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Die
Erfindung betrifft eine Bahnführungs- und/oder
Dichtungseinrichtung mit wenigstens einem Leit- und/oder Dichtelement
zur berührungslosen Bahnführung bzw.
zur seitlichen oder ein- und/oder auslaufseitigen Abdichtung einer
Befeuchtungs- und/oder Auftragszone in einer der Herstellung und/oder
Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn,
dienenden Maschine. Sie betrifft ferner ein Auftragsaggregat zur
Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn,
mit wenigstens einer Auftragseinrichtung und wenigstens einer dieser
zugeordneten entsprechenden Bahnführungs- und/oder Dichtungseinrichtung. Schließlich betrifft
die Erfindung auch eine Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung
einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit wenigstens
einer entsprechenden Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung und/oder wenigstens einem entsprechenden
Auftragsaggregat.
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Bisher
wird die Materialbahn mittels Leitwalzen geführt, bei denen ein Kontakt
zur Oberfläche
sowie ein Antrieb zwingend erforderlich sind. Eine solche Bahnführung ist
nun aber relativ aufwendig und teuer. Die Bahn muss von der Oberfläche solcher Leitwalzen
abgezogen werden, wozu entsprechende Abziehkräfte aufzubringen sind.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung, ein verbessertes Auftragsaggregat sowie
eine verbesserte Maschine der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der die zuvor genannten Nachteile beseitigt sind. Dabei soll
insbesondere eine stabile faltenfreie und zuverlässige, berührungslose Bahnführung erreicht
werden. Es soll insbesondere ein Einsatz der Bahnführungs- und/oder Dichtungseinrichtung
bzw. des Auftragsaggregats in Papiermaschinen, Streichmaschinen,
Kalandern, Rollenschneidmaschinen usw. möglich sein. Dabei soll auch
insbesondere die Anzahl der Antriebe reduziert werden.
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Bezüglich der
Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung wird diese Aufgabe erfindungemäß dadurch
gelöst,
dass die bahnseitige Fläche
des Leit- bzw. Dichtelements zumindest teilweise aus luftdurchlässigem porösen Material
besteht, das mit Druckluft beaufschlagbar ist, um über die
durch dieses poröse
Material hindurchströmende
Luft zwischen der bahnseitigen Fläche und der bewegten Materialbahn
ein Luftpolster zu bilden.
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Der
hohe Druckverlust an dem porösen
Material erzeugt ein sehr gleichmäßiges Luftpolster, so dass
die Materialbahn in einem relativ kleinen Abstand zur Oberfläche zuverlässig geführt bzw.
eine optimale Abdichtung erreicht wird. Das gleichmäßige Luftpolster
bringt insbesondere auch einen faltenfreien Lauf mit sich. Der relativ
hohe Innendruck verhindert jeglichen Bahnkontakt zur Oberfläche. Es
sind insbesondere auch weniger Antriebe erforderlich.
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Die
Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung kann also insbesondere wenigstens
ein Leit- und/oder Dichtelement umfassen, das mit Druckluft versorgt
wird und eine offene Oberfläche
besitzt, durch die mit hohem Druckverlust von innen Luft hindurchgedrückt wird.
Damit wird sowohl zeitlich als auch räumlich ein stabiles gleichmäßiges Luftpolster erzeugt,
das die Bahn zum Beispiel in einer Papiermaschine, einer Streichmaschine,
einem Kalander, einer Rollenschneidmaschine usw. ohne Kontakt zum
Leit- bzw. Dichtelement führt.
Das poröse
Material verschmutzt nicht. Die Hubeinrichtung für die betreffende Auftrags-
oder Befeuchtungseinrichtung kann entfallen. Durch die Bahnspannung
ergibt sich ein stabiler Bahnlauf über den Sprühdüsen.
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In
der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone können z.B. Wasser, Dampf, Leim,
Streichfarben oder Chemikalien aufgetragen, insbesondere aufgesprüht werden.
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Bevorzugt
umfasst das Leit- bzw. Dichtelement wenigstens eine Druckkammer, über die
das poröse
Material mit Druckluft beaufschlagbar ist. Dabei kann das poröse Material
beispielsweise zumindest teilweise auf einem die Druckkammer enthaltenden,
wenigstens mit einer Luftdurchtrittsöffnung versehenen Träger aufgebracht
sein. Es sind jedoch beispielsweise insbesondere auch solche Ausführungen denkbar,
bei denen das poröse
Material zumindest einen Teil der Druckkammerwandung bildet.
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Der
Druck in der Druckkammer kann insbesondere größer als 0,5 bar sein, wobei
er vorzugsweise größer als
1 bar ist.
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Der
spezifische Volumenstrom im porösen Material
liegt zweckmäßigerweise
in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 5000 Nm3/h·m2.
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Der
Loch- oder Porenabstand bzw. der Abstand der Austrittsöffnungen
des luftdurchlässigen porösen Materials
ist bevorzugt kleiner als 1 mm.
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Das
poröse
Material ist insbesondere so geschaffen, dass keine Einzelstrahlen,
sondern statt dessen ein sehr gleichmäßiges Luftpolster erzeugt wird,
wodurch eine sehr gute Bahnführung
sichergestellt ist, die insbesondere auch bei Löchern, Rissen oder Bändeln in
jedem Fall kontaktfrei bleibt. Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung ist die mittlere Größe der Austrittsöffnungen,
Poren und/oder Löcher
des porösen
Materials kleiner als 0,2 mm und vorzugsweise kleiner als 0,1 mm.
Bevorzugt ist das poröse
Material so geschaffen, dass sich ein hoher Druckverlust von innen zur
Umgebung ergibt wodurch ein sehr gleichmäßiges Luftpolster sichergestellt
ist. Bei einer zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung ist der Druckverlust von der bewegten
Materialbahn abgewandten Seite zur der Materialbahn zugewandten
Seite des porösen
Materials größer als
0,2 bar und vorzugsweise größer als
0,8 bar.
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Die
Dicke des zwischen der bahnseitigen Fläche und der bewegten Materialbahn
gebildeten Luftpolsters ist zweckmäßigerweise geringer als 5 mm
und vorzugsweise geringer als 3 mm.
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Das
Leit- bzw. Dichtelement kann insbesondere rohr- oder walzenartig
ausgeführt
sein. Dabei kann das Leit- bzw. Dichtelement beispielsweise als stehende
bzw. nicht rotierende Walze oder als rotierende, vorzugsweise angetriebene
Walze ausgeführt sein.
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Insbesondere
in dem Fall, dass das Leit- bzw. Dichtelement als stehende oder
nicht rotierende Walze ausgeführt
ist, wird das Luftpolster vorteilhafterweise nur auf einem Teil
des Walzenumfangs erzeugt.
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Die
Walze kann beispielsweise einen Durchmesser in einem Bereich von
etwa 50 mm bis etwa 1500 mm besitzen.
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Bei
einer zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
ist das Leit- bzw. Dichtelement nur von der Materialbahn umschlungen.
Grundsätzlich
sind jedoch auch solche Ausführungen
denkbar, bei denen das Leit- bzw. Dichtelement außer von
der Materialbahn auch von zumindest einem bewegten Band, insbesondere
einem Siebband, umschlungen ist. Im letzteren Fall kann das bewegte
Band, insbesondere Siebband, zwischen dem Leit- bzw. Dichtelement und
der Materialbahn oder auf der vom Leit- bzw. Dichtelement abgewandten Seite
der Materialbahn geführt
sein, d.h. außen
liegen.
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Die
Materialbahn bzw. das bewegte Band kann das Leit- bzw. Dichtelement
entsprechend einem Umschlingungswinkel umschlingen, der in einem
Bereich von etwa 5 bis etwa 260° liegt.
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In
bestimmten Fällen
ist es auch von Vorteil, wenn das Leit- bzw. Dichtelement als Bogen-Segment
ausgeführt
ist. Dabei kann es einen in Maschinenlaufrichtung konstanten Krümmungsradius
oder einen sich in Maschinenlaufrichtung ändernden Krümmungsradius besitzen. Im letzteren
Fall kann das Leit- bzw. Dichtelement einen sich in Maschinenlaufrichtung
kontinuierlich ändernden
Krümmungsradius
oder einen sich in Maschinenlaufrichtung in diskreten Stufen ändernden
Krümmungsradius
besitzen.
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Um
einen Breitstreckeffekt zu erzeugen, kann das Leit- bzw. Dichtelement
bzw. dessen bahnseitige Fläche
insbesondere auch einen in Querrichtung gekrümmten Verlauf besitzen. Dabei
kann sich der Krümmungsradius
des Leit- bzw. Dichtelements bzw. der bahnseitigen Fläche über die
sich in Querrichtung erstreckende Breite ändern.
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Ist
das Leit- bzw. Dichtelement als Bogen-Segment ausgeführt, so
besitzt es zweckmäßigerweise
eine Segmenthöhe
in einem Bereich von etwa 30 bis etwa 500 mm.
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Der
Krümmungsradius
der bahnseitigen Fläche
liegt zweckmäßigerweise
in einem Bereich von etwa 5 bis 3000 mm.
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Bei
einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bahnführungs- und/oder
Dichtungseinrichtung ist das Leit- bzw. Dichtelement in Querrichtung
und/oder in Maschinenlaufrichtung aus mehreren einzelnen Segmenten zusammengesetzt.
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Dabei
kann zumindest einem Teil der Segmente eine gemeinsame Druckluftversorgung
zugeordnet sein. Die Segmente können
jedoch auch zumindest teilweise über
getrennte Druckluftversorgungen versorgt werden.
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Bei
einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bahnführungs- und/oder
Dichtungseinrichtung ist über
einzelne getrennte Segmente und/oder Segmentgruppen in Maschinenlaufrichtung
und/oder in Querrichtung eine zonenweise getrennte Druckluftbeaufschlagung
vorgesehen. In Maschinenlaufrichtung bzw. Querrichtung kann also
eine spezielle zonenweise Druckabstufung erfolgen.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bahnführungs- und/oder
Dichtungseinrichtung ist die bahnseitige Fläche des Leit- bzw. Dichtelements
durch wenigstens zwei jeweils zumindest teilweise aus luftdurchlässigem porösen Material
bestehenden Schichten mit vorzugsweise unterschiedlichen Eigenschaften gebildet.
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Dabei
kann beispielsweise der Druckverlust an der von der Materialbahn
abgewandten inneren Schicht kleiner sein als an der äußeren Schicht.
Alternativ oder zusätzlich
kann die Porosität
der von der Materialbahn abgewandten inneren Schicht höher bzw.
deren Lochabstand größer sein
als bei der äußeren Schicht.
Alternativ oder zusätzlich
kann der Lochdurchmesser an der von der Materialbahn abgewandten
inneren Schicht größer sein
als an der äußeren Schicht.
Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Schichten zumindest
teilweise aus unterschiedlichem Material bestehen.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die
von der Materialbahn abgewandte innere Schicht lediglich in einem
Teilbereich aus luftdurchlässigem
porösen
Material besteht bzw. mit Luftdurchtrittsöffnungen versehen ist und im übrigen luftundurchlässig ist,
so dass lediglich in einem Teilbereich des Leit- bzw. Dichtelements
ein Luftpolster entsteht.
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Die
von der Materialbahn abgewandte innere Schicht kann zumindest teilweise
aus Metall, GFK und/oder CFK bestehen.
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Die
von der Materialbahn abgewandte innere Schicht liefert vorzugsweise
die mechanische Tragfähigkeit
des Leitelements bzw. der bahnseitigen Fläche.
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Die
der Materialbahn zugewandte äußerste Oberfläche des
Leit- bzw. Dichtelements besteht vorrteilhafterweise aus fein-porösem Material.
Sie kann also insbesondere einen feineren Porositätsgrad besitzen
als die innere Schicht.
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Von
Vorteil ist insbesondere auch, wenn die der Materialbahn zugewandte äußerste Oberfläche des
Leit- bzw. Dichtelements gesintert ist.
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Diese
der Materialbahn zugewandte äußerste Oberfläche des
Leit- bzw. Dichtelements kann jedoch beispielsweise auch aus keramischem
Material bestehen.
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Von
Vorteil ist insbesondere auch, wenn die der Materialbahn zugewandte äußerste Oberfläche des
Leit- bzw. Dichtelements leicht zu reinigen ist, also beispielsweise
aus einem leicht zu reinigendem Material besteht.
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Vorteilhafterweise
ist die bahnseitige Fläche des
Leit- bzw. Dichtelements mit vorzugsweise direkt beim Herstellen
der äußersten
Oberfläche
erzeugten Luftaustrittsöffnungen
versehen. Die betreffenden Luftaustrittsöffnungen müssen also nicht mehr durch eine
nachträgliche
Bearbeitung in die äußerste Oberfläche eingebracht
werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Auftragsaggregat zur
Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn.
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Bisher
sind Auftragseinrichtungen wie beispielsweise Düsenfeuchter oder dergleichen
jeweils zwischen zwei Leitwalzen angeordnet.
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Das
erfindungsgemäße Auftragsaggregat zeichnet
sich nun dadurch aus, dass es wenigstens eine Auftragseinrichtung
und wenigstens eine dieser zugeordnete erfindungsgemäße Bahnführungs- und/oder
Dichtungseinrichtung umfasst.
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Mit
einem solchen erfindungsgemäßen Auftragsaggregat
wird also zum einen verhindert, dass Sprühnebel aus der Befeuchtungs-
bzw. Auftragszone austritt, und zum anderen wenigstens eine Leitwalze
ersetzt. Infolge des Synergieeffekts angesichts eines jeweiligen
gleichzeitig sowohl die Leitfunktion als auch die Dichtfunktion
erfüllenden
Elements ergibt sich eine beträchtliche
Kostenreduzierung hinsichtlich der Bahnleiteinrichtung an der Auftragseinrichtung.
Zum einen wird also verhindert, dass Sprühnebel austritt, während gleichzeitig
eine jeweilige Leitfunktion erfüllt
wird, wodurch Leitwalzen ersetzt werden.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass das poröse Material nicht verschmutzt. Überdies
kann die Hubeinrichtung für
die Auftragseinrichtung entfallen. Durch die Bahnspannung ergibt
sich ein stabiler Bahnlauf über
den Sprühdüsen.
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Die
Auftragseinrichtung kann beispielsweise wenigstens einen Düsenfeuchter,
Dampfblaskasten und/oder dergleichen umfassen.
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Bei
einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist der Auftragseinrichtung
zumindest ein Leit- und Dichtelement zugeordnet, das sowohl eine Leitfunktion
als auch eine Dichtfunktion erfüllt.
Das erzeugte Luftpolster dient hier u.a. als Luftlager.
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Bevorzugt
ist zur seitlichen Abdichtung einer Befeuchtungs- bzw. Auftragszone,
in der die Materialbahn durch die Auftragseinrichtung beaufschlagbar ist,
in Bahnlaufrichtung vor und nach der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone
jeweils wenigstens ein Leit- bzw. Dichtelement vorgese hen, das der
bewegten Materialbahn gegenüberliegt
und sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckt.
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Von
Vorteil ist insbesondere auch, wenn zumindest ein Leit- bzw. Dichtelement
zur Umlenkung der Materialbahn vorgesehen ist. Dabei kann beispielsweise
nur ein Leit- bzw. Dichtelement zur Umlenkung der Materialbahn vorgesehen
sein. Grundsätzlich
sind jedoch auch solche Ausführungen
denkbar, bei denen zumindest zwei Leit- bzw. Dichtelemente zur Umlenkung
der Materialbahn vorgesehen sind.
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Bei
einer zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
sind der Auftragseinrichtung zumindest drei in Bahnlaufrichtung
aufeinanderfolgende Leit- bzw. Dichtelemente zugeordnet, wobei die
Materialbahn beispielsweise an jedem dieser Leit- bzw. Dichtelemente
auch umgelenkt werden kann. Dabei können die Leit- bzw. Dichtelemente
auf derselben Bahnseite oder auf verschiedenen Bahnseiten angeordnet sein.
Im letzteren Fall ist insbesondere eine solche Ausführung denkbar,
bei der von drei aufeinanderfolgenden Leit- bzw. Dichtelementen
das vordere und das hintere Leit- bzw.
Dichtelement auf einer Bahnseite und das dazwischenliegende Leit- bzw. Dichtelement
auf der gegenüberliegenden
Bahnseite angeordnet sind.
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Im
Fall eines jeweiligen rohr- oder walzenartigen Leit- bzw. Dichtelements
kann dieses insbesondere auch drehbar gelagert sein, womit sich
gute Notlaufeigenschaften ergeben, nachdem es auch bei einem Ausfall
der Druckversorgung nicht zu einer Reibung zwischen der Materialbahn
bzw. einem bewegten Band, zum Beispiel Siebband, und der rotierenden
Walze kommen kann.
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Der
Bahnzug ist zweckmäßigerweise
in Abhängigkeit
von der Umschlingung der Auftragseinrichtung gewählt.
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Bei
einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragsaggregats
ist auf der von der Auftragseinrichtung abgewandten Seite der Materialbahn
zumindest ein Stabilisierungselement vorgesehen. Dabei kann dieses Stabilisierungselement
zumindest im Wesentlichen wieder gleich ausgeführt sein wie ein jeweiliges
erfindungsgemäßes Leit-
bzw. Dichtelement. Zweckmäßigerweise
ist das Stabilisierungselement an die Materialbahn anstellbar.
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Bei
einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Auftragsaggregats
sind der Auftragseinrichtung wenigstens drei Leit- bzw. Dichtelemente
zugeordnet, wobei wenigstens eines davon in einem Abstand von der
Befeuchtungs- bzw. Auftragszone angeordnet ist und damit praktisch
nur eine Leitfunktion erfüllt.
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In
bestimmten Fällen
kann es auch von Vorteil sein, wenn auf beiden Seiten der Materialbahn
jeweils wenigstens eine Auftragseinrichtung vorgesehen ist. In diesem
Fall können
die beiden Auftragseinrichtungen in Bahnlaufrichtung beispielsweise
gegeneinander versetzt sein, wobei sich deren Befeuchtungs- bzw.
Autragszonen jedoch überlappen. Es
ist jedoch beispielsweise auch eine solche Ausführung denkbar, bei der die
Befeuchtungs- bzw. Auftragszone der einen Auftragseinrichtung in
Bahnlaufrichtung betrachtet innerhalb der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone
der anderen Auftragseinrichtung liegt.
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Bei
einer zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
verläuft
die Materialbahn zwischen den beiden Auftragseinrichtungen allgemein
in Vertikalrichtung. Eine entsprechende Bahnführung kann auch im Bereich
lediglich einer Auftragseinrichtung von Vorteil sein.
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Wie
bereits erwähnt,
kann die erfindungsgemäße Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung bzw. das erfindungsgemäße Auftragsaggregat insbesondere
in einer Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, eingesetzt werden. Eine entsprechende
erfindungsgemäße Maschine
zeichnet sich also dadurch aus, dass sie wenigstens eine erfindungsgemäße Bahnführungs- und/oder Dichtungseinrichtung
und/oder wenigstens ein erfindungsgemäßes Auftragsaggregat umfasst.
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So
kann wenigstens eine entsprechende, d.h. erfindungsgemäße Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung und/oder wenigstens ein entsprechendes,
d.h. erfindungsgemäßes Auftragsaggregat insbesondere
in einem Maschinenabschnitt vorgesehen sein, in dem eine bereits
weitgehend trockene Materialbahn vorliegt. Eine erfindungsgemäße Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung
bzw. ein erfindungsgemäßes Auftragsaggregat
kann also insbesondere als Ersatz einer herkömmlichen Papierleitwalze in
einem Abschnitt trockener Bahn vorgesehen sein. Auch dies bringt
wieder den Vorteil mit sich, dass kein Antrieb erforderlich ist,
d.h. nicht mehr sämtliche
Leitwalzen angetrieben werden müssen, sondern
nur noch die, die für
die Bahnspannung wesentlich sind.
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Vorteilhafterweise
ist nach, vorzugsweise unmittelbar nach dem letzten Trockenzylinder
wenigstens eine entsprechende Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung
und/oder wenigstens ein entsprechendes Auftragsaggregat vorgesehen.
Unter einer entsprechenden Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung bzw. einem entsprechenden Auftragsaggregat
ist auch hier wieder eine erfindungsgemäße Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung bzw.
ein erfindungsgemäßes Auftragsaggregat
zu verstehen.
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Es
kann insbesondere auch vor und/oder in einem Kalander jeweils wenigstens
eine entsprechende Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung und/oder wenigstens ein entsprechendes
Auftragsaggregat vorgesehen sein. Dabei kann eine jeweilige Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung bzw. ein jeweils Auftragsaggregat insbesondere
auch wieder unmittelbar vor bzw. unmittelbar nach dem Kalander angeordnet
sein. Wie bereits erwähnt,
ist auch ein Einsatz solcher Einrichtungen bzw. Aggregate innerhalb
des Kalanders denkbar.
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Grundsätzlich kann
beispielsweise auch in einer Streichmaschine und/oder in einem Rollenschneider
jeweils wenigstens eine entsprechende Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung
und/oder wenigstens ein entsprechendes Auftragsaggregat vorgesehen
sein.
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Bei
einer vorteilhaften praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine
ist wenigstens eine entsprechende Bahnführungseinrichtung als Ersatz
für eine
jeweilige Breitstreckwalze vorgesehen.
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Von
Vorteil ist u.a. auch, wenn direkt vor und/oder nach einem Lufttrockner
wenigstens eine entsprechende Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung
und/oder wenigstens ein entsprechendes Auftragsaggregat vorgesehen
ist. Dabei kann beispielsweise direkt vor und/oder nach einem Impingement-Trockner
in einer Trockenpartie und/oder in einer Streichmaschine bzw. Nachtrockenpartie
jeweils wenigstens eine entsprechende Bahnführungs- bzw. Dichtungseinrichtung
und/oder wenigstens ein entsprechendes Auftragsaggregat vorgesehen
sein.
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Im
Fall eines mehrschichtigen Aufbaus der bahnseitigen Fläche eines
jeweiligen Leit- bzw. Dichtelements kann der Druckverlust der Schichten
von innen nach außen
zunehmen. Die Porosität
kann von innen nach außen
abnehmen. Auch der Lochabstand kann beispielsweise von innen nach
außen
abnehmen. Überdies
kann beispielsweise auch der Lochdurchmesser von innen nach außen abnehmen.
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Die
Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher
erläutert;
in dieser zeigen:
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1 eine schematische Querschnittsdarstellung
eines Leit- bzw.
Dichtelements mit einer aus porösem
Material bestehenden bahnseitigen Fläche,
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2 eine schematische Querschnittsdarstellung
einer weiteren Ausführungsform
des Leit- bzw. Dichtelements, das hier beispielsweise in Form eines
Bogen-Segments ausgeführt
ist,
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3 eine schematische Längsschnittdarstellung
einer weiteren Ausführungsform
des Leit- bzw. Dichtelements, das in Querrichtung in zumindest zwei
Zonen oder Segmente unerteilt ist, wobei im vorliegenden Fall die
verschiedenen Segmente mit gleichem Druck beaufschlagt sind,
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4 eine mit der Ausführung gemäß 3 vergleichbare Ausführungsform
des Leit- bzw. Dichtelements, wobei im vorliegenden Fall die verschiedenen
Segmente jedoch mit unterschiedlichem Druck beaufschlagt sind,
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5 eine schematische Darstellung
eines in Querrichtung durchgebogenen, beispielsweise zum Breitstrecken
einsetzbaren Leitelements,
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6 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform,
bei der ein Leitelement unmittelbar nach dem letzten Trockenzylinder
einer einreihigen Trockengruppe einer Trockenpartie angeordnet ist,
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7 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform,
bei der ein Leitelement unmittelbar nach dem letzten Trockenzylinder
einer zweireihigen Trockengruppe einer Trockenpartie angeordnet
ist,
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8 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform,
bei der ein Leitelement nach der Trockenpartie und vor einer Auftragseinrichtung,
ein Leitelement zwischen der Auftragseinrichtung und einem Impingement-Trockner
und ein Leitelement nach dem Impingement-Trockner angeordnet ist,
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9 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform
mit vor, im und nach einem Kalander vorgesehenen Leitelementen,
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10 eine schematische Darstellung
eines Auftragsaggregats mit einer Auftragseinrichtung und zwei dieser
zugeordneten Leit- und Dichtelementen,
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11 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts mit einem
eine Auftragseinrichtung und zwei zugeordnete Leit- und Dichtelemente
umfassenden Auftragsaggregats,
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12 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts mit zwei jeweils
eine Auftragseinrichtung und zwei zugeordnete Leit- und Dichtelemente
umfassenden Auftragsaggregaten, die hier beispielsweise auf verschiedenen
Bahnseiten angeordnet sind,
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13 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts mit einem
eine Auftragseinrichtung und zwei zugeordnete Leit- und Dichtelemente
umfassenden Auftragsaggregats,
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14 eine schematische perspektivische Darstellung
eines Leit- bzw. Dichtelements, das in Form eines Rohres vorgesehen
ist, das auf seiner der bewegten Bahn zugewandten Seite mit Luftdurchtrittslöchern versehen
und mit porösem
Material beschichtet ist,
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15 eine schematische perspektivische Darstellung
eines Dichtelements, das in Form eine Kanals mit einer ebenen Bodenwand,
zwei ebenen Seitenwänden
und einer gewölbten
oberen Wand vorgesehen ist, dessen der bewegten Bahn zugewandte
gewölbte
obere Wand mit Luftdurchtrittslöchern
versehen und mit porösem
Material beschichtet ist,
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16 eine schematische perspektivische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform
eines kanalartigen Dichtelements, dessen der bewegten Bahn zugewandter
gewölb te
obere Wandungsteil durch poröses
Material gebildet ist, das in die restliche Kanalwandung eingesetzt
ist,
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17 eine schematische Schnittdarstellung
eines rohrartigen Leit- bzw. Dichtelements, das vollständig aus
porösem
Material besteht,
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18 eine schematische perspektivische Teildarstellung
einer weiteren Ausführungsform
eines vollständig
aus porösem
Material bestehenden Leit- bzw. Dichtelements, das auf seiner von
der bewegten Bahn abgewandten Seite jedoch mit einer Abdichtung
versehen ist, die auf dieser Seite einen Luftdurchtritt verhindert,
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19 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform
der Bahnführungs-
bzw. Dichtungseinrichtung, bei der sowohl das vordere als auch das
hintere Leit- bzw. Dichtelement jeweils rohr- oder walzenartig ausgeführt ist
und jeweils wenigstens einen luftführenden Kanal umfasst, dessen Wandung
aus porösem
Material besteht, durch das Luft hindurchströmt,
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20 eine schematische Darstellung
eines aus porösem
Material bestehenden gekrümmten
Abschnitts eines Leit- bzw.
Dichtelements, in dessen Bereich die Bahn entsprechend einem bestimmten Winkel
umgelenkt wird,
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21 eine schematische Darstellung
eines Auftragsaggregats mit einer Auftragseinrichtung, der drei
in Bahnlaufrichtung aufeinanderfolgende Leit- bzw. Dichtelemente
zu geordnet sind, wobei im vorliegenden Fall alle drei Leit- bzw. Dichtelemente
auf derselben Bahnseite angeordnet sind,
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22 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform
eines Auftragsaggregats mit einer Auftragseinrichtung, der drei
in Bahnlaufrichtung aufeinanderfolgende Lauf- bzw. Dichtelemente
zugeordnet sind, wobei im vorliegenden Fall jedoch zwei Leit- bzw.
Dichtelemente auf der Seite der Auftragseinrichtung und ein dazwischen
liegendes Leitelement auf der gegenüberliegenden Bahnseite angeordnet
sind,
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23 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform,
bei der auf der von der Auftragseinrichtung abgewandten Seite der
Materialbahn zwei Stabilisierungselemente vorgesehen sind,
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24 eine schematische Darstellung
einer Ausführungsform
mit zwei Auftragsaggregaten, deren Auftragseinrichtungen jeweils
zwei Leit- und Dichtelemente und ein Leitelement zugeordnet sind,
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25 eine schematische Darstellung
einer Ausführungsform
bei der auf beiden Seiten der Materialbahn jeweils eine Auftragseinrichtung
mit zwei zugeordneten Leit- bzw. Dichtelementen angeordnet sind,
wobei die beiden Auftragseinrichtungen in Bahnlaufrichtung versetzt
sind und sich deren Befeuchtungs- bzw. Auftragszonen überlappen,
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26 eine schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform,
bei der auf beiden Seiten der Materialbahn jeweils eine Auftragseinrichtung
mit zwei zugeordneten Leit- bzw. Dichtelementen angeordnet sind,
wobei im vorliegenden Fall jedoch die Befeuchtungs- bzw. Auftragszone
der einen Auftragseinrichtung in Bahnlaufrichtung betrachtet innerhalb der
Befeuchtungs- bzw. Auftragszone der anderen Auftragseinrichtung
liegt, und
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27 eine schematische Darstellung
einer insbesondere für
einen Kalander geeigneten Konfiguration mit mehreren jeweils eine
Auftragseinrichtung mit zwei zugeordneten Leit- und Dichtelementen umfassenden
Auftragsaggregaten.
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1 zeigt in schematischer
Darstellung eine erste Ausführungsform
eines Leit- und/oder Dichtelements 10 einer Bahnführungs-
und/oder Dichtungseinrichtung, die insbesondere in einer der Herstellung
und/oder Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder
Kartonbahn, dienenden Maschine einsetzbar ist.
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Das
im vorliegenden Fall beispielsweise in Form eines Rohres oder einer
Walze ausgeführte Leit-
bzw. Dichtelement 10 besitzt eine bahnseitige Fläche 12,
die aus luftdurchlässigem
porösen
Material 14 besteht, das von innen her mit Druckluft beaufschlagbar
ist, um über
die durch das poröse
Material 14 hindurchströmende
Luft 16 zwischen dem porösen Material 14 und
der bewegten Materialbahn ein Luftpolster 18 zu bilden.
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Das
Leit- bzw. Dichtelement 10 umfasst wenigstens eine Druckkammer 20, über die
das poröse Material 14 mit
Druckluft beaufschlagbar ist.
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Das
Leit- bzw. Dichtelement 10 kann, wie dargestellt, beispielsweise
einen die Druckkammer 20 enthaltenden, mit zumindest einer
und vorzugsweise mehreren Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehenen
Träger 24 umfassen,
auf dem das poröse
Material 14 aufgebracht ist. Im vorliegenden Fall ist dieser hier
zum Beispiel walzenförmige
Träger 24 in
Umfangsrichtung vollständig
von porösem
Material 14 umgeben. Die Wandung der Druckkammer 20 ist
jedoch lediglich über
einen Teil ihres Umfangs mit Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehen,
so dass das Luftpolster 18 nur über einen Teil des Umfangs
des Leit- bzw. Dichtelements 10 erzeugt wird. Zweckmäßigerweise
wird das Luftpolster 18 zumindest in dem Bereich erzeugt,
in dem die Materialbahn das Leit- bzw. Dichtelement 10 umschlingt.
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Aufgrund
der walzenförmigen
Ausführung besitzt
das Leit- bzw. Dichtelement 10 insbesondere auch im Umschlingungsbereich
in Maschinenlaufrichtung L einen Krümmungsradius.
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2 zeigt in schematischer
Querschnittsdarstellung eine weitere Ausführungsform des Leit- bzw. Dichtelements 10,
das hier beispielsweise in Form eines Bogen-Segments ausgeführt ist. Über eine
Druckkammer 20 wird das betreffende Segment wieder mit
Druckluft beaufschlagt, so dass Luft 16 von innen nach
außen
durch das poröse
Material 14 strömt.
Auch im vorliegenden Fall ist das poröse Material 14 wieder
außen
auf einem die Druckkammer 20 enthaltenden Träger 24 aufgebracht.
Die Wandung des Trägers 24 bzw.
der Druckkammer 20 ist wieder mit Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehen, über die
das poröse
Material 14 von innen her mit Druckluft beaufschlagt wird.
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Wie
anhand der 2 zu erkennen
ist, ist das Leit- bzw. Dichtelement 10 bzw. dessen bahnseitige
Fläche 12 auch
im vorliegenden Fall wieder in Maschinenlaufrichtung L gekrümmt. Ebenso
wie bei der Ausführungsform
gemäß 1 ist auch hier der Krümmungsradius über den
Umschlingungsbereich beispielsweise konstant.
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3 zeigt in schematischer
Längsschnittdarstellung
eine weitere Ausführungsform
des Leit- bzw. Dichtelements 10. In diesem Fall ist das
Leit- bzw. Dichtelement 10 bzw.
dessen Druckkammer in Querrichtung in zumindest zwei Zonen oder
Segmente 20', 20'' unterteilt, über die das poröse Material 14 in
Querrichtung ggf. getrennt mit Druckluft beaufschlagbar ist. In
der in der 3 wiedergegebenen
Phase sind die Zonen 20', 20'' zumindest zeitweise mit gleichem
Druck beaufschlagt. Dagegen zeigt die 4 ein
entsprechendes Leit- bzw. Dichtelement 10 in einer Phase,
in der die Zonen oder Segmente 20', 20'' mit
unterschiedlichem Druck beaufschlagt sind.
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Der
Druck kann also je nach den jeweiligen Anforderungen über die
Breite, d.h. in Querrichtung in der gewünschten Weise variiert werden.
-
Im übrigen kann
das Leit- bzw. Dichtelement 10 zumindest im Wesentlichen
insbesondere wieder einen solchen Aufbau besitzen, wie dies z.B.
im Zusammenhang mit den anderen Ausführungen beschrieben wurde.
Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.
-
5 zeigt in schematischer
Darstellung ein in Querrichtung durchgebogenes, beispielsweise zum
Breitstrecken einsetzbares Leitelement 10. Das Leitelement 10 besitzt
wieder einen zumindest eine Druckkammer 20 aufweisenden
Träger 24,
auf dem das poröse
Material 14 angebracht ist und über dessen Druckkammer 20 das
poröse
Material 14 von innen her mit Druckluft beaufschlagbar
ist.
-
Mit
einer entsprechenden Drehung des Leitelements 10 kann beispielsweise
der effektive Durchbiegungsradius geändert werden.
-
Im übrigen kann
diese Ausführungsform
beispielsweise zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau
wie die zuvor beschriebenen Ausführungen
besitzen. Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen
zugeordnet.
-
Während bei
den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
das poröse
Material 14 jeweils auf einem mit Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehenen
Träger 24 angebracht
ist, kann grundsätzlich auch
zumindest ein Teil einer Trägerwand
bzw. zumindest ein Teil der Wandung der Druckkammer 20 durch
das poröse
Material 14 gebildet sein.
-
6 zeigt in schematischer
Darstellung ein Leitelement 10, das unmittelbar hinter
dem letzten Trockenzylinder 30 einer einreihigen Trockengruppe einer
Trockenpartie 32 angeordnet ist. Die dargestellte Trockengruppe
kann insbesondere am Ende der Trockenpartie 32 vorgesehen
sein, so dass das Leitelement 10 hier z.B. unmittelbar
nach der Trockenpartie 30 vorgesehen sein kann.
-
Das
Leitelement 10 ist im vorliegenden Fall lediglich von der
Materialbahn 28 umschlungen.
-
Das
Leitelement 10 kann zum Beispiel wieder einen solchen Aufbau
besitzen, wie dies zuvor u.a. im Zusammenhang mit den 1 bis 5 beschrieben wurde. Grundsätzlich sind
jedoch auch hier wieder beliebige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen, mit
porösem
Material versehenen Leitelements 10 denkbar.
-
7 zeigt in schematischer
Darstellung ein mit porösem
Material versehendes Leitelement 10, das unmittelbar nach
dem letzten Trockenzylinder 30 einer zweireihigen Trockengruppe
einer Trockenpartie 32 angeordnet ist. Auch im vorliegenden
Fall kann es sich bei der dargestellten Trockengruppe insbesondere
wieder um die letzte Trockengruppe der Trockenpartie 32 handeln,
so dass das Leitelement 10 auch hier wieder unmittelbar
nach der Trockenpartie 32 angeordnet ist.
-
Auch
im vorliegenden Fall ist das Leitelement 10 lediglich von
der Materialbahn 28 umschlungen.
-
Das
Leitelement 10 kann insbesondere wieder so ausgeführt sein,
wie dies zuvor beispielsweise anhand der 1 bis 5 beschrieben
wurde, wobei jedoch auch hier grundsätzlich wieder beliebige Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen, mit
porösem
Material versehenen Leitelements 10 denkbar sind.
-
In
der Darstellung gemäß 8 ist ein Leitelement 101 nach der Trockenpartie 32 und
vor einer Auftragseinrichtung 34, ein Leitelement 102 zwischen
der Auftragseinrichtung 34 und beispielsweise einem Impingement-Trockner 36 und
ein Leitelement 103 nach dem Impingement-Trockner 36 angeordnet. Die
Leitelemente 10 können
insbesondere wieder so ausgeführt
sein, wie dies zuvor beispielsweise anhand der 1 bis 5 beschrieben
wurde. Auch sie sind also jeweils wieder mit porösem Material versehen.
-
9 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausführungsform
mit vor, im und nach einem Kalander 44 vorgesehenen Leitelementen 10, die
hier beispielsweise wieder einen walzenförmigen Aufbau besitzen.
-
Auch
diese Leitelemente 10 sind jeweils wieder mit porösem Material
versehen bzw. aus solchem hergestellt.
-
10 zeigt in schematischer
Darstellung ein Auftragsaggregat mit einer Auftragseinrichtung 44,
hier beispielsweise einem Düsenfeuchter,
und zwei zugeordneten Leit- und Dichtelementen 10, über die
die Materialbahn 28, d.h. insbesondere Papier- oder Kartonbahn,
berührungslos
geführt
ist. Die Leit- und Dichtelemente 10 erfüllen hier also jeweils sowohl
eine Leitfunktion als auch eine Dichtfunktion.
-
Im
vorliegenden Fall ist zur seitlichen Abdichtung einer Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46,
in der die Materialbahn 28 durch die Auftragseinrichtung 44 beaufschlagbar
ist, in Bahnlaufrichtung L vor und nach der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46 jeweils
wenigstens ein Leit- und Dichtelement 10 vorgesehen, das
der bewegten Materialbahn 28 gegenüberliegt und sich quer zur
Bahnlaufrichtung erstreckt. Dabei ist im vorliegenden Fall zumindest
das vordere Leit- und Dichtelement 10 auch zur Umlenkung
der Materialbahn 28 vorgesehen.
-
Die
jeweils eine Randabdichtung bildenden, hier z.B. rohr- oder walzenartigen
Leit- und Dichtelemente 10 können auch drehbar sein.
-
Durch
das jeweilige Luftpolster ergeben sich hier also zwei Luftlager.
-
11 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts
mit einem eine Auftragseinrichtung 44, hier z.B. einen
Düsenfeuchter,
und zwei zugeordnete Leit- und Dichtelemente 10 umfassenden
Auftragsaggregats.
-
Durch
die beiden jeweils als Randabdichtung dienenden Leit- und Dichtelemente 10 ist
sichergestellt, dass die Materialbahn 28 die Dichtungen
nicht berührt.
-
In
Bahnlaufrichtung L vor dem Auftragsaggregat 10, 44 ist
beispielsweise eine Leitwalze 48 und eine Breitstreckwalze 50 vorgesehen.
Hinter dem Auftragsaggregat 10, 44 wird die Materialbahn 28 über eine
weitere Leitwalze 52 geführt. Ebenso wie die Leit- und
Dichtelemente 10 können
beispielsweise auch die Elemente 48 bis 52 jeweils
mit porösem
Material versehen sein, das entsprechend mit Druckluft beaufschlagt
wird, um ein Luftpolster zu erzeugen. Bei diesen Elementen 48 bis 52 kann
es sich jedoch auch um herkömmliche
Elemente handeln.
-
12 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts
mit zwei jeweils eine Auftragseinrichtung 44, hier zum
Beispiel Düsenfeuchter,
und zwei zugeordnete Leit- und Dichtelemente 10 umfassenden
Auftragsaggregats. Ebenso wie bei allen anderen Ausführungsbeispielen
sind auch im vorliegenden Fall die Leit- bzw. Dichtelemente 10 jeweils
wieder mit porösem
Material versehen.
-
Zwischen
den beiden Auftragsaggregaten 10, 44 ist eine
Leitwalze 54 vorgesehen. Auch diese Leitwalze 54 kann
beispielsweise wieder entsprechend mit porösem Material versehen sein.
Grundsätzlich
kann jedoch auch eine herkömmliche
Leitwalze 54 vorgesehen sein.
-
Der
Bahnzug ist von der Umschlingung der jeweiligen Auftragsaggregate 10, 44 abhängig.
-
13 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausgestaltung eines Bahnführungsabschnitts
mit einem eine Auftragseinrichtung 44, hier beispielsweise
Düsenfeuchter,
und zwei zugeordneten Leit- und Dichtelementen 10 umfassenden
Auftragsaggregats.
-
Ebenso
wie beispielsweise bei den Ausführungsformen
gemäß den 11 und 12 bewirkt das Auftragsaggregat 10, 44 auch
hier wieder eine Umlenkung der Materialbahn 28, so dass
letztlich das Auftragsaggregat als Ganzes gleichzeitig als Ersatz für eine Leitwalze
dient.
-
In
Bahnlaufrichtung L vor dem Auftragsaggregat 10, 44 sind
eine Leitwalze 48 und eine Breitstreckwalze 50 vorgesehen.
Nach dem Auftragsaggregat 10, 44 wird die Materialbahn 28 über eine
weitere Leitwalze 48 geführt.
-
14 zeigt in schematischer
perspektivischer Darstellung ein Leit- bzw. Dichtelement 10,
das in Form eines Rohres 10' vorgesehen
ist, das auf seiner der bewegten Bahn zugewandten Seite mit Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehen
und mit porösem Material 14 beschichtet
ist.
-
15 zeigt in schematischer
perspektivischer Darstellung ein Leit- bzw. Dichtelement 10,
das in Form eines luftzuführenden
Kanals 20' mit
einer ebenen Bodenwand 56, zwei ebenen Seitenwänden 58 und
einer gewölbten
oberen Wand 60 vorgesehen ist, dessen der bewegten Bahn
zugewandte gewölbte
obere Wand 60 mit Luftdurchtrittsöffnungen 22 versehen
und mit porösem
Material 14 beschichtet ist. Der Luft führende Kanal 20' dient hier
also wieder als Träger
für das
poröse
Material 14, über
das die Bahn geführt
wird.
-
In
der 16 ist in schematischer
perspektivischer Darstellung eine weitere Ausführungsform eines kanalartigen
Leit- bzw. Dichtelements 10 wiedergegeben. In diesem Fall
ist der der bewegten Bahn zugewandte gewölbte obere Wandungsteil des
Leit- bzw. Dichtelements 10 durch poröses Material 14 gebildet,
das in die restliche Wandung des Kanals 20' eingesetzt ist.
-
17 zeigt in schematischer
Schnittdarstellung ein rohrartiges Dichtelement 10, das
vollständig
aus porösem
Material 14 besteht.
-
Insbesondere
bei kleineren und mittleren Luftströmen ist keine Druckzone bzw.
Abdichtung eines Sektors erforderlich, da das poröse Material 14 einen
ausreichend hohen Druckverlust aufweist und den Luftstrom auf ein
Maß reduziert,
das zur Ausbildung des Luftpolsters ausreicht.
-
18 zeigt in schematischer
perspektivischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform eines
vollständig
aus porösem
Material 14 bestehenden rohrartigen Leit- bzw. Dichtelements 10,
das auf seiner von der bewegten Bahn abgewandten Seite jedoch mit
einer Abdichtung 62 versehen ist, die auf dieser Seite
einen Luftdurchtritt verhindert. Eine solche Abdichtung 62 ist
insbesondere bei größeren Luftströmen zweckmäßig, um
die Leckage klein zu halten.
-
19 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausführungsform
eines eine Auftragseinrichtung 44, z.B. Düsenfeuchter,
mit zwei zugeordneten Leit- und Dichtelementen 10 umfassenden Auftragsaggregats,
wobei die zwei Leit- und Dichtelemente 10, aus porösem Material
als Zylinder oder Walzen ausgebildet sind. Die Walzen können drehbar
am Kasten der Auftragseinrichtung 44 angeordnet bzw. gelagert
sein, was u.a. auch wieder gute Notlaufeigenschaften mit sich bringt.
-
Auch
im vorliegenden Fall sind die beiden vor bzw. nach der Befeuchtungs-
bzw. Auftragszone 46 angeordneten, sich jeweils quer zur
Bahnlaufrichtung L erstreckenden Leit- und Dichtelemente 10 wieder
zur seitlichen Abdichtung der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46 vorgesehen.
-
20 zeigt in schematischer
Darstellung einen aus porösem
Material 14 bestehenden gekrümmten Abschnitt eines Leit-
bzw. Dichtelements 10, in dessen Bereich die Materialbahn 28 entsprechend
einem Winkel α umgelenkt
wird, der beispielsweise größer als
0° und kleiner
als 180°,
insbesondere größer als
0° und kleiner
als 100°,
insbesondere größer als
2° und kleiner
als 90°,
insbesondere größer als
0° und kleiner
als 40° und
vorzugsweise größer als
2° und kleiner
als 20° sein
kann. Mit einer solchen Ausführung
wird u.a. ein stabilerer Bahnlauf erreicht.
-
Die
bewegte Materialbahn 28 steht unter einer Zugspannung Z.
Dabei kann das sich zwischen einem jeweiligen Leit- bzw. Dichtelement 10 und
der bewegten Materialbahn 28 einstellende Luftpolster und
entsprechend auch die Sperrwirkung gegen einen Austritt von Sprühnebel über die
Zugspannung Z eingestellt werden, was insbesondere bei höherer Geschwindigkeit
zweckmäßig ist.
-
Die
Bahnspannung Pz ergibt sich aus der Beziehung
Pz = Z/R, mit Pz =
Bahnspannung, Z = Zuspannung und R = Außenradius des der Materialbahn
gegenüberliegenden
Dichtelementbereichs. Im Betrieb stellt sich ein Gleichgewichtszustand
Pz = P (P = Druck in der Druckzone) ein,
wodurch sich eine Art Selbstregelungseffekt ergibt.
-
Ferner
kann das Maß der
Dichtungswirkung durch das Maß der
Umschlingung des jeweiligen Leit- bzw. Dichtelements 10 bzw.
des betreffenden porösen
Materials 14 durch die bewegte Materialbahn 28 und/oder die
Zugspannung Z der bewegten Bahn 28 gezielt beeinflusst
bzw. eingestellt werden. Je größer die
Umschlingung gewählt
wird, desto besser ist die Sperrwirkung bei konstantem Bahnzug. Oder
es kann der Bahnzug Z reduziert werden, ohne die Sperrwirkung zu
beeinträchtigen.
-
Dabei
kann die bewegte Bahn 28 insbesondere entlang einer gekrümmten Bahn über das
poröse
Material 14 geführt
werden (vgl. insbesondere 15).
-
Im
folgenden werden einige Varianten der Bahnführung am Kasten der Auftragseinrichtung selbst
gezeigt. Einer solchen besonderen Bahnführung am Kasten liegen die Überlegungen
zugrunde, dass die Ausdehnung der Auftragseinrichtung, zum Beispiel
Düsenfeuchter
oder dergleichen in Maschinenlaufrichtung aufgrund von großen Auftragsmengen
von Wasser sehr groß sein
kann, z.B. größer als 900
mm. Insbesondere in solchen Fällen
können
beispielsweise die folgenden Ausführungsvarianten einen stabilen
Bahnlauf über
der Auftragseinrichtung ermöglichen.
-
21 zeigt in schematischer
Darstellung ein Auftragsaggregat mit einer Auftragseinrichtung 44,
hier z.B. einem Düsenfeuchter,
dem drei in Bahnlaufrichtung L aufeinanderfolgende Leit- bzw. Dichtelemente 10 zugeordnet
sind. Im vorliegenden Fall liegen alle drei Leit- bzw. Dichtelemente 10 auf
derselben Bahnseite. Wie anhand der 21 zu
erkennen ist, wird im vorliegenden Fall die Materialbahn 28 also nach
außen
abgelenkt.
-
22 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausführungsform
eines Auftragsaggregats mit einer Auftragseinrichtung 44,
hier beispielsweise einem Düsenfeuchter,
dem drei in Bahnlaufrichtung L aufeinanderfolgende Leit- bzw. Dichtelemente 10 zugeordnet
sind. Im vorliegenden Fall sind jedoch lediglich die beiden am Einlauf
bzw. am Auslauf der Auftragseinrichtung 44 vorgesehenen
Leit- und Dichtelemente 10 auf der gleichen Bahnseite vorgesehen,
während
das mittlere Leitelement 10 auf der gegenüberliegenden
Bahnseite angeordnet ist. Wie anhand der 22 zu erkennen ist, wird die Materialbahn 28 im
vorliegenden Fall durch das mittlere Leitelement 10 also
nach innen abgelenkt.
-
23 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausführungsform,
bei der auf der von der Auftragseinrichtung 44, z.B. Düsenfeuchter,
abgewandten Seite der Materialbahn 28 zwei Stabilisierungselemente 64 vorgesehen
sind. Der auf der anderen Bandseite angeordneten Auftragseinrichtung 44 sind
wieder zwei die Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46 seitlich
abdichtende sowie die Materialbahn 28 führende bzw. umlenkende Leit-
und Dichtelemente 10 vorgesehen.
-
Auch
die Stabilisierungselemente 64 können zumindest im wesentlichen
so wie die Leit- und Dichtelemente 10 ausgeführt und
aus porösem
Material bestehen bzw. mit einem solchen porösen Material versehen sein.
-
Wie
anhand der 23 zu erkennen
ist, wird die Materialbahn 28 dem Auftragsaggregat 10, 44 von
einem Trockenzylinder 30 über eine Leitwalze 48 zugeführt. Im
Bereich des Trockenzylinders 30 ist auch ein Trockensieb 66 zu
erkennen, das im Bereich einer Umlenkwalze 68 vom Trockenzylinder
und der Materialbahn 28 abgenommen wird.
-
24 zeigt in schematischer
Darstellung eine Ausführungsform
mit zwei Auftragsaggregaten 10, 44, deren Auftragseinrichtung 44 jeweils
zwei Leit- und Dichtelemente 10 und ein Leitelement 10' zugeordnet
sind, die durchgehend wieder mit porösem Material versehen oder
aus porösem
Material bestehen können.
Während
die beiden Leit- und Dichtelemente 10 einer jeweiligen
Auftragseinrichtung jeweils wieder der Randabdichtung dienen, erfüllt das
Leitelement 10' jeweils
nur eine Leitfunktion.
-
Im
vorliegenden Fall sind den Auftragseinrichtungen 44 also
jeweils drei Leit- bzw. Dichtelemente 10, 10' zugeordnet,
wobei eines davon in einem Abstand von der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46 angeordnet
ist und damit praktisch nur eine Leitfunktion erfüllt.
-
Im
Anschluss an die beiden Auftragseinrichtungen 44 wird die
Materialbahn im vorliegenden Fall über eine Leitwalze 48 und
eine Breitstreckwalze 50 einem Kalander 70 zugeführt.
-
25 zeigt in schematischer
Darstellung eine Ausführungsform,
bei der auf beiden Seiten der Materialbahn 28 jeweils eine
Auftragseinrichtung 44, z.B. Düsenfeuchter, mit zwei zugeordneten,
der Randabdichtung dienenden Leit- und Dichtelementen 10 angeordnet
ist. Dabei sind die beiden Auftragseinrichtungen 44 in
Bahnlaufrichtung L versetzt, wobei sich deren Befeuchtungs- bzw.
Auftragszonen 46 überlappen.
-
Im
Anschluss an die beiden Auftragseinrichtungen 44 wird die
Materialbahn 28 über
Leitwalzen 48 wieder einem Kalander 70 zugeführt.
-
Wie
anhand der 25 zu erkennen
ist, ist die Materialbahn 28 im vorliegenden Fall beispielsweise
allgemein vertikal durch den zwischen den beiden Auftragseinrichtungen 44 liegenden
Bereich geführt.
-
26 zeigt in schematischer
Darstellung eine weitere Ausführungsform,
bei der auf beiden Seiten der Materialbahn 28 jeweils eine
Auftragseinrichtung 44, z.B. Düsenfeuchter, mit zwei zugeordneten
Leit- und Dichtelementen 10 angeordnet sind. Im vorliegenden
Fall liegt jedoch die Befeuchtungs- bzw. Auftragszone der einen
Auftragseinrichtung 44 in Bahnlaufrichtung L betrachtet
innerhalb der Befeuchtungs- bzw. Auftragszone 46 der anderen
Auftragseinrichtung 44. Auch hier wird die Materialbahn 28 wieder
allgemein vertikal durch den zwischen den beiden Auftragseinrichtungen 44 liegenden
Bereich geführt.
Im Anschluss an die beiden Auftragseinrichtungen 44 wird
die Materialbahn 28 über
Leitwalzen 48 wieder einem Kalander 70 zugeführt.
-
27 zeigt in schematischer
Darstellung eine insbesondere für
einen Kalander geeignete Konfiguration mit mehreren jeweils eine
Auftragseinrichtung 44 mit zwei zugeordneten Leit- und
Dichtelementen 10 umfassenden Auftragsaggregaten.
-
Bei
der vorliegenden Konfiguration kann die obere Walze 72 beispielsweise
kunststoffbezogen sein. Die von oben betrachtet zweite Walze 74 kann beispielsweise
eine beheizte Stahlwalze sein. Die zweitletzte Walze 76 kann
insbesondere wieder beheizt sein.
-
Bei
den Auftragseinrichtungen 44 kann es sich im vorliegenden
Fall zumindest teilweise jeweils insbesondere um einen Dampfblaskasten
handeln. Wie anhand der 27 zu
erkennen ist, sind diese jeweils von der Materialbahn 28 umschlungen.
Beispielsweise der oben rechts dargestellte Dampfblaskasten 44 ersetzt
ein herkömmliches
Leitelement. Auch der unten rechts wiedergegebene Dampfblaskasten 44 ist
von der Materialbahn 28 noch umschlungen. Auch mit der
unten links dargestellten Auftragseinrichtung 44 wird letztlich
wieder ein Leitelement ersetzt.
-
- 10
- Leit-
und/oder Dichtelement
- 10'
- Leitelement
- 12
- bahnseitige
Fläche
- 14
- poröses Material
- 16
- durchströmende Luft
- 18
- Luftpolster
- 20
- Druckkammer
- 20'
- Kanal
- 22
- Luftdurchtrittsöffnung
- 24
- Träger
- 26
- Presse,
Pressenpartie
- 28
- Materialbahn
- 30
- Trockenzylinder
- 32
- Trockenpartie
- 34
- Auftragseinrichtung
- 36
- Impingement-Trockner
- 38
- Impingement-Trockner
- 42
- zweireihige
Trockengruppe
- 44
- Auftragseinrichtung,
Düsenfeuchter,
Dampfblaskasten
- 46
- Befeuchtungs-
bzw. Auftragszone
- 48
- Leitwalze
- 50
- Breitstreckwalze
- 52
- Leitwalze
- 54
- Leitwalze
- 56
- Bodenwand
- 58
- Seitenwand
- 60
- obere
Wand
- 62
- Abdichtung
- 64
- Stabilisierungselement
- 66
- Trockensieb
- 68
- Umlenkwalze
- 70
- Kalander
- 72
- Walze
- 74
- Walze
- 76
- Walze