DE10307621A1 - Vorrichtung zur Verstärkung eines Dachrahmens eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Erfindungsgemäß ist in das langgestreckte Grundelement (1) mindestens ein Halteelement (16) zur Anbringung eines Haltegriffs und zur Halterung eines Seitenairbags integriert.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verstärkung eines Dachrahmens eines Kraftfahrzeugs, mit einem langgestreckten Grundelement, wobei das Grundelement zur Verstärkung eines Seitenelements des Dachrahmens zwischen einer äußeren Seitenwand und einer inneren Seitenwand des Seitenelements des Dachrahmens positionierbar ist.
- Der Dachrahmen eines Kraftfahrzeugs besteht aus mehreren Elementen, nämlich aus Seitenelementen, die sich zu beiden Seiten des Kraftfahrzeugs in etwa über die gesamte Länge eines Dachs des Kraftfahrzeugs erstrecken, sowie aus einem Vorderelement und aus einem Rückelement. Um den Dachrahmen für einen möglichen Seitenaufprall zu stabilisieren und so die gesamte Konstruktion des Kraftfahrzeugs sicherer zu gestalten, ist es bereits bekannt, zwischen einer äußeren Seitenwand und einer inneren Seitenwand der beiden Seitenelemente des Dachrahmens Verstärkungselemente anzuordnen, die sich vorzugsweise über die gesamte Länge der Seitenelemente erstrecken. Mit Hilfe dieser Verstärkungselemente wird bei einem Seitenaufprall – auch Sideimpact genannt – auf das Kraftfahr zeug in Folge eines Unfalls zum Beispiel das Eindringen einer sogenannten B-Säule in das Innere des Kraftfahrzeugs verhindert.
- Weiterhin sind aus dem Stand der Technik Halteelemente für Haltegriffe bekannt, die zur Befestigung am Dachrahmen des Kraftfahrzeugs über Befestigungsmittel, zum Beispiel über Schrauben, an den Seitenelementen des Dachrahmens montierbar sind. Auch ist es bekannt, in der Nähe der Halteelemente für die Haltegriffe einen Seitenairbag des Kraftfahrzeugs anzuordnen.
- Diesbezüglich wird als Stand der Technik auf
DE 198 41 340 A1 ,DE 196 12 229 A1 undDE 298 06 503 U1 verwiesen. - Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine verbesserte Vorrichtung zur Verstärkung eines Dachrahmens eines Kraftfahrzeugs zu schaffen.
- Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass die Eingangs genannte Vorrichtung dadurch weitergebildet ist, dass in das langgestreckte Grundelement mindestens ein Halteelement zur Anbringung eines Haltegriffs und zur Halterung eines Seitenairbags integriert ist.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung verfügt über den Vorteil, dass neben der seitlichen Verstärkung des Dachrahmens weitere Funktionen von der erfindungsgemäßen Vorrichtung übernommen werden. So dient die erfindungsgemäße Vorrichtung auch der Anbringung mindestens eines Haltegriffs sowie gleichzeitig der Halterung oder Führung eines Seitenairbags. Die Anzahl der Bauteile des Kraftfahrzeugs wird hierdurch reduziert.
- Vorzugsweise besteht das oder jedes Halteelement aus zwei unter einem spitzen Winkel zueinander verlaufenden Schenkeln, wobei ein erster in etwa horizontal verlaufender Schenkel an dem langgestreckten Grundelement angreift. Dieser Aufbau ist konstruktiv besonders einfach.
- Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
-
1 eine Explosionsdarstellung eines Seitenelements eines Dachrahmens mit einer zwischen einer äußeren und einer inneren Seitenwand des Seitenelements angeordneten erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Verstärkung des Dachrahmens, -
2 einen Schnitt durch die Anordnung der1 entlang der Schnittlinie A-A in1 , und -
3 einen Schnitt durch die Anordnung der1 entlang der Schnittlinie B-B in1 . -
1 zeigt eine Anordnung eines Seitenelements eines Dachrahmens und einer Vorrichtung zur Verstärkung des Dachrahmens in einer Explosionsdarstellung. - Vorzugsweise sind beide Seitenelemente des Dachrahmens wie in
1 dargestellt aufgebaut. - Das in
1 dargestellte Seitenelement des Dachrahmens verfügt über eine äußere Seitenwand1 und eine innere Seitenwand2 . Die äußere Seitenwand1 sowie die innere Seitenwand2 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Dachs des Kraftfahrzeugs. So ist in1 eine sogenannte B-Säule3 angedeutet, die in der Regel zwischen einer vorderen Sitzreihe des Kraftfahrzeugs und einer dahinter angeordneten hinteren Sitzreihe verläuft. Des weiteren zeigt1 im Zusammenhang mit der inneren Seitenwand2 des Seitenelements des Dachrahmens andeutungsweise den Übergang zu einem Vorderelement4 des Dachrahmens, welches sich in etwa parallel zu einer Oberkante einer nicht dargestellten Windschutzscheibe des Kraftfahrzeugs erstreckt. - Die äußere Seitenwand
1 verfügt an einem ersten Ende über einen in etwa horizontal verlaufenden ersten Abschnitt5 und an einem zweiten Ende über einen in etwa vertikal verlaufenden zweiten Abschnitt6 . Zwischen dem ersten Abschnitt5 und dem zweiten Abschnitt6 der äußeren Seitenwand1 erstreckt sich eine in Richtung auf das Äußere des Kraftfahrzeugs gerichtete Wölbung7 . Analog verfügt die innere Seitenwand2 über einen in etwa horizontal verlaufenden ersten Abschnitt8 sowie einen in etwa vertikal verlaufenden zweiten Abschnitt9 , wobei sich zwischen dem ersten Abschnitt8 und dem zweiten Abschnitt9 wiederum eine Wölbung10 erstreckt, die im Unterschied zur äußeren Seitenwand1 jedoch nicht in Richtung auf das Äußere des Fahrzeugs sondern vielmehr in Richtung auf das Innere des Kraftfahrzeugs gewölbt ist. - Wie insbesondere
2 entnommen werden kann, die einen Schnitt entlang der in1 dargestellten Schnittrichtung A-A zeigt, verlaufen im zusammengebauten Zustand der erste Abschnitt5 der äußeren Seitenwand1 und der erste Abschnitt8 der inneren Seitenwand2 benachbart zueinander, ebenso wie der zweite Abschnitt6 der äußeren Seitenwand1 und der zweite Abschnitt9 in der inneren Seitenwand2 . - Zur Stabilisierung des Dachrahmens, nämlich des aus der äußeren Seitenwand
1 und der inneren Seitenwand2 gebildeten Seitenelements des Dachrahmens, wird zwischen der äußeren Seitenwand1 und der inneren Seitenwand2 die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verstärkung des Dachrahmens angeordnet. Diese Vorrichtung verfügt über ein langgestrecktes Grundelement11 , welches sich vorzugsweise über die gesamte Länge der äußeren Seitenwand1 bzw. inneren Seitenwand2 und damit über die gesamte Länge des Seitenelements des Dachrahmens erstreckt. Auch das langgestreckte Grundelement11 zur Verstärkung des Seitenelements des Dachrahmens verfügt an einem Ende über einen in etwa horizontal verlaufenden ersten Abschnitt12 und an dem gegenüberliegenden Ende über einen in etwa vertikal verlaufenden zweiten Abschnitt13 . Zwischen dem ersten Abschnitt12 und dem zweiten Abschnitt13 des langgestreckten Grundelements11 erstreckt sich eine Wölbung14 , die ebenso wie die Wölbung7 der äußeren Seitenwand1 in Richtung auf das Äußere des Kraftfahrzeugs gewölbt ist. - Aus
3 , die einen Schnitt entlang der in1 dargestellten Schnittrichtung B-B zeigt, kann die Anordnung der B-Säule3 entnommen werden. - Wie wiederum insbesondere
2 und3 entnommen werden kann, verläuft im montierten Zustand der erste Abschnitt12 des langgestreckten Grundelements11 zwischen den ersten Abschnitten5 bzw.8 der äußeren Seitenwand1 und der inneren Seitenwand2 . Der in etwa horizontal verlaufende zweite Abschnitt13 des langgestreckten Grundelements verläuft im montierten Zustand zwischen den zweiten Abschnitten6 ,9 der äußeren Seitenwand1 und der inneren Seitenwand2 . Die Wölbung14 des langgestreckten Grundelements11 erstreckt sich in einem Hohlraum15 , der von der Wölbung7 der äußeren Seitenwand1 und der Wölbung10 der inneren Seitenwand2 aufgespannt wird. - Mit Hilfe des langgestreckten Grundelements
11 wird ein Seitenelement des Dachrahmens derart stabilisiert, dass zum Beispiel bei einem seitlichen Auffahrunfall auf das Kraftfahrzeug das Eindringen der B-Säule3 in den Fahrzeuginnenraum verhindert wird. Die gesamte Konstruktion des Kraftfahrzeugs wird damit stabilisiert und für die Insassen des Kraftfahrzeugs sicherer. - Erfindungsgemäß ist in das langgestreckte Grundelement
11 mindestens ein Halteelement16 zur Anbringung eines nicht dargestellten Haltegriffs und zur Halterung eines nicht dargestellten Seitenairbags integriert. In1 sind zwei Halteelemente16 dargestellt. Ein erstes Halteelement16 erstreckt sich im montierten Zustand in den Bereich einer vorderen Sitzreihe und das dahinter angeordnete Halteelement16 in den Bereich einer hinteren Sitzreihe. - Die Halteelemente
16 verfügen über zwei Schenkel17 ,18 . Ein erster in etwa horizontal verlaufender Schenkel17 des Halteelements16 greift an dem horizontal verlaufenden ersten Abschnitt12 des langgestreckten Grundelements11 an. Im spitzen Winkel zum ersten Schenkel17 des Halteelements16 verläuft der zweite Schenkel18 des selben. Zwischen der inneren Seitenwand2 bzw. der Wölbung10 der inneren Seitenwand2 und einer der inneren Seitenwand2 zugewandten ersten Fläche des zweiten Schenkels18 ist der nicht dargestellte Seitenairbag geführt. Die nicht dargestellten Haltegriffe für die Insassen des Kraftfahrzeugs sind an einer der inneren Seitenwand2 abgewandten Fläche des zweiten Schenkels18 des Halteelements16 montierbar. - Die Halteelemente
16 sind demzufolge als integraler Bestandteil des langgestreckten Grundelements11 ausgebildet. Durch die Integration der Halteelemente16 in das Grundelement11 zur Verstärkung des Seitenelements des Dachrahmens wird die Funktionalität des langgestreckten Grundelements11 erhöht. So dient dasselbe nun nicht nur mehr ausschließlich der Verstärkung des Dachrahmens, sondern vielmehr auch der Anbringung von Haltegriffen für die Insassen des Kraftfahrzeugs und der Halterung bzw. Führung eines Seitenairbags. Ferner lässt sich durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung die zur Herstellung des Kraftfahrzeugs notwendige Anzahl an Bauteilen reduzieren und damit die Anzahl der Montageschritte. -
- 1
- äußere Seitenwand
- 2
- innere Seitenwand
- 3
- B-Säule
- 4
- Vorderelement
- 5
- erster Abschnitt
- 6
- zweiter Abschnitt
- 7
- Wölbung
- 8
- erster Abschnitt
- 9
- zweiter Abschnitt
- 10
- Wölbung
- 11
- Grundelement
- 12
- erster Abschnitt
- 13
- zweiter Abschnitt
- 14
- Wölbung
- 15
- Hohlraum
- 16
- Halteelement
- 17
- Schenkel
- 18
- Schenkel
Claims (8)
- Vorrichtung zur Verstärkung eines Dachrahmens eines Kraftfahrzeugs, mit einem langgestreckten Grundelement (
11 ), wobei das Grundelement (11 ) zur Verstärkung eines Seitenelements des Dachrahmens zwischen einer äußeren Seitenwand (1 ) und einer inneren Seitenwand (2 ) des Seitenelements des Dachrahmens positionierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in das langgestreckte Grundelement (11 ) mindestens ein Halteelement (16 ) zur Anbringung eines Haltegriffs und zur Halterung eines Seitenairbags integriert ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Halteelement (
16 ) im zwischen der äußeren Seitenwand (1 ) und der inneren Seitenwand (2 ) des Seitenelements angeordneten Zustand in einen Innenraum des Kraftfahrzeugs hineinragt. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in das langgestreckte Grundelement (
11 ) mehrere Halteelemente (16 ) integriert sind, wobei ein erstes Halteelement sich in einem Bereich einer vorderen Sitzreihe und ein zweites Halteelement sich in einem Bereich einer hinteren Sitzreihe des Kraftfahrzeugs erstreckt. - Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Halteelement (
16 ) als integraler Bestandteil des langgestreckten Grundelements (11 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Halteelement (
16 ) aus zwei unter einem spitzen Winkel zueinander verlaufenden Schenkeln (17 ,18 ) besteht, wobei ein erster in etwa horizontal verlaufender Schenkel (17 ) an dem langgestreckten Grundelement (11 ) angreift. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Schenkel (
18 ) des Halteelements (16 ) der Anbringung des Haltegriffs und gleichermaßen der Halterung des Seitenairbags dient. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenairbag zwischen der inneren Seitenwand (
2 ) des Seitenelements des Dachrahmens und einer der inneren Seitenwand (2 ) zugewandten Fläche des zweiten Schenkels (18 ) geführt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltegriff an einer der inneren Seitenwand (
2 ) abgewandten Fläche des zweiten Schenkels (18 ) montierbar ist.
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