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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
um die unangenehmen Gerüche
von Katzentoiletten abzusaugen.
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Katzenbesitzer die ihr Tier ausschließlich in der
Wohnung halten kennen den unangenehmen Geruch, der gerade in der
warmen Sommerzeit von Katzentoiletten ausgeht. Im momentanen Stand
der Technik gibt es hierfür
verschiedene Lösungen.
So kann die Katzentoilette mit einer Haube abgedeckt sein, welche
zusätzlich
mit einer Einstiegsklappe versehen ist, die den Geruch in der Toilette
halten sollen. Diese Vorkehrungen verhindern jedoch nicht wirkungsvoll
den Austritt von Geruch. Im wesentlichen sind die Spaltmaße an der
Einstiegsklappe (
1–
3 11 ) und die der
Haube (
1–
3 12) die Ursache
für das
Austreten. Auch wird versucht über
Kohlefaser beschichteten Schaumstoff, der an Entlüftungsöffnungen
der Haube angebracht ist die Gerüche
festzuhalten. Der geringe Aktivkohlebestandteil in dem Schaumstoff
lässt allerdings
keine effektive Filterung zu. Es gibt auch weitere Entwicklungen
die einen völlig
anderen Weg einschlagen. z.B. beschreiben die Patente
DE19941830 ,
DE19903953 und
DE19921573 eine Katzentoilette mit
Wasserspülung, bei
der keine Gerüche
entstehen sollen, allerdings ist bei diesen Verfahren ein enormer
Teile und damit Kostenaufwand zu betreiben, auch muss an dem Aufstellort
der Toilette einen Zu- und Abwasseranschluss bereitgestellt werden.
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Die Katzentoilettenabsaugung lässt allerdings
kein Geruchsaustritt zu, da sich hier durch den Einsatz eines Klein-Ventilators
immer ein sehr geringer, aber ausreichender Unterdruck im Katzenklo
befinden. Sicherzustellen ist dabei nur, dass die Abluft und somit
die Gerüche
an einen Ort transportiert werden, wo sie nicht störend sind.
Das Abwassersystem bietet sich hierzu hervorragend an. In den meisten Fällen ist
die Katzentoilette im sanitären
Bereich einer Wohnung anzutreffen und somit in einer erreichbaren
Nähe eines
Abflusses. Auch die Ableitung ins Freie oder über eine ausreichend dimensionierten, geruchsabsorbierenden
Filter (z.B. Aktivkohle) ist möglich.
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Die Vorteile der Vorrichtung sind
- – Absolut
geruchsfreier Katzenklo, kein Geruchsaustritt, wie z.B. an Einstiegsklappe
(1– 3 11)
und Schnittstelle Haube zu Unterbau (1-3
12)
- – Weniger
oft gereinigte Katzentoiletten werden gerne von Katzen gemieden,
ein unerwünschtes ablegen
des Kodes bzw. Urins in der Wohnung ist die Folge. Dabei spielt
der Geruch auch eine wesentlich Rolle. Durch die Absaugung befindet
sich auch für
die Katze, im Inneren der Toilette ein recht angenehmer Geruchspegel.
- – ÖKO-Test
hat festgestellt, dass bei organisch hergestelltem Katzenstreu (Klumpstreu)
oftmals krebserregender Staub beim Umschütten oder Aufwirbeln freigesetzt
wird. Durch die Absaugung wird auch dieser Staub, der beim Zuschütten des Kodes
von der Katze freigesetzt wird, abgesaugt. Das Einatmen des Staubes
durch die Katze wird verringert, das Austreten aus der Toilette
ist praktisch ausgeschlossen.
- – rel.
geringer Materialaufwand und somit Kosten, im Gegensatz zu anderen
Verfahren die eine geruchsfreien Katzenklo realisieren sollen.
- – Die
Absaugung lässt
sich an jedem Haubenklo mit Einstiegsklappe nachrüsten
- – Bei
der Absaugung in das Abwassersystem sind keine Wartungs- oder Pflegearbeiten
an der Absaugung nötig.
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Ausführungsbeispiele sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
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1:
Absaugung einer Katzentoilette, mit Haube und Einstiegsklappe ins
Abwassersystem
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2:
Absaugung einer Katzentoilette, mit Haube und Einstiegsklappe durch
einen, in der Haube integrierten Geruchsfilter
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3 Absaugung
einer Katzentoilette, mit Haube und Einstiegsklappe durch einen
externen Geruchsfilter
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In 1 erkennt
man eine schematische Darstellung einer Absaugung ins Abwassersystem.
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Ausgangssituation ist eine handelsübliche Katzentoilette 7 mit
Haube und Einstiegsklappe 11 , sowie einen erreichbaren
Abwasserabfluss 3, hier zu sehen ist ein Waschtischgarnitur 1 mit
Siphon 2. Ferner befindet sich nach dem Siphon ein nach
oben gerichteter Anschluss 5 wie er üblicher weise für den Anschluss
einer Waschmaschine oder ähnliches
Gerät mit
Abwasseranschluss benutzt wird. Wichtig ist dabei, dass der Anschluss
hinter dem Siphon sitzt, da sonst die abgesaugte Luft nicht ins
Abwassersystem gelangen kann. Sie würde an der Wasserbarriere im Siphon
nicht vorbeikommen. Hinter dem Siphon befindet sich allerdings keine
Barriere mehr, die die Abluft hindern würde in die Kanalisation zu
gelangen, wo sie keinen mehr mit ihrem üblen Geruch stören wird.
Hierfür
kann prinzipiell jeder Abfluss genutzt werden, der ein Zusatzanschluss
hinter dem Siphon ermöglicht.
Die in 1 gezeigte Anschlussmöglichkeit
an einem Waschtisch ist nur eine Variante, je nach Zugang kann man
hierfür
auch ein Spültisch-; Badewannen-;
Duschwannen oder WC-Anschluss verwenden, wobei die Waschtisch-Variante
am problemlosesten umzusetzen ist. Wichtig ist auch, dass der Zusatzanschluss
so gedreht wird, dass er an der oberen Rohrhälfte sitzt. Bei normalen Betrieb
wird das am Waschtisch anfallende Abwasser nicht durch das Absaugrohr
Richtung Katzentoilette laufen. Aus Sicherheitsgründen ist
es jedoch ratsam die Absaugleitung so zu verlegen, dass sie an einem
Punkt zwischen dem Anschluss 5 und dem Ventilator 4 höher liegt
als der maximale Wasserspiegel in dem Waschtisch. Dies gilt auch
bei allen anderen Anschlussmöglichkeiten.
Ist dies nicht möglich
oder aus optischen Gründen
nicht erwünscht,
so kann man zwischen den eben genannten Punkten auch ein Rückschlagventil einsetzten.
Dabei ist zu berücksichtigen,
dass ein Rückschlagventil
mit Schwerkraftrückstellung
benutzt wird (Einbaulage beachten) da ein Rückstellen durch den geringen
Luftdurchsatz der Absaugung nicht gewährleistet werden kann.
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Nun zum Anschluss an der Katzentoilette: Hier
ist das Anbringen recht einfach. Benötigt wird nur eine Öffnung an
der Katzenklohaube, an der ein Anbringen der Leitung möglich ist,
sodass hier die unangenehm riechende Luft abgesaugt werden kann (z.B.
Einschraub-Verschraubung oder die Leitung in ein vorher angebrachtes
Loch verkleben). Eine Anbringung des Anschlusses gegenüber der
Einstiegsklappe ist wegen dem besseren Luftaustausch zu empfehlen,
jedoch ist jede andere Position denkbar.
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Zur Absaugung selbst: Die Absaugung
besteht im Wesentlichen aus zwei Haupteilen; eine Absaugleitung 6 und
einem Klein-Ventilator 4 inkl. Spannungsversorgung die
von einer Batterie oder dem Stromnetz gestellt werden kann. Der
Ventilator kann in einem separaten Gehäuse untergebracht werden (wie
in 1), sowie je nach
Bauart des Ventilators direkt in der Leitung. Kleinst-Ventilatoren
wie sie bei der Kühlung
von Notebook-CPU's verwendet werden finden auch leicht in der Absaugleitung
platzt. Ein zusätzliches
Gehäuse
ist dann nicht notwendig. Die Position des Ventilators in der Leitung
spielt auch keine wesentlich Rolle bei der Funktion, er kann auch
am Eintritt also auf der Haube montiert sein, sowie in mitten der
Leitung. Einen möglichst
großen
Abstand zum Katzenklo ist allerdings wegen der Geräuschentwicklung
ratsam ( wie in 1). Die
Abluftleitung kann ein starres sowie ein flexibles Rohr sein, oder ein
Schlauch mit geeignetem Knickschutz damit der Schlauch nicht abknicken
kann und somit die Absaugung verhindert.
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Zwei weitere Varianten werden in 2 und 3 gezeigt. Dabei wird die aus dem Katzenklo
angesaugte Luft über
einen geruchsabsorbierenden Filter gereinigt und wieder im Raum
frei gegeben.
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2 zeigt
eine Absaugung, die im Prinzip der von 1 ähnelt, jedoch
dass die Abluft nicht in die Kanalisation geleitet wird, sondern
durch einen externen geruchsabsorbierenden Filter (z.B.
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Aktivkohle) 8, der die gereinigte
Luft wieder in den Raum abgibt 9. Auch hier spielt die
Position des Ventilators keine bedeutende Rolle. Er ist auch am
Filteraus- oder Eintritt denkbar sowie an der zu 1 genannten Positionen.
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3 zeigt
einen in der Katzenklohaube integrierten geruchsabsorbierenden Filter
(z.B. Aktivkohle) der keine zusätzliche
Leitung zum Ablufttransport benötigt.
Die Luft wird direkt aus dem Katzenkloinneren in den Filter gezogen
(oder gedrückt, je
nach Position des Ventilators) und entweicht dann gefiltert am Auslass.
Der Filtereintritt 10 ist durch eine Öffnung mit Rückhalteelement
(z.B. Sieb) auszulegen damit das Filtermaterial nicht ins Innere
fällt. Auch
die Anbringung des Ventilators spielt hier keine wesentliche Rolle
bei der Funktion. Er könnte
auch am Filtereintritt sitzen und die Luft durch den Filter drücken.
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Bei allen drei Varianten ist eine
gezielte Absaugung, bei dem Betreten der Katzentoilette möglich, so
dass nur dann abgesaugt wird, wenn die Katze ihr Geschäft erledigt.
Die Nachlaufzeit kann mittels eines Abzugverzögerten Zeitrelais eingestellt
werden. Für
die Erkennung wann die Katze die Toilette betritt können übliche Messverfahren
angewandt werden: Eine Erfassung ist möglich über, Endschalter an der Eintrittsklappe
(mechanisch), über
Licht- bzw. Infrarotlichtschranke (optisch) oder über Wärme, Ultraschall
oder Radar (berührungslos).
Dadurch dass bei diesem Verfahren keine Gerüche mehr entstehen ist es für den Katzenbesitzer
schwerer zu erkennen ob und wie stark das Streu mit Kode bzw. Urin
belastet ist. Abhilfe schafft hier eine Erweiterte Zähleinrichtung
die angibt wie oft die Katze die Toilette aufgesucht hat. Dies kann
mit der bereits vorher genannten Eintrittsüberwachung gekoppelt und elektrisch
bzw. elektronisch aufgenommen und ausgegeben werden oder aber über eine
separate, mechanische Zähleinrichtung
die durch das Aufschwingen der Eintrittsklappe betätigt wird.