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DE1028263B - Verfahren zur UEberfuehrung von Kopal in loesliche Form fuer Lackzwecke u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur UEberfuehrung von Kopal in loesliche Form fuer Lackzwecke u. dgl.

Info

Publication number
DE1028263B
DE1028263B DEV9615A DEV0009615A DE1028263B DE 1028263 B DE1028263 B DE 1028263B DE V9615 A DEV9615 A DE V9615A DE V0009615 A DEV0009615 A DE V0009615A DE 1028263 B DE1028263 B DE 1028263B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copal
converting
soluble form
aldehyde
borax
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV9615A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Lacroix
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GINO VUAGNAT
Original Assignee
GINO VUAGNAT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GINO VUAGNAT filed Critical GINO VUAGNAT
Publication of DE1028263B publication Critical patent/DE1028263B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
    • C09F1/04Chemical modification, e.g. esterification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Überführung von Kopal in lösliche Form für Lackzwecke u. dgl. Die Erfindung bezieht sich besonders auf Kopalarten, die in. organischen Lösungsmitteln schwer löslich sind, wie Bernstein. und Kongokopal.
  • Diese Rohprodukte werden üblicherweise, um sie in Ölen oder Lösungsmitteln in Lösung zu bringen, zunächst ausgeschmolzen, wobei mit einem wesentlichen Verlust von 20 bis 25 % Kopalöl durch Abdestillieren zu rechnen. ist.
  • Es wurde neuerdings jedoch ein; Weg gefunden, um diesen beträchtlichen Verlust an «wertvollem Rohprodukt zu verhüten, indem man den Kopal einem Oxydationsprozeß in. Gegenwart einer katalytisch wirl<etiden Metallverbindung und eines organischen f_äsungsmittels unterwirft. wobei der Kopal sich relativ rasch in letzterem auflöst.
  • Ein weiteres, unlängst noch vorgeschlagenes Verfiihren zur Behandlung des Kopals besteht darin, da.ß man den Kopal in. feingepulvertem Zustand in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels aufeinanderfolgenden Oxydation,- und Reduktionsprozessen unterwirft, wobei sich der Kopal in organischen 1.östtngsmitteln auflöst.
  • Vorliegendes, ori-indungsgemäßes Verfahren ist eine 1#ortentivicl<lung des letztgenannten wobei die Behandlung mit Ozvclationsmitteln vollständig entfällt und nur noch eine Reduktion mit einem Aldehyd :,rforderiicli ist.
  • Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man den liohl<opa.l pulvert, in wairmein M'asser suspendiert, ein Aldehyd und Borax oder Essigsäure auf die Suspension einwirken läßt, das Aed.ttktionsprod.ukt wäscht, trocknet, in einem organischen 1_(»tirigsniittel löst, filtriert und das Filtrat zur "Trockne e.inda.tnl@Ft.
  • Der Rolikopal wird zunächst durch mechanische Mittel in einen Zustand feiner Verteilung gebracht. 1n dieser Forn: wird der Kopa1 aufgelockert, um für die nachfolgende- chemische Einwirkung eine möglichst grolle Oberfläche zu besitzen. Die chemische Behandlung besteht darin, daß man auf den. so vorbereiteten Kopal wenigstens ein Aldehyd, beispielsweise ein Derivat des Methylalkohols, in Gegenwart eines basischen oder sauren Mittels einwirken läßt. Das Produkt wird dann gewaschen und getrocknet und schließlich einer Auflösung und einer Entfernung des Lösungsmittels durch Destillation unterworfen.
  • Dic physikalische Beeinflussung des feinverteilten Isapals vo,r Beginn der chemischen Einwirkung kann. durch eine thermische Behandlung unterstützt werden, indem inan das Pulver in Wasser suspendiert und in diesem Zustand auf eine Temperatur erhitzt, die zwec.kmäßig'erweise 60° C nicht übersteigern: soll.
  • Die chemische Behandlung des Kopals kann unter solchen Uniständen schon nach etwa 60, Minuten untcriarc;clieii @vcrden. Gute Ergebnisse lassen sich erzielen. @veiin man den Rolikopal vorher sehr fein zerkleinert hat. beispielsweise so weit, daß das Pulver vollständig durch ein Sieb von 160 Maschen pro 6.45 cni= hindur'cligeht, und dann das Pulver in ein Bad gebracht hat, dessen Temperatur zwischen 40 und 60° C a,ufr'echce:i"halten wurde.
  • Nach der Auflockerung des Kopalpulvers unterwirft inan es der Einwirkung eines '-\lethylalkoholderivats, beispielsweise in Gegenwart von etwa 2 % Es sigsättre oder von ehva 2 % Borax. Das Pulver wird darauf mit wa.rinein Wasser von etwa 40° C gewaschen, getrocknet, gelöst und die Lösung destilliert.
  • Trotz der Schnelligkeit, mit welcher die Maßnahmen durchgeführt werden können, bilden die erhaltenen Produkte vorzüglich geeignete Ausgangsstoffe für die Herstellung von f,acl<cn und für ähnliche Anwendungen.
  • Das vorliegende Verfahren ist weder an die lieso.ndere Art des verwendeten Aldehyds noch an den Stoff gebunden, mit dein die saure oder basische Reaktion hervo,rge,rufen wird. Der Fachmann kann seine Wahl je nach dein gewünschten Resultat treffen.
  • Durch den. Umstand, daß das vorliegende Verfahren in seiner Durchführung gegenüber den bisherbenutztel Arbeitsweisen einfach ist, sind die Gestehungskosten für das Endprodukt vergleichsweise niedrig. Dazu kommt, da.ß auch der Aufwand an Reagenzien gering und die. Ausbeute hoch ist.
  • Das Verfahren beschränkt sich nicht auf die beispielsweise in der Beschreibung genanntem Stoffe oder die- angegebenen Mengenverhältnisse. Man kann äquivalente Stoffe; benutzen, und die Mengenverhältnisse nach Art der gewünschten Endproduktes variieren. Es ist ebenso zulässig, ein für den gegebenen Fall vorteilhaftes Lösungsmittel zu wählen und sich aller zweckmäßigen Vorrichtungen: für die Waschung des Zwischenproduktes und für die Destillation der Lösung zu bedienen. In manchen Fällen ist es sogar möglich, die vorbereitenden Maßnahmen einzuschränken und den zerkleinerten Kopal unmittelbar der Einwirkung des Aldehyds in Gegenwart eines die neutrale Reaktion aufhebende. Stoffes auszusetzen. Beispiel 100g Kongokopal werden sehr fein gepulvert, gesiebt und in Wasser von 40, bis 60° C unter Ruhren suspendiert. Zu dieser Suspension fügt man 1001 cin°j handelsüblicher konzentrierter Formaldebydlösung unter- ständigem Rühren, und ferner tropfenweise 2 cm3 wasserfreier Essigsäure zu. -Nfan liißt das Gemisch während einer Stunde reagieren, filtriert, wäscht das Produkt auf dein Filter in it warnie,in Z\% asser gut aus und trocknet es. Das trockene Pulver wird nun mit einem organischen Lösungsmittel, wie n-But_vlall:ohol. aufgenommen, die Lösun- wird filtriert und das Filtrat durch Ahdestillieren des Lösungsmittels eingedampft. Die Ausbeute an lacktechnisch brauchbarem, aufgearbeitetem Kongokopal beträgt 90 bis 95 %.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Überführung von Kopal in lösliche Forin für Lackzwecke u. dgl. durch Einwirkenlassen von. Aldehyden, dadurch gekennzeichnet, daß man. den Rohkopal pulvert, in warmem Wasser suspendiert, ein Aldehyd und Borax oder Essigsäure auf die Suspension einwirken läßt, das Reduktionsprodukt wäscht, trocknet, in einem organischen Lösungsmittel löst. filtriert und das Filtrat zur Trockne eindampft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Temperatur der Suspension auf etwa 40 bis 60° C hält.
  3. 3. Verfahren nach. Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß inan die Einwirkung dies Aldehyds etwa 1 Stunde lang aufrechterhält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder 2 % Borax oder 2 °/o Essigsäure, berechnet auf das Gewicht des Kopalpulv ers, zusetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift \7r. 507321; S tock, Technik der neuzeitlichen Lackherstellung, 1942. S. 710.
DEV9615A 1954-11-23 1955-10-17 Verfahren zur UEberfuehrung von Kopal in loesliche Form fuer Lackzwecke u. dgl. Pending DE1028263B (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE2827448X 1954-11-23
BE1028263X 1954-11-23
BE1133152X 1954-11-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1028263B true DE1028263B (de) 1958-04-17

Family

ID=33032748

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DEV9615A Pending DE1028263B (de) 1954-11-23 1955-10-17 Verfahren zur UEberfuehrung von Kopal in loesliche Form fuer Lackzwecke u. dgl.

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US (1) US2827448A (de)
BE (1) BE533551A (de)
DE (1) DE1028263B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1228359B (de) 1959-10-23 1966-11-10 Louis Lacroix Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung

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DE1228359B (de) 1959-10-23 1966-11-10 Louis Lacroix Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung

Also Published As

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BE533551A (de)
US2827448A (en) 1958-03-18

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