DE2208292C3 - Tonkapsel - Google Patents
TonkapselInfo
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Description
Nordpol austretende Kraftlinien ohne weiteres durch die mittlere öffnung hindurchgelangen, um in den Südpol
einzutreten. Infolgedessen wird nur ein geringer Anteil der Kraftlinien in die Polschuhe eintreten. Beim
Abtasten einer modulierten Schallplattenrille entsteht nur eine geringe Änderung des magnetischen Kraftflusses,
so daß in den Spulen nur geringe Ströme induziert werden. Dadurch ist das an den Spulen erhaltene
Ausgangssignal klein.
Die Aufgabe der Erfändung besteht darin, eine
Wiedergabe-Tonkapsel für die streophone Wiedergabe zu schaffen, die für die Wiedergabe hoher Frequenzen
geeignes ;st, eine hinreichend große Ausgang.sspannung
erzeugt und einen einfachen Aufbau hat.
Eine Lösung dieser Aufgabe wird durch den Anspruch 1 angegebea
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die besondere Ausgestaltung des plattenförmigen Ankers,
dessen beide Außenflächen die gleiche magnetische Polarität aufweisen, eine hohe Kraftflu&änderung
in den ihm zugeordneten Jochen erzicU wird. Infolgedessen
wird dadurch an den die Joche umgebenden Spulen eine Ausgangsspannung erhalten, die zum Ansteuern
eines nachgeschaketen Verstärkers ohne weiteres ausreicht.
Durch die geometrische Ausgestaltung des Ankers wird erreicht, daß ein mechanisch wirkendes Trägheitsmoment
klein ist, so daß die erfindungsgemäße Tonkapsel zur Wiedergabe hoher Frequenzen gut geeignet
ist.
Statt den magnetisierten Anker aus zwei verschiedenen Magneten zusammenzusetzen, kann in Weiterbildung
der Erfindung der Anker auch einstückig ausgebildet sein, wodurch seine Herstellung erleichtert wird.
Die Erfindung kann auch zur Wiedergabe monoauraler
Schallplattenaufnahmen dienen, wobei die Spulen der zwei Joche in Reihe geschaltet werden, so daß eine
besonders hohe Ausgangsspannung erhalten wird.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung können vier Joche vorgesehen sein, bei denen die Spulen in Reihe
geschaltet werden, deren ihnen zugeordnete Joche einander gegenüberliegen.
Eine besonders günstige Tonkapsel erhält man dadurch, daß der Anker über einen relativ dünnen Steg
mit einem Halteteil verbunden ist, wobei zwischen dem Halteteil und dem Anker ein Dämpfungselement angeordnet
ist. Das System aus Abtastnadel, Nadelhaltearm und Anker wird dabei durch den dünnen Steg getragen.
Da das Dämpfungselement vorzugsweise selbst nicht zum Halten beiträgt, kann es so ausgebildet sein,
daß eine dämpfende Wirkung erst dann eintritt, wenn die Auslenkung des Ankers einen vorgegebenen Wert
überschreitet. Infolgedessen kann dadurch erzielt werden, daß bei kleinen Auslenkungen des Ankers keine
Dämpfung auftritt.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung des Aufbaus g0
der wesentlichen Teile einer herkömmlichen Tonkapsel,
F i g. 2a eine Darstellung des Aufbaus der wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Tonkapsel,
F i g. 2b den Aufbau der wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Stereotonkapsel des 45° -45° -Typs,
F i g. 3a, 3b und 3c Darstellungen zur Erläuterung des Arbeitens der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g. 4a und 4b eine Stirn- bzw. eine Seitenansich eines Ankers gemäß der Erfindung,
F i g. 5 eine Darstellung des Aufbaus der wesentli chen Teile einer anderen Ausführungsform der Erfin
dung,
F i g. 6 eine perspektivische Ansicht einer Konstruk
tion der Ausführungsform nach F i g. 5 mit weggebro chenen Teilen,
F i g. 7a eine Darstellung des Aufbaus der wesentli chen Teile einer einkanaligen Tonkapsel gemäß einei
weiteren Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 7b eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung nach F i g. 7a und
F i g 8a und 8b den Aufbau bzw. eine perspektivische
Ansicht der wesentlichen Teile einer Stereotonkapsel des 45"-45°-Typs gemäß noch einer anderen Ausführungsform
der Erfindung.
F i g. 1 zeigt eine herkömmliche, mit einem Stabmagneten arbeitende Tonkapsel. Diese weist einen Ausleger
2 auf, an dessen Ende eine Abtastnadel 1 befestigt ist, ferner einen in Längsrichtung des Auslegers einfach
mit N- und S-PoI magnetisierten Stabmagnet 3. einen Dämpfer 4 zum elastischen Halten des Mittelabschnitts
des Stabmagneten 3 und ein Joch 5. Das Arbeiten dieser bekannten Tonkapsel sowie ihre Nachteile wurden
bereits in der Beschreibungseinleitung erläutert.
F i g. 2a und 2b zeigt ein Beispiel des Aufbaus einer erfinduiigsgemäßen Tonkapsel. Gemäß diesen Figuren
ist die Tonkapsel so ausgebildet, daß die magnetische Achse in Querrichtung einer ebenen Magnetplatte mit
kleinem Verhältnis von Plattendicke zu Plattendurchmesser verläuft. Ein Anker 7, der einen Permanentmagnet
aufweist, der so magnetisiert ist, daß Nordpole (bzw. Südpole) jeweils an den beiden Seiten liegen und
ein Südpol (bzw. ein Nordpol) in seinem Mittelabschnitt ausgebildet ist, ist mit einem Ausleger 26 gekoppelt, an
dessen Ende eine Abtastnadel 25 befestigt ist. Eine Halterung 11 mit einer Nut 10 ist als axiale Verlängerung
des Auslegers angeordnet, so daß sich der Anker 7 bewegen kann, wobei sein Mittelpunkt sich nicht oder nahezu
nicht verschiebt. Ein Joch 15 aus einer Legierung mit hoher magnetischer Permeabilität weist uii seinen
Enden Polstücke 16 und 17 auf, die nahe, an beiden Seiten des Ankers 7, angeordnet sind. Eine Spule 18 ist
um das Joch 15 gewickelt.
Diese Tonkapsel arbeitet nach dem an Hand von F i g. 3a bis 3c erläuterten Prinzip. Wenn eine Schallplatte
24 gemäß F i g. 3a unmodulierte Rillen hat, wird der Anker 7 in eine neutrale Stellung zwischen den Polstücken
16 und 17 gebracht, wie es in Fig.3a dargestellt ist. In diesem Fall erstrecken sich die magnetischen
Kraftlinien hauptsächlich von den Nordpolen zum Südpol entlang eines durch Pfeile A bezeichneten
Weges, während nur ein geringer Teil der Kraftlinien in das Joch 15 eintritt. Der magnetische Fluß, der an den
Jochenden in das Joch eintritt, hat die gleiche Richtung.
Wenn andererseits die Abtastnadel 25 auf Grund modulierter Rillen der Schallplatte nach unten gesenkt
wird, wie in Fig.3b dargestellt, nähen sich der Pol 8
des Ankers 7 dem Polstück 16 des Jochs 15, während sich der andere magnetische Pol 9 des Ankers 7 vom
Polstück 17 des Jochs 15 entfernt. Unter diesen Bedingungen entsteht im Joch 15 in Richtung des Pfeils B ein
sich ändernder magnetischer Fluß, wodurch eine elektromotorische
Kraft e in Richtung des Pfeils ff in der Spule 18 induziert wird. Wenn nun die Abtastnadel 25
auf Grund modulierter Rillen der Schallplatte 24 nach oben in die in F ie. 3c dars^telltp Sfpllnncr hou/oirt
wird, kommt der magnetische Pol 9 des Ankers 7 nahe an das Polstück 17, während sich der andere magnetische
Pol 8 vom Polstück 16 mehr entfernt. Es entsteht ein sich ändernder magnetischer Fluß, der in bezug zu
dem der F i g. 3b eine entgegengesetzte Richtung hat, wodurch eine elektromotorische Kraft in Richtung des
Pfeils C induziert wird. Auf diese Weise wechseln die der Bewegung der Abtastnadel 25 entsprechenden Magnetflüsse
im Joch 15, so daß in der um dieses gewickelten Spule 18 eine Ausgangsspannung erzeugt wird. Der
Anker 7 wird auf die in F i g. 2a veranschaulichte Weise magnetisiert In diesem Zusammenhang ist zu bemerken,
daß dieser Magnet aus zwei Magnetplatten 8 und 9 besteht, die einzeln magnetisiert und mit den Seiten
gleicher Polarität miteinander verbunden werden. Da im Anker 7 eine Selbstentmagnetisierung stattfindet, ist
es vorteilhafter, einen Bariumferritmagnet oder einen Magnet aus einer Platin-Kobalt-Legierung mit einer
großen Koerzitivkraft an Stelle eines Gußeisenmagneten mit kleiner Koerzitivkraft zu verwenden. Um eine
hohe Ausgangsspannung zu erhalten, ist es wünschenswert, einen Anker mit einem anisotropischen Magnet
zu verwenden. Genau gesagt, kann man einen Bariumferrimagnet in jeder gewünschten Form durch Pressen
erhalten. Auch ist sein spezifisches Gewicht kleiner als bei einem Metallmagneten und es sind weniger Schleifverfahren
erforderlich, wodurch geringere Herstellungskosten verursacht werden. Weitere Vorteile eines
Bariumferritmagneten sind seine große Koerzitivkraft und eine magnetische Permeabilität, bei der die Magnetisierung
in jeder gewünschten Weise durchgeführt werden kann. Der Querschnitt des Ankers 7 kann verschiedene
Formen aufweisen, einschließlich einer einfachen Kreisform, wie in Fig.4a dargestellt, oder einer
Kreuzform. V-Form oder Halbkreisform. Dieser Anker ist mit einem Mittelloch 12 zur Aufnahme des Auslegers
26 versehen. Der Ausleger 26 kann auch mit dem Anker auf verschiedene Weise verbunden sein. Ferner
kann der Anker 7 auch nur teilweise im schraffierten Abschnitt 13 in der Nähe der Polstücke 16 und 17 magnetisiert
sein.
Wie oben erwähnt, besteht der Anker 7 aus zwei magnetisierten
Platten, die mit den Seiten gleicher Polarität innen aneinander befestigt sind. Daher ist es möglich,
die Dichte des Magnetflusses zu erhöhen. Da der Anker 7 die Form einer ebenen Platte hat kann außerdem
das Trägheitsmoment im Vergleich zu der bekannten Vorrichtung, bei der ein Stabmagnet verwendet
wird, dadurch stark verringert werden, daß der Abschnitt
des Ankers, der nahe dem Schwerpunkt liegt drehbar gehalten wird. Dies führt vom Gesichtspunkt
der Abtastnadel aus zu einer kleineren Effektivmasse des Schwingungssystems, wodurch das Arbeiten der
Tonkapsel wesentlich verbessert wird.
Um den Anker 7 in der Nähe des Haltepunkts 14 eise geeignete Bewegung zu erlauben, ist es zu empfehlen,
den Abschnitt der Nut 10 ans einem elastischen,
starken and dünnen Metalldraht beispielsweise aus Phosphorbronze, oder aas Pfastikmaterial herzustellen,
so daß die Endabschnitte des Ankers 7, die den Polstükken des Jochs gegenüberliegen, genar entsprechend
der Bewegung der Abtastnadel in einer bestimmten
Richtung schwingen. Außerdem kann ein Dämpfer 23
aus elastischem Material, beispielsweise Butylgummi,
zwischen dem Anker 7 and der Halterung 11 angeordnet
sein, wie es in Fi g.€ dargestellt ist wodurch der
Zwiscram zwischen der Halterung 11 und dem Anker 7 so geregelt wird, daß eine geeignete Nachgiebigkeit
und eine Dämpfung der Abtastnadel erziel wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung als Stereoton kapsel des 45°-45°-Typs ist in Fi g. 2b dargestellt. Di<
in F i g. 2b angegebenen Joche 15/? und 15Z. sind U-för mig ausgebildet und bestehen aus einer Legierung mi
hoher magnetischer Permeabilität, z. B. Permalloy. Si( sind nahe beieinander angeordnet, so daß jedes dei
Polstücke 16/? und 17/? bzw. \%L und UL der Joche
ίο 15/? bzw. \5L auf je einer Seite über dem scheibenför
migen Anker 7 angeordnet ist. Die Joche sind untei einem Winkel von 45° in einer Ebene angeordnet, dk
senkrecht auf der Schallplatte steht und durch die Hauptachse des Auslegers 26 hindurchgeht, wobei die
Joche rechtwinklig zueinander liegen.
Bei dieser Konstruktion der Stereotonkapsel kommen die Kanten der Polstücke 16/?, 17/?, 16L und 17£
dem Anker 7 am nächsten, wenn die Polstücke in der obenerwähnten Anordnung in bezug zueinander stehen.
In diesem Fall können jedoch die anderen Teile der Joche außer ihren Kanten eine andere Form aufweisen.
Die Polstücke 16/?, 17/?, 16L und 17L sind an
ihren Enden so geformt, daß der magnetische Widerstand am kleinsten ist, wenn sie, wie oben erwähnt, unter
einem Winkel von 45° angeordnet sind. Auch kann der Anker 7 zwischen den Polstücken 16 und 17 angeordnet
werden.
In diesem Fall arbeitet die Tonkapsel wie folgt. Wenn gemäß F i g. 2b die Abtastnadel 25 ihre Stellung
in Richtung des Pfeils D verändert, erhält man an der auf das Joch 15L gewickelten Spule 18L eine Ausgangsspannung
nach dem gleichen Prinzip wie bei der in bezug auf F i g. 2a beschriebenen Anordnung. In der auf
das Joch 15/? gewickelten Spule 18/? wird jedoch kein
Strom induziert, da sich der Anker 7 nur um die R-Achse bewegt. Infolgedessen erhält man für die beiden
Kanäle getrennte Signale. Wenn sich andererseits die Abtastnadel um 45° nach links verschwenkt erhält
man an der Spule 18/? eine Ausgangsspannung, während in der Spule 18L kein Strom induziert wird. Bei
Schwingungen der Abtastnadel auf irgendeine andere Weise werden Ausgangsspannungen in den Spulen erzeugt
die den zeitlichen Änderungen der Vektorkomponenten des Magnetfeldes in Richtung der Polstücke
proportional sind, wodurch von der Stereoplatte eine Stereowiedergabe erhalten werden kann.
Fig.5 zeigt in Seitenansicht eine andere Ausführungsform
des Tonabnehmers nach F i g. 2b. In dieser Tonkapsel sind die Spulen 18 auf beide Schenkel des
Jochs 15 gewickelt und miteinander in Reihe geschaltet so daß ihre Ausgangsspannungen zueinander addiert
werden. Durch diese Anordnung wird die Ausgangsspannung e doppelt so hoch wie bei dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel. Dadurch ist es möglich, die durch die nach außen dringenden Streamagnctfelder
des Anirrebsmotors des Plattenspielers und eines gegebenenfalls
vorhandenen Transformators induzierten Rauschspannungen zu mindern, wodurch das Signal/Rausch-Verhältnis
beträchtlich verbessert wird.
«ö F i g. 6 zeigt ein Beispiel des Aufbaus der mit der
Ausführungsform nach Fig.5 erhaltenen StereotonkapseL
Bei der Ausführnngsform nach F i g. 6 sind die
Joche 15L und 15i? dnscaSeSßch der PoIstScke 16L,
17£, 16/? und 17R im Spritzgußverfahren hergestellt
wodurch sie genau an ihrem platz angeordnet sind und ihr Zusammenbau vereinfacht ist Die aus Joch und
Spule bestehende Einheit ist in einem Abschirmgehäuse 19 aus einer Legierung trat hoher magnetischer Per-
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ά>
meabilität, ζ. B. Permalloy, untergebracht, wodurch die Einheit gegen äußere Magnetfelder geschützt ist. Das
Abschirmgehäuse 19 ist in einem Gehäuse 20 befestigt, wobei die Enden der Spulen 18Z. und 18/? jeweils mit
Klemmen 21 verbunden sind. Die Teile dca Schwingungssystems sind an einem Nadelträger 22 befestigt
und auswechselbar in das Gehäuse 20 eingepaßt, wodurch sie in bezug zu den Polstücken 16Z,17Z., 16/? und
17R an Ort und Stelle gehalten werden und gleichzeitig die Auswechslung der Abtastnadel 25 erleichtert wird.
Der zwischen dem Anker 7 und der Halterung 11 angeordnete Dämpfer 23 wirkt dämpfend auf das aus der
Abtastnadel 25, dem Ausleger 26 und dem Anker 7 bestehende Schwingungssystem. Dieses ist unter den Jochen
15/? und 15L an der Tonkapsel befestigt, wodurch ein kleiner und genauer vertikaler Spurwinkel ermöglicht
wird, während gleichzeitig das Auftreten von Vertikalspurfehiern auf ein Mindestmaß verringert wird.
Der Anker 7 ist um eine Länge gegen die Polstücke 17Z. und 17/? verschoben, die der statischen Auslenkung
des tragenden Abschnitts durch die auf Grund des Drucks der Abtastnadel auftretenden Vorspannkraft
entspricht. Um diese unerwünschte Verschiebung des Ankers 7 zu verhindern, ist es zu empfehlen, die Form
des Dämpfers 23 in Richtung der Vorspannungskraft zu verformen oder andere erforderliche Schritte zu unternehmen,
um die Verschiebung im voraus zu korrigieren. Die an den um die Joche 15/? und 15Z. gewickelten Spulen
18/? und 18/. erzeugten Ausgangsspannungen sind
der Auslenkungsgeschwindigkeit des Ankers 7 in bezug auf die Polstücke 16 und 17 proportional.
Deshalb kann zur Erzielung eines hohen Ausgangs der Anker 7 rechtwinklig zu seiner Dicke verbreitert
werden, d. h. der Durchmesser des Ankers 7 kann vergrößert werden. Hierdurch werden die kurzgeschlossenen
Magnetströme, wie durch den Pfeil A in F i g. 3a dargestellt, verringert und dadurch der magnetische
Wirkungsgrad verbessert
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tonkapsel ist in den F i g. 7a und 7b dargestellt, die
den Aufbau ihrer wesentlichen Teile bzw. eine perspektivische Ansicht derselben zeigen. Die Tonkapsel gemäß
F i g. 7 ist für monaurales Hören bestimmt. Die Joche 15a und 156 sind hier zu beiden Seiten des Ankers
7 parallel zur Oberfläche der Schallplatte 24 angeordnet und die Spulen 18a und 186 sind jeweils um
die Joche 15a bzw. 156 gewickelt Wenn die Abtastnadel 25 ihre Lage ändert wie in F i g. 7a dargestellt verläuft
das Magnetfeld in den Jochen 15a und 156 in Richtung der Pfeile Ebzw. E. Die auf die Joche gewickelten
Spulen sind in Reihe geschaltet so daß die in den Spulen 18a und 186 induzierten Ausgangsspannungen ei
und ei miteinander addiert werden. Es ist auch möglich. die Spulen 18a und 18& paarweise auf die Joche 15a und
156 τα wickeln, um das Austreten magnetischer Streufelder
ZB verhindern. Diese Anordnung der Joche 15a
und 156 zo beiden Seiten des Ankers ermöglicht die Erzeugung eines zwei- bis viermal so hohen Ausgangs
als bei den vorhergehenden AusfShrungsformen und ein ausgezeichnetes Signal/Rausch-Verhältnis.
Noch eine weitere Ausführungsfonn der Erfindung
in Form einer Stereokapsel des 45°-45°-Typs ist in den
F i g. 8a und 8b dargestellt F i g. 8a zeigt ein Paar Joche
15L, die zu beiden Seiten des Ankers 7 entlang der L-Achse angeordnet sind. Um diese Joche sind Spulen
18L gewickelt, die in Reihe geschaltet sind und eine Ausgangsspannung eL erzeugen. Auf gleiche Weise
sind zwei Joche 15/? einander gegenüber mit zwischer ihnen liegendem Anker 7 auf der rechtwinklig zur
L-Achse verlaufenden R-Achse angeordnet, wobei um die Joche 15/? gewickelte Spulen 18/? miteinander in
Reihe geschaltet sind, so daß die Ausgangsspannungen eR in beiden Spulen einander überlagern. Alternativ
kann auch jedes Joch mit einem Paar Spulen umwickelt
ίο sein, wodurch insgesamt acht Spulen vorhanden sind.
Bei der Tonkapsel dieser Konstruktion wird das aus der Abtastnadel 25, dem Ausleger 26 und dem Anker 7
bestehende Schwingungssystem vorzugsweise in den Spalt zwischen den einander gegenüberliegenden Jochen
15/? und 15Z. eingesetzt.
Aus der obigen Beschreibung ergibt sich, daß die erfindungsgemäße
Tonkapsel einen Permanentmagne,-anker aufweist, der aus einer ebenen Platte besteht, die
aus zwei in in Richtung ihrer Dicke magnetisierten Platten, so zusammengesetzt ist, daß gleiche Pole zu
beiden Seiten in Richtung der Dicke liegen, während der entgegengesetzte Pol im Mittelteil ausgebildet ist,
und einen Ausleger, an dessen Ende eine Abtastnadel befestigt ist, wobei das Schwingungssystem so ausgebildet
ist, daß die Hauptachse des Auslegers mit dem Schwerpunkt des Ankers in Richtung seiner magnetischen
Achse verbunden und in seiner Nähe gehalten wird, so daß die Umfangsteile des Ankers in Abhängigkeit
von den Schwingungen der Abtastnadel entsprechend den Konturen der Rillen der Schallplatte schwingen.
Die beiden Polstücke an den Enden der U-förmigen Joche aus magnetischem Material sind auf je einer
Seite des Ankers und nahe an ihm angeordnet. Die Schenkel der Joche sind jeweils mit wenigstens einer
Spule umwickelt. Dieser Anordnung gemäß wird die Ausgangsspannung durch die zeitliche Änderung des
magnetischen Flusses erzeugt, der in den U-förmigen Jochen in Kombination mit dem Anker auftritt, wodurch
nicht nur ein hoher Wirkungsgrad des magnetomechanischen Wandlers, sondern auch eine hohe Ausgangsspannung
und geringere Störungen .rzielt werden.
Da der Ausleger mit der an ihm befestigten Abtastnadel am oder in der Nähe des Schwerpunkts des Ankers
befestigt ist werden ferner sowohl das Trägheitsmoment als auch die Effektivmasse des Schwingungssystems
verringert. Daraus ergibt sich eine größere obere Grenzfrequenz und ein kleineres wirkendes mechanisches
Trägheitsmoment Ferner wird dadurch, daß zwei Spulen auf ein einziges Joch gewickelt werden können,
das Auftreten eines magnetischen Streufeldes verhindert, während gleichzeitig die Ausgangsspannung erhöht
und Rauschspannungen verringert werden, woraus sich ein hohes Signal/Rausch-Verhältnis ergibt
Durch die errmdungsgemäße Anordnung kann das
Schwingungssystem bzw. die Abtastnadeleinheit unterhalb der Jocheinheit befestigt werden, was einen kleineren
Vertikalspurwinkel sowie einen geeigneten Wert desselben ennögBcht, wodurdi Spurfehler m vertikaler
Richtung auf ein Mindestmaß verringert und das Auswechseln der Abtastnadel erleichtert wird. Schließlich
ist der Magnetkreis im erfindungsgemäßen Aufbau so einfach, daß die Tonkapsel mit geringen Kosten und
großer Präzision zusammengesetzt werden kann.
65
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 609682/197
Claims (9)
1. Tonkapsel mit einer Abtastnadel, die am Ende
eines beweglichen Auslegers befestigt ist, an dem bewegungsschlüssig mit dem Ausleger gekoppelt
und in seinem Schwerpunkt gelagert ein Anker uua
einem Permanentmagneten befestigt ist, der aus einer quer zur Achse des Auslegers angeordneten
ebenen Platte besteht und dem zumindest ein U-förmiges und mit einer Spule bewickeltes Joch
zugeordnet ist dessen zwei Polstücke beidseits des Ankers liegen, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Anker (7) bildende ebene Platte an ihren beiden zur Plattenebene parallelen Außenflächen
mit gleicher Polarität (N) und in der dazwischenliegenden Ebene mit der entgegengesetzten
Polarität (S) magnetisiert ist
2. Tonkapsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (7) in Form einer ebenen
Platte aus einem einzigen einstückigen Magnetmaterial besteht.
3. Tonkapsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (7) in Form einer ebenen
Platte aus zwei ebenen Magnetplatten besteht, die miteinander verbunden sind und derart in Richtung
ihrer Dicke magnetisiert sind, daß jeweils der Abschnitt der einen Polarität der einen Magnetplatte
mit dem Abschnitt der gleichen Polarität der anderen Magnetplatte in Kontakt steht
4. Tonkapsel nach Ansprach 1, für monaurales Hören, gekennzeichnet durch zwei im wesentlichen
U-förmige Joche (15a, 156), die in der Nähe des äußeren Umfangs des Ankers (7) angeordnet sind und
die mit Spulen (18a, 186) umwickelt sind, die miteinander in Reihe geschaltet sind (F i g. 7a, 7b).
5. Tonkapsel nach Anspruch 1, für stereophones Hören, gekennzeichnet durch zwei im wesentlichen
U-förmige Joche (15/?, 15L), die gegeneinander
V-förmig unter einem rechten Winkel und in der Nähe des äußeren Umfangs des Ankers (7) angeordnet
sind (F i g. 2b).
6. Tonkapsel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker in der näheren Umgebung
seines Schwerpunktes durch eine Halterung (11) gehalten
ist, wobei die Halterung (11) anschließend an den Anker (7) durch eine Ringnut (10) im Querschnitt
verjüngt ist, und daß ein Dämpfungselement (23) aus einem elastischen Werkstoff zwischen dem
Anker (7) und der Halterung (11) im Bereich der Ringnut angeordnet ist, wobei die Schwingungen
des Auslegers (26) und des Ankers (7) um einen Punkt, der in der näheren Umgebung des Ankerschwerpunktes
liegt, erfolgen.
7. Tonkapsel nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte des Ankers (7) einen
halbkreisförmigen, V-förmigen oder kreuzförmigen Querschnitt hat.
8. Tonkapsel nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß nur Teile des Ankers (7) magnetisiert
sind (F i g. 4a, 4b).
9. Tonkapsel nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch vier U-förmige Joche (15/?, 15Z.), die rechtwinklig
zueinander nahe des äußeren Umfangs des Ankers (7) angeordnet sind und von denen jeweils
ein einen Winkel von 180° miteinander einschließendes Paar (15/? bzw. 15L) mit Spulen (18/? bzw.
Die Erfindung betrifft eine für die Wiedergabe von Stereoplatten verwundete Tonkapsel.
Herkömmliche Tonkapseln dieser Art, bei denen ein Stabmagnet verwendet wird, sind im Gebrauch weit
ίο verbreitet Diese Tonkapsel weist einen Ausleger mit
einer an seinem Ende befestigten Abtastnadel, einen in Längsrichtung des Auslegers einfach mit N- und S-PoI
magnetisierten Stabmagneten, einen den Mittelabschnitt des Magnets elastisch tragenden Dämpfer und
ein Joch auf. Wenn die Abtastnadel vibriert, treten im Joch in Abhängigkeit von der Bewegung der Abtastnadel
magnetische Ströme auf, wodurch in der um das Joch gewickelten Spule eine Ausgangsspannung erzeugt
wird. Da bei dieser Tonkapsel der Stabmagnet
als Anker wirkt ist auf Grund dieser Art der Anordnung das Trägheitsmoment unvermeidlich groß. Aus
diesem Grund ist die Effektivmasse des Bewegungssystems,
die die Grundcharakteristiken der Tonkapsel bewirkt,
ziemlich groß. Hierdurch wird nicht nur die Fahigkeit der Erzeugung hoher Frequenzen beschränkt,
sondern auch der mechanische Scheinwiderstand erhöht, wodurch seinerseits der Grad, bis zu dem der
Druck der Abtastnadel verringert werden kann, begrenzt wird. Dieses Problem kann dadurch gelöst wer-
den, daß man die Abmessungen des Stabmagneten verringert. Ein solcher Schritt ist jedoch von dem Nachteil
einer niedrigen Ausgangsspannung begleitet.
Aus der DT-OS 17 72 685 ist eine Tonabnehmerkapsel
für die stereophone Wiedergabe bekanntgeworden, bei der an dem van der Abtastnadel fortweisenden
Ende des Nadelhalterarmes eine Scheibe aus nichtmagnetischem Werkstoff vorgesehen ist. Senkrecht zum
Scheibenrand sind unter einem Winkel von je 45° zu einer Ebene, die senkrecht auf der abzutastenden
Schallplatte steht und durch die Abtastnadel hindurchgeht, zwei Stabmafinete angeordnet. Das freie Ende
eines jeden dieser Magnete befindet sich zwischen den Polschuhen eines U-förmigen Joches. Die Joche sind
mit Spulen umwickelt. Beim Abtasten einer Schallplattenrille verändern diie Magnete ihre Lage, so daß sich
der magnetische ICiaftfluß in den Jochen ände'rt, wodurch in den Spulen ein Strorr. induziert wird. Ein
Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß durch die Anordnung der Magnete relativ große Trägheitsmomente
auftreten, so daß die obere Grenzfrequenz für wiederzugebende Schwingungen ziemlich niedrig liegt.
Infolgedessen können mit einem solchen Abtastsystem keine Wiedergaben erzielt werden, die höheren Ansprüchen
genügen.
Bei einer anderen, aus der DT-AS 11 74 085 bekanntgewordenen
Tonabnehmerkapsel für eine stereophone Schallplattenwiedergabe ist an dem von der Abtastnadel
fortweisenden Ende des Nadelhaltearmes eine magnetisierbare Platte angeordnet. Diese Platte ist als ein
ringförmiger Dauermagnet ausgebildet, der symmetrisch zur Achse des Nadelhalterarmes ausgerichtet ist.
Der Dauermagnet ist parallel zur Mittellinie der Platte magnetisiert. Er ist kippbar zwischen zwei Paar Polschuhen
angeordnet. Die Polschuhe bilden die Enden zweier kreuzweise angeordneter, mit Spulen versehener
U-förmiger Joche.
Da der Dauermagnet bei dieser bekannten Tonabnehmerkapsel ringförmig ausgebildet, können aus dem
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP46008791A JPS4937527B1 (de) | 1971-02-23 | 1971-02-23 | |
| JP879171 | 1971-02-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2208292A1 DE2208292A1 (de) | 1972-09-07 |
| DE2208292B2 DE2208292B2 (de) | 1976-05-26 |
| DE2208292C3 true DE2208292C3 (de) | 1977-01-13 |
Family
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