-
Die Erfindung betrifft ein für ein Endoskop bestimmtes
Behandlungsinstrument, das mit einem Behandlungsteil versehen ist,
der zwei am distalen Ende des Behandlungsinstrumentes schwenkbar
gehaltene Manipulationselemente umfasst und nach Art einer Zange
arbeitet.
-
Behandlungsinstrumente für Endoskope
mit solchen wie Zangen arbeitenden Behandlungsteilen sind beispielsweise
Biopsiezangen, Greifzangen, Zangen zur Blutstillung, Pinzetten oder
dergleichen.
-
1 zeigt
den distalen Endabschnitt eines herkömmlichen Behandlungsinstrumentes,
das mit einem wie eine Zange arbeitenden Behandlungsteil versehen
ist. Dieses Behandlungsinstrument hat eine flexible Hülle 1 und
ein Halteelement 2, das am distalen Ende der Hülle 1 angebracht
ist. Das Halteelement 2 ist mit einem Spalt 3 konstanter
Breite versehen. Ein Lagerbolzen 5 ist am distalen Ende
des Spalts 3 so gehalten, dass er diesen quer, d.h. in Richtung
seiner Breite, durchsetzt.
-
An dem Lagerbolzen 5 sind
zwei Manipulationselemente 4 schwenkbar montiert. Die proximalen Enden
der Manipulationselemente 4 sind mit zwei Betätigungsdrähten 6 verbunden,
die durch die Hülle 1 geführt sind.
Die beiden Betätigungsdrähte 6 werden
längs der
Hülle 1 vorgeschoben
und zurückgezogen,
um die beiden Manipulationselemente 4 nach Art einer Zange
zu öffnen
und zu schließen.
-
Der Lagerbolzen 5 ist an
dem Halteelement 2 montiert, indem er in zwei Durchgangslöcher 10 eingesetzt
ist, die an dem Halteelement 2 beiderseits des Spalts 3 ausgebildet
sind. Da ein Kopf 5a des Lagerbolzens 5 einen
gegenüber
dem übrigen
Teil vergrößerten Durchmesser
hat, geht der Lagerbolzen 5 nicht durch die Durchgangslöcher 10 hindurch.
Nachdem der Lagerbolzen 5 in die Durchgangslöcher 10 eingesetzt
ist, wird er an dem Halteelement 2 befestigt, indem seine
Spitze 5b gesenkgeschmiedet wird.
-
Der so ausgebildete Lagerbolzen 5 löst sich auch
dann nicht von dem Halteelement 2, wenn eine starke Kraft
in der Richtung, die von seinem Kopf 5a zu seiner Spitze 5b weist,
auf ihn wirkt, da der durchmessergroße Kopf 5a des Lagerbolzens 5 nicht durch
die Durchgangslöcher 10 treten
kann. Da jedoch die gesenkgeschmiedete Spitze 5b des Lagerbolzens 5 vergleichsweise
einfach verformt werden kann, löst
sich der Lagerbolzen 5 vergleichsweise leicht aus dem Halteelement 2,
wenn er in die Richtung, die von seiner Spitze 5b zu seinem
Kopf 5a weist, gedrückt
oder gezogen wird, was zu einer Demontage des Endabschnitts des
Behandlungsinstrumentes führt.
-
Um das Halteelement 2 isolierend
auszubilden, besteht es in der Regel aus einem nicht-metallischen
Material. In diesem Fall kann die Spitze 5b des Lagerzapfens 5 nicht
unter Anwendung einer starken Kraft gesenkgeschmiedet werden, da
das Halteelement 2, das eine geringere mechanische Festigkeit als
aus Metall bestehende Elemente hat, leicht bricht. Infolgedessen
kommt es häufig
vor, dass der Lagerbolzen 5 nur unzureichend gesenkgeschmiedet
wird und sich leicht von dem Halteelement 2 löst.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, ein
für ein
Endoskop bestimmtes Behandlungsinstrument anzugeben, bei dem vermieden
wird, dass sich der ein Manipulationselement schwenkbar haltende
Lagerbolzen leicht von dem Behandlungsinstrument löst.
-
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch das Behandlungsinstrument
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen
angegeben.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Behandlungsinstrument
müssen
die Endabschnitte des Bolzens nicht gesenkgeschmiedet werden, um
den Bolzen an dem Halteelement zu befestigen, da der Abstandshalter
verhindert, dass sich der Bolzen von dem Halteelement löst. Dadurch
wird verhindert, dass sich der Bolzen und die beiden Manipulationselemente
infolge einer Verformung eines gesenkgeschmiedeten Abschnitts von
dem Halteelement lösen.
-
In einer vorteilhaften Weiterbildung
wird der Bolzen in das Abstandselement gepresst, um es fest darin
einzupassen. Das Abstandselement hat vorzugsweise ein Durchgangsloch,
dessen Innendurchmesser kleiner als der Außendurchmesser des Bolzens
ist, so dass der Bolzen in das Durchgangsloch gepresst werden kann.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst
das Behandlungsinstrument zwei Bolzen der oben beschriebenen Art,
die beide in das Abstandselement gepresst werden. Jedes der beiden
Manipulationselemente kann schwenkbar an dem ihm zugeordneten Bolzen
montiert werden, so dass sich die Manipulationselemente nach Art
einer Zange öffnen und
schließen
lassen. Vorzugsweise ist das Abstandselement mit zwei Durchgangslöchern versehen,
die parallel zueinander angeordnet sind und Innendurchmesser haben,
die kleiner als die Außendurchmesser der
Bolzen sind. Die Bolzen sind jeweils in das ihnen zugeordnete Durchgangsloch
gepresst.
-
Die beiden Manipulationselemente
sind vorzugsweise Elektroden, die durch den Abstandshalter elektrisch
voneinander isoliert sind. Der Abstandshalter besteht beispielsweise
aus Polytetrafluorethylen oder einer Keramik.
-
In dem vorstehend beschriebenen Fall
sind die Manipulationselemente vorzugsweise an eine Hochfrequenz-Stromversorgung
anschließbar.
-
Vorzugsweise besteht das Halteelement
aus einem isolierenden Material.
-
Die Erfindung wird im Folgenden an
Hand der Figuren näher
erläutert.
Darin zeigen:
-
1 eine
perspektivische Ansicht eines herkömmlichen Behandlungsinstrumentes
für ein
Endoskop,
-
2 ein
bipolares Hochfrequenz-Behandlungsinstrument als Ausführungsbeispiel,
das an eine Hochfrequenz-Stromversorgung angeschlossen ist,
-
3 eine
perspektivische Ansicht des distalen Endes des in 2 gezeigten bipolaren Hochfrequenz-Behandlungsinstrumentes,
-
4 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht des distalen Endes des in 2 gezeigten Hochfrequenz-Behandlungsinstrumentes,
-
5 eine
Schnittansicht des distalen Endes des Hochfrequenz-Behandlungsinstrumentes
in Blickrichtung des in 4 gezeigten
Pfeils A,
-
6 eine
perspektivische Explosionsdarstellung einer Elektrodenanordnung,
die am distalen Ende des in 2 gezeigten
Behandlungsinstrumentes angebracht ist,
-
7A und 7B die rechte Seite bzw.
die Rückseite
eines isolierenden Blocks der Elektrodenanordnung, und
-
8 eine
Schnittansicht der Elektrodenanordnung längs der in 4 gezeigten Linie VIII-VIII.
-
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel unter
Bezugnahme auf die Figuren beschrieben.
-
2 zeigt
schematisch ein bipolares Hochfrequenz-Behandlungsinstrument 100,
das an eine Hochfrequenz-Stromversorgung 200 angeschlossen ist
und ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt.
-
Das Behandlungsinstrument 100 umfasst
einen Bedienteil 102 und einen Einführteil 104, der mit dem
distalen Ende des Bedienteils 102 verbunden ist.
-
Form und Größe des Einführteils 104 sind so gewählt, dass
dieser durch einen Instrumentenkanal des nicht gezeigten Endoskops
in eine Körperkavität eingeführt werden
kann. Der Einführteil 104 umfasst eine
langgestreckte und flexible Hülle 106 sowie
zwei elektrisch leitende Drähte 108,
die gleitend durch die Hülle 106 geführt sind
und von denen nur einer gezeigt ist. Die Hülle 106 besteht aus
einem isolierenden Material wie Polytetrafluorethylen (PTFE). Die Hülle 106 ist
beispielsweise 1 m bis 2 m lang und hat einen Außendurchmesser von beispielsweise
2 mm bis 3 mm.
-
An dem distalen Ende des Einführteils 104 ist eine
Elektrodenanordnung 109 montiert. Die Elektrodenanordnung 109 umfasst
einen Behandlungsteil, der durch eine erste Elektrode 110a und
eine zweite Elektrode 110b, d.h. zwei Manipulationselemente, gebildet
ist, die mit den Drähten 108 verbunden
sind.
-
Der Bedienteil 102 umfasst
einen zylindrischen Teil 112 und einen Stabteil 114,
der gleitend in den zylindrischen Teil 112 eingesetzt ist.
-
Der zylindrische Teil 112 hat
an seinem proximalen Ende eine umlaufende Nut 112a. Der
Benutzer des Behandlungsinstrumentes 100 kann den Bedienteil 112 halten,
indem er die Nut 112a mit seinem Zeigefinger und seinem
Mittelfinger greift.
-
Der Stabteil 114 hat einen
Ring 114a, in den der Benutzer seinen Daumen stecken kann,
um den Stabteil 114 in dem zylindrischen Teil 112 vor-
und zurückzubewegen.
-
Der Stabteil 114 ist mit
den beiden Drähten 108 in
dem zylindrischen Teil 112 so verbunden, dass die Drähte 108 in
der Hülle 106 vorgeschoben
und zurückgezogen
werden, wenn der Stabteil 114 gegenüber dem zylindrischen Teil 112 vor-
und zurückbewegt
wird. Die beiden Drähte 108 können aneinander
befestigt sein, so dass sie in die Hülle 106 gemeinsam,
d.h. als Einheit, gleiten, um die beiden Elektroden 110a, 110b gleichzeitig
zu bewegen.
-
Die leitenden Drähte 108 sind über zwei
Anschlussteile 116, die an der Seitenfläche des zylindrischen Teils 112 angeordnet
sind, lösbar
an Stromversorgungsleitungen der Hochfrequenz-Stromversorgung 200 angeschlossen.
Einer der beiden Drähte 108 ist
mit dem positiven Anschluss und der andere mit dem negativen Anschluss
der Stromversorgung 200 verbunden.
-
3 zeigt
das distale Ende des in 2 gezeigten
Behandlungsinstrumentes 100 in einer perspektivischen Ansicht. 4 zeigt eine teilweise geschnittene
Seitenansicht des distalen Endes des in 2 gezeigten Behandlungsinstrumentes. 5 zeigt eine Schnittansicht
des distalen Endes des Behandlungsinstrumentes 100 in Blickrichtung
des in 4 gezeigten Pfeils
A. Die 4 und 5 zeigen zusammengesetzte
Ansichten, in denen auf verschiedenen Positionen bezogene Querschnittsansichten miteinander
kombiniert sind.
-
Die Elektrodenanordnung 109 umfasst
ein Halteelement 120, an dem die erste Elektrode 110a und
die zweite Elektrode 110b schwenkbar gehalten sind. Das
Halteelement 120 besteht aus einem isolierenden Material,
z.B. einem starren Kunststoff oder einer Keramik, und ist an dem
distalen Ende der flexiblen Hülle 106 montiert.
-
Wie in 5 gezeigt,
hat das Halteelement 120 zwei Arme 122, die sich
parallel zueinander nach vorne erstrecken und zwischen sich einen
Spalt (Aussparung, Schlitz) 124 konstanter Breite bilden. An
den Armen 122 sind zwei Bolzen oder Stifte 128 nahe
ihren distalen Enden so gehalten, dass sie den Spalt 124 quer,
d.h. in Richtung seiner Breite, durchsetzen.
-
Die beiden Bolzen 128 sind
so gehalten, dass sie parallel voneinander beabstandet sind und senkrecht
zu einer ersten inneren Seitenfläche 124a und
einer zweiten inneren Seitenfläche 124b des Spalts 124 ausgerichtet
sind. Die Bolzen 128 sind ferner so angeordnet, dass die
Mittelachse B des Halteelementes 120 zwischen den beiden
Bolzen 128 verläuft.
Die Bolzen 128 bestehen beispielsweise aus Edelstahl.
-
Wie am deutlichsten aus 4 hervorgeht, sind die erste
Elektrode 110a und die zweite Elektrode 110b zum
Teil in den Spalt 124 des Halteelementes 120 eingesetzt
und an jeweils einem der beiden Bolzen 128 gehalten. Die
Elektroden 110a und 110b können sich nach Art einer Zange öffnen und
schließen.
Die Elektroden 110a und 110b können also zwischen einer mit
durchgezogenen Linien dargestellten geschlossenen Stellung, in der
sie sich in Kontakt miteinander befinden, und einer mit Strichpunktlinien dargestellten
geöffneten
Stellung, in der sie voneinander beabstandet sind, bewegt werden.
-
Die hinteren oder proximalen Enden
der Elektroden 110a und 110b sind jeweils mit
einem der Drähte 108 verbunden.
Die Drähte 108 sind
jeweils mit Ausnahme ihres Endabschnitts 108a, an dem sie mit
der zugehörigen
Elektrode 110a bzw. 110b verbunden sind, mit einem
isolierenden Rohr 126 umhüllt.
-
In dem Spalt 124 des Halteelementes 120 ist ein
elektrisch isolierender Block 130 vorgesehen, der verhindert,
dass die beiden Elektroden 110a und 110b in dem
Spalt 124 miteinander in Kontakt kommen. Der isolierende
Block 130 ist zwischen den beiden Elektroden 110a und 110b angeordnet
und an den beiden Bolzen 128 gehalten.
-
6 zeigt
eine perspektivische Explosionsdarstellung der Elektrodenanordnung 109.
Der einfacheren Darstellung wegen ist in 6 das Halteelement 120 nicht
gezeigt.
-
Die beiden Elektroden 110a und 110b sind jeweils
als längliches
Element ausgebildet und bestehen aus einem leitenden Material, z.B.
Edelstahl. Die beiden Elektroden 110a, 110b umfassen
jeweils einen vorderen oder distalen Teil 140 und einen
hinteren oder proximalen Teil 142. Sind die Elektroden 110a und 110b an
dem Halteelement 120 montiert, so sind ihre vorderen Teile 140 außerhalb
des Spalts 124 und ihre hinteren Teile 142 zwischen
den beiden Armen 122 angeordnet.
-
In dem hinteren Teil 142 der
jeweiligen Elektrode 110a, 110b sind zwei Durchgangslöcher 144 und 146 ausgebildet.
Das erste Loch 142 bildet ein Lagerloch und ist etwa in
der Mitte der jeweiligen Elektrode 110a, 110b angeordnet.
Das andere Loch 146 bildet ein Verbindungsloch und ist
in der Nähe des
hinteren Endes der jeweiligen Elektrode 110a, 110b ausgebildet.
-
Die beiden Elektroden 110a, 110b sind schwenkbar
an dem Halteelement 120 montiert, indem die Bolzen 128 in
ihre Lagerlöcher 144 eingesetzt
sind.
-
Die Spitze des jeweiligen Drahtes 108,
die aus dem isolierenden Rohr 126 heraussteht, ist durch das
Verbindungsloch 146 der zugehörigen Elektrode 110a, 110b geführt und
dadurch mit letzterer verbunden.
-
Der hintere Teil 142 der
jeweiligen Elektrode 110a, 110b ist etwas gebogen,
so dass die in der Hülle 106 vor-
und zurückgleitenden
Drähte 108 die Elektroden
110a, 110b um
die jeweiligen Bolzen 128 zwischen der geschlossenen und
der geöffneten Stellung
schwenken.
-
Der vordere Teil 140 der
jeweiligen Elektrode 110a, 110b ist becherförmig. Die
Elektroden 110a, 110b sind so angeordnet, dass
die becherförmigen Teile
an ihren konkaven Seiten miteinander in Kontakt kommen, wenn sich
die Elektroden 110a und 110b in der geschlossenen
Stellung befinden.
-
Es ist darauf hinzuweisen, dass die
Form des jeweiligen vorderen Teils 140 nicht auf die oben
beschriebene Form beschränkt
ist. So ist eine beliebige Form möglich, einschließlich einer
Stangenform.
-
Die Bolzen 128 haben jeweils
abgesehen von ihrer Spitze 128a konstanten Durchmesser.
Die Spitze 128a hat einen kleineren Durchmesser als der mit 128b bezeichnete übrige Teil
oder Körper
des jeweiligen Bolzens 128.
-
Der isolierende Block 130 ist
einstückig
beispielsweise aus einer Keramik oder einem harten Kunstharz wie
Polytetrafluorethylen gefertigt. Der isolierende Block 130 hat
eine Vorderseite 150, eine Rückseite 152, eine
rechte Seite 154 und eine linke Seite 156. Der Block 130 ist
in dem Spalt 124 des Halteelementes 120 so angeordnet,
dass seine rechte Seite 154 der rechten inneren Seitenfläche 124a und
seine linke Seite 156 der linken inneren Seitenfläche 124b des
Spalts 124 zugewandt ist.
-
In dem Block 130 sind zwei
Durchgangslöcher 158a und 158b ausgebildet,
die sich senkrecht zur rechten Seite 154 und zur linken Seite 156
des Blocks 130 erstrecken. Der Block 130 ist an
dem Halteelement 120 montiert, indem die beiden Bolzen 128 in
das erste Durchgangsloch 158a und das zweite Durchgangsloch 158b eingesetzt
sind. Da der Block 130 durch die beiden Bolzen 128 gehalten
ist, dreht er sich nicht innerhalb des Spalts 124.
-
Die Durchgangslöcher 158a und 158b haben jeweils
einen Innendurchmesser, der etwas kleiner als der Außendurchmesser
des Körpers 128b des
jeweiligen Bol zens 128 ist. Die Bolzen 128 können deshalb
fest in das ihnen jeweils zugeordnete Durchgangsloch 158a bzw. 158b eingepasst
werden.
-
7A zeigt
die rechte Seite 154 und 7B die
Rückseite 156 des
isolierenden Blocks 130. 8 zeigt
eine Schnittansicht der Elektrodenanordnung 109 längs der
in 4 dargestellten Linie VIII-VIII.
Der Block 130 hat etwa die gleiche Breite W die der Spalt 124.
Die rechte Seite 154 ist so geformt, dass eine erste gestufte Rückfläche 154a ausgebildet
ist. Entsprechend ist die linke Seite 156 des Blocks 130 so
geformt, dass eine zweite gestufte Rückfläche 156a ausgebildet
ist.
-
Wie in 8 gezeigt,
tragen die beiden gestuften Rückflächen 154a und 156a dazu
bei, einen ersten Raum 170a bzw. einen zweiten Raum 170b zwischen
dem Block 130 und den Armen 122 des Halteelementes 120 zur
Aufnahme der ersten Elektrode 110a bzw. der zweiten Elektrode 110b zu
bilden. Die beiden gestuften Rückflächen 154a und 156a sind
so geformt, dass einer der Bolzen 128 den ersten Raum 170a durchdringt,
sich jedoch nicht in dem zweiten Raum 170b befindet, während der
andere Bolzen 128 den zweiten Raum 170b durchdringt,
sich jedoch nicht in dem ersten Raum 170a befindet.
-
Die erste Elektrode 110a ist
innerhalb des ersten Raums 170a an dem einen Bolzen 128 schwenkbar
montiert, während
die zweite Elektrode 110b innerhalb des zweiten Raums 170b an
dem anderen Bolzen 128 schwenkbar montiert ist.
-
Die beiden gestuften Rückflächen 154a und 156a sind
so geformt, dass die Breite des ersten Raums 170a etwas
größer als
die Breite der ersten Elektrode 110a und die Breite des
zweiten Raums 170b etwas größer als die Breite der zweiten
Elektrode 110b ist.
-
Wie in 8 gezeigt,
hat jeder Arm 122 des Halteelementes 120 zwei
Durchgangslöcher 160a, 160d bzw. 160b, 160c.
Die Durchgangslöcher 160b und 160d dienen
der Aufnahme der Spitze 128a des Bolzens 128.
Die Innendurchmesser der Durchgangslöcher 160b und 160d sind
kleiner als der Außendurchmesser
des Körpers 128b des
Bolzens 128, jedoch etwas größer als der Außendurchmesser die
Spitze 128a. Die Innendurchmesser der Durchgangslöcher 160a und 160c sind
etwas größer als der
Außendurchmesser
des Körpers 128b.
Indem die Bolzen 128 wie oben beschrieben eingesetzt werden,
sind die beiden Elektroden 110a und 110b an das
Halteelement 120 gekoppelt, wobei sich der isolierende
Block 130 zwischen ihnen befindet.
-
Der eine Bolzen 128 wird,
beginnend mit seiner Spitze 128a, in das Durchgangsloch 160a,
das Lagerloch 144 der zweiten Elektrode 110b,
das Durchgangsloch 158b des isolierenden Blocks 130 und
das Durchgangsloch 160b des Halteelementes 120 eingesetzt.
Der andere Bolzen 128 wird, beginnend mit seiner Spitze 128a,
in das Durchgangsloch 160c, das Lagerloch 144 der
ersten Elektrode 110a, das Durchgangsloch 158a des
isolierenden Blocks 130 und das Durchgangsloch 160d eingesetzt.
-
Wie oben beschrieben, sind die Innendurchmesser
der Durchgangslöcher 158a und 158b des Blocks 130 etwas
kleiner als der Außendurchmesser des
Körpers 128b des
Bolzens 128. Die Bolzen 128 werden deshalb in
den isolierenden Block 130 gepresst. Die fest in den Block 130 eingepassten
Bolzen 128 können
sich deshalb nicht von dem Block 130 und damit von der
Elektrodenanordnung 109 lösen, wodurch eine Demontage
der Elektrodenanordnung 109 sicher vermieden wird. Eine
Gesenkschmiedung der Endabschnitte der Bolzen 128 oder das
Aufbringen von Klebstoff auf die Bolzen 128 ist deshalb
nicht erforderlich, um die Bolzen 128 an der Elektrodenanordnung 109 zu
befestigen. Selbstverständlich
können
die Endabschnitte der Bolzen 128 zusätzlich gesenkgeschmiedet werden,
falls dies erwünscht
ist.
-
In dem wie oben beschrieben aufgebauten Behandlungsinstrument 100 kommen
die beiden Elektroden 110a und 110b nicht miteinander
in Kontakt, außer
sie werden in ihre geschlossene Stellung bewegt. Dafür sorgt
der zwischen den beiden Elektroden 110a, 110b angeordnete
isolierende Block 130. Außerdem hält der isolierende Block 130 die durch
die Durchgangslöcher 158a und 158b geführten Bolzen 128 und
verhindert so, dass die Bolzen 128 durch die auf sie wirkende
Kraft, welche die beiden Elektroden 110a und 110b bei
ihrer Bewegung zwischen der geöffneten
und der geschlossenen Stellung ausüben, gebogen oder gar gebrochen
werden.
-
Da der Block 130 im Wesentlichen
die gleiche Breite wie der Spalt 124 hat, biegen sich die
den Block 130 zwischen sich haltenden Arme 122 auch dann
nicht nach innen, wenn eine äußere Kraft
auf sie wirkt. Dadurch wird verhindert, dass die Arme 122 die
beiden Elektroden 110a und 110b zwischen der geöffneten
und der geschlossenen Stellung unbeweglich werden lassen, indem
sie fest auf die Elektroden 110a und 110b drücken.
-
Der Einführteil 104 des Behandlungsinstrumentes 100 wird
durch ein Endoskop in eine Körperkavität, z.B.
den Magen, eingeführt.
Dann werden die beiden Elektroden 110a und 110b in
der Nähe
des Zielbereichs der Schleimhaut angeordnet.
-
Der Bedienteil 102 des Behandlungsinstrumentes 100 wird
anschließend
so betätigt,
dass die beiden leitenden Drähte 108 in
der Hülle 106 nach vorne
gleiten und die beiden Elektroden 110a und 110b in
die geöffnete
Stellung schwenken. Die beiden Elektroden 110a und 110b werden
dann mit dem Endoskop so bewegt, dass der Zielbereich der Schleimhaut
zwischen ihnen angeordnet wird.
-
Anschließend werden die beiden Drähte 108 durch
Zurückziehen
des Stabteils 1 114 bezüglich des zylindrischen Teils 112 eingezogen,
um die vorderen Teile 140 der Elektroden 110a und 110b in
die geschlossene Stellung zu bewegen und so die anvisierte Schleimhaut
zu greifen.
-
Anschließend werden die beiden Elektroden 110a und 110b über die
leitenden Drähte 108 aus
der Stromversorgung 200 mit elektrischem Hochfrequenzstrom
gespeist. Dadurch fließt
ein Hochfrequenzstrom durch die zwischen den Elektroden 110a und 110b angeordnete
Schleimhaut und koaguliert diese.
-
Die Erfindung wurde an Hand eines
speziellen Ausführungsbeispiels
beschrieben. Es sind jedoch eine Reihe von Modifizierungen, z.B.
hinsichtlich der Formgebung oder des zu verwendenden Materials unter
Berücksichtigung
des Anwendungszwecks denkbar.
-
Beispielsweise kann der jeweilige
Bolzen 128 so geformt sein, dass sein der Spitze 128a abgewandtes
Ende einen größeren Durchmesser
als der Körper 128b hat.
Dadurch wird vermieden, dass der Bolzen 128 durch die Durchgangslöcher 160a oder 160c des
Halteelementes 120 tritt.
-
Auch müssen die beiden Elektroden 110a und 110b nicht
auf verschiedenen Bolzen montiert sein. Sie können ebenso an einem gemeinsamen Bolzen
schwenkbar montiert sein.