DE1029049B - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen mit
Wählerbetrieb und durch Nummernwahl zu beeinflussende Einrichtungen zur Zuteilung der Funktion einer
Hauptstelle (Nachtstelle) an eine beliebige Nebenstelle.
Die Lösung dieser an und für sich bekannten Aufgabe war bisher nur unter Zuhilfenahme besonderer
Wahleinrichtungen (Schrittschaltwerke oder Relaiswähler) möglich, die nach einem einleitenden Schaltvorgang
durch die Nummerngabe so beeinflußt werden, daß am Amtswähler der entsprechende Teilnehmer
gekennzeichnet und der bei ankommenden Amtsverbindungen anlaufende Amtswähler auf diesen Teilnehmer
eingestellt wird. Der dabei sichergebendegroße Aufwand für eine solche Anordnung, die doch immerhin
nur eine Sonderausstattung in Nebenstellenanlagen darstellt, entspricht nicht den Forderungen, die
hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen an den Fachmann herantreten.
Die Erfindung weist einen Weg, die Aufgabe der Zuteilung der Funktion als Hauptstelle wahlweise an
beliebige Teilnehmerstellen unter möglichst weitgehender Ausnutzung der bereits für die Teilnehmerkennzeichnung,
insbesondere ihre Zusammenschaltung mit Amtsleitungen, vorhandenen Einrichtungen zu lösen
und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlagen nicht unwesentlich zu erhöhen. Sie besteht darin, daß nach
Abgabe des Zuteilkennzeichens (Nachtkennziffer) eine Schalteinrichtung, die im normalen Betrieb (Tagesbetrieb)
unter dem Einfluß (Nummerngabe) der Bedienungsstelle zur Anschaltung gewünschter Nebenstellenteilnehmer
an Amtsleitungen dient, in Aufnahmebereitschaft gesetzt wird und nach Empfang von Nummernstromstößen eine entsprechende Stellung
in der Amtsleitungen anschaltenden Einrichtung kennzeichnet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Alle nicht unmittelbar
zu seiner Erläuterung dienenden Einrichtungen und Stromkreisanordnungen sind der Einfachheit
und Übersichtlichkeit halber fortgelassen worden.
Oben links ist eine Teilnehmer stelle Tn angedeutet, von der aus über einen internen Satz Anrufsucher
^^/Leitungswähler LW interne und auch Amtsverbindungen
hergestellt werden können. Nach Einstellung des Leitungswählers durch eine bestimmte Kennziffer
(Nachtkennziffer) ist der Teilnehmer mit einer mit Nachtzusatz bezeichneten Anordnung NZ verbunden.
Der Nachtzusatz ist schaltungstechnisch mit dem sogenannten Markierer MRK gekoppelt, der im normalen
Tagesverkehr für die Bedienung in der Vermittlungsstelle das Hilfsmittel dafür ist, Teilnehmer der
Nebenstellenanlage mit Amtsleitungen zusammenzu-Schaltungsanordnung
für Fernsprechnebenstellenanlagen
mit Wählerbetrieb
Anmelder:
Deutsche Telephonwerke
und Kabelindustrie Aktiengesellschaft,
Berlin SO 36, Zeughofstr. 4-11
Christian Lettre, Berlin-Lichtenrade,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
schalten. Wesentliche Teile des Markierers sind Wähler, entweder Schrittschaltwerke oder Relaisanordnungen,
die nach Beeinflussung durch die Nummernwahl (mit Zahlengeber oder Nummernscheibe) solche Kennzeichnungen
abgeben, daß ein anlaufender Amtswähler stillgesetzt wird, wenn er den Anschluß des gewählten
Teilnehmers erreicht hat. Das Impulsrelais des Markierers ist mit / bezeichnet. Es wird bei der Impulsgabe
durch die Bedienungsstelle während des normalen Tagesbetriebes über Leitung PL, nach der Umschaltung
auf Nachtbetrieb von dem Nachtzusatz NZ her beeinflußt.
Gemäß der Erfindung werden die Einrichtungen des Markierers dazu herangezogen, Teilnehmer der
Nebenstellenanlage wahlweise als Nachtstellen zu schalten bzw. die Nachtstellenschaltung abzuändern,
so daß nach Betätigung des Nachtschalters bestimmten Teilnehmerstellen wahlweise die Aufgabe der Be-.
dienungs- und Überwachungsstelle zugewiesen werden kann. Die Auswahl der Teilnehmer für die Ausübung
der Nachtvermittlungstätigkeit soll neben der Vermittlungsbeamtin nur einigen wenigen berechtigten Nebenstellenteilnehmern
ermöglicht sein. Ihre Anschlußleitungen sind insofern besonders ausgebildet, als in jeder
ihrer Adern ein durch ein vom Nachtschalter betätigtes Relais überbrückbarer Gleichrichter angeordnet ist.
Zunächst seien die Vorgänge betrachtet, die eintreten, wenn die Nachtumschaltung von der Bedienungsstelle der Nebenstellenanlage vorgenommen wird.
Durch Umlegen des Nachtschalters am Arbeitsplatz werden die Kontakte 31JVGS und iONGS geschlossen.
Über letzteren wird das Relais GS1 eingeschaltet,
das an seinem Kontakt 5Og-J 1 über Kontakt 46 gs anliegendes
Potential an den die Dauernachtstelle kenn-
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zeichnenden Kontakt in der Kontaktbank des Prüfarmes e des Amtswählers AW anschaltet: Der bei Einlaufen
einer Amtsverbindung in Bewegung gesetzte Amtswähler bleibt also bei Erreichen der Anschlußleitung
der Dauernachtstelle stehen. (Selbstverständlich können auch mehrere Teilnehmerstellen als Dauernachtstellen
im Amtswähler gekennzeichnet werden.) Über weitere nicht dargestellte Schaltarme des Amtswählers wird Rufstrom ausgesandt, und nach Abheben
das Wählzeichen übertragen, das induktiv auf die Wicklungen I und II des Relais A und damit zur Bedienungsstelle
gelangt. Mit Kontakt39el wird die
Übertragung der Wählimpulse zum Markierer vorbereitet. Durch Kontakt43el wird ein über Kontakte
44/1 und 47 ί 4 verlaufender Stromkreis für das Relais Bl des Markierers geschlossen, das seine Belegung
und andere vorbereitende Vorgänge steuert. Die Vermittlungsstelle sendet nun der Nummer des als Nacht-
des Hörers ist die Spreclwerbindung mit dem Amts- io stelle zu schaltenden Teilnehmers entsprechende
teilnehmer hergestellt.
Will die Vermittlungsstelle an Stelle der Dauernachtstelle eine andere Nebenstelle als NTachtstelle
schalten, so wird nach Betätigung der nicht dargestellten Anschalttaste ein interner Verbindungssatz ASI
LW belegt. Aus dem Leitungswähler wird das Wählzeichen übertragen. Nach Betätigen des Nachtschalters
(Schließen des Kontaktes 31 NGS) und Einstellung des Leitungswählers entsprechend der Nachtkennziffer
kommt folgender Stromkreis für das Relais F zustande:
Erde, nicht dargestellte Kontakte, Wicklung des Relais F, Schaltarm c des Leitungswählers, Kontakte
24fr, 25el, 27c'. Wicklung des Relais C bzw. niederohmiger Widerstand WiI. Kontakt
29«, Kontakt 31 .VCS", Widerstand »72, Minus.
Das Relais C spricht in diesem Stromkreis nicht an. Das Relais/·" schaltet mit den Kontakten 3/ und 4/
Stromstoßreihen aus. Sie werden vom Relais A aufgenommen und zum Impulsrelais / des Markierers
übertragen:
Erde, Kontakte 38/1, 39el. 41 o. Wicklung des
Relais /, Minus. :
Das Impulsrelais / ist. wie schon erwähnt, dasselbe Relais, das im Tagesbetrieb von der Bedienungsstelle
über Leitung PL zur Einstellung des Markierers beeinflußt wird. Es wirkt auf Abzählketten, beispielsweise
Relaisketten, derart ein, daß am Ende der Impulsgabe durch bestimmte Glieder der Ketten im Kontaktfeld
des Amtswählers die des gewählten Nebenstellenteilnehmers entsprechende Stellung (durch bestimmtes
Potential) gekennzeichnet ist. Die Kennzeichnungsglieder des Markierers sind nicht dargestellt.
Es ist nur gezeigt, daß an verschiedenen Kontakten 53 rwl, 54/Tt'2, 55ra'3 verschiedene Stellungen
in der Kontaktbank des Schaltarmes e des Amts-
die Sprechadern des internen Satzes durch, so daß das 30 Wählers angeschaltet werden zum Zweck, den Amts-Relais
A anspricht:
Erde, Wicklung II des Relais A, Kontakt 8 c, Schaltarm b des Leitungswählers, Kontakt 4/.
Schaltarm b des Anrufsuchers, über die Bedienungsstelle verlaufende Schleife. Schaltarm a des
Anrufsuchers, Kontakt 3/, Schaltarm α des Leitungswählers. Kontakt 6c. Wicklung I des Relais
A, Minus.
Nach öffnen des Kontaktes 29« spricht das Relais C an, das den oben angeführten Stromkreis für Relais
A durch die Kontakte 6c und 8 c unterbricht und an den Kontakten 5 c und 7 c mit umgekehrtem Potential
die Wicklungen I und II des Relais B anschaltet. Das wähler auf dem einen oder anderen Kontakt stillzusetzen.
Nach Aussendung der Stromstoßreihen wird zur Kennzeichnung des Wahlendes im Markierer ein
Relais 74 eingeschaltet, das mit Kontakt 48ί4 das
Relais P des Markierers einschaltet. Durch Schließen des Kontaktes 51 ρ wird im Nachtzusatz das Relais
Fl erregt:
Minus, Widerstand Wi2, Kontakt 31NGS des
ATachtschalters, Wicklung des Relais/'"!, Kontakte
36el. 51p, nicht dargestellte Kontakte,
Erde.
Das Relais/""1 stellt für das Relais P des Markierers
mit Kontakt 45/1 einen vom Relais Cl unab-
Relais A fällt nicht ab. sondern hält sich über seine 45 hängigen Stromkreis her. Der Bedienungsstelle wird
Wicklung III und die Kontakte 17 c und 16a. Die Bedienungsstelle
ist so geschaltet, daß das Relais B nicht ansprechen kann. Es kommt folgender Stromkreis für
Relais Cl zustande:
Erde, Kontakte 13c. 12/», 9/1, Wicklung I des Relais Cl, Minus.
Unter Abschaltung des Relais C durch Kontakt 25c 1 wird über Kontakt 26el folgender Haltestromkreis
für Relais Cl geschlossen:
Erde, nicht dargestellte Kontakte, Wicklung des Relais F, Schaltarm c des Leitungswählers. Kontakte
24ir. 26el, Wicklung II des Relais Cl (der
Nebenschluß über Widerstand ίί'ι'3 ist durch
Kontakt 28« offen), Minus.
Nach Abfall des Relais C wird Relais B (Wicklungen I und II) abgeschaltet und durch Anschaltung des
Relais A (Wicklungen I und II) der vorherige Zustand wiederhergestellt. Der Haltestromkreis für Relais A.
Wicklung III, ist durch Kontakt 17e unterbrochen. Auf diese Wicklung wird nun über
WZ, Kontakte 23c, 22/1, Co, Kontakt 18c 1.
Wicklung III des Relais A, Minus nun ein Summerzeichen übertragen:
Minus, Wicklung III des Relais A, Kontakt 18el, Kondensator Co, Kontakt 21/1, Su.
Das Summerzeichen zeigt an, daß der Markierer die Kennzeichnung am Amtswähler vorgenommen
hat, d. h. daß die gewählte Nebenstelle in dem Amtswähler als Nachtstelle gekennzeichnet ist. Mit Kontakt
42/1 wird das Relais GS eingeschaltet, das mit Kontakt 46g·.? den die Dauernachtstelle kennzeichnenden
Kontakt in der Kontaktbank c des Amtswählers abschaltet. Die Bedienungsstelle schaltet sich dann von
dem Verbindungssatz ab. Dadurch fällt das Relais A ab, das durch Herstellung eines Nebenschlusses über
den niederohmigen Widerstand WiZ und Kontakt 28a
das Relais Cl zum Abfall bringt. Der Stromkreis für Relais Fl bleibt bestehen:
Minus. Widerstand Wi2, Kontakt 3IiVGS des
Nachtschalters, Wicklung des ReIaJsZ7I, Kontakte 35el. 33c, 37/1. Erde.
Auch das die Dauernachtstelle abschaltende Relais (7.S' bleibt (über Kontakt 42/1) erregt, und der Erregungszu-stand
für Relais P im Markierer wird (über, Kontakte 45/1 und 48? 4) aufrechterhalten, so daß im
Markierer die Kontakte derjenigen Relais, die den als Xachtstelle gewählten Teilnehmer kennzeichnen, betätigt
bleiben.
Außer der Vermittlungsstelle soll besonderen berechtigten Teilnehmern das Recht zustehen, eine beliebige
Nebenstelle als Nachtstelle zu schalten bzw. gegebenenfalls eine Umänderung der Nachtstellenschaltung
herbeizuführen. Die Anschlußadern solcher berechtigten Teilnehmer sind im Gegensatz zu gewöhnlichen Teilnehmerstellen so ausgebildet, daß in
ihnen Gleichrichter G/1 und G/2 liegen, die während des normalen Tagesbetriebes kurzgeschlossen sind.
Erst wenn nach Betätigung des Nachtschalters das Relais G.S'l eingeschaltet und die Kontakte 1 gs 1 und
2gs 1 geöffnet sind, liegen die Gleichrichter wirksam in den Anschlußadern. Nach Wahl der Nachtkennziffer
und Einstellung des Leitungswählers kommt in ähnlicher Weise wie vorher ein Schleifenstromkreis für
die beiden Wicklungen I und II des Relais A zustande. Die Stromrichtung in diesem Stromkreis ist so, daß
die Gleichrichter Durchgang haben. \Tach Ansprechen
des Relais G werden, wie oben beschrieben, kurzzeitig die beiden Wicklungen I und II des Relais B mit umgekehrter
Stromrichtuug angeschaltet. Da nun die Gleichrichter undurchlässig sind, kann das Relais B
nicht ansprechen, so daß das durch das Relais Gl unverzüglich abgeworfene Relais G den ursprünglichen
Stromkreis über Relais A wiederherstellt.
Wählt ein nicht berechtigter Teilnehmer die Nachtkennziffer — solchen Teilnehmern fehlen die Gleichrichter
und die gs 1-Kontakte in den Anschlußadern —,
so kommt ebenfalls der Stromkreis für Relais A zustande. Nach Umschaltung der Kontakte 5c und 7 c
spricht nun aber in der nicht gesperrten Schleife das Relais B an. Es entsteht folgender Stromkreis für RelaisT/e:
Erde. Kontakte 13 c, 11/;. Wicklung des Relais
TR, Minus.
Das Relais TR öffnet den Kontakt 24 ir und damit
eine Stelle in der vom Leitungswähler kommenden c-Ader. Dies ist das Zeichen zur Auslösung des vom
unberechtigten Teilnehmer zu dem Nachtzusatz XT. aufgebauten Verbindungsweges.
Versuche solcher Art seitens nicht berechtigter Teilnehmer bleiben auf den bereits eingestellten Nachtzusatz
ohne Einfluß, da für das diesen Zustand kennzeichnende Relais /'1 während der Erregung der Relais
C und Ii über Kontakte 34 b und 32 c ein Ersatzstromkrei.s
geschlossen ist (die Kontaktunisehlagzeiten werden durch die Alifallverzögerung des Relais Fl
ausgeglichen). Der Markierer wird also (über Kontakt 45/1) eingestellt gehalten, so daß die Nachtstellenschaltung
nicht gestört wird.
Soll an Stelle eines Teilnehmers, der als Xachtstelle
geschaltet ist, einem anderen Teilnehmer diese Aufgabe zugewiesen werden, so ist auch dieses nur dem
berechtigten Teilnehmer möglich. Wird zu diesem Zwecke an einer berechtigten Nebenstelle nach Hörerabheben
die Nachtkennziffer gewählt, so spricht in beschriebener Weise das Relais A an, das die Einschaltung
des Relais C veranlaßt. Da Relais B nicht anspricht, wird nach Öffnen des Kontaktes 33c der
Haltestromkreis für Relais/7I unterbrochen. Durch
Kontakt 45/1 wird das Relais P des Markierers ausgeschaltet. Dieser wird dadurch mit seinen Kennzeichnungseinrichtungen
in die Ruhelage gebracht, worauf das nn-iit dargestellte Relais Γ4 abfällt. Über Kontakt
47i4 im Markierer und Kontakte 44/1, 43cl im Nachtzusatz (Relais Gl wurde über Kontakte 13c,
12b und 9/1 eingeschaltet) wird der Markierer durch
Einschaltung des Relais Bl neu belegt. Damit ist die Kennzeichnung des bisher als Nachtstelle geschalteten
Teilnehmers aufgehoben, und es kann nun in der beschriebenen Weise ein anderer beliebiger Teilnehmer
als Nachtstelle geschaltet werden.
Es ist den berechtigten Teilnehmern auch möglich, sich selbst als Nachtstelle zu schalten. Die Vorgänge
hierzu bedürfen keiner weiteren Erläuterungen, da sich hierbei gegenüber den dargestellten Vorgängen
nichts ändert.
Soll wieder zum Tagesbetrieb umgeschaltet werden, so wird lediglich der Nachtschalter in die Ruhelage
gebracht. Dadurch fällt das Relais Fl ab, so daß in der erwähnten Weise der Markierer in die Ruhelage
gebracht wird und damit jegliche Teilnehmerkennzeichnung, auch die für die Dauernachtstelle (Relais
GSl abgefallen) am Amtswähler aufgehoben wird. Nach öffnen des Nachtschalters ist eine Belegung des
Nachtzusatzes nicht möglich. Der Markierer ist von dem Nachtzusatz völlig abgeschaltet, so daß er ohne
Beeinflussung durch ihn für den Tagesbetrieb in gewöhnlicher Weise benutzt werden kann.
Es ist den berechtigten Stellen auch möglich, von einer bestimmten, als Nachtstelle geschalteten Teilnehmerstelle
auf die normalerweise fest eingestellte Nachtstelle (Dauernachtstelle) umzuschalten. Zu diesem
Zweck ist es nur erforderlich, die Nachtkennziffer auszusenden, wodurch, wie beschrieben, Relais Fl zum
Abfall und damit der Markierer freigegeben wird, so daß die besonderen Kennzeichnungen am Amtswähler
aufgehoben werden. Da durch Kontakt 42/1 Relais GS ausgeschaltet wird, Relais GSl aber bei betätigtem
Nachtschalter erregt bleibt, wird im Amtswähler über Kontakte 46^.9 und 50^iI der die Dauernachtstelle
kennzeichnende Kontakt angeschaltet.
Es ist selbstverständlich auch möglich, nicht berechtigte Teilnehmer als Nachtstelle zu schalten, jedoch ist
die Herbeiführung und die Aufhebung dieses Zustandes ebenfalls nur den berechtigten Teilnehmern möglich.
Claims (9)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen
mit Wählerbetrieb und durch Nummernwahl zu beeinflussende Einrichtungen zur Zuteilung der Funktion einer Hauptstelle
(Nachtstelle) an eine beliebige Nebenstelle, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abgabe des Zuteilkennzeichens
(Nachtkennziffer) eine Markiereinrichtung (MRK), die im normalen Betrieb
(Tagesbetrieb) unter dem Einfluß (Nummerngabe) der Bedienuugsstelle zur Anschaltung gewünschter
Nebenstellenteilnehmer an Amtsleitungen dient, in Aufnahmebereitschaft gesetzt wird
und nach Empfang von Nummernstromstößen eine entsprechende Stellung in der Amtsleitungen
anschaltenden Einrichtung (AW) kennzeichnet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer nach Abgabe
der Nachtkennziffer belegten Einrichtung (Nachtzusatz XZ) Schaltmittel (Gl) wirksam werden,
die das im normalen Tagesbetrieb auch unter dem Einfluß der Bedieuungsstelle stehende Impulsrelais
(/) der Markiereinrichtung an den Impulskontakt (41 α) des Impulsrelais (A) des Nachtzusatzes anschalten.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aussendung der
einer als Nachtstelle zu kennzeichnenden Teilnehmerstelle entsprechenden Stromstoßreihen Schalt-
mittel (Fl) des Nachtzusatzes für die Dauer der
Nachtschaltung bzw. bis zur Einleitung von Schaltvorgängen zur Veränderung der Nachtschaltung
die Markiereinrichtung (durch Relais P) in der eingestellten Lage halten.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aussendung der
einer als Nachtstelle zu kennzeichnenden Teilnehmerstelle entsprechenden Stromstoßreihen der dies
veranlassenden Stelle ein die vollendete Einstellung der Markiereinrichtung anzeigendes Signal
(Su) übertragen wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Aussendung
der Nachtkennziffer erreichten Einrichtung (Nachtzusatz XZ) ein Schaltmittel (B) zugeordnet
ist, das die die Nachtschaltung einleitende Stelle auf ihre Berechtigung zur Nachtstellenbestimmung
prüft.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den zur Nachtstellenbestimmung
berechtigten Teilnehmerstellen Ventilzellen (GIl, Gl2) zugeordnet sind, die ein Ansprechen
der Prüfschaltmittel (B) im Nachtzusatz und damit die Auslösung des zu ihm aufgebauten
Verbindungsweges verhindern.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ansteuerung des
Nachtzusatzes kurzzeitig die Potentiale in den Sprechadern vertauscht werden und dadurch der
Schleifenstrom auf Weiterbestehen oder Sperrung durch die Ventilzellen geprüft wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einstellung der
Markiereinrichtung (Relais F1 erregt) Schaltmittel
(GS) eingeschaltet werden, die die nach Betätigung des Nachtschalters in der Vermittlungsstelle
als Nachtstelle (Dauernachtstelle) an dem Amtswähler (AlV) gekennzeichnete Stelle (bzw. Stellen)
abschalten.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ansteuerung des
Nachtzusatzes ihm zugeordnete Schaltmittel (C) die Auslösung der eingestellten Markiereinrichtung
veranlassen, ihn für erneute Einstellung empfangsbereit machen und gleichzeitig wieder den
Zustand der Anschaltung der Dauernachtstelle bzw. -stellen herbeiführen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 005 571.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 005 571.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© »09 508/117 +.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED25446A DE1029049B (de) | 1957-04-18 | 1957-04-18 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Waehlerbetrieb |
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Publications (1)
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| DE1029049B true DE1029049B (de) | 1958-04-30 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE1029049B (de) |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1005571B (de) * | 1954-10-18 | 1957-04-04 | Elmeg | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen |
-
1957
- 1957-04-18 DE DED25446A patent/DE1029049B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1005571B (de) * | 1954-10-18 | 1957-04-04 | Elmeg | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen |
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