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DE10327974A1 - Spender, insbesondere für flüssigen Klebstoff - Google Patents

Spender, insbesondere für flüssigen Klebstoff Download PDF

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DE10327974A1 DE2003127974 DE10327974A DE10327974A1 DE 10327974 A1 DE10327974 A1 DE 10327974A1 DE 2003127974 DE2003127974 DE 2003127974 DE 10327974 A DE10327974 A DE 10327974A DE 10327974 A1 DE10327974 A1 DE 10327974A1
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender (1), insbesondere für flüssigen Klebstoff (6), mit einem durch Druckbelastung seiner Wand (7) entleerbaren Behälter (4), und einer Mundstücköffnung (8), deren sie umgebende Auftragsstreichfläche (13) zur Anpassung an das Auftragen schmaler oder breiter Klebstoffstreifen in ihrer Größe veränderbar ist durch Abwärtsbewegung des Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche (13) aus der Ebene (E-E) der Mundstückrohr-Stirnfläche (12), und schlägt zur Erzielung einer baulich einfachen, gebrauchsvorteilhaften Lösung vor, dass der Flächenvergrößerungsanteil aus einer aus ihrer fluchtenden Stellung zur Mundstückrohr-Stirnfläche (12) längs der Mantelfläche (14) des Mundstückrohres (9) zurückwickelbaren Membran (M) besteht.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender, insbesondere für flüssigen Klebstoff, mit einem durch Druckbelastung seiner Wand entleerbaren Behälter, und einer Mundstücköffnung, deren sie umgebende Auftragsstreichfläche zur Anpassung an das Auftragen schmaler oder breiter Klebstoffstreifen in ihrer Größe veränderbar ist durch Abwärtsbewegung des Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche aus der Ebene einer Mundstückrohr-Stirnfläche.
  • Bei einer bekannten Lösung dieser Art schraubt sich im Spenderkopfteil relativ zum Mundstückrohr durch Drehbewegung eine querschnittsovale Hülse auf und ab, welche in Ausfahrstellung bündig zur Mundstückrohr-Stirnfläche liegt. Die so den Flächenvergrößerungsanteil stellende Hülse ist drehgesichert geführt, was im Verein mit der schraubenden Verlagerung zu einer gewissen Schwergängigkeit führt. Die Betätigung geschieht daher meist in Ausübung einer Zweihandbedienung. Das hemmt den vor allem bei Kindern hochentwikkelten Arbeitseifer/-schwung. Die Spendermechanik ist durch drehorientierte Anschlagmittel etc. relativ kompliziert.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Spender baulich einfach sowie gebrauchsvorteilhaft auszubilden.
  • Diese Aufgabe ist zunächst und im Wesentlichen bei einem Spender mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass der Flächenvergrößerungsanteil aus einer aus ihrer fluchtenden Stellung zur Mundstückrohr-Stirnfläche längs der Mantelfläche des Mundstückrohres zurückwickelbaren Membran besteht.
  • Zufolge solcher Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Spender erhöhten Gebrauchswerts erzielt: Der Flächenvergrößerungsanteil wird zur Ermöglichung des Punkt- bzw. Schraffenauftrags einfach zurückgezogen. Der Zielort lässt sich punktgenau treffen. Das ist optisch-visuell bequem verfolgbar. Die Spendermechanik ist so wesentlich vereinfacht. Zum Zurückwickeln der Membran weist diese eine entsprechend weiche Materialstruktur auf. Zugleich ergibt sich eine Abdichtung gegenüber der Mantelfläche des Mundstückrohres. Da einhergehend hiermit auch der Nutzen der Weichheit zugleich bezüglich des Streichkopfes entsteht, ergibt sich bei entsprechender Durchgestaltung sogar ein weicher, kratzfreier Auftrag bei wieder in die Ebene der Mundstückrohr-Stirnfläche zurückgebrachtem Flächenvergrößerungsanteil. Das geschieht einfach durch Schieben. Obwohl einer linearen Zurückwickelbarkeit sowie dem Vorschieben Vorrang eingeräumt wird, kann der entsprechende Antrieb auch über eine Drehbewegung bewirkt werden.
  • Die Erfindung bezieht sich des Weiteren auf einen Spender, insbesondere für flüssigen Klebstoff, mit einem durch Druckbelastung seiner Wand entleerbaren Behälter, und einer Mundstücköffnung, deren sie umgebende Auftragsstreichfläche zur Anpassung an das Auftragen schmaler oder breiter Klebstoffstreifen in ihrer Größe veränderbar ist durch Abwärtsbewegung des Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche aus der Ebene einer Mundstückrohr-Stirnfläche. Dieser Spender ist weiterbildend gekennzeichnet, durch eine in begrenzten Winkelbereichen pendelnd bewegbare Auftragsstreichfläche. Hiernach ist man bei einem breitflächigen Auftrag nicht mehr zwingend gehalten, die Längsmittelachse des Spenders exakt senkrecht zur Auftragsfläche auszurichten. Vielmehr stellt sich der Streichkopf selbst bei schon fast größeren Winkelabweichungen selbsttätig funktionsgerecht ein. Da in der Regel ebene Auftragsflächen bedient werden, ist dies ein erheblicher Vorteil, lösungsgemäß von sogar eigenständiger Bedeutung.
  • Die Gegenstände der weiteren Ansprüche sind nachstehend in Bezug zu dem Gegenstand der Ansprüche 1, 2 erläutert, können aber auch in ihrer unabhängigen Formulierung von Bedeutung sein. So ist weiter so vorgegangen, dass die Pendelbewegung aus der Elastizität der Membran resultiert. Letztere befindet sich gleichsam in freigespannter, praktisch "schwimmender" Aufhängung. Ihr vorteilhafter diesbezüglicher Gesamtaufbau ergibt sich durch eine in Höhenrichtung des Mundstückrohres verschiebliche Hülse als Träger des äußeren, größeren Randes der ebenfalls hülsenförmig gestalteten Membran, deren gegenüberliegender, axial versetzter Randbereich um etwa 180° umgewendet an der Mantelfläche des Mundstückrohres mit Abstand vom Mündungsende befestigt ist. Die Hülse stellt eine stabile Handhabe, über die das umwendende Zurückwickeln der Membran bestens ausübbar ist. Der besagte Abstand zum Mundstückrohr berücksichtigt hubmäßig einen ausreichend rotationssymmetrischen Wickelbereich für die Membran. Dabei ist weiter der obere Stirnrand der verschieblichen Hülse bis auf die Höhe der Mundstückrohr-Stirnfläche verlagerbar. Zur erleichterten Betätigung der Hülse bildet diese diametral gegenüberliegende, dem Spenderkopfteil schieberartig zugeordnete Greifflächen aus. Die lassen sich der Hülse gleich anformen und rückenseitig durch Rauhigkeit greifsicher gestalten. Es liegt eine Einhandbedienbarkeit vor. Sodann ist vorgesehen, dass die Greifflächen in einem Schacht des Spenderkopfteiles mit Pendelspiel laufen. Schließlich erweist es sich noch als vorteilhaft, dass der äußere Rand der Membran und die zugehörige Hülse in Zwei-Komponenten-Spritzverfahren einstückig aus Kunststoff gespritzt sind. Das verringert die Teilezahl und lässt die Auswahl dem jeweiligen Zweck bestens dienender Materialien zu. Endlich ist noch vorgesehen, dass das Spenderkopfteil eine Verschlusskappe aufweist mit oberseitiger Standfläche für eine umgewendete Standaufbewahrung des Spenders. Das hat den Vorteil, dass der flüssige Kleber für den Erstgebrauch stets ansteht.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 den Spender in Vertikalschnitt, und zwar in Standaufbewahrung befindlich, verschlossen, etwas vergrößert, verkörpernd die Grundversion,
  • 2 den Spender im Vertikalschnitt in einer um 90° versetzten Schnittebene wiedergegeben, und zwar bei abgenommener Verschlusskappe sowie in die übliche Standstellung überführt, eingerichtet für den Breitflächenauftrag,
  • 3 den Spender unter breitflächigem Kleberauftrag, die Wirkung einer kippbewegbaren Zuordnung des Pendelkopfteils veranschaulichend,
  • 4 einen der 2 entsprechenden Vertikalschnitt, wobei das Spenderkopfteil auf ein punktförmiges oder schraffurartiges Auftragen des Klebstoffes eingerichtet ist,
  • 5 die Ausübung der entsprechenden Klebstoffapplikation, auch dargestellt unter leichter Kipplage, wie sie in diesem Betriebszustand hinnehmbar ist,
  • 6 eine der 3 entsprechende Darstellung, jedoch im Vertikalschnitt und weiter vergrößert,
  • 7 den oberen Abschnitt des Spenders in perspektivischer Darstellung mit in strichpunktierter Linienart angedeuteter Verschlusskappe mit Standfläche für die Kopfsteheraufbewahrung des Spenders und
  • 8 eine Variante des Spenders im Vertikalschnitt.
  • Der dargestellte Spender 1 umfasst ein Spenderkopfteil 2, welches mit einem Hals 3 eines Behälters 4 abdichtend verschraubt ist. Der Gewindeeingriff ist als Ganzes mit 5 bezeichnet und besteht aus dem halsseitigen Außengewinde und dem spenderkopfteilseitigen Innengewinde.
  • Der Behälter 4 ist eine sogenannte Quetschflasche. Ihr Inhalt, hier flüssiger Klebstoff 6, wird demgemäß durch Druckbelastung der Wand 7 des Behälters 4 zur kontrollierten Entleerung gebracht.
  • Es genügt, wenn auch nur ein Teilabschnitt der bewegten Wand kollabierbar eingestellt ist.
  • Die Entleerung bzw. Ausgabe des Klebstoffs 6 geschieht über eine düsenförmig gestaltete Mundstücköffnung 8 des Spenders 1.
  • Die Mundstücköffnung 8 sitzt am oberen Ende eines im Wesentlichen zylindrisch gestalteten Abschnitt eines Mundstückrohres 9. Der setzt sich gestuft und schließlich in einen Kegelstumpfabschnitt übergehend in ein kappenförmiges Schraubteil 10 in Richtung des Behälters 4 fort. Das Schraubteil 10 weist halsinnenseitig einen Stutzen 11 auf zum zentrierenden und zugleich abdichtenden Eintritt in die Öffnung des Halses 3.
  • Die in der freiragenden Stirnfläche 12 des Mundstückrohres 9 liegende Mundstücköffnung 8 ist in der Stellung gemäß 2 etwa höhengleich liegend von einer ergänzenden Auftragsstreichfläche 13 umgeben.
  • Die Auftragsstreichfläche 13 dient zur Anpassung an das ausbringende Auftragen punktförmiger Flecken, schraffurartig schmaler oder breiter Klebstoffstreifen auf ein beispielsweise ebenflächiges Objekt. Hierzu ist der Streichkopf des Spenders 1 in seiner wirksamen Größe veränderbar.
  • Die Veränderung geschieht zunächst durch behälterseitige Abwärtsbewegung eines Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche 13 aus der Ebene E-E der Mundstückrohr-Stirnfläche 12.
  • Es liegt dann die in 4 dargestellte Freistandslage des Mundstückrohres 9 vor. In dieser Stellung ist die erwähnte puntkförmige bzw. strichförmige Ausbringung erreichbar. Der verlagerte Flächenvergrößerungsanteil erlaubt eine gut sichtverfolgbare Bedienung des Geräts.
  • Die entsprechende Absenkung der die Mundstückrohr-Stirnfläche 12 umschreibenden Auftragsstreichfläche 13 geschieht in der länglichen Erstreckungsrichtung des Spenders 1, orientiert an einer Längsmittelachse x-x des Spenders 1.
  • Hochgefahren addieren sich hingegen die Flächen 12 und 13, wobei die erstgenannte die zentralgelegene Quelle für das rakelartige Instrument stellt.
  • Den Flächenwechsel erreicht man durch Einschaltung eines gummielastischen Zwischengliedes. Das verkörpert sich darin, dass der Flächenvergrößerungsanteil aus einer aus ihrer fluchtenden Stellung zur Mundstückrohr-Stirnfläche 12 längs der Mantelfläche 14 des Mundstückrohres 9 zurückwickelbaren Membran M besteht (vgl. 4). Das erreicht man durch ledigliches Verschieben der Teile M und 9 relativ zueinander, wobei das Mundstückrohr 9 gleichsam die rotationsymmetrische Wickelschiene bzw. Führungsstange stellt. Die Membran M nimmt dabei Glockenform ein. Der anfangs horizontal verlaufende Ringab schnitt, bildend die vergrößerte Auftragsstreichfläche 13, schließt umkonturiert an einen sich zurückstülpenden hohlstilartigen Schlauchabschnitt 15 der Membran M an. Die sich dabei bildende, wandernde rotationsymmetrische Faltkehre des Schlauchabschnitts 15 trägt das Bezugszeichen 16.
  • Um die relativ weiche, demgemäß auch leichtgängige Membran M handhabbar zu machen, ist eine relativ harte Hülse 17 ausgebildet. Die entsprechende Einrichtung ist gekennzeichnet durch die besagte, in Höhenrichtung des Mundstückrohres 9 verschiebliche Hülse 17 als in sich stabilem Träger des äußeren, größeren Randes 18 der ebenfalls hülsenförmig gestalteten Membran M, deren gegenüberliegender Randbereich 19 um etwa 180° umgewendet an der Mantelfläche 14 des Mundstückrohres 9 mit Abstand y vom freien Mundstückende, der Mundstückrohr-Stirnfläche 12 also, befestigt ist.
  • Bezüglich beider Anbindungen also sowohl des Randes 18 als auch des Randbereichs 19 der Membran M liegt eine Formschlussbefestigung vor. Im Hinblick auf den Befestigungsbereich 19 sind gemäß Grundversion Rastnasen 20 ausgebildet. Die greifen irreversibel in eine Ringnut 21 am Fuß des zylindrischen Abschnitts des Mundstückrohres 9 ein.
  • Ähnlich kann auch bezüglich des Randes 18 vorgegangen werden, jedoch sind der äußere Rand 18 der Membran M und die zugehörige Hülse 17 im Zwei-Komponenten-Spritzverfahren einstückig aus Kunststoff geformt. Entsprechend liegt eine über das Zwischenglied Membran vorverbundene Baueinheit vor, dies um so wirtschaftlicher, wenn dazu auch bezüglich des Randbereichs 19 eine Anformung angewandt wird, welche selbstredend die Rollfähigkeit des Schlauchabschnitts 15 nicht beeinträchtigt.
  • Das Einformen des rotationssymmetrischen Randes 18 geschieht in einem an der Hülse 17 berücksichtigten Ringgraben 22. Der ist hinterschnitten, so dass die eingeformte Klaue nicht aus dem verengten Eingangsbereich herausrutschen kann.
  • Der besagte Abstand y ist von solch axialer Länge, dass der obere Stirnrand 23 der verschieblichen Hülse 17 bis auf die Höhe der Mundstückrohr-Stirnfläche 12 verlagerbar ist, genau genommen sogar noch etwas über die besagte Stirnfläche 12 hinaus. Das führt zu einer Art exponierten Ringwalls, schaffend eine zentral klebstoff-gespeiste Vorkammer bzw. Verteilerkammer 24 vor der Auftragsstreichfläche 13, und zwar zur ebenen Auftragsfläche 25 hin.
  • Selbstredend kann ein solcher die Rakelförmigkeit verbessernder Stirnrand 23 auch am relativ weicheren Körper der Membran M ausgebildet sein.
  • Die Hülse 17 tritt als solche praktisch hinter den Querschnitt des Spenderkopfteils 2 zurück. Trotzdem besteht eine gute Betätigungszugänglichkeit. Die ergibt sich aufgrund der Hülse 17 angeformter Lappen. Letztere bilden dem Spenderkopfteil 2 schieberartig zugeordnete Greifflächen 26. Die gehen über Querstücke 27 vom etwas verbreiterten Rand der Hülse 17 aus. Die Lappen nehmen einen Parallelverlauf, und zwar ausgerichtet auf den Behälter 4.
  • Zur Erzielung einer Abrutschsicherung für die diametral aufsetzenden Finger der Bedienungshand kann eine Rauhung in Form einer Querriefung 28 greifen. Die befindet sich auf den Greifflächen 26.
  • Die die Greifflächen 26 stellenden Lappen sind zum einen zur Erzielung einer Drehsicherung gegenüber dem Spenderkopfteil 2 herangezogen, welches kongruent liegende Schächte 29 aufweist. Letzte berücksichtigen zugleich den Hubweg für die Zug-/Schubverlagerung der Hülse 17. Zum anderen werden diese Mittel zur Erfüllung einer weiteren vorteilhaften Aufgabe genutzt, nämlich der Bereitstellung einer in begrenzten Winkelbereichen pendelnd bewegba ren Auftragsstreichfläche 13. Konsequent laufen die Greifflächen 26 respektive die sie bildenden Lappen in je einem das erforderliche Pendelspiel aufweisenden Schacht 29.
  • Die Pendelbewegung selbst resultiert aus der Elastizität des Materiales der Membran M. Die Wirkung wird aus den 3, 6 und 8 deutlich. Die Ausrichtung des Spenders 1 bei Gebrauch braucht beim breitflächigen Auftrag nicht achsenmäßig senkrecht zur Auftragsfläche 25 zu erfolgen. Leichte Verkippungen, wie sie in der Praxis leicht vorkommen, werden durch die gleichsam schwimmende Lagerung der Auftragsstreichfläche 13 des Spenderkopfteils 2 kompensiert. Es kommt zu einem satten, gut verteilten Flächenaufstrich. Die in den genannten Figuren dargestellte, nicht ausgeschöpfte, spitzwinklige, radial orientierte Kippstellung ist auf eine Vertikale V-V bezogen. x-x ist die geometrische Längsmittelachse des Spenders 1. Der Schnittpunkt des Winkels liegt im Bereich der Auftragsstreichfläche.
  • Der Spender 1 kann zu einer sog. Kopfsteherflasche ausgerüstet sein. Dazu ist dem Spenderkopfteil 2, bei entsprechend stürzender Ausrichtung nützlich, ein Sockelstück S zuordbar. Das hat eine Verschlusskappe 30. Letztere weist eine oberseitige, im entsprechenden Anwendungsfall nach unten weisende Standfläche 31 auf. Im Zentrum der topfförmigen Verschlusskappe 30 befindet sich ein Schließdorn 32. Letzterer hält die Mundstücköffnung 8 abgedichtet zu. Die entsprechende Steckfindung ist begünstigst durch eine Trichterung der Mundstücköffnung 8.
  • Gehalten wird die Verschlusskappe 30 am Fuß einer sich becherartig weitenden Mantelwand 32 des Spenderkopfteils 2. Im Fußbereich der Mantelwand 32 befindet sich eine umlaufende, gegebenenfalls unterbrechungsfreie Rastvertiefung 33 zum Eintritt eines Rastwulstes 34 des Sockelstücks S. Der entsprechende Eingriff ist öffnungs- und schließmäßig erreicht bzw. überwindbar. Zwischen einer zum Behälter 4 hin steckgefällig ausgerichteten sowie zentrierend divergierenden Becherwandung 35 und einer ab Ansatz der Kappe 30 gegenläufig ausstellenden Fußzone 36 liegt eine die Greifsicherheit des Sockelstücks S begünstigende, umlaufende Taille 37 vor. Die erbringt guten Greifhalt.
  • Es bleibt noch festzuhalten, dass die ausgegebene Menge an Klebstoff 6 über den Ausgabeweg, also den gestuften Längskanal 38 via Mundstücköffnung 8 luftausgeglichen wird.
  • Die aus 8 hervorgehende Variante des Spenders 1 ist prinzipiell gleichen Aufbaues. Sie zeigt bezüglich des Randbereichs 19 eine die Ringnut 21 ausfüllende Anformung.
  • Weiters ist der Spenderkopf 2 in Verlängerung der Wandung des kappenförmigen Schraubteils 10 nach oben hin weitergezogen. Dieser Abschnitt ist mit 39 bezeichnet und geht endseitig in einen auswärts gerichteten Kragen 40 über. Letzter übergreift mit vertikalem und radialem Spiel die Hülse 17, welche unten endseitig einen einwärts gerichteten Gegenkragen (41) ausbildet. Die Kragen überlappen einander. So ist trotz Pendelspiels eine sichere Fesselung der Hülse 17 mit Kippanschlag am Spenderkopfteil 2 erreicht, dies auch in extremer Pendelsituation (vgl. strichpunktierten Eintrag in 8).
  • Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.

Claims (10)

  1. Spender (1), insbesondere für flüssigen Klebstoff (6), mit einem durch Druckbelastung seiner Wand (7) entleerbaren Behälter (4), und einer Mundstücköffnung (8), deren sie umgebende Auftragsstreichfläche (13) zur Anpassung an das Auftragen schmaler oder breiter Klebstoffstreifen in ihrer Größe veränderbar ist durch Abwärtsbewegung des Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche (13) aus der Ebene (E-E) der Mundstückrohr-Stirnfläche (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Flächenvergrößerungsanteil aus einer aus ihrer fluchtenden Stellung zur Mundstückrohr-Stirnfläche (12) längs der Mantelfläche (14) des Mundstückrohres (9) zurückwickelbaren Membran (M) besteht.
  2. Spender (1), insbesondere für flüssigen Klebstoff (6), mit einem durch Druckbelastung seiner Wand (7) entleerbaren Behälter (4), und einer Mundstücköffnung (8), deren sie umgebende Auftragsstreichfläche (13) zur Anpassung an das Auftragen schmaler oder breiter Klebstoffstreifen in ihrer Größe veränderbar ist durch Abwärtsbewegung des Flächenvergrößerungsanteils der Auftragsstreichfläche (13) aus der Ebene (E-E) der Mundstückrohr-Stirnfläche (12), gekennzeichnet durch eine in begrenzten Winkelbereichen pendelnd bewegbare Auftragsstreichfläche (13).
  3. Spender nach Anspruch 2 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Pendelbewegung aus der Elastizität der Membran (M) resultiert.
  4. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine in Höhenrichtung des Mundstückrohres (9) verschiebliche Hülse (17) als Träger des äußeren, größeren Randes (18) der ebenfalls hülsenförmig gestalteten Mem bran (M), deren gegenüberliegender Randbereich (19) um etwa 180° umgewendet an der Mantelfläche (14) des Mundstückrohres (9) mit Abstand (y) vom Mündungsende befestigt ist.
  5. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine Formschlussbefestigung der beiden Randbereiche (18,19) der Membran (M).
  6. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Stirnrand (23) der verschieblichen Hülse (17) bis auf die Höhe der Mundstückrohr-Stirnfläche (12) verlagerbar ist.
  7. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (17) diametral gegenüberliegende, dem Spenderkopfteil (2) schieberartig zugeordnete Greifflächen (26) ausbildet.
  8. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifflächen (26) in einem Schacht (29) des Spenderkopfteiles (2) mit Pendelspiel laufen.
  9. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Rand (18) der Membran (M) und die zugehörige Hülse (17) im Zwei-Komponenten-Spritzverfahren einstückig aus Kunststoff gespritzt sind.
  10. Spender nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Spender kopfteil (2) eine Verschlusskappe (30) aufweist mit oberseitiger Standfläche (31) für eine umgewendete Standaufbewahrung des Spenders (1).
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