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DE1028968B - Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfaerbungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfaerbungen

Info

Publication number
DE1028968B
DE1028968B DEF20762A DEF0020762A DE1028968B DE 1028968 B DE1028968 B DE 1028968B DE F20762 A DEF20762 A DE F20762A DE F0020762 A DEF0020762 A DE F0020762A DE 1028968 B DE1028968 B DE 1028968B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
oxidation
production
aromatic amines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF20762A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Konrad Weis
Dr Helmut Kleiner
Dr H C Dr E H Dr H C Otto B Dr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF20762A priority Critical patent/DE1028968B/de
Publication of DE1028968B publication Critical patent/DE1028968B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfärbungen Es ist bekannt, Materialien pflanzlichen oder tierischen Ursprungs durch Bedrucken oder Klotzen mit Salzen aromatischer Amine, beispielsweise Anilin, p- oder m-Phenylendiamin, Aminodiphenylamin, zu färben. Der Nachteil bei diesen Verfahren liegt darin, daß durch die bei der Oxydation frei werdenden Säuren Faserschädigungen eintreten können; auch sind die Druckpasten nur beschränkt haltbar, und bei schwarzen Tönen findet oft ein unerwünschtes Vergrünen statt. Zur Vermeidung dieser Nachteile wurde die Verwendung aromatischer Verbindungen mit einer oder mehreren Sulfamidsäuregruppen vorgeschlagen. Ein anderes Verfahren sieht die Verwendung von Kondensationsprodukten aromatischer Amine mit polyvalenten Säuren vor. Auch bei diesen Verfahren entstehen durch die Oxydation auf der Faser nichtflüchtige freie Säuren.
  • Nach dem Verfahren des deutschen Patentes 1011849 kann man diese Nachteile wirksam dadurch vermeiden, daß man als oxydierbare, farbstoffbildende Substanzen N-Glykoside, insbesondere N-Glucoside gegebenenfalls substituierter aromatischer Amine, verwendet.
  • In weiterer Bearbeitung dieses Erfindungsgegenstandes wurde nun gefunden, daß auch die Reduktionsprodukte dieser N-Glykoside gut lösliche Ausgangsprodukte für Oxydationsfärbungen darstellen. Die Glykamine, insbesondere die durch Kondensation aromatischer Amine mit Glucose erhaltenen Glucamine, vermeiden einerseits ebenfalls die eingangs erwähnten Nachteile bekannter Oxydationsfärbungen und weisen andererseits gegenüber den N-Glykosiden den bemerkenswerten Vorteil auf, daß sie als sekundäre bzw. tertiäre Amine keine Empfindlichkeit gegen verdünnte Mineralsäuren oder Alkali zeigen.
  • Derartige substituierte Glykamine sind in Druckpasten bzw. Klotzlösungen - mit oder ohne Zusatz leichtflüchtiger basischer Substanzen, wie Ammoniak oder Diäthylamin, - gut haltbar. Auf Textilien gedruckt bzw. geldotzt, lassen sie sich bei höherer Temperatur wie bei den bekannten Verfahren leicht zu den entsprechenden Farbstoffen oxydieren, wobei der abgespaltene Zuckerrest im Gegensatz zu der bei üblichen Verfahren abgespaltene Säure, faserschonend wirkt, wie dies von Zuckern in der Literatur bekannt ist'). Außerdem übt der Zuckerrest einen regulierenden Einfluß auf den Gang der Oxydation aus, so daß die Amine tiefer in den Stoff eindringen können, bevor die Pigmentbildung erfolgt.
  • Die Darstellung der Glykamine kann auf verschiedenen Wegen erfolgen; z. B. kann man die aromatischen Amine mit den Chlorhydrinen von Zuckeralkoholen, beispielsweise vom Mannit, umsetzen; vorteilhafter reduziert man die N-Glykoside2) aromatischer Amine durch katalytisch erregten Wasserstoff unter Druck, wobei es im allgemeinen nicht notwendig ist, die Glykoside zwischendurch zu isolieren. Man verfährt derart, daß man zunächst ein aromatisches Amin und einen Aldehyd- bzw. Ketozucker in stöchiometrischem Mengenverhältnis in wäßrigem oder vorteilhaft alkoholischem Medium unter Zusatz saurer Katalysatoren, wie Ammonchlorid oder Zinkchlorid, bis zur Bildung einer Lösung erhitzt. Dann stellt man die Lösung mit kleinen Mengen Natriumbicarbonat neutral und hydriert nach Zugabe eines Katalysators, beispielsweise Raneynickel, unter Druck bei erhöhten Temperaturen, bis keine Wasserstoffaufnahme mehr erfolgt. Nach dem Entfernen des Lösungsmittels erhält man die Glykamine als feste, meist dunkelgefärbte Pulver.
  • Die Glucamine, d. h. die Kondensationsprodukte mit Glucose der für die Oxydationsfärbungen gebräuchlichen Amine, beispielsweise Anilin, Xylidin, p-Phenylendiamin, p-Aminophenol, p-Aminodiphenylamin, sind in Wasser löslich. Wenn die Löslichkeit der Glucamine für die praktische Anwendung nicht ausreicht, können organische Lösungsmittel wie Äthylalkohol, Polyglykole, Glykoläther oder auch Dispergiermittel, mitverwendet werden: Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen können nach den für die Bildung von Oxydationsfarben üblichen Methoden im Zeugdruck und in der Färberei angewendet werden. Als Oxydationsmittel kommen beispielsweise Chlorate, Chromate oder Bichromate, als Sauerstoffüberträger Vanadin- oder- ferrocyanwasserstoffsaure Salze, als säureabspaltende Substanzen Ammönchlorid, Ammonsulfat, Ammonoxalat oder Ammonrhodanid in Frage. Die oxydative Entwicklung kann aber auch mit saurem Dampf vorgenommen werden. Ebenso können Nachoxydationsverfahren, z. B. die Nachbehandlung mit Chromessigsäurebädem, Anwendung finden. Außer der Färbung in Unitönen können auch Mehrfarbendrucke unter Mitverwendung anderer Farbstoffe, beispielsweise Küpenfarben u. a., hergestellt werden.
  • Ebenso kann man in üblicher Weise durch Aufdrucken basischer Mittel, z. B. von Zinkoxyd, Weiß- oder Buntreserven erhalten. Die Druckpasten und Färbeflotten können übliche Hilfsstoffe, wie Lösungs-, Netz-, Dispergiermittel oder hygroskopische Stoffe, enthalten. Beispiel 1 Ein Baumwollgewebe wird mit einer Druckpaste folgender Zusammensetzung bedruckt: 10 Gewichtsteile N-(4-Diphenylamino)-glucamin werden heiß in 15 Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen Thiodiglykol gelöst und heiß-eingerührt in eine Mischung aus 60 Gewichtsteilen Tragant (65: 1000) oder Stärke-Tragant, 5 Gewichtsteilen Ammoniumchlorid, 4 Gewichtsteilen Natriumchlorat und 1 Gewichtsteil einer 1 °/oigen Ammoniumvanadatlösung.
  • Nach dem Druck wird 10 Minuten im Schnelldämpfer gedämpft und anschließend kochend geseift. Man erhält einen kräftigen Schwarzdruck. Statt im Schnelldämpfer kann auch mit essigsaurem Dampf entwickelt werden. Mit gleich gutem Erfolg lassen sich Zellwolle, Viskose, Acetatseide oder synthetische Fasern, wie z. B. Gewebe aus Polyamiden, Polyestern oder Polyacrylnitril, färben.
  • Das in diesem Beispiel verwendete Glucamin kann z. B. auf folgende Weise erhalten werden Stöchiometrische Mengen von p-Aminodiphenylamin und Glucose werden unter Zusatz von katalytischen Mengen an Zinkchlorid mit der doppelten Gewichtsmenge Methanol 1 Stunde gekocht. Die Lösung wird 10 Minuten mit etwas Natriumbicarbonat bis zur neutralen Reaktion heiß gerührt und nach Zusatz von Raneynickel in der Hitze unter Druck hydriert. Anschließend wird der Katalysator abgetrennt und das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Das Glucamin bleibt als feste dunkle Masse zurück. Beispiel 2 Ein Baumwollgewebe wird mit einer Druckpaste folgender Zusammensetzung bedruckt: 10 Gewichtsteile N-(3-Oxyphenyl)-glucanün werden heiß in 15 Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen Thiodiglykol gelöst und heiß eingerührt in eine Mischung aus 60 Gewichtsteilen Tragant (65: 1000) oder Stärke-Tragant, 5 Gewichtsteilen Ammonium-Chlorid, 4 Gewichtsteilen Natriumchlorat und 1 Gewichtsteil einer 1 °/oigen Ammoniumvanadatlösung.
  • Nach dem Druck wird 10 Minuten im Schnelldämpfer gedämpft und anschließend kochend geseift. Man erhält einen Braundruck. Statt im Schnelldämpfer kann auch mit essigsaurem Dampf entwickelt werden. Mit gleich: gutem Erfolg lassen sich Zellwolle, Viskose, Acetatseide oder synthetische Fasern, wie z. B. Gewebe aus Polyamiden, Polyestern oder Polyacrylnitril; färben.
  • Das in diesem Beispiel verwendete Glücamin kann nach dem im Beispiel l angegebenen Verfahren durch Umsetzung des m-Aminophenols mit Glucose und anschließende Reduktion erhalten werden. Beispiel 3 Eine Schwarzfärbung auf Nessel wird in folgender. Weise erhalten 40 Gewichtsteile Tragant-Verdickung (65: 1000) werden mit 750 Volumteilen Wasser anteilweise verrührt und mit 23 Gewichtsteilen Natriumchlorat, 10 Gewichtsteilen Ammoniumvanadatlösung (1 °/Qig) und 5 Gewichtsteilen Ammoniakwasser (2%ig) versetzt. Hierzu gibt man eine Lösung von 60 Gewichtsteilen 1,5-Naphthylendiamin-N-diglucamin in 112 Volumteilen Wasser. Mit dieser Lösung wird das Gewebe geklotzt und neutral oder essigsauer 5 bis 10 Minuten gedämpft. Man erhält nach dem Spülen eine tiefe Schwarzfärbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH; Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von Oxydationsfärbungen nach Patent 1011849, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Glykamine, insbesondere N-Glucamine gegebenenfalls substituierter aromatischer Amine, auf Materialien pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs oxydiert.
DEF20762A 1956-07-11 1956-07-11 Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfaerbungen Pending DE1028968B (de)

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