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DE1022364B - Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenstaenden aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenstaenden aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl.

Info

Publication number
DE1022364B
DE1022364B DEV11002A DEV0011002A DE1022364B DE 1022364 B DE1022364 B DE 1022364B DE V11002 A DEV11002 A DE V11002A DE V0011002 A DEV0011002 A DE V0011002A DE 1022364 B DE1022364 B DE 1022364B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
enamel
protective layer
pattern
color
glass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV11002A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Eckstein
Rudolf Kunze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
K BELEUCHTUNGSGLAS MEISSEN VEB
Original Assignee
K BELEUCHTUNGSGLAS MEISSEN VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by K BELEUCHTUNGSGLAS MEISSEN VEB filed Critical K BELEUCHTUNGSGLAS MEISSEN VEB
Priority to DEV11002A priority Critical patent/DE1022364B/de
Publication of DE1022364B publication Critical patent/DE1022364B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/02Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with glass
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/52Multiple coating or impregnating multiple coating or impregnating with the same composition or with compositions only differing in the concentration of the constituents, is classified as single coating or impregnation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D5/00Coating with enamels or vitreous layers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenständen aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl. Es ist bereits seit langem bei der Bemusterung von Glasgegenständen im Beizverfahren bekannt, daß die Glasgegenstände mit Wachs, Asphalt od. dgl. in einer Schicht überzogen werden, die als Schutzschicht bezeichnet wird. Das zu bildende Muster wird aus der Schutzschicht ausgehoben, und alsdann wird der Gegenstand in eine ätzende Flüssigkeit getaucht, wobei an den Stellen, wo- die Schutzschicht entfernt ist, die Glasoberfläche durch die ätzende Flüssigkeit angegriffen wird, so daß dort eine; Musterung entsteht. Nach Beendigung des Ätzverfahrens wird die Schutzschicht entfernt.
  • Mit diesem bekannten Ätzverfahren ist es nicht möglich, vielfarbige Effekte zu erzielen.
  • Man ist daher, um vielfarbige Effekte zu erzielen, in der Weise vorgegangen, daß man auf das Glas eine Schmelzfarbe aufbrachte und diese in das Glas einbrannte. Wenn dabei das Muster mit dein Pinsel aufgetragen wurde, war für jeden herzustellenden Gegenstand ein großer Zeitaufwand erforderlich, so daß derartige Gegenstände in Massenfertigung nicht hergestellt werden konnten.
  • Um eine gewisse Verbilligung zu erzielen, hat man daher auf die Gegenstände aus Glas usw: Abziehbilder aufgeklebt oder die Bemusterung im Druckverfahren aufgebracht. Diese Verfahren setzen jedoch immer eine gewisse Regelmäßigkeit und besondere Gestaltung der Oberfläche des mit dein Muster zu versehenden Gegenstandes voraus.
  • Nach der Einführung der Spritzapparate zum Auftragen von Farbe verwendete man Schablonen und erreichte dadurch eine weitere Verbilligung. Jedoch war die, Anwendung der Schablonen abhängig von der Form des zu behandelnden Gegenstandes, und außerdem war für jede Größen- und Formänderung des Gegenstandes ein neuer Schablonensatz erforderlich, Mit Schablonen ließ sich daher nur an bestimmten Gegenständen eine Musterung erzielen, und diese :Musterung trug immer einen besonderen Charakter, so daß an den hergestellten Gegenständen die Verwendung der Schablone ohne weiteres erkennbar war.
  • Es ist auch bereits bekannt, daß man Kreide od. dgl. auf die Oberfläche von Glasgegenständen aufträgt und durch das Auftragen bzw. Überdecken der Glasfläche eine gewisse Musterung erzielt. Nach dem Auftragen der Kreide wird dann der Gegenstand mit Schmelzfarbe überspritzt und in den Brennofen gebracht. Nach dem Einbrennen wird die Kreideschicht entfernt. Die erhaltene Bemusterung entspricht dann den Stellen, an denen die Kreide aufgetragen wurde. Dort, wo keine Kreide aufgetragen wurde, ist die Farbe eingebrannt. Dieses Verfahren läßt jedoch nur eine Bemu,terung in lie"chrI-inletem Umfange zu, weil das Auftragen der Kreide lediglich mit Pinsel oder unter Zuhilfenahme von Schablonen erfolgt.
  • Beim Auftragen mit Pinsel ergibt sich jedoch wieder bedeutender Zeitverlust, und beim Auftragen mit Schablone treten alle die -Nachteile auf, die, wie weiter oben geschildert, der Schablonentechnik anhaften.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat nun zum Ziel, die Musterung so durchzuführen, daß wenig Zeit für das Auftragen des Musters gebraucht wird, die Schablone entbehrlich wird und außerdem die Form des zu behandelnden Gegenstandes ganz beliebig sein kann, wobei noch das Auftragen der Farben in beliebiger Stärke erfolgen kann, so daß billiger als mit allen bisher bekannten Verfahren und unabhängig von der jeweiligen Form des Gegenstandes ein Muster in jeder beliebigen Technik aufgetragen. werden kann.
  • Das neue Verfahren eignet sich in besonderer Weise für Beleuchtungsglas, weil sich mit den auf diese Weise hergestellten Gläsern besondere Beleuchtungseffekte erzielen lassen.
  • Beispiel 1.
  • Ein Gegenstand aus Glas, z. ß. eine Lampenglocke, wird zunächst an seiner gesamten Oberfläche finit einer Schutzschicht überzogen. Diese besteht aus einer Mischung von etwa 60' o/o Kreide, 35 % Wasser und 5 % Bindemittel, wie Gummiarabikum oder Stärke. Die breiartige Lösung wird mittels Spritzapparat auf die gesamte Oberfläche in einer Stärke von etwa 1 min aufgespritzt. Man läßt diesen Überzug trocknen und entfernt hierauf mit einem geeigneten Griffel von -[-Tand oder mit geeigneten maschinellen Einrichtungen, auch Pantographen, die Schutzschicht an den Stellen, wo das Muster erscheinen soll: Nunmehr beginnt das Auftragen der Schmelzfarbe. Dazukann jede geeignete Einrichtung zum Auftragen verwendet werden, wie Farb- und Puderpinsel und Spritzeinrichtungen. Nach 5 dem Auftragen der Schmelzfarbe, gegebenenfalls verschiedener Schmelzfarben, wird der Gegenstand in bekannter Weise in den Einbrennofen gebracht, wo die Schmelzfarben in üblicher Weise eingebrannt werden. Nach dem Einbrennen wird die auf der Ober- io flache des Gegenstandes angebrachte Schutzschicht entfernt. Die erzielte Bemusterung entspricht den Stellen, an denen die Schutzschicht entfernt wurde. Beispiel 2 Die Oberfläche des Gegenstandes wird nur teilweise mit einer Schutzschicht versehen, und in dieser Schutzschicht wird die Musterung angebracht. Hierauf wird die Schmelzfarbe wie beim Beispiel 1 aufgetragen und anschließend eingebrannt. Nach den 2o Einbrennen wird die Schutzschicht entfernt. Beispiel 3 Ein Gegenstand aus Glas, Keramik od. dgl. wird mit einer Schutzschicht aus Kreide oder einem anderen geeigneten, beim Erhitzen auf der Oberfläche nicht einbrennbarem Material überzogen. In dieser Schutzschicht wird die Musterung durch Ausheben angebracht. Anschließend wird das Auftragen der Schmelzfarbe mit dem Pinsel oder mit Spritzapparat auf die ausgehobenen Stellen vorgenommen und eingebrannt. Beispiel 4 Ein Gegenstand aus Glas, Keramik, Metall od. dgl. wird mit einer Schutzschicht aus Kreide od. dgl. überzogen. In dieser Schutzschicht wird die Musterung durch Ausheben angebracht. Anschließend wird durch Auftragen mit dem Pinsel oder mit Spritzapparat auf die ausgehobene Stelle ein Präparat aus Edelmetall aufgebracht und der Einbrennvorgang vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenständen aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Oberfläche des Gegenstandes mit einer Schutzschicht aus einem beim Erhitzen auf der Oberfläche nicht einbrennbarem Material, wie Kreide, versehen wird, hierauf durch geeignete Mittel, wie Griffel, das Muster aus der Schutzschicht ausgehoben wird und alsdann Schmelzfarbe sowohl auf die ausgehobenen als auch gegebenenfalls auf mit der Schutzschicht überzogenen Stellen der Oberfläche des zu behandelnden Gegenstandes aufgetragen wird, worauf das Einbrennen der Schmelzfarben erfolgt und nach dem Brennen die überflüssige Schutzschicht entfernt wird. ?. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragen der Schmelzfarbe bzw. verschiedener Schmelzfarben mit Spritzapparaten erfolgt, wobei das Aufspritzen der Farbe ohne Rücksicht auf die Grenzen der Musterung vorgenommen wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Schmelzfarbe ein Edelmetallpräparat aufgetragen und eingebrannt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Edelmetallpräpara,t im Spritzverfahren aufgetragen wird. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzubrennende Farbe bzw. das einzubrennende Präparat stark aufgetragen wird, so daß beim Einbrennen reliefartige Wirkung erzielt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Gegenstände aus Keramik und aus Metall, auf deren Oberfläche Email eingebrannt ist, mit einer Schutzschicht versehen werden; in der das Muster eingetragen wird, worauf wiederum nach Auftragen der Schmelzfarbe bzw. des Edelmetallpräparates das Einbrennen erfolgt.
DEV11002A 1956-08-02 1956-08-02 Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenstaenden aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl. Pending DE1022364B (de)

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Publications (1)

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DE1022364B true DE1022364B (de) 1958-01-09

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DEV11002A Pending DE1022364B (de) 1956-08-02 1956-08-02 Verfahren zum Einbrennen von Schmelzfarben auf Gegenstaenden aus Glas, Keramik, Metallen od. dgl.

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