DE10210909A1 - Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs und Fertigwandteil - Google Patents
Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs und FertigwandteilInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs an die Außenwand eines bestehenden, insbesondere aus plattenförmigen Fertigteilen errichteten Bauwerks. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist das Auftrennen der Außenwand mittels mehrerer Trennschritte, das Entfernen des Außenwandbereichs, das Einsetzen von Fertigwandteilen in die entstandene Außenwandöffnung, wobei jedes Fertigwandteil einen umlaufenden Profilstahlrahmen aufweist sowie das Verbinden der Profilstahlrahmen mit dem Bauwerk und mit weiteren Fertigwandteilen vorgesehen. DOLLAR A Verwendung z. B. zur Nachrüstung von bestehenden Bauwerken aus plattenförmigen Fertigteilen mit Aufzügen.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs an eine Außenwand des bestehenden, insbesondere aus plattenförmigen Fertigteilen errichteten Bauwerks. Die Erfindung betrifft auch ein Fertigwandteil zur Verwendung bei dem Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche.
- Das Nachrüsten bestehender Bauwerke mit Aufzügen ist vergleichsweise problematisch, da innerhalb des Bauwerks in aller Regel kein geeigneter Platz zum Einbau eines Aufzugschachtes zur Verfügung steht. Ein Anbau eines Aufzugschachtes an die Außenwand eines Gebäudes stößt deshalb auf Schwierigkeiten, da geeignete Ausstiege aus dem Aufzug in das Bauwerk erst geschaffen werden müssen. Das Entfernen von Teilen der Außenwand des Bauwerks zieht erhebliche statische Probleme nach sich.
- Mit der Erfindung soll ein Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs an ein bestehendes Bauwerk sowie ein Fertigwandteil zur Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren angegeben werden, die eine einfache und kostengünstige Nachrüstung eines bestehenden Bauwerks mit einem Aufzug ermöglichen.
- Erfindungsgemäß ist hierzu ein Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines Aufzugs an die Außenwand eines bestehenden, insbesondere aus plattenförmigen Fertigteilen errichteten Bauwerks vorgesehen, bei dem folgende Schritte vorgesehen sind: Auftrennen der Außenwand, insbesondere im Bereich eines Treppenhauses, mittels wenigstens zweier vertikaler und wenigstens zweier horizontaler Trennschnitte über die gesamte, für den Anbau des Aufzugschachtes vorgesehene Höhe und Breite, Entfernen des innerhalb der Trennschnitte liegenden Außenwandbereichs, geschoßweises Einsetzen von Fertigwandteilen in die entstandene Außenwandöffnung, wobei jedes Fertigwandteil einen außen liegenden, umlaufenden Profilstahlrahmen aufweist, und Verbinden der Profilstahlrahmen in horizontaler Richtung mit dem Bauwerk und in vertikaler Richtung mit den weiteren Fertigwandteilen oder dem Bauwerk.
- Indem die Außenwand des bestehenden Bauwerks durch Trennschnitte aufgetrennt wird, entstehen saubere Schnittkanten, die im Gegensatz zu einem Aufschlagen oder Aufstemmen nur geringe Nacharbeit erfordern. Indem Fertigwandteile in die entstandene Außenwandöffnung eingesetzt werden, kann die Außenwand des Bauwerks schnell und dabei maßgenau für den Anbau des Aufzugschachtes vorbereitet werden. Die Verbindung der Fertigteile einerseits untereinander und andererseits mit dem bestehenden Bauwerk ermöglicht es, die Fertigwandteile sicher zu verankern und die Stabilität des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen. Nach dem Einsetzen und Verankern der Fertigwandteile kann dann ein Aufzugschacht angebaut werden. Indem der Aufzugschacht vor den in die Außenwand des Bauwerks eingesetzten Fertigwandteilen errichtet wird, müssen im Inneren des Bauwerks selbst keine tiefgreifenden baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Trennschnitte in der Außenwand werden vorteilhafterweise so gelegt, dass die Stirnseiten von Innenwänden, beispielsweise die Wände des Treppenhauses, die an die Außenwand stoßen, wenigstens abschnittsweise freigelegt werden, so dass die einzusetzenden Fertigwandteile nicht nur mit der Außenwand sondern auch mit den Stirnseiten der Innenwände verbunden werden können. Aufgetrennt werden kann beispielsweise der Außenwandbereich eines Treppenhauses oder unmittelbar Außenwandbereiche von Wohnungen.
- In Weiterbildung der Erfindung ist das Bauwerk aus plattenförmigen Fertigteilen errichtet und die Trennschnitte werden wenigstens teilweise in den Fugenbereich zwischen Fertigteilen gelegt.
- Auf diese Weise wird weitestgehend vermieden, die Fertigteile selbst, die beispielsweise aus Stahlbeton bestehen, durchtrennen zu müssen. Vielmehr müssen lediglich der zwischen den Fertigteilen angeordnete Fugenbeton sowie Bewehrungen zwischen den einzelnen Fertigteilen durchtrennt werden, deren Lage bei Fertigteilen bekannt ist. Insgesamt kann auf diese Weise der Aufwand für das Auftrennen der Außenwand erheblich verringert werden.
- In Weiterbildung der Erfindung ist das Einsetzen eines Aufzugschachtgrubenfertigteils in das Erdreich unterhalb eines zu errichtenden Aufzugschachtes vorgesehen.
- Auf diese Weise kann auch für den Unterbau des Aufzugschachtes im Erdreich ein Fertigteil verwendet werden, wodurch der Aufwand und die Kosten für das Vorbereiten des Bauwerks für das Anbauen des Aufzugs erheblich verringert werden.
- In Weiterbildung der Erfindung ist das Bauwerk aus plattenförmigen Fertigteilen errichtet und beim Schritt des Verbindens der Profilstahlrahmen mit dem Bauwerk werden wenigstens im Bereich der Geschossdecken Bewehrungen des Bauwerks freigelegt und unter Verwendung von Verbindungselementen mit dem Profilstahlrahmen verschweißt.
- Durch diese Maßnahmen können die eingesetzten Fertigteile sicher und schnell mit dem bestehenden Bauwerk verbunden werden und tragen zur Bauwerkstabilität bei. Üblicherweise werden Ringankerbewehrungen des Bauwerks freigelegt. Als Verbindungselemente werden beispielsweise L-förmig gebogene Zulagebewehrungsstähle eingesetzt.
- Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird auch durch ein Fertigwandteil zur Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gelöst, bei dem ein umlaufender Profilstahlrahmen vorgesehen ist.
- Mittels eines umlaufenden Profilstahlrahmens entsteht ein äußerst stabiles und belastbares Fertigwandteil. Indem der Profilstahlrahmen an den Außenkanten des Fertigwandteils umläuft, ist dieses auch weitgehend gegen Transportbeschädigungen an den Kanten geschützt. Der umlaufende Profilstahlrahmen eignet sich in besonderer Weise dafür, mit vorhandenen Bewehrungen des Bauwerks verschweißt zu werden. Darüber hinaus können an dem umlaufenden Profilstahlrahmen hoch belastbare Befestigungsmittel angebracht werden, so dass das Fertigwandteil lediglich im Randbereich mit dem bestehenden Bauwerk verbunden werden muss. Dies ist deshalb möglich, da aufgrund des umlaufenden Profilstahlrahmens kein Ausbrechen der Kanten des Fertigwandteils zu befürchten ist. Indem die Fertigwandteile vorteilhafterweise bereits mit Öffnungen für Fenster und Türen versehen sind, wird der Aufwand zur Vorbereitung der Außenwand des Bauwerks weiter minimiert.
- In Weiterbildung der Erfindung ist der Profilstahlrahmen aus U-förmigen Profilen aufgebaut, wobei die Schenkel des U-Profils im wesentlichen parallel zu einer Außenwandfläche des Fertigwandteils verlaufen und sich von den Berandungen des Fertigwandteils aus nach innen erstrecken.
- Durch diese Maßnahmen kann eine glattflächige und dabei äußerst stabile umlaufende Außenkante des Fertigwandteils geschaffen werden. Neben dem Profilstahlrahmen besteht das Fertigwandteil vorteilhafterweise aus Beton, der mit Bewehrungen versehen ist, die ihrerseits mit dem Profilstahlrahmen verschweißt sind.
- In Weiterbildung der Erfindung ist die Basis des U-Profils an jeder der im Einbauzustand vertikal verlaufenden Berandungen des Fertigwandteils mit angeschweißten Rohrhülsen versehen, deren Durchgangsbohrung parallel zur Basis und senkrecht zu der angrenzenden Berandung des Fertigwandteils verläuft.
- Üblicherweise sind auf jeder Seite des Fertigwandteils vier Rohrhülsen angeschweißt. Solche angeschweißten Rohrhülsen können insbesondere zur Verbindung des Fertigwandteils mit einer Innenwand vorgesehen sein, die im Randbereich des Fertigwandteils an die Außenwand stößt. Dies kann beispielsweise die Innenwand eines Treppenhauses sein. Die angeschweißten Rohrhülsen ermöglichen die stabile Verbindung des Fertigwandteils mit dem bestehenden Bauwerk.
- In Weiterbildung der Erfindung ist die Basis des Profilstahls an der im Einbauzustand unteren und/oder oberen Berandung mit wenigstens einer vertikal verlaufenden Durchgangsbohrung versehen und an der gegenüberliegenden oberen und/oder unteren Begrenzungskante ist fluchtend zu der Durchgangsbohrung eine Gewindebohrung vorgesehen.
- Durch diese Maßnahmen kann das Fertigwandteil in einfacher Weise mit einem weiteren, unterhalb angeordneten Fertigwandteil sowie einem dritten, oberhalb angeordneten Fertigwandteil verbunden werden. Durch Verschrauben der übereinander angeordneten Fertigwandteile entsteht ein stabiler, belastbarer Verbund, der zügig aufbaubar ist.
- In Weiterbildung der Erfindung ist die Gewindebohrung mittels einer aufgeschweißten Mutter verwirklicht und die Durchgangsbohrung ist als Langloch ausgebildet.
- Durch ein Langloch können Toleranzen beim Verschrauben ausgeglichen werden und mittels einer Mutter kann eine kostengünstig herstellbare, stabile Gewindebohrung verwirklicht werden.
- In Weiterbildung der Erfindung ist in Verlängerung der in der Basis des Profilstahls angeordneten Durchgangsbohrung in dem Fertigwandteil eine Aussparung zum Anordnen und Einschieben eines Bolzens in die Durchgangsbohrung vorgesehen.
- Mittels einer solchen Aussparung ist die Durchgangsbohrung gut zugänglich. Nach Verschraubung der Fertigwandteile kann die Aussparung mit Beton verfüllt werden.
- In Weiterbildung der Erfindung ist angrenzend an Bereiche des Profilstahlrahmens, die im Einbauzustand im Bereich von Geschossdecken des Bauwerks zu liegen kommen, eine Aussparung vorgesehen.
- Mittels solcher Aussparungen können beispielsweise L-förmig gebogene Zulagebewehrungsstähle in Einbaulage des Fertigwandteils am bestehenden Bauwerk einerseits mit dem umlaufenden Profilstahlrahmen und andererseits mit Ringankerbewehrungen des bestehenden Bauwerks verschweißt werden. Durch die Aussparungen im Fertigwandteil können die L-förmig gebogenen Zulagebewehrungen dabei hinter die Basis des U-Profils eingehakt werden. Auf diese Weise ist eine leichte Montage und sichere Befestigung möglich.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Fertigwandteils gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II der Fig. 1,
- Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit III der Fig. 2,
- Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit IV der Fig. 1 und
- Fig. 5 eine vergrößere Darstellung der Einzelheit V der Fig. 1.
- In der Darstellung der Fig. 1 ist ein Fertigwandteil 10 zu erkennen, das einen umlaufenden Profilstahlrahmen 12 sowie eine Türöffnung 14, eine Fensteröffnung 16 und eine Öffnung 18 für einen Rauchabzug aufweist. An seinem unteren Ende ist das Fertigwandteil 10 mit einem weiteren Fertigwandteil 20 verbunden, das lediglich abschnittsweise dargestellt ist. Das Fertigwandteil 10 ist in eine Außenwandöffnung 22 eines bestehenden Bauwerks eingesetzt, wobei die Außenwandöffnung 22 lediglich schematisch durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist. Oberhalb des Fertigwandteils 10 liegt zwischen einer Oberkante des Fertigwandteils 10 und der Berandung der Außenwandöffnung 22 ein Abstand. Dieser Abstand wird nach der Befestigung des Fertigwandteils 10 an dem bestehenden Bauwerk beispielsweise durch Aufmauerung geschlossen.
- Das Fertigwandteil 10 stellt das oberste Fertigwandteil von mehreren, übereinander angeordneten Fertigwandteilen dar. Aus diesem Grund weist das Fertigwandteil 10 im Unterschied zu den übrigen, nicht dargestellten Fertigwandteilen die Rauchabzugsöffnung 18 auf.
- Zum Vorbereiten des Anbauens eines Aufzuges bzw. eines Aufzugschachtes an ein bestehendes Bauwerk, das aus plattenförmigen Fertigteilen gefertigt ist, wird zunächst die Außenwand des bestehenden Bauwerks im Bereich des Treppenhauses aufgetrennt. Die Außenwand wird dabei über die gesamte Höhe und Breite des anzubauenden Aufzugschachtes aufgetrennt. Das Auftrennen erfolgt mittels Diamantsägen, die, wenigstens zum Durchführen von Schnitten, die durch den Stahlbeton der plattenförmigen Fertigteile führen, durch an der Außenwand des Bauwerks angeordnete geeignete Vorrichtungen geführt werden. Für das Auftrennen der Außenwand sind wenigstens zwei vertikale sowie wenigstens zwei horizontale Trennschnitte erforderlich. Zweckmäßigerweise werden die Trennschnitte so gelegt, dass sie wenigstens teilweise im Fugenbereich zwischen zwei Fertigteilen des bestehenden Bauwerks liegen. Das Auftrennen der Fugenbereiche hat den Vorteil, dass die Lage der Bewehrungen hier aufgrund der standardisierten Ausführung der Fertigteile bekannt ist. So kann ein innerhalb der vertikalen Trennschnitte liegender Außenwandbereich geschoßweise abgenommen werden, indem im Bereich der Außenwand des Treppenhauses die horizontal verlaufenden Fugen zwischen den Fertigteilen der einzelnen Geschosse durchtrennt werden.
- Nach dem Entfernen der herausgetrennten Außenwandbereiche weist das bestehende Bauwerk somit eine Außenwandöffnung auf, die sich über die gesamte, für den Anbau des Aufzugschachtes vorgesehene Höhe und Breite erstreckt. Zweckmäßigerweise werden die vertikalen Trennschnitte so gelegt, dass die Innenwände des Treppenhauses in dem Bereich, in dem sie an die Außenwand stoßen, wenigstens teilweise freigelegt sind und zur Befestigung der einzusetzenden Fertigwandelemente dienen können. Bei üblichen Treppenhäusern von Bauwerken aus plattenförmigen Fertigteilen sind dann die jeweiligen Zwischengeschosse oder Podeste des Treppenhauses, die auf halber Höhe zwischen den Geschossdecken liegen, über die entstandene Außenwandöffnung zugänglich.
- In die entstandene Außenwandöffnung werden nun Fertigwandteile 10, 20 geschoßweise eingesetzt und mit dem bestehenden Bauwerk verbunden, was im folgenden noch anhand der Fig. 1 bis 5 detailliert erläutert wird.
- Nach Verschließen der Außenwandöffnung mit den Fertigwandteilen 10, 20 wird unterhalb des vorgesehenen Aufzugschachtes ein Aufzugschachtgrubenfertigteil in das Erdreich eingesetzt. Auf diese Weise wird Platz für die erforderliche Aufzugmechanik geschaffen sowie ein stabiles Fundament für den Aufzugschacht gelegt. Auf dieses Aufzugschachtgrubenfertigteil kann dann der Aufzugschacht selbst aufgebaut werden und in geeigneter Weise mit der Außenwand des Bauwerks verbunden werden. Ein solcher Aufzugschacht kann beispielsweise in Metall-Glas- Bauweise aufgebaut werden und integriert im Erdgeschoss einen Eingangsbereich mit Haustüre.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren können bestehende Bauwerke aus plattenförmigen Fertigteilen mit vergleichsweise geringem Aufwand und wirtschaftlich mit einem Aufzug versehen werden.
- Im folgenden wird nun das Einsetzen und Befestigen der Fertigwandteile 10, 20 in die Außenwandöffnung des bestehenden Bauwerks detailliert beschrieben.
- An der Oberkante des Fertigwandteils 10 sind mittig auf den umlaufenden Profilstahlrahmen 12, der aus einem umlaufenden U-Profilstahl 24 gebildet ist, drei Anschlussbewehrungen 26 aufgeschweißt. Die Anschlussbewehrungen 26 bestehen aus einem Rundstahl, sind auf die Außenseite einer Basis des U-Profilstahls 24 aufgeschweißt und werden in der Aufmauerung zwischen der Oberkante des Fertigwandteils 10 und der Oberkante der Außenwandöffnung 22 verankert.
- An den im dargestellten Einbauzustand des Fertigwandteils 10 vertikal verlaufenden Kanten sind jeweils gleichmäßig voneinander beabstandete Rohrhülsen 28 angeschweißt. Die Rohrhülsen 28 sind so an die Basis des umlaufenden U-Profilstahls 24 angeschweißt, dass ihre Durchgangsbohrungen parallel zur Basis des U-Profilstahls 24 und senkrecht zur Außenwandfläche des Fertigwandteils 10 bzw. auch senkrecht zur Außenwand des bestehenden Bauwerks verlaufen. In die Rohrhülsen 28 wird jeweils ein Verbundanker eingesetzt, wie im Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 noch erläutert wird.
- Wie bereits ausgeführt wurde, ist über die Türöffnung 14 im Fertigwandteil 10 in dessen Einbauzustand das Zwischengeschoss oder Podest eines Treppenhauses zugänglich. Infolgedessen liegen Geschossdecken 30 des bestehenden Bauwerks im mittleren Bereich der seitlichen Kanten des Fertigwandteils 10. In diesem Bereich wird der umlaufende Profilstahlrahmen 12 des Fertigwandteils 10 über L-förmig gebogene Zulagebewehrungen mit den Ringankerbewehrungen der Geschossdecken 30 des bestehenden Bauwerks verschweißt. Die Verbindung des Profilstahlrahmens 12 mit Bewehrungen der Geschossdecken 30 wird detaillierter anhand der Fig. 4 erläutert.
- Übereinander liegende Fertigwandteile 10, 20 werden mittels Schraubbolzen 32 miteinander verbunden. Dadurch können einerseits übereinander liegende Fertigwandteile 10, 20 fest miteinander verbunden werden, andererseits ist durch Zwischenlegen von Abstandshaltern zwischen die einander zugewandten U-Profilstähle 24 benachbarter Fertigwandteile 10, 20 eine Kompensation von Toleranzen der Fertigwandteile 10, 20 und/oder des bestehenden Bauwerks möglich. Die Verbindung übereinander liegender Fertigwandteile 10, 20 wird detailliert anhand der Fig. 5 erläutert.
- In der Schnittansicht entlang der Linie II-II der Fig. 1, die in der Fig. 2 dargestellt ist, ist zu erkennen, dass das Fertigwandteil 10 mit Innenwänden 34, 36 des bestehenden Bauwerks verbunden wird, die mit ihren Stirnseiten an eine Außenwand 38 anstoßen. Hierzu werden die Trennschnitte durch die Außenwand 38 so gelegt, dass die Stirnseiten der Innenwände 34, 36 wenigstens abschnittsweise freigelegt sind. In diese freigelegten Stirnseiten der Innenwände 34, 36 werden Verbundanker eingesetzt, wie detailliert im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert wird.
- Die Innenwände 34, 36 bilden die Innenwände eines bestehenden Treppenhauses in dem Bauwerk. Wie in der Fig. 2 zu erkennen ist, bildet die Basis des umlaufenden U-Profilstahls 24 die Außenkante des Fertigwandteils 10 und die Schenkel des U-Profilstahls 24 erstrecken sich jeweils zur Mitte des Fertigwandteils 10 und verlaufen parallel zu einer jeweiligen Außen- bzw. Innenwandfläche des Fertigwandteils 10. An eine in Bezug auf das Fertigwandteil 10 innenliegende Oberfläche der Basis des U-Profilstahls 24 sind Bewehrungen 40 angeschweißt, die sich wenigstens abschnittsweise in die betonierten Abschnitte 42 des Fertigwandteils 10 erstrecken. Die genaue Lage der Bewehrungen 40, die in konventioneller Weise die betonierten Abschnitte 42 des Fertigwandteils 10 durchziehen, ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
- In der Darstellung der Fig. 3 ist eine der Rohrhülsen 28 zu erkennen, die an eine in Bezug auf das Fertigwandteil 10 außen liegende Oberfläche des umlaufenden U-Profilstahls 24 angeschweißt ist. Die Rohrhülse 28 wird von einem Verbundanker 44 durchsetzt, der in der Zwischenwand 36 mittels zugelassenem Epoxidharz verklebt ist. Mittels des Verbundankers 44 wird das Fertigwandteil gegen die Innenwand 36 gezogen und dadurch sicher am bestehenden Bauwerk verankert.
- In der Darstellung der Fig. 3 ist zu erkennen, dass eine Schnittkante 46, an der die Außenwand 38 aufgetrennt wurde, die Rohrhülse 28 teilweise überdeckt. Dadurch ist der Abstand zwischen der außenliegenden Oberfläche des U-Profilstahls 24 und der Schnittkante 46 gering, und es muss lediglich ein kleiner Zwischenspalt aufgefüllt werden. Um das Fertigwandteil 10 mit den Rohrhülsen 28 in die entstandene Außenwandöffnung einzusetzen, sind in den Bereichen, in denen die Rohrhülsen 28 zu liegen kommen, Aussparungen 48 erforderlich. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Innenwand 36 mit der Hälfte ihrer Stirnseite noch an der Außenwand 38 anliegt und dennoch die Verbundanker 44 im wesentlichen mittig in die Innenwand 36 eingebracht werden können. Dadurch wird die Statik des bestehenden Bauwerks möglichst wenig verändert und das Fertigwandteil 10 kann sicher und belastbar mit dem bestehenden Bauwerk verbunden werden.
- In der Darstellung der Fig. 4 ist die Einzelheit IV der Fig. 1 detailliert dargestellt. Zu erkennen ist die Verbindung des umlaufenden U-Profilstahls 24 mit Bewehrungen 50 der Geschossdecke 30. Da die Geschossdecke 30 in der Ansicht der Fig. 4 an und für sich von der Außenwand verdeckt ist, ist diese lediglich gestrichelt dargestellt. Nach dem Herstellen der Außenwandöffnung werden die Bewehrungen 50, sogenannte Ringanker an den Geschossdecken 30, abschnittsweise freigestemmt. Daraufhin werden durch gegebenenfalls anzubringende Bohrungen in der Basis des U-Profilstahls 24 L-förmig gebogene Zulagebewehrungsstähle 52 eingesetzt und sowohl mit dem U-Profilstahl 24 als auch den Bewehrungen 50 verschweißt. Um die dem Inneren des Fertigwandteils 10zugewandte Oberfläche der Basis des U-Profilstahls 24 im Bereich der Geschossdecken 30 zugänglich zu machen, ist in dem Fertigteil 10 eine Aussparung 54 vorgesehen. Die Aussparung 54 erstreckt sich beispielsweise von einer Oberfläche des Fertigwandteils 10 bis zu einer gewissen Tiefe, die so bemessen ist, dass über die Dicke des Fertigwandteils 10 gesehen, anschließend an die Aussparung 54 ein Betonsteg und eine gegenüberliegende, gleich bemessene weitere Aussparung folgen können. Durch die Aussparung 54 wird der Bereich, in dem die L-förmig gebogenen Zulagebewehrungsstähle 52 verschweißt werden sollen, zugänglich gemacht und die L-förmigen Zulagebewehrungsstähle können von der Aussparung 54 her durch geeignete Durchgangsbohrungen in den U-Profilstahl 24 gesteckt werden.
- In der Darstellung der Fig. 5 ist die Einzelheit V der Fig. 1 detailliert dargestellt. Die Darstellung der Fig. 5 zeigt die Verbindung des Fertigwandteils 10 mit dem darunter liegenden Fertigwandteil 20. Der umlaufende U-Profilstahl 24 des Fertigwandteils 10 wird mittels des Schraubbolzens 32 mit dem umlaufenden U-Profilstahl 56 des Fertigwandteils 20 verschraubt. Hierzu ist an der Oberfläche der Basis des U-Profilstahls 56, die dem Inneren des Fertigwandteils 20 zugewandt ist, eine Mutter 58 aufgeschweißt. In diese Mutter 58 greift der Schraubbolzen 32 ein. Um Toleranzen ausgleichen zu können, weist die Basis des U-Profilstahls 24 des Fertigteils 10 ein Langloch auf, in dem der Schraubbolzen 32 aufgenommen ist. Um den Schraubbolzen 32 in die Durchgangsbohrung in der Basis des U-Profilstahls 24 einsetzen zu können, ist oberhalb der Durchgangsbohrung eine Aussparung 60 vorgesehen. Beim Einbau des Fertigwandteils 10 bzw. des Fertigwandteils 20 wird ein Abstand zwischen diesen beiden Fertigwandteilen 10, 20 mittels Abstandshaltern 62 zwischen den jeweils umlaufenden U-Profilstahlrahmen 12 entsprechend der am Gebäude erforderlichen Einbaulage eingestellt. Anschließend wird der Schraubbolzen 32 in die Durchgangsbohrung des U- Profilstahls 24 eingesetzt und in die Mutter 58 eingedreht. Nach Anziehen des Schraubbolzens 32 sind die Fertigwandteile 10, 20 dann fest miteinander verbunden. Die Aussparung 60 kann anschließend mit Beton verfüllt werden.
Claims (11)
1. Verfahren zum Vorbereiten eines Bauwerks für das Anbauen eines
Aufzugs an eine Außenwand des bestehenden, insbesondere aus
plattenförmigen Fertigteilen errichteten Bauwerks, gekennzeichnet
durch folgende Schritte:
- Auftrennen der Außenwand, insbesondere im Bereich eines
Treppenhauses, mittels wenigstens zweier vertikaler und
wenigstens zweier horizontaler Trennschnitte über die gesamte für
den Anbau des Aufzugschachtes vorgesehene Höhe und Breite,
- Entfernen des innerhalb der Trennschnitte liegenden
Außenwandbereichs,
- Geschoßweises Einsetzen von Fertigwandteilen (10, 20) in die
entstandene Außenwandöffnung, wobei jedes Fertigwandteil (10,
20) einen außenliegenden, umlaufenden Profilstahlrahmen (12)
aufweist und
- Verbinden der Profilstahlrahmen (12) in horizontaler Richtung mit
dem Bauwerk und in vertikaler Richtung mit den weiteren
Fertigwandteilen (10, 20) oder dem Bauwerk.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Bauwerk aus plattenförmigen Fertigteilen errichtet ist und die
Trennschnitte wenigstens teilweise in den Fugenbereich zwischen
Fertigteilen gelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Einsetzen eines Aufzugschachtgrubenfertigteils in das Erdreich
unterhalb eines zu errichtenden Aufzugschachtes vorgesehen ist.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Bauwerk aus plattenförmigen Fertigteilen
errichtet ist und beim Schritt des Verbindens der Profilstahlrahmen
(12) mit dem Bauwerk wenigstens im Bereich der Geschossdecken
(30) Bewehrungen (50) des Bauwerks freigelegt und unter
Verwendung von Verbindungselementen (52) mit dem Profilstahlrahmen
(12) verschweißt werden.
5. Fertigwandteil zur Verwendung bei dem Verfahren nach einem der
vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
umlaufenden Profilstahlrahmen (12).
6. Fertigwandteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
Profilstahlrahmen (12) aus U-förmigen Profilen (24) aufgebaut ist,
wobei die Schenkel des U-Profils (24) im wesentlichen parallel zu
einer Außenwandfläche des Fertigwandteils (10, 20) verlaufen und
sich von den Berandungen des Fertigwandteils (10, 20) aus nach
innen erstrecken.
7. Fertigwandteil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis des U-Profils (24) an jeder der im Einbauzustand
vertikal verlaufenden Berandungen des Fertigwandteils (10, 20) mit
wenigstens einer angeschweißten Rohrhülse (28) versehen ist,
deren Durchgangsbohrung parallel zu Basis und senkrecht zu der
angrenzenden Berandung des Fertigwandteils (10, 20) verläuft.
8. Fertigwandteil nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstahlrahmen (12) an der im Einbauzustand
unteren und/oder oberen Berandung mit wenigstens einer vertikal
verlaufenden Durchgangsbohrung versehen ist und an der
gegenüberliegenden oberen und/oder unteren Begrenzungskante fluchtend
zu der Durchgangsbohrung eine Gewindebohrung vorgesehen ist.
9. Fertigwandteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Gewindebohrung mittels einer aufgeschweißten Hutmutter (58)
verwirklicht ist und die Durchgangsbohrung als Langloch
ausgebildet ist.
10. Fertigwandteil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass in Verlängerung der im Profilstahlrahmen (12) angeordneten
Durchgangsbohrung in dem Fertigwandteil (10, 20) eine
Aussparung (60) zum Anordnen und Einschieben eines Bolzens (32) in die
Durchgangsbohrung vorgesehen ist.
11. Fertigwandteil nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass angrenzend an Bereiche des
Profilstahlrahmens (12), die im Einbauzustand im Bereich von Geschossdecken
(38) des Bauwerks zu liegen kommen, eine Aussparung (54)
vorgesehen ist.
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