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DE1228359B - Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung

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Publication number
DE1228359B
DE1228359B DEL35278A DEL0035278A DE1228359B DE 1228359 B DE1228359 B DE 1228359B DE L35278 A DEL35278 A DE L35278A DE L0035278 A DEL0035278 A DE L0035278A DE 1228359 B DE1228359 B DE 1228359B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copals
copal
formaldehyde solution
preheating
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL35278A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Lacroix
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1228359B publication Critical patent/DE1228359B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/12Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic in rotating drums
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung Kopale werden bisher hauptsächlich für die Lackherstellung verwandt und dazu in besonderer Weise aufbereitet. Beispielsweise ist es bekannt, die Kopale zu pulverisieren, in einem geeigneten Lösungsmittel zu lösen und sodann mit Basen und Säuren zu behandeln, um durch Destillation daraus eine nichtoxydierte gumrniartige Kopalmasse zu erhalten, die als Lackgrundstoff dient. Bei diesem Verfahren und bei anderen erreicht man eine Transformation des physikalischen Zustandes der Kopale, die dadurch für ihre hauptsächliche Verwendung als Lackgrundstoff geeigneter werden, doch bleibt der gesamte Kopalkomplex in den Produkten. Eine fraktionierte Zerlegung in wohldefinierte Fraktionen, z. B. durch Destillation, Kristallisation oder Extraktion ist bisher nicht möglich.
  • Allerdings ist es bekannt, daß man aus Kopalen beim Schmelzprozeß als Kopalöle bezeichnete zunächst flüchtige, aber kondensierbare Produkte abziehen kann. Diese Kopalöle hat man nach weiterer Aufbereitung und Fraktionierung z. B. als Motorentreiböl, flüchtiges Öl für Lösungszwecke, flüchtiges Öl für Anstrichzwecke, flüchtiges Öl für die Lackfabrikation an Stelle von Terpentinöl, Teer verwandt. Mit einer Zerlegung des gesamten Kopalkomplexes in wohldefinierte Fraktionen haben diese bekannten Maßnahmen jedoch nichts zu tun.
  • Im übrigen liegen umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen über Kopale und die Schmelzvorgänge bei Kopalen vor. Zum Beispiel vermutet man aus dem Ergebnis solcher Arbeiten, daß es sich beim Ausschmelzen der Kopale um eine Dekarboxylierung der Harzsäuren handelt, die zum Teil auch unzersetzt mit dem bei dieser Reaktion entstehenden Kohlenwasserstoff überdestillieren, während man annimmt, daß der verbleibende Rückstand aus den gleichen Bestandteilen, nur in einem anderen Polymerisationszustand oder in einem anderen Dispersionsgrad bestehen. Die Möglichkeit der Herstellung einer durch Fraktionierung zerlegbaren Substanz aus Kopalen, wobei die wohldefinierten Fraktionen Grundstoffe für die verschiedensten Industrien bilden können, und zwar nicht nur für die Lackindustrie, sondern auch für die Farbstoffindustrie, die Parfumindustrie, die Gummiindustrie, die Kunststoffindustrie (Weichmacher) und für andere, läßt sich jedoch aus diesen wissenschaftlichen Untersuchungen nicht schließen.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, aus Kopalen eine Substanz herzustellen, die durch Fraktionierung zerlegbar ist, wobei die wohldefinierten Fraktionen Grundstoffe für die verschiedensten Verwendungszwecke, wie oben an edeutet, bilden können. #g Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung in Gegenwart von Säuren und Formaldehydlösung. Die Erfindung besteht darin, daß die Kopale zunächst in bekannter Weise mit einer anorganischen oder organischen Säure und einer Formaldehydlösung auf eine wesentlich unterhalb des Schmelzpunktes der Kopale liegende Temperatur vorerhitzt werden und daß dann im Anschluß daran die Mischung durch Erhitzung auf eine zwischen 200 und 390' C unter Rückführung der entstehenden Dämpfe in die Behandlungsmasse in eine plastische, durch Fraktionierung zerlegbare Substanz übergeführt wird. Hierbei werden die Fraktionen Grundstoffe für die verschiedensten Industrien, und zwar nicht nur für die Lackindustrie, sondern beispielsweise die Farbstoffindustrie, die Gummiindustrie, die Kunststoffindustrie, die Parfumindustrie und andere bilden, wie weiter unten an Hand von Beispielen erläutert wird.
  • Im einzelnen läßt sich die Erfindung auf verschiedene Weise verwirklichen. Im allgemeinen wird man im Rahmen der erfindungsgemäßen Maßnahmen die Vorerhitzung bei etwa 20 bis 701 C durchführen. Sie soll etwa 20 bis 90 Minuten andauern, während die Erhitzung zur überführung im Kopal-K etwa 45 bis 130 Minuten andauert.
  • Grundsätzlich erfolgt die Vorerhitzung in bezug auf die Wärmezufuhr in beliebiger Weise. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung von besonderer Bedeutung ist jedoch dadurch gekennzeichnet, daß die Vorerhitzung durch Einführen von Wasserdampf erfolgt, der einen Zusatz von etwa 0,7% -einer organischen oder anorganischen Säure und einen Zusatz von 0,035% Formaldehyd enthält, wobei die Zuführung dies es mit den Zusätzen versetzten Wasserdampfes dann ab"ebrochen wird, wenn die Kopahnasse einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10,1/o erreicht hat. Jedenfalls empfiehlt es sich, die Kopale in pulveriger Form mit 6 bis 15 % Wasser, 2,4 bis 15% anorganischen oder organischen Säuren und 0,09 bis 1,50 1 lo 351/oiger Formaldehydlösung zu mischen und dieses Gemisch der Vorerhitzung zu unterwerfen. Ein anderer Vorschlag der Erfindung von besonderer Bedeutung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung nach der Vorerhitzung abfiltriert und getrocknet und die so gebildete praktisch wasserfreie Masse der Erhitzung zur überführung in Kopal-K unterworfen wird.
  • Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Kopale unschwer in eine bisher unbekannte plastische Substanz, nämlich Kopal-K, übergeführt werden können, die sich durch Fraktionierung auf einfache Weise in wohldefinierte Fraktionen zerlegen läßt. Auf diese Weise lassen sich durch Fraktionierung Grundstoffe für die verschiedensten Industrien gewinnen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist übrigens allgemein für natürliche Harze aller Art, so wie Resinen, Oleoresinen, Balsame, fossile und halbfossile Harze, usw., die einfachhheitshalber unter dem Sammelnamen Kopale zusammengefaßt werden.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert und werden im Anschluß daran Beispiele für die fraktionierte Zerlegung von Kopal-K angegeben.
  • Die in der Figur dargestellte Anlage zur Durchführung des erilndungsgemäßen Verfahrens enthält eine Mahl- oder Pulverisierungsvorrichtung 1 mit einem encyniaschiaen Sieb 2 z. B. mit etwa 100 Mascheu pro Quadratzoll.
  • Diese Mahlvorrichtung 1 steht über eine mittels Klappe 4 steuerbare Leitung 3 mit einer vorerhitzten Mischvorrichtung 5 in Verbindung. Diese Mischvorrichtung besteht aus einem Gefäß mit Heizmantel, worin über die Leitungen 6 und 7 ein Heizmittel zu-bzw. abgeführt wird. Die zerriebene pulverige Trockensubstanz kann mittels einer Fördervorrichtung 8 in die erwähnte Mischvorrichtung 5 eingeführt werden, welche Fördervorrichtung in der Ab- bildung beispielsweise in der Gestalt einer archimedischen Schraube dargestellt ist, jedoch natürlich auch anders ausgeführt sein kann. Der Antrieb wird je nach der jeweils erwünschten Zufuhrinenge der pulvrigen Kopalsubstanz in die Mischvorrichtung 5 reguliert.
  • Die Mischvorrichtung steht über ihre im Gefäßboden ausinündende, mittels eines Schiebers 9-10 steuerbare Leitung 11 in ' it einem Absetzgefäß 12 in Verbindung. Dieses Gefäß besitzt ein überlaufrohr 13 und ist über eine Rückspeiseleitung 14 auf einer Pumpe 15 angeschlossen, die von einem Elektromotor 16 angetrieben werden kann, von wo aus die erwähnte Rückspeiseleitung aufwärts führt, um schließlich in die erwähnte Mischvorrichtung 5 einzumünden; in dieser Weise ergibt sich ein geschlossener Umlauf für die Rückgewinnung der aus der erwähnten Mischvorrichtung abfließenden Flüssigkeitsmengen. An der oberen Seite münden in diese Mischvorrichtung weitere drei Leitungen 17-18-19 ein, die je mittels einer Klappe 20-21 und 22 reguliert werden können und wodurch das Wasser, die anorganische oder organische Säure und die Formaldehydlösung zugeführt werden.
  • Am Boden der erwähnten Mischvorrichtung ist eine Fördervorrichtung vorgesehen, die im dargestellten Beispiel wieder die Gestalt einer archimedischen Schraube 23 hat und die die behandelte Masse in einen Trichter 24 fördert, welcher über einen Schieber 25 mit einer Beliandlungskammer 26 in Verbindung steht, die ebenfalls mit einem Heizmantel 27 mit Zu- und Abfuhrleitung 28 bzw. 29 für das Heizmittel ausgestattet ist; auf der Oberseite dieser Behandlungskammer 26 ist ein Gegenstromkühler 30 vorgesehen, der mit einem Kühlmantel 31 mit Zu- und Abfuhrleitung 32 bzw. 33 für das Kühlmittel ausgestattet ist. Am Boden der erwähnten Behandlungskammer 26 ist wieder eine Fördervorrichtung angeordnet, die auch in diesem Fall schematisch in der Gestalt einer archii-nedischen Schraube 34 dargestellt ist, und die die behandelte Substanz über eine mittels einer Klappe 36 steuerbare Leitung 35 in den Apparat einführt, worin das Ausscheiden der Bestandteile der aus der erwähnten Behandlungskammer 26 zugeführten Stoffe entweder durch Kristallisierung, durch Destillation oder durch Rektifikation, oder in jeder anderen geeigneten Weise erfolgen kann.
  • Als solcher ist in der Abbildung eine Fraktioniersäule 37 schematisch dargestellt, welche der Form nach der Behandlung der aus der Kammer 26 zugeführten Masse angepaßt ist, jedoch übrigens dem an sich bekannten Wirkungsprinzip entspricht. Als t2 Beispiel 1 wird in die Mischanordnung eine gewisse, in der Mahlvorrichtungl fein zerriebene Kopalmenge eingeführt, nachdem diese durch das Sieb7 hindurchgeführt worden ist, welches nötigenfalls in Schwingung versetzt werden kann, damit die pulverförmige Substanz leichter hindurchfallen kann. In diese Mischvorrichtung 5 werden ebenfalls eingeführt: 4 Gewichtsteile Wasser über die mittels Ventil 20 gesteuerte Leitung 17; TI/o Phosphorsäure -über die mittels Ventil 21 steuerbare Leitung 18 und eine 351/oige Formaldehydlösung, in einem Verhältnis von 1: 20 zur Phosphorsäuremenge, welche über die mittels des Ventils 22 steuerbare Leitung 19 zugeführt wird. Diese verschiedenen Stoffe werden mit# einander innig vermischt, während sie zu gleicher Zeit auf eine Temperatur zwischen 20 und 40' C erwärmt werden. Diese Mischbehandlung wird während 50 Minuten fortgesetzt, wonach der Flüssigkeitsüberschuß durch die Bodenöffnung 9 so weit abgeblasen wird, daß die in der Mischvorrichtung zurückbleibende, leicht erhitzte Masse nur noch 10 bis 15% Feuchtigkeit enthält. Beim Abfließen der Flüssigkeit durch die Bodenöffnung 9 wird ein Teil der Phosphorsäure und des Formaldehyds mitgeführt. Damit diese Stoffe zurückgewonnen werden können, werden die überschüssigen Flüssigkeitsmengen in einem Behälter 12 aufgefangen, von wo aus sie wieder in die Mischvorrichtung zurückgepumpt werden können. Durch Betätigung der Treibvorrichtung 23 wird die Masse in den Trichter 24 befördert, von wo aus die Behandlungskammer 26 gespeist wird. In dieser Kammer wird die erwähnte Masse allmählich auf eine Temperatur von 320' C erhitzt. Diese Erhitzung erfolgt mittels eines in dem die Behandlungskammer umgebenden Heizmantel 27 umlaufenden Heizmittels, z. B. überhitzten Wasserdampfes. Die Verdampfungsprodukte steigen in der Säule 31 empor und fließen nach Kühlung wieder in die Behandlungskammer zurück; dieser Umlauf wird nun während etwa 90 Minuten fortgesetzt. Während dieser Zeitdauer ergibt sich in der Behandlungsmasse eine intramolekulare Umwandlung, wie bereits erwähnt. In dieser Weise wird der Kopal in den besonders gekennzeichneten Aggregatzustand übergeführt, den wir den K-Zustand nennen, wobei es sich zur Ausscheidung der Bestandteile besser eignet. Zu diesem Zweck wird diese verhältnismäßig plastische Masse von der Treibvorrichtung 34 in den unteren Teil der Destilliersäule 27 eingefüfirt, worin die Ausscheidung der verschiedenen Bestandteile in an sich bekannter Weise mittels fraktionierter Destillation erfolgen kann. Diese letzte Behandlungsstufe kann entweder eine fraktionierte Destillation unter atmosphärischem Druck oder Vakuum sein, oder man kann auch den Kopal im K-Zustand in organischen Lösungsmitteln einer fraktionierten Kristallisierung unterziehen, insbesondere wenn es sich darum handelt, aliphatische und zyklische Kohlenwasserstoffe sowie deren Chlor-, Hydroxyl- und Carboxylverbindungen als Endprodukte zu gewinnen. Auch kann der Kopal im K-Zustand mit Hilfe organischer Lösungsmittel oder deren Derivate in einer Rektifizierungssäule in seine Bestandteile zerlegt werden. - Bemerkenswert ist allgemein, daß der Kopal im K-Zustand sich in jeder erwünschten Weise zerlegen oder extrahieren läßt. Folglich bieten sich bei den in der ganzen Welt weitverbreiteten natürlichen Kopalbeständen von nun an ebenso zahlreiche wie verschiedene Ausbeutungsmöglichkeiten dar, z. B. zur Erzeugung von ätherischen Ölen (Parfum), Menthol, Terpenen und Sesquiterpenen, mono-, hetero- und polyzyklischen Kohlenwasserstoffen, Aldehyden, Estern, Filtern für Textil usw. Folglich können solche Erzeugungszentren auch zur Errichtung von vielen verschiedenen Nebenbetrieben zur Anwendung der verschiedenen Nebenprodukte Anlaß geben. Hierzu sei auf die folgenden Beispiele verwiesen: Beispiel 2 Anstatt die Kopalsubstanz mit einem überschuß an Wasser zusammenzubringen, erfolgt die Anfeuchtung der Kopalsubstanz durch Einführen von feuchtem Wasserdampf, dem bestimmte Mengen anorganischer oder organischer Säure sowie einer Formaldehydlösung zugesetzt werden, in die Mischvorrichtung. Die Mengen, die in diesem Fall zugefügt werden müssen, betragen etwa ein Zehntel der Gewichtsmengen, die im vorigen Beispiel bei Flüssigkeitsüberschuß erforderlich waren. Das Einblasen des mit Säure und Formaldehyd geschwängerten Wasserdampfes wird nur so lange fortgesetzt, bis die Feuchtigkeit ungefähr 10,1/o der Kopalmasse beträgt. Von diesem Augenblick an verläuft das Verfahren genau wie im vorigen Beispiel.
  • Beispiel 3 In gewissen Fällen ist es im Hinblick auf eine wirtschaftlichere Erzeugung erwünscht, die Substanz unmittelbar in die Behandlungskammer 26 einzubringen. In diesem Fall wird hinter der Kammer ein geeigneter Kreislauf vorgesehen, worin ein Gemisch von pulverförmigem Kopal mit einem Transportfluidum umläuft, worin eine gewisse Menge &-iorganischer oder organischer Säure und ein Forinaldchyd mitgeführt wird. Als Transportmittel kann dabei vorteilhaft mit Feuchtigkeit gesättigte Luft benutzt werden. Die Mischung und Vorerhitzung erfolgt in diesem Umlauf, während die Zufuhr des Gemisches in die Behandlungskammer entweder absatzweise oder fortlaufend erfolgen kann, wobei die zugeführten Mengen mittels geeigneter Regelorgane je nach dem Erschöpfungsgrad der Behandlungsmasse optimal eingestellt werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung in Gegenwart von Säuren und Formaldehydlösung, d a d u r c h g e - kennzeichnet, daß die Kopale zunächst in bekannter Weise zusammen mit einer anorganischen Säure und einer Formaldehydlösung auf eine wesentlich unterhalb des Schmelzpunktes der Kopale liegende Temperatur vorerhitzt werden und daß dann im Anschluß daran, die Mischung durch Erhitzung auf eine zwischen 200 und 3901 C, unter Rückführung der entstehenden Dämpfe in die Behandlungsmasse in eine plastische, durch Fraktionierung zerlegbare Substanz übergeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorerhitzung bei etwa 20 bis 70' C und etwa 20 bis 90 Minuten durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung zurüberführung in die plastische Substanz etwa 45 bis 130 Minuten durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopale in pulveriger Form mit 6 bis 15 1/o Wasser, 2,4 bis 15 % anorganischen oder organischen Säuren und 0,09 bis 1,5 % einer 351/oigen Formaldehydlösung gemischt und diese Mischung der Vorerhitzung untetworfen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 741054, 1028 263, 1031451; französische Patentschrift Nr. 1160 819; belgische Patentschriften Nr. 520 533, 551292; Stock, »Technik der neuzeitlichen Lackherstellung«, 1942, S. 732 bis 741; And6s, »Die Fabrikation der Kopal-, Terpentinöl- und Spirituslacke«, 1928, S. 100.
DEL35278A 1959-10-23 1960-02-03 Verfahren zur Aufbereitung von Kopalen durch thermische Zersetzung Pending DE1228359B (de)

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BE39315 1959-10-23

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FR (1) FR1257658A (de)
GB (1) GB900621A (de)
NL (1) NL248076A (de)

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE551292A (de) *
BE520533A (de) *
DE741054C (de) * 1938-12-21 1943-11-03 Oskar Svensson Verfahren zum Loesen harter und schwerloeslicher fossiler Harze
DE1028263B (de) 1954-11-23 1958-04-17 Gino Vuagnat Verfahren zur UEberfuehrung von Kopal in loesliche Form fuer Lackzwecke u. dgl.
DE1031451B (de) 1953-12-05 1958-06-04 Gino Vuagnat Verfahren zur Herstellung eines Kopals fuer lacktechnische Zwecke
FR1160819A (fr) * 1956-10-30 1958-08-11 Perfectionnements apportés aux procédés pour obtenir un copal destiné à des usages techniques

Patent Citations (6)

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NL248076A (de) 1900-01-01
GB900621A (en) 1962-07-11
CH393732A (fr) 1965-06-15
FR1257658A (fr) 1961-04-07

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