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DD201136A1 - Verfahren zur herstellung farbiger dekore auf glas-oder keramikartikeln - Google Patents

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Publication number
DD201136A1
DD201136A1 DD23315381A DD23315381A DD201136A1 DD 201136 A1 DD201136 A1 DD 201136A1 DD 23315381 A DD23315381 A DD 23315381A DD 23315381 A DD23315381 A DD 23315381A DD 201136 A1 DD201136 A1 DD 201136A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
glass
article
decorated
ceramic articles
ceramic
Prior art date
Application number
DD23315381A
Other languages
English (en)
Inventor
Gottfried Boden
Andreas Kolitsch
Edgar Richter
Ludwig Staedtler
Tilo Poitz
Hans-Juergen Schulz
Alfred Uhlmann
Original Assignee
Gottfried Boden
Andreas Kolitsch
Edgar Richter
Ludwig Staedtler
Tilo Poitz
Schulz Hans Juergen
Alfred Uhlmann
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Filing date
Publication date
Application filed by Gottfried Boden, Andreas Kolitsch, Edgar Richter, Ludwig Staedtler, Tilo Poitz, Schulz Hans Juergen, Alfred Uhlmann filed Critical Gottfried Boden
Priority to DD23315381A priority Critical patent/DD201136A1/de
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von farbigen filigranen Dekoren zur Veredlung von Glas- und Keramikartikeln. Mit der Erfindung von Glas- und Keramikartikeln durch Aufbringen abriebfester filigraner Dekore auf moeglichst wirtschaftliche Weise unter Verwendung der Lasertechnik geschaffen werden. Erfindungsgemaess wird dazu der Glas- oder Keramikarikel mit faerbenden beziehungsweise gefaerbten Stoffen, wie Metalloxide, Metallnitride, Farbfritten, Metallsalze, beschichtet und durch Einwirkung eines dem auszubildenden Dekor entsprechend gefuehrten fein-fokussierten Laserstrahls einer Outputleistung von 20-200 Watt fixiert, ohne dass dabei ein Materialabtrag auf dem zu dekorierenden Gegenstand erfolgt.

Description

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Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von farbigen filigranen Dekoren zur Veredlung von Glas- und Keramikartikeln.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Herstellung von farbigen Dekoren auf Gläsern und Keramikartikeln verwendet man größtenteils die Siebdrucktechnik. Siebdruckdekore haben den Nachteil, daß sie nur eine geringe Resistenz gegen mechanische und mechanischchemische Beanspruchung speziell beim Reinigen der dekorierten Artikel nach Gebrauch aufweisen. Außerdem ist die Siebdrucktechnik meist auf ebene Flächen begrenzt. Durch Schleifen, Schneiden oder Ätzen farbig überfangener Gläser lassen sich farbige Negativdekore herstellen. Filigrane Schmuckdekore auf Glas- oder Keramikartikeln fertigt man vorteilhaft durch Gravur mittels Laserstrahlen (z.B. DD-PS 118251). Zur Herstellung farbiger filigraner Poeitivdekore ist diese Lasertechnik nicht anwendbar. In der japanischen Patentschrift IA 49-4352 wird ein Laserdekorationsverfahren zur Herstellung farbiger Bilder auf Glas- oder Keramikartikeln vorgeschlagen, bei dem das vorgesehene farbige Bild inagesamt auf den zu, dekorierenden Artikel aufgebracht und anschließend mittels eines Laserstrahls fixiert wird, der die gesamte Bildfläche unmittelbar ausleuchtet. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß einmal das gewünschte Bild nur auf ebenen Flächen mittels Siebdruck aufgebracht werden kann, ansonsten von
-ÄSER 1981
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Hand aufgemalt werden muß und zum anderen zur anschließenden Fixierung ein energieintensiver Laser extrem hoher Leistung mit einem der Bildfläche entsprechenden Strahlungsdurchmesser erforderlich ist, der beim heutigen Stand der Lasertechnik einen hohen finanziellen Aufwand erfordert, so daß eine wirtschaftliche Prozeßführung auf diese Weise nicht möglich ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Veredlung von Glas- und Keramikartikeln durch Aufbringen abriebsfester filigraner farbiger Dekore auf möglichst wirtschaftliche Weise.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung filigraner gravurähnlicher farbiger Positivdekore unter Verwendung der Lasertechnik zu schaffen. Erfindungsgemäß wird dazu der Glas- oder Keramikartikel mit färbenden beziehungsweise gefärbten Stoffen, wie Metalloxide, Metallnitride, Farbfritten, Metallsalze, beschichtet und durch Einwirkung eines dem auszubildenden Dekor entsprechend geführten fein-fokussierten Laserstrahls einer Outputleistung von 20-200 Watt fixiert, ohne daß dabei ein Materialabtrag auf dem zu dekorierenden Gegenstand erfolgt. Das farbgebende Pigment kann außer in Form einer Suspension auch durch Aufstäuben auf den mit einer Binderaittelschicht überzogenen Artikel aus Glas oder Keramik oder durch elektrostatischen Auftrag auf den mit einem leitfähigen Überzug versehenen Artikel aufgebracht^werden·
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird durch folgende Ausführungsbeispiele noch näher erläutert, wobei die Erfindung nicht auf diese Bei-
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spiele beschränkt ist-.'
Beispiel 1
Ein farbloses Stielglas wurde auf einem Drehteller langsam um seine Längsachse gedreht. Mittels einer entsprechenden Düse wurde ein 20mm breiter Streifen des Kelches mit einer CoO-haltigen Suspension beschichtet. Nach der Beschichtung
2 wurde der auf einen Brennfleck von 0,25mm fein-fokussierte Strahl eines 200 Watt-COp-Lasers mit Hilfe eines Sägezahnimpulsgebers über die 20mm breite Fläche gewobbelt, so daß ein filigranes mäanderartiges dunkelblaues Dekor auf dem Glas entstand. Die restliche Suspension wurde abgewaschen und der Wiederaufarbeitung zugeführt.
Beispiel 2
Ein Stangenglas wurde 20mm unterhalb dee Lippenrandes mit einer ca. 40mm breiten Bindemittelschicht beschichtet. Anschließend wurde eine dunkelgrüne Farbglasfritte aufgestäubt. Über das Glas wurde eine Metallmaske mit einem Weinlaubmu-' ster geschoben. Anschließend wurde die Metallmaske auf einem Drehteller durch langsames Anheben mittels des unter Beispiel 1 beschriebenen Lasers abgerastert. Nach dem Abnehmen der Maske und dem Entfernen der überschüssigen Farbfritte inclusive Bindemittel zeigte das Glas ein scharf gezeichnetes dunkelgrünes Weinlaubdekor, wie es durch die Metallschablone vorgegeben wurde.
Beispiel 3
Eine flache Keramikachale wurde mit einer braunen Jchmelzfarbensuspension beschichtet und anschließend auf einem Drehteller langsam gedreht. Der Strahl des unter Beispiel 1 beschriebenen Lasers wurde mechanisch gewobbelt und erzeugte . auf der Wandfläche der Keramikschale ein sinuswellenförmiges dunkelbraunes filigranea Muster. Die unverbrauchte Schmelzfarbe wurde wieder entfernt.
Die nach der Erfindung hergestellten Dekore zeigten/eine gegenüber dem Siebdruck wesentlich höhere Abriebfertigkeit, so daß selbst nach mehrfachen maschinellen Reinigen der Glasbzw. Keramikartikel keinerlei Fehlstellen im Dekor vorhanden waren. .

Claims (4)

- 4 -Erfind ungsan spruch
1. Verfahren zum Aufbringen farbiger Dekore auf Glas- oder Keramikartikeln dadurch gekennzeichnet, daß farbgebende Pigmente auf den zu dekorierenden Artikel aufgebracht und anschließend unter Verwendung eines feinfokussierten Laserstrahls einer Outputleistung von 20-200 Watt, der in dem auszubildenden Dekor entsprechender Weise geführt wird, in den Glas- oder Keramikartikel fixiert wird, ohne daß ein Materialabtrag auf dem zu dekorierenden Gegenstand erfolgt.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung des Laserstrahles durch eine zwischen die Laserquelle und den zu dekorierenden Artikel eingebrachte Schablone oder eine steuerbare Linse erfolgt.
3« Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als farbgebende Pigmente Metallsalze,, -oxide, -nitride oder Farbfritten verwendet werden.
.4. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen der farbgebenden Pigmente durch Beschichten mit einer Suspension, durch Aufsprühen entsprechender Lösungen, durch Aufstäuben von Pulvern geeigneter Körnung auf vorher mit Bindemittel beschichteten Artikeln oder durch elektrostatischen Auftrag auf den mit einem leitfähigen Überzug versehenen Artikel erfolgt.
DD23315381A 1981-09-09 1981-09-09 Verfahren zur herstellung farbiger dekore auf glas-oder keramikartikeln DD201136A1 (de)

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