DE1022082B - Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien - Google Patents
Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen MineralienInfo
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- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/02—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft
- B02C13/06—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft with beaters rigidly connected to the rotor
- B02C13/09—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft with beaters rigidly connected to the rotor and throwing the material against an anvil or impact plate
- B02C13/095—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft with beaters rigidly connected to the rotor and throwing the material against an anvil or impact plate with an adjustable anvil or impact plate
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- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/26—Details
- B02C13/28—Shape or construction of beater elements
- B02C13/2804—Shape or construction of beater elements the beater elements being rigidly connected to the rotor
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Crushing And Pulverization Processes (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien
mit Bestandteilen unterschiedlicher Härte und/oder Festigkeit. In solchen Brechern wird das Mineral
einer elastischen Bearbeitung durch Schlagen mittels schnell umlaufender Schlagorgane ausgesetzt, und es
ist bekannt, daß Prallbrecher ganz besonders zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien
geeignet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen
Mineralien zu, verbessern. Die Lösung besteht darin, daß sowohl die umlaufenden Schlagorgane
als auch die im Brechergehäuse fest angeordneten Prallplatten oder Prallstangen mit einer Umhüllung
aus einem Kunststoff versehen sind, der in verhältnismäßig geringem Maße elastisch und sehr abriebfest
ist. Dadurch, daß die Umhüllung der umlaufenden Schl-agorgane sowie der Prallplatten oder Prallstangen
in verhältnismäßig geringem Maße elastisch ist, wird die Energie, welche zu einer weitgehenden Zerkleinerung
der weicheren Bestandteile des Minerals notwendig ist, auf jeden Fall auf dieses übertragen. Andererseits
sind die Umhüllungen dennoch so elastisch, daß die härteren Bestandteile des Minerals weit schonender
behandelt werden, als es in herkömmlichen Prallbrecharn, die derartige Umhüllungen nicht besitzen,
der Fall ist. Mit dem erfindungsgemäßen Prallbrecher gelingt es deshalb, die härteren Bestandteile des
Minerals, welche möglichst in grob- oder mittelstückiger Form erhalten bleiben sollen, sehr schonend
zu zerkleinern, während1 die anderen, weicheren Bestandteile
weitgehend zerkleinert werden. Ferner wird dadurch, daß der Kunststoff, aus dem die Umhüllungen
bestehen, sehr abriebfest ist, der weitere Vorteil erzielt, daß die umlaufenden Schlagorgane sowie die
Prallplatten oder Prallstangen außerordentlich haltbar und verschleißfest sind. Diese gute Wirkung der Umhüllungen
kann noch dadurch verbessert werden,- wenn man als Kunststoff einen solchen wählt, der außerdem
sehr zugfest ist.
Es ist ein Verfahren beschrieben worden, wonach .Steinkohle durch eine elastische Bearbeitung in ihre
petrographischen Bestandteile zerlegt werden soll. Als Beispiel einer solchen Bearbeitung ist eine Hammermühle
genannt. Eine solche Mühle besteht aus einem Rotor, an dem Schlagarme aus Stahl gelenkig aufgehängt
sind. Hieraus geht hervor, daß unter elastischer Bearbeitung eine Zerkleinerung mittels gelenkig angeordneter,
an sich unelastischer Schlagorgane gemeint ist, nicht aber eine Bearbeitung in dem Sinne, daß die
Zerkleinerung auf elastischen Flächen geschieht.
Es ist auch ein Schlagarm für eine Hammermühle bekannt, dessen Kopf aus zwei quer zur Umlaufrich-Prallbrecher
zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien
Anmelder:
Klöckner-Humboldt-Deutz ίο Aktiengesellschaft,
Köln-Deutz, Mülheimer Str. 149-155
Dr.-Ing. Otto Diettrich f, Köln-Braunsfeld,
ist als Erfinder genannt worden Der Miterfinder hat beantragt, nicht genannt zu werden
tang des Schlagarmes angeordneten Metällplatten und einem zwischen diesen liegenden Gummikörper be-
a5 steht. Dabei bildet diejenige Metallplatte, die in der
Umlauf richtung voranedlt, die schlagende Fläche. Hier ist also an einer Schlagfläche festgehalten, die aus
Metall besteht, und der Gummikörper soll nur den Zweck haben, den Verschleiß des Schlagkopfes zu
mindern.
Weiterhin ist eine Stiftmühle bekannt, deren Stifte mit Weichgummi überzogen sind. Ferner ist ein
Desintegrator, d. h. eine Zerkleinerüngseinrichtung, beschrieben worden, die aus zwei mit Abstand vonein-"
ander angeordneten, gegensinnig umlaufenden und mit Stiften besetzten Scheiben besteht Die Stifte sind
mit einem Kunststoff überzogen. Bei Stiftmühlen und Desintegratoren handelt es sich aber um Zerkleineruingseinrichtungen,
bei welchen eine starke Reibwirkung auftritt. Aus diesem Grunde sollen auch hier
die Überzüge niuir zu dem Zweck vorgesehen sein, um einen zu starken Verschleiß zu vermeiden.
Schließlich ist ein Verfahren bekannt, wonach quarzhaltiger Kalkstein zunächst erhitzt, dann mit
Wasser gelöscht und anschließend einer vorsichtigen Mahlung unterwarfen wird1, die darauf abzielt/ das
entstandene, sehr weiche Kalziumhydiroxyd in ein Pulver zu verwandeln, ohne den Quarz zu zerkleinern.
Hierzui sollen Mahlkörper aus einem nachgiebigen Werkstoff, z. B. aus Hartgummi, verwendet werden,
d. h., die Mahlung soll in einer Rohrmühle erfolgen, die mit derartigen Mahlkörpern gefüllt ist. Es leuchtet
ein, daß diese Mahlweiise nur bei einem Gut angewandt
werden kann, das aus sehr weichen und sehr harten
709 847/195
Bestandteilen besteht, nicht aber bei einem solchen, dessen weichere Bestandteile immer noch verhältnismäßig
hart sind.
Der erfindungsgemäße Prallbrecher eignet sich insbesondere
für die Zerkleinerung von Steinsalz, welches mit Anhydrit verwachsen ist. Eine ähnliche Anwendung
liegt bei der Zerkleinerung von verwachsener Steinkohle vor. Diese ist in der Regel mit Schieferstücken
durchwachsen.
Wird Steinsalz, welches mit Anhydrit verwachsen ist, mittels eines Prallbrechers, wie er oben gekennzeichnet
ist, zerkleinert, so wird das Steinsalz als der weichere, aber immer noch verhältnismäßig harte Bestandteil
weitgehend zerkleinert, während der härtere Anhydrit in grobstückiger Form erhalten bleibt. Man
kann anschließend dieise beiden Stoffe durch Absieben voneinander trennen.
Bei verwachsener Steinkohle wird die reine Kohle als der weichere Bestandteil weitgehend zertrümmert,
während der Schiefer in stückiger Form erhalten bleibt. Auch hier kann man dann anschließend die
reine Kohle von dem Schiefer vollständig oder annähernd vollständig trennen. Mittels des erfindungsgemäßen
Brechers kann man geringwertige Steinkohle, d. h. aschereiche Steinkohle, auf welche man heute
beim Abbat* mehr und mehr zurückgreifen will, günstig verwerten, denn es gelingt mit der Erfindung, die
Reinkohle auf sehr einfache Weise von den Bergen, mit denen sie verwachsen ist, zu trennen.
Es ist auch durch Anwendung des Prallbrechers gemäß der Erfindung möglich, Steinkohle nicht nur
von den Bergen zu trennen, sondern die Steinkohle selbst vollständig oder annähernd nach ihren peitrographischen
Bestandteilen z. B. in Glanzkohle, Mattkohle usAV. zu trennen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 einen Prallbrecher im Querschnitt,
Abb. 2 eine Schlagseite mit Stahlkern,
Abb. 3 einen Teilschnitt dies Rotors mit einer anders
gestalteten Schlagleiste und
Abb. 4 einen vergrößerten Querschnitt der Schlagleiste nach Abb. 3.
In dem Prallbrecher gemäß Abb. 1 sind oberhalb des schnell umlaufenden Rotors 1 mehrere feststehende
Prallstangen angeordnet. Sie besitzen einen Stahlkern 4, beispielsweise aus einfachem Walzstahl, sowie
eine Umhüllung 21. Die Umhüllung besteht aus einem Kunststoff, der in verhältnismäßig geringem Maße
elastisch und sehr abriebfest ist. Vorzugsweise verwendet man für die Umhüllung ein polymerisiertes
Isozyanat, z. B. den unter dem eingetragenen Warenzeichen »Vulkollan« im Handel erhältlichen Kunststoff.
Dieser besitzt außerdem die Eigenschaft, daß er sehr zugfest ist. Im Anschluß an die Prallstangen
sind mehrere ebenfalls feststehende Prallplatten angeordnet. Diese bestehen aus den Stahlplatten 30 bzw. 31,
die eine Auflage 22 bzw. 23 auis dem genannten Kunststoff
besitzen. Zweckmäßig erfolgt das Aufbringen des Kunststoffes auf die Kerne 4 bzw. auf die Stahlplatten
30 und 31 durch Vergießen mit diesem Stoff. Oberhalb der Prallstangen sind weitere Prallplatten 3
an der Abschlußwand des Brechergehäuses angebracht. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, auch diese Platten
mit einer Auflage aus dem erwähnten Kunststoff zu versehen. Die Schlagorgane (Schlagleisten) des Rotors
bestehen, wie Abb. 2 erkennen läßt, ebenfalls aus einem Stahlkern 8 und eine»- Umhüllung 9 aus einem derartigen
Kunststoff.
Die Abb. 3 stellt eine etwas andere Ausgestaltung des Rotors und der Schlagleisten dar. Auch hierbei
weisen, wie man deutlicher aus Abb. 4 ersieht, die Schlagleisten 13, mit welchen der Rotor 11 versehen
ist, einen Stahlkern 18 mit einem Üljerzug 19, beispielsweise aus einem polymerisierten Isozyanat, auf.
Die Schlagleisten sind mittels Schrauben 14,15 an Vorsprüngen oder Leisten 12 befestigt, welche mit
dem Rotor 11 einen zusammenhängenden Körper bilden.
Durch das Einlaufmaul 5, das mit einem Kettenvorhang 6 versehen ist, wird, dem Brecher das zu zerkleinernde
Gut, z. B. verwachsene Steinkohle, aufgegeben. Die Kohle wird von den in Pfeilrichtung mit einer
mittleren Umlaufgeschwindigkeit von etwa 30 m/s kreisenden Schlagleisten 2 erfaßt und gegen die Prallstangen
bzw. Prallflächen geschleudert. An den Prallstangen und -flächen wird die Kohle durch Aufprall
zerkleinert. Die zerkleinerten Stücke fliegen zurück, wobei sie gegebenenfalls mit neu abgeschleuderten
Gutstücken zusammentreffen und weiter zerkleinert werden. Durch den Überzug, mit dem sowohl die umlaufenden
Schlagleisten als auch die feststehenden Prallplatten bzw. -stangen versehen sind, ist es möglich,
die Zerkleinerung der Rohkohle so durchzuführen, daß die Reinkohle nur wenig zerkleinert
wird, aber trotzdem eine gute Abspaltung der Berge von der reinen Kohle erfolgt.
Claims (3)
1. Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von \rerwachsenen Mineralien mit Bestandteilen unterschiedlicher
Härte und/oder Festigkeit, in dem das Mineral einer elastischen Bearbeitung durch Schlagen
mittels schnell umlaufender Schlagorgane ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
die umlaufenden Schlagorgane (2,13) als auch die im Brechergehäuise fest angeordneten Prallplatten
oder Prallstangen (4, 30, 31) mit einer Umhüllung (9, 19, 21, 22, 23) aus einem Kunststoff versehen
sind, der in verhältnismäßig geringem Maße elastisch und sehr abriebfest ist.
2. Verwendung der Zerkleinerungsmaschine gemäß Anspruch 1 für die Zerkleinerung von Steinsalz,
welches mit Anhydrit verwachsen ist.
3. Verwendung der Zerkleinerungsmaschine gemäß Anspruch 1 für die Zerkleinerung von verwachsener
Steinkohle.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 526 711, ^SO 607,
Deutsche Patentschriften Nr. 526 711, ^SO 607,
829 542; französische Patentschrift Nr. 899 440;
Zeitschrift für Erzbergbau und Metallhüttenwesen,
Zeitschrift für Erzbergbau und Metallhüttenwesen,
1950, Heft 2 und 3 (Aufsatz von Puffe).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 847/195 12.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK23863A DE1022082B (de) | 1954-10-26 | 1954-10-26 | Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK23863A DE1022082B (de) | 1954-10-26 | 1954-10-26 | Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1022082B true DE1022082B (de) | 1958-01-02 |
Family
ID=7216857
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK23863A Pending DE1022082B (de) | 1954-10-26 | 1954-10-26 | Prallbrecher zum selektiven Zerkleinern von verwachsenen Mineralien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022082B (de) |
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1954
- 1954-10-26 DE DEK23863A patent/DE1022082B/de active Pending
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