DE1022022B - Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen Tonspur - Google Patents
Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen TonspurInfo
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Description
DEUTSCHES
kl. 42 g 5/02
INTERNAT. KL. G 10 j
PATENTAMT
T 11048 VIII d/42g ANMELDETAG: 21. JUNI 1955
BEKANNTMACHUNG
DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
2. JANUAR 19 58
Die Erfindung bezieht sich auf einen mechanischelektrischen Wandler für die Erzeugung oder Abtastung
einer rillenförmigen Tonspur, in welcher gleichzeitig zwei vorzugsweise voneinander abweichende
Signale mit aufeinander senkrecht stehenden Schwingungsrichtungen aufgezeichnet sind, mit
einem gemeinsamen Schneidstichel bzw. Abtaststift. Beispielsweise kann das eine Signal in Seitenschrift,
das andere Signal in Tiefenschrift aufgezeichnet sein. In der Fachliteratur wird die Seitenschrift auch
häufig als Berlinerschrift., die Tiefenschrift als Edisonschrift
bezeichnet.
Es ist bereits ein mechanisch-elektrischer Wandler für Schallplattenwiedergabe bekannt, mit welchem
eine getrennte Wiedergabe zweier in der angegebenen Weise in einer rillenförmigen Tonspur aufgezeichneter
Signale bewirkt werden sollte. Dieser bekannte Tonabnehmer besaß bereits einen für beide Signale
gemeinsamen Abtaststift, welcher demnach erzwungene Schwingungen entsprechend beiden Signalen
ausführte. Entsprechend der bekannten Vorrichtung sollte der Tonabnehmer zu der angestrebten
getrennten Abnahme beider Aufzeichnungen zwei mit einem gemeinsamen Anker zusammenwirkende oder
einen gemeinsamen Anker bildende Abnahmesysteme besitzen, die magnetisch, elektrisch oder mechanisch
für die beiden Signale voneinander entkoppelt waren.
Versuche zur Verwirklichung mechanisch-elektrischer Wandler für zwei in einer Rille aufgezeichnete
Tonspuren haben ergeben, daß es überaus schwierig ist, bei Wandlersystemen der erwähnten
Art, welche außer dem gemeinsamen, mit der Rille zusammenarbeitenden Abtaststift auch noch als
weiteres mechanisches Teil den Anker gemeinsam haben, eine genügend große Übersprechdämpfung von
einem auf den anderen Kanal zu erzielen. Zum Teil ist diese Schwierigkeit dadurch bedingt, daß der hinsichtlich
seiner Form dem doppelten Zweck angepaßte Anker nicht innerhalb des gesamten Frequenzbereiches
in sich genügend schwingungsstarr ausgebildet und seine Masse zur Übertragung eines breiten Frequenzbandes
nicht genügend klein gemacht werden kann. Zum Teil ist die Ursache darin zu sehen, daß die
Justierung auf eine entkoppelte Symmetriestellung bei der praktischen Verwendung verlorengeht, weil die
zusätzlichen, am Abtaststift und an den Lagerstellen angreifenden Kräfte eine Vorauslenkung von nicht
völlig erfaßbarer Größe bedingen, welche eine beträchtliche Kopplung von wechselnder Größe zwischen den
beiden Kanälen zur Folge hat. Es wurde beobachtet, daß derartige Systeme, welche ohne Belastung auf
genügend große Übersprechdämpfung justiert waren, unzulässig hohes Übersprechen zeigten, wenn sie unter
Mechanisch-elektrischer Wandler
für die Erzeugung oder Abtastung
einer rillenförmigen Tonspur
Anmelder:
Telefunken G.m.b.H.,
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Berlin NW 87, Sickingenstr. 71
Horst Redlich, Berlin-Steglitz,
und Horst Angenendt, Berlin-Neukölln,
sind als Erfinder genannt worden
normalen mechanischen und elektrischen Belastungen arbeiten sollten.
Es ist ersichtlich, daß die Wahrscheinlichkeit für Übersprechen zunimmt, je weiter die beiden Signale
innerhalb des Wandlersystems gemeinsame Wege benutzen. Hieraus ergibt sich die Forderung, den gemeinsamen
Wegteil auf ein kurzes Stück der mechanischen Übertragung der Schwingungen unmittelbar
anschließend an den Abtaststift zu beschränken und die Trennung bzw. Zusammenführung der Kanäle
innerhalb des mechanischen Systemteiles und damit auf mechanische Weise zu bewirken. Die Verwendung
eines gemeinsamen Abtaststiftes ist aus dem Grunde erwünscht, weil unter dieser Voraussetzung auch die
Phasentreue bei miteinander verknüpften Signalen unter allen Umständen gewahrt bleibt. Besonders
wichtig ist dies bei Anlagen für stereophonische Wiedergabe, deren Effekt bekannterweise größtenteils
auf kleinen Phasenverschiebungen der einander entsprechenden Klänge der beiden Signale beruht.
Es ist bereits ein elektrisch-mechanischer Wandler für die Erzeugung einer zwei Signalaufzeichnungen
enthaltenden rillenförmigen Tonspur bekannt, in welchem diese Forderung nach einer Beschränkung
des gemeinsamen Weges auf ein Stück des mechanischen Übertragungsteiles bereits erfüllt ist. Dieser
Wandler besteht im wesentlichen aus je einem Wandlerelement für jedes der beiden Signale. Die
Wanderelemente, beispielsweise in Magnetfeldern um feste Achsen drehbare Spulen, führen durch den Antrieb
mit den Signalströmen Drehbewegungen um zueinander parallele Achsen aus und tragen je einen
senkrecht zur Drehachse stehenden Ausleger. Die beiden Ausleger kreuzen einander in der Ruhelage
70S 847/152
unter einem Winkel von 90°. Ihre freien Enden wirken über senkrecht zueinander stehende Zugbänder auf den
Schneidstichel ein, der an einer vorgespannten Blattfeder befestigt ist, durch welche die beiden Zugbänder
gespannt gehalten werden. Da über die Bänder nur Zugkräfte, aber keine Druckkräfte übertragen werden
können, muß die Blattfeder in der Ruhelage auf die Bänder eine große, durch Vorspannung erzeugte
Kraft in Richtung auf die Oberfläche des Tonträger
ausüben, damit sie bei einer entsprechenden, auf diese Oberfläche hin gerichteten Bewegung eines der freien
Enden der erwähnten Ausleger allein durch ihre Spannkraft imstande ist, den Schneidstichel auch bei
den höchsten wiederzugebenden Frequenzen ohne Verzögerung entsprechend tiefer in den Tonträger hineinzudrücken.
Diese Bedingung läßt sich nur mit einer genügend starken Feder erfüllen, die dann aber auch
entsprechend große Masse und damit verbundene Trägheitseigenschaften besitzt, welche einer Aufzeichnung
hoher Frequenzen des Wiedergabebereiches eine Grenze setzen. Die bekannte Konstruktion ist daher
für eine Tonaufzeichnung für hohe Wiedergabequalität nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen für Aufnahme und Wiedergabe geeigneten mechanischelektrischen
Wandler anzugeben, bei welchem zur Erzielung einer hohen Übersprechdämpfung das bekannte
Prinzip der mechanischen Trennung bzw. Vereinigung der beiden Schwingungswege an einer Stelle zwischen
dem gemeinsamen Abtaststift und den Wandlerelementen benutzt, die Konstruktion aber derartig
verbessert wird, daß einwandfreie Aufzeichnung und Wiedergabe bis zu den höchsten in Betracht kommenden
Frequenzen erzielt werden.
Die Erfindung geht demnach von einem Wandler der erwähnten bekannten Art aus, bei welchem der
gemeinsame Schneidstichel bzw. Abtaststift mit zwei mechanisch unabhängig voneinander beweglichen
Wandlerelementen über derartige mechanische Kopplungsmittel verbunden ist, daß für seine dem ersten
.Signal entsprechenden Bewegungen eine mechanische Kopplung mit dem zugeordneten ersten Wandlerelement
hergestellt ist, jedoch für seine dem zweiten Signal entsprechenden, zur ersten Bewegungsrichtung
senkrecht gerichteten Bewegungen im wesentlichen keine Kopplung mit dem ersten Wandlerelement besteht, und daß umgekehrt für seine dem zweiten
Signal entsprechenden Bewegungen eine mechanische Kopplung mit dem zugeordneten zweiten Wandlerelement
hergestellt ist, jedoch für seine dem ersten Signal entsprechenden Bewegungen im wesentlichen
keine Kopplung mit dem zweiten Wandlerelement besteht.
Die Erfindung besteht darin, daß die Kopplungsmittel aus zwei miteinander verbundenen, mindestens
in einer Schwingungsrichtung starren Hebeln bestehen, die je mit einem der beiden Wandlerelemente in Verbindung
stehen und von denen einer den Schneidstichel bzw. Abtaststift trägt.
Die erwähnten Wandlerelemente können mit in einem Magnetfeld beweglichen Spulen oder ferromagnetischen
Ankern, mit in einem elektrischen Feld beweglichen Leitern, mit piezoelektrischen Kristallen,
veränderbaren Widerständen, grundsätzlich mit irgendwelchen Wandlern für die Umsetzung von Bewegungen
in Änderungen elektrischer Größen verbunden sein oder durch diese gebildet werden.
Für die angegebene Ausbildung der Kopplungsmittel als mindestens in einer Schwingungsrichtung
starre Hebel, von denen einer den Schneidstichel bzw. Abtaststift trägt, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten
der Verwirklichung. Eine solche Möglichkeit besteht beispielsweise darin, die Kopplungsmittel aus
wenigstens zwei Blattfedern mit senkrecht zueinander orientierten Ebenen der Federblätter aufzubauen,
welche an einem Ende miteinander und mit dem Schneidstichel bzw. Abtaststift, an ihren anderen
Enden mit je einem in der Ebene der zugeordneten Blattfeder beweglichen, vorzugsweise um eine Mittelachse
drehbaren Wandlerelement verbunden sind. Ein in dieser Weise aufgebauter Wandler ist vorzugsweise
als Tonabnehmer, also für den Wiedergabevorgang geeignet. Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch
Ausbildung der Kopplungsmittel in Gestalt eines den Schneidstichel bzw. Abtaststift tragenden Zweikoordinatenlenkers,
welcher derartig gelagert ist, daß er im wesentlichen nur Drehbewegungen um zwei zueinander
senkrechte, einander schneidende Drehachsen ausführen kann, wobei eine am Schnittpunkt der beiden Drehachsen
befindliche Lagerstelle fest gegen das Gehäuse abgestützt ist. während eine auf der ersten Drehachse
liegende Lagerstelle mit dem zugehörigen ersten Wandlerelement und eine auf der zweiten Drehachse
liegende Lagerstelle mit dem zugehörigen zweiten Wandlerelement verbunden ist. Wandler mit einem
Zweikoordinatenlenker dieser Ausführung können leicht aus zwei üblichen Wandlern für Seitenschrift
zusammengesetzt werden. Diese Ausführungsform eignet sich sowohl für die Tonwiedergabe als auch für
die Herstellung der Tonspur, das sogenannte Schneiden, weil der Zweikoordinatenlenker sich für
den gesamten Tonfrequenzbereich praktisch schwingungsstarr ausführen läßt, d. h., die Frequenzen seiner
Eigenschwingungen lassen sich in das Gebiet oberhalb des Tonfrequenzbereiches verlegen. Wenn in einem in
dieser Weise aufgebauten Wandler mit Einzelsystemen gearbeitet wird, deren Eigenfrequenzen, für sich allein
betrachtet, über oder unter dem Tonfrequenzbereich liegen, ergibt sich durch die zusätzliche geringe Masse
des Zweikoordinatenlenkers lediglich eine geringe Verlagerung der Resonanzfrequenzen in der Richtung
tiefer Frequenzen. Die sich ergebende geringe Veränderung der Frequenzkurve des Systems kann leicht
durch bekannte Mittel zur linearen Entzerrung ausgeglichen werden.
Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Fig. i und 2 der Zeichnung zwei bevorzugte Ausführungsformen
eines Wandlers nach der Erfindung beschrieben.
In Fig. 1 ist ein Schallträger 1 in der üblichen Schallplattenform mit Tonrillen in der Form enger
Spirallinien versehen. Eine solche Rille ist in der Figur mit 2 bezeichnet. Für die Zwecke der Erfindung
ist es keineswegs erforderlich, daß ein Schallträger in Plattenform verwendet wird. Die Erfindung ist in
gleicher Weise auch für Tonträger in Form aufwickelbarer Bänder anwendbar. In Fig. 1 befindet sich der
Abtaststift 3 eines Tonabnehmersystems im Eingriff mit der Rille 2. Wenn die Schallplatte sich in der
Richtung des eingezeichneten Pfeiles dreht, wandern aufeinanderfolgende Stellen der Tonrille an dem Abtaststift
vorbei und setzen diesen in bekannter Weise in Bewegung.
Voraussetzungsgemäß sollen in dieser Tonrille gleichzeitig zwei Signale aufgezeichnet sein, und zwar
eines davon in Tiefenschrift, das andere in Seitenschrift.
Der Abtaststift 3 führt demnach Bewegungen entsprechend den Schwingungen beider Signale aus,
wobei die Signale der Tiefenschrift eine Bewegung des Abtaststiftes in der Richtung des Doppelpfeiles T,
die Signale der Seitenschrift eine Bewegung des Abtaststiftes in der Richtung des Doppelpfeiles S bewirken.
Zur Trennung dieser beiden aufeinander senkrecht stehenden Bewegungskomponenten sind mit dem
Abtaststift die beiden Blattfedern 4 und 5 verbunden, deren Federebenen aufeinander senkrecht stehen und
die Schwingungsbewegungen auf die Wandlerelemente 6 und 7 weiterleiten. Diese Wandlerelemente
können beispielsweise durch Drehspulen gebildet werden, die an den angedeuteten Achsstummeln in den
Achsrichtungen a-b und c-d drehbar gelagert sind.
Man erkennt aus der Zeichnung ohne weiteres, daß Bewegungskomponenten der Richtung S über die
Blattfeder 4 praktisch ungedämpft auf das Wandlerelement 6 übertragen werden, so daß dieses eine entsprechende
Drehschwingung in der Pfeilrichtung s ausführt. Bewegungskomponenten der Richtung T
werden jedoch vom Abtaststift 3 nicht auf das Wandlerelement 6 übertragen, weil die Lagerkräfte
den geringen, beim Durchfedern der Blattfeder 4 auftretenden Kräften in ausreichendem Maße entgegenwirken.
In entsprechender Weise ergibt die Betrachtung der Zeichnung, daß Bewegungen in der Schwingungsrichtung
S nicht auf das Wandlerelement 7 einwirken können, daß aber die der Tiefenschrift entsprechenden
Amplituden der Richtung T unvermindert auf das Wandlerelement 7 übertragen werden und eine entsprechende
Drehschwingung t zur Folge haben.
Das in Fig. 1 dargestellte System eignet sich besonders für die Zwecke der Tonwiedergabe, wobei die
die Wandlerelemente 6 und 7 vertretenden Drehspulen in zwei Luftspalten eines gemeinsamen Permanentmagnetsystems
untergebracht sein können. Es ist klar, daß an Stelle der Drehspulen mit geringen konstruktiven
Veränderungen auch piezoelektrische Wandler oder Widerstandswandler verwendet werden können.
Bei der Durchbildung des Systems der Fig. 1 für die Zwecke der Herstellung einer Tonspur, d. h. für
den Schneidvorgang, besonders für eine sehr hochwertige Wiedergabe, kann sich noch die Schwierigkeit
ergeben, daß die Blattfedern 4 und 5 nicht derartig bemessen werden können, daß ihre Resonanzfrequenzen
außerhalb des Tonfrequenzbereiches liegen. Für solche Verwendungszwecke wird dann vorteilhafter die in
Fig. 2 dargestellte Anordnung verwendet. In Fig. 2 werden zwei gebräuchliche Wandler 8 und 9, beispielsweise
für Seitenschrift, zum Schneiden benutzt. Die in der Fig. 2 obenliegende, in der Gebrauchslage jedoch
gewöhnlich unten befindliche Bodenplatte der Gehäuse dieser Wandler läßt eine Durchbrechung erkennen,
aus welcher die Ansätze 10 und 11 der Wandlerelemente
bzw. Anker der Systeme herausragen. Der Ansatz 11 ist etwas länger gehalten als der Ansatz 10.
Ein Teil des Ansatzes 11 ist weggebrochen dargestellt, um die Form und Lagerung eines beide
Systeme verbindenden Zweikoordinatenlenkers 12 deutlich erkennen zu lassen. Dieser Zweikoordinaten lenker
trägt an seinem vom Beschauer abgewendeten Ende den Schneidstichel 3 und ist um die Drehachsen
e-f und g-h drehbar gelagert. Am Schnittpunkt
dieser beiden Drehachsen befindet sich ein Spitzenlager, welches sich gegen eine von dem am Gehäuse
des Wandlers 8 befestigten Flacheisen 13 getragene Pfanne abstützt. Ein zweites, auf der Achse e-f liegendes
Spitzenlager befindet sich im Eingriff mit der Deckfläche des Ansatzes 10 am Anker des Systems 8.
Ein drittes, auf der Achsrichtung g-h liegendes Spitzenlager befindet sich im Eingriff mit der linken
Seitenfläche des Ansatzes 11 am Anker des anderen Systems. Aus der Betrachtung der Zeichnung erkennt
man ohne weiteres, daß die einander parallelen Schwingungsrichtungen der beiden Anker durch den
Zweikoordinatenlenker 12 in zueinander senkrechte Richtungen umgewandelt werden. Bei Schwingungsbewegungen des Ankers 11 in einer Richtung senkrecht
zu der durch die beiden Achsen e-f und g-h gebildeten Ebene ergeben, sich Bewegungen des
Schneidstichels 3 in der Richtung des eingetragenen Doppelpfeiles S, so daß bei Vorbeiführung eines
schneidbaren Tonträgers am Schneidstichel in einer zu der durch die beiden Achsrichtungen bestimmten
Ebene senkrechten Richtung eine Seitenschrift erzeugt werden kann. Bei Bewegungen des den Ansatz 10
tragenden Ankers in einer zu der Bewegungsrichtung des Ansatzes 11 parallelen Richtung dreht sich der
Zweikoordinatenlenker nicht wie vorher um die Achse e-f, sondern jetzt um die Achse g-h, und diese Bewegungen
übertragen sich auf den Schneidstichel 3 derartig, daß dieser Bewegungen in Richtung des Doppelpfeiles
T ausführt. Diese Bewegungen können unmittelbar zur Erzeugung einer Tiefenschrift verwendet
werden.
Es ist bei der Betrachtung der Fig. 2 zu unterstellen, daß das dargestellte System in der Gebrauchslage mit
dem Zweikoordinatenlenker 12 nach unten verwendet wird und daß die Oberfläche des Tonträgers in der
Umgebung der vom Schneidstichel bzw. Abtaststift 3 berührten Stelle senkrecht zu der durch die beiden
Drehachsen bestimmten Ebene steht. Es ist dabei nicht unbedingt erforderlich, daß die eine der beiden Drehachsen
der Oberfläche des Tonträgers in der Umgebung der vom Schneidstichel bzw. Abtaststift 3 berührten
Stelle parallel ist. Dies wäre der klassische Fall einer reinen Tiefen- und einer reinen Seitenschrift für die
beiden Signale. Es kann, sogar vorteilhafter sein, beide Drehachsen diese Oberfläche unter gleichen Winkeln
schneiden zu lassen, so daß jede Schwingungsrichtung zur Oberfläche des Tonträgers einen Winkel von etwa
45° bildet. Diese Anordnung besitzt den \Torzug, daß
beide Tonspuren unter gleichen kinematischen Bedingungen auf die Abnahmesysteme einwirken, so daß
man auch mit gleichartigen Eigenschaften beider Tonkanäle rechnen kann. Ein für eine derartige Schrift
geeigneter elektrisch-mechanischer Wandler könnte beispielsweise aus der Anordnung nach Fig. 1 in der
Weise gebildet werden, daß das aus den Blattfedern 4, 5 und den Wandlerelementen 6, 7 bestehende »System
mit der Rillentangente als Achse um 45° zur Drehachse des Plattenantriebes hin gekippt wird. Die
Ebenen der Blattfedern 4, 5 weisen dann Winkel von 45° gegen die Plattenoberfläche auf, und die Komponentenzerlegung
der Bewegungen des Abtaststiftes 3 erfolgt parallel zu diesen Ebenen.
Die dargestellten Tonabnehmer bzw. Schneidsysteme eignen sich besonders für die Zwecke der stereophonischen
Schallaufzeichnung und Schallwiedergabe.
Claims (7)
1. Mechanisch-elektrischer Wandler für die Erzeugung oder Abtastung einer rillenförmigen
Tonspur, in welcher gleichzeitig zwei vorzugsweise voneinander abweichende Signale mit aufeinander
senkrecht stehenden Schwingungsrichtungen aufgezeichnet sind, beispielsweise das eine Signal in
Seitenschrift, das andere Signal in Tiefenschrift, mit einem gemeinsamen Schneidstichel bzw. Abtaststift,
welcher mit zwei mechanisch unabhängig voneinander beweglichen Wandlerelementen über
derartige mechanische Kopplungsmittel verbunden ist, daß für seine dem ersten Signal entsprechenden
Bewegungen eine mechanische Kopplung mit dem zugeordneten ersten Wandlerelement hergestellt
ist, jedoch für seine dem zweiten Signal 5 entsprechenden, zur ersten Bewegungsrichtung
senkrecht gerichteten Bewegungen im wesentlichen keine Kopplung mit dem ersten Wandlerelement
besteht, und daß umgekehrt für seine dem zweiten Signal entsprechenden Bewegungen eine mechanische
Kopplung mit dem zugeordneten zweiten Wandlerelement hergestellt ist, jedoch für seine
dem ersten Signal entsprechenden Bewegungen im wesentlichen keine Kopplung mit dem zweiten
Wandlerelement besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungsmittel aus zwei miteinander verbundenen,
mindestens in einer Schwingungsrichtung starren Hebeln bestehen, die je mit einem der
beiden Wandlerelemente in Verbindung stehen und von denen einer den Schneidstichel bzw. Abtaststift
trägt.
2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungsmittel wenigstens zwei
Blattfedern (4, 5) mit senkrecht zueinander orientierten Ebenen der Federblätter enthalten, welche
an einem Ende miteinander und mit dem Schneidstichel bzw. Abtaststift (3), an ihren anderen
Enden mit je einem in der Ebene der zugeordneten Blattfeder beweglichen, vorzugsweise um eine
Mittelachse drehbaren Wandlerelement (6, 7) verbunden sind.
3. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungsmittel aus einem den
Schneidstichel bzw. Abtaststift tragenden Zweikoordinatenlenker (12) bestehen, welcher derartig
gelagert ist, daß er im wesentlichen nur Drehbewegungen um zwei zueinander senkrechte, einander
schneidende Drehachsen ausführen kann, und daß eine am Schnittpunkt der beiden Drehachsen
befindliche Lagerstelle fest gegen das Gehäuse abgestützt ist, während eine auf der ersten
Drehachse (e-f) liegende Lagerstelle mit dem zugehörigen ersten Wandlerelement und eine auf
der zweiten Drehachse (g-h) liegende Lagerstelle mit dem zugehörigen zweiten Wandlerelement verbunden
ist.
4. Wandler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungsrichtungen der
beiden Wandlerelemente, beispielsweise der beiden Anker zweier elektromagnetischer Systeme, einander
parallel sind.
5. Wandler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Tonträgers
in der Umgebung der vom Schneidstichel bzw. Abtaststift berührten Stelle senkrecht zu der durch
die beiden Drehachsen bestimmten Ebene steht.
6. Wandler nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Drehachse
der Oberfläche des Tonträgers in der Umgebung der vom Schneidstichel bzw. Abtaststift berührten
Stelle parallel ist oder beide Drehachsen diese Oberfläche unter gleichen Winkeln von vorzugsweise
45° schneiden.
7. Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch seine Anwendung in Anlagen
für stereophonische Schallaufzeichnung oder -wiedergabe.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 394 325.
Britische Patentschrift Nr. 394 325.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 8*7/152 12.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET11048A DE1022022B (de) | 1955-06-21 | 1955-06-21 | Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen Tonspur |
| GB1903856A GB830081A (en) | 1955-06-21 | 1956-06-20 | Improvements in or relating to electro-mechanical transducers for use in sound recording or reproducing systems |
Applications Claiming Priority (1)
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| DET11048A DE1022022B (de) | 1955-06-21 | 1955-06-21 | Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen Tonspur |
Publications (1)
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| DE1022022B true DE1022022B (de) | 1958-01-02 |
Family
ID=7546590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET11048A Pending DE1022022B (de) | 1955-06-21 | 1955-06-21 | Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen Tonspur |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE1022022B (de) |
| GB (1) | GB830081A (de) |
Cited By (2)
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1955
- 1955-06-21 DE DET11048A patent/DE1022022B/de active Pending
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1956
- 1956-06-20 GB GB1903856A patent/GB830081A/en not_active Expired
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Also Published As
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| GB830081A (en) | 1960-03-09 |
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