontaktanschlussflächen 16 einer Umverdrahtungslage 9 angeordnet
sind. Die Umverdrahtungslage 9 weist drei Schichten 12, 13 und 14 auf.
Dabei ist die Schicht 12 unmittelbar auf der aktiven Oberseite 3 des
Halbleiterchips angeordnet. Diese Oberseite 3 weist Kontaktflächen 11 auf.
Derartige Kontaktflächen 11 auf
der aktiven Oberseite 3 eines Halbleiterchips 2 sind über nicht
gezeigte Leiterbahnen mit Elektroden der integrierten Schaltung
des Halbleiterchips 2 verbunden. Diese Kontaktflächen 11 sind
relativ kleinflächig
ausgeführt
im Verhältnis
zu den Außenkontaktanschlussflächen für die Außenkontakte 4.
Die Umverdrah tungslage 9 sorgt nun mit ihren drei Schichten 12, 13 und 14 dafür, dass
eine elektrische Verbindung zwischen Kontaktflächen 11 und Außenkontaktanschlussflächen 16 aufrechterhalten
wird. Dazu ist die erste Schicht 12 aus einem Isolationsmaterial
aufgebaut, durch das Durchkontakte 15 an den Positionen
der Kontaktflächen
hindurchführen.
Von den Durchkontakten 15 geht es über Umverdrahtungsleitungen 10 in
der zweiten Schicht 13 der Umverdrahtungslage 9 unmittelbar
zu Außenkontaktanschlussflächen 16,
wobei die metallischen Strukturen von Durchkontakten 15,
Umverdrahtungsleitungen 10 und Außenkontaktanschlussflächen 16 in
der zweiten Schicht als Umverdrahtungsschicht angeordnet sind. Die
dritte Schicht der Umverdrahtungslage 9 und damit die äußere Schicht weist
wiederum ein Isolationsmaterial auf, das die Durchkontakte 15 und
die Umverdrahtungsleitungen 10 schützt und lediglich den Bereich
der Außenkontaktanschlussflächen 16 freilässt. Auf
diesen Außenkontaktanschlussflächen 16 sind
die Außenkontakte 4 angeordnet,
die in dieser Ausführungsform
der Erfindung als Lotbälle
dargestellt sind, wobei die freiliegende Oberfläche der Außenkontakte 4 eine
nahezu kugelförmige
Außenkontaktfläche 18 bildet.
Dieses Halbleiterbauteil weist nahezu die Größe des Halbleiterchips auf.
Diese Größe ist lediglich
durch die Kunststoffumhüllung
auf der Rückseite
und auf den Randseiten des Halbleiterchips geringfügig vergrößert. Dafür jedoch
ist dieses Halbleiterbauteil 100 auf seiner Rückseite
und auf seinen Randseiten durch eine gemoldete Kunststoffmasse aus
einem Epoxidharz vor mechanischen und erosiven Beschädigungen
geschützt.
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2 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil 200 gemäß einer zweiten
Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in 1 werden mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet und nicht extra erörtert.
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Die
zweite Ausführungsform
der Erfindung gemäß 2 unterscheidet sich von
dem Halbleiterbauteil 100, das in 1 gezeigt wird, dadurch, dass die Außenkontakte 4 nicht
mehr frei von Kunststoffmasse sind, sondern vielmehr mindestens
die halbe Höhe
h der Außenkontakte 4 in
die Kunststoffmasse 5 eingebettet ist. Bei dieser zweiten
Ausführungsform der
Erfindung wird durch das teilweise Einbetten der Außenkontakte 4 in
die Kunststoffmasse 5 der kritische Bereich des Übergangs
von der Außenkontaktanschlussfläche 16 zum
Außenkontakt 4 mechanisch verstärkt. Die
Scherbelastung auf diesen kritischen Bereich eines elektronischen
Bauteils 200 wird damit vermindert und die Zuverlässigkeit
des Halbleiterbauteils erhöht.
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3 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch ein Halbleiterbauteil 300 gemäß einer dritten
Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden
Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht
extra erörtert.
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Die
dritte Ausführungsform
der Erfindung unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsformen
dadurch, dass einerseits die Außenkontakte 4 vollständig in
Kunststoffmasse 5 eingebettet sind. Darüber hinaus weist jeder Außenkontakt
ein Lotdepot 17 auf, das eine Außenkontaktfläche 18 ausbildet
und somit das Aufbringen dieses elektronischen Bauteils auf eine übergeordnete
Schaltungsplatine erleichtert. Die in 1 gezeigte
Umverdrahtungslage wird in den 2 und 3 nicht wiederholt gezeigt,
sondern lediglich die Lage der Außenkon taktanschlussflächen 16 durch
entsprechende Balken angedeutet.
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4 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Halbleiterwafer 21 zur Herstellung
eines Halbleiterbauteils 100 oder 200 gemäß der Erfindung.
Ein derartiger Halbleiterwafer wird zunächst zur Verfügung gestellt
und weist bereits in den entsprechenden Chippositionen 22 sämtliche
Elemente einschließlich
der Außenkontakte 4 auf,
die für das
Herstellen eines erfindungsgemäßen Bauteils entsprechend
der Ausführungsformen
nach 1 und 2 vorbereitet sind. Die
Halbleiterchippositionen 22 sind auf dem Halbleiterwafer 21 in
Zeilen und Spalten angeordnet, wovon hier lediglich ein kleiner Ausschnitt
im Querschnitt gezeigt ist. Die Außenkontakte 4 sind
als letztes auf dem Halbleiterwafer aufgebracht, so dass nach dem
Aufsägen
des Halbleiterwafers entlang der Sägespuren 29 einzelne
Halbleiterchips 2 zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen.
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Diese
Halbleiterchips 2 werden, wie die nachfolgenden Figuren
zeigen, zu Halbleiterbauteilen in Halbleiterchipgröße weiterverarbeitet.
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5 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 mit Außenkontakten 4 auf
einer Kunststoff-Folie 25 mit Klebstoffschicht 24 als
Hilfsträger 23.
Die Halbleiterchips 2 sind mit ihren Außenkontakten 4 in
die Klebstoffschicht 24 der Klebstoff-Folie 25 des
Hilfsträgers 23 derart
eingedrückt,
dass ein Teil ihrer Oberfläche
von Klebstoff bedeckt ist. Dabei sind die Halbleiterchips 2 in
den Bauteilpositionen 19 derart angeordnet, dass ein Abstand
a zwischen den Halbleiterchips 2 eingehalten wird, der
mindestens der doppelten Sägeblattbreite entspricht,
die zum Vereinzeln der Halbleiterbauteile erforderlich ist.
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6 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 gemäß 5 nach Aufbringen einer Kunststoffmasse 5 auf
den Hilfsträgers 23.
Die Kunststoffmasse füllt
den Halbleiterchip mit seinen Außenkontakten, soweit sie nicht
in der Klebstoffschicht 24 stecken, vollständig ein.
Nach dem Aufbringen dieser Kunststoffmasse 5 wird diese ausgehärtet, so
dass eine freitragende Verbundplatte auf dem Hilfsträger 23 entsteht.
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7 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 gemäß 6 beim Entfernen des Hilfsträgers 23.
Je nach Art der Klebstoffschicht 24 kann nun von dieser
Verbundplatte, die einen Nutzen 20 darstellt, der Hilfsträger 23 abgezogen
werden, wobei in der Klebstoffschicht 24 die Abdrücke der
Außenkontakte 4 zurückbleiben.
Das Abziehen einer derartigen Folie mit Klebstoffschicht kann dadurch
erleichtert werden, dass die Klebstoffschicht erwärmt wird.
Wie 7 zeigt, bleibt
eine selbsttragende Verbundplatte zurück, die als streifenförmiger Nutzen 20 oder
als Wafernutzen mit einer kreisförmigen
Kontur zur Weiterverarbeitung zur Verfügung steht. Bei dieser Durchführungsform
des Verfahrens wird durch die Dicke d der Klebschicht 24 die herausragende
Höhe für die Außenkontakte 4 aus der
Kunststoffmasse 5 eingestellt. Die zunehmende Dicke d der
Klebstoffschicht 24 kann soweit erhöht werden, dass die gesamte
Höhe h
der Außenkontakte
frei von Kunststoffmasse bleibt, womit die erste Ausführungsform
der Erfindung, wie sie in 1 gezeigt
wird, herstellbar ist.
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8 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen 20 mit teilweise in Kunststoffmasse 5 eingebetteten
Außenkontakten 4.
Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren
werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra
erörtert.
Die teilweise Einbettung der Außenkontakte 4 in
die Kunststoffmasse 5 wird durch die in 7 gezeigte Dicke d der dort gezeigten
Klebstoffschicht 24 eingestellt. Die selbsttragende Verbundplatte
in Form eines Nutzens 20 kann nun nach Entfernen des Hilfsträgers entlang
der Sägespuren 28,
die durch gestrichelte Linien dargestellt sind, in einzelne Halbleiterbauteile für jede der
Bauteilpositionen 19 getrennt werden.
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9 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Halbleiterwafer 21 zur Herstellung
eines Halbleiterbauteils 300 gemäß der dritten Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten, die die gleichen Funktionen wie in den
vorhergehenden Figuren aufweisen, werden mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet und nicht extra erörtert. Der Halbleiterwafer 21 für die dritte
Ausführungsform
der Erfindung entspricht exakt dem Halbleiterwafer 21, der
in 4 gezeigt wird. Somit
erübrigt
sich die Erörterung
der weiteren Bezugszeichen.
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10 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 mit Außenkontakten 4 auf
einer Metallplatte 26 als Hilfsträger 23. Anstelle der
in der ersten und zweiten Ausführungsform
der Erfindung eingesetzten Kunststoff-Folie wird nun eine Metallplatte 26 als
Hilfsträger
zur Verfügung
gestellt, auf der die Halbleiterchips 2 mit ihren Außenkontakten 4 in
Bauteilpositionen 19 angeordnet werden, wobei die Bauteilpositionen 19 in
Zeilen und Spalten auf der Metallplatte 26 vorgesehen sind.
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11 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 gemäß 10 nach Auflöten der Außenkontakte 4 der
Halbleiterchips 2 auf die Metallplatte 26. Bei
dem Auflöten
der Außenkontakte 4 auf
die Metallplatte 26 entstehen Lotdepots 17 rund
um jeden der Außenkontakte 4.
Gleichzeitig wird mit dem Auflöten
jeder Halbleiterchip in der Bauteilposition 19 fixiert.
Mit dem Lötverfahren lässt sich
eine sehr exakte und sehr stabile Positionierung der Halbleiterchips 2 in
den Bauteilpositionen 19 auf der Metallplatte 26 erzielen.
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12 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch Halbleiterchips 2 gemäß 11 nach Aufbringen einer Kunststoffmasse 5 auf
den Hilfsträger 23.
Bei diesem Aufbringen der Kunststoffmasse 5 werden die
Außenkontakte 4 vollständig von
Kunststoffmasse umhüllt,
so dass der gesamte Halbleiterchip 2 mit seinen Außenkontakten
in die Kunststoffmasse 5 eingebettet ist. Nach Aushärten der
Kunststoffmasse 5 entsteht eine selbsttragende Verbundplatte,
die lediglich auf ihrer Unterseite eine die Außenkontakte 4 kurzschließende Metallplatte
aufweist.
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13 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen 20 mit in Kunststoffmasse 5 eingebetteten
Außenkontakten 4.
Dieser Nutzen 20 ist dadurch entstanden, dass die Metallplatte 26,
die in 12 gezeigt wird,
von der Unterseite des Nutzens zwischenzeitlich entfernt wurde.
Dieses Entfernen wird durch Nass- oder Trockenätzen erreicht, wobei der Unterschied
der Ätzrate
zwischen der Metallplatte, die aus einer Kupferlegierung aufgebaut
ist und dem Lotmaterial, das aus einem bleifreien Lotzinn wie einer
Goldzinn-Legierung besteht, genutzt wird, um einen klaren Ätzstopp
zu erreichen. Nach dem Entfernen der Metallplatte sind auf der Unterseite des
Nutzens 20 Lotdepots 17 angeordnet, die freiliegende
Außenkontaktflächen 18 aufweisen.
-
14 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch einen Nutzen 20 gemäß 13 mit Trennbereichen 28 zum
Vereinzeln der Bauteilpositionen 19 des Nutzens 20.
Durch ein Trennen entlang der Trennbereiche 28 kann nun
dieser Nutzen 20 in mehrere einzelne Halbleiterbauteile
der dritten Ausführungsform
der Erfindung aufgetrennt werden, wobei diese Bauteile Lotdepots
mit Außenkontaktflächen 18 aufweisen.
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- 1
- Halbleiterbauteil
- 2
- Halbleiterchip
- 3
- aktive
Oberseite des Halbleiterchips
- 4
- Außenkontakt
- 5
- Kunststoffmasse
- 6
- Rückseite
des Halbleiterchips
- 7
- Randseite
des Halbleiterchips
- 8
- Randseite
des Halbleiterchips
- 9
- Umverdrahtungslage,
deren Größe dem Halbleiterchip
-
- entspricht
- 10
- Umverdrahtungsleitungen
- 11
- Kontaktflächen
- 12
- erste
Schicht beziehungsweise Isolationsschicht mit
-
- Durchkontakten
- 13
- zweite
Schicht beziehungsweise Umverdrahtungss
-
- chicht
mit Außenkontaktanschlussfläche
- 14
- dritte
Schicht beziehungsweise Isolationsschicht
-
- mit
Fenstern für
Außenkontahtanschlussflächen
- 15
- Durchkontakt
- 16
- Außenkontaktanschlussfläche
- 17
- Lotdepot
- 18
- Außenkontaktfläche
- 19
- Bauteilposition
- 20
- Nutzen
- 21
- Halbleiterwafer
- 22
- Halbleiterchipposition
- 23
- Hilfsträger
- 24
- Klebstoffschicht
- 25
- Kunststoff-Folie
- 26
- Metallplatte
- 27
- Lotdepot
- 28
- Trennbereich
- 29
- Sägespuren
des Halbleiterwafers