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DE1025411B - Verfahren zur der Herstellung von 1-Chlor-2, 4, 6-trinitrobenzol durch Nitrierung von1-Chlor-2, 4-dinitrobenzol - Google Patents

Verfahren zur der Herstellung von 1-Chlor-2, 4, 6-trinitrobenzol durch Nitrierung von1-Chlor-2, 4-dinitrobenzol

Info

Publication number
DE1025411B
DE1025411B DEST6540A DEST006540A DE1025411B DE 1025411 B DE1025411 B DE 1025411B DE ST6540 A DEST6540 A DE ST6540A DE ST006540 A DEST006540 A DE ST006540A DE 1025411 B DE1025411 B DE 1025411B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloro
nitration
trinitrobenzene
dinitrobenzene
hydropyrosulfate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST6540A
Other languages
English (en)
Inventor
Leonardus Johannes Revallier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Publication of DE1025411B publication Critical patent/DE1025411B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/08Preparation of nitro compounds by substitution of hydrogen atoms by nitro groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES //fämt^ PATENTAMT
kl. 12 ο 3/01
INTERNAT. KL C 07 C
AUSLEGESCHRIFT 1025 411
ANMELDE TAG:
BEKANNTMACHUNG DEE ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHKIFT:
St 6540 IVb/12 ο 9. JUNI 1953
6. MÄRZ 1958
1 Chlor-2,4,6-trinitrobenzol stellt ein interessantes Produkt dar, so man von der Annahme ausgeht, daß es als Zwischenprodukt wegen der starken Beweglichkeit des in ihm enthaltenen Chloratoms bei verschiedenen organischen Synthesen recht gute Dienste erweisen kann. Wählt man als Ausgangsstoff 1 Chlor-2,4,6-trinitrobenzol, so lassen sich unter andern 1,3,5-Trinitrobenzol, 1,3,5-Trihydroxybenzol und/oder Pikrinsäure in einfacher Weise herstellen.
Diese Entwicklung hat man bisher nicht ausgearbeitet, weil die technische Herstellung des 1 Chlor-2,4,6-trinitrobenzols aus 2,4-Dinitrochlorbenzol — das man sehr leicht aus Chlorbenzol herstellen kann — wegen des großen Salpetersäureüberschusses, den man zur Einführung der dritten Nitrogruppe benötigt, nicht zusagte, und man, bezogen auf die Ausgangsmenge an Dinitrochlorbenzol, nur eine verhältnismäßig niedrige Ausbeute erhält.
Die Zahlentafel I verzeichnet die Reaktionsverhältnisse, unter denen vier Nitrierungen von Dinitrochlorbenzol zu Trinitrochlorbenzol stattfanden; außerdem zeigt diese Tafel die Resultate, die hierbei in bezug auf Ausbeute und Schmelzpunkt des Endprodukts erzielt worden sind. Die in diesem tabellarischen Sammelverzeichnis angegebenen Daten sind einer Veröffentlichung von L. Desvergnes (Chim. et Ind., 25, S. 3 bis 16, 291 bis 306 [1931]) ent-Verfahren zu der Herstellung
von l-Chlor-2,4r6-trinitrobenzol durch
Nitrierung von l-Chlor-2,4-dinitrobenzol
Anmelder: Stamicarbon N. V., Heerlen (Niederlande)
Vertreter: Dr. F. Zumstein, Patentanwalt,
München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität: Niederlande vom 13. Juni 1952
Leonardus Johannes Revallier, Geleen (Niederlande), ist als Erfinder genannt worden
nommen. Diese Veröffentlichung enthält eine Übersicht und erörtert eingehend die verschiedenen Nitrierungen.
Tafel I
Nitrierung Reaktionsdauer
Stunden
Reaktions
temperatur
0C
Zugese
Di
an 91,5
%iger
HNO3
g
tzt wurden au
nitrochlorbenz
an
40%igem
Oleum
g
f 100 g
ol
an
100°/0iger
N2SO4
g
Schmelz
punkt
des
»rohen«
Endprodukts
0C
Aus
beute*)
Vo
I zuerst 3,
sodann 12
zuerst 3
70 bis 130
130
70 bis 130
} 300
)
200 200 70,2 55
II sodann 12
zuerst 3
130
70 bis 130
j 125 750 78,6 68
III sodann 12
zuerst 3
130
70 bis 130
j 132
1
200 570 79,4 66
IV sodann 12 150 j 132
34
"200 570 78,8 65,5
Theoretisch
erforderlich
*) Bezogen auf gereinigtes Endprodukt.
Aus diesen Daten geht hervor, daß zum Einführen der dritten Nitrogruppe eine Reaktionszeit von 15 Stunden und ein 4- bis 8facher Salpetersäureüberschuß als Erfordernis gedacht sind.
Es wurde nunmehr gefunden, daß die Nitrierung von Dinitrochlorbenzol zu Trinitrochlorbenzol bei etwas höherer Temperatur und demnach um vieles schneller durchgeführt werden kann, wenn man als Nitriersäure Nitroniumhydropyrosulfat (NO2 +HS2O7-) verwendet; weiterhin wurde festgestellt, daß durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine beträchtliche Ersparung an Nitriermittel — bezogen auf den Salpeter-
709 908/433
Säuregehalt des Nitroniumhydropyrosulfats — und zugleich eine höhere Ausbeute an reinem Trinitrochlorbenzol erhalten werden kann.
Das Nitroniumhydropyrosulfat, das — wie erwähnt — als Nitriermittel angewandt wird, ist eine mit der Formel 2SO3-HNO3 oder aber mit 4 SO3 · N2O5 · H2O angedeutete kristallinische Nitriersäure, deren Schmelzpunkt 105° C beträgt; diese Säure läßt sich gemäß dem Verfahren herstellen, das in der Patentanmeldung St 6265 IVa/12i des gleichen Erfinders beschrieben ist.
Bei der Durchführung der erfindungsgemäßen Nitrierung kann man entweder dem zu nitrierenden Stoff das Nitriermittel portionsweise zusetzen oder in gegenteiligem Sinne verfahren.
Indem die Schmelzwärme der erwähnten, festen Nitriersäure um vieles größer ist als diejenige des ebenfalls fest beschaffenen Dinitrochlorbenzols, weist die erste Methode in bezug auf die zweite als Vorteil auf, daß dem Reaktionsgemisch während des Zusetzens des Nitriermittels mehr Wärme zum Schmelzen dieser festen Verbindung entzogen wird. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die Temperatur des Reaktionsgemisches in einfacher Weise zu überwachen.
Nach Erledigung der Reaktion kann man in bekannter Weise die Säurephase von der organischen Phase, welch letztere das niedrigere spezifische Gewicht hat, trennen.
Durch geschickte Verdünnung mit Wasser läßt sich aus der Abfallsäure noch in Lösung befindliches Nitroprodukt fällen.
Ein gereinigtes Endprodukt, dessen Schmelzpunkt 81 bis 82° C beträgt, erhält man durch Waschung des gewonnenen Rohprodukts mit Wasser und anschließende ίο Umkristallisierung mittels Tetrachlorkohlenstoff, dem Volumprozent Chloroform zugesetzt worden sind.
Die Zahlentafel II gibt in übersichtlicher Form eine
Aufstellung über die Reaktionsverhältnisse, unter denen die verschiedenen Nitrierungen von 2,4-Dinitrochlorbenzol zu Trinitrochlorbenzol mit Hilfe von Nitroniumhydropyrosulfat durchgeführt wurden.
Das dazu verwendete Nitroniumhydropyrosulfat enthielt: 70,3%SO3,0,6%H20,28,7%HNO3,0^0N2O3.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht nur auf die Verwendung des Nitriermittels, dessen Zusammensetzung oben zitiert wurde, sondern es können auch Nitriermittel verwendet werden, die vorwiegend aus Nitroniumhydropyrosulfat bestehen und beispielsweise wenigstens 95% dieses Stoffes enthalten.
Tafel II
Nitrierung
Reaktionsdauer
Stunden
Reaktionstemperatur Nitroniumhydropyrosulfatzusatz
zu 100 g
Dinitrochlor-
benzol
Schmelzpunkt
des »rohen»-
Endprodukts
Ausbeute*)
zuerst sodann;
x/2
140 bis 160 bis
140 bis 150 bis 140 bis
140 bis 160 bis
zuerst sodann
Theoretisch erforderlich
*) Bezogen auf gereinigtes Endprodukt.
Aus den angestellten Versuchen geht hervor, daß bereits bei Verwendung eines auf den HNO3-Gehalt des Nitroniumhydropyrosulfats bezogenen Nitriermittelüber-Schusses von nur 100 bis 130% eine recht befriedigende Ausbeute an reinem 2,4,6-Trinitrochlorbenzol erzielt werden kann; das Verfahren gemäß der Erfindung bringt, wenn man es mit den bisher bekannten Methoden vergleicht, bei denen sich der anzuwendende Überschuß auf wenigstens 300 % beläuft, eine erhebliche Ersparung an Salpetersäure.
Auch erzielt man einen bedeutenden Minderverbrauch an SO3 oder H2SO4 und überdies eine bedeutend kürzere Reaktionsdauer.
Die Erfindung verschafft demnach die Möglichkeit, l-Chlor-2,4,6-trinitrobenzol in technisch ansprechender Weise herzustellen, für welchen Stoff es in der organischchemischen Industrie bedeutende Anwendungsmöglichkeiten gibt.
250
250
250
215
125
72
68
57
81
74 70 60
49
110, bezogen auf den HNO3-Gehalt des Nitroniumhydropyrosulfats

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von l-Chlor-2,4,6-trinitrobenzol durch Nitrierung von l-Chlor-2,4-dinitrobenzol, dadurch gekennzeichnet, daß die Nitrierung unter Verwendung eines Nitriermittels durchgeführt wird, das vorwiegend, d. h. zu wenigstens 95 % aus Nitroniumhydropyrosulfat besteht.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, gerechnet nach der Menge Dinitrochlorbenzol, ein Überschuß an Nitriermittel angewandt wird, der—bezogen auf den H N O3-Gehalt des Nitriermittels —100 bis 130% beträgt.
3. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nitrierung bei Temperaturen im Bereich von 140 und 170° C durchgeführt wird.
© 709 90&/433 2.58
DEST6540A 1952-06-13 1953-06-09 Verfahren zur der Herstellung von 1-Chlor-2, 4, 6-trinitrobenzol durch Nitrierung von1-Chlor-2, 4-dinitrobenzol Pending DE1025411B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL319573X 1952-06-13

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DEST6540A Pending DE1025411B (de) 1952-06-13 1953-06-09 Verfahren zur der Herstellung von 1-Chlor-2, 4, 6-trinitrobenzol durch Nitrierung von1-Chlor-2, 4-dinitrobenzol

Country Status (7)

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BE (1) BE520536A (de)
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CH319573A (de) 1957-02-28
BE520536A (de) 1900-01-01
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