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DE1021165B - Verfahren zur Herstellung von leichtplastifizierbarem Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von leichtplastifizierbarem Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat

Info

Publication number
DE1021165B
DE1021165B DEF20372A DEF0020372A DE1021165B DE 1021165 B DE1021165 B DE 1021165B DE F20372 A DEF20372 A DE F20372A DE F0020372 A DEF0020372 A DE F0020372A DE 1021165 B DE1021165 B DE 1021165B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
polyvinyl chloride
suspension polymer
chloride suspension
plasticizable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF20372A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Michael Lederer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE557790D priority Critical patent/BE557790A/xx
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF20372A priority patent/DE1021165B/de
Publication of DE1021165B publication Critical patent/DE1021165B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F14/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F14/02Monomers containing chlorine
    • C08F14/04Monomers containing two carbon atoms
    • C08F14/06Vinyl chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von leichtplastifizierbarem Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat Man kann Vinylchlorid nach den bekannten Verfahren der Block-, Lösungs,- Emulsions- und Suspensionspolymerisation polymerisieren (Literatur: C. E. Schildknecht, Polymer Processes, 1956). Die Polymerisate unterscheiden sich zum Teil in ihrer äußeren Form und in ihren Eigenschaften. Eine anwendungstechnisch besonders wichtige Eigenschaft ist die Plastifiziergeschwindigkeit. Diese ist temperaturabhängig, sie nimmt mit steigender Temperatur zu, Da die Zersetzungsgeschwindigkeit von Polyvinylchlorid mit steigender Temperatur und mit der Dauer der Verarbeitung zunimmt, ist man bestrebt, die Verarbeitung bei möglichst niedriger Temperatur und kurzen Zeiten vorzunehmen.
  • Beim Vergleich von Produkten mit gleichem Molekulargewicht (gleicher spezifischer Viskosität) ist das Produkt bezüglich Plastifiziergeschwindigkeit am wertvollsten, das sich am schnellsten bei gegebener Temperatur plastifizieren läßt oder das die Anwendung der tiefsten Verarbeitungstemperatur erlaubt bei gleicher Plastiflziergeschwindigkeit.
  • Es ist nun allgemein bel, annt, daß Ernulsionspolymerisate besonders leicht verarbeitbar sind. Die Produkte weisen jedoch, wenn sie noch Emulgatorreste enthalten, verschiedene Nachteile auf, die z. B. ihre Verwendung im Elektrosektor oder für die Herstellung glasklarer Artikel ausschließen. Besser geeignet für diese Anwendungsgebiete sind die sogenannten Suspensions- oder Perlpolymerisate. Neben ihren hervorragenden elektrischen Eigenschaften, die ihre Verwendung auf dem Isolationsgebiet gestatten, kann man sie zur Herstellung von glasklaren Folien oder anderen Artikeln verwenden. Ein Nachteil der Suspensionspolymerisate ist ihre langsamere Plastifizierung und daraus resultierende schwierigere Verarbeitbarkeit im Vergleich zu Emulsionspolymerisaten von gleichem K-Wert.
  • Neben der schlechten Plastifizierbarkeit treten in den Walzfolien sogenannte Stippen ("fish-eyes"; s. USA.-Patentschrift 2 528 469) auf, die sich sehr störend auswirken. Man kann das Auftreten dieser Stippen zum Teil verhindern bzw. reduzieren, wenn man bei der Polymerisation neben den wasserlöslichen Schutzkolloiden geringe Mengen von kapillaraktiven Stoffen zusetzt (britische Patentschriften 627 235 und 622 944, USA.-Patentschrift 2 528 469). Weiterhin ist bekannt, daß man ein leichtplastifizierbares Suspensionspolymerisat von poröser Struktur herstellen kann (französische Patentschrift 1099 238), wenn die Polymerisation unterhalb des Sättigungsdruckes von Vinylchlorid durchgeführt wird.
  • Durch Zusatz von kapillaraktiven Stoffen (Emulgatoren) wird die Plastifiziergeschwindigkeit nicht verbessert. Die Polymerisation unterhalb des Sättigungsdruckes reduziert in erheblichem Maß die Polymerisationsgeschwindigkeit.
  • Es wurde nun gefunden, daß man überraschenderweise ein sehr leicht plastifizierbares Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat herstellen kann, wenn die Suspensionspolymerisation in Gegenwart von geringen Mengen eines gesättigten Kohlenwasserstoffs, dessen Siedepunkt zwischen - 110 und + 150', vorzugsweise zwischen - 40 und + 50', liegt, und zwar in Mengen von 0,5 bis 40"/" vorteilhaft 3 bis 120/" bezogen auf das monomere Viiiylchlorid, durchgeführt wird. Als Kohlenwasserstoffe kann man z. B. Methan und Äthan verwenden. Besonders günstig ist die Verwendung von Propan, n-Butan und n-Pentan bzw. deren Isomerer, z. B. 2-Methylbutan. Man kann jedoch auch höhere Kohlenwasserstoffe, z. B. Hexan, Heptan und ihre isomeren Formen, ferner Oktan und seine Isomere, einsetzen. Die genannten Paraffine können auch in Mischung untereinander bzw. mit ihren Isomeren angewandt werden. Auch technische Gemische dieser Verbindungen sind anwendbar, wobei das erfindungsgemäße Verfahren nicht gestört wird, wenn geringe Anteile ungesättigter Kohlenwasserstoffe anwesend sind. Kohlenwasserstoffe, deren Siedepunkte höher als 150' liegen, sind weniger gut geeignet, da zu ihrer Entfernung aus dem Polymerisat Temperaturen erforderlich sind, bei denen die Qualität der Polvmerisate nachteilig verändert werden 'kann. Beispiel In einem Rührautoklav werden zu 180 Gewichtsteilen Wasser, 0,5 Gewichtsteilen Polyvinylalkohol, 0,03 Gewichtsteileri isobutylnaphthalinsulfosaurem Natrium und 0,5 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd oder Lauroylperoxyd 100 Gewichtsteile Vinylchlorid und 3 Gewichtsteile n-Butau hinzugefügt. Die Reaktion wird bei einer Temperatur von 52' durchgeführt. Nach 8 Stunden erhält man 75 Gewichtsteile Polymeres vom K-Wert 70 und von sehr einheitlicher Kornverteilung zwischen 50 und 150 Korndurchmesser. Das Produkt läßt sich mit 30 0/, Dioctylphthalat als Weichmacher schon bei 130' leicht plastifizieren. Für die Plastifizierung eines Produktes, das ohne Butanzusatz hergestellt wurde, ist die dreifache Zeit erforderlich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Verfahren zur Herstellung von leichtplasti:fizierbarem Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart von zwischen - 110 und + 150' siedenden gesättigten Kohlenwasserstoffen in Mengen von 0,5 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen auf monomeres Vinylchlorid, durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kohlenwasserstoff Propan, Butan oder 2-Methylbutan verwendet wird.
DEF20372A 1956-05-24 1956-05-24 Verfahren zur Herstellung von leichtplastifizierbarem Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat Pending DE1021165B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
BE557790D BE557790A (de) 1956-05-24
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Family

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DE (1) DE1021165B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098714B (de) 1956-11-15 1961-02-02 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten des Vinylchlorids in waessriger Suspension

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1098714B (de) 1956-11-15 1961-02-02 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten des Vinylchlorids in waessriger Suspension

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