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Zahnärztlicher Geräteständer Die Erfindung betrifft einen zahnärztlichen
Geräteständer mit einer um eine vertikale Achse des Ständers schwenkbaren Einheit
für gegen die Waagerechte geneigterohrförmigeHandstückhalterungen..
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Bei bekannten derartigen Geräteständern sind alle rohrformigen Handstückhalterungen
gleich lang und, in gleicher Höhe unter gleicher Neigung gegeni die waagerechte
Ebene gegeneinandergespreizt, nebeneinander angeordnet. Dabei ist es nachteilig,
daß die Handstücke entweder eng nebeneinander liegen so daß es schwierig ist, sie
bequem mit der ganzen Hand zu erfassen, oder so stark auseinandergespreizt angeordnet
sind, daß der ohnehin beschränkte Schwenkbereich der Halterungseinheit zu klein
wird. um einen unbehinderten Zugang zum Patientenstuhl zu. ermöglichen. Weiterhin
ist es bei den bekannten Geräteständern nachteilig, daß beim Ergreifen eines bieispeilsweise,
von vorn gesehen, links abgelagerten Handstückes mit der rechten Hand zuvor die,
von vorn gesehen, rechts abgelagerten Handstücke, die der Bewegung der üblicherweise
seitlich von rechts kommenden Hand im Wege stehen, sorgfältig umgangen werden müssen.
Beim Herausziehen und beim Einstecken der Handstücke in die Halterungen besteht
außerdem die Gefahr, sich an den benachbarten Handstücken zu verletzen oder mit
dem Armel an diesen hängenzublieben und sie unbabischgigt herauszuziehen, wobei
Beschädigungen der Handstücke möglich sind.
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Diese Nachteilesind bei einem zahnärztlichen Geräteständer mit einer
um eine vertikale Achse des Ständers schwenkbaren Einheit für gegen die Waagerechte
geneigte rohrförmige Handstückhalterungen dadurch vermieden, daB ernndungsgemäß
die Längsachsen d. er Halterungen voneinander unterschiedlich gegen die Waagerechte
geneigt sind. Dadurch sind die nebeneinanderliegenden Handstücke von ihrer Neigung
gegen die Waagerechte versetzt, so daß jedes der einzelnen Handstücke, die nunmehr
sehr dicht nebeneinander liegen können, von seitwärts kommend, bequem mit der ganzen
Hand erfaßt werden kann. Vorzugsweise ist da, s eine der außen. liegenden Handstücke
am stilsten gelagert und das andere außenliegende Handstück am geringsten gegen
die Waagerechte geneigt. Dadurch ergibt sich eine Halterungseinheit, bei der die
rohrförmigen Halterungen, wie an sich bekannt, gegeneinandergespreizt sind, wobei
aber eine durch die Halterungen gelegte Ebene nicht, wie bei dem bekannten Geräteständer,
waagerecht liegt, sondern gegenüber der Waagerechten um einen Winkel zwishcen 0
und 90° gedreht ist. Zufolge dieser Drehung ist die Einfheit in waagerehcter richtung
schmaler als die bekannte halterung und kann daher um einen größeren Winkel um die
vertikale Achse ge-
schwenkt werden, bevor sie an andere Teile des Geräteständers
anstößt, Lagert man das der greifenden Hand zunächst liegende, also das, von vorn
gesehene, rechte Handstück steiler als das, von vorn gesehen, ihm links benachbarte,
so ist es b, esonders leicht moglich, mit der von rechts kommenden, in der Hohe
des obersten Handstückes geführten Hand das oberste und mit einer etwas tiefer geführten,
leicht geöffneten Hand unterhalb dfes am steilsten gelagerten handstückes vorbei
das diesem links benachbarte Handstück zu erfassen ohne eine Gefahr der Verletzung
der Hand an dem nach oben gerichteten Spritzenmundstück des rechten Handstückes.
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Die Halterungen sind im allgemeinen etwa l m iiber dem Fußboden angeordnet.
Besonders vorteilhaft für die griffgerechte Anordnung der Handstücke in dieser Hohe
sind Halterungen, deren Längsachsen gegen die waagerechte Ebene Neigungswinkel zwischen.
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25 und 45° aufweisen. Die Differenz der Neigungswinkel der Längsachsen
der linken, und der rechten Halterung braucht dabei nur 5 b, is 10° zu betragen.
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Bei hoherer Anordnung der Halterungen über dem Fußboden sind kleinere,
bei niedrigerer Anordnung größere Neigungswinkel notwendig, um die Handstücke besonders
griffgerecht abzulagern.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorteilhaft, den
unterschiedlich gegen d : ie waagerechte Ebene genmeigten Halterungen unterschiedliche
Längen zu geben, derart, daß bei den langen Handstücken ihre Griffstücke alle gleich
weit ausladen. Es lassen sich dann alle Handstücke ungeachtet ihrer Länge im günstigsten
Abstand vom Arzt anordnen.
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Ist eine zusätzliche Halterung für ein Endoskopie-und Kaustikanschlußstück
vorgesehen, so ist es von Vorteil, diese kürzer auszubilden als die Halterungen
für die Spritzcnhandstüoke und mit nur geringer
Neigung ihrer Längsachse
gegen die waagerechte Ebene, beispielsweise 5 bis 10° Winkelgrad, so anzuordnen,
daß sie sich seitlich zwischen den Halterungen für die Spritzenhandstucke befindet.
Hierdurch wird diese Halterung ohne Vergrößerung des für die Halterugen der Spritzenhandstücke
benötigten Raumes in der Halterungseinheit untergebracht und ohne daß die Erreichbarkeit
der Spritzenhandstücke auch bei aufgestecktem Endosikopie-oder Raustikhan. dstück
beschränkt wird.
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Weitere Merkmale des Gegen, standes der Erfin ; dung werdenanHandderZeichnungennachfolgend
erläutert. Ini Fig. 1 ist ein Teil eines, zahnärztlichen Gerateständers, mit einer
erfin, dungsgemäßen Halterungseinheit für einen Wärmluftbläser, eine kombinierte
Spritz-und Sprüheinrichtung mit einem aufsteclcbaren Medikamentenbecher für medizinischen
Spray sowie einem anschlußstück für die Niederspannungsinstrumente-und in Fig. 2
ein Ausschnitt eines anderen zahnärztlichen Geräteständers mit einer erfindungsgemäßen
Halterungseinheit für einen Warmluftbläser, eine aus einem Drucklufthandstück und
einem in einer gesonderten Halterung abgelagerten Flüssigkeitsbehälter zusammengesetzten
Spray-Einrich. tung sowie einem An,-schlukstück für die Niederspannungsinstrumente
schaubildlich dargestellt.
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Der zahnärztliche Geräteständer l trägt an seiner Frontseite das
Bauteil 2 mit den beiden Lagern3, 4 für die um die lotechte Achse 5 schwenkbare
Halterungseinheit 6. In den rohrförmigen halterungen der Hlterunsinheit 6 ist, von
vorm gesehen, rehcts der Warmulfbläser 7, links die kombinierte Wasserspritze 8mitdemaufgesteckten.Medikamentenbecher9fürmedizinischen.Sprayunidinder
Mitte das Handst2ck 10 zum Anschluß der nicht dargestellten Niederspannungsinstrunente
herausziebar gelagert. Die Längsachsen der Halterungen sind unterschiedlich gegen
die waagerechte Ebene geneigt; die rechte Achse 11-11 verläufrt unter 37° Wikelgrad,
die linke Achse 12-12 unter 30° Winkelgrad und die mittlere Achse 13-13 unternur
10° Winkelgrd, die Achsen der halterungen sind seitlch gegeneinandergespreizt und
in der Höhe versetzt, so daß sie einander nicht schneiden.'Ihre Projektionen, auf
die waagerechte Ebene schneiden sich in dem gemeinsamen Punkt 0 : die Projektion
0-13'der mittleren Achse 13-13 halbiert den von der Projektion 0-11'der rechten
Achse 11-11 und der Projektion 0-12'der linken Achse 12-12 gebildeten Winkel. Durch
diese -Anordnung ist es möglich, trotz ausreichender Zwischenfäume zwischen den
Hlaterungen zum Ergreifen der handstäück3 7, 8, 10 die halterungseinheit äußerst
klein auszuführen und den Winkel zwischen den beiden äußeren Projektionen 0-11',
0-12'kleiner als15°Winkelgradzumachen.Hierdurchkönnen die -in-der Halterungseinheit
6 untergebrachten, nicht t veranschaulich, ten Schlauchumlenkrollen gleichachsig
oder zumindest in einer Ebene nebeneinanderliegend angordnet sein. Zur Ablagerung
der aús dem Flüssigkeitsbehälter 17 (Fig. 2) und dem Drucklufthandstück 18 zusammensetzbaren
Spray-Einrichtung dient die Halterungseinheit19.Vonvorngesehenrechtsistwie bei der
Halterungseinheit 6 (Fig. 1) die Halterung für den Warmluftbljser 7 angeordnet,
deren Achse
11-11 unter, 32° gegen die waagerehcte Elbene geneigt ist. Von vorn gesehen
links unten ist die Halterun, g für das Drucklufthandstück 18, deren Achse 12-12
unter nur 8° geneigt ist, und lotrehct darüber die Halterug für den Flüssigkeitsbehälter
17, deren Achse 20-20 unter 55° genei'gt ist. angeordnet. Das Handstück 10 ist in.
der mit ihrer Achse 13-13 unter nur 3° gegen, die waagerechte Ebene geneigten Halterung
seitlich zwischen den Spritxenhandstücken gelagert.
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Im zusammengesteckten Zustand der Spra. c-Einrichtung ist das gleichzeitig
als Handgriff dienende Drucklufthandstück 18 ohne Behinderung durch den rechts daneben,
abgelagerten Warmulftbläser 7 zugänglich. Die Halterungseinheiten 6 bzw. 19 sind
oben und unten in den Lagern 3, 4 schwenkbar gelagert.