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DE1026297B - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren oder ihren Derivaten durch Carbonylierung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren oder ihren Derivaten durch Carbonylierung

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Publication number
DE1026297B
DE1026297B DEB36084A DEB0036084A DE1026297B DE 1026297 B DE1026297 B DE 1026297B DE B36084 A DEB36084 A DE B36084A DE B0036084 A DEB0036084 A DE B0036084A DE 1026297 B DE1026297 B DE 1026297B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acids
derivatives
reaction
nickel
alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB36084A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Nikolaus Von Kutepow
Dr Walter Himmele
Dr-Ing Immanuel Class
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB36084A priority Critical patent/DE1026297B/de
Publication of DE1026297B publication Critical patent/DE1026297B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/10Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide
    • C07C51/14Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide on a carbon-to-carbon unsaturated bond in organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/10Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide
    • C07C51/12Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide on an oxygen-containing group in organic compounds, e.g. alcohols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren oder ihren Derivaten durch Carbonylierung Es ist bekannt, daß sich Carbonsäuren durch Carbonylierung von Alkoholen herstellen lassen. Ferner ist es bekannt, Lactone, innere Ather, Olefine oder Acetylen durch Umsetzung mit Kohlenoxyd in Gegenwart von Wasser, Alkoholen oder anderen Verbindungen, die ein bewegliches Wasserstoffatom besitzen, in Carbonsäuren oder deren Derivate überzuführen. Bei all diesen Verfahren, die zweckmäßig bei einer Temperatur zwischen etwa 100 und 300° C und unter erhöhtem Druck bis etwa 700 at in Gegenwart von Katalysatoren durchgeführt werden, treten an den im allgemeinen aus Edelstahlen bestehenden Reaktionsgefäßen Korrosionsschäden auf. Infolge der Korrosion, die häufig den Charakter einer Spannungskorrosion annimmt, besitzen die Gefäße schon nach verhältnismäßig kurzer Betriebsdauer nicht mehr die für das Arbeiten unter Druck erforderliche Sicherheit.
  • Man hat zwar bereits versucht, die Reaktionsgefäße gegen eine Korrosion durch Säuren oder Kohlenoxyd dadurch zu schützen, daß man sie aus schwer korrodierbaren Stählen herstellte oder mit solchen Stählen innen auskleidete. Diese Versuche brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg, da auch diese Stähle und hier insbesondere der aus Eisen bestehende Legierungsanteil, von den Säuren angegriffen werden oder ihre Legierungsbestandteile mit Kohlenoxyd unter Druck entsprechende Metallcarbonyle bilden und als solche herausgelöst werden. Da außerdem die Ausbeuten an Carbonsäuren bei Carbonylierungen in Gegenwart von Eisenionen infolge Bildung unerwünschter Nebenprodukte zurückgehen, hat man das Innere der Reaktionsgefäße auch schon mit kein oder nur wenig Eisen enthaltenden Stoffen, z. B. mit Silber. Gold oder Kupfer oder Leichtmetalle enthaltenden Legierungen, ausgekleidet. Beispielsweise sieht ein vor kurzem bekanntgewordenes Verfahren zur Herstellung von Essigsäure aus Methanol und Kohlenoxyd vor. die Innenwandungen mit Aluminium-Chrom-Silicium-Legierungen, die unter dem Handelsnamen » Sicromal « erhaltlich sind, auszukleiden. Diese Legierungen haben den Nachteil, daß sie nur bei Verwendung bestimmter Katalysatoren. z. B. Phosphorsäure, brauchbar sind, während sie in Gegenwart anderer Katalysatoren, z. B. von Nickel-oder Kobalthalogeniden oder carbonylbildenden Metallen und freiem oder gebundenem Halogen, insbesondere bei Anwendung von höherem Druck infolge Korrosion nicht geeignet sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Carbonsäuren oder deren Derivate durch Umsetzung von Kohlenoxyd mit ein-oder mehrwertigen Alkoholen oder Lactonen, inneren Athern, Olefinen oder Acetylen in Gegenwart von Wasser, Alkoholen oder anderen Verbindungen mit beweglichem Wasserstoffatom bei erhöhter Temperatur unter Druck in Anwesenheit von Katalysatoren herstellen kann, ohne daß eine Korrosion der Gefäße in nennenswertem Ausmaß eintritt, wenn man Gefäße verwendet, deren Wände aus Legierungen von Nickel. Chrom und Molybdän, gewünschtenfalls auch Wolfram, bestehen. Gegebenenfalls können sie auch einen kleinen Gehalt an anderen Bestandteilen, insbesondere an Eisen, Kobalt, Mangan, Vanadin sowie Spuren von Kohlenstoff, Silicium, Phosphor und Schwefel enthalten.
  • Geeignete Legierungen sind solche, deren Gehalt an Nickel etwa 40 bis 70 °/o, an Chrom etwa 10 bis 30 ouzo und an Molybdän etwa 10 bis 40°/o beträgt. Legierungen dieser Zusammensetzung sind unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel. Neben dem Vorteil, daB diese Werkstoffe während der Carbonylierungen nicht oder nur in sehr geringem Maß angegriffen werden und die aus ihnen hergestellten oder mit ihnen ausgekleideten Gefäße iiber eine sehr lange Zeitspanne in Betrieb bleiben können, besteht gegenüber anderen Werkstoffen der Vorzug, daß keine Sekundärkatalyse durch Fremdionen, die aus dem Wandmaterial stammen, auftritt und dadurch die Bildung unerwünschter Nebenprodukte weitgehend zurückgedrängt wird. Die Carbonylierungen werden nach den üblichen Methoden durchgeführt.
  • Die Eignung der erfindungsgemäß verwendeten, aus Legierungen spezieller Zusammensetzung hergestellten Reaktionsgefäßen für Synthesen zur HersteI-lung von Carbonsäuren oder ihren Derivaten durch Carbonylierungsreaktionen war unerwartet. Auch bestand gegen die Verwendung dieses Materials insofern ein Vorurteil, als das erfindungsgemäß für Gefäße zur Durchführung von Carbonylierungsreaktionen verwendete Material, das im Handel als korrosionsbeständige Legierung zwar angeboten wird, bei der Prüfung auf Korrosionsbeständigkeit gegenüber einer 80°/oigen wäßrigen Essigsäure, der 0,2°/o Jodwasserstoff zugesetzt sind, zeigt, daß bereits nach 400 Tagen 1 mm von der Oberfläche des Materials abgelöst ist, während ebenfalls im Handel erhältliche korrosionsfeste V 4 A (8)-Stãhle, die sich als Material für Carbonylierungsgefäße bei der Durchführung dieser Reaktion im Dauerbetrieb nicht in zufriedenstellender Weise bewährt haben, bei der erwähnten Prüfung auf Korrosionsbeständigkeit erst nach 1800 Tagen eine Abnahme der Dicke von 1 mm Oberfläche zeigen.
  • Es war daher überraschend, daß unter den wesentlich energischeren Bedingungen, unter denen die Carbonylierungsreaktionen zur Herstellung der Essigsäure oder anderen Carbonsäuren bzw. Derivaten dieser Säuren erfolgen, Gefäße aus Legierungen mit einem Gehalt von etwa 40 bis 70 solo Nickel, 10 bis 30 ouzo Chrom und 10 bis 40°/o Molybdän vorzüglich geeignet sind und bei ihnen auch nach einer Betriebsdauer von mehreren Jahren keine Abtragungen an den Wandungen festzustellen sind.
  • Beispiel 1 In einen 1-1-Rollautoklav aus einer Legierung mit einem Gehalt an 57 °/o Nickel, 17 °/o Chrom, 16 °/o Molybdän, etwa 1 °/o Mangan und etwa 8 °/o Eisen, 0,5 e/o Wolfram, 0,3 °/o Silicium und weniger als 0,2 °/o Kohlenstoff gibt man 200 g Methanol, 50 g Wasser, 4,5 g Kobaltacetat und 6 Teile einer 70°/oigen Jodwasserstoffsäure. Man verdrängt die im Autoklav enthaltene Luft durch Kohlenoxyd und bringt ihn dann bei 200° C unter einen Kohlenoxyddruck von 500 at. Durch Nachpressen hält man den Druck konstant. Wenn keine Druckabnahme mehr stattfindet, was etwa nach 24 Stunden der Fall ist, läßt man das Gefäß erkalten und entspannt. Das Gewicht des Umsetzungsgemisches beträgt 414 g und ist himbeerrot gefärbt. Es hat eine Esterzahl von 15. Der Essigsäuregehalt beträgt 344 g, entsprechend einer Ausbeute von 92°/o der Theorie. Das Gemisch scheidet auch nach mehrwöchigem Stehen keine Flocken ab.
  • Beim Verdünnen mit Wasser zeigt es eine schwache Opaleszenz. Die Analyse des Reaktionsgemisches ergab einen Nickelgehalt von 16 mg und einen Chromgehalt von ebenfalls 16 mg. Molybdän konnte nur in Spuren nachgewiesen werden.
  • Kleidet man dagegen den Rollautoklav mit einem üblichen, schwer korrodierbaren Edelstahl, der neben Eisen 18e/oCr, 8°/oNi und 2°/oMo enthält aus, so erhält man bei gleichen Arbeitsbedingungen 383 g eines schwarzgrüngefärbten Umsetzungsgemisches.
  • Es enthält 234 g Essigsäure, entsprechend einer theoretischen Ausbeute von nur 65 °/o.
  • Das Gemisch scheidet nach kurzem Stehen braune Flocken ab und zeigt eine Esterzahl von 126. Beim Verdünnen mit Wasser scheidet sich eine ölige Phase ab, die hauptsächlich aus Estern besteht.
  • Beispiel 2 In einem 1-1-Rollautoklav aus einer Legierung mit einem Gehalt an 608/o Nickel, 17 °/o Chrom, 18 ouzo Molybdän, 4 °/o Eisen und l"/o Silicium, Kohlenstoff, Schwefel und Phosphor werden 200 g Butyrolacton, 50 g Wasser, 20 g Nickelpulver, 7 g 70°/oige Jodwasserstoffsäure und 1 g Wismuttriodid 12 Stunden bei 240 bis 250° C mit Kohlenoxyd unter 200 at Druck behandelt. Der Druck wird durch stündliches Nachpressen von Kohlenoxyd auf 200 at gehalten. Die Umsetzung'ist beendet, sobald keine Kohlenoxydaufnahme mehr stattfindet. Das Gewicht des erhaltenen Reaktionsgemisches beträgt 339 g ; es ist kaum gefärbt. Durch Aufarbeitung gewinnt man 261 g reine Glutarsäure. Die Ausbeute beträgt 86 °/o der Theorie, bezogen auf eingesetztes Butyrolacton.
  • Verwendet man dagegen den im Beispiel 1, Absatz 2, mit Edelstahl ausgekleideten Autoklav, so erhält man 323 g eines dunkelbraungefärbten Umsetzungsgemisches. Durch Aufarbeitung gewinnt man daraus 211 g Glutarsäure, entsprechend einer Ausbeute von nur 69 °/o der Theorie, bezogen auf eingesetztes Butyrolacton.
  • Beispiel 3 In einem 1-1-Rollautoklav aus einer Legierung mit einem Gehalt an 56 °/o Nickel, 17 °/o Chrom, 15 solo Molybdän, 4"/o Wolfram, 6 °/o Eisen, 1 °/o Mangan und zusammen 1 ego Silicium und Kohlenstoff werden 200 g Tetrahydrofuran, 50 g Wasser, 0,5 g Nickelbromid, 0,2g Kupfer (II)-bromid und 2cm3 Acetylaceton bei 180° C mit einem Gasgemisch, das aus gleichen Volumteilen Acetylen und Kohlenstoff besteht, unter einem Druck von 45 at behandelt. Bei Druckabfall preßt man stündlich das Gasgemisch nach, so daß der Druck von 45 at wiederhergestellt ist. Nach 24 Stunden findet keine Abnahme des Druckes mehr statt, und die Umsetzung ist beendet.
  • Das Gewicht des Umsetzungsgemisches beträgt 321 g.
  • Bei längerem Stehen an der Luft werden einige Flocken abgeschieden. Durch Aufarbeiten des Gemisches erhält man 81 g Acrylsäure.
  • Erfolgt die Umsetzung von 200 g Tetrahydrofuran in Gegenwart von 60 g Wasser, 1,5 g Nickelbromid, 0,5 g Kupfer (II)-bromid und 2 cm3 Acetylaceton mit dem gleichen Gasgemisch unter sonst gleichen Bedingungen in einem mit korrosionsfestem Stahl ausgekleideten Autoklav, so erhält man trotz der höheren Katalysatorkonzentration nur 305 g Umsetzungsgemisch. Es ist durch ausgeschiedene Flocken trübe.
  • Bei der Aufarbeitung lassen sich nur 52,4g Acrylsaure gewinnen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE ; 1. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren oder ihren Derivaten durch Einwirken von Kohlenoxyd auf ein-oder mehrwertige Alkohole oder auf Lactone, innere Ather, Olefine oder Acetylen in Gegenwart von Wasser, Alkoholen oder anderen Verbindungen mit beweglichem Wasserstoffatom bei erhöhter Temperatur und unter Druck in Anwesenheit von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem Reaktionsgefäß durchführt, dessen Wandungen aus an sich bekannten Legierungen mit einem Gehalt an etwa 40 bis 70 °/o Nickel, 10 bis 30 °/o Chrom und 10 bis 40 °/o Molybdän bestehen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Material für die Wandungen der Reaktionsgefäße Legierungen verwendet, die neben den genannten Metallen auch einen kleinen Gehalt an Wolfram, Eisen, Mangan, Kobalt, Vanadin und Silicium enthalten können.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschrift Nr. 526 469 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 467 288 ; » Chemisches Zentralblatt « 1946, I, S. 533,1948, II, S. 650,1949, II, S. 1228,1951, I, S. 1658, 1954, S. 4708.
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