DE1040793B - Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen Kautschuk - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen KautschukInfo
- Publication number
- DE1040793B DE1040793B DED15086A DED0015086A DE1040793B DE 1040793 B DE1040793 B DE 1040793B DE D15086 A DED15086 A DE D15086A DE D0015086 A DED0015086 A DE D0015086A DE 1040793 B DE1040793 B DE 1040793B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- percent
- styrene
- rubber
- unsaturated
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F236/00—Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
- C08F236/02—Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
- C08F236/04—Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F279/00—Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00
- C08F279/02—Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00 on to polymers of conjugated dienes
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F36/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/02—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/04—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
- Graft Or Block Polymers (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
Anmelder:
The Dow Chemical Company, Midland, Mich. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
P'ienzenaueristr. 2, Patentanwälte
John L. Lang, Midland, Mich. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
Polymere Massen aus Styrol und Kautschuk in chemisch
gebundener Form und Verfahren zu deren Herstellung
sind bekannt. Eines dieser Verfahren besteht darin, daß
man eine kleine Menge natürlichen Kautschuks in monomerein Styrol löst und letzteres durch Erhitzen der io
Lösung in der Masse, d. h. praktisch in Abwesenheit eines
inerten flüssigen Mediums, polymerisiert. Es ist bekannt,
daß derartige Polymerisationsreaktionen stark exotherm
und die Gemische schlechte Wärmeleiter sind, so daß die
Regelung der Temperatur schwierig ist und mit zu- 15
nehmender Menge des zu polymerisierenden Stoffes noch
schwieriger wird. Bei der Herstellung einer harzartigen
Masse durch Polymerisation einer Lösung aus einer monovinylaromatischen Verbindung, z. B. Styrol, und einem
natürlichen oder synthetischen Kautschuk mischpoly- 20
merisiert sich der Kautschuk, der in der monovinylaromatischen Verbindung gelöst oder innig in ihr verteilt
gebundener Form und Verfahren zu deren Herstellung
sind bekannt. Eines dieser Verfahren besteht darin, daß
man eine kleine Menge natürlichen Kautschuks in monomerein Styrol löst und letzteres durch Erhitzen der io
Lösung in der Masse, d. h. praktisch in Abwesenheit eines
inerten flüssigen Mediums, polymerisiert. Es ist bekannt,
daß derartige Polymerisationsreaktionen stark exotherm
und die Gemische schlechte Wärmeleiter sind, so daß die
Regelung der Temperatur schwierig ist und mit zu- 15
nehmender Menge des zu polymerisierenden Stoffes noch
schwieriger wird. Bei der Herstellung einer harzartigen
Masse durch Polymerisation einer Lösung aus einer monovinylaromatischen Verbindung, z. B. Styrol, und einem
natürlichen oder synthetischen Kautschuk mischpoly- 20
merisiert sich der Kautschuk, der in der monovinylaromatischen Verbindung gelöst oder innig in ihr verteilt
ist, mit dieser und neigt zur Bildung hochvernetzter oder η
verzweigtkettiger Polymerenmoleküle, die in dem Gemisch weniger löslich sind als der Kautschuk. Diese 25 prozent Butadien oder eines kautschukartigen HomoNeigung
zur Bildung hochvernetzter Polymerisate oder polymerisats des Butadiens in Gegenwart eines PolyGele
führt zur Bildung von polymeren Produkten un- merisationsmodifikators polymerisiert und dabei erfingleichmäßiger
Zusammensetzung und kann die Auf- dungsgemäß 0,005 bis 0,75 Gewichtsprozent eines PoIyteilung
der Polymerisationsmischung in zwei Phasen merisationsmodifikators verwendet, der aus dem ungebewirken,
ehe die Polymerisation beendet ist. Obwohl die 30 sättigten Dimeren eines a-Methylstyrols der Formel
so erhaltenen heterogenen polymeren Produkte z. B.
durch Vermählen auf erhitzten Verbundwalzen unter
Bildung praktisch gleichförmiger, zur Anwendung bei der
Herstellung von geformten Gegenständen durch die
übHche Spritz- oder Preßverformung geeigneter Zusam- 35
mensetzungen mechanisch verarbeitet werden können,
sind solche Arbeiten doch zeitraubend und kostspielig. *
durch Vermählen auf erhitzten Verbundwalzen unter
Bildung praktisch gleichförmiger, zur Anwendung bei der
Herstellung von geformten Gegenständen durch die
übHche Spritz- oder Preßverformung geeigneter Zusam- 35
mensetzungen mechanisch verarbeitet werden können,
sind solche Arbeiten doch zeitraubend und kostspielig. *
In vielen Fällen schädigt die mechanische Bearbeitung, besteht, in der X und Y Wasserstoff, Halogene oder
die erforderlich ist, um das polymere Produkt in eine niedrige Alkylreste mit nicht mehr als 3 Kohlenstoffhomogene
Masse zu verwandeln, die mechanischen 40 atomen bedeuten.
Eigenschaften des Produktes ernstlich und macht es weit Die ungesättigten Dimeren von a-Methylstyrolen haben
weniger als wünschenswert zur Preß- oder Spritzverf or- eine ungewöhnliche Wirkung als Modifizierungsmittel oder
mung geeignet, da durch das Vermählen übermäßiger Regulatoren bei der Massenpolymerisation (d. h. praktisch
molekularer Zerfall eintritt. in Abwesenheit eines inerten flüssigen Mediums) einer
Diese unerwünschten Eigenschaften der Polymerisate 45 monovinylaromatischen Verbindung mit einem ungelassen
sich vermeiden, wenn man 85 bis 98 Gewichts- sättigten natürlichen oder synthetischen Kautschuk
prozent einer wenigstens 75 Gewichtsprozent monovinyl- unter Erzeugung eines polymeren Produktes, das ein
aromatischen Kohlenwasserstoff der Benzolreihe oder wesentlich niedrigeres Molekulargewicht hat, als es bei
eines kernhalogenierten Derivats desselben enthaltenden der Mischpolymerisation in Abwesenheit der ungesättigten
Flüssigkeit und 15 bis 2 Gewichtsprozent eines natür- 50 Dimeren unter sonst gleichen Polymerisationsbedingungen
liehen Kautschuks oder eines kautschukartigen Misch- erhalten wird. Die Wirkung des ungesättigten Dimeren
= CH,
polymerisats aus 20 bis 60 Gewichtsprozent Styrol und
80 bis 40 Gewichtsprozent Butadien oder aus 18 bis 35
Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und 82 bis 65 Gewichts-
80 bis 40 Gewichtsprozent Butadien oder aus 18 bis 35
Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und 82 bis 65 Gewichts-
hinsichtlich der Herabsetzung des Molekulargewichtes des Mischpolymeren scheint in der Bildung eines polymeren
Produktes zu liegen, das sich zum größten Teil aus
«© 657/496
3 4
Polymerketten mit verhältnismäßig engem Molekularge- Verbindung bevorzugt. Es können aber auch andere
wichtsbereich zusammensetzt. Die ungesättigten Dimeren monovinylaromatische Verbindungen, deren Vinylrest
verringern auch weitgehend oder unterdrücken völlig die direkt an einem Kohlenstoffatom des aromatischen Ringes
Neigung zur Bildung von vernetzten oder stark ver- sitzt, angewandt werden, z. B. p-Methylstyrol, m-Methylzweigten
Polymerisaten und verringern wesentlich die 5 styrol, p-Äthylstyrol, p-Isopropylstyrol, o-Chlorstyrol,
Neigung zu einer außerordentlich heftigen exothermen p-Chlorstyrol, ar-Dimethylstyrol, ar-Dichlorstyrol, ar-Polymerisationsreaktion,
Methyl-ar-äthylstyrol, ar-Methyl-ar-chlorstyrol, ar-Di-Die
Erfindung gestattet die Herstellung von Misch- äthylstyrol, p-Fluorstyrol, p-Bromstyrol, ar-Methyl-arpolymerisaten
aus einer monovinylaromatischen Ver- isopropylstyrol bzw. Mischungen einer jeden dieser Verbindung,
z. B.Styrol, und einem ungesättigten natürlichen io bindungen mit Styrol oder mit einer anderen. Mischungen
oder synthetischen Kautschuk, wobei die polymeren von einer der genannten monovinylaromatischen VerProdukte
praktisch gleichförmig zusammengesetzt sind. bindungen mit einer mit ihr mischpolymerisierbaren
Solche polymeren Produkte eignen sich zur Preß- oder monoalkenylaromatischen Verbindung, z. B. a-Methyl-Spritzverformung,
ohne daß sie weiterbearbeitet werden styrol, p-Methyl-a-methylstyrol, ar-Dimethyl-a-methylmüßten,
und sie können leicht bei einem Mindestaufwand 15 styrol, 3,4-Dichlor-a-methylstyrol oder p-Isopropylan
mechanischer Behandlung mit Pigmenten, Farbstoffen a-methylstyrol, in welcher Mischung von monomeren
oder Weichmachungsmitteln verarbeitet werden. polymerisierbaren aromatischen Verbindungen die mono-Die
ungesättigten Dimeren solcher monomeren a-Me- vinylaromatische Verbindung in Mengen vorhanden ist,
thylstyrole können nach dem in der USA.-Patent- die wenigstens 75 Gewichtsprozent, bezogen auf das
schrift 2 429 719 beschriebenen Verfahren hergestellt 20 Gesamtgewicht der monomeren polymerisierbaren arowerden.
Beispiele für geeignete monomere α-Methyl- matischen Verbindungen, ausmachen, können ebenfalls
styrole, aus denen die ungesättigten Dimeren hergestellt angewandt werden.
werden können, sind a-Methylstyrol, p-Methyl-a-methyl- Jeder ungesättigte und unvulkanisierte natürliche
styrol, p-Äthyl-a-methylstyrol, p-Isopropyl-a-methyl- oder synthetische Kautschuk, der in monomeren! Styrol
styrol, ar-Dimethyl-a-methylstyrol, ar-Chlor-a-methyl- 25 löslich ist oder darin, z. B. durch Vermählen auf Verbundstyrol,
3,4-Dichlor-a-methylstyrol, ar-Chlor-ar-methyl-a- walzen, löslich gemacht werden kann, kann in dem Vermethylstyrol,
ar-Diäthyl-a-methylstyrol und ar-Methyl- fahren angewandt werden. Der ungesättigte, als Ausar-isopropyl-a-methylstyrol.
gangsmaterial dienende Kautschuk ist vorzugsweise ein Das durch die Dimerisation erhaltene ungesättigte natürlicher Kautschuk oder aber ein synthetischer
olefinische Produkt stellt gewöhnlich eine Mischung dar, 30 Kautschuk aus Styrol und Butadien, der leicht in monodie
sich hauptsächlich aus den entsprechenden isomeren merem Styrol unter Bildung von Lösungen mit 2 bis
ungesättigten Dimeren zusammensetzt, die durch De- 20 oder mehr Gewichtsprozent des Kautschuks gelöst
stillation schwer voneinander zu trennen sind. So besteht werden kann. Beispiele für geeignete Kautschuke oder
z. B. das durch Dimerisation von a-Methylstyrol erhaltene kautschukartige Mischpolymerisate sind natürlicher
ungesättigte Produkt gewöhnlich aus einem Gemisch 35 Kreppkautschuk, synthetischer Butadien-Styrol-Kauvon
2,4-Diphenyl-4-methyl-2-penten und 2,4-Diphenyl- tschuk, der 40 bis 80 Gewichtsprozent Butadien und
4-methyl-l-penten. Die zuletzt genannte Verbindung 60 bis 20 Gewichtsprozent Styrol chemisch gebunden
wirkt in weit stärkerem Maße erniedrigend auf das enthält, synthetischer Kautschuk, der 65 bis 82 Gewichts-Molekulargewicht
des gebildeten Polymerisats als die prozent Butadien und 35 bis 18 Gewichtsprozent Acrylgleiche
Menge der isomeren Verbindung 2,4-Diphenyl- 40 nitril chemisch gebunden enthält, und kautschukartige
4-methyl-2-penten bei sonst gleichen Polymerisations- Homopolymerisate des Butadien-1,3.
bedingungen. Beide isomeren, ungesättigten Dimeren Der Grad der Ungesättigtheit des Kautschuks soll des a-Methylstyrols sind jedoch wirksame Polymeri- wenigstens 50 % desjenigen von natürlichem Kautschuk sationsmodifizierungsmittel zur Regulierung des Mole- ausmachen, bei dem aus Zweckmäßigkeitsgründen ankulargewichtes des polymeren Produktes und Ver- 45 genommen wird, daß er eine olefinische Bindung pro hinderung der Bildung von hochvernetzten Polymerisaten Isoprengruppe in dem natürlichen Kautschukmolekül bei der Mischpolymerisation einer monovinylaromatischen enthält und einen Ungesättigtheitsgrad von 100% Verbindung mit einem natürlichen oder synthetischen aufweist. So entspricht also in einem synthetischen Kautschuk, so daß also Mischungen der isomeren un- Kautschuk, der ein Mischpolymerisat aus 65 Gewichtsgesättigten Dimeren mit Erfolg benutzt werden können. 50 prozent Styrol und 35 Gewichtsprozent Butadien in Die ungesättigten Dimeren eines a-Methylstyrols, das chemisch gebundener Form darstellt, der Ungesättigtais Kernsubstituenten nur Halogenatome oder niedrige heitsgrad ungefähr 51 °/0 des Ungesättigtheitsgrades von Alkylreste enthält, werden gewöhnlich in Form einer natürlichem Kautschuk. Entsprechend hat ein Kautschuk, Mischung der entsprechenden isomeren Derivate von der ein Mischpolymerisat aus 50 Gewichtsprozent Styrol 1-Penten und 2-Penten angewandt, obgleich die isomeren 55 und 50 Gewichtsprozent Butadien ist, einen Ungesättigtungesättigten Dimeren auch voneinander getrennt und heitsgrad, der etwa 70% von dem eines natürlichen in reiner oder praktisch reiner Form angewandt werden Kautschuks entspricht. Der ungesättigte Kautschuk könnten. Die ungesättigten Dimeren werden in einer soll ein Molekulargewicht von wenigstens 15000 haben 0,005 bis 0,75, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gewichtsprozent und kann in Mengen angewandt werden, die zwischen entsprechenden Menge, bezogen auf das Gewicht der 60 1 % und der Löslichkeitsgrenze des Kautschuks in der mischpolymerisierbaren Ausgangsstoffe, angewandt. Bei monomeren polymerisierbaren aromatischen Verbindung einer weiteren Erhöhung des Anteils der ungesättigten liegen. Gewöhnlich wird er in Mengen von 2 bis 15, Dimeren, z. B. auf 2 Gewichtsprozent, wird eine weitere vorzugsweise 4 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Herabsetzung des Molekulargewichtes des gebildeten Gewicht der mischpolymerisierbaren Ausgangsstoffe, Polymerisates bewirkt, gleichzeitig tritt aber eine un- 65 angewandt.
bedingungen. Beide isomeren, ungesättigten Dimeren Der Grad der Ungesättigtheit des Kautschuks soll des a-Methylstyrols sind jedoch wirksame Polymeri- wenigstens 50 % desjenigen von natürlichem Kautschuk sationsmodifizierungsmittel zur Regulierung des Mole- ausmachen, bei dem aus Zweckmäßigkeitsgründen ankulargewichtes des polymeren Produktes und Ver- 45 genommen wird, daß er eine olefinische Bindung pro hinderung der Bildung von hochvernetzten Polymerisaten Isoprengruppe in dem natürlichen Kautschukmolekül bei der Mischpolymerisation einer monovinylaromatischen enthält und einen Ungesättigtheitsgrad von 100% Verbindung mit einem natürlichen oder synthetischen aufweist. So entspricht also in einem synthetischen Kautschuk, so daß also Mischungen der isomeren un- Kautschuk, der ein Mischpolymerisat aus 65 Gewichtsgesättigten Dimeren mit Erfolg benutzt werden können. 50 prozent Styrol und 35 Gewichtsprozent Butadien in Die ungesättigten Dimeren eines a-Methylstyrols, das chemisch gebundener Form darstellt, der Ungesättigtais Kernsubstituenten nur Halogenatome oder niedrige heitsgrad ungefähr 51 °/0 des Ungesättigtheitsgrades von Alkylreste enthält, werden gewöhnlich in Form einer natürlichem Kautschuk. Entsprechend hat ein Kautschuk, Mischung der entsprechenden isomeren Derivate von der ein Mischpolymerisat aus 50 Gewichtsprozent Styrol 1-Penten und 2-Penten angewandt, obgleich die isomeren 55 und 50 Gewichtsprozent Butadien ist, einen Ungesättigtungesättigten Dimeren auch voneinander getrennt und heitsgrad, der etwa 70% von dem eines natürlichen in reiner oder praktisch reiner Form angewandt werden Kautschuks entspricht. Der ungesättigte Kautschuk könnten. Die ungesättigten Dimeren werden in einer soll ein Molekulargewicht von wenigstens 15000 haben 0,005 bis 0,75, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gewichtsprozent und kann in Mengen angewandt werden, die zwischen entsprechenden Menge, bezogen auf das Gewicht der 60 1 % und der Löslichkeitsgrenze des Kautschuks in der mischpolymerisierbaren Ausgangsstoffe, angewandt. Bei monomeren polymerisierbaren aromatischen Verbindung einer weiteren Erhöhung des Anteils der ungesättigten liegen. Gewöhnlich wird er in Mengen von 2 bis 15, Dimeren, z. B. auf 2 Gewichtsprozent, wird eine weitere vorzugsweise 4 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Herabsetzung des Molekulargewichtes des gebildeten Gewicht der mischpolymerisierbaren Ausgangsstoffe, Polymerisates bewirkt, gleichzeitig tritt aber eine un- 65 angewandt.
erwünschte Verschlechterung der Eigenschaften, der Die Polymerisationsreaktion wird in der Masse, d. h.
Zugfestigkeit und der Wärmeverformungstemperatur praktisch in Abwesenheit eines inerten flüssigen Mediums,
des Polymerisats ein. und bei Temperaturen zwischen 65 und 115° C, vorzugs-
Bei der Herstellung der Mischpolymerisate wird die weise 80 und 1200C, durchgeführt. Die Polymerisation
Anwendung von Styrol als der monovinylaromatischen 70 kann bei gewöhnlichem oder Überdruck erfolgen. Am
5 6
besten läßt man sie unter einem Druck ablaufen, bei dem Die folgenden Beispiele erläutern das Grundprinzip
ein Verlust an Monomeren durch Verdampfung aus der der Erfindung, ohne diese zu begrenzen.
Polymerisationsmischung bei der jeweiligen Reaktions- .
temperatur vermieden wird. -Beispiel 1
Bei der Reaktion können Polymerisationskatalysatoren, 5 In zwei Vergleichsversuchen wurde eine Lösung von
z. B. Benzoylperoxyd, tert. Butylhydroperoxyd oder 15 g synthetischem Kautschuk (einem Mischpolymerisat
Di-tert.-butylperoxyd, mit Vorteü angewandt werden; aus ungefähr 23,5 Gewichtsprozent Styrol und 76,5 Geein
Katalysator ist aber nicht unbedingt erforderlich. wichtsprozent Butadien mit einer Mooney-Viskosität
Es können ferner Ideine Mengen organischer Verbindungen, zwischen 60 und 70), 279 g Styrol, 3 g Sojabohnenöl und
z. B. Sojabohnenöl, Butylstearat oder raffiniertes Mineral- io 3 g n-Butylstearat mit 0,03 Gewichtsprozent Benzoylöl
(Weißöle), den Ausgangsmaterialien mit Vorteil peroxyd polymerisiert. Im Versuch A wurde die Lösung
einverleibt werden, die in dem polymeren Produkt bei in einen Behälter eingeschlossen und durch lOtägiges
der anschließenden Verformung oder beim Verpressen Erhitzen in einem Wasserbad von 9O0C zu einer Harzais
Weichmacher wirksam sind. masse polymerisiert. Anschließend wurde die Masse in Bei der praktischen Durchführung werden die aro- 15 dem geschlossenen Behälter 3 Tage auf 1500C erhitzt
matische Monovinylverbindung, z. B. Styrol, und ein und dann abgekühlt. Im Versuch B wurde die Lösung
natürlicher oder synthetischer Kautschuk miteinander mit 0,5 Gewichtsprozent einer flüssigen Fraktion gemischt,
in den gewünschten Anteilen gemischt. Die Mischung die ungesättigte Dimeren von a-Methylstyrol enthielt
wird gerührt und bei Raumtemperatur oder kurz darüber und bei 156°C/4mm absolutem Druck siedete. Die
gehalten, um die Auflösung des Kautschuks in dem 20 Flüssigkeit hatte, verglichen mit Wasser gleicher Tempe-Monomeren
zu bewirken. Die Lösung wird gewöhnlich ratur, das spezifische Gewicht 0,986 bei 25° C und war
filtriert, um unlösliche Gelteilchen des Kautschuks ein Gemisch aus etwa 35 Gewichtsprozent 2,4-Diphenylzusammen
mit irgendwelchen Fremdsubstanzen zu 4-methyl-l-penten, 56 Gewichtsprozent 2,4-Diphenylentfernen
und eine homogene Dispersion oder Lösung 4-methyl-2-penten und 9 Gewichtsprozent 1,1,3-Trimedes
Kautschuks zu erhalten. Die Lösung wird dann zu- 25 thyl-3-phenylindan. Die erhaltene Mischung wurde
sammen mit der gewünschten Menge eines ungesättigten durch 15tägiges Erhitzen in einem geschlossenen Behälter
Dimeren eines a-Alkylstyrols, z. B. eines ungesättigten in einem Wasserbad von 90°C zu einer Harzmasse
Dimeren von a-Methylstyrol, am besten in Mengen von polymerisiert. Anschließend wurde die Masse 3 Tage
0,005 bis 0,75 Gewichtsprozent der Lösung, in ein ge- in einem geschlossenen Behälter auf 150°C erhitzt und
schlossenes Gefäß gebracht, in welchem die Mischung 30 dann gekühlt. Das Produkt aus jedem dieser Versuche
durch Erhitzen zwischen 65 und 150°C, vorzugsweise wurde nach Entfernen aus dem Behälter zu Körnern
80 und 120° C, polymerisiert wird. Die Lösung wird so zerkleinert. Das polymere Produkt wurde 10 Minuten
lange erhitzt, bis die Polymerisation zu etwa 90 °/0 auf Verbundwalzen von etwa 7,5 cm Durchmesser und
beendet ist. Danach kann die Mischung vorteilhaft auf 20 cm Länge bearbeitet. Eine der Walzen wurde von
eine höhere Temperatur, z. B. 160 bis 2200C, erhitzt 35 innen mit Dampf auf 1740C erhitzt, während die andere
werden, um die Polymerisation der restlichen Monomeren auf etwa 115° C gebracht war. Das gemahlene Produkt
durchzuführen. Das Mischpolymerisat wird oft in einer wurde von den Walzen entfernt, abkühlen gelassen und
Form erhalten, die sich unmittelbar zur Verwendung zu Körnern zerkleinert. Nach dem in ASTM. D 569-44T
für den beabsichtigten Zweck eignet unter; Umständen beschriebenen Verfahren wurde die Fließgeschwindigkeit
muß es aber in der üblichen Weise behandelt werden, 40 bei 135° C, ausgedrückt in Sekunden, ermittelt, die eine
um es in die gewünschte Form zu bringen. So müssen Stoffprobe benötigte, um etwa 3,75 cm durch eine
flüchtige Bestandteile z. B. aus dem polymeren Produkt Öffnung von 3 mm unter einem Druck von 70 at zu
durch Erhitzen im Vakuum verdampft werden, worauf fließen. Die für diese Menge benötigte Zeit wird mit zudas
Produkt gekühlt und durch Schneiden oder Mahlen nehmender Fließgeschwindigkeit kürzer, und die Fließin
die geeignete Form gebracht wird. 45 geschwindigkeit erhöht sich mit abnehmendem Molekular-
Das Verfahren kann partienweise oder kontinuierlich gewicht des polymeren Produktes. Andere Teile des
durchgeführt werden. So kann z. B. eine Lösung eines Produktes wurden zur Bestimmung des Prozentgehaltes
Styrols und eines natürlichen oder synthetischen Kau- an flüchtigen Anteilen und der Viskosität des PoIy-
tschuks auf Polymerisationstemperaturen in dem er- merisats benutzt. Das Verfahren zur Bestimmung des
wähnten Bereich erhitzt werden, während die Lösung 50 Anteils an flüchtigen Stoffen bestand darin, eine be-
durch eine erhitzte Reaktionsschlange geschickt wird, stimmte Menge des polymeren Produktes im Vakuum
bis ein 40 bis 70 Gewichtsprozent Polymerisat enthaltendes bei 1 mm absolutem Druck 25 Minuten auf 213° C zu
Reaktionsprodukt erhalten worden ist, wonach die erhitzen und dann abzukühlen. Der Gewichtsverlust
Abtrennung der flüchtigen Bestandteile aus dem poly- entsprach dem flüchtigen Material. Die Viskosität wurde
meren Produkt erfolgt. Die auf diese Weise erhaltenen 55 bestimmt, indem eine bestimmte Menge des polymeren
nicht umgesetzten Monomeren können nach Reinigung Produktes zu einer lOgewichtsprozentigen Lösung in
in der üblichen Weise, z. B. durch Destillation, in dem Toluol gelöst wurde, wonach die absolute Viskosität der
Verfahren wieder verwendet werden. Lösung in Centipoises bei 25° C bestimmt wurde. Die
In anderer Weise kann eine Lösung von einer oder polymeren Produkte hatten folgende Eigenschaften:
mehreren monovinylaromatischen Verbindungen und 60
einem ungesättigten natürlichen oder synthetischen A B
Kautschuk in den gewünschten Anteilen durch eine Ungesättigte Dimeren von a-Methylstyrol
Reihe von Erhitzungszonen geschickt werden, in denen die in 0/0 — 0,5
Temperatur der Masse laufend erhöht wird, um diese zu Flüchtiges in % 1,6 1,7
polymerisieren, und in denen die Masse in einem wärme- 65 Fließgeschwindigkeit in Sekunden 224 105
plastifizierten, fließfähigen Zustand gehalten wird, bis Viskosität in Centipoises 141 24
alle oder fast alle monomeren Ausgangsstoffe polymerisiert .
sind, wonach das polymere Produkt herausgenommen, Beispiel 2
abgekühlt und in die zur Verformung geeignete Korn- Eine Lösung von 558 g monomerem Styrol und 30 g
größe gebracht wird. 70 synthetischem Kautschuk des Beispiels 1 wurde mit
7 8
6 g n-Butylstearat, 6 g Sojabohnenöl, 0,18 g Benzoyl- „ν Β
peroxyd und 3 g der im Beispiel 1 beschriebenen flüssigen Ungesättigte Dimeren von a-Methylstyrol
peroxyd und 3 g der im Beispiel 1 beschriebenen flüssigen Ungesättigte Dimeren von a-Methylstyrol
Fraktion der ungesättigten Dimeren von a-Methylstyrol in % keine 0,5
gemischt. Die erhaltene Lösung wurde durch Erhitzen Zugfestigkeit in kg/cm2 413 382
in einem geschlossenen Behälter, der in ein auf 90°C 5 Kerbschlagzähigkeit mkg 0,40 0,51
gehaltenes Wasserbad eingetaucht war, im Verlauf von Dehnung in % 20,6 22,3
21 Tagen zu einer harzartigen Masse polymerisiert. Fließgeschwindigkeit in Sekunden 326 135
Nach anschließendem 3tägigem Erhitzen der Masse in
dem geschlossenen Behälter auf 1500C wurde abgekühlt. Beispiel 3
Das feste Polymerisat wurde aus dem Behälter entfernt ίο
und zu Kömern zerkleinert. Die Fließgeschwindigkeit In einer Reihe von Versuchen wurde eine Lösung von
des Produktes bei 135° C wurde wie im Beispiel 1 be- 5 Gewichtsteilen Kautschuk (ein Mischpolymerisat aus
stimmt. Der Rest des polymeren Materials wurde ungefähr 23,5 Gewichtsprozent Styrol und 76,5 Gewichts-10
Minuten auf Verbundwalzen von etwa 7,5 cm Durch- prozent Butadien mit einer Mooney-Viskosität zwischen
messer und 20 cm Länge mechanisch bearbeitet. Eine 15 45 und 55), 93 Gewichtsteilen Styrol, 1 Gewichtsteil
der Walzen war durch Dampf auf 168°C, die andere auf Sojabohnenöl und 1 Gewichtsteil n-Butylstearat mit
93° C erhitzt. Das Produkt wurde von den Walzen entfernt, 0,03 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd behandelt. 300 g
abkühlen gelassen und zu Körnern zerkleinert, die sich der Lösung mit Mengen an ungesättigten Dimeren von
zur Verformung in Prüfstücke eigneten. Ein Teil des a-Methylstyrol in den in der folgenden Tabelle angegebenen
Produktes wurde zu Prüfstäben mit rechteckigem 20 Größenordnungen wurden durch Erhitzen in einem
Querschnitt von 0,32 χ 1,25 cm und 6,3 cm Länge spritz- geschlossenen Behälter, der in ein auf 900C gehaltenes
verformt. Diese Prüfstücke wurden benutzt, um die Wasserbad eingetaucht war, polymerisiert, bis eine feste
Zugfestigkeit, die Dehnung und die Kerbschlagzähigkeit Harzmasse entstanden war. Die Masse wurde dann weitere
zu bestimmen. Zugfestigkeit und prozentuale Dehnung 3 Tage in dem geschlossenen Behälter auf 15O0C erhitzt
wurden in ähnlicher Weise bestimmt, wie in ASTM. 25 und anschließend abgekühlt. Die in den Versuchen an-D
638-44T beschrieben. Die Kerbschlagzähigkeit wurde gewandten ungesättigten Dimeren des a-Methylstyrols
nach dem in ASTM. D 256/47T beschriebenen Verfahren waren eine Flüssigkeit, die bei 122°C/1,5 mm absolutem
mit gekerbten Prüfstäben der oben angegebenen Ab- Druck siedete, bezogen auf Wasser der gleichen Temperamessungen
mit 0,04 cm tiefen Kerben durchgeführt. tür, ein spezifisches Gewicht von 0,985 bei 25° C und einen
Zu Vergleichszwecken wurde eine entsprechende Menge 30 Brechungsindex n2i von 1,5655 hatte. Diese flüssige
der Lösung von Styrol und synthetischem Kautschuk Mischung bestand aus etwa 77 Gewichtsprozent 2,4-Dizusammen
mit n-Butylstearat, Sojabohnenöl und Benzoyl- phenyl-4-methyl-l-penten, 5 Gewichtsprozent 2,4-Diperoxyd
in den oben angegebenen Mengen in Abwesenheit phenyl-2-methyl-2-penten und 18 Gewichtsprozent 1,1,3-der
ungesättigten Dimeren von a-Methylstyrol polymeri- Trimethyl-3-phenylindan. Das polymere Produkt aus
siert. Die Lösung wurde durch 5tägiges Erhitzen 35 jedem der vorstehenden Versuche wurde aus dem Bein
einem geschlossenen Behälter, der in ein Wasserbad halter entfernt und zu Körnern zerkleinert, aus denen
von 90° C eingetaucht war, zu einer Harzmasse poly- Prüfstäbe geformt werden konnten. Die Fließgeschwindigmerisiert.
Danach wurde die Masse noch weitere 3 Tage keit bei 135° C, ausgedrückt in Sekunden, wurde wie im
in dem geschlossenen Behälter auf 150°C erhitzt, dann Beispiel 1 beschrieben bestimmt. Teile eines jeden Proabgekühlt,
aus dem Behälter entfernt und zu Körnern 40 duktes wurden zu Prüfstäben mit 0,32 χ 1,25 cm Querzerkleinert.
Die Fließgeschwindigkeit des Produktes schnitt und von 5,8 cm Länge verformt. Diese Prüfwurde
wie im Beispiel 1 beschrieben bestimmt. Der Rest stäbe wurden zur Bestimmung der Zugfestigkeit und zur
des Produktes wurde 10 Minuten auf Verbundwalzen Bestimmung der Wärmeverformungstemperatur (nach
bearbeitet, von denen die eine mit Dampf auf 193°C dem Verfahren von Heirholzer und Boyer, ASTM.
und die andere auf 138° C erhitzt war. Das Produkt wurde 4-5 Bulletin Nr. 134 vom Mai 1945) benutzt. In Tabelle I
von den Walzen entfernt, abkühlen gelassen und zu sind die Gewichtsteile Styrollösung und die Gewichts-Körnern
zerkleinert, um zu Prüfstäben verformt werden prozente der die ungesättigten Dimeren des a-Methylzu
können. Die Eigenschaften des Polymerisats wurden styrols enthaltenden flüssigen Fraktion, die bei der Herwie
oben beschrieben bestimmt. Die Eigenschaften der stellung eines jeden Produktes angewandt wurden, andurch
Polymerisation der Styrol-Kautschuk-Lösung in 50 gegeben. Die Tabelle gibt ferner die von jedem Produkt
An- bzw. Abwesenheit der ungesättigten Dimeren von bestimmten Eigenschaften an. Zu Vergleichszwecken
a-Methylstyrol erhaltenen polymeren Produkte waren sind auch polymere Produkte aufgeführt, die nicht im
folgende: Erfindungsbereich liegen.
TabeUe I
| Ausgangsstoffe | Ungesättigte | Fließgeschwindigkeit | Eigenschaften der Produkte | ■Wärraeverformungs- | |
| Versuch | Dimeren des | temperatur | |||
| Nr. | Styrollösung | a-Methylstyrols | in Sekunden | in 0C | |
| 0/ /0 |
350 | 86 | |||
| Teile | 0 | 290 | 76 | ||
| 1 | 100 | 0,1 | 241 | 78 | |
| 2 | 100 | 0,3 | 137 | 79 | |
| 3 | 100 | 0,4 | 115 | 82 | |
| 4 | 100 | 0,5 | 89 | 74 | |
| 5 | 100 | 0,75 | 48 | 67 | |
| 6 | 100 | 2,0 | |||
| 7 | 100 | ||||
| Zugfestigkeit | |||||
| in kg/cm2 | |||||
| 431,2 | |||||
| 405,3 | |||||
| 394,1 | |||||
| 386,4 | |||||
| 371,7 | |||||
| 322,0 | |||||
| 104,3 | |||||
In einer Reihe von Vergleichsversuchen wurde eine Lösung von 5 Gewichtsteilen synthetischem Kautschuk
(einem Mischpolymerisat von ungefähr 23,5 Gewichtsprozent Styrol und 76,5 Gewichtsprozent Butadien),
93 Gewichtsteilen Styrol, 1 Gewichtsteil n-Butylstearat und 1 Gewichtsteil Sojabohnenöl mit 0,03 Gewichtsteilen
Benzoylperoxyd vermischt. In jedem Versuch wurden etwa 40 kg Lösung mit ungesättigten Dimeren von
cc-Methylstyrol in den in der folgenden Tabelle angegebenen
Mengen durch Erhitzen in einem in ein Wasserbad eingetauchten Behälter polymerisiert. Das Wasserbad
wurde nacheinander 24 Stunden auf 75° C, 139 Stunden auf 670C, 47 Stunden auf 7O0C und bis zur praktisch
vollständigen Polymerisation der Ausgangsstoffe auf 75° C gehalten. Anschließend wurde die harzartige Masse
weitere 3 Tage in dem geschlossenen Behälter auf 1500C erhitzt und dann abgekühlt.
Die Temperatur innerhalb der Polymerisationsmischung wurde durch ein eingetauchtes Thermometer
bestimmt. Die in den Versuchen angewandten ungesättigten Dimeren des a-Methylstyrols waren eine
Flüssigkeit, die bei 156° C/4 mm absolutem Druck siedete und, bezogen auf Wasser der gleichen Temperatur, ein
spezifisches Gewicht von 0,986 bei 25° C hatte. Die Flüssigkeit war ein Gemisch von etwa 35 Gewichts-
prozent 2,4-Diphenyl-4-methyl-l-penten, 56 Gewichtsprozent
2,4-Diphenyl-4-methyl-2-penten und 9 Gewichtsprozent !,!,S-Trimethyl-S-phenyHndan. Das polymere
Produkt wurde aus dem Behälter entfernt und zu Körnern zerkleinert, aus denen Prüfstäbe von 5,8 cm Länge und
einem rechteckigen Querschnitt von 0,32 X 1,25 cm hergestellt wurden. Diese Prüfstäbe wurden zur Bestimmung
der Zugfestigkeit, Kerbschlagzähigkeit und prozentualen Dehnung nach den ASTM.-Standard-Methoden ähnlichen
Verfahren benutzt. Die Kerbschlagzähigkeiten wurden an. gekerbten Prüfstäben der obengenannten Form gemessen,
die in der Stabmitte 0,04 cm tiefe Kerben aufwiesen. Andere Teile der erhaltenen Produkte wurden zu
Streifen geformt, die ungefähr 12 cm lang und 0,05 cm dick waren und auf Gelgehalt und Gleichförmigkeit des
Produktes geprüft wurden. In Tabelle II sind angegeben: Gewichtsprozent an flüssiger Fraktion von ungesättigten
Dimeren in der Mischung von polymerisierbaren Stoffen, die zur Herstellung eines jeden Produktes benutzt
wurden, die Höchst- oder Spitzentemperatur, auf die sich die Mischung auf Grund der Reaktionswärme erhitzte,
und die Zeit in Stunden nach Beginn der Polymerisation, bei der die Spitzentemperatur erreicht war. Ferner sind
angegeben die Zugfestigkeit, die Kerbschlagzähigkeit und die Dehnung. Ferner ist das Aussehen der verpreßten
. Produkte beschrieben.
| Ausgangsstoffe | Ungesättigte Dimeren von a-Methylstyrol |
Spitzentemperatur | erreicht nach Stunden |
Eigenschaften der Produkte | Kerbschlag zähigkeit |
Prozentuale Dehnung |
|
| Versuch Nr. |
Kautschuk- Styrol-Lösung |
/0 | 0C | Zugfestigkeit | in mkg | ||
| Teile | keine | 100 | in kg/cm2 | 0,017 | 22,7* | ||
| 1 | 100 | 0,125 | 220 | 232 | 366,1 | 0,021 | 22,1** |
| 2 | 100 | 0,25 | 92 | 246 | 385 | 0,027 | 17,6*** |
| 3 | 100 | 124 | 372,4 |
Aussehen des verpreßten Streifens: * viele Gelteilchen ** wenige Gelteilchen *** keine Gelteilchen.
Eine Mischung aus 93 Gewichtsteilen Styrol, 5 Gewichtsteilen unvulkanisiertem Naturkautschuk, 1 Teil
n-Butylstearat und 1 Teil Sojabohnenöl wurde zusammen
mit 0,03 Gewichtsprozent Benzoylperoxyd bei Raumtemperatur 16 Stunden gerührt, um den Kautschuk zu
lösen. Von dieser Lösung wurden 300 g zusammen mit 0,75 g einer flüssigen Fraktion, die hauptsächlich aus den
ungesättigten Dimeren des a-Methylstyrols bestand, durch 4tägiges Erhitzen in einem verschlossenen Behälter auf
900C zu einer harzartigen Masse polymerisiert. Das Harz
wurde dann weitere 3 Tage in dem geschlossenen Behälter auf 2000C erhitzt und anschließend abgekühlt. Die in dem
Versuch angewandten ungesättigten Dimeren waren eine flüssige Fraktion vom Siedepunkt 156° C/4 mm absolutem
Druck und hatten das spezifische Gewicht 0,986 bei 25° C. Es war ein Gemisch von 35 Gewichtsprozent 2,4-Diphenyl-4-methyl-l-penten,
56 Gewichtsprozent 2,4-Diphenyl-4-methyl-2-penten
und 9 Gewichtsprozent 1,1,3-Trimethyl-3-phenylindan.
Das polymere Produkt wurde aus dem Behälter entfernt und zu Körnern zerkleinert. Die
mechanischen Eigenschaften des Produktes wurden wie im Beispiel 1 beschrieben bestimmt. Zu Vergleichszwecken wurde eine gleiche Menge der obigen Lösung
unter gleichen Zeit- und Temperaturbedingungen, aber ohne die ungesättigten Dimeren des a-Methylstyrols polymerisiert.
Die Eigenschaften der bei der Polymerisation mit und ohne ungesättigte Dimeren des a-Methylstyrols
erhaltenen polymeren Produkte waren folgende:
A B Ungesättigte Dimeren des a-Methylstyrols
in % keine 0,25
Zugfestigkeit in kg/cm2 547,4 518
Kerbschlagzähigkeit (gekerbt) in mkg ... 0,15 0,10
Dehnung in % 2,5 3,2
Viskosität (10% in Toluol) Centipoises .. 45 23,5
Claims (1)
- PA T ENT ANS P Px UCH:Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse, bei dem man 85 bis 98 Gewichtsprozent einer wenigstens 75 Gewichtsprozent mono vinylaromatischen Kohlenwasserstoff der Benzolreihe oder eines kernhalogenierten Derivats desselben enthaltenden Flüssigkeit und 15 bis 2 Gewichtsprozent eines natürlichen Kautschuks oder eines kautschukartigen Mischpoly-- SO·» 657/496merisats aus 20 bis 60 Gewichtsprozent Styrol und 80 Xbis 40 Gewichtsprozent Butadien oder aus 18 bis35 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und 82 bis 65 Ge- / ' \ ρ ηγτ// wichtsprozent Butadien oder eines kautschukartigen \ \Homopolymerisats des Butadiens in Gegenwart eines 5 !Polymerisationsmodifikators polymerisiert, dadurch γgekennzeichnet, daß 0,005 bis 0,75 Gewichtsprozenteines Polymerisationsmodifikators verwendet werden, besteht, in der X und Y Wasserstoff, Halogene oderder aus dem ungesättigten Dimeren eines α-Methyl- niedrige Alkylreste mit nicht mehr als 3 Kohlenstoff-styrols der Formel io atomen bedeuten.Ä09 657/496 9.5S
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED15086A DE1040793B (de) | 1953-05-11 | 1953-05-18 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen Kautschuk |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB13127/53A GB727706A (en) | 1953-05-11 | 1953-05-11 | Process for copolymerizing monovinyl aromatic compounds with rubber |
| DED15086A DE1040793B (de) | 1953-05-11 | 1953-05-18 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen Kautschuk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1040793B true DE1040793B (de) | 1958-10-09 |
Family
ID=10017323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED15086A Pending DE1040793B (de) | 1953-05-11 | 1953-05-18 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen Kautschuk |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2646418A (de) |
| BE (1) | BE520038A (de) |
| DE (1) | DE1040793B (de) |
| FR (1) | FR1079354A (de) |
| GB (1) | GB727706A (de) |
| NL (1) | NL80652C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2036420A1 (de) * | 1969-07-22 | 1971-02-11 | Sumitomo Chemical Company Ltd , Osä ka (Japan) | Thermoplastische Massen |
| FR2557575A1 (fr) * | 1983-12-30 | 1985-07-05 | Charbonnages Ste Chimique | Procede de preparation de polystyrene-choc presentant un bon comportement aux agents corrosifs |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2727878A (en) * | 1952-09-09 | 1955-12-20 | Monsanto Chemicals | Polyblends |
| US2772254A (en) * | 1953-01-30 | 1956-11-27 | Exxon Research Engineering Co | Thermo-setting resin |
| US3062777A (en) * | 1953-04-14 | 1962-11-06 | Union Carbide Corp | Graft copolymers of styrene on butadiene rubbers and method for making same |
| DE1124696B (de) * | 1954-08-26 | 1962-03-01 | Exxon Research Engineering Co | Verfahren zur Herstellung eines festen Harzes aus einem oeligen Butadien-Polymeren |
| US3057813A (en) * | 1956-09-24 | 1962-10-09 | Dow Chemical Co | Styrene polymer composition containing butyl stearate and a metal compound |
| US2895939A (en) * | 1957-03-18 | 1959-07-21 | Dow Chemical Co | Method for coating rubber in granular form with impalpable resinous vinyl aromatic polymer dusts |
| NL124225C (de) * | 1958-05-07 | 1900-01-01 | ||
| BE584055A (de) * | 1958-10-29 | |||
| US4275319A (en) * | 1979-06-01 | 1981-06-23 | Trw Inc. | Oil-filled submergible electric pump motor with improved stator winding insulation |
| US5414045A (en) * | 1993-12-10 | 1995-05-09 | General Electric Company | Grafting, phase-inversion and cross-linking controlled multi-stage bulk process for making ABS graft copolymers |
| MXPA05008346A (es) * | 2003-02-05 | 2005-11-04 | Dow Global Technologies Inc | Control de tamano y morfologia de particulas en polimeros de vinilideno-aromatico moficados con hule. |
| ATE426624T1 (de) * | 2003-02-05 | 2009-04-15 | Dow Global Technologies Inc | Nach einem massepolymerisationsverfahren hergestellte hochglanzende kautschukmodifizierte monovinylaromat-polymere |
| EP2113002B1 (de) * | 2006-12-29 | 2013-07-17 | Firestone Polymers, LLC | Verfahren zur herstellung gummihaltiger polymerer zusammensetzungen und zusammensetzungen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB530375A (en) * | 1939-05-09 | 1940-12-11 | Distillers Co Yeast Ltd | Improvements in or relating to the polymerisation of organic compounds |
-
1951
- 1951-05-25 US US228355A patent/US2646418A/en not_active Expired - Lifetime
-
1953
- 1953-05-09 NL NL178213A patent/NL80652C/xx active
- 1953-05-11 GB GB13127/53A patent/GB727706A/en not_active Expired
- 1953-05-15 FR FR1079354D patent/FR1079354A/fr not_active Expired
- 1953-05-18 BE BE520038D patent/BE520038A/xx unknown
- 1953-05-18 DE DED15086A patent/DE1040793B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2036420A1 (de) * | 1969-07-22 | 1971-02-11 | Sumitomo Chemical Company Ltd , Osä ka (Japan) | Thermoplastische Massen |
| FR2557575A1 (fr) * | 1983-12-30 | 1985-07-05 | Charbonnages Ste Chimique | Procede de preparation de polystyrene-choc presentant un bon comportement aux agents corrosifs |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE520038A (de) | 1955-05-27 |
| GB727706A (en) | 1955-04-06 |
| NL80652C (de) | 1956-02-15 |
| FR1079354A (fr) | 1954-11-29 |
| US2646418A (en) | 1953-07-21 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE664231C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen | |
| DE1260135B (de) | Schlagfeste thermoplastische Formmassen | |
| DE1040793B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzmasse aus einem monovinylaromatischen Kohlenwasserstoff und einem natuerlichen oder synthetischen Kautschuk | |
| EP0054144B1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von mit Kautschuk modifizierten Polymerisaten von Vinylaromaten | |
| DE1520179C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Acrylnitril-Butadien-Vinylaromat-Polymerisats | |
| DE2262239C2 (de) | Verfahren zur Herstellung schlagfester polymerer Massen | |
| DE2143890C3 (de) | Kautschukmodifiziertes harzartiges Polymeres | |
| DE1595343C3 (de) | Verfahren zum Herstellen scMagfester Styrol-Acrylnitrilmischpolymerisate | |
| DE2431125A1 (de) | Verfahren zur herstellung schlagfester styrolpolymerisate | |
| DE1520120A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten | |
| DE2452932A1 (de) | Verfahren zur herstellung von thermoplastischen kautschukartigen massen | |
| DE2018607C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Formmassen | |
| DE2712230A1 (de) | Verzweigte segmentpolymere | |
| DE1238207B (de) | Thermoplastische Formmassen aus Styrolpolymerisaten | |
| DE1720802C3 (de) | Thermoplastisch-elastische Formmassen | |
| DE932986C (de) | Verfahren zur Herstellung modifizierter vinylaromatischer Harze | |
| DE1595513A1 (de) | Verfahren zur Herstellung geformter Gegenstaende aus Zusammensetzungen von Vinylchloridpolymerisat und aethylenisch ungesaettigten Monomeren | |
| DE1645196A1 (de) | Block-Loesungsmittel-Polymerisationsverfahren fuer ABS-Polymere | |
| DE700176C (de) | Herstellung von Kunststoffen hoher Haerte und Festigkeit | |
| DE2054158C3 (de) | Pfropfpolymerisat | |
| DE1570606B2 (de) | Verfahren zur herstellung von diallylphthalat-vorpolymerisaten | |
| AT145852B (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen. | |
| DE958251C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten | |
| DE1186210B (de) | Verfahren zur Vernetzung von hochmolekularen alpha-Olefinpolymerisaten | |
| DE1495691A1 (de) | Verfahren zur Herstellung schlagfester Polystyrolmassen |