DE1024850B - Aufschlagzuender, insbesondere fuer Wurfgranaten - Google Patents
Aufschlagzuender, insbesondere fuer WurfgranatenInfo
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Description
DEUTSCHES
Es ist ein Aufschlagzünder bekannt, dessen Zündpille in einem quer zur Längsachse des Zünders im
Zünderkörper beweglich gelagerten Zündpilleträger angeordnet ist, welcher unter dem Druck einer Einschiebfeder
steht, die ihn aus der Sicherungslage in die Zündlage zu verschieben sucht. Durch eine auf
den Kopf des Zünders aufgeschraubte Kappe wird der Nadelbolzen gegen den Druck einer Feder in den Zünder
hineingeschoben und greift mit seinem hinteren Ende in eine Bohrung des Zündpilleträgers, welcher
auf diese Weise in der Sicherungslage verriegelt wird. Die mit Propellerflügeln versehene Kappe soll
sich während des Fluges der Granate abschrauben, so daß der Nadelbolzen nach vorn geschoben wird und
den Zündpilleträger entriegelt, welcher sich in die Zündlage bewegt. Durch Korrosion, ein ungenau geschnittenes
oder durch Stoß beschädigtes Gewinde wird ein sicheres Funktionieren des Zünders in Frage
gestellt.
Bei einem anderen Aufschlagzünder ist in den quer beweglichen Zündpilleträger eine Verriegelungsvorrichtung
eingebaut, die in der Sicherungslage aus ihm herausragt und in eine Aussparung im Innern des
Zünderkörpers greift. Die Verriegelungsvorrichtung besteht aus drei ineinandergeschobenen, ineinandergleitenden
und sich mittels Druckfedern gegeneinander abstützenden Teilen. Beim Abschuß der Granate
bewegen sich die beiden inneren Teile rückwärts, und eine Sperrkugel wird sowohl quer zur Zünderachse
hin und her bewegt als auch in Längsrichtung des Zünders verschoben, wobei die Sperre aufgehoben und
der Zündpilleträger von einer Feder in die Zündlage geschoben wird. Der Zünder ist schwierig zusammenzubauen,
teuer und kompliziert im Aufbau, und die Sicherheit der Entriegelung wird durch die zahlreichen
komplizierten Bewegungen gefährdet.
Ein weiterer bekannter Aufschlagzünder ist mit einem kugelförmigen und um eine Querachse drehbaren
Rotor der Zündpilleträger versehen, der mit einer Nut versehen ist, in der Sicherungslage durch
eine in die Nut greifende Verriegelungshülse gegen Verdrehen gesichert wird und die Zündpille durch
seine Wandung gegen den Nadelbolzen abschirmt. Die auf dem Nadelbolzen gleitende Verriegelungshülse
wird durch quer bewegliche Verriegelungskörper in der Sicherungslage gehalten. Zur Entriegelung sind
daher Zentrifugalkräfte erforderlich. Der Nadelbolzen und die Verriegelungshülse haben beide keine Vorschubfeder,
und im entriegelten Zustand legt sich die Hülse hinter einen Bund des Nadelbolzens, so daß
beide sich nicht mehr unabhängig voneinander bewegen können.
Bei den bekannten Zündern wird eine sichere Entriegelung der Sicherungsvorrichtung und eine Bewe-Aufs
chlagzünder,
insbesondere für Wurfgranaten
insbesondere für Wurfgranaten
Anmelder:
Arvo Ensio Saloranta
und Dipl.-Ing. Esko Puronto, Helsinki
und Dipl.-Ing. Esko Puronto, Helsinki
Vertreter: Dr.-Ing. M. Louis, Patentanwalt,
Essen, Stubertal 1
Essen, Stubertal 1
Arvo Ensio Saloranta und Dipl.-Ing. Esko Puronto,
Helsinki,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
gung aus der Sicherungslage in die Zündlage nicht mit der gewünschten Zuverlässigkeit und Schnelligkeit
erreicht, und die Kompliziertheit und Art der Bewegungsvorgänge beeinträchtigt die Empfindlichkeit
der Zünder.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Aufschlagzünder, insbesondere für Wurfgranaten, dessen Zündpille
in einem quer beweglichen Zündpilleträger ange-' ordnet ist, welcher entweder unter dem Druck einer
Einschiebfeder steht oder mittels Fliehkraft in die Zündlage bewegt wird und in der Sicherungslage
durch ein in Längsrichtung des Zünders bewegliches Verriegelungsorgan gesichert ist und die Zündpille
außerhalb der Bewegungsbahn des längs beweglichen, vor dem Zündpilleträger angeordneten Nadelbolzens
hält und in der Zündlage die Zündpille feststellt, wobei der Nadelbolzen unter dem Druck einer Sperrfeder
steht.
Aufgabe der Erfindung ist es, insbesondere die Transportsicherheit, Ladesicherheit und die Rohrsicherheit
von Aufschlagzündern der obengenannten Art so zu verbessern, daß gleichzeitig eine hohe Empfmdlichkeit
ermöglicht und eine zuverlässige Funktion der beweglichen Teile gesichert wird.
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß der Zündpilleträger mit einer in Längsrichtung des Zünders
verlaufenden Bohrung versehen und in der Sicherungslage durch eine vor dem Zündpilleträger angeordnete
bekannte Beharrungs-Vorschubfederhülse gesichert ist, deren Stückende in die Bohrung eingreift
und deren Kopfende mittels ihrer Vorschubfeder nach vorn gegen vorzugsweise als Kugeln ausgebildete
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Sperrkörper in einer Kammer im Zünderkörper ange- die Beharrungs-Vorschubfederhülse 12 in der Sichediriickt
wird, die sich nach rückwärts in eine zweite rungslage gegen eine das Freimachen der Sperrkugeln
Kammer erweitert, wobei die Beharrungs-Vorschub- 10 erlaubende rückläufige Bewegung sperrt. Dies gefederhülse
auf dem Nadelbolzen geführt ist. Der Zün- schient, indem das Ende des Quersteckers 14 oder 15
der ist den bekannten Zündern daher hinsichtlich 5 hinter das rückwärtige Ende der Hülse 12 greift, wie
Ladesicherheit, Rohrsicherheit, Empfindlichkeit und in der Mitte der Bohrung 13' in Fig. 1 gezeigt ist. Bei
Zuverlässigkeit trotz einer wesentlich einfacheren und Verwendung eines Schraubstiftes 14 als Querstecker
unkomplizierteren Bauart überlegen. kann die Anordnung gegebenenfalls derart sein, daß
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Schraubstift in der Längsrichtung des Zündpilleder
Beschreibung des Ausführungsbeispiels eines Auf- ao trägers 13 eingesetzt wird, wie es in Fig. 4 darschlagzünders
gemäß der Erfindung für Wurfgranaten gestellt ist.
und der Zeichnung, und zwar zeigt Nach Entfernen der Transportsicherung 14 bzw. 15
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Aufschlag- verschiebt sich der Zündpilleträger 13 etwas unter der
zünder, Einwirkung seiner Einschiebfeder 5, bis er sich mit
Fig. 2 den Aufschlagzünder nach Fig. 1, von links 15 der Wandung seiner Bohrung 13' gegen das in die
gesehen, in Seitenansicht und in kleinerem Maßstab, Bohrung hineinragende Ende der Hülse 12 legt, so
Fig. 3 im Detail eine Ausführungsform eines Quer- daß hierdurch ein gewisser Reibungswiderstand gegen
Steckers als Transportsicherung und ein Verschieben der Hülse 12 aus der Sicherungslage
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Quer- während des Ladens der Granate erzielt wird. Beim
Steckers. 20 Abfeuern der Granate macht die Beharrungs-Vor-
3 ist der Zünderkörper, 2 die Zünderkappe, 19 der schubfederhülse 12 infolge ihrer Massenträgheit zu-Nadelbolzenkopf,
8 der stangenförmige Zündnadel- nächst eine rückläufige Bewegung im Zünderkörper
bolzen, 9 eine Sperrfeder für den Nadelbolzen 8, 12 entgegen der Wirkung der Vorschubfeder 11, wobei
eine Beharrungs-Vorschubfederhülse, die den Nadel- die Sperrkugeln 10 aus der Kammer 2' in die Kambolzen
8 umgibt und führt; 10 sind Sperrkugeln für 25 mer 2" in der Zünderkappe 2 bzw. im Zünderkörper 1
die Vorschubfederhülse 12, 11 ihre Vorschubfeder, 13 rollen. Zur Erzielung eines zusätzlichen Reibungsein
zylindrischer Zündpilleträger, der hinter der Widerstandes gegen eine rückläufige Bewegung der
Hülse 12 liegt und in einer quer zur Längsachse des Hülse 12 können das rückwärtige Ende der Hülse und
Zünders verlaufenden zylindrischen Aussparung 3' im vorzugsweise auch die Bohrung 13' konisch ausgebil-Zünderkörper
geradlinig geführt ist, 17 ein in den 30 det werden. Bei einer rückläufigen Bewegung der
Zünderkörper eingesetzter Führungsstift für den Hülse müßte infolge der Keilwirkung ferner auch der
zylindrischen Zündpilleträger 13, 18 eine Zündpille Zündpilleträger 13 gegen den Druck seiner Einschiebvom
sogenannten Duplextyp, 5 eine Einschiebfeder feder 5 verschoben werden. Die Vorschubfeder 11
für den Zündpilleträger 13, 4 eine Schraubkappe als kann daher entsprechend schwächer gemacht werden.
Widerlager der Einschiebfeder, 6 eine Vor-Spreng- 35 so daß doch die gewünschte langsame Aufhebung der
kapsel (ein Trinitrotoluolkörper), 7 eine Haupt- Verriegelung des Zündpilleträgers 13 durch die Hülse
Sprengkapsel, 16 ein Schraubring zur Verbindung der 12 ermöglicht wird und die erforderliche Sicherheit
Haupt-Sprengkapsel 7 mit dem Zünderkörper, 14 und gegen ein Freiwerden der Sperrkugeln 10 während
15 Ouerstecker als Transportsicherung, und zwar in der Handhabung des Zünders erhalten bleibt. Der
Form eines Schraubstiftes 14 bzw. Splintes 15, und 1 40 gewünschte Widerstand gegen eine Rückbewegung
eine Schutzkappe für den Nadelbolzenkopf 19. der Hülse 12 kann somit durch die Konizität bestimmt
Die Kraft der Vorschubfeder 11 der Beharrungs- werden.
Vorschubfederhülse 12 ist so bemessen, daß diese Wenn die Beschleunigung der Granate so weit ab-
beim Abfeuern der Granate zunächst eine rückläufige genommen hat, daß die Vorschubfeder 11 die Behar-Bewegung
im Zünder macht und die Sperrkörper 10 45 rung der Hülse 12 überwindet, bewegt sich diese wiesich
aus der ersten Kammer 2' in die erweiterte zweite der vorwärts, jetzt aber mit ihrem Kopf 12' bis gegen
Kammer 2" bewegen und sodann der Kopf 12' der die Decke der Kammer 2', in der vorher die Sperr-Hülse
12 von der Feder 11 an den Sperrkörpern 10 kugeln 10 lagen. Die Stärke der Vorschubfeder 11
vorbei in die erste Kammer 2' bewegt wird und sein wird derart bemessen, daß die Feder die Beharrung
Stückende aus dem Eingriff mit der Bohrung 13' des 50 der Hülse 12 nicht überwinden kann, solange die
Zündpilleträgers 13 gebracht und dieser entriegelt Granate sich im Rohr bewegt, sondern erst nachdem
wird. Dem Nadelbolzen 8 und der Vorschubfederhülse die Granate das Rohr verlassen hat. Wenn dann die
12 ist je eine eigene Feder 9 bzw. 11 zugeordnet. Der Hülse 12 sich in ihre vordere Lage schiebt, bewegt
Nadelbolzen 8 und die Vorschubfederhülse 12 können sich ihr hinteres konisches Rückende ganz aus der
sich unabhängig voneinander in Längsrichtung des 55 Bohrung 13' des Zündpilleträgers 13 heraus, der sich
Zünders bewegen, wobei die Beharrungs-Vorschub- jetzt unter der Einwirkung der Einschiebfeder 5 in
federhülse 12 auf dem Nadelbolzen 8 geführt ist. die Zündlage verschiebt, in der die Zündpille 18 zentral
Fig. 1 zeigt die Teile des Zünders in der Siehe- im Zünder liegt, d. h. in der Mitte zwischen dem
rungslage. Durch die Vorschubfeder 11 wird der Kopf Nadelbolzen 8 und den Sprengkapseln 6,7. Gegebenen-12'
der A^orschubfederhülse 12 nach vorn gegen die 60 falls kann die Gewichtsverteilung des Zündpille-Sperrkugeln
10 angepreßt, die hierdurch in ihrer trägers 13, d. h. die Lage seines Schwerpunktes, der-Kammer2'
in der Kappe 2 gehalten werden. Das art sein, daß die Verschiebung des Zündpilleträgers
rückwärtige Ende der Vorschubfederhülse 12 ragt in in die Zündlage durch die Zentrifugalkraft beim Drall
eine in der Längsrichtung des Zünders verlaufende der Granate bewirkt wird.
Bohrung 13' des Zündpilleträgers 13 hinein, dessen 65 Auch der Nadelbolzen 8 ist derart angeordnet, daß
Zündpille 18 seitlich der Bewegungsbahn des zentra- er beim Abfeuern des Schusses zufolge seiner Beharlen
Nadelbolzens 8 liegt. Beim Transport ist das als rung eine rückläufige Bewegung in die Bohrung 13'
Querstecker ausgebildete Transportsicherungsorgan des Zündpilleträgers hinein vollzieht und erst außer-
bzw. 15 für den Zündpilleträger 13 derart durch halb der Mündung des Rohres durch seine Sperrden
Zünderkörper 3 hindurchgesteckt, daß es auch 70 feder 9 weiter vorbewegt wird. Die Verschiebbarkeit
des Nadelbolzens nach hinten stellt eine weitere Sicherheit gegen Rohrkrepierer bei Doppelladen von
Granatwerfern dar, wenn eine zwei Granate oben auf eine nicht abgefeuerte erste Granate im Rohr heruntergelassen
wird. Durch die zweite Granate wird der Nadelbolzen 8 der ersten Granate in die Bohrung
13' des Zündpilleträgers 13 zurückgedrückt und daran gehindert, sich aus dem Eingriff mit dem Zündpilleträger
zu lösen. Eine zusätzliche Sicherheit kann weiter dadurch erzielt werden, daß der Zündpilleträger
13, der in der quer zur Längsrichtung des Zünders verlaufenden Ausparung 3' im Zünderkörper geführt
ist, mit einer Verlängerung 13" seitlich aus dem Zünderkörper vorsteht, wenn der Zündpilleträger 13
mit der Zündpille in der Zündlage steht. Man kann daher sowohl sehen als auch fühlen, ob der Zünder
verwendbar ist oder nicht. Wenn, wie bereits oben erwähnt und in Fig. 4 dargestellt ist, ein Schraubstift
14 als Ouerstecker verwendet wird, wird dieser vorteilhafterweise axial durch die Verlängerung 13" geführt
und mit einem Kopf versehen, der die Austrittsöffnung in der Zünderwandung für das Teil 13" verschließt.
Aus Sicherheitsgründen wird vorteilhaft die Dicke des Materials des Zünderkörpers hinter der
Zündpille, wenn sich diese in der Sicherungslage befindet, groß gewählt.
Somit wird auf einfache Weise eine mehrfache Sicherheit gegen ein frühzeitiges Krepieren der Granate
erzielt und trotzdem ein hochempfindlicher Aufschlagzünder oder ein Aufschlagzünder mit Verzögerung
geschaffen. Beim Aufschlag schlägt die Spitze des Nadelbolzens in die Zündpille hinein, die ihrerseits
die Vor-Sprengkapsel und die Haupt-Sprengkapsel zündet. Eine besonders hohe Empfindlichkeit
kann dadurch erhalten werden, daß der Nadelbolzenkopf 19 mit mehreren Löchern 19' versehen wird, so
daß der Unterschied im Luftdruck zwischen der Vorderseite und der Rückseite des Nadelbolzenkopfes
gering wird und die Sperrfeder 9 des Nadelbolzens 8 also sehr schwach gemacht werden kann. Wenn man
mit geringerer Empfindlichkeit schießen will, kann man über den Nadelbolzenkopf 19 und die Spitze des
Zünders eine Schutzkappe 1 aus einem etwas elastischen Stoff von bestimmter Steifheit je nach gewünschter
niedriger Empfindlichkeit stecken.
Claims (6)
1. Aufschlagzünder, insbesondere für Wurfgranaten, dessen Zündpille in einem quer bewegliehen
Zündpilleträger angeordnet ist, welcher entweder unter dem Druck einer Einschiebfeder steht
oder mittels Fliehkraft in die Zündlage bewegt wird und in der Sicherungslage durch ein in
Längsrichtung des Zünders bewegliches Verriegelungsorgan gesichert ist und die Zündpille außerhalb
der Bewegungsbahn des längs beweglichen, vor dem Zündpillenträger angeordneten Nadelbolzens
hält und in der Zündlage die Zündpille feststellt, wobei der Nadelbolzen unter dem Druck
einer Sperrfeder steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündpilleträger (13) mit einer in Längsrichtung
des Zünders verlaufenden Bohrung (13') versehen und in der Sicherungslage durch eine vor
dem Zündpilleträger (13) angeordnete bekannte Beharrungs-Vorschubfederhülse (12) gesichert ist,
deren Stückende in die Bohrung (13') eingreift und deren Kopfende (12') mittels ihrer Vorschubfeder
(11) nach vorn gegen vorzugsweise als Kugeln ausgebildete Sperrkörper (10) in einer
Kammer (2') im Zünderkörper (2, 3) angedrückt wird, die sich nach rückwärts in eine zweite Kammer
(2") erweitert, wobei die Beharrungs-Vorschubfederhülse (12) auf dem Nadelbolzen (8) geführt
ist.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelbolzen (8) so lang ist, daß
er in Sicherungslage des Zünders bei auf seinen Kopf (19) ausgeübtem Druck mit seinem Ende in
die Bohrung (13') des Zündpilleträgers (13) greift.
3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er als Transportsicherung einen
Ouerstecker (14, 15) hat, der in den Zündpilleträger (13) hinter der Beharrungs-Vorschubfederhülse
(12) greift.
4. Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündpilleträger (13) mit einer in
der Scharflage durch eine Öffnung des Zünderkörpers herausragenden Verlängerung (13") versehen
ist und der Ouerstecker (14) als axial durch den Zündpilleträger (13) geführter Schraubstift
mit einem die Öffnung verschließenden Kopf ausgebildet ist.
5. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Bohrung
(13') des Zündpilleträgers (13) greifende Ende der Beharrungs-Vorschubfederhülse (12) und die Bohrung
(13') konisch ausgebildet sind.
6. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünderkopf mit
einer Schutzkappe (1) bestimmter Steifigkeit je nach gewünschter Empfindlichkeit des Zünders
überdeckt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 138 458;
USA.-Patentschriften Nr. 1 786 640, 1 842 467, 076 602, 2 435 415, 2 118 062, 2 537 855, 2 625 881.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 880/83 2.58
Priority Applications (1)
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| DES40101A DE1024850B (de) | 1954-07-20 | 1954-07-20 | Aufschlagzuender, insbesondere fuer Wurfgranaten |
Applications Claiming Priority (2)
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| GB1704955A GB777781A (en) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Improvements in or relating to fuzes for shells, especially for mortar bombs |
Publications (1)
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| DE1024850B true DE1024850B (de) | 1958-02-20 |
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ID=25995167
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