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DE1025112B - Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen

Info

Publication number
DE1025112B
DE1025112B DEB36350A DEB0036350A DE1025112B DE 1025112 B DE1025112 B DE 1025112B DE B36350 A DEB36350 A DE B36350A DE B0036350 A DEB0036350 A DE B0036350A DE 1025112 B DE1025112 B DE 1025112B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ampoules
cutting
inking
knife
pad
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB36350A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Buender Glas GmbH
Original Assignee
Buender Glas GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buender Glas GmbH filed Critical Buender Glas GmbH
Priority to DEB36350A priority Critical patent/DE1025112B/de
Priority to DEB41584A priority patent/DE1064208B/de
Publication of DE1025112B publication Critical patent/DE1025112B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/06Cutting or splitting glass tubes, rods, or hollow products

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

DEUTSCHES
Früher war es üblich, Ampullen vor der Ingebrauchnahme mit einer Feile anzuritzen, um den Bruch an einer bestimmten Stelle zu bewirken und ein Zersplittern der Ampulle zu vermeiden. Es sind auch bereits Ampullen bekannt, bei denen die vorzugsweise an der Einschnürung vorgesehene Bruchstelle fabrikmäßig durch Anritzen des Glases oder durch Erzeugung innerer Glasspannungen vorbereitet ist, um ohne Werkzeug die Ampulle aufbrechen zu können. Teilweise wurde die Ritzstelle durch Farbe gekennzeichnet, um die richtige Lage beim Abbrechen des Ampullenhalses zu kennzeichnen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anbringen einer Ritzstelle bei Ampullen und die besondere Ausbildung einer Schneidvorrichtung, welche einen kontinuierlichen Ritz- und Einkerbvorgang bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit ermöglicht.
Erfindungsgemäß werden die Ampullen von einem Transportband in eine Arbeitsstellung gebracht und dort ruhend gehalten, während eine benachbarte umlaufende Schneideeinrichtung die Anritzung der Glasoberfläche an der gewünschten Stelle bewirkt. Dabei ist die umlaufende Schneidvorrichtung vorzugsweise mit einer ebenfalls umlaufenden Einfärbevorrichtung kombiniert, welche im gleichen Arbeitsgang unmittelbar nach der Schneidvorrichtung wirksam wird.
Bei bekannten Schneidvorrichtungen besteht häufig der Nachteil, daß die Tiefe des Einschnittes einer vorbereiteten Bruchstelle nicht gleichmäßig genug ist. Dadurch wird entweder das Aufbrechen erschwert, oder es entsteht ungewollt Bruch beim Transport oder Verpacken. Um dies zu verhindern wird erfindungsgemäß das Schneidmesser so eingespannt, daß nur so viel der Schneide aus der Fassung herausragt, als der Einschnittiefe entspricht.
Eine Feineinstellung der Schneidvorrichtung erfolgt dadurch, daß dieselbe entlang einer exzentrischen Kreiskurve verstellbar ist, so daß feinste Höhenunterschiede bequem eingestellt werden können. Die Einfärbevorrichtung besteht aus einem umlaufenden Färbekissen, das bei jedem Umlauf mit einer Einfärberolle in Berührung kommt, die in ein mit Farbe gefülltes Becken eintaucht und dadurch die Farbe des Beckens auf das Färbekissen überträgt.
Wichtig ist der richtige Halt der Ampulle während des Schneidvorganges. Wie erwähnt, wird die Ampulle während des Durchgangs der Schneidvorrichtung ruhend gehalten. Zu diesem Zweck ist ein die Ampulle aufnehmender Tragbock schwenkbar an einem in der Längsrichtung verschiebbaren Stößel gelagert und steht unter Wirkung einer Feder, die bestrebt ist, den Bock mit der Ampulle gegen eine feste Anlage zu drücken.
Der Farbbehälter soll lediglich während des Um-Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen
Anmelder:
Bünder Glas G.m.b.H., Bünde (Westf.)
lauf es das Färbekissen berühren, jedoch nicht mit der Schneidvorrichtung in Berührung kommen. Daher ist der Farbbehälter horizontal federnd gelagert und wird unter der Wirkung einer Nockenscheibe bei jedem Umlauf gegen das Färbekissen gedrückt, dagegen beim Vorbeigang des Schneidmessers zurückgezogen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel darstellt, noch näher erläutert. Von den Figuren zeigt
Fig. 1 die Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der neuen Schneid- und Färbeeinrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Färbekissen,
Fig. 3 die Queransicht, teilweise im Schnitt der S chnei dvor richtung,
Fig. 4 einen vergrößerten Schnitt durch die Schneidvorrichtung im Augenblick des Schnittes.
In den Figuren ist 1 ein Transportband, welches auf kleinen Böcken 2 die Werkstücke, im vorliegenden Fall Ampullen 3., trägt. Die Ampullen werden an der Bearbeitungsstelle durch einen Tragbock 4 hochgehoben, der bei 5 an dem Arm 6 eines in der Axialrichtung verschiebbaren Stößels 7 schwenkbar gelagert ist. Die Verbindung zwischen dem Arm 6 und dem Stößel 7 erfolgt, wie angedeutet, durch Gewinde 8. Der schwenkbare Tragbock 4 weist einen Arm 9 auf, der über eine Feder 10 von dem Seitenarm 11 des Hauptarmes 6 gehalten wird. Die Spannung der Feder bzw. der Schwenkhub des Tragbockes 4 ist durch eine Stellschraube 12 einstellbar. Unter der Wirkung der Feder 10 wird der Tragbock4 mit der Ampulle3 gegen eine feste Anlage 13 gedrückt. Es genügt, wie aus Fig. 3 ersichtlich, wenn die Ampulle nur an einem Ende gegen eine feste Anlage 13 anliegt und in dieser Weise gehalten wird.
Das Anritzen der Ampulle erfolgt in der Einschnürung 14 des Ampullenhalses mit Hilfe eines Schneidmessers 15, das in einer Fassung 16 gehalten ist und aus der letzteren nur so viel hervorragt, als der gewünschten Schneidtiefe entspricht. Die Fassung 16 mit dem Messer 15 ist entlang einer kreisförmigen
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Führungsbahn 17, die exzentrisch zur Welle 18 verläuft, sehr fein verstellbar. Zur Einstellung dient eine Lasche 19, die um den Punkt 20 der Nabe 21 schwenkbar ist und mit einer Stellschraube 22 in einen Schlitz des Armes 24 eingreift, der die Schneidvorrichtung mit dem Messer 15 und der Fassung 16 trägt. Ein zweiter Arm 25 der Nabe 21 weist an seinem Umfang das Färbekissen 26 auf, das beim Umlauf der Welle 18 jedesmal an der Färberolle 27 abrollt. Diese ist in einem Farbbehälter 28 gelagert und taucht dabei in die Färbeflüssigkeit 29 ein. Durch das Abrollen der Einfärberolle 27 kommt jedesmal Farbe auf das Einfärbekissen 26. Um zu verhindern, daß die gleiche Färberolle 27 auch die Schneide 15 berührt und verschmutzt, ist der Farbbehälter 28 an einem Führungsbolzen 30 befestigt, der in einem Bock 31 horizontal verschiebbar ist und unter der Wirkung einer Feder 32 steht, die sich gegen den Kopf 33 einer Einstellschraube 34 abstützt, die in dem Bolzen 30 mehr oder weniger tief eingeschraubt werden kann. Die Feder 32 ist bestrebt, den Farbbehälter 28 nach links zu ziehen. Außen ist der Kopf 33 im Eingriff mit einer Nockenscheibe 35, die bei jedem Umlauf den Kopf 33 und damit den Farbbehälter 28 entgegen der Wirkung der Feder 32 nach rechts verschiebt. Da die Welle 18 und die Nockenscheibe 35 in nicht dargestellter Weise zwangläufig gekuppelt sind, kommt bei richtiger Nockenstellung die Färberolle 27 bei jedem Umlauf einmal mit dem Färbekissen 26 in Berührung, während beim Vorbeigang des Schneidmessers 15 der Farbbehälter 28 und damit die Färberolle 27 genügend weit nach links verschoben sind, um eine Berührung zwischen der Färberolle 27 und dem Schneidmesser 15 zu verhindern.
Im Betrieb arbeitet die Einrichtung in der Weise, daß die Ampullen 3 von links mit Hilfe d-es Transportbandes 1 zugeführt und an der Bearbeitungsstelle von dem Tragbock 4 erfaßt und hochgehoben werden, bis sie zwischen dem Tragbock 4 und der festen Anlage 13 fest eingespannt sind. Dabei sorgt die Feder 10 dafür, daß übermäßig hohe Andrückkräfte nicht auftreten und damit ein Bruch der Ampulle vermieden wird. In der eingespannten Lage wird die Halsstelle 14 der Ampulle 3 an einer Stelle des Umfanges durch das umlaufende Schneidmesser 15 in der gewünschten Tiefe angeritzt und die betreffende Stelle durch das dem Messer 15 unmittelbar folgende Einfärbekissen 26 mit einem Farbauftrag versehen und dadurch kenntlich gemacht. Da der ganze Vorgang automatisch erfolgt und außerdem für das Ritzen und Anfärben nur ein Arbeitsgang erforderlich ist, wird eine große Durchsatzgeschwindigkeit erzielt. Gleichzeitig ist, wie erwähnt, durch die besondere kurze Einspannung des Messers 15 dafür Sorge getragen, daß die Einritzung auf eine gewünschte Tiefe beschränkt bleibt.
Die Erfindung ist dadurch in der Lage, ohne großen Kostenaufwand und mit einem Minimum an Zeitverlust eine zuverlässige und deutlich kenntlich gemachte Ritzstelle bei Ampullen zu erzeugen.

Claims (7)

Patentansprüche;
1. Verfahren zum Anbringen einer Ritzstelle bei Ampullen, wobei die Ampullen auf einem Transportband befördert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ampullen durch eine Anhebevorrichtung (13) in eine außerhalb der Ebene des Transportbandes gelegene Arbeitsstellung gebracht und dort ruhend so gehalten werden, daß eine benachbarte umlaufende Schneideeinrichtung mit einem Messer (15) die Anritzung der Glasoberfläche nur an einer kleinen Stelle des Unifangs bewirkt, ohne daß das Glas abspringt.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Schneidvorrichtung mit dem Messer (15) mit einer ebenfalls umlaufenden Einfärbevorrichtung mit einem Färbekissen (26) kombiniert ist, welche in gleichem Arbeitsgang unmittelbar nach der Schneidvorrichtung wirksam wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmesser (15) nur so viel aus seiner Fassung (16) herausragt, als der Einschnittiefe entspricht.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung entlang einer exzentrischen Kreiskurve (17) verstellbar ist, um die Einschnittiefe genau einzustellen.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfärbevorrichtung aus einem umlaufenden Färbekissen (26) besteht, das bei jedem Umlauf mit einer Einfärberolle (27) in Berührung kommt, die in ein mit Farbe (29) gefülltes Becken (28) eintaucht und dadurch die Farbe aus dem Farbbehälter des Bekkens (28) auf das Färbekissen (26) überträgt.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Ampullen (3) in die Arbeitslage bringender Tragbock (4) schwenkbar an einem Arm (6) eines in der Längsrichtung verschiebbaren Stößels (7) gelagert ist und unter der Wirkung einer Feder (10) steht, die bestrebt ist, den Tragbock (4) mit der Ampulle (3) gegen eine feste Anlage (13) zu drücken.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbbehälter (28) mit der Einfärberolle (27) federnd gelagert ist und unter der Wirkung einer Nockenscheibe (35) bei jedem Umlauf gegen das Einfärbekissen (26) gedruckt, beim Vorbeigang des Schneidmessers (15) dagegen zurückgezogen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 405 078, 728 699,
115.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 907/167 2.
DEB36350A 1955-07-02 1955-07-02 Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen Pending DE1025112B (de)

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DEB41584A DE1064208B (de) 1955-07-02 1956-08-30 Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen

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DEB36350A DE1025112B (de) 1955-07-02 1955-07-02 Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen

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DE1025112B true DE1025112B (de) 1958-02-27

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DEB36350A Pending DE1025112B (de) 1955-07-02 1955-07-02 Verfahren und Einrichtung zur Anbringung einer Ritzstelle bei Ampullen

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DE (1) DE1025112B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1237742B (de) 1963-03-12 1967-03-30 Dichter E H Jakob Dr Ing Einrichtung zum punktuellen Anritzen und Markieren von Brechampullen
DE1263997B (de) * 1961-09-12 1968-03-21 Anrep Rene Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung einer Schwaechungszone am Hals einer Glasampulle sowie nach diesem Verfahren behandelte Ampulle
WO2003008351A1 (en) * 2001-07-18 2003-01-30 Robert Mostowski Thin walled blown glassware ornaments manufacturing procedure

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DE405078C (de) * 1923-11-30 1924-10-27 Alfred Kunz Ampullenoeffner
DE728699C (de) * 1941-05-11 1942-12-02 Patra Patent Treuhand Vorrichtung zum Querteilen von Glasrohren

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