DE29521501U1 - Trockenpartie - Google Patents
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VOITH SULZER
Papiermaschinen GmbH
Sankt Pöltener Straße 43
89522 HEIDENHEIM
7S3 GL-wz
20. M&Z1997
20. M&Z1997
Patentanwaltskanzlei
Stuttgart Berlin Hamburg
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Die Erfindung betrifft eine Trockenpartie einer Maschine zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Trockenpartien der hier angesprochenen Art sind bekannt. Sie dienen dazu, eine Materialbahn so zu
trocknen, daß sich optimale Materialbahneigenschaften einstellen. Es ist bekannt, innerhalb von Trokkengruppen
das Feuchtequerprofil und die Rollneigung, den sogenannten Curl, der Materialbahn zu beeinflussen.
Es hat sich gezeigt, daß hier in vielen Fällen noch keine optimalen Ergebnisse erzielt werden
können.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Trockenpartie zu schaffen, mit deren Hilfe das Feuchtequerprofil
und die Rollneigung besser einstellbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Trockenpartie vorgeschlagen, die die in Anspruch 1 genannten
Merkmale aufweist. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß die Materialbahn zonenweise befeuchtet wird,
wobei eine Befeuchtungseinrichtung und/oder eine Einrichtung gewählt wird, die eine feuchte, mit der
Materialbahn in Berührung tretende Oberfläche auf-
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weist. Auf diese Weise ist es möglich, die Befeuchtung der Bahn innerhalb der Trockenpartie besser zu
steuern.
Bevorzugt wird eine Ausführungsform der Trockenpartie,
die eine Feuchtwalze aufweist, deren feuchte Oberfläche, die beispielsweise von einem Wasserfilm
benetzt ist, mit der Materialbahn in Berührung gebracht wird. Auf diese Weise ist eine gezielte, zonenweise
Befeuchtung der Materialbahn möglich.
Bevorzugt wird weiterhin eine Ausführungsform der
Trockenpartie, bei der das Transportband mit Hilfe mindestens einer Bahnführungswalze von der Materialbahn
abgehoben und in einem Abstand von dieser geführt wird. Im Bereich der getrennten Führung von
Materialbahn und Transportbahn kann Feuchtigkeit unmittelbar aus der Bahn abdampfen, so daß auch
hierdurch eine gezielte Beeinflussung des Feuchtequerprofils und des Curls möglich ist.
Schließlich wird eine Ausführungsform der Trockenpartie
bevorzugt, die sich dadurch auszeichnet, daß der Düsenfeuchter und/oder die Feuchtwalze in den
Freiraum zwischen Materialbahn und Transportbahn angeordnet wird. Es ist durch das Abheben des
Transportbandes möglich, die Materialbahn unmittelbar mit Feuchtigkeit zu beaufschlagen und das
Feuchtequerprofil und den Curl gezielt zu beeinflussen. Außerdem baut die Trockenpartie durch die
Integrationsmöglichkeit der Befeuchtungseinrichtungen relativ kurz.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen ünteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Prinzipskizze eines ersten Ausführungsbeispiels einer Trockengruppe einer
Trockenpartie in Seitenansicht;
Figur 2 eine Prinzipskizze eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Trockengruppe einer
Trockenpartie und
Figur 3 eine Prinzipskizze eines dritten Ausführungsbeispiels einer Trockengruppe einer
Trockenpartie.
Die im folgenden beschriebene Trockenpartie kann allgemein im Zusammenhang mit einer Maschine zur
Herstellung einer Materialbahn verwendet werden. Rein beispielhaft wird im folgenden davon ausgegangen,
daß es sich hier um die Trockenpartie einer Papierherstellungsmaschine handelt.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Trockenpartie 1, nämlich eine Trockengruppe 3, die ein
einziges, auch als Siebband oder Trockenfilz bezeichnetes Transportband 5 aufweist, das gemeinsam
mit einer Materialbahn 7 mäanderförmig um Trockenzylinder 9, 11 und 13 sowie Bahnleitwalzen 15 und
17 geführt wird. Die Mittelachsen der Trockenzylinder 9 bis 13 und die der Bahnleitwalzen 15 und 17
sind auf gedachten Ebenen angeordnet, die hier in
• ft ·* ft ·· ··<
-A-
einem Abstand zueinander liegen, der größer ist als die Summe der Radien der Trockenzylinder und der
Bahnleitwalzen. Das heißt, die Bahnleitwalzen 15 und 17 sind in einem Abstand zu den Trockenzylindern
9 bis 13 angeordnet, so daß zwischen den Trokkenzylindern und Bahnleitwalzen Laufstrecken 19 und
21 ausgebildet sind, die jeweils Zwischenräume 23 und 25 begrenzen. In diesen Zwischenräumen können
Düsenfeuchter 27, 29 aufweisende Befeuchtungseinrichtungen angeordnet werden, die durch das Transportband
5 hindurch Feuchtigkeit auf die Materialbahn 7 auftragen. Es ist auch möglich, hier übliche
Saugkästen vorzusehen, die einen Unterdruck aufbauen, um die Materialbahn im Bereich der Laufstrecken
an das Transportband 5 anzusaugen und damit eine Stützfunktion zu gewährleisten. Denkbar
ist es schließlich, übliche Saugkästen mit Düsenfeuchtern zu kombinieren.
Aus Figur 1 ist ersichtlich, daß die Materialbahn 7 im Bereich der Trockenzylinder 9 bis 13 von dem
Transportband 5 unmittelbar gegen die Oberfläche der Trockenzylinder angepreßt wird und im Bereich
der Bahnleitwalzen 15 und 17 frei um diese herumgeführt wird, das heißt, hier liegt das Transportband
5 unmittelbar auf der Oberfläche der Bahnleitwalzen auf, während die Materialbahn 7 außenliegend geführt
wird.
Es ist auch möglich, im Bereich der freiliegenden Materialbahn, also im Umschlingungsbereich der
Bahnleitwalzen 15 und 17, Düsenfeuchter 31 und/oder 3 3 aufweisende Befeuchtungseinrichtungen vorzuse-
hen, die also Feuchtigkeit unmittelbar auf die Materialbahn 7 aufbringen können. Diese Anordnung ist
deshalb besonders bevorzugt, weil die direkte Befeuchtung der Materialbahn eine wesentlich exaktere
Einstellmöglichkeit für das Feuchtequerprofil und den Curl erlauben.
In Figur 1 sind schließlich noch übliche Schaber 35 vorgesehen, die dazu dienen, bei einem Bahnabriß
Papierauschuß von der Oberfläche der Trockenzylinder fernzuhalten, damit diese nicht eingewickelt
werden.
Es ist möglich, wenigstens einen der Düsenfeuchter 27 bis 33 durch einen Dampfblaskasten oder aber
auch durch einen SaugBlaskasten zu ersetzen, der dazu dient, die gezielte Trocknung der Bahn zu fördern
und damit das Feuchtequerprofil und/oder den Curl der Materialbahn gezielt zu beeinflussen.
Figur 2 zeigt in schematischer Seitenansicht einen Teil einer Trockenpartie 1, nämlich einen Übergang
einer einreihigen Trockengruppe 3, wie sie in Figur
I gezeigt ist, in eine zweireihige Trockengruppe.
Die einreihige Trockengruppe, von der hier nur zwei Trockenzylinder dargestellt sind, sei identisch
aufgebaut wie die Trockengruppe 3 in Figur 1, so daß hier gleiche Bezugszeichen für gleiche Teile
gewählt werden. In Figur 2 sind die Trockenzylinder
II und 13 der Trockengruppe 3 zu sehen, zwischen denen in einem Abstand die Bahnleitwalze 17 liegt.
Die zweireihige Trockengruppe 30 zeichnet sich da-
durch aus, daß in zwei Ebenen übereinander Trockenzylinder
37, 39 und 41 sowie 43, 45 und 47 angeordnet sind. Die von dem Transportband 5 der einreihigen
Trockengruppe 3 gestützte Materialbahn 7 wird von dem Trockenzylinder 13 auf den Trockenzylinder
43 übergeleitet. Das Transportband der einreihigen Trockengruppe 3 wird auch im Bereich der zweireihigen
Trockengruppe 30 verwendet. Es umläuft also mäanderförmig die oberen Trockenzylinder 37 bis 41
der Trockengruppe 30 und wird hier von Bahnleitwalzen 49, 51 und 53 geführt. Den unteren Trockenzylindern
43 und 45 der Trockengruppe 30 ist ein eigenes Transportband 50 zugeordnet, das von Bahnleitwalzen
55, 57 und 59 so geführt wird, daß die Materialbahn 7 bereichsweise an die Oberfläche der
unteren Trockenzylinder - 43 und 45 angepreßt wird. Dem Trockenzylinder 47 ist ein eigenes Transportband
50' zugeordnet, das auch um weitere Trockenzylinder geführt werden kann. Es ergibt sich also
hier eine Gruppentrennung zwischen den Trockenzylindern 43 und 45 mit dem Transportband 50 und dem
Trockenzylinder 47 und dem zugehörigen Transportband 50 ·.
In Figur 2 ist noch der Düsenfeuchter 29 der Trokkenpartie 3 eingezeichnet, der -wie oben gesagtauch
durch einen -gegebenenfalls mit einem Düsenfeuchter kombinierten- Saugkasten ersetzt werden
kann, um im Bereich der Laufstrecke 21 eine Stabilisierung der Materialbahn 7 zu gewährleisten.
Figur 2 zeigt, daß an verschiedenen Stellen Düsenfeuchter 61, 63 und/oder 65 vorgesehen werden kön-
nen. Der Düsenfeuchter 61 ist im Bereich des unteren
Trockenzylinders 43 angeordnet und wirkt unmittelbar auf die freiliegende Oberfläche der Materialbahn.
Der Düsenfeuchter 63 wirkt auf die freiliegende Materialbahn im Bereich des Trockenzylinders
45. Schließlich befeuchtet der Düsenfeuchter 65 die freiliegende Materialbahnoberfläche im Bereich des
Trockenzylinders 47.
Der mit Feuchtigkeit beaufschlagte Bereich des Materialbandes kann variiert werden. Figur 2 zeigt,
daß die Düsenfeuchter 61 und 63 lediglich einen relativ kleinen Bereich der Materialbahn 7 mit Feuchtigkeit
beaufschlagen, während der Düsenfeuchter 63 einen größeren Umschlingungsbereich der Materialbahn
während des Umlaufes um den Trockenzylinder 45 mit Feuchtigkeit beaufschlagt.
Der -in Förderrichtung der Materialbahn 7 gesehene-Bereich, der mit Feuchtigkeit beaufschlagt wird,
kann in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad und vom Material der Bahn variiert werden, um das Feuchtequerprofil
und den Curl zu beeinflussen.
Figur 3 zeigt schließlich ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Trockenpartie 1, die eine erste
Trockengruppe 130 und eine zweite Trockengruppe 230 aufweist. Die erste Trockengruppe weist ein einziges
Transportband 5 auf, das gemeinsam mit der Materialbahn 7 mäanderförmig um eine Anzahl von Trokkenzylindern
9a, 9b, lla, 11b und 13 geführt wird. Unterhalb der Trockenzylinder 9 bis 13 liegen hier
Bahnleitwalzen 15a, 15b, 17a und 17b, um die die Materialbahn 7 außenliegend herumgeführt wird.
Der Aufbau der Trockengruppe 130 entspricht grundsätzlich dem der Trockengruppe 3, die in Figur 1
dargestellt ist. Es sind auch hier im Bereich der Laufstrecken 19 und 21 Düsenfeuchter 27a, 27b, 29a
und 29b vorgesehen, die auch durch -gegebenenfalls mit Düsenfeuchtern ausgestalteten- Saugkasten ersetzt
werden können, die der Stabilisierung der Materialbahn 7 auf dem Transportband 5 dienen. An
verschiedenen Stellen sind hier Düsenfeuchter vorgesehen. Der im Bereich der Bahnleitwalze 15a vorgesehene
Düsenfeuchter 67 befeuchtet die freiliegende Materialbahn über einen weiten Bereich des
Umschlingungswinkels der Materialbahn. Der Düsenfeuchter
69, der oberhalb des Trockenzylinders 9b angeordnet ist, befeuchtet die Materialbahn 7. durch
das Transportband 5 hindurch. Der Düsenfeuchter 71 ist so ausgebildet, daß er die Materialbahn 7
sowohl im Bereich der Bahnleitwalze 15b als auch der Bahnleitwalze 17a befeuchten kann. Er liegt
also im Bereich einer zwischen den Bahnleitwalzen 15b und 17a und dem Trockenzylinder lla ausgebildeten
Tasche. Ein weiterer Düsenfeuchter 73 kann schließlich durch das Transportband hindurch die
Materialbahn 7 im Bereich des Trockenzylinders 13 zonenweise befeuchten.
Im Bereich des Trockenzylinders lla wird das Transportband 5 mit Hilfe einer Bahnführungswalze 75 von
der Materialbahn 7 abgehoben und in einem Abstand zu dieser und zur Oberfläche des Trockenzylinders
-9-
11a geführt. Um den Umschlingungswinkel des Transportbandes
5 möglichst groß zu halten und um eine sichere Bandführung zu gewährleisten, sind vor und
nach der Bahnführungswalze 75 Stützwalzen 77 und 79 vorgesehen. Durch die spezielle Führung des Transportbandes
5 um die Bahnführungswalze 75 ergibt sich zwischen Transportband und Materialbahn 7 beziehungsweise
Trockenzylinder lla ein Freiraum, in dem die Materialbahn 5 freiliegend über die Oberfläche
des Trockenzylinders lla geführt wird. Die Materialbahn wird im Bereich des Freiraums vom
Trockenzylinder lla aufgeheizt. Der Wasserdampf kann hier frei abdampfen, so daß sich hier die Möglichkeit
ergibt, das Feuchtequerprofil und auch den Curl der Materialbahn 7 einzustellen.
Es ist auch möglich, wie anhand von Figur 3 angedeutet, daß in den Bereich des Freiraums ein Düsenfeuchter
81 eingebracht wird, um die Feuchtigkeit der Bahn in dem Bereich beziehungsweise der Zone
des Freiraums gezielt zu beeinflussen. Anstelle des Düsenfeuchters kann auch ein Dampfblaskasten oder
auch ein Saug-Blaskasten eingesetzt werden, um das Feuchtequerprofil beziehungsweise den Curl der Materialbahn
gezielt zu beeinflussen.
Aus Figur 3 ist ersichtlich, daß das Abheben des Transportbandes 5 auch so erfolgen kann, daß das
Transportband nicht nur in einem Umfangsbereich eines Trockenzylinders abgehoben wird, wie dies beim
Trockenzylinder lla der Fall ist, sondern völlig frei über einen Trockenzylinder hinweggeführt werden
kann. Im Bereich der Trockengruppe 230 wird das
Transportband 5 so von einer Bahnführungswalze 75'
abgehoben und von Stützwalzen 77 · und 79' umgelenkt,
daß es den Trockenzylinder 83 überhaupt nicht berührt. Der Trockenzylinder 83 liegt in einer
Gruppe von oben liegenden Trockenzylindern, die auch die Trockenzylinder 85 und 87 umfaßt. Die Anzahl
der Trockenzylinder ist an den Trockengehalt und an das Schrumpfverhalten einer Materialbahn anpaßbar.
Unterhalb der Trockenzylinder 83 bis 87 liegen hier drei weitere Trockenzylinder 89, 91 und
93. Der erste Trockenzylinder der Trockengruppe 230 wird vom oberen Transportband 5' umschlungen, während
die weiteren Trockenzylinder 91 und 93 mit dem unteren Transportband 50 zusammenwirken, das auch
den Trockenzylinder 83 . der oberen Trockenzylindergruppe umschlingt. Das obere Transportband 5' wird
also um den unteren Trockenzylinder 89 und die oberen Trockenzylinder 85 und 87 geführt, während das
untere Transportband 50 den beiden unteren Trockenzylindern 91 und 93 und dem oberen Trockenzylinder
83 zugeordnet ist. Die Stützwalzen 77' und 79' dienen
also im Bereich der oberen Trockenzylinder als Bahnleitwalzen. Die unteren Trockenzylinder weisen
separate Bahnleitwalzen 95 und 97 auf, die bei der Führung des unteren Transportbandes 50 mitwirken.
Aus Figur 3 ist ersichtlich, daß die Trockenruppen
130 und 230 mit üblichen Schabern 35 versehen sein
können, wie sie anhand von Figur 1 schon erläutert wurden.
Dadurch, daß das Transportband 5· im Bereich des oberen Trockenzylinders 83 mit Hilfe der Bahnfüh-
rungswalze 75' abgehoben wird, ergibt sich ein
Freiraum, in dem Feuchtigkeit frei aus der Materialbahn 7 austreten kann. Es ist jedoch gemäß Figur
3 auch möglich, in diesen Freiraum einen Düsenfeuchter 99 einzubringen, um das Feuchtequerprofil
und den Curl der Materialbahn 7 einzustellen. Anstelle des Düsenfeuchters kann auch hier ein Dampfoder
Saug-Blaskasten eingesetzt werden. Im Bereich der Gruppentrennung zwischen der Trockengruppe 130
und der Trockengruppe 230, also beim Übergang der Materialbahn 7 vom Trockenzylinder 13 auf den Trokkenzylinder
89, sind die Transportbänder 5 und 51 so über Umlenkwalzen 101 und 103 geführt, daß über
einen Umfangsbereich des Trockenzylinders 13 die Materialbahn 7 freiliegt, also nicht vom Transportband
5 an die Oberfläche des Trockenzylinders angepreßt wird. In diesem Bereich kann ein Düsenfeuchter
105 eingesetzt werden, der in dieser Zone eine Befeuchtung der Materialbahn 7 ermöglicht. Stattdessen
kann auch hier ein Dampfblaskasten aber auch ein Saug-Blaskasten eingesetzt werden.
Die Bahnleitwalzen, die der Führung der Materialbahn und der Transportbahn um die Trockenzylinder
dienen, können auch als Saug-Blaswalzen ausgebildet werden, um das Feuchtequerprofil und den Curl der
Materialbahn 7 gezielt zu beeinflussen.
Allen Ausführungsbeispielen der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Trockenpartien ist gemeinsam,.
daß die Anordnung der Düsenfeuchter, Dampfblaskasten
und Saug-Blaskästen beziehungsweise Saug-Blaswalzen so gewählt wird, daß sich ein gewünschtes
Feuchtequerprofil einstellt und eine optimale Beeinflussung
des Curls der Materialbahn 7 ergibt. Die Anordnung der verschiedenen Elemente der Trokkenpartie
hängt einerseits vom Trockengehalt der Materialbahn und andererseits von deren Materialzusammensetzung
ab. Besonders bevorzugt wird eine zonenweise Befeuchtung der Materialbahn so vorgenommen,
daß die zuletzt zu trocknende Bahnseite befeuchtet wird. Dies kann an einem Übergang zwischen
einer einreihigen Trockengruppe zu einer zweireihigen Trockengruppe erfolgen oder am Übergang zwischen
einer unten und einer oben befilzten Trockengruppe. Dies gilt aber auch für die Befeuchtung innerhalb
einer Trockengruppe.
Aus dem oben Gesagten wird deutlich, daß die Trokkenpartie mehrere Trockengruppen umfassen kann, die
alle einreihig ausgebildet sein können, wobei alle oben befilzt sein könnten. Auch ein Wechsel zwischen
oben und unten befilzten einreihigen Trockengruppen ist möglich, oder auch ein Wechsel zwischen
ein- und zweireihigen Trockenruppen. Besonders bevorzugt wird jedoch die Ausführungsform der Trokkenpartie,
die top felted Trockengruppen umfaßt, also Trockengruppen, deren Transportband oberhalb
der Trockenzylinder vom Ende der Trockengruppe zu deren Anfang zurückgeführt wird. Diese Ausführungsweise
ist in Figur 1 dargestellt.
Die Siebabhebung, die anhand der Figur 3 in zwei Ausführungsvarianten beschrieben wurde, dient hier
also dazu, das Feuchtequerprofil und den Curl der Materialbahn zu beeinflussen. Es sei jedoch darauf
hingewiesen, daß im Bereich der Siebabhebung, also
bei einem Abstand zwischen Transportband und Materialbahn, ein Spannungsabbau innerhalb der Materialbahn
erfolgen kann, da diese hier nicht fest zwischen Transportband und Oberfläche des Trockenzylinders
eingespannt ist.
Bei der Beschreibung der Figuren 1 und 3 wurde davon ausgegangen, daß sogenannte Düsenfeuchter eingesetzt
werden, die eine Anzahl von Einzeldüsen oder eine sich über einen Bereich oder die gesamte
Breite der Materialbahn erstreckende Düse aufweisen und es ermöglichen, Feuchtigkeit in Form von Dampf
oder Flüssigkeitstropfen auf die Oberfläche der Materialbahn aufzubringen. Die Düsenfeuchter können
auch durch Feuchtwalzen ersetzt werden, deren Oberfläche mit einer Feuchtigkeit benetzt ist. Die
Feuchtigkeitszufuhr kann durch das Innere der Feuchtwalzen erfolgen, aber auch dadurch, daß diese
mit Hilfswalzen zusammenwirken, die die Feuchtigkeit
auf die Oberfläche der Feuchtwalzen aufbringen und dort gleichmäßig verteilen. Feuchtwalzen können
insbesondere in dem Freiraumbereich eines abgehobenen Transportbandes angeordnet werden, weil sie
nur sehr wenig Raumbedarf haben.
Durch den zusätzlichen Einsatz von Saug-Blaskästen kann die Beeinflussung des Feuchtequerprofils beziehungsweise
des Curls optimiert werden. Durch Blaskästen, insbesondere durch Breitstromtrockner
mit Absaugung der am Entstehungsort gegebenen feuchten Luft kann das Partialdruckgefälle durch
Abführen der feuchten Luft am Entstehungsort und
durch Zuführung relativ trockener Luft erhöht werden,
so daß die Feuchtigkeit besonders gut aus der Materialbahn ausgetragen wird.
Durch die Abhebung des Transportbandes ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, unmittelbar auf die
Oberfläche der Materialbahn einzuwirken und das Feuchtequerprofil und den Curl gezielt zu beeinflussen.
Die bei der Beschreibung der Figuren erwähnten Düsenfeuchter stellen nur eine besondere Ausführungsform
der hier angesprochenen Befeuchtungseinrichtung dar. Es ist auch möglich, die Materialbahn
durch Bedampfung oder Benebelung zu befeuchten. Besonders vorteilhaft ist es, nach der Befeuchtung
eine Hochleistungstrockenhaube, das heißt eine beheizte Haube über den Trockenzylindern, oder eine
besaugte Walze zur Trocknung der befeuchteten Bahn vorzusehen.
Claims (9)
1. Trockenpartie einer Maschine zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn,
mit mindestens einer eine Anzahl von Trokkenzylindern und Bahnleitwalzen sowie ein die Materialbahn
mäanderförmig um die Trockenzylinder und Bahnleitwalzen führendes Transportband aufweisenden
Trockengruppe, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (7) zonenweise mit Hilfe mindestens einer
Befeuchtungseinrichtung befeuchtet wird.
2.Trockenpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (7) über eine Feuchtwalze geführt oder an Düsenfeuchtern
(27,29,31,33) entlanggeführt wird.
3. Trockenpartie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zuletzt zu trocknende Seite
der Materialbahn (7) befeuchtet wird.
4. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (7) an einem Übergang zwischen zwei Trockengruppen
(13 0,230) befeuchtet wird.
5. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine Bahnführungswalze
(75,75'), über die das Transportband (5) von der Materialbahn (7) abgehoben und in einem
Abstand von dieser geführt wird.
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6. Trockenpartie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenfeuchter und/oder die
Feuchtwalze in den mittels der Bahnführungswalze (75) geschaffenen Freiraum zwischen Materialbahn
(7) und Transportband (5) angeordnet ist.
7. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor und/oder
nach einer Befeuchtungszone ein Saug-Blaskasten
und/oder eine Saug-Blaswalze vorgesehen ist.
8. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trockengruppe (3;130) top felted ausgebildet ist.
9. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Befeuchtungseinrichtung
und/oder Einrichtung zur Berührung der Materialbahn mit einer feuchten Oberfläche eine
Trockeneinrichtung, vorzugsweise eine Hochleistungstrockenhaube oder eine besaugte Walze zugeordnet
wird.
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| DE29521501U DE29521501U1 (de) | 1995-12-22 | 1995-12-22 | Trockenpartie |
| DE19548310 | 1995-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29521501U1 true DE29521501U1 (de) | 1997-05-28 |
Family
ID=26021616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29521501U Expired - Lifetime DE29521501U1 (de) | 1995-12-22 | 1995-12-22 | Trockenpartie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29521501U1 (de) |
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-
1995
- 1995-12-22 DE DE29521501U patent/DE29521501U1/de not_active Expired - Lifetime
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