DE10303601A1 - Ventilsteuerung - Google Patents
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Abstract
Eine Ventilsteuerung zur Betätigung mindestens eines Ventils (6), insbesondere eines Einlass- oder Auslassventils eines Verbrennungsmotors, bei der DOLLAR A - das Maß des Ventilhubes des mindestens einen Ventils (6) einer Überlagerung zweier synchronbewegter Nockenprofile (1; 2) entspricht, DOLLAR A - eines dieser beiden Nockenprofile (1; 2) hauptsächlich den Ventilöffnungs- und das andere Nockenprofil (2; 1) hauptsächlich den Ventilschließbereich bestimmt, DOLLAR A - die beiden Nockenprofile (1; 2) gegeneinander phasenverstellbar sind, DOLLAR A - durch die Phasenverschiebung der Ventilhub- und die Öffnungsdauer des mindestens einen Ventils (6) variiert werden können, DOLLAR A - die beiden Nockenprofile (1; 2) über ein auf ein Hubbetätigungselement (5) des Ventils (6) einwirkendes Zwischenelement (4) den Ventilhub bestimmen, DOLLAR A - zwei Führungsbereiche des Zwischenelementes (4), nämlich ein erster Führungsbereich (111) ein erstes der beiden Nockenprofile (1) in sämtlichen Drehstellungen kontaktiert, während dies bei dem zweiten Nockenprofil (2) gegenüber dem zweiten Führungsbereich (222) zumindest in einem Teilbereich des Grundkreisbereiches dieses zweiten Nockenprofils (2) nicht zutrifft, DOLLAR A - durch ein Führungsmittel ein Dauerkontakt des ersten Führungsbereiches (111) des Zwischenelementes (4) an dem ersten Nockenprofil (1) gegeben ist, DOLLAR A soll bezüglich ihres konstruktiven Aufbaus und ihrer Funktion verbessert werden. DOLLAR A Zu diesem Zweck ist ...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Ventilsteuerung zur Betätigung mindestens eines Ventiles, insbesondere eines Einlass- oder Auslassventiles eines Verbrennungsmotors nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Derartige Ventilsteuerungen sind beispielsweise grundsätzlich bekannt aus
,DE-PS 119741 ,GB-PS 170877 ,GB-PS 654240 DE 3531000 A1 und GB 2180597 A. Bei solchen Steuerungen wird ein Ventilhub nur dann erreicht, wenn das Zwischenelement durch beide Nockenprofile betätigt wird. Der sich ergebende Ventilhub entspricht der Summenfunktion beider Nockenprofile. Durch Phasenverschiebung der Nocken gegeneinander können die Öffnungsdauer und der Ventilhub verändert werden. - Die Art, wie der Ventilhub und die Öffnungsdauer bei derartigen Steuerungen einstellbar ist, lässt sich beispielsweise recht gut
entnehmen. Ein besonderer Nachteil dieser Lösungen besteht darin, dass in den Zeiten ohne Ventilhub im Gegensatz zum Standard-Ventilhub zwischen Zwischenelement und einem Nockenprofil bzw. zwischen dem Ventil und dem Betätigungselement ein sehr großes Spiel auftritt, das normalerweise dem Ventilhub eines Nockens entspricht.GB 2180597 A - Bedingt durch ein solches Spiel ist es erforderlich, einen Anschlag für die Bewegungsfreiheit des Hubbetätigungselementes vorzusehen, um bei Einsatz eines automatischen Spielausgleichselementes den notwendigen Freigang (Spiel) für das eine Nockenprofil, das beispielsweise das Schließnockenprofil sein kann, sicherzustellen. Durch geeignete Mittel kann andererseits versucht werden, beide Nockenprofile immer im Eingriff mit dem Zwischenhebel zu halten wie dies bei einer Lösung nach
der Fall ist. Das Spiel ist dort zwischen dem Hubbetätigungselement und dem Zwischenelement und muss bei jeder Bewegung überbrückt werden. Bei solchen Systemen ist immer eine Kraft, beispielsweise eine Federkraft erforderlich, um in dynamischem Betrieb undefinierte Zwischenstellungen des Hubbetätigungselementes auszuschließen. Entsprechende Lösungen sind inGB 2180597 A DE 19802738 A1 undEP 1022443 B1 dargestellt. - Durch die Anordnung eines Anschlags wie beispielsweise bei der Einrichtung nach
DE 19802738 A1 dargestellt, ist es möglich, ohne eine im Zylinderkopf ortsfest angeordnete Zusatzvorrichtung einen Anschlag für die Bewegung des Hubbetätigungselementes mit dem Zwischenelement zu realisieren, indem der Zwischenhebel über eine konzentrisch zur Bewegungsachse angebrachte Stützkontur an der Nockenwelle abgestützt wird. Dabei ist die Verwendung eines konventionellen hydraulischen Spielausgleichselementes möglich. - Ein Versuch, eine spielfreie Anordnung zu schaffen, ist in
US 5178105 dargestellt. Dabei werden die beiden Nockenprofile mit sehr langen, gegengleich gestalteten Rampen ausgebildet, um so einen spielfreien Betrieb im Verstellbereich zu ermöglichen. Aufgrund der geometrischen Randbedingungen ist der Verstellbereich dabei jedoch relativ eingeschränkt, wodurch eine Ventilhubbetätigung für eine bei einem Verbrennungsmotor drosselfreie Ventilsteuerung nicht möglich ist. - Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, die vorgenannten Nachteile von großem Spiel, schwierigem automatischem Spielausgleich und der Notwendigkeit einer Anpresskraft in Richtung eines Nockenprofiles einerseits oder eines sehr eingeschränkten Verstellbereiches andererseits zu ver-. bessern und gleichzeitig eine gattungsgemäße Ventilsteuerung zu schaffen, mit der eine „drosselfreie Laststeuerung" bei einem Verbrennungsmotor eines insbesondere Fahrzeuges problemlos möglich ist.
- Eine erfindungsgemäße Lösung dieses Problemkomplexes zeigt eine gattungsgemäße Ventilsteuerung nach dem kennzeichnenden Merkmal des Patentanspruchs 1 auf.
- Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, denjenigen Führungsbereich des Zwischenelementes, der abhebungsfrei eines der beiden Nokkenprofile kontaktieren soll, möglichst anpressfrei zwangs zuführen und hierfür ein zusätzliches, bewegtes Nockenprofil einzusetzen.
- Bei einer Ausführung nach dem Anspruch 2, bei der jeweils sämtliche, insgesamt drei Nockenprofile grundkreiskonzentrisch auf einer Verstell-Nockenwelle angeordnet sind, ist bei der Verwendung eines üblichen hydraulischen Ventilspielausgleichselementes kein zusätzlicher Anschlag für das Zwischenelement notwendig. Das Zwischenelement ist vielmehr zwischen den Nockenprofilen einerseits und dem Hubbetätigungselement andererseits kontinuierlich spielfrei eingespannt.
- Besonders vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsbeispiele sind mit Ausnahme der
1 , die den Stand der Technik zeigt, in der Zeichnung dargestellt. - In dieser zeigen
-
1 eine variable Ventilsteuerung mit zwei Nockenwellen gemäß dem vorbekannten Stand der Technik nachEP 1 022 443 B1 , -
2 ,2A eine erste grundsätzliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ventilsteuerung mit drei getrennten Nockenprofilen auf drei getrennten Nokkenwellen in zwei unterschiedlichen Ausbildungen, -
3 eine zweite Ausführungsform der Ventilsteuerung mit einer Verstellnockenwelle mit drei Nockenprofilen im Rollabgriff und einer Achslagerung des Zwischenelementes gegenüber einem Hubbetätigungselement des Ventiles, -
4 eine dritte Form der Ventilsteuerung, bei der gegenüber der Ausführung nach3 anstelle des Rollabgriffs an den Nockenprofilen ein Gleitabgriff und anstelle der Achslagerung des Zwischenelementes eine Kugel-Kalotten-Lagerung vorgesehen ist, -
4A einen Schnitt durch einen Bereich der Ventilsteuerung gemäß der Linie IVA – IVA in4 , -
4B einen Schnitt durch einen Bereich der Ventilsteuerung gemäß der Linie IVB – IVB in4 , -
5 eine Ausführungsform der Ventilsteuerung entsprechend dem Grundprinzip nach4 mit Rollabgriff an den Nockenprofilen anstelle des Gleitabgriffs in4 , -
5A einen Schnitt durch einen Bereich der Ventilsteuerung gemäß der Linie VA – VA in5 , -
5B einen Schnitt durch einen Bereich der Ventilsteuerung gemäß der Linie VB – VB in5 , -
5C eine alternative Ausführungsform zu der Variante nach5B , -
6 eine weitere Ausführungsform der Ventilsteuerung entsprechend dem Grundprinzip nach3 mit Rollabgriff an den Nockenprofilen und einer linear verschiebbaren Lagerung des Zwischenelementes an dem Hubbetätigungselement, -
7 eine Abwandlung der Steuereinrichtung nach6 durch einen Ersatz des Rollabgriffs an den Nockenprofilen durch einen Gleitabgriff, -
8 eine dreidimensionale Darstellung der Ventilsteuerung nach4 , -
9 eine dreidimensionale Darstellung der Ventilsteuerung in7 , -
10 eine Ventilsteuerung mit erfindungsgemäßen Elementen für eine Betätigung eines Ventilpaares mit einer geneigt zu einer Nockenwellenachse verlaufenden Verbindungslinie der Mittelpunkte der Öffnungen der beiden Ventile dieses Paares, -
11 eine spezielle Ausführungsform einer Ventilsteuerung mit erfindungsgemäßen Elementen für die Betätigung eines Ventilpaares im Schnitt wie beispielsweise bei einer Ausführung nach10 . - Ventilsteuerung nach dem Stand der Technik in
1 - Zwei synchron drehende und gegeneinander phasenverstellbare Nockenwellen mit einem ersten und zweiten Nockenprofil
1 bzw. 2 betätigen ein als einen Hebel mit zwei Kontaktrollen gestaltetes Zwischenelement4 , welches die Summenbewegung über eine Lagerachse auf einen als Hubbetätigungselement5 dienenden Hebel überträgt, der über eine Spielausgleichseinrichtung9 ein Ventil6 betätigt. Durch die Kraft der Spielausgleichsvorrichtung9 wird das Hubbetätigungselement5 in der Nullhubphase gegen einen Anschlag8 gedrückt. Eine Feder7 stellt sicher, dass das Zwischenelement4 immer an der Kontaktrolle als erstem Führungsbereich111 des Zwischenelementes4 und dem ersten Nockenprofil1 anliegt. In der Grundkreisphase ist zwischen dem zweiten Nockenprofil2 und der entsprechenden Kontaktrolle als zweitem Führungsbereich222 des Zwischenelementes4 Spiel vorhanden. Ein Ventilhub ist nur dann möglich, wenn beide Nockenprofile1 ,2 gleichzeitig mit dem Zwischenelement4 in Kontakt sind. Üblicherweise wird das Ventilöffnen durch die eine der beiden Nockenwellen erreicht, während die zweite Nockenwelle sich hierbei in der Hubstellung befinden muss. Die Schließbewegung wird dann durch den Übergang von der Hubstellung auf eine Grundkreisphase an der zweiten Nockenwelle mit dem zweiten Nockenprofil2 erreicht. Durch Phasenverstellung der beiden Nockenwellen mit den beiden Nockenprofilen1 ,2 gegeneinander können der Ventilhub und die Öffnungsdauer variiert werden. - Erfindungsgemäße Ausführungsformen
- Funktionsgleiche Teile sind in sämtlichen Figuren der Zeichnung jeweils mit gleichen Bezugsziffern belegt.
- Der Grundaufbau der erfindungsgemäßen Ausführung nach
2 entspricht demjenigen nach1 . Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass die Funktion der Feder7 bei der erfindungsgemäßen Ausführung durch eine dritte Nockenwelle mit einem dritten Nockenprofil3 übernommen wird. Dieses dritte Nockenprofil3 bewirkt eine Zwangsführung des ersten Führungsbereiches111 des Zwischenelementes4 unter Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen Kontaktierung des ersten Führungsbereiches111 an dem ersten Nockenprofil1 . Das hydraulische Spielausgleichselement9 presst das Hubbetätigungselement5 gegen einen einstellbaren Anschlag B. Je nach Lage der einzelnen Nockenprofile1 bis3 zueinander wird das Ventil6 über das Zwischenelement4 durch die beiden Nockenwellen mit dem ersten bzw. zweiten Nockenprofil1 ,2 betätigt oder das Zwischenelement4 wird zwischen den Nockenprofilen1 und3 der betreffenden Nockenwellen zwangsgeführt, wobei das Hubbetätigungselement5 und das Ventil6 nicht bewegt werden. Zwischen der Nockenwelle mit dem zweiten Nokkenprofil2 und der Rolle als zweitem Führungsbereich222 an dem Zwischenelement4 tritt in dieser Phase Spiel auf. - Bei einer verbesserten Variante nach
2A kann neben der Rückstellfeder7 aus dem Stand der Technik auch noch auf ei nen noch bei der Ausführung nach2 entsprechend dem Stand der Technik erforderlichen Anschlag verzichtet werden. Erreicht wird dies bei der Ausführung nach2A durch Anordnung der Nockenwelle mit dem dritten Nockenprofil3 an der Seite des Zwischenelements4 , an der gemeinsam mit dem zweiten Nockenprofil2 der Führungsbereich222 kontaktiert werden kann. Ein Anschlag8 ist bei dieser Ausführung nicht erforderlich. - Bei einer Ausführung nach
3 werden die drei Nockenprofile1 ,2 ,3 konzentrisch an einer gemeinsamen Nockenwelle angeordnet. Um eine Phasenverstellung erreichen zu können, ist das zweite Nockenprofil2 gegenüber den beiden andere Nockenprofilen1 und3 , die fest mit der Nockenwelle verbunden sind, phasenverstellbar. Diese Phasenverstellung kann mit den im Stand der Technik hierzu üblichen konstruktiven Maßnahmen erreicht werden. Eine bekannte Ausführungsform besteht beispielsweise darin, die gegeneinander zu verstellenden Nockenprofile auf konzentrisch ineinander angeordneten, gegeneinander verdrehbaren Nockenwellen anzubringen, wozu die äußere Nockenwelle radiale Ausnehmungen für die mit der innenliegenden Welle verbundenen Nockenprofile besitzt. - Bei der Ausführung nach
3 wird die Stellbewegung der Nockenwelle auf das Zwischenelement4 übertragen einerseits von dem ersten Nockenprofil1 , das ausschließlich mit dem ersten Führungsbereich111 des Zwischenelementes zusammenwirkt und über das zweite und dritte Nockenprofil, wobei diese beiden zuletzt genannten Nockenprofile2 ,3 abwech selnd ausschließlich mit dem zweiten Führungsbereich222 des Zwischenelementes4 zusammenwirken. Die Zwangssteuerung des Nockenprofiles1 ist durch die Gestaltung des dritten Nokkenprofils3 als Komplementärprofil zu dem ersten Nockenprofil1 gegeben. Bei einer Phasenverschiebung des zweiten Nokkenprofiles2 gegenüber dem Rest der Nockenwelle mit den Nockenprofilen1 ,3 ergibt sich durch eine geänderte Überlagerung der Nockenprofile eine geänderte Bewegung des Zwischenelementes4 und damit eine Variation des erzeugten Ventilhubs und der Öffnungsdauer für das Ventil6 . Während einer Ventilöffnungsphase durch die Nockenprofile1 ,2 besteht zwischen dem dritten Nockenprofil3 und dem Zwischenelement4 kein Kontakt. - Die Ventilsteuerung nach
4 besitzt einen grundsätzlich mit der Ausführung nach3 vergleichbaren Aufbau. Bei der Ausführung nach4 wird jedoch im Gegensatz zu derjenigen nach3 die Bewegung der Nockenprofile1 bis3 nicht durch Roll- sondern über Gleitkontakte auf das Zwischenelement4 übertragen. Dieses Zwischenelement4 ist über eine Kugel-Kalotten-Lagerung100 mit einem Hubbetätigungselement5 in Kontakt, durch das das Ventil6 betätigt wird. Über das Spielausgleichselement9 wird das aus dem Hubbetätigungselement5 und dem Zwischenelement4 bestehende Kraftübertragungssystem spielfrei zwischen dem ersten und dritten Nockenprofil1 ,3 sowie dem Ventil6 gehalten. Die Konturen der ersten und zweiten Führungsbereiche111 ,222 des Zwischenelementes4 bei dessen Ausführung nach4 sind in den Schnitten nach den4A und4B dargestellt. - Dort ist erkennbar, wie durch die Anordnung der Nockenprofile
1 bis3 und die Form des Zwischenelementes4 eine sehr einfache und Bauraum sparende Lösung möglich ist. In4A liegt der Kontaktbereich für die Nockenprofile2 und3 in einem inneren Abschnitt11 des Zwischenelementes5 und findet wechselweise zwischen dem zweiten Nockenprofil2 (hier Schließnocken) und dem geteilten dritten Nockenprofil3 (Rückstellnocken) statt. Das geteilte erste Nockenprofil1 (hier Öffnungsnocken) hat genügend Freigang und kontaktiert das Zwischenelement4 nicht in dessen zweitem Führungsbereich222 . - In
4B ist die Anordnung umgekehrt, das geteilte Nockenprofil1 (hier Öffnungsnocken) betätigt das Zwischenelement4 in den Außenbereichen12 und13 , wobei die beiden Nockenprofile2 und3 das Zwischenelement4 nicht berühren. - Die Ausführung nach
5 entspricht im wesentlichen derjenigen nach4 mit dem Unterschied, dass zum einen an den Nockenprofilen1 bis3 ein Rollabgriff erfolgt und dass zum anderen das Zwischenelement4 über eine Achslagerung101 mit dem Hubbetätigungselement5 verbunden ist. Die Schnitte in den5A ,5B zeigen, dass eine in dem ersten Führungsbereich111 des Zwischenelementes4 vorgesehene Rolle14 abwechselnd mit den nicht dargestellten Nockenprofilen2 und3 in Kontakt sein kann. Bei der Ausführung nach5B ist ebenfalls erkennbar, wie dort die zweiten Führungsabschnitte222 des Zwischenelementes4 als Rollen für einen Rollabgriff ausgebildet sind. Für die Ausführung nach5C gilt das Gleiche. Hier sind lediglich die Lager der Rollen anders aus dem Material des Zwischenelementes4 ausgeformt beziehungsweise gestanzt. - Die
6 zeigt eine konstruktiv sehr einfache und platzsparende Ventilsteuerung. Das Zwischenelement4 ist mit einem Stößelbauteil10 als Spezialausführung eines Hubbetätigungselementes5 über eine Einstellplatte17 , die beispielsweise aus Keramik ausgebildet sein kann, gleitend in Kontakt. Die Lagerung des Zwischenelementes4 in Richtung der Achse der Nockenwelle mit den Nockenprofile1 bis3 wird durch gegenüberliegende Seitenwände15 des Zwischenelementes4 erreicht, indem diese an zugeordneten Basiskörpern der Nockenprofile1 bis3 als Widerlager anliegen. Anstelle gegenüberliegender Seitenwände15 des Zwischenelementes4 kann das Zwischenelement4 in einem beliebigen inneren Bereich mit einer zwischen die Nockenprofile als Gegenlager eingreifenden Führungswand ausgebildet sein. - Alternativ zur Spieleinstellung über die Einstellplatte
17 können auch Stößel mit unterschiedlichen Dicken für die Spieleinstellung verwendet werden. - Bei der Ausführung nach
7 ist der Rollabgriff an den Nockenprofilen1 bis3 durch einen Gleitabgriff ersetzt. Die Einstellplatte17 als Hubbetätigungselement5 ist dabei direkt zwischen dem Ventil6 und dem Zwischenelement4 angeordnet. Der nur als Führungselement dienende Stößel10 ist über eine elastische Zusatzabstützung16 spielfrei an der Einstellplatte17 gehalten. - Die
10 betrifft eine Ventilsteuerung mit erfindungsgemäßen Elementen für eine Betätigung eines Ventilpaares mit einer geneigt zu einer Nockenwellen-Achse verlaufenden Schwenkachse19 des Hubübertragungselementes5 . Diese Ventilanordnung wird nachfolgend als „achsverdreht" bezeichnet werden. Eine solche Ventilsteuerung kann durch eine Übertragungseinrichtung erfolgen, die jeweils aus einem Zwischenelement4 nach einer der Ausführungen in den4 ,5 sowie insbesondere 8 und einem Hubbetätigungselement5 gemäß beispielsweise8 besteht. Während bei der Ausführung nach8 an der gemeinsamen Nockenwelle erfindungsgemäß ein „drittes Nockenprofil3" vorhanden ist, kann ein solches mit Bezug auf die Vorteile einer solchen Einrichtung bei einer Anwendung bei „achsverdrehten" Ventilen grundsätzlich fehlen wie die Ausführung in10 zeigt. Bei Fehlen des erfindungsgemäßen „dritten Nockenprofiles3" ist zur Sicherstellung eines dauerhaften Kontaktes vom Zwischenelement4 mit einem Nockenprofil1 ,2 innerhalb der Übertragungseinrichtung zwischen Nockenwelle und Ventilen eine Feder7 im Sinne des Standes der Technik gemäß1 erforderlich. Diese Feder7 ist bei der Einrichtung nach10 vorhanden, jedoch als in der Zeichnung hinter dem Zwischenelement4 liegend nicht erkennbar. Entscheidend für die Funktion der Einrichtung nach10 ist eine Kugel-Kalotten-Lagerung100 zwischen dem Zwischenelement4 und dem Hubbetätigungselement5 . Allein durch diese Art der Lagerung können die Betätigungskräfte von einer Nockenwelle auf zwei „achsverdrehte" Ventile übertragen werden. Die Richtungsabweichung kann im extremen Fall bis zu 90° erreichen. Durch die Kugel-Kalotten-Lagerung100 können die Kippbewegung des Zwischenelementes4 aufgrund der Nockenbetätigung ebenso wie die Relativbewegung bei dem Ventilhub aufgrund der unterschiedlichen Richtungen der Achsen18 der Nockenwelle und der Schwenkachse19 des Zwischenelementes4 zusammen mit dem Hubbetätigungselement5 problemlos ausgeglichen werden. Bei der Ausführung nach10 kann trotz der unterschiedlichen Achsen18 und19 auf eine sonst bei einer solchen „achsverdrehten" Ausrichtung übliche Ventilbrücke verzichtet werden. - Die Ausführung nach
11 besitzt bezüglich des Zwischenelementes4 und des Hubbetätigungselementes5 grundsätzlich den gleichen Aufbau wie die Ausführung nach10 . Insbesondere ist in11 die bei Fehlen des erfindungsgemäßen „dritten Nockenprofiles" entsprechend dem vorbekannten Stand der Technik erforderliche Feder7 – deren Darstellung in10 nicht erkennbar ist – in einer speziellen Form einer Lagerung gezeichnet. Diese Lagerung erfolgt über derart in das Zwischenelement4 und das Hubbetätigungselement5 eingeformte Widerlager21 bzw. 22, dass diese beiden Teile4 ,5 in noch nicht in der Steuerung montiertem Zustand einen transportfähigen Verbund bilden, in dem sie in die Steuerung eingebaut werden können. - Die Ausformung der Widerlager
21 ,22 kann derart an insbesondere dem Zwischenelement4 erfolgen, dass für das Zwi schenelement4 durch das Widerlager21 gegenüber axialen Seitenwänden20 eines Schlitzes23 eine axiale Führung des Zwischenelementes4 erzielt wird. - Bei der Ausführung nach
11 ist an dem Zwischenelement4 ein Anschlag24 als konzentrisch zur Drehachse des Zwischenelementes4 geformter Kontaktbereich im Sinne des Anschlages8 gemäß der Ausführung in den1 und2 vorgesehen, um bei insbesondere einem fehlenden „dritten Nockenprofi1" einen automatischen Ventilspielausgleich9 vorsehen zu können. - Bei den Ausführungen nach den
10 und11 können die ersten und zweiten Nockenprofile1 und2 gegeneinander phasenverschiebbar sein. - An dieser Stelle wird nochmals ausdrücklich betont, dass die Ausführungsformen mit fehlendem „dritten Nockenprofil" nach den
10 und11 lediglich eine Verallgemeinerung der erfindungsgemäßen Ausführung mit „drittem Nockenprofil" nach insbesondere8 sind, um darzustellen, welche Vorteile bei einer Nockenwelle mit erstem und zweitem Nockenprofil im Sinne der Erfindung durch den Einsatz eines über eine Kugel-Kalotten-Lagerung100 mit einem Hubbetätigungselement5 verbundenen Zwischenelementes4 bei einer „achsverdrehten" Ventilanordnung grundsätzlich erzielbar sind. - Alle dargestellten Funktionsprinzipien sind nur beispielhaft und können auch beliebig untereinander kombiniert werden.
- Das erfindungsgemäße Ventilsteuerungsprinzip ist vorzugsweise für die Betätigung von einem oder mehreren Ventilen mit einem Nockenpaket einsetzbar.
Claims (13)
- Ventilsteuerung zur Betätigung mindestens eines Ventiles (
6 ), insbesondere eines Einlass- oder Auslassventiles eines Verbrennungsmotors, bei der – das Maß des Ventilhubes des mindestens einen Ventiles (6 ) einer Überlagerung zweier synchronbewegter Nockenprofile (1 ,2 ) entspricht, – eines dieser beiden Nockenprofile (1 ;2 ) hauptsächlich den Ventilöffnungs- und das andere Nockenprofil (2 ;1 ) hauptsächlich den Ventilschließbereich bestimmt, – die beiden Nockenprofile (1 ,2 ) gegeneinander phasenverstellbar sind, – durch die Phasenverschiebung der Ventilhub- und die Öffnungsdauer des mindestens einen Ventiles (6 ) variiert werden können, – die beiden Nockenprofile (1 ;2 ) über ein auf ein Hubbetätigungselement (5 ) des Ventiles (6 ) einwirkendes Zwischenelement (4 ) den Ventilhub bestimmen, – zwei Führungsbereiche des Zwischenelementes (4 ), nämlich ein erster Führungsbereich (111 ) ein erstes der beiden Nockenprofile (1 ) in sämtlichen Drehstellungen kontaktiert, während dies bei dem zweiten Nockenprofil (2 ) gegenüber dem zweiten Führungsbereich (222 ) zumindest in ei nem Teilbereich des Grundkreisbereiches dieses zweiten Nockenprofiles (2 ) nicht zutrifft, – durch ein Führungsmittel ein Dauerkontakt des ersten Führungsbereiches (111 ) des Zwischenelementes (4 ) an dem ersten Nockenprofil (1 ) gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel als ein drittes, gegenüber dem ersten Nockenprofil (1 ) komplementär geformtes und zusammen mit diesem ersten Nockenprofil (1 ) synchron rotierendes drittes Nockenprofil (3 ) ausgebildet ist. - Ventilsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle drei Nockenprofile (
1 ,2 ,3 ) grundkreiskonzentrisch auf einer gemeinsamen Verstell-Nockenwelle angeordnet sind. - Ventilsteuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich das zweite Nockenprofil (
2 ) phasenverstellbar ist. - Ventilsteuerung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (
4 ) die Nockenwelle mit den Nockenprofilen (1 bis3 ) von außen V-förmig mit an den Enden vorgesehenen ersten und zweiten Führungsbereichen (111 ,222 ) umgreift, wobei das erste Nockenprofil (1 ) ausschließlich den ersten Führungsbereich (111 ) ständig kontaktiert und das zweite und dritte Nockenprofil ausschließlich den zweiten Führungsbereich (222 ) abwechselnd zueinander kontaktieren. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich ein einziger zweiter Führungsbereich (
222 ) zur abwechselnden Führung des zweiten und dritten Nockenprofils (2 ,3 ) vorgesehen ist. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (
4 ) gegenüber dem Hubbetätigungselement (5 ) linear verschiebbar gelagert ist. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (
4 ) gegenüber dem Hubbetätigungselement (5 ) um eine Achse schwenkbar gelagert ist. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (
4 ) über eine Kugel-Kalotten-Lagerung (100 ) mit dem Hubbetätigungselement (5 ) verbunden ist. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Basiskörper eines der Nockenprofile (
1 bis3 ) als für das Zwischenelement (4 ) in Richtung der Dreh achse der Nockenprofile (1 bis3 ) dienendes axiales Führungslager ausgebildet ist. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Nockenprofile (
1 bis3 ) zweigeteilt in der Form von zwei in einem bestimmten Abstand befindlichen schmalen Nockenstegen ausgeführt ist. - Ventilsteuerung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der übrigen Nockenprofile (
1 bis3 ) zwischen den beiden schmalen Nockenstegen angeordnet ist. - Ventilsteuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Spielausgleich ein hydraulisches Ventilausgleichselement (
9 ) mit dem Hubbetätigungselement (5 ) des Ventiles (6 ) zusammenwirkt. - Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (
4 ) ein aus Blech geformter Hebel ist, der im Schnitt W- beziehungsweise treppenförmig ausgeführt ist, um neben der notwendigen Steifigkeit den Freigang für die jeweils nicht in Eingriff befindlichen Nockenprofile (1 –3 ) sicherzustellen.
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