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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufsetzen auf einen mit
Firststeinen abgedeckten First eines Dachaufbaus, die umfasst:
- – einen
Haltekopf, an dem eine Haltekopfscheibe angeordnet ist;
- – ein
verformbares Einlegeelement,
- – ein
Abdeckelement, das oberhalb des Einlegeelementes angeordnet ist,
- – und
ein Befestigungselement mit Unterlegplatte, das durch Befestigungsausnehmungen
von Unterlegplatte, Einlegeelement und Abdeckelement durchsteckbar
und am Haltekopf festlegbar ist.
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Eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art ist der
DE 297 09 933 U1 zu entnehmen.
Diese Vorrichtung weist einen einem Firstziegelrelief angepassten
Firstziegelaufsatzkörper,
ein unterhalb des Firstziegelaufsatzkörpers gehaltenes Abdeckelement
und ein verformbares, bleiartiges Einlegeelement auf. Am Deckplattenelement
ist eine dem Einlegeelement zugewandte Auflagewölbung vorgeformt.
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Nachteilig
ist, dass das Abdeckelement dem jeweiligen Firstziegelrelief angepasst
werden muss. Dies ist mit hohem Kostenaufwand verbunden.
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Aus
der
DE 296 18 494
U1 bzw. der
DE
197 36 091 A1 ist eine First-Grat-Glocke bekannt, die aus einem
Haltekopf besteht, an dem mit einem Befestigungselement eine Unterlegplatte
und ein verformbarer Kreiskörper
befestigt ist. Der verformbare Kreiskörper besteht aus zwei gegenüberliegenden Kreisringsegmentscheiben,
zwischen denen eine Einlegplatte angeordnet ist. Derartige First-Grat-Glocken
haben sich bewährt.
Allerdings ist die Herstellung des Kreiskörpers kostenaufwendig.
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Aus
der
DE 299 05 698
U1 ist ein plastisch verformbares Abdeckmaterial bekannt.
Es besteht aus einem flächenförmigen,
festplastischen Einkomponenten- Kleb/Dichtstoff auf Butylkautschukbasis, in
den ein plissiertes Blei-, Aluminium- oder Kupferelement eingebettet
ist. Auf der einen Seite des plastisch verformbaren Abdeckelements
ist ein Stretchfolienelement und auf der gegenüber liegenden Seite ein Abdeckfolienelement
angeordnet.
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Es
stellt sich die Aufgabe, eine kostengünstige Vorrichtung zum Aufsetzen
auf einen mit Firststeinen abgedeckten First eines Dachaufbaus anzugeben,
bei der den Abdeckelementen eine verklebungsfreie Manipulierbarkeit
von Hand und eine verbesserte Aussteifung nach dem Verlegen und
Verspannen am First verliehen ist.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung,
dadurch gelöst, dass
- – das
Abdeckelement plastisch verformbar ist und eine Schicht eines klebenden,
fest-plastischen Einkomponenten-Klebstoffes auf Butylkautschukbasis
umfasst, der mit einer Abdeckfolie abgedeckt ist, in die eine mittige
Ausnehmung eingebracht ist, die den Klebstoff freilegt,
- – und
das Einlegeelement nach dem Verlegen der Abdeckelemente am First
und nach Verspannen mit Hilfe des Befestigungselementes in der mittigen
Ausnehmung verklebt ist.
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Es
wird eine verbesserte Steifigkeit bei einer relativ leichten Konstruktion
der Vorrichtung erzielt, wobei oberhalb und unterhalb der Firststeine
jeweils ein Abdeckelement zu liegen kommt. Das obere wird durch
das Einlegeelement soweit versteift, dass eine ausgewogene Verteilung
der Rückstellkräfte im Bereich
der Krümmung
erzielt wird.
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Die
weiteren mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, dass das Abdeckelement aus einem verformbaren Abdeckelement
besteht, das mit einem Abdeckfolienelement abgedeckt ist. Durch
die eingebrachte Ausnehmung besteht die Möglichkeit, das Abdeckelement
und das verformbare Einlegeelement miteinander zu verbinden. Dadurch,
dass mit einem im Prinzip gleichen Aufbau ein First- und Grathelm
hergestellt werden können,
lassen sich die Fertigungs- und vor allem die Material- und Lagerkosten
wesentlich reduzieren.
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Es
kann eine Auflageplatte vorgesehen werden, die zwischen dem verformbaren
Einlegeelement und dem Unterlegplattenelement angeordnet sein kann.
Hierdurch ist es möglich,
einen Firsthelm auszubilden, und die komplizierten Reliefs der Firste
auf dem Dachaufbau, die in einem Dachaufbauwinkel zusammenlaufen,
auf einfache Art und Weise schnell und sicher abzudichten.
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Durch
den Einsatz des plastisch verformbaren Abdeckelements aus einem
flächenförmigen, festplastischen
Einkomponenten-Kleb/Dichtstoff auf Butylkautschukbasis mit dem eingebetteten
plissierten Blei-, Aluminium- oder Kupferelement ist es möglich, das
Deckplattenelement als auch die Auflageplatte jeweils den Gegebenheiten
entsprechend zu verformen, dass sie ohne Zurückstellen in die Ursprungskonfiguration
verlegt werden können.
Die eingebauten plissierten Metallelemente lassen bei stark gekrümmten Firstziegeln
eine weitere Verbesserung der Lagestabilität und des Abdichtungsverhaltens
zu.
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Merkmale
weiterer Unteransprüche
sind in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
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Die
Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der nachstehenden
Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 einen
Dachaufbau mit einer First-Grat-Glocke und einem Dachzierkörper in
einer schematisch perspektivischen Darstellung,
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2 eine
First-Grat-Glocke gemäß 1 in
einer auseinander gezogenen schematisch perspektivischen Darstellung
und
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3 einen
Dachzierkörper
gemäß 1 in einer
auseinander gezogenen schematisch perspektivischen Darstellung.
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In 1 ist
ein Gebäude
gezeigt, das mit einem Dachaufbau 4 und einem Dachaufbau 5 abgedeckt
ist. Der Dachaufbau 4 schließt mit einem First 6 ab
und der Dachaufbau 5 mit einem First 7. Der First 6 besteht
aus einzelnen hintereinander angeordneten Firststeinen 61 und
der First 7 aus hintereinander angeordneten Firststeinen 71.
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In
einem Dachaufbauwinkel 1 ist eine First-Grat-Glocke 2 und
am Ende des Firstes 6 an einem Firststein 61 ein
Dachzierkörper 9 angeordnet.
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Das
Zusammenstoßen
der beiden gezeigten Firste 6, 7 im Dachaufbauwinkel 1,
zwischen denen eine Kehle 8 ausgebildet ist, hat in der
Regel eine sehr komplizierte Dachausbildung zur Folge. Die in dem
First-Grat-Winkelpunkt des Dachaufbauwinkels 1 zusammenstoßenden Firste 6, 7 lassen
an dieser Stelle eine Öffnung
frei, die kompliziert und schwer und abzudichten ist. Deshalb wird
an dieser Stelle die First-Grat-Glocke 2 eingesetzt.
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Wie
die 2 zeigt, besteht die First-Grat-Glocke 2 aus
einem Haltekopf 21, der in einen Hals 35 übergeht.
An dem Hals 35 ist eine Haltekopfscheibe 26 angeordnet.
Der Haltekopf 21, der Hals 35 und die Haltekopfscheibe 26 sind
einteilig aus PVC geformt. Sie können
als Voll- oder als Hohlkörper
ausgebildet sein.
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Unterhalb
der Haltekopfscheibe 26 kommt ein plastisch verformbares
Abdeckelement 27 zu liegen, das eine im Wesentlichen kreisrunde
Konfiguration hat. In seiner Mitte ist eine Befestigungsausnehmung 31 eingebracht.
Das Abdeckelement 27 ist aus einem flächenförmigen, fest plastischen Einkomponenten-Klebstoff
auf Butylkautschukbasis geformt, in den ein plissiertes Bleielement
eingebettet ist. Anstelle eines Bleielements kann auch ein Aluminium- oder Kupferelement
eingebettet sein. Das plissierte Bleielement hat eine streckmetallähnliche
Konfiguration.
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Auf
der einen Seite des plastisch verformbaren Abdeckelements 27 ist
ein Stretchfolienelement angeordnet. Hierdurch ist es möglich, das
verformbare Abdeckelement leicht zu verarbeiten. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Abdeckelements 27 befindet sich ein Abdeckfolienelement 28.
Bei dem Abdeckelement 27 ist um die Befestigungsausnehmung 31 herum
eine Kreisringausnehmung 22.1 eingebracht, so dass der
Einkomponenten-Klebstoff auf Butylkautschukbasis an dieser Stelle
frei liegt.
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Unterhalb
der Kreisringausnehmung 22.1 ist ein kreisförmig ausgebildetes
Einlegeelement 24 positioniert. Es besteht aus Blei. Sein
Durchmesser ist im Wesentlichen so groß wie der der Kreisringausnehmung 22.1.
Hierdurch ist es möglich,
dass das Einlegeelement 24 an dem Abdeckelement 27 anhaftet.
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Unter
dem Einlegeelement 24 befindet sich eine Auflegeplatte 23,
die im Querschnitt kreisrund ist und den gleichen Durchmesser wie
das Abdeckelement 27 hat. Es ist gleichfalls mit einem
Abdeckfolienelement abgedeckt, das in diesem Fall mit der Bezugsziffer 29 bezeichnet
ist.
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Unterhalb
der Auflageplatte 23 befindet sich eine Unterlegscheibe 25.
In die Unterlegscheibe 25 ist eine Befestigungsausnehmung 34,
in die Auflageplatte 23 einer Befestigungsausnehmung 33 eingebracht.
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Durch
die Befestigungsausnehmungen 31, 32, 33, 34 wird
ein Befestigungselement 30 durchgesteckt und im Hals 35 des
Haltekopfs 21 verschraubt.
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Durch
das Anziehen des Befestigungselements 30 liegen das Abdeckelement 27,
das Einlegeelement 24, das Auflegeplatte 23 und
das Unterlegplattenelement 25 aneinander und lassen sich
so leicht transportieren und verarbeiten.
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Beim
Verlegen im Dachaufwinkel 1 wird die Auflegeplatte 23 unter
den Firstziegeln 61, 71 der Firste 6, 7 angeordnet.
Auf die Firstziegel 61, 71 wird dann das Einlegeplattenelement 24 aus
Blei und das plastisch verformbare Abdeckelement 27 aufgelegt. Anschließend wird
das Befestigungselement 30 angezogen, so dass alle Teile
dicht aneinander liegen und sturm- und windsicher auf dem First 6, 7 aufliegen
und gehalten werden. Vor dem Verlegen der Auflageplatte 23 wird
von dieser das Abdeckfolienelement 29 abgezogen und der
freiliegende Einkomponenten-Klebstoff auf Butylkautschukbasis auf
die unter den Firststeinen 61, 71 liegenden Elemente
aufgeklebt.
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Ebenso
wird vor dem Verspannen mit Hilfe des Befestigungselements 3 das
Abdeckfolienelement 28 von dem Abdeckelement 27 abgezogen. Beim
Auflegen des Abdeckelements 27 kann der freiliegende festplastische
Einkomponenten- Klebstoff auf Butylkautschukbasis auf die Firststeine 61, 71 aufgedrückt werden.
Das plissierte Bleielement sorgt dafür, dass sowohl das Abdeckelement 27 als
auch die Auflageplatte 23 in der einmal festgelegten Form verharren.
Die Rückstellkräfte die
entstehen, werden wirksam durch das unter dem Abdeckelement 27 liegende
Einlegeelement 24 aus Blei aufgenommen. Hierdurch ist ge sichert,
daß die Öffnung im
Bereich des Dachaufbauwinkels 1 sicher abgedichtet wird.
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Der
Dachzierkörper 9 ist ähnlich wie
die First-Grat-Glocke 2 aufgebaut.
Die Einzelteile sind aus 3 ersichtlich.
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Der
Dachzierkörper 9 besteht
aus einem Haltekopf 91, an den sich ein Hals 105 anschließt, der einteilig
in eine Haltescheibe 96 übergeht. Darunter ist ein im
Querschnitt rechteckig ausgebildetes, plastisch verformbares Abdeckelement 97 positioniert, das
ebenso wie das plastisch verformbare Abdeckelement 27 aufgebaut
ist. Auf der einen Seite ist ebenfalls eine Stretchfolie und auf
der gegenüberliegenden
Seite ein Abdeckfolienelement 98 positioniert.
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In
das Abdeckfolienelement 98 ist eine im Wesentlichen rechteckig
ausgebildete Plattenausnehmung 92.1 eingebracht, so dass
ein rechteckig ausgebildetes Einlegeelement 94 an dem Butylkautschuk
anhaften kann.
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Unterhalb
des Einlegeelements 94 ist eine Unterlegscheibe 95 positioniert,
die eine im Wesentlichen kreisrunde Form hat.
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In
das Abdeckelement 97, das Einlegeelement 94 und
die Unterlegscheibe 95 ist jeweils eine Befestigungsausnehmung 101, 102, 104 eingebracht.
Durch die Befestigungsausnehmungen wird ein Befestigungselement 100 geführt und
im Hals 105 des Haltekopfs 91 eingeschraubt. Hierdurch
werden das Abdeckelement 97, das Einlegeelement 94 und
die Unterlegscheibe 95 zu einer verlegbaren Konfiguration
zusammengepresst.
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Beim
Verlegen des Dachzierkörpers 9 auf der
Spitze des Firstes 6, wie ihn 1 zeigt,
wird zuerst das Abdeckfolienelement 98 von dem Abdeckelement 97 abgezogen.
Hierdurch liegt der festplastische Einkomponenten-Klebstoff auf Butylkautschukbasis
frei. Die Stretchfolie erlaubt es, das Dachplattenelement 92 auf
den Firststein aufzulegen und die Enden bis in ihn hinein einzubiegen.
Der Butylkautschuk sorgt dafür,
daß das
Abdeckelement 97 fest am Firststein 61 anhaftet.
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Das
darunterliegende Einlegeelement 94 aus Blei und das plissierte
Bleielement sichern, dass das Abdeckelement 97 in der einmal
verlegten Stellung verbleibt und sich nicht mehr vom Firststein 61 löst. Hierdurch
ist gewährleistet,
daß der
Haltekopf 91 wind- und sturmsicher mit dem Firststein 61 verbunden
ist.