DE1084618B - Zuender fuer Raketengeschosse - Google Patents
Zuender fuer RaketengeschosseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zünder für Raketengeschosse mit einem unter der Wirkung einer Feder
stehenden Zündpilleträgerschieber und einem Beharrungskörper, dessen Beharrungsrückgang zur Entsicherung
des Zündpilleträgerschiebers dient, und einem ein Stück der Bahn des Zündmittels bildenden Sicherungskörper,
der in Antriebsverbindung mit dem Beharrungskörper und unter dem Einfluß einer Federkraft
steht und durch ein Hemmwerk gebremst wird
Die bekannten Zünder dieser Art sind für ferngesteuerte Panzerabwehrraketen schlecht geeignet.
Solche gesteuerte Raketen werden bekanntlich vom Schützen durch Bedienung eines Steuergerätes auf das
Ziel gelenkt, wobei die Steuerkommandos entweder drahtlos oder durch mit der Rakete verbundene Drähte
an die Rakete übermittelt werden. Damit die Raketen sicher auf das Ziel gelenkt werden können, darf ihre
Geschwindigkeit nur ein Bruchteil von derjenigen ungesteuerter Raketen sein. Die gesteuerten Raketen erreichen
ihre Höchstgeschwindigkeit ungefähr in der gleichen Zeit wie ungesteuerte Raketen gleichen Kalibers,
benötigen aber infolge ihrer geringen Geschwindigkeit das Mehrfache dieser Zeitspanne, um die Strecke
zu durchfliegen, auf welcher der Zünder noch nicht scharf sein darf. Diese bei Raketen auch Vorwerfer-Sicherheit
genannte Strecke muß mit Rücksicht auf die Möglichkeit von während der Startphase durch den
Schützen begangenen Steuerfehlern und von einem dadurch bedingten Aufschlag der Rakete schon in der
Nähe des Abschußpunktes groß sein. Die Entsicherung des Zünders für solche gesteuerte Raketen darf also
zur Hauptsache erst während derjenigen Zeit erfolgen, in welcher das Geschoß auf das Ziel fliegt, ohne daß es
einer Beschleunigung unterworfen ist.
Der Zünder gemäß der Erfindung ist diesen Verhältnissen
angepaßt und kennzeichnet sich durch eine derartige Ausbildung des Sicherungskörpers und des Zündpilleträgerschiebers,
daß der Sicherungskörper nacheinander mit zwei Anschlagflächen des Zündpilleträgerschiebers
derart zusammenwirkt, daß er während seiner Rückbewegung die erste Anschlagfläche freigibt,
wodurch der Zündpilleträgerschieber aus der Sicherungsstellung in eine Zwischenstellung gelangt,
in welcher er mit seiner zweiten Anschlagfläche am Sicherungskörper anliegt, der diese Fläche am Ende
seiner unter Feder druck erfolgenden Vorwärtsbewegung freigibt zur Bewegung des Pilleträgerschiebers in die
Scharfstellung.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Zünders dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen mit den Sicherungsmitteln versehenen Zünder in der Ruhestellung,
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie III-III in Fig. 1,
Zünder für Raketengeschosse
Anmelder:
Verwaltungsgesellschaft
der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon,
Zürich-Oerlikon (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. W.Hasse, Patentanwalt,
München 9, Asamstr. 8
München 9, Asamstr. 8
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 28. März 1958
Schweiz vom 28. März 1958
Robert Apotheloz, Wallisellen, Zürich,
und Hansruedi Dubach, Zürich (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Sprengkopf einer Rakete,
Fig. 6 einen Zünder gemäß Fig. 1, teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt, dargestellt nach der Entsicherung
des Rotors,
Fig. 7 einen Schnitt nach Linie VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 eine Darstellung gemäß Fig. 6, gezeichnet für die Scharfstellung des Zünders,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch einen als Aufschlagzünder ausgebildeten Zünder,
Fig. 10 und 11 eine weitere Ausführung des Zündpilleträgers,
und zwar
Fig. 10 einen Grundriß desselben und
Fig. 11 einen Schnitt nach Linie XI-XI in Fig. 10.
Gemäß Fig. 1 ist das Zündergehäuse 1 mit dem Zünderkörper 2 verschraubt, in welchem der Gehäusedeckel
3 eingeschraubt ist. Im Boden des Zündergehäuses ist die Übertragungsladung 4 enthalten. Zwischen
der Fläche 5 α der senkrecht zur Zünderachse in den Zünderkörper 2 eingearbeiteten Nut 5 und der
Übertragungsladung 4 ist die Sprengseele 6 eingesetzt. Der als Rotor ausgebildete Zündpilleträger 7 ist in der
Nut 5 angeordnet und drehbar auf der im Zünderkörper 2 befestigten Achse 9 gelagert, die gegenüber
der Zünderachse parallel zu dieser versetzt ist. Die Enden der im Innern des Rotors 7 angeordneten Drehfeder
8 stützen sich an diesem und an der Achse 9 ab.
Der zylindrische, hintere Teil des Rotors 7 enthält in einer parallel zur Drehachse verlaufenden., durch-
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gehenden Bohrung die. Zündpille 10. Dieser liegt die; Ausnehmung 7 α gegenüber^'"welche durch die sich in
Achsrichtung erstreckenden Flächen 7 b, 7c begrenzt ist. Die Ausnehmung ist hinten durch die Platte 7 d ab
geschlossen. Der vordere' Teil des Rotors ist koaxial auf den hinteren Teil aufgesetzt. Die beiden zylindrischen
und konzentrischen Mantelflächen 7 e, If des
Vorderteils haben verschiedene Abstände von der Rotorachse, die kleiner sind, als der Radius des hinteren
Teils, und sind durch die beiden abrundenden Flächen 7 g, 7 h miteinander verbunden (Fig. 3); dabei hat die
Fläche 7 h die Achse der Zündpilie 10 als Mittelachse.
An die Flächen 7 b, 7 c .schließen die zylindrischen Flächen 7i, 7k an, deren nach auswärts geführte Teile
Tg und 7η die Nase Tp bilden. Die Nase7/>
ist durch eine Nut hinterschnitten.und· dabei hinten durch die
Fläche 7 q begrenzt. Die "Flächen 7i, 7 k des Rotorhinterteils
sind durch die-zylindrische Fläche 7 e miteinander verbunden, deren Abstand von der Rotorachse
gleich ist derjenige^·, der Fläche 7 e des Rotor-Vorderteils.
In dem gegen den Zünderkörper hin offenen Gehäusedeckel 3 ist der zylindrische Beharrungskörper 11 längsbeweglich
geführt. Er ist mit der zentralen Längsnut 11 α versehen und oben durch den mit ihm verbundenen
durchbohrten Deckel 11 & abgeschlossen. Der Sicherungskörper 12 wird durch" die beiden Hülsen 13 und 14
gebildet. Die verschiebbar in der Hülse 14 gelagerte Hülse 13 wird durch die auf dem Bohrungsabsatz 14 a
abgestützte, starke Feder 15 gegen den Bohrungsabsatz 14 b gedrückt. Die Hülse 14 ist durch den rechteckigen
Flanschansatz 14 c in der Nut 11 α des Beharrungskörpers koaxial zur Zünderachse längsbeweglich geführt.
Zwischen dem Flansch 14 c und dem Ansatz 2 α des Zünderkörpers ist die feder 16 eingebaut. Das mit
dem Flansch 14 d versehene*hintere Ende der Hülse 14
ragt in die Nut 5 des Zünderkörpers hinein, während die Zahnstange 14 e fest mit dem vorderen Ende dieser
Hülse verbunden ist. GemaJ3 den Fig. 1 und 2 ist ein
Hemmwerk im Schlitz 11 cf'des Beharrungskörpers angeordnet.
Dieses besteht rieben dem Flatterkörper aus dem in die Zahnstange 141? eingreifenden Ritzel 17 und
den verzahnten Rädern 18 bis 25, welche die Bewegung der Zahnstange 14 e auf das spitzverzahnte Rad 26 und
damit auf den Flatterkörper 27 übertragen. Die Getrieberäder und der Flatterkörper sind auf den im
Rahmen 28 befestigten Achsen gelagert.
. Bei diesem Aufbau ergibt sich folgende Wirkungsweise des Zünders: λ ;■■■
. Bei diesem Aufbau ergibt sich folgende Wirkungsweise des Zünders: λ ;■■■
Der in den Fig. 1 bis 4 und 6 bis 8 dargestellte Zünder
ist als Sicherungselement für einen in Fig. 5 dargestellten Sprengkopf einer Rakete 29 ausgebildet. In der
Spitze des Sprengkopfes ist ein den Primärzünder 40 enthaltender Aufschlagkopf 41 eingebaut, während im
hinteren Ende das die Sekundärzündpille 10 enthaltende Sicherungselement J? so eingeschraubt ist, daß dieses
in die Hohlladung 42 hineinragt.
In der Ruhelage befinden sich die Teile des Zünders in den in den Fig. 1 bis 4 gezeichneten Stellungen.
Durch die gespannte Drehfeder 8 wird der Rotor 7 mit
seiner als Anschlag wirkenden Fläche 7 η gegen den Flansch 14 d des Sicherungskörpers 12 gedrückt und
die Zündpille 10 außerhalb des Bereiches der Zünderachse und der Sprengseele6 gehalten. Außerdem wird
durch die Platte 7 d des Rotors die Sprengseele abgedeckt. Es kann daher weder eine etwa durch Erschütterungen
ausgelöste Selbstzündung der Zündpille 10 noch ein Zündstrahl von dem Primärzünder im Aufschlagkopf
41 über die Sprengseele 6 und die Übertragungsladung 4 auf die Hohlladung 42 übertragen werden.
Der Beharrungskörper 11 wird durch die mit der vorderen
Stirnfläche an seinem Deckel 11 b anliegende Hülse 13 des unter der Wirkung der Feder 16 stehenden
Sicherungskörpers 12 in der vorderen Endlage gehalfen, "in welcher er mit seiner Vorderfläche am Gehäusedeckel
3 anliegt (Fig. 1).
Während der Beschleunigungsperiode beim Abschuß des Raketengeschosses bewegt sich der Beharrungskörper
11 infolge seiner Beharrung nach hinten, wobei er mit seinem Deckel 11 b, der in Berührung steht mit
der Stirnfläche der Hülse 13 des Sicherungskörpers 12, diesen nach hinten stößt und die Feder 16 spannt. Durch
die rückläufige Bewegung der mit dem Sicherungskörper verbundenen Zahnstange 14 e wird über das
Ritzel 17 das Hemmwerk angetrieben und damit die Bewegung des Beharrungskörpers und Sicherungskörpers gebremst. Kurz vor Erreichen der hintersten
Stellung gleitet die vordere Kante des Flansches 14d
des Sicherungskörpers hinter die quer zur Rotorachse liegende Fläche 7q der Nase 7p. Der Rotor kann sich
nun im Gegenuhrzeigersinn drehen, wobei sich die unterhalb der Fläche 7 q liegende Fläche 7 e am Flansch
14 ö* entlang bewegt. Die Drehbewegung des Rotors wird unterbrochen, wenn dessen Fläche 7 b am Flansch
14J des Sicherungskörpers anstößt (Fig. 6, 7). Wenn keine beschleunigende Kraft mehr auf die Rakete wirkt
und der Sicherungskörper seine hinterste Stellung erreicht hat, wird er, und damit auch der Beharrungskörper
11, unter der Wirkung der Feder 16 wieder in durch das Hemmwerk gebremster Bewegung nach vorn
bewegt, wobei der Rotor vorerst noch vor einer weitergehenden Drehung gesichert bleibt. Erst wenn das Geschoß,
die Rakete, die Vorwerfersicherheitsstrecke zurückgelegt hat, das heißt, wenn die hintere Fläche des
Flansches 14 d über die Vorderkante 7r des Rotorhinterteils
hinausgelangt ist, kann der Rotor sich weiter drehen, bis die Fläche 7h des Vorderteils am Flansch
14 c? anliegt und damit die Zündpille 10 koaxial zur Achse des Sicherungskörpers 12 und zur Sprengseele6
ausgerichtet ist. Der Zünder ist dann scharf (Fig. 8).
Wenn der Aufschlagkopf 41 in der Spitze des Sprengkopfes der Rakete beim Aufschlag auf ein Hindernis
anspricht, so wird der durch den Primärzünder nach hinten gesandte Zündstrahl durch die koaxialen, hintereinanderliegenden
Bohrungen 3 a, Hc1 13a und 14f auf die Zündpille 10 im Sicherheitselement 5" geleitet,
und diese wird gezündet, wodurch über die Sprengseele 6 und die Übertragungsladung 4 die Detonation
der Hohlladung 42 eingeleitet wird.
Die beim Transport und bei der Handhabung der Rakete auftretenden Stöße, die eine nach hinten gerichtete
Bewegung des Beharrungskörpers verursachen, wirken nur sehr kurzzeitig. Infolge der Brems\virkung
des Hemmwerkes bewegt sich der Beharrungskörper mit dem Sicherungskörper 12 dann nur sehr wenig nach
hinten und kehrt anschließend wieder in die Ausgangslage zurück. Erst wenn beim Abschuß die Beschleunigung
über eine längere Zeitspanne anhält, kann sich der Sicherungskörper, wie vorstehend beschrieben, so
weit nach hinten bewegen, daß der Rotor entsichert und der Zünder scharf wird.
Durch die zwischen die beiden Hülsen 13 und 14 des Sicherungskörpers 12 gespannte Feder 15 werden die
vom Beharrungskörper 11 auf die Hülse 13 übertragenen Stöße stark gemildert an die Hülse 14 weitergeleitet
und dadurch das Hemmwerk geschont.
Der vorstehend beschriebene Zünder kann gemäß Fig. 9 auch als in der Spitze eines Raketengeschosses
eingebauter Aufschlagzünder ausgebildet sein. Der Unterschied gegenüber der ersten Ausführungsform
des Zünders besteht einzig darin, daß als Zündmittel nicht der Zündstrahl eines Primärzünders, sondern
der in der Zünderachse angeordnete Zündstift 35 dient. Dieser steht unter dem Druck der Feder 36 und wird
durch diese mit seiner Schulter35a gegen den im Oberteil 37 des Zündergehäuses befestigten Ring 38 gedrückt.
Der zylindrische Kopf 35 b des Zündstiftes ragt aus dem Zündergehäuse heraus und ist von einer aus
elastischem Material hergestellten Kappe 39 überdeckt. Der Zündstift ist in den Bohrungen 37 a und 37 b des
Zündergehäuses geführt und ragt mit seinem Schaft 35 c in die Hülsen 13 und 14 des Sicherungskörpers 12
hinein, in welchen er frei beweglich ist.
Nachdem der Rotor beim Abschuß in der beschriebenen Weise entsichert und in die Scharfstellung gedreht
wurde, kann der Zündstift beim Aufschlag des Geschosses durch seine Rückwärtsbewegung die Zündpille
10 anstechen und damit die Detonation der Sprengladung des Geschosses einleiten.
In den Fig. 10 und 11 ist eine zweite Ausführungsform des Zündpilleträgers dargestellt. Bei dieser Ausführungsform
ist der Zündpilleträger als quer zur Zünderachse beweglicher Schieber ausgebildet und in der
den Zünderkörper 30 quer durchdringenden Bahn 30 α von rechteckigem Querschnitt geführt. Quer zur Längsachse
dieser Bahn ist der Schlitz 30 & in den Zünderkörper eingearbeitet, in welchem die als Antrieb für
den Schieber 33 dienende, sich an der über den Zünderkörper gestülpten Hülse 31 abstützende Blattfeder 32
enthalten ist. Durch zwei parallel zur Zünderachse geführte Bohrungen, die sich teilweise überdecken und
deren Mittelachsen in der Bewegungsrichtung des Schiebers hintereinander liegen, werden die Anschlagflachen
33 α und 33 b gebildet. Die Nut 33/ auf der hinteren Seite des Schiebers bildet eine Verbindung
zwischen den beiden genannten Bohrungen. Der Durchmesser des Flansches 14 d des Sicherungskörpers entspricht
der Breite der Nut 33/, ist aber größer als der Abstand der Nasen 33 g· zwischen den beiden genannten
Bohrungen. Die Nut 33 / ist höher als der Flansch 14 d, dagegen ist der Durchmesser des an diesen nach
vorn anschließenden Teils der Hülse 14 etwas kleiner als der Abstand der Nasen 33 g·. Die Fläche 33 c bildet
den Grund der von der Vorderseite in den Schieber eingearbeiteten, von der Anschlagfläche 33 b bis zu dessen
Ende reichenden Nut 33 e, die mindestens so breit ist wie der Flanschdurchmesser 14d.
Mit diesem als Schieber ausgebildeten Zündpilleträger ergibt sich eine Wirkungsweise des Zünders, die
mit der zum ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen weitgehend identisch ist: Der Sicherungskörper 12 hält
mit seinem Flansch 14 d den unter Federdruck stehenden Schieber 33 in der in Fig. 11 dargestellten Ruhestellung.
Nach dem Abschuß gleitet der Flansch 14 d hinter die Anschlagfläche 33 α in die Nut 33/, worauf
die Feder 32 den Schieber nach links bewegen kann, bis der Sicherungskörper an der Fläche 33 b anliegt.
Nach der Freigabe dieser Fläche durch den Flansch 14 d des vorlaufenden Sicherungskörpers wird der
Schieber noch vollends in die Scharfstellung geschoben, die erreicht ist, wenn die Zündpille 34 koaxial zum
Sicherungskörper 12 ausgerichtet ist und wenn die Endfläche 33 h des Schiebers an der Hülse 31 anliegt.
Mit den vorstehend beschriebenen Ausführungen der Zündpilleträger 7 und 33 und des Sicherungskörpers
12 können große Vorwerfersicherheiten erreicht werden. Bei gegebener Höhe der Zündpilleträger kann beispielsweise
die Vorwerfersicherheitsstrecke dadurch verlängert werden, daß das Hemmwerk im Sinne einer
verstärkten Wirkung geändert wird. Dies bringt eine Verkürzung des vom Sicherheitskörper während der
Beschleunigungsphase der Rakete zurückgelegten Weges mit sich. Dem wird dadurch Rechnung getragen,
daß der Sicherungskörper vor dem Abschuß in einer weiter zurückliegenden Stellung vom Zündpilleträger
festgehalten wird, indem die vordere Fläche des Flansches 14 d an einem die Anschlagfläche 7 η oder 33 a
gegen vorn begrenzenden, nicht dargestellten, besonderen Vorsprung anliegt. Der Beharrungskörper 11
wird durch den Sicherungskörper nicht bis zu seiner vordersten Stellung gedrückt, sondern in einer Zwischenstellung
gehalten. DieAnschlagfläche7&oder33& kann dann entsprechend der gewünschten Vorwerfersicherheitsstrecke
der Rakete so hoch gemacht werden, daß sie der Sicherungskörper kurz vor Erreichen seiner
vordersten Stellung, die vor der Ausgangsstellung vor dem Abschuß liegt, freigibt.
Claims (3)
1. Zünder für Raketengeschosse, mit einem unter der Wirkung einer Feder stehenden Zündpilleträgerschieber
und einem Beharrangskörper, dessen Beharrungsrückgang zur Entsicherung des
Zündpilleträgerschiebers dient, und einem ein Stück der Bahn des Zündmittels bildenden .Sicherungskörper,
der in Antriebsverbindung mit dem Beharrungskörper und unter dem Einfluß einer Federkraft steht und durch ein Hemmwerk gebremst
wird, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des Sicherungskörpers (12) und des
Zündpilleträgerschiebers (7, 33), daß der Sicherungskörper (12) nacheinander mit zwei Anschlagflächen
des Zün'dpilleträgerschiebers (7, 33) derart zusammenwirkt, daß er während seiner
Rückbewegung die erste Anschlagfläche (7, 33 a) freigibt, wodurch der Zündpilleträgerschieber {7,
33) aus der Sicherungsstellung in eine Zwischenstellung gelangt, in welcher er mit seiner zweiten
Anschlagfläche {7 b, 33 b) am Sicherungskörper (12) anliegt, der diese Fläche am Ende seiner
unter Federdruck erfolgenden Vorwärtsbewegung freigibt zur Bewegung des Pilleträgerschiebers
{7, 33) in die Scharfstellung.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungskörper (12) am hinteren
rohrförmigen Ende einen Außenflansch als Anschlagteil trägt (14 d).
3. Zünder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Zündpilleträgerschieber
(7, 33) eine Ausnehmung ist mit mindestens einer in die Ausnehmung ragenden, die
erste Anschlagfläche (7n, 33 a) tragenden Nase
(7 p, 33 g·) und mit der in der Bewegungsrichtung
des Zündpilleträgerschiebers liegenden zweiten Anschlagfläche (7b, 33b), wobei die Nase (7p,
33 g) durch eine Nut hinterschnitten ist zum freien Vorbeibewegen des Zündpilleträgerschiebers an
dem Außenflansch (14d) des Sicherungskörpers (12), wenn sich der Sicherungskörper (12) in der
hinteren Stellung befindet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 962 865, 1 018 757;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 024 850.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 548/63 6.60
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| DE1084618B true DE1084618B (de) | 1960-06-30 |
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