DE20217721U1 - Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken - Google Patents
Luftabsaugvorrichtung für ToilettenbeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken mit im Spülkasten angeordneten Lüfter. 5
Es sind Luftabsaugvorrichtungen zur Absaugung der Faulgase aus Toilettenbecken bekannt, bei denen ein elektrisch betriebener Lüfter im Spülkasten angeordnet ist und die Luft unter dem Wasserverteilungsrand der Toilettenschüssel durch das Spülwasserfallrohr und den Spülkasten abgesaugt und in die Abwasserleitung oder in das Abluftrohr über Dach abgeleitet wird.
Diese bekannten Luftabsaugvorrichtungen weisen jedoch wesentliche Nachteile auf, da hierfür unter anderem luftdichte Spülkästen, Rückschlagventile, Rückschlagkappen usw. zum Einsatz kommen, um ein Rückströmen der Faulgase zu verhindern.
Derartige Luftabsaugvorrichtungen bestehen aus aufwendigen Konstruktionen mit zahlreichen Bauteilen und unterliegen einem starken Verschleiß. Sie sind unökonomisch in der Herstellung, lassen sich bei bestehenden Toilettenanlagen in den seltensten Fällen nachrüsten und sind äußerst reparaturanfal1ig.
Die Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken zur Verfügung zu stellen, die für alle genormten Toilettenbecken und Spülkästen einsetzbar ist, aus wenigen Bauteilen besteht und zum nachträglichen Einbau in vorhandene Toilettenanlagen geeignet ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei Luftabsaugvorrichtungen für Toilettenbecken mit im Spülkasten angeordneten Lüfter, bei dem die Luft unter dem Wasserverteilungsrand der Toilettenschüssel durch das Spülwasserfallrohr abgesaugt und in die Abwasserleitung oder das Abluftrohr über Dach abgeführt wird, an dem im Spülkasten angeordneten Lüfter eingangsseitig ein flexibler Schlauch befestigt ist, der mit seinem anderen Ende frei beweglich in das Ventilrohr des Wasserschlosses hineinragt. Der Lüfter wird erfindungsgemäß ständig mit niedriger Drehzahl betrieben und erzeugt so einen Unterdruck in dem Toilettenbecken als Geruchsverschluss, so dass jegliche andere Bauelemente zur Verhinderung des Rückströmens von Faulgasen entfallen können.
In unmittelbarer Nähe des Toilettenbeckens ist ein Sensor angeordnet, welcher mittels eines Steuergerätes bei Annäherung einer Peron an das Toilettenbecken den Lüfter auf eine höhere Drehzahl umschaltet und so die Faulgase abgesaugt werden.
Zweckmäßigerweise besteht der Lüfter aus einem kugelgelagerten Miniaturlüfter, um eine lange Lebensdauer und niedrige Laufgeräusche zu gewährleisten.
Zur Ermöglichung einer leichten Montage ist er in einem Kunststoffgehäuse angeordnet, an welches mit genormten Befestigungsmitteln und Siphonverschraubungen die Zu- und Ableitungen befestigt sind.
Um ein Eindringen von Insekten in das Abluftsystem zu verhindern, ist vor das Abluftsystem am Wasserzulaufrohr ein Maschengitter angeordnet.
Die erfindungsgemäße Luftabsaugvorrichtung gewährleistet den Einsatz weniger Bauteile, ist ökonomisch herstellbar, erfordert einen minimalen Stromverbrauch und ist nicht reparaturanfällig.
Mit der erfindungsgemäßen Luftabsauganlage können bereits bestehende Toilettenanlagen nachgerüstet werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen beispielhaft beschrieben:
Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Toilettenanlage.
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Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Spülkastensystems.
Figur 3 zeigt das Blockschaltbild zur Steuerung der Luftabsaugvorrichtung.
Die Toilettenanlage besteht aus dem Toilettenbecken 1 mit Toilettenschüssel 3 mit Spülwasserzulauf 3 a, Wasserverteilungsrand 3 b, Geruchsverschluss 3 c und Schmutzwasserablauf 3 d.
Das Spülwasser wird aus dem Spülkasten 5 a bei Betätigung der nicht näher dargestellten Spülvorrichtung durch Öffnen des Wasserschlosses 2 mittels Anheben dessen Ventilrohres 5 durch das Wasserzulaufrohr 4 der Toilettenschüssel 3 zugeführt und als Schmutzwasser über Abflussrohr 15 abgeleitet.
Die erfindungsgemäße Luftabsaugvorrichtung besteht aus
einem im Spülkasten 5 a angeordneten Rohrgebläse 7, an dessen Eingangsseite ein flexibler Schlauch 6 angeordnet ist, dessen anderes Ende frei beweglich in das Ventilrohr 5 des Wasserschlosses 2 soweit hineinragt, dass eine Funktion des Hebelmechanismus des Wasserschlosses 2 bei Betätigung der Spülung gewährleistet ist.
An der Ausgangseite des Rohrgebläses 7 sind Abgasleitungen angeordnet, ein Ausblasschlauch 14, der seitlich aus dem Spülkasten 5 a herausgeführt und mit einem Siphonrohr verbunden ist, welches in das Abflussrohr 15 mündet und so die Faulgase ableitet.
Erfindungsgemäß wird das Rohrgebläse 7 mit einer niedrigen Drehzahl als Standlauf ständig betrieben und bei Annäherung einer Person zwecks Benutzung der Toilette durch einen Sensor über ein Netzteil mit Steuerung auf eine höhere Drehzahl in den Betriebslauf umgeschaltet und sobald sich die Person wieder entfernt hat, auf den Standlauf zurückgeschaltet.
Das mit niedriger Drehzahl im Standlauf ständig betriebene Rohrgebläse 7 erzeugt in der Toilettenschüssel 3 über den flexiblen Schlauch 6 den Ausblasschlauch 14 und das Siphonrohr 8 einen ständigen Unterdruck als Luftvorhang, so dass keinerlei andere technischen Bauelemente als Geruchsverschluss, wie Rückschlagventile, Rückschlagkappen, Rückstaukammern, Halteventile und ähnliches erforderlich sind.
Der Gebläsemotor des Lüfters 9 ist zweckmäßigerweise als Langläufer mit Kugellager ausgestattet und ist für das menschliche Ohr im Standlauf nicht hörbar und weist bei einer Betriebsspannung von bspw. 6 Volt eine
außerordentliche geringe Stromaufnahme auf.
Im Betriebslauf wird die Drehzahl bspw. durch Anlegen einer höheren Betriebsspannung um ein Vielfaches erhöht, um die Faulgase aus der Toilettenschüssel 3 abzusaugen und über Spülwasserzulauf 3 a, Wasserzulaufrohr 4, Ventilrohr 5, flexiblen Schlauch 6, Rohrgebläse 7, Ausblassschlauch 14 und Siphonrohr 8 in das Abflussrohr 15 abzuleiten.
Die abgesaugten Faulgase können auch über ein Abluftrohr über Dach abgeleitet werden.
Es hat sich für die Anwendung der Erfindung als zweckmäßig erwiesen, unter dem Wasserschloss 2 über dem oberen Ende des Wasserzulaufrohres 4 ein Maschengitter 18 zwecks Rückhaltung von Insekten vor Eindringen in das Abluftsystem anzuordnen.
Der Lüfter 9 kann bspw. als Miniaturlüfter ausgebildet sein, der in einem quadratischen oder runden Kunststoffgehäuse 10 eingelegt ist. Beiderseitig werden durch 4 Splinte 11 die Siphonverschraubungen 12 befestigt.
An der Ausblasseite wird die Siphonverschraubung 12 mit einer Dichtung 13 versehen. Durch die Schraubverbindung sind eine schnelle und einfache Montage des Rohrgebläses zwischen flexiblem Schlauch 6 und Ausblasschlauch 14 möglich und beide werden mittels Siphonverschraubung 12 am Rohrgebläse 7 montiert.
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Gemäß Figur 3 erfolgt die Steuerung des Netzteiles 17 durch einen Sensor. Zur Minimierung der Baugruppe werden integrierte Schaltkreise verwendet.
I. Toilettenbecken 2 . Wasserschloss
3 . Toilettenschüssel
3 a Spülwasserzulauf 3 b Wasserverteilungsrand 3 c Geruchsverschluss 10 3d Schmutzwasserablauf
4 . Wasserzulaufrohr
5 . Ventilrohr
5 a Spülkasten 6. Flexibler Schlauch 7. Rohrgebläse
8. Siphonrohr
9. Lüfter
10. Kunststoffgehäuse
II. Splinte
12 . Siphonversehraubung
13. Gummidichtung
14. Ausblasschlauch
15. Abflussrohr
16. Bewegungsmelder 17. Netzteil
18. Maschengitter
Claims (4)
1. Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken mit im Spülkasten angeordneten Lüfter, bei dem die Luft unter dem Wasserverteilungsrand der Toilettenschüssel durch das Spülwasserfallrohr abgesaugt und in das Abflussrohr oder Abluftrohr geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Lüfter eingangsseitig ein flexibler Schlauch befestigt ist, der mit seinem anderen Ende frei beweglich in das Ventilrohr des Wasserschlosses hineinragt, der Lüfter ständig mit niederer Drehzahl einen Unterdruck in dem Toilettenbecken als Geruchsverschluss erzeugt, in unmittelbarer Nähe des Toilettenbeckens ein mit einem Steuergerät für den Lüfter verbundener Sensor angeordnet ist, mittels welchem bei Annäherung einer Person an das Toilettenbecken der Lüfter auf eine höhere Drehzahl geschaltet ist.
2. Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrgebläse einen Miniaturlüfter aufweist, der in ein rundes oder quadratisches Kunststoffgehäuse eingelegt ist und an dem mittels Splinten die Siphonverschraubungen der Siphonrohre befestigt sind.
3. Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ausgangsseite der Siphonverschraubung eine Dichtung zwischen Kunststoffgehäuse und Ausblasschlauch angeordnet ist.
4. Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Wasserschloss am oberen Ende des Wasserzulaufrohres ein Maschengitter angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20217721U DE20217721U1 (de) | 2002-11-14 | 2002-11-14 | Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE20217721U1 true DE20217721U1 (de) | 2003-02-06 |
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Family Applications (1)
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| DE20217721U Expired - Lifetime DE20217721U1 (de) | 2002-11-14 | 2002-11-14 | Luftabsaugvorrichtung für Toilettenbecken |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20217721U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1365078A1 (de) * | 2002-05-24 | 2003-11-26 | POLIMATIC di Alberto Girolamini | Klosettbeckenentluftung |
| WO2006106354A3 (en) * | 2005-04-08 | 2007-05-10 | Concept Ebh Ltd | Ventilation system |
| WO2008025051A1 (en) * | 2006-08-29 | 2008-03-06 | Morris, Elaine, K. | An air exhaust system for a toilet |
| EP2224067A1 (de) * | 2009-02-17 | 2010-09-01 | Ezio Perotto | Verfahren zur Eliminierung von Gerüchen für Einbau-Sanitärinstallationen |
-
2002
- 2002-11-14 DE DE20217721U patent/DE20217721U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20051117 |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: SIMON, GISELA, DE Free format text: FORMER OWNER: SIMON, KLAUS, 04769 MUEGELN, DE Effective date: 20061206 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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Effective date: 20101105 |
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| R071 | Expiry of right |