DE10256340A1 - Freizeitanlage mit einer umlaufenden Fahrstrecke - Google Patents
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Abstract
Eine Freizeitanlage hat eine umlaufende Fahrstrecke (1), auf der antriebslose Fahrzeuge dadurch beweglich sind, dass sie mit mehreren Mitnehmereinrichtungen (3, 4, 5, 6) auf ein erhöhtes Energiepotential gebracht werden und sich dann antriebslos entlang der Fahrstrecke (1) bis zur jeweils nächsten Mitnehmereinrichtung (3, 4, 5, 6) bewegen. Die Mitnehmereinrichtungen (3, 4, 5, 6) können entweder das jeweilige Fahrzeug bis zu einem höher gelegenen Bereich der Fahrstrecke (1) anheben, so dass es anschließend durch Gefälle weiterfährt, oder aber beschleunigen, so dass seine kinetische Energie zum Fahren bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung (3, 4, 5, 6) ausreicht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Freizeitanlage mit einer umlaufenden Fahrstrecke, auf der antriebslose Fahrzeuge dadurch beweglich sind, dass sie mit einer Mitnehmereinrichtung auf ein erhöhtes Energiepotential gebracht werden und sich dann antriebslos entlang der Fahrstrecke bewegen.
- Freizeitanlagen der vorstehenden Art sind als Achterbahn bekannt. Bei ihnen wird jeweils ein antriebsloses Fahrzeug dadurch auf ein erhöhtes Energiepotential gebracht, dass es von einer Position mit niedriger potentieller Energie von einer Mitnehmereinrichtung zum höchsten Bereich der Achterbahn angehoben wird. Das Fahrzeug fährt dann allein durch die Schwerkraft entlang der Fahrstrecke, die ein solches Gefälle hat, dass das Fahrzeug bis zur Mitnehmereinrichtung zu fahren vermag, wo die Benutzer das Fahrzeug verlassen und neue Fahrgäste einsteigen.
- Die bekannten Freizeitanlagen haben den Nachteil, dass der Startpunkt für die Fahrzeuge relativ hoch liegen muss, wenn man eine längere Fahrstrecke vorsehen will. Dadurch muss die Freizeitanlage relativ aufwändig ausgebildet sein. Weiterhin nutzen die Fahrgäste die einzelnen Fahrzeuge in der Phase des Anhebens von der Zielposition zur Startposition nur als Transportstrecke, jedoch nicht als Fahrspaß.
- Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Freizeitanlage der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass die Fahrstrecke möglichst kostengünstig ausgebildet werden kann, ohne dass dadurch das Fahrerlebnis nachteilig beeinträchtigt wird.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass entlang der Fahrstrecke mit Abstand zueinander mehrere Mitnehmereinrichtungen angeordnet sind.
- Durch diese erfindungsgemäße Verwendung mehrerer Mitnehmereinrichtungen anstelle einer einzigen Mitnehmereinrichtung brauchen diese das jeweilige Fahrzeug nur noch auf ein solches Energiepotential zu bringen, das zum Bewegen des Fahrzeugs bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung erforderlich ist. Dadurch gestaltet sich die gesamte Freizeitanlage sehr kostengünstig, weil die Fahrzeuge beim Freikommen von der Mitnehmereinrichtung weniger potentielle Energie aufweisen müssen als bei den bekannten Freizeitanlagen.
- Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Fahrstrecke im Bereich der Mitnehmereinrichtungen jeweils eine Steigung und daran anschließend bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung eine Gefällstrecke aufweist. Solche Freizeitanlagen benötigen auch bei relativ langen Fahrstrecken keine große Höhe, weil die Fahrzeuge zum Durchfahren der Fahrstrecke nicht auf einmal hochgefahren werden müssen, sondern wiederholt jeweils nur zum Passieren eines Teilbereiches der Fahrstrecke angehoben werden. Zugleich gewinnt die Benutzung einer solchen Freizeitanlage an Reiz, da die Benutzer das wiederholte Anheben und Abrollen der Fahrzeuge erleben.
- Statt die Fahrzeuge auf eine erhöhte Position anzuheben, kann man gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung auch vorsehen, dass die Mitnehmereinrichtung zum Beschleunigen der Fahrzeuge auf eine solche Geschwindigkeit ausgebildet ist, dass nach Verlassen der Mitnehmereinrichtung die kinetische Energie der Fahrzeuge für eine antriebslose Bewegung bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung ausreicht. Eine solche Freizeitanlage kann ebenerdig ausgebildet sein und ist deshalb besonders kostengünstig herstellbar. Das Fahrerlebnis für die Benutzer der Freizeitanlage ist besonders groß, da sich Beschleunigungsphasen und Abrollphasen mit geringer Verzögerung einander abwechseln.
- Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung kann man vorsehen, dass die Mitnehmereinrichtung sowohl zum Beschleunigen als auch zum gleichzeitigen Bewegen der Fahrzeuge über eine Steigungsstrecke ausgebildet ist. Dadurch erleben die Benutzer jeweils ein gleichzeitiges Anheben und starkes Beschleunigen, was besonders reizvoll ist.
- Die einzelnen Fahrzeuge können ruckfrei beschleunigt werden, wenn die Mitnehmereinrichtungen jeweils durch eine entlang der Fahrstrecke umlaufend angeordnete Kette gebildet sind, die zum Kuppeln mit dem jeweiligen Fahrzeug stillsteht oder mit angepasster, geringer Geschwindigkeit läuft und zum Hochfahren auf eine gewünschte Umlaufgeschwindigkeit nach dem Kuppeln mit einem Fahrzeug ausgebildet ist. Statt einer Kette könnte auch ein anderes Förderglied eingesetzt werden. Dieses könnte statt beim Einlauf eines Fahrzeugs in Bewegung gesetzt zu werden, bereits kurz vor dem Einlauf anfahren. Dazu könnte man die Geschwindigkeit des jeweiligen, sich nahenden Fahrzeugs messen und dann die Geschwindigkeit des Förderglieds entsprechend anpassen. Nach dem Ankuppelvorgang fährt man dann das Förderglied auf die gewünschte Umlaufgeschwindigkeit hoch. Durch die Verwendung von Frequenzumformern könnte man beispielsweise sehr interessante Startrampen mit hoher Beschleunigung einrichten.
- Die Fahrstrecke kann in einzelne Blockbereiche aufgeteilt werden, so dass sich niemals ein Fahrzeug in einem Bereich befinden kann, in welchen ein anderes Fahrzeug nach dem Verlassen der Mitnehmereinrichtung gelangen kann, wenn die Mitnehmereinrichtungen mit einer Sicherheitseinrichtung versehen sind, welche ein Starten der Mitnehmereinrichtung verhindert, solange sich ein Fahrzeug auf der Fahrstrecke hinter der Mitnehmereinrichtung und vor der nächstfolgenden Mitnehmereinrichtung befindet.
- Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung stark schematisch dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt in
-
l eine Draufsicht auf eine Fahrstrecke einer Freizeitanlage nach der Erfindung, -
2 eine Seitenansicht der Freizeitanlage. - Die
1 zeigt eine endlose Fahrstrecke1 , bei der es sich beispielsweise um Schienen für eine Hängebahn handeln kann. Mit2 ist ein Start- und Zielpunkt angedeutet, an welchem Personen jeweils in ein nicht gezeigtes Fahrzeug einsteigen können. - Unmittelbar hinter dem Start- und Zielpunkt
2 ist entlang der Fahrstrecke1 eine Mitnehmereinrichtung3 vorgesehen. Diese kann aus einer umlaufenden Kette bestehen, mit der das Fahrzeug verbunden wird, wenn es starten soll. Die Fahrstrecke1 steigt im Bereich der Mitnehmereinrichtung3 an. Hat das Fahrzeug den Endpunkt der Mitnehmereinrichtung3 erreicht, dann kommt es von ihr frei und fährt durch das dann folgende Gefälle der Fahrstrecke1 bis zu einer zweiten Mitnehmereinrichtung4 , wo es wiederum durch Kuppeln mit einer umlaufend antreibbaren Kette eine Steigungsstrecke überwindet. Anschließend bewegt es sich erneut durch Schwerkraft entlang einer Gefällstrecke zu einer weiteren Mitnehmereinrichtung5 und dann durch Gefälle zu einer Mitnehmereinrichtung6 . Nach Passieren dieser letzten Mitnehmereinrichtung6 rollt das Fahrzeug über eine Gefällstrecke zu dem Start- und Zielpunkt2 . - Die
2 zeigt die abwechselnde Anordnung von Mitnehmereinrichtungen3 ,4 ,5 ,6 und Gefällebereichen der Fahrstrecke1 . Weiterhin ist in2 ein Fahrzeug7 angedeutet. - Die Zeichnung zeigt eine als Hängebahn ausgebildete Freizeitanlage. Natürlich kann es sich jedoch auch um eine Fahrbahn handeln, auf der sich Fahrzeuge bewegen. Denkbar ist es auch, dass die Mitnehmereinrichtungen
3 ,4 ,5 ,6 das Fahrzeug nicht anheben, sondern nur beschleunigen oder dass die Mitnehmereinrichtungen3 ,4 ,5 ,6 das Fahrzeug sowohl anheben als auch beschleunigen.
Claims (6)
- Freizeitanlage mit einer umlaufenden Fahrstrecke (
1 ), auf der antriebslose Fahrzeuge (7 ) dadurch beweglich sind, dass sie mit einer Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) auf ein erhöhtes Energiepotential gebracht werden und sich dann antriebslos entlang der Fahrstrecke (1 ) bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Fahrstrecke (1 ) mit Abstand zueinander mehrere Mitnehmereinrichtungen (3 ,4 ,5 ,6 ) angeordnet sind. - Freizeitanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrstrecke (
1 ) im Bereich der Mitnehmereinrichtungen (3 ,4 ,5 ,6 ) jeweils eine Steigung und daran anschließend bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) eine Gefällstrecke aufweist. - Freizeitanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtung (
3 ,4 ,5 ,6 ) zum Beschleunigen der Fahrzeuge (7 ) auf eine solche Geschwindigkeit ausgebildet sind, dass nach Verlassen der Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) die kinetische Energie der Fahrzeuge (7 ) für eine antriebslose Bewegung bis zur nächsten Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) ausreicht. - Freizeitanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtung (
3 ,4 ,5 ,6 ) sowohl zum Beschleunigen als auch zum gleichzeitigen Bewegen der Fahrzeuge über eine Steigungsstrecke ausgebildet ist. - Freizeitanlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtungen (
3 ,4 ,5 ,6 ) jeweils durch eine entlang der Fahrstrecke (1 ) umlaufend angeordnete Kette gebildet sind, die zum Kuppeln mit dem jeweiligen Fahrzeug (7 ) stillsteht oder mit angepasster, geringer Geschwindigkeit läuft und zum Hochfahren auf eine gewünschte Umlaufgeschwindigkeit nach dem Kuppeln mit einem Fahrzeug (7 ) ausgebildet ist. - Freizeitanlage nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmereinrichtungen (
3 ,4 ,5 ,6 ) mit einer Sicherheitseinrichtung versehen sind, welche ein Starten der Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) verhindert, solange sich ein Fahrzeug auf der Fahrstrecke hinter der Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) und vor der nächstfolgenden Mitnehmereinrichtung (3 ,4 ,5 ,6 ) befindet.
Priority Applications (1)
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| DE2002156340 DE10256340A1 (de) | 2002-12-03 | 2002-12-03 | Freizeitanlage mit einer umlaufenden Fahrstrecke |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10256340A1 true DE10256340A1 (de) | 2004-06-17 |
Family
ID=32318910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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