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Die Erfindung betrifft einen Verschluss für eine Tür mit einer zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung hin und her bewegbaren Verriegelungszunge, die in zwei verschiedenen Montagepositionen verwendbar ist, und die einen die Bewegung begrenzenden Anschlag aufweist.
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Entsprechende Verschlüsse mit zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung hin und her bewegbaren Verriegelungszungen sind bereits bekannt und werden in ganz verschiedenen Bereichen eingesetzt, um Türblätter gegenüber einem Rahmen festzulegen, so dass die Türen dann nicht mehr geöffnet werden können. Der Begriff Tür umfasst dabei nicht nur Türen an sich, sondern auch Fenster, Luken, Klappen, Abdeckungen und ganz allgemein bewegbare Schließelemente, die zum Verschließen eines Raumes eingesetzt werden können.
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Wenn die Tür geschlossen ist und sich die Verriegelungszunge in der Verriegelungsstellung befindet, hintergreift die Verriegelungszunge den Türrahmen oder sie greift in den Türrahmen ein, so dass das Türblatt dann nicht mehr gegenüber dem Türrahmen bewegbar ist und folglich nicht geöffnet werden kann. Um die Tür wieder zu öffnen, muss die Verriegelungszunge zunächst aus der Verriegelungsstellung zurück in die Entriegelungsstellung bewegt werden. In dieser Stellung hintergreift die Verriegelungszunge den Türrahmen nicht mehr bzw. greift nicht mehr in den Türrahmen ein, so dass das Türblatt dann wieder gegenüber dem Türrahmen bewegt und so geöffnet werden kann. Die entsprechenden Verriegelungszungen werden auch als Vorreiberzungen und die Verschlüsse entsprechend als Vorreiberverschlüsse bezeichnet.
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Um die Bewegung der Verriegelungszunge zu begrenzen, so dass diese nur zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung hin und her und nicht darüber hinausbewegt werden kann, weist die Verriegelungszunge in der Regel einen oder auch mehrere Anschläge auf. Diese Anschläge geraten in der Verriegelungsstellung und in der Entriegelungsstellung in Kontakt mit einem zumeist feststehenden Gegenanschlag und sorgen somit für festdefinierte Verriegelungs- und Entriegelungsstellungen der Verriegelungszunge.
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Zwar lässt sich durch die entsprechenden Anschläge die Bewegung der Verriegelungszunge zuverlässig begrenzen, jedoch ergeben sich Probleme, wenn die Verriegelungszunge in verschiedenen Montagepositionen verwendet wird. Denn bei einer Änderung der Montageposition der Verriegelungszunge ändert sich auch das Anschlagsbild bzw. die Position der Anschläge gegenüber den Gegenanschlägen. Es kann somit vorkommen, dass die Position der Anschläge nicht mehr zu der Entriegelungs- und Verriegelungsstellung passt und die Bewegung der Verriegelungszunge nicht mehr wie gewünscht begrenzt wird. Entsprechende Verriegelungszungen sind daher nicht oder nur wenig variabel einsetzbar.
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Davon ausgehend stellt sich die Erfindung die A u f g a b e , einen Verschluss anzugeben, der eine Verwendung der Verriegelungszunge in verschiedenen Montagepositionen bei gleichbleibendem Anschlagsbild erlaubt.
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Diese Aufgabe wird bei einem Verschluss der eingangs genannten Art dadurch g e l ö s t, dass der Anschlag zur Verwendung der Verriegelungszunge in den verschiedenen Montagepositionen als mit der Verriegelungszunge lösbar verbundener Anschlagsadapter ausgestaltet ist.
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Durch die lösbare Verbindung des Anschlags mit der Verriegelungszunge kann die Verriegelungszunge, unabhängig vom Anschlag, in verschiedenen Montagepositionen verwendet werden. Der Anschlag ist als Anschlagsadapter in der Lage, dasselbe Anschlagsbild zu erzeugen, unabhängig von der Montageposition der Verriegelungszunge. Es ist somit nicht erforderlich, für verschiedene Montagepositionen auch verschiedene Verriegelungszungen bereitzustellen, sondern es genügt oft schon eine einzige in verschiedenen Montagepositionen verwendbare Verriegelungszunge.
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Zur Bewegung der Verriegelungszunge von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung oder von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verriegelungszunge um eine Verriegelungsachse hin und her drehbar ist. Die Verriegelungszunge kann durch diese Bewegung in die Verriegelungsstellung hinter den Türrahmen oder in den Türrahmen eingeschwenkt werden und auch wieder aus dieser Stellung zurück in die Entriegelungsstellung ausgeschwenkt werden. Die Verriegelungsachse kann sich durch die Betätigungswelle erstrecken. Vorteilhaft ist die Betätigungswelle symmetrisch, insbesondere drehsymmetrisch, ausgestaltet und bei der Verriegelungsachse kann es sich um die Symmetrieachse handeln.
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Um die Verriegelungszunge entsprechend hin und her zu drehen, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese auf einer Betätigungswelle angeordnet ist, die über ein Betätigungselement drehbar ist. Über das Betätigungselement kann somit die Verriegelungszunge um die Verriegelungsachse zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung hin- und her gedreht werden. Dies ist bspw. möglich, indem über das Betätigungselement die Betätigungswelle gedreht wird. Das Betätigungselement kann an der Außenseite der Tür bzw. des Türblattes angeordnet und die Verriegelungszunge kann entsprechend auf der Innenseite der Tür bzw. des Türblattes angeordnet sein. Die Betätigungswelle kann sich von dem Betätigungselement durch das Türblatt hindurch zur Verriegelungszunge erstrecken und das Betätigungselement kann mit der Verriegelungszunge drehgekoppelt sein. Zur Realisierung einer entsprechenden Drehkopplung kann die Betätigungswelle als Vierkantstab ausgestaltet sein und die Verriegelungszunge kann formschlüssig auf dieser Betätigungswelle angeordnet, insbesondere auf die Betätigungswelle aufgesteckt sein. Auch das Betätigungselement kann entsprechend auf die Betätigungswelle aufgesteckt sein. Ferner ist es aber auch möglich, dass das Betätigungselement fest mit der Betätigungswelle oder auch einstückig mit dieser verbunden ist.
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Um das Betätigungselement zu drehen, kann dieses als Schwenkhebel oder als ein Türgriff ausgestaltet sein. Weiterhin ist es auch möglich, dass das Betätigungselement eine Schnittstelle zur Betätigung über einen Schlüssel oder über ein Werkzeug aufweist. Auch eine rein elektrische Betätigung, bspw. über eine Funkverbindung, ist ebenfalls möglich.
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Die Verriegelungszunge kann lösbar mit der Betätigungswelle verbunden sein und über ein Befestigungselement, wie beispielsweise eine Schraube, insbesondere in axialer Richtung, gesichert sein. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Betätigungswelle als mit einem Gewinde versehener Vierkantstab ausgestaltet ist. Dies ermöglicht zum einen, dass die Verriegelungszunge auf den Vierkantstab aufgesteckt werden kann, so dass diese dann mit dem Vierkantstab drehgekoppelt ist und darüber hinaus, dass die Verriegelungszunge mittels einer Schraube auf sehr einfache Weise auf dem Vierkantstab gesichert werden kann.
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Im Hinblick auf die verschiedenen Montagepositionen hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn jeder Montageposition eine unterschiedliche Verriegelungsebene zugeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass die Verriegelungszunge die Tür in jeder Montageposition in einer anderen Verriegelungsebene verriegeln kann. Die Verriegelungszunge kann insofern zur Anpassung an verschiedene Türrahmenabmessungen in verschiedenen Montagepositionen verwendet bzw. montiert werden. Vorteilhaft ist es, wenn die Verriegelungszunge zur Anpassung an verschiedene Rahmenstärken in verschiedenen Montagepositionen verwendet bzw. montiert wird. Die Verriegelungszunge kann bspw. in einer Montageposition zur Verriegelung einer Tür mit einem schmalen Türrahmen und in einer anderen Montageposition zur Verriegelung einer Tür mit einem dickeren Türrahmen verwendet werden.
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Somit kann sich in den verschiedenen Montagepositionen der Abstand der jeweiligen Verriegelungsebene von dem Betätigungselement ändern. Vorteilhaft ist es, wenn die Montageposition so gewählt wird, dass der Abstand der Oberfläche des Türblattes, insbesondere der Innenseite des Türblattes, zumindest in etwa, gleichbleibt. Insofern kann auch erreicht werden, dass sich mit demselben Verschluss sowohl dicke als auch schmale Türblätter in derselben Weise verriegeln lassen, ohne dass weitergehende Anpassungen erforderlich wären.
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In Weiterbildung der Verriegelungszunge hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese einen Verriegelungsbereich zur Verriegelung einer Tür und einen Montagebereich zur Montage der Verriegelungszunge auf der Betätigungswelle aufweist. Der Verriegelungsbereich kann sich bei einer Bewegung, insbesondere einer Drehbewegung, zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung in den Türrahmen der Tür oder hinter dem Türrahmen an der Tür bewegen, so dass dann das Türblatt gegenüber dem Türrahmen festgelegt ist und die Tür nicht geöffnet werden kann. Vorteilhaft ist der Verriegelungsbereich quaderförmig ausgestaltet.
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Der Montagebereich kann mit der Betätigungswelle verbindbar sein. Vorteilhaft ist es, wenn der Montagebereich eine Montagbohrung in Form einer unrunden, insbesondere einer viereckigen, Bohrung aufweist. Diese Montagebohrung ermöglicht dann eine lösbare und drehgekoppelte Verbindung der Verriegelungszunge bzw. des Montagebereichs mit der Betätigungswelle. Ferner kann der Montagebereich einstückig mit dem Verriegelungsbereich verbunden sein, was eine ausreichende Stabilität der Verriegelungszunge gewährleistet. Der Montagebereich und der Verriegelungsbereich können beide parallel versetzt zueinander angeordnet sein und sich parallel zur Tür bzw. zur Oberfläche des Türblattes erstrecken.
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Im Hinblick auf den Verriegelungsbereich hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn dieser zwei Verriegelungsflächen aufweist, wobei jeder Montageposition eine der beiden Verriegelungsflächen zugeordnet ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht, dass in Abhängigkeit der Montageposition eine der beiden Verriegelungsflächen in den Türrahmen eingreifen bzw. hinter dem Türrahmen greifen kann. In der ersten Montageposition kann beispielsweise eine erste Verriegelungsfläche in oder hinter den Rahmen greifen und in der zweiten Montageposition eine zweite Verriegelungsfläche. Jeder Verriegelungsfläche kann eine Verriegelungsebene zugeordnet sein.
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Im Hinblick auf die Ausgestaltung der Verriegelungszunge bzw. des Verrieglungsbereichs hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Verriegelungsbereich die rechteckige oder eine ellipsenförmige Querschnittsform aufweist. Weiterhin ist es aber auch denkbar, dass die Verriegelungszunge einen trapezförmigen Querschnitt oder einen Querschnitt eines an zwei Ecken abgeschnittenen Rechtecks aufweist.
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Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Verriegelungsbereich gegenüber dem Montagebereich zur Anpassung an unterschiedliche Türrahmenabmessungen versetzt ist. Mit der Anpassung an unterschiedliche Türrahmenabmessungen ist die Anpassung an die Türrahmenabmessungen unterschiedlicher Türrahmen gemeint. Durch diese versetzte Anordnung kann die Verriegelungszunge bzw. der Verschluss, abhängig von der entsprechenden Montageposition, für verschiedene Türrahmen verwendet werden. Der Verriegelungsbereich kann gegenüber dem Montagebereich in Richtung der Verriegelungsachse versetzt sein bzw. parallel zur Verriegelungsachse versetzt sein. Durch diese Ausgestaltung lässt sich derselbe Verschluss für unterschiedliche Türrahmenabmessungen, insbesondere für unterschiedliche Türrahmenstärkenverwenden. Die Verriegelungszunge kann eine Kröpfung aufweisen, wobei entsprechend der Verriegelungsbereich gegenüber dem Montagebereich versetzt ist. Die Verriegelungszunge muss zur Verriegelung der Tür den Türrahmen hintergreifen oder in den Türrahmen eingreifen. Insbesondere wenn der Türrahmen hintergriffen werden soll, spielt die Stärke bzw. die Dicke des Türrahmens eine zentrale Rolle. Denn je dicker der Türrahmen ist, desto weiter muss dann auch der Verriegelungsbereich gegenüber dem Montagebereich versetzt sein. Durch die verschiedenen Montagepositionen kann somit dieselbe Verriegelungszunge für zwei verschiedene Rahmenstärken eingesetzt werden. Auch ein Toleranzausgleich kann durch die beiden Montagepositionen erreicht werden.
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Weiterhin ist es auch möglich, durch die verschiedenen Montagepositionen unterschiedliche Anpressdrücke zu erreichen. Unter dem Anpressdruck wird der Druck verstanden, mit dem das Türblatt gegen den Türrahmen bzw. gegen die zwischen dem Rahmen und dem Türblatt angeordnete Türdichtung gepresst wird. Damit die Tür in der geschlossenen Stellung der möglichst dicht ist und damit auch nur ein begrenzter Wärmetransfer zwischen dem Innenraum und dem Außenraum stattfinden kann, ist es erforderlich, die entsprechende Türdichtung durch das Türblatt in der geschlossenen Stellung zu komprimieren. Ist der Anpressdruck zu gering und die Türdichtung nicht ausreichend komprimiert, dichtet die Tür den Innenraum nicht zuverlässig ab. Wenn der Anpressdruck groß ist, wird entsprechend auch viel Kraft benötigt, um die Tür zu schließen und um die Verriegelungszunge in die Verriegelungsstellung zu überführen. Insofern muss im Hinblick auf den Anpressdruck ein Mittelweg gefunden werden, der eine zuverlässige Abdichtung auf der einen Seite und zudem eine leichtgängige Verriegelung der Tür ermöglicht.
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Ob eine Verriegelungszunge zur Anpassung verschiedener Rahmenstärken oder zur Anpassung des Anpressdrucks in den verschiedenen Montagepositionen verwendet wird, kann davon abhängen, wie weit der Verriegelungsbereich gegenüber dem Montagebereich versetzt ist. Bei eher geringem Versatz ist auch der Abstand der verschiedenen Verriegelungsebenen gering, so dass sich eine solche Verriegelungszunge eher zur Anpassung des Anpressdrucks eignet. Bei größerem Versatz ist auch der Abstand der beiden Verriegelungsebenen größer, so dass die Verriegelungszunge dann eher zum Ausgleich verschiedener Rahmenstärken in den beiden Montagepositionen verwendet werden kann. Denn in der Regel ist zur Anpassung des Verschlusses bzw. der Verriegelungszunge an verschiedene Rahmenstärken ein größerer Versatz erforderlich als zur Anpassung des Anpressdrucks.
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Im Hinblick auf die beiden Montagepositionen hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Verriegelungsbereich gegenüber dem Montagebereich in der ersten Montageposition nach hinten und in der zweiten Montageposition nach vorne versetzt ist. Diese Ausgestaltung erlaubt, dass entsprechend auch die beiden Verriegelungsebenen einmal nach hinten und einmal nach vorne versetzt sind, so dass sich unterschiedliche Schließbilder ergeben und sich sowohl Türen mit dicken Rahmen als auch mit dünnen Rahmen, wahlweise auch mit unterschiedlichen Anpressdrücken, verriegeln lassen. Die entsprechenden Richtungen, nach vorne und nach hinten, können sich auf den Abstand zum Türblatt bzw. zu dem Betätigungselement beziehen. Nach hinten kann insoweit bedeuten, aus Richtung des Türblatts oder aus Richtung des Betätigungselements nach hinten, nach vorne kann entsprechend bedeuten, aus Richtung des Türblatts oder aus Richtung des Betätigungselements nach vorne.
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Weiterhin hat es sich im Hinblick auf die beiden Montagepositionen als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verriegelungszunge in der ersten Montageposition gegenüber der zweiten Montageposition um 180 Grad um eine Montageachse gedreht ist. Die Montageachse kann senkrecht zu der Verriegelungsachse angeordnet sein. Die Verriegelungsachse kann in einem rechten Winkel zum Türblatt stehen, so dass insofern die Montageachse parallel zu der Türblattoberfläche angeordnet sein kann.
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Zur Änderung der Montageposition der Verriegelungszunge kann insofern zunächst das Befestigungselement von der Betätigungswelle entfernt und dann die Verriegelungszunge ebenfalls von der Betätigungswelle entfernt, insbesondere von der Betätigungswelle gezogen, werden. Nach einer Drehung der Verriegelungszunge um die Montageachse kann diese dann in der zweiten Montageposition wieder auf der Betätigungswelle angeordnet und anschließend über das Befestigungselement auf der Betätigungswelle gesichert werden.
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Im Hinblick auf die Ausgestaltung des Anschlags hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn dieser als Steckanschlag ausgestaltet ist. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht eine werkzeuglose Montage und Demontage des Anschlags und insofern auch eine einfache Verwendung der Verriegelungszunge in den verschiedenen Montagepositionen.
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Der Anschlag kann einen insbesondere bolzenförmigen Anschlagbereich zum Anschlag an einem Gegenanschlag aufweisen. Der Anschlagbereich kann sich parallel zur Verriegelungsachse und durch die Verriegelungszunge hindurch erstrecken. Bei einer Bewegung der Verriegelungszunge zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung kann der Anschlagbereich somit in jeder dieser zwei Positionen an einem Gegenanschlag anschlagen, so dass eine weitergehende Bewegung der Verriegelungszunge verhindert wird. Der Gegenanschlag kann mit dem Türblatt, mit dem Türrahmen, mit dem Betätigungselement oder auch mit einem Verschlussgehäuse gekoppelt sein und sich bei einer Bewegung der Verriegelungszunge nicht mitbewegen. Der Anschlagbereich kann als Hohlbolzen ausgestaltet sein und eine unrunde, insbesondere eine ovale, Form haben.
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Im Hinblick auf die Verriegelungszunge hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese eine Anschlagaufnahme aufweist, durch die sich der Anschlagbereich hindurch erstrecken kann. Der Anschlag kann von hinten durch die Verriegelungszunge gesteckt werden, wobei der Anschlagbereich dann durch die Anschlagaufnahme hindurch reicht. Der Anschlagbereich kann dann senkrecht gegenüber der Oberfläche der Verriegelungszunge, insbesondere gegenüber dem Montagebereich der Verriegelungszunge, hervorstehen. Die Anschlagaufnahme kann demnach an die geometrische Ausgestaltung des Anschlagbereichs ausgestaltet sein, insbesondere kann die Anschlagaufnahme als unrunde, insbesondere als ovale, Bohrung ausgestaltet sein. Die Anschlagaufnahme kann im Montagebereich der Verriegelungszunge angeordnet sein.
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Der Anschlag kann einen Montagebereich zur Anordnung auf der Betätigungswelle aufweisen. Über den Montagebereich kann der Anschlag zusammen mit der Verriegelungszunge, insbesondere drehgekoppelt, auf der Betätigungswelle angeordnet sein. Der Montagebereich kann dafür eine Ausnehmung aufweisen, die korrespondierend zu der Montagebohrung der Verriegelungszunge ausgestaltet sein kann. Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Ausnehmung eine drehgekoppelte Anordnung des Anschlags auf der Betätigungswelle ermöglicht. Die Ausnehmung kann daher unrund, insbesondere als Viereckausnehmung, ausgestaltet sein. Bei einer Drehbewegung der Betätigungswelle kann der Anschlag somit zusammen mit der Verriegelungszunge um die Verriegelungsachse bewegt werden.
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Über das Befestigungselement kann nicht nur die Verriegelungszunge in axialer Richtung auf der Betätigungswelle gesichert sein, sondern gleichzeitig auch der Anschlag. Der Anschlag kann sich daher, insbesondere in jeder Montageposition, zwischen dem Befestigungselement und der Verriegelungszunge befinden. Weiterhin können sich der Montagebereich des Anschlags und das Betätigungselement im Hinblick auf die Verriegelungszunge gegenüberliegen. Der Montagebereich des Anschlags kann am Montagebereich der Verriegelungszunge anliegen.
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Weiterhin hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Anschlag unabhängig von der Montageposition der Verriegelungszunge auf der Betätigungswelle anordbar ist. Dies ermöglicht dasselbe Anschlagsbild unabhängig von der Montageposition der Verriegelungszunge. Die Ausrichtung des Anschlags kann somit unabhängig von der Verriegelungszunge gleichbleiben.
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Vorteilhaft ist es, wenn der Anschlag bzw. der Anschlagbereich in Richtung der Tür bzw. in Richtung des Betätigungselements weist.
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Weiterhin wird im Hinblick auf den Verschluss vorgeschlagen, dass dieser einen Kompressionsschuh aufweist, der, insbesondere zur Kompression einer Türdichtung in der Verriegelungsstellung, lösbar mit der Verriegelungszunge verbindbar ist. Vorteilhaft ist es ferner, wenn der der Kompressionsschuh in beiden Montagepositionen mit der Verriegelungszunge verbindbar ist. Durch die Montage der Verriegelungszunge in den verschiedenen Montagepositionen, kann derselbe Verschluss variabel auch für verschiedene Türen und insbesondere für verschiedene Rahmen eingesetzt werden. Durch die Möglichkeit, den Montageschuh in jeder Montagepositionen der Verriegelungszunge mit dieser zu verbinden, kann derselbe Montageschuh auch in den unterschiedlichen Montagepositionen verwendet und in jeder Montageposition zum einen zu einer Erhöhung des Anpressdrucks gegenüber einer Verriegelungszunge ohne Montageschuh führen und zum anderen auch die Gleiteigenschaften der Verriegelungszunge verbessern. Der Kompressionsschuh ist somit unabhängig von der Montagestellung der Verriegelungszunge. Weiterhin kann der Kompressionsschuh auch ebenfalls zum Ausgleich der Türrahmenabmessungen, insbesondere der Rahmenstärke, eingesetzt werden.
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Im Hinblick auf die Verbindung des Kompressionsschuhs mit der Verriegelungszunge hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Kompressionsschuh in beiden Montagepositionen dieselbe Ausrichtung aufweist. Der Kompressionsschuh kann so in beiden Montagepositionen seine Kompressions- bzw. seine Gleitaufgaben zuverlässig erfüllen. Der Kompressionsschuh kann eine Kompressionsfläche aufweisen, die unabhängig von der Montagepositionen der Verriegelungszunge immer in dieselbe Richtung weist. Die Kompressionsfläche kann dem Türblatt zugewandt sein und diese kann bei geschlossener und verriegelter Tür zumindest teilweise an dem Türrahmen anliegen.
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Im Hinblick auf die Verbindung des Kompressionsschuhs mit der Verriegelungszunge hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Kompressionsschuh auf die Verriegelungszunge aufsteckbar ist. Dies ermöglicht eine einfache, intuitive und werkzeugfreie Verbindung des Kompressionsschuhs mit der Verriegelungszunge. Auch die Demontage des Kompressionsschuhs von der Verriegelungszunge kann insofern sehr einfach und ohne den Einsatz von Werkzeug bewerkstelligt werden, da der Kompressionsschuh dafür nur wieder von der Verriegelungszunge abgezogen werden muss. Vorteilhaft ist der Kompressionsschuh einteilig.
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Weiterhin hat es sich im Hinblick auf den Kompressionsschuh als vorteilhaft herausgestellt, wenn dieser eine Kompressionsfläche aufweist, die in der verriegelten Stellung zumindest teilweise am Türrahmen anliegt. Bei einer Bewegung der Verriegelungszunge von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung kann die Kompressionsfläche am oder im Rahmen abgleiten, die Türdichtung bei diesem Abgleitvorgang komprimieren und die Tür dann gegen ein ungewolltes Öffnen sichern. Denn um die Tür zu öffnen, muss die Verriegelungszunge mit dem entsprechenden Kompressionsschuh zunächst wieder in die Entriegelungsstellung überführt werden.
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In diesem Zusammenhang hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Kompressionsfläche zumindest abschnittsweise als konvexe Fläche ausgestaltet ist. Die Ausgestaltung als konvexe Fläche ermöglicht, dass das Türblatt beim Abgleiten der Kompressionsfläche im oder am Rahmen gegen die Türdichtung gedrückt wird und diese komprimiert. Aufgrund der konvexen Kompressionsfläche kann die Kompression der Türdichtung beim Verschwenken der Verriegelungszunge in die Verriegelungsstellung ansteigen und in der Verriegelungsstellung dann ihren maximalen Wert erreichen. Ferner ist es vorteilhaft, wenn Kompressionsfläche abgerundet ist und keine Kanten aufweist. Dies ermöglicht auch ein einfacheres Verschwenken der Verriegelungszunge.
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Weiterhin hat es sich im Hinblick auf die Kompressionsfläche als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese als Gleitfläche ausgestaltet ist. Die Ausgestaltung als Gleitfläche ermöglicht geringe Reibkräfte zwischen der Kompressionsfläche und dem Rahmen der Tür, so dass die zum Ver- und Entriegeln der Verriegelungszunge benötigte Kraft vergleichsweise gering ist. Auch kann durch die Ausgestaltung als Gleitfläche verhindert werden, dass Kratzer am oder im Rahmen der Tür entstehen.
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In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Kompressionsschuh einen Aufnahmebereich zur Aufnahme der Verriegelungszunge in beiden Montagepositionen aufweist. Dies ermöglicht eine zuverlässige Verbindung des Kompressionsschuhs mit der Verriegelungszunge in beiden Montagepositionen. Der Aufnahmebereich kann derart ausgestaltet sein, dass die Verriegelungszunge in beiden Montagepositionen in den Kompressionsschuh bzw. in den Aufnahmebereich einsteckbar ist. Dabei muss nur die Verriegelungszunge gedreht werden, nicht jedoch der Kompressionsschuh.
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Im Hinblick auf den Aufnahmebereich hat es sich ferner als vorteilhaft herausgestellt, wenn dieser derart an einer Geometrie an der Verriegelungszunge angepasst ist, dass der Kompressionsschuh nur in Aufsteckrichtung und in Abziehrichtung gegenüber der Verriegelungszunge bewegbar ist. Eine derartige Bewegungsbegrenzung ermöglicht ein einfaches Verbinden und ein einfaches Trennen der beiden Elemente. Der Kompressionsschuh kann insofern nur linear gegenüber der Verriegelungszunge bewegt werden. Die Gefahr einer Verkantung ist somit deutlich reduziert. Der Aufnahmebereich kann sich senkrecht zur Verriegelungsachse erstrecken, so dass der Kompressionsschuh entsprechend senkrecht zur Verriegelungsachse auf die Verriegelungszunge aufgesteckt bzw. mit dieser verbunden werden kann. Die Aufsteckrichtung und die Abziehrichtung können einander entgegengesetzt sein und sich senkrecht zur Verriegelungsachse und insbesondere parallel zur Türoberfläche erstrecken.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Aufnahmebereich symmetrisch ausgestaltet ist. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches Aufstecken des Kompressionsschuhs in beiden Montagepositionen auf die Verriegelungszunge. Vorteilhaft ist dahingehend auch die Verriegelungszunge zumindest abschnittsweise symmetrisch, insbesondere im Verriegelungsbereich der Verriegelungszunge, da der Kompressionsschuh mit diesem verbindbar ist.
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Zur Verbindung des Kompressionsschuhs mit der Verriegelungszunge hat es sich ferner als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Kompressionsschuh mit der Verriegelungszunge verrastbar ist. Über eine entsprechende Rastverbindung kann der Kompressionsschuh auf einfache und zuverlässige Weise mit der Verriegelungszunge verbunden werden, ohne dass zusätzlich Werkzeug benötigt werden würde. Der Kompressionsschuh kann vielmehr einfach auf die Verriegelungszunge aufgesteckt und, beispielsweise wenn die Verriegelungszunge in einer anderen Montagestellung verwendet werden soll, auch einfach wieder von der Verriegelungszunge abgezogen werden. Wenngleich der Kompressionsschuh insoweit sehr einfach aufsteckbar und abziehbar ist, sorgt die Rastverbindung jedoch für einen sicheren Halt, insbesondere beim Verschwenken der Verriegelungszunge.
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In Weiterbildung der Rastverbindung wird vorgeschlagen, dass diese eine Bewegung des Kompressionsschuhs in Aufsteckrichtung und in Abziehrichtung gegenüber der Verriegelungszunge verhindert. Die Ausgestaltung des Aufnahmebereichs kann eine Bewegung des Kompressionsschuhs gegenüber der Verriegelungszunge senkrecht zur Aufsteck- und Abziehrichtung verhindem und die Rastverbindung kann eine Bewegung des Kompressionsschuhs in Aufsteck- und Abziehrichtung verhindern. Insofern ist der Kompressionsschuh in der aufgesteckten Stellung sicher mit der Verriegelungszunge verbunden. Um den Kompressionsschuh von der Verriegelungszunge zu entfernen, kann eine bestimmte Kraft in Abziehrichtung auf den Kompressionsschuh aufgebracht werden. Diese Kraft muss größer sein als die Rastkraft, mit der der Kompressionsschuh auf der Verriegelungszunge gehalten wird. Die Rastkraft ist dabei vorzugsweise so bemessen, dass der Kompressionsschuh zwar leichtgängig von einer Person per Hand von der Verriegelungszunge gelöst werden kann, dieser gleichzeitig aber sicher mit der Verriegelungszunge verbunden ist.
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Im Hinblick auf die Ausgestaltung der Rastverbindung hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Kompressionsschuh mindestens einen Federarm mit einer daran angeordneten Rastnase aufweist. Sowohl beim Aufstecken des Kompressionsschuhs als auch beim Abziehen des Kompressionsschuhs kann sich der Federarm mit der daran angeordneten Rastnase verformen, bis die Rastnase eine verrastete Stellung erreicht hat. Bei dieser Verformung wird der Federarm ausschwenkt und wirkt dann aufgrund der Materialeigenspannung eine Kraft in Richtung der Verriegelungszunge.
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Im Hinblick auf den Federarm hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn sich dieser in Aufsteckrichtung erstreckt. Dies ermöglicht, dass der Federarm sich beim Aufstecken oder beim Abziehen von der Verriegelungszunge selbstständig verformt und ausgeschwenkt wird.
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Weiterhin hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verriegelungszunge eine Gegenraste aufweist, die von der Rastnase hinterrastbar ist. Wenn die Rastnase die Gegenraste hinterrastet hat, sitzt der Kompressionsschuh zuverlässig auf der Verriegelungszunge und kann nicht ohne Weiteres wieder von dieser entfernt werden, da zur Lösung der Verbindung die Rastkraft überwunden werden muss. Wird der Kompressionsschuh mit einer ausreichenden Kraft von der Verriegelungszunge abgezogen, so gleitet die Rastnase auf der Gegenraste ab und verformt dabei den Federarm. Durch diese Verformung kann der Federarm bzw. die Rastnase eine Kraft auf die Gegenraste ausüben, die den Kompressionsschuh in der aufgesteckten Stellung hält. Erst wenn die Kraft, mit der der Kompressionsschuh abgezogen wird, groß genug ist, dass die Rastnase die Gegenraste passiert und überwindet, kann der Kompressionsschuh von der Verriegelungszunge abgezogen werden.
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Die Gegenraste kann als Bohrung oder auch als Einkerbung ausgestaltet sein, sofern diese zuverlässig von der Rastnase hinterrastet werden kann. Weiterhin kann die Gegenraste jedoch auch als Erhebung ausgestaltet sein und gegenüber der Oberfläche der Verriegelungszunge hervorstehen. Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Gegenraste eine dreieckige, eine runde oder eine zylindrische Form aufweist.
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Weiterhin hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verriegelungszunge eine Abflachung aufweist, und die Gegenraste auf dieser Abflachung angeordnet ist. Die Verriegelungszunge kann weiterhin eine Anlaufschräge aufweisen. Diese kann die zum Aufstecken benötigte Kraft verringern.
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In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Kompressionsschuh zwei Federarme mit jeweils mindestens einer Rastnase aufweist. Durch diese zwei Federarme können die entsprechenden Rastkräfte aufgeteilt werden, was insofern die Haltbarkeit und die Gefahr eines Abbrechens der Federarme beim Aufstecken oder beim Abziehen des Kompressionsschuhs verringert. Die beiden Rastnasen können mit verschiedenen Seiten der Verriegelungszunge verrasten, was insofern ebenfalls zu einer sicheren und die Kraft gleichmäßig aufteilenden Verbindung zwischen Kompressionsschuh und Verriegelungszunge führt.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Verriegelungszunge in der Verriegelungsstellung in einer Kontaktebene mit dem Rahmen der Tür in Kontakt gerät und diesen hintergreift. Der Kompressionsschuh kann ferner eine gegenüber der Kontaktebene der Verriegelungszunge zurückversetzte Anlaufkante aufweisen. Diese zurückversetzte Anlaufkante kann die Kompressionsfläche begrenzen. Beim Überführen der Verriegelungszunge von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung kann der Rahmen der Tür hinter der Verriegelungsebene der Verriegelungszunge mit dem Kompressionsschuh in Kontakt kommen und dann kann der Kompressionsschuh durch eine Drehbewegung in die Verriegelungsstellung in einer Kompressionsverriegelungsebene an dem Rahmen der Tür anliegen. Der Abstand der Kompressionsverriegelungsebene zur Kontaktebene kann kleiner sein als der Abstand der Kompressionsverriegelungsebene zur Anlaufkante des Kompressionsschuhs. Auf diese Weise kann eine Erhöhung des Anpresswertes des Kompressionsschuhs gegenüber der Verriegelungszunge ohne Kompressionsschuh erreicht werden. Der Kompressionswert einer Verriegelungszunge ohne Kompressionsschuh ergibt sich auch dem Abstand der Kontaktebene der Verriegelungszunge zur Verriegelungsebene der Verriegelungszunge. Denn dies ist der maximale Weg, den das Türblatt beim Bewegen der Verriegelungszunge von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung in Richtung der Türdichtung bewegt werden kann. Der Kompressionswert des Kompressionsschuhs bzw. einer Verriegelungszunge mit Kompressionsschuh ergibt sich entsprechend aus der Kontaktebene des Kompressionsschuhs bzw. der Anlaufkante und der Kompressionsverriegelungsebene .
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Der Kompressionsschuh kann eine insbesondere ebene Grundfläche aufweisen und bei der Anlaufkante kann es sich um die Kante zwischen Grundfläche und Kompressionsfläche handeln. Die Grundfläche spielt bei der Verriegelung der Tür bzw. bei der Kompression keine weitere Rolle. Die Grundfläche kann der Gleitfläche gegenüberliegen.
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Weiterhin ist es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Kompressionsschuh aus einem weicheren Material als die Verriegelungszunge, insbesondere aus Kunststoff, hergestellt ist. Die Verriegelungszunge kann aus einer Gusslegierung, insbesondere einer Zinkdruckgusslegierung, hergestellt sein. Eine derartige Legierung ermöglicht eine einfache und kostengünstige Massenfertigung der Verriegelungszunge, beispielsweise in einem Druckgussverfahren. Weiterhin ist es aber auch möglich, dass die Verriegelungszunge aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt ist. Entsprechende Edelstahlzungen haben sich, insbesondere im Hinblick auf die Stabilität, als vorteilhaft herausgestellt und können, auch bei hohen Beanspruchungen, wie sie beispielsweise bei hohen Anpressdrücken vorkommen, langfristig eingesetzt werden.
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Im Hinblick auf den Herstellungsprozess des Kompressionsschuhs hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn dieser als Spritzgussteil ausgestaltet ist. Dies ermöglicht eine einfache und preisgünstige Serienfertigung des entsprechenden Kompressionsschuhs. Da derselbe Kompressionsschuh für Verriegelungszungen in unterschiedlichen Montagpositionen verwendet werden kann, ist es insofern auch nicht mehr erforderlich, ein Spritzgussverfahren für mehrere Kompressionsschuhe bereitzustellen, was insbesondere die Kosten der Herstellungswerkzeuge verringert.
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Ferner kann der Kompressionsschuh als Hohlkörper mit mehreren Versteifungselementen ausgestaltet sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht sowohl ein geringes Gewicht des Kompressionsschuhs, gleichzeitig aber auch eine ausreichende Festigkeit. Weiterhin führt eine entsprechende Ausgestaltung als Hohlkörper auch zu geringen Fertigungskosten. Die Grundfläche kann somit als offene Grundfläche ausgestaltet sein. Im Inneren des Kompressionsschuhs können Versteifungsrippen vorgesehen sein, die die Festigkeit des Kompressionsschuhs bei geringem Gewicht erhöhen.
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Weiterhin hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verriegelungszunge einen Verbindungsbereich mit mehreren, insbesondere sechs, Mitnehmeraufnahmen aufweist, die wahlweise mit einem Mitnehmer zur Verbindung mit einer Anschlussstange bestückbar sind. Diese Ausgestaltung ermöglicht, dass durch die Drehung der Verriegelungszunge die Tür an auch noch weiteren Punkten verriegelt werden kann. Die Anschlussstange kann als Verschlussstange ausgestaltet sein, um beispielsweise den Rahmen der Tür an noch weiteren Punkten zu hintergreifen oder in diesen einzugreifen. Die Anschlussstange kann auch als Betätigungsstange ausgestaltet sein und mit weiteren Verriegelungszungen und/oder weiteren Betätigungselementen verbunden sein, die sich dann bei einer Bewegung der Verriegelungszunge entsprechend ebenfalls bewegen. Dies ermöglicht, dass eine Tür über eine Mehrpunktverriegelung verriegelt werden kann, zur Verriegelung oder Entriegelung jedoch nur ein einziges Betätigungselement betätigt werden muss. Die Verriegelungszunge kann mit so vielen Anschlussstangen, also Verschlussstangen und/oder Betätigungsstangen, verbunden werden, wie Mitnehmeraufnahmen vorhanden sind. Auch eine gleichzeitige Verwendung von Anschlussstangen und Betätigungsstangen ist möglich.
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Um die Mitnehmer mit den Mitnehmeraufnahmen zu verbinden, können die Mitnehmer in die Mitnehmeraufnahmen eingesteckt und dann mit dem Mitnehmeraufnahmen verbunden, insbesondere vertaumelt werden. Dadurch kann eine unlösbare Verbindung zwischen den Mitnehmern und den Mitnehmeraufnahmen entstehen. Alternativ ist es aber auch möglich, die Mitnehmer mit der Verriegelungszunge zu verkleben oder ggf. auch zu verlöten oder zu verschweißen. Weiterhin ist aber auch eine lösbare Verbindung von Mitnehmer und Mitnehmeraufnahme möglich. Ferner ist es auch möglich, dass der Verbindungsbereich der Verriegelungszunge einstückig mit den Mitnehmern verbunden ist, beispielsweise können die Mitnehmer an den Verriegelungsbereich angeformt sein. Dies hat allerdings den Nachteil, dass es dann nicht mehr möglich ist, je nach den geforderten Anforderungen einen bestimmten Mitnehmer bzw. einen Mitnehmertyp auszuwählen. Bestücken umfasst alle diese verschiedenen Möglichkeiten.
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Vorteilhaft ist es, wenn die Mitnehmeraufnahmen im Montagebereich der Verriegelungszunge angeordnet sind, insbesondere um die Montagebohrung herum. Der Verbindungsbereich kann insofern Teil des Montagebereichs der Verriegelungszunge oder mit diesem verbunden sein. Weiterhin kann der Verbindungsbereich plattenförmig ausgestaltet sein.
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Im Hinblick auf die Ausgestaltung der Mitnehmer hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese als Hammerkopfmitnehmer oder als Zylinderkopfmitnehmer ausgestaltet sind. Je nach Anforderung kann einer dieser verschiedenen Mitnehmertypen ausgewählt und mit der entsprechenden Mitnehmeraufnahme der Verriegelungszunge verbunden werden. Die Mitnehmeraufnahmen sind somit in vorteilhafter Weise derart ausgestaltet, dass diese wahlweise sowohl mit einem Hammerkopfmitnehmer als auch mit einem Zylinderkopfmitnehmer bestückt werden können.
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Um eine Anschlussstange mit einem Mitnehmer zu verbinden, kann diese beispielsweise in den Mitnehmer eingehängt werden. Dies ist insbesondere sehr einfach möglich, wenn der entsprechende Mitnehmer als Hammerkopfmitnehmer ausgestaltet ist. Die Anschlussstange kann dann ohne den Einsatz von Werkzeug in diesen eingehängt werden. Wenn der Mitnehmer als Zylinderkopfmitnehmer ausgestaltet ist, kann die Anschlussstange, beispielsweise über einen Sicherungsring, mit dem Zylinderkopfmitnehmer verbunden werden. Der Zylinderkopfmitnehmer kann eine Radialnut aufweisen, in den der Sicherungsring eingreifen kann. Der Sicherungsring kann in axialer Richtung auf den Zylinderkopfmitnehmer aufgedrückt, insbesondere aufgeklipst, werden oder er kann nach Art eines Sprengrings radial in die Radialnut eingeschoben werden. Die Anschlussstange kann eine Bohrung aufweisen, durch die der Zylinderkopfmitnehmer hindurchgesteckt werden kann. Über einen Sprengring kann die Anschlussstange dann in axialer Richtung auf dem Mitnehmer gesichert werden.
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Wenn der Mitnehmer als Hammerkopfmitnehmer ausgestaltet ist, ist die Verriegelungszunge vorteilhaft nur soweit drehbar, dass sich die Anschlussstange bei einer Drehbewegung der Verriegelungszunge nicht selbstständig von dem Hammerkopfmitnehmer lösen kann. Eine weitergehende Bewegung kann durch den Anschlag unterbunden werden. Dies ermöglicht eine einfache Verbindung der Anschlussstange ohne Werkzeug. Denn zur Verbindung muss die Anschlussstange einfach nur in den Hammerkopfmitnehmer eingehängt werden. Eine weitere Sicherung ist aufgrund der Begrenzung der Bewegung der Verschlussstange nicht erforderlich. Zur Verbindung der Anschlussstage mit dem Hammerkopfmitnehmer kann die Anschlussstange eine entsprechende Hammerkopfaufnahme aufweisen. Bei der Verbindung kann die Anschlussstange zunächst derart gegenüber der Verriegelungszunge bzw. gegenüber dem Mitnehmer verdreht werden, bis der Hammerkopfmitnehmer mit der Hammerkopfaufnahme der Anschlussstange fluchtet. Dann kann die Anschlussstange auf den Hammerkopfmitnehmer aufgesteckt werden. Wenn die Anschlussstange aufgesteckt ist, kann diese frei gegenüber der Verriegelungszunge drehbar sein. Die Anschlussstange ist in axialer Richtung durch den Hammerkopf des Mitnehmers auf diesem gesichert und kann nur in einer oder in mehreren vordefinieren Stellungen in axialer Richtung bewegt und wieder von dem Hammerkopfmitnehmer abgezogen werden. Dies ist abhängig von der Anzahl der vorspringenden Nasen der Hammerköpfe. Als vorteilhaft haben sich Hammerkopfmitnehmer mit zwei gegenüberliegenden Nasen und entsprechend mit zwei Ausnehmungen versehende Hammerkopfaufnahmen erwiesen. Die Stellung, in welcher die Anschlussstange in axialer Richtung gegenüber dem Hammerkopfmitnehmer bewegbar ist, wird bei einer Bewegung der Verriegelungszunge nicht erreicht.
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In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zumindest zwei Mitnehmeraufnahmen bzw. Mitnehmer zur Erreichung unterschiedlicher Anschlussstangenhübe unterschiedliche Abstände zur Verriegelungsachse aufweisen. Je größer der Abstand der Mitnehmeraufnahmen bzw. der entsprechenden Mitnehmer von der Verriegelungsachse bzw. von der Montagebohrung ist, desto größer ist die Bewegung der Mitnehmeraufnahme bzw. des Mitnehmers bei einer Bewegung der Verriegelungszunge zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung. In Abhängigkeit der Hubanforderungen der Anschlussstange kann demnach eine entsprechende Mitnehmeraufnahme ausgewählt werden. Ein größerer Hub kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn die Anschlussstange als Verschlussstange ausgestaltet ist und selbst in den Rahmen oder hinter den Rahmen der Tür eingreifen soll. Denn um die Tür zuverlässig an mehreren Stellen zu verriegeln, ist es erforderlich, dass die entsprechende Verschlussstange sich ein bestimmtes Mindestmaß in oder hinter den Rahmen bewegt.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Mitnehmeraufnahmen sowohl oberhalb als auch unterhalb der Verriegelungsachse angeordnet sind. Dies ermöglicht eine große Variabilität im Hinblick auf die Verwendung der Anschlussstangen. Wenn sechs Mitnehmeraufnahmen vorgesehen sind, ist es vorteilhaft, wenn diese in zwei Reihen zu jeweils drei Mitnehmeraufnahmen oberhalb und unterhalb der Verriegelungsachse angeordnet sind. Die äußeren vier Mitnehmeraufnahmen können dann einen größeren Abstand zu der Verriegelungsachse aufweisen als die mittleren beiden Mitnehmeraufnahmen. Bei der Verbindung einer oder mehrerer Anschlussstangen kann dann abhängig von den Anforderungen einer der verschiedenen Mitnehmeraufnahmen zur Verbindung ausgewählt werden.
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Im Hinblick auf die Verriegelungszunge hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese aus einer Gusslegierung, insbesondere einer Zinkdruckgusslegierung, hergestellt ist. Eine derartige Legierung ermöglicht eine einfache und kostengünstige Massenfertigung der Verriegelungszunge, beispielsweise in einem Druckgussverfahren.
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Weiterhin ist es aber auch möglich, dass die Verriegelungszunge aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt ist. Entsprechende Edelstahlzungen haben sich insbesondere im Hinblick auf die Stabilität als vorteilhaft herausgestellt und können, auch bei hohen Beanspruchungen, wie sie beispielsweise bei hohen Anpressdrücken vorkommen, langfristig eingesetzt werden.
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Im Hinblick auf die eingangs genannte Aufgabe wird ferner ein Verfahren zur Verriegelung einer Tür mit einem Verschluss vorgeschlagen, wobei der Verschluss in der vorstehend beschriebenen Weise ausgestaltet ist. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Verriegelungszunge wahlweise in einer von zwei verschiedenen Montagepositionen auf der Betätigungswelle angeordnet wird und der Anschlag als Anschlagsadapter zur Adaption an die Montageposition mit der Verriegelungszunge verbunden wird.
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Weiterhin wird im Hinblick auf das Verfahren vorgeschlagen, dass der Anschlag, unabhängig von der Montageposition der Verriegelungszunge, auf der Betätigungswelle angeordnet wird und der Anschlag und die Verriegelungszunge über ein Befestigungselement auf der Betätigungswelle angeordnet werden. Um die Montageposition der Verriegelungszunge zu ändern, kann der Anschlag zunächst von der Verriegelungszunge gelöst werden. Dann kann die Verriegelungszunge in einer entsprechenden anderen Montageposition montiert bzw. verwendet und der Anschlag kann dann wieder mit der Verriegelungszunge verbunden werden.
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Weiterhin wird im Hinblick auf die eingangs genannte Aufgabe eine Tür mit einem Verschluss vorgeschlagen, der in der vorstehend beschriebenen Weise ausgestaltet ist. Vorteilhaft ist es, wenn der Verschluss bzw. wenn die Verriegelungszunge an dem Türblatt angeordnet sind. Gleichwohl ist es aber auch möglich, dass der Verschluss und die Verriegelungszunge am Türrahmen angeordnet sind und die Verriegelungszunge in der Verriegelungsstellung das Türblatt hintergreift bzw. in das Türblatt eingreift. Auch bei dieser umgekehrten Anordnung wird erreicht, dass die Tür in der Verriegelungsstellung zuverlässig verriegelt werden kann. Wenngleich vorstehend nur der Fall beschrieben wurde, dass der Verschluss an dem Türblatt angeordnet ist, gelten die beschriebenen Merkmale mutatis mutandis auch für eine Anordnung des Verschlusses am Rahmen der Tür.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nachfolgend unter Zuhilfenahme der in den Figuren gezeigten exemplarischen Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Dahin zeigen:
- 1 einen Türbeschlag mit einem Verschluss in einer perspektivischen Ansicht;
- 2a-c verschiedene perspektivische Ansichten einer Verriegelungszunge in einer Ausgestaltung mit einem Anschlag;
- 3a, b zwei Seitenansichten der Verriegelungszunge in verschiedenen Montagestellungen;
- 4 verschiedene perspektivische Ansichten einer Verriegelungszunge in einer zweiten Ausgestaltung mit einem Anschlag;
- 5 verschiedene perspektivische Ansichten einer Verriegelungszunge in einer dritten Ausgestaltung mit einem Anschlag;
- 6 verschiedene perspektivische Ansichten von Verriegelungszungen mit verschiedenen Kompressionsschuhen;
- 7 perspektivische Ansichten einer Verriegelungszunge mit einem Kompressionsschuh;
- 8 verschiedene perspektivische Ansichten eines Kompressionsschuhs;
- 9 verschiedene perspektivische Ansichten eines Kompressionsschuhs in einer anderen Ausgestaltung;
- 10a-c schematische Schnittansichten durch verschiedene Verriegelungszunge mit verschiedenen Kompressionsschuhen;
- 11 perspektivische Ansichten eines Verschlusses mit einer einen Verbindungsbereich aufweisenden Verriegelungszunge;
- 12 perspektivische Ansichten einer Verriegelungszunge mit einem sechs Mitnehmeraufnahmen aufweisenden Verbindungsbereich;
- 13a, b perspektivische Ansichten der Verriegelungszunge gemäß 11 mit einem Hammerkopfmitnehmer;
- 14a, b perspektivische Ansichten eines Verschlusses mit verschiedenen Anschlussstangen.
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In der Darstellung der 1 ist ein Türbeschlag 20 mit einem Verschluss 1 in einer perspektivischen Ansicht aus Richtung des mit einer Tür zu verschließenden Raumes gezeigt. Der Türbeschlag 20 weist eine auf der Außenseite des Türblatts anordbare Mulde und einen an der Mulde angeordneten Schwenkgriff auf, der jedoch in der 1 nicht zu erkennen ist.
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Der Verschluss 1 dient dazu, die Tür in der geschlossenen Stellung zu verriegeln, so dass das Türblatt dann gegenüber einem Türrahmen festgelegt ist und dir Tür nicht mehr geöffnet werden kann. Der Verschluss 1 weist dafür eine Verriegelungszunge 2 auf, die um eine Verriegelungsachse V zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung hin und her drehbar ist. In der Darstellung der 1 ist die Verriegelungsstellung zu erkennen, da die Verriegelungszunge 2 steht seitlich gegenüber der Mulde hervorsteht, so dass die Verriegelungszunge 2 in dieser Position den Rahmen der Tür hintergreifen kann. Um die Verriegelungszunge 2 in die Entriegelungsstellung zu überführen, muss der an der der Außenseite des Türblatts angeordnete Schwenkgriff gedreht werden. Der Schwenkgriff fungiert somit als Betätigungselement 4 und ist über eine in der 1 durch das Verschlussgehäuse 30 verdeckte Betätigungswelle 5 mit der Verriegelungszunge 2 drehgekoppelt, so dass durch die Drehbewegung des Schwenkgriffes die Verriegelungszunge 2 um die Verriegelungsachse V hin und her gedreht werden kann.
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Um eine über die Verriegelungsstellung und die Entriegelungsstellung hinausgehende Drehbewegung der Verriegelungszunge 2 zu unterbilden, weist die Verriegelungszunge 2 einen Anschlag 3 auf, der in den beiden Endstellungen an einem Gegenanschlag anschlägt, so dass dann eine weitergehende Bewegung verhindert wird. Die genauere Ausgestaltung des Anschlags wird nachfolgend, insbesondere anhand der 2 bis 5, noch näher erläutert werden.
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In der Darstellung der 1 ist die mit dem Verschluss 1 zu verriegelnde Tür der besseren Übersichtlichkeit halber nicht mit dargestellt. Wie man sich aber vorstellen kann, befindet sich das Türblatt zwischen der Verrieglungszunge 2 und der Mulde.
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Um eine Anpassung für verschiedene Rahmenstärken bereitzustellen, kann die Verriegelungszunge 2 in zwei verschiedenen Montagepositionen M1, M2 verwendet werden, wobei die Verriegelungszunge 2 in einer Montageposition M1 für dickere Rahmen und in der anderen Montageposition M2 für schmalere Rahmen geeignet ist. Insofern ist es dann oft nicht mehr erforderlich, noch weitergehende Anpassungen an die Rahmenstärke vorzunehmen, und derselbe Verschluss 1 kann zur Verriegelung verschiedener Türen verwendet werden.
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Jeder Montageposition M1, M2 ist eine verschiedene Verriegelungsebene V1, V2 zugeordnet, die insoweit ein unterschiedliches Schließbild erzeugt. Die Ausgestaltung der Verriegelungszunge 2 und die damit einhergehenden verschiedenen Montagepositionen M1, M2 sollen nun nachfolgend anhand der 2 bis 5 näher erläutert werden.
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Wie dies bspw. in der 2c zu erkennen ist, ist die Verriegelungszunge 2 nicht gerade ausgestaltet, sondern diese weist eine Kröpfung bzw. einen Versatz auf. Die Verriegelungszunge 2 besteht somit aus zwei Bereichen, nämlich einem Verriegelungsbereich 2.1, der in der Verriegelungsstellung den Rahmen der Tür hintergreifen kann und einen Montagebereich 2.2, über den die Verriegelungszunge 2 auf der Betätigungswelle 5 angeordnet werden kann. Wie dies weiterhin zu erkennen ist, ist der Verriegelungsbereich 2.1 gegenüber dem Montagebereich 2.2 in Richtung der Verriegelungsachse versetzt angeordnet, woraus dann in Abhängigkeit davon, wie die Verriegelungszunge 2 auf der Betätigungswelle 5 montiert wird, die beiden verschiedenen Montagepositionen M1, M2 resultieren.
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Die beiden Montagepositionen M1, M2 sind in der Seitenansicht der 3a und 3b gegenübergestellt. Der Verbindungsbereich 2.2 der Verriegelungszunge 2 befindet sich in den Figuren auf derselben Höhe, so dass die Unterschiede der beiden Verriegelungsebenen V1, V2 deutlich werden. In der ersten Montageposition M1 liegt die erste Verriegelungsebene V1 deutlich weiter von der nicht dargestellten Türblattinnenseite entfernt als dies in der zweiten Montageposition M2 der Fall ist. Demnach eignet sich eine Anordnung der Verriegelungszunge 2 auf der Betätigungswelle 5 in der ersten Montageposition M1 auch für dickere Rahmen und eine Montage in der zweiten Montageposition M2 für schmalere Rahmen.
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Die beiden Montagepositionen M1, M2 unterscheiden sich demnach dadurch, in welcher Ausrichtung die Verriegelungszunge 2 auf der Betätigungswelle 5 montiert ist. In der 4 ist eine Verriegelungszunge 2 in einer etwas anderen Ausgestaltung als in der 2 dargestellt, die sich jedoch hinsichtlich ihrer grundlegenden Funktionen nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Um die Montageposition M1, M2 der Verriegelungszunge 2 zu ändern, muss diese zunächst von der Betätigungswelle 5 entfernt werden. Wenn das als Schraube ausgestaltete Befestigungselement 6, welches bspw. in der 1 zu erkennen ist, gelöst wurde, kann die Verriegelungszunge 2 in Richtung der Verriegelungsachse V von der Betätigungswelle 5 abgezogen werden. Danach wird dann die Verriegelungszunge 2 um 180 Grad um eine Montageachse M gedreht, die ebenfalls in der 4 dargestellt ist. Die Montageachse M ist senkrecht zur der Verriegelungsachse V ausgerichtet und verläuft parallel zu der Oberfläche des Türblatts. Wenn die Verriegelungszunge 2, ausgehend von der linken Darstellung in der 4, entsprechend gedreht wurde, befindet sie sich in der Stellung, die in der rechten Darstellung der 4 gezeigt ist. Die Verriegelungszunge 2 kann dann in dieser Stellung wieder auf die Betätigungswelle 5 aufgeschoben und anschließend in axialer Richtung wieder über das Befestigungselement 6 auf der Betätigungswelle 5 gesichert werden.
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Aufgrund der verschiedenen Montagepositionen M1, M2 weist die Verriegelungszunge 2 somit auch zwei verschiedene und sich gegenüberliegende Verriegelungsflächen 2.11, 2.12 auf. Jeder Verriegelungsfläche 2.11, 2.12 ist eine Verriegelungsebene V1, V2 zugeordnet, so wie dies in den 3a und 3b zu erkennen ist. Demnach liegt dann auch abhängig von der Montageposition M1, M2 in der Verriegelungsstellung entweder die Verriegelungsfläche 2.11 oder die Verriegelungsfläche 2.12 am Rahmen der Tür an.
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Damit die Verriegelungszunge 2 wie beschrieben auf die Betätigungswelle 5 aufgeschoben werden kann, weist die Verrieglungszunge 2 eine Montagebohrung 2.6 auf, die eine viereckige Form aufweist, so wie dies bspw. in den 2, 4 und 5 zu erkennen ist. Die Betätigungswelle 5 weist eine korrespondierend ausgestaltete viereckige Form auf und ist als Vierkantstab ausgestaltet, so dass die Verrieglungszunge 2 mit der Betätigungswelle 5 drehgekoppelt verbunden ist. Wenn die Betätigungswelle 5 dann über das Betätigungselement 4 gedreht wird, dreht sich die Verriegelungszunge 2 entsprechend mit. Die Betätigungswelle 5 weist ferner ein Gewinde auf, so dass das Befestigungselement 6 zur axialen Sicherung der Verriegelungszunge 2 auf die Betätigungswelle 5 aufgeschraubt werden kann.
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Wie dies weiterhin in den 2 bis 5 zu erkennen ist, ist der Anschlag 3 nicht fest mit der Verriegelungszunge 2 verbunden, sondern dieser ist als Steckanschlag ausgeschaltet und kann durch die Verriegelungszunge 2 hindurchgesteckt werden. Der Anschlag 3 fungiert als Anschlagsadapter und ist insofern unabhängig von der Verriegelungszunge 2 und damit auch unabhängig davon, in welcher Montagegestellung M1, M2 die Verriegelungszunge 2 verwendet wird.
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In konstruktiver Hinsicht besteht der Anschlag 3 im Wesentlichen aus zwei Bereichen, nämlich einem bolzenförmigen Anschlagbereich 3.1 und einem Montagebereich 3.2, über den der Anschlag 3 ganz analog wie auch die Verriegelungszunge 2 auf der Betätigungswelle 5 angeordnet werden kann. Die Verriegelungszunge 2 weist eine Anschlagaufnahme 2.3 auf, die in konstruktiver Hinsicht an die Ausgestaltung des Anschlagbereichs 3.1 angepasst ist, so dass der Anschlag 3 bzw. der Anschlagbereich 3.1 von hinten durch die Anschlagaufnahme 2.3 hindurchgesteckt werden kann. Der Anschlagbereich 3.1 steht dann in der verbundenen bzw. eingesteckten Stellung über der Verriegelungszunge 2 bzw. über dem Montagebereich 2.2 der Verriegelungszunge 2 hervor, so wie dies in der 3a und 3b zu erkennen ist. Wird die Verriegelungszunge 2 um die Verriegelungsachse V gedreht, so dreht sich auch der Anschlag 3 entsprechend mit, bis dieser an einem nicht näher dargestellten Gegenanschlag anschlägt und so eine weitergehende Bewegung der Verriegelungszunge 2 verhindert.
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Der Montagebereich 3.2 des Anschlags 3 weist genauso wie auch der Montagebereich 2.2 der Verriegelungszunge 2 eine viereckige Bohrung auf, so dass auch der Anschlag 3 mit der Betätigungswelle 5 drehgekoppelt verbunden werden kann. Bei der Montage wird zunächst die Verriegelungszunge 2 auf die Betätigungswelle 5 geschoben. Dann wird in einem nächsten Schritt der Anschlag 3 ebenfalls auf die Betätigungswelle 5 geschoben und zwar derart, dass gleichzeitig auch der Anschlagbereich 3.1 durch die Anschlagaufnahme 2.5 gesteckt wird. Wenn der Anschlag 3 bzw. der Montagebereich 3.2 des Anschlags 3 dann an dem Montagebereich 2.2 der Verriegelungszunge 2 anliegt, können beide Elemente durch das Befestigungselement 6 in axialer Richtung gemeinsam auf der Betätigungswelle 5 gesichert werden.
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Wenn die Montageposition M1, M2 der Verriegelungszunge 2 geändert werden soll, müssen sowohl die Verriegelungszunge 2 als auch der Anschlag 3 zunächst wieder von der Betätigungswelle 5 entfernt werden. Da sowohl der Anschlagbereich 3.1 als auch die Anschlagaufnahme 2.3 symmetrisch ausgestaltet sind, spielt es für die Montage des Anschlags 3 keine Rolle, ob sich die Verriegelungszunge 2 in der ersten oder in der zweiten Montageposition M1, M2, befindet. Nachdem dann die Montageposition M1, M2 der Verriegelungszunge 2 geändert wurde, kann der Anschlag 3 danach in derselben Ausrichtung wieder auf der Betätigungswelle 5 aufgeschoben werden. Bei einer Änderung der Montageposition M1, M2 ändert sich insoweit dann nur die Ausrichtung der Verriegelungszunge 2, nicht jedoch die des Anschlags 3.
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Wenngleich die verschiedenen Montagepositionen M1, M2 vorstehend in erster Linie im Hinblick auf den Ausgleich verschiedener Rahmenstärken beschrieben wurden, so können durch die verschiedenen Montagepositionen M1, M2 jedoch nicht nur Rahmenstärken ausgeglichen und kompensiert werden, sondern es ist auch möglich, durch die verschiedenen Montagepositionen M1, M2 verschiedene Anpressdrücke zu erreichen. Wenngleich der Abstand der Verriegelungsebenen V1, V2 in der 3a und 3b in den beiden Montagepositionen M1, M2 vergleichsweise groß dargestellt ist, so kann aber, bspw. bei einem weniger stark ausgeprägten Versatz des Verriegelungsbereichs 2.1 gegenüber dem Montagebereich 2.2, in den verschiedenen Montagepositionen M1, M2 die zwischen dem Rahmen und dem Türblattangeordnete Türdichtung unterschiedlich stark komprimiert werden. In der 3 ist zu erkennen, dass eine entsprechende Türdichtung bei konstanter Rahmenstärke in der zweiten Montageposition M2 deutlich stärker komprimiert werden würde als in der ersten Montageposition M1. Durch die Montage der Verriegelungszunge 2 in der zweiten Montageposition M2 kann somit bspw. die Türdichtung in der verriegelten Stellung stärker gestaucht werden als in der ersten Montageposition M1. Dies kann dann zwar auf der einen Seite dazu führen, dass die Tür sich nur vergleichsweise schwergängig schließen und verriegeln lässt, auf der anderen Seite kann dadurch jedoch die Dichtigkeit zwischen dem Innenraum und dem Außenraum ggf. zuverlässiger verhindert werden, als dies in der ersten Montageposition M2 der Fall wäre.
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Nachfolgend soll nun anhand der 11 bis 14 ein weiterer Aspekt der Erfindung beschrieben werden. Wie dies in der 11 und 12 zu erkennen ist, kann der Montagebereich 2.2 der Verriegelungszunge 2 mehrere Mitnehmeraufnahmen 2.5 aufweisen, die mit verschiedenen Mitnehmern 9 bestückt werden können. In der 11 ist bspw. eine Verriegelungszunge 2 mit zwei Mitnehmern 9 gezeigt und in der 12 eine Verriegelungszunge 2, die sechs Mitnehmeraufnahmen 2.5 aufweist und daher insgesamt mit sechs Mitnehmern bestückt werden kann.
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Bei einer Drehung der Verriegelungszunge 2 um die Verriegelungsachse V wird nicht nur der Verriegelungsbereich 2.1 der Verriegelungszunge 2 bewegt, sondern auch der Montagebereich 2.2 wird entsprechend um die Verriegelungsachse V gedreht. Durch die Mitnehmer 9 lässt sich diese Bewegung nun weitergehend nutzen, beispielsweise um damit weitere Verriegelungszungen 2 zu bewegen. Denn über die Mitnehmer 9 kann die Verriegelungszunge 2 bzw. der entsprechende Verbindungsbereich 2.4 der Verriegelungszunge 2, in welchem die Mitnehmeraufnahmen 2.5 angeordnet sind, mit einer Anschlussstange 8 verbunden werden, so wie dies in den 14a und 14b zu erkennen ist. Bei der Ausgestaltung gemäß 14b ist die Verriegelungszunge 2 mit zwei als flache Verriegelungsstangen ausgebildete Anschlussstangen 8 verbunden. Bei einer Bewegung der Verriegelungszunge 2 von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung wird die obere Verriegelungsstange dann nach oben und die untere Verriegelungsstange nach unten bewegt. Die Verriegelungsstangen können kann den Rahmen der Tür an weiteren Stellen hintergreifen, so dass sich eine Mehrpunktverriegelung der Tür ergibt. Eine solche Mehrpunktverriegelung hat sich sowohl bei großen Türen als auch bei Türen, die hohen Anforderungen an die Dichtigkeit unterliegen, bewährt, da durch die mehreren Verriegelungspunkte die Türdichtung ringsherum zuverlässig angedrückt werden kann.
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In der 14a ist die Anschlussstange 8 als Betätigungsstange ausgestaltet. Die Betätigungsstange kann mit weiteren Verriegelungszungen verbunden werden, die sich dann bei einer Bewegung der gezeigten Verriegelungszunge 2 dann entsprechend mitbewegen können. Insofern können dann über nur ein einziges Betätigungselement 5 gleichzeitig auch mehrere Verriegelungszungen 2 betätigt und um deren jeweilige Verriegelungsachsen V zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung hin und her gedreht werden. Durch die Anschlussstange 8 ist es insofern möglich, das Betätigungselement 5 in gut erreichbare Bereiche der Tür bzw. des Türblatts zu verlegen, so dass die Tür aber dann unabhängig von der Position des Betätigungselements 5 an mehreren Punkten verriegelt werden kann.
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Wenngleich in den 14a und 14b nur jeweils ein Anschlussstangentyp 8 gezeigt ist, können natürlich die Verschlussstangen und Betätigungsstangen auch gemischt werden. Auch ist es bspw. möglich, mehr als nur zwei Anschlussstangen 8 mit der Verriegelungszunge 2 zu verbinden, abhängig davon, mit wie vielen Mitnehmern 9 die Verriegelungszunge 2 bestückt werden kann.
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Die Verbindung der Anschlussstangen 8 mit der Verriegelungszunge 2 soll nun insbesondere anhand der 12 näher beschrieben werden. Die Verriegelungszunge 2 weist bei der Ausgestaltung gemäß 12 einen plattenförmigen Verbindungsbereich 2.4 mit sechs Mitnehmeraufnahmen 2.5 auf, in die jeweils ein Mitnehmer 9 eingesteckt werden kann. Um die Mitnehmer 9 sicher mit der Verriegelungszunge 2 zu verbinden, werden die in die Mitnehmeraufnahmen 2.5 eingesteckten Mitnehmer 9 vertaumelt, so dass eine feste Verbindung zwischen den Mitnehmern 8 und der Verriegelungszunge 2 entsteht.
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Wie dies weiterhin zu erkennen ist, sind zwei verschiedene Mitnehmertypen vorgesehen, nämlich Hammerkopfmitnehmer 9.1, die jeweils zwei radial vorspringende Nasen aufweisen und Zylinderkopfmitnehmer 9.2, die einen zylinderförmigen Köpf und eine umlaufende Radialnut aufweisen. Die vier äußeren Mitnehmeraufnahmen 2.5 können aufgrund deren Ausgestaltung sowohl mit einem Hammerkopfmitnehmer 9.1 als auch mit einem Zylinderkopfmitnehmer 9.2 verbunden werden, wohingegen die beiden mittleren Mitnehmeraufnahmen 2.5 aufgrund deren zylinderförmigen Ausgestaltung nur mit einem Zylinderkopfmitnehmer 9.2 bestückt werden können.
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Die Zylinderkopfmitnehmer 9.2 können durch die Mitnehmeraufnahmen 2.5 hindurchgesteckt und dann mit diesen verbunden, insbesondere vertaumelt, werden. In einem nächsten Schritt kann dann eine Anschlussstange 8 auf den gegenüber der Verriegelungszunge 2 hervorstehenden Teil der Mitnehmer 9 aufgesteckt werden. Zuletzt kann dann auf den Zylinderkopfmitnehmer 9.2 ein Sicherungsring aufgesteckt werden, der in die Radialnut eingreifen kann und der die Anschlussstange 8 so in axialer Richtung auf dem Zylinderkopfmitnehmer 9.2 sichert. Ein Zylinderkopfmitnehmer 9.2 mit aufgestecktem Sicherungsring, allerdings ohne Anschlussstange, ist bspw. in der 11 zu erkennen.
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Der Hammerkopfmitnehmer 9.1 bietet gegenüber dem Zylinderkopfmitnehmer 9.2 den Vorteil, dass dieser keine zusätzliche Sicherung benötigt. Der Hammerkopfmitnehmer 9.1 wird zunächst teilweise in die entsprechende Mitnehmeraufnahme 2.5 eingesteckt, dann um 90 Grad gedreht und dann in die Mitnehmeraufnahme 2.5 gedrückt, so dass die beiden in der 13a zu erkennenden oberen Flügel in die beiden radialen Ausnehmungen der Mitnehmeraufnahmen 2.5 eingreifen. Der Hammerkopfmitnehmer 9.1 befindet sich dann in der Position, die unten in der 13b dargestellt ist und lässt sich in der Mitnehmeraufnahme 2.5 aufgrund der Flügel nicht mehr drehen. In einem nächsten Schritt wird der Hammerkopfmitnehmer 9.1 dann mit der Verriegelungszunge 2 vertaumelt, so dass eine stabile Verbindung entsteht.
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Um die Anschlussstange 8 mit dem Hammerkopfmitnehmer 9.1 zu verbinden, weist diese eine analog zu den Mitnehmeraufnahmen 2.5, die zur Verbindung mit einem Hammerkopfmitnehmer 9.1 geeignet sind, ausgestaltete Aufnahme auf. Die Anschlussstange 8 lässt sich so in einer bestimmten Stellung über den Hammerkopfmitnehmer 9.1 schieben und in den Hammerkopfmitnehmer 9.1 einhängen. Wie dies in der 14b zu erkennen ist, sind die beiden Nasen des Hammerkopfmitnehmers 9.1 dabei derart ausgerichtet, dass sich die Anschlussstange 8 bei einer Bewegung der Verriegelungszunge 2 zwischen der Verriegelungsstellung und der Entriegelungsstellung nicht wieder selbstständig von dem Hammerkopfmitnehmer 9.1 lösen kann. Ausgehend von der in der 14 gezeigten Verriegelungsstellung muss die Verriegelungszunge 2 entgegen dem Uhrzeigersinn um ca. 90 Grad nach oben gedreht werden, um die Tür wieder öffnen zu können. Bei dieser Drehung bewegen sich entsprechend auch die Hammerkopfmitnehmer 9.1 mit und drehen sich ebenfalls um die Verriegelungsachse V. Eine Drehung um 90 Grad genügt jedoch nicht, dass die Nasen des Hammerkopfmitnehmers 9.1 mit den Ausnehmungen der Aufnahme der Anschlussstange 8 fluchten und sich die Anschlussstange 8 in axialer Richtung von dem Hammerkopfmitnehmer 9.1 lösen könnte. Dafür wäre im Ausführungsbeispiel eine Drehung über 90 Grad erforderlich, die jedoch aufgrund des Anschlags 3 verhindert wird. Eine zusätzliche Sicherung ist bei den Hammerkopfmitnehmern 9.2 daher nicht erforderlich.
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Wie dies anhand der 12 ersichtlich ist, ist der Abstand der verschiedenen Mitnehmeraufnahmen 2.5 von der Verriegelungsachse V unterschiedlich groß. Demnach ist auch der Bewegungsweg der Mitnehmer 9 bzw. deren Hub bei einer Drehung der Verriegelungszunge 2 unterschiedlich groß. Wird die in der 12 dargestellte Verriegelungszunge 2 bspw. um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht, so bewegen sich die vier äußeren Mitnehmeraufnahmen 2.5 in der Höhe in etwa doppelt so weit wie die mittleren Mitnehmeraufnahmen 2.5. Die Verriegelungszunge 2 bietet insofern nicht nur die Möglichkeit, wahlweise verschiedene Mitnehmer 9 und verschiedene Anschlussstangen 8 zu verwenden, sondern durch die verschiedenen Abstände der Mitnehmeraufnahmen 2.5 von der Verriegelungsachse V kann auch der Hub der Anschlussstangen 8 variiert werden.
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Nachfolgend soll nun anhand der 6 bis 10 ein weiterer Aspekt der Erfindung beschrieben werden. Wie dies in der 6 zu erkennen ist, können auf die verschiedenen Verriegelungszungen 2 verschiedene Kompressionsschuhe 7 aufgesteckt werden. Diese Kompressionsschuhe 7 sorgen zum einen dafür, dass der Kompressionswert gegenüber einer Verriegelungszunge 2 ohne Kompressionsschuh 7 erhöht ist, indem sie im Grunde die Verriegelungsebenen V1, V2, in Richtung des Türblatts verschieben. Weiterhin sind die Kompressionsschuhe 7 aber auch aus einem weicheren Material als die Verriegelungszungen 2 hergestellt, so dass die Kompressionsschuhe 7 die Gleiteigenschaften der Verriegelungszunge 2 im oder am Rahmen der Tür verbessern. Demnach weisen die Kompressionsschuhe 7 auch eine Gleitfläche 7.1 auf, die bei einer Drehbewegung der Verriegelungszunge 2 am oder im Rahmen der Tür abgleitet.
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Die Kompressionsschuhe 7 sind, unabhängig von der Montageposition M1, M2 der Verriegelungszungen 2, mit diesen verbindbar, so dass für verschiedene Montagepositionen M1, M2 derselbe Kompressionsschuh 7 verwendet werden kann. Dies ist bspw. in der 7 zu erkennen. Um den Kompressionsschuh 7 mit der Verriegelungszunge 2 zu verbinden, muss der Kompressionsschuh 7 in Aufsteckrichtung AB auf die Verriegelungszunge 2 aufgeschoben werden. Um den Kompressionsschuh 7 wieder von der Verriegelungszunge 2 zu entfernen, kann dieser entgegen der Aufsteckrichtung AB, nämlich in Abziehrichtung AB, wieder von der Verriegelungszunge 2 abgezogen werden, ohne dass dafür ein Werkzeug benötigt werden würde.
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Um die Montageposition M1, M2 einer der auf der Betätigungswelle 5 angeordneten Verriegelungszunge 2 zu ändern, kann der Kompressionsschuh 7 zunächst in Abziehrichtung AB von der Verriegelungszunge 2 abgezogen werden. Die Verriegelungszunge 2 kann dann von der Betätigungswelle 5 entfernt werden, so wie dies vorstehend bereits beschrieben wurde. In einem nächsten Schritt kann dann die Verriegelungszunge 2 um die Montageachse M gedreht und anschließend in der entsprechend anderen Montageposition M1, M2 wieder auf der Betätigungswelle 5 angeordnet werden. Nach der Änderung Montageposition M1, M2 kann dann der Kompressionsschuh 7 in derselben Ausrichtung wieder auf die Verriegelungszunge 2 aufgesteckt werden.
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Die Möglichkeit, den Kompressionsschuh 7 in beiden Montagepositionen M1, M2 und damit unabhängig von der Ausrichtung der Verriegelungszunge 2 mit der Verriegelungszunge 2 zu verbinden, resultiert unter anderem aus der Ausgestaltung des Aufnahmebereichs 7.2 des Kompressionsschuhs 7, in dem die Verriegelungszunge 2 aufgenommen bzw. in den die Verriegelungszunge 2 eingesteckt werden kann. Denn der Aufnahmebereich 7.2 ist derart ausgestaltet, dass die Verriegelungszunge 2 in beiden Montagepositionen M1, M2 in den Aufnahmebereich 7.2 eingesteckt werden kann, ohne dass der Kompressionsschuh 7 dafür gedreht werden muss. Wie dies in den perspektivischen Ansichten der 8 und 9 ersichtlich ist, kann der Aufnahmebereich bspw. eine rechteckige Form aufweisen und symmetrisch ausgestaltet sein.
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Der Kompressionsschuh 7 ist in der aufgesteckten Stellung fest mit der Verriegelungszunge 2 verbunden, so dass sich dieser bei einer Bewegung nicht selbstständig von der Verriegelungszunge 2 lösen kann. Der Kompressionsschuh 7 weist dafür einen sich in Aufsteckrichtung AU erstreckenden Federarm 7.3 mit einer am Ende des Federarms 7.3 angeordneten Rastnase 7.4 auf, die beispielsweise in den 8 und 9 gut zu erkennen sind. Die Rastnase 7.4 ragt in den Aufnahmebereich 7.2 des Kompressionsschuhs 7 hinein, so dass die Rastnase 7.4 beim Aufstecken des Kompressionsschuhs 7 ausweichen muss. Die Rastnase 7.4 weist dafür eine entsprechend ausgestaltete Geometrie auf, so dass sich die Rastnase 7.4 beim Aufstecken nicht verkantet, sondern dass der Federarm 7.3 über die Rastnase 7.4 beim Aufstecken ausgelenkt wird.
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Aufgrund dieser Verformung des Federarms 7.3 wirkt diese auf die Rastnase 7.4 in Richtung des Aufnahmebereichs 7.2 bzw. in Richtung der Verriegelungszunge 2 wie eine vorspannte Feder. Die Verriegelungszunge 2 weist eine Gegenraste 2.7, bspw. in Form einer Vertiefung oder einer Erhöhung, auf, die die Rastnase 7.4 in der aufgesteckten Stellung hinterrasten kann, so dass der Kompressionsschuh 7 dann sicher auf der Verriegelungszunge 2 fixiert ist. Die Verriegelungszunge 2 kann auch eine Anlaufschräge 2.9 aufweisen, was das Aufstecken des Kompressionsschuhs 7 etwas erleichtert bzw. die zum Aufstecken benötigte Kraft etwas verringert. Eine solche Anlaufschräge ist bspw. in der 4 gezeigt.
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Um den Kompressionsschuh 7 von der Verriegelungszunge 2 zu lösen, kann dieser einfach in Abziehrichtung AB abgezogen werden. Dafür muss nur die Rastkraft der Rastnase 7.4 überwunden und der Federarm 7.3 so weit verformt werden, dass die Rastnase 7.4 die Gegenraste 2.7 überwindet. Ist die Gegenraste 2.7 einmal überwunden, kann der Kompressionsschuh 7 dann ohne weitere Anstrengungen abgezogen werden.
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Wie dies insbesondere anhand der 7 zu erkennen ist, ist der Kompressionsschuh 7 als Spritzgussteil ausgestaltet und kann eine offene Grundfläche 7 aufweisen. Die in der 7 erkennbaren Verstärkungsrippen dienen in erster Linie dazu, dass der Kompressionsschuh 7 eine ausreichende Festigkeit aufweist, jedoch aufgrund der zahlreichen Hohlräume gleichwohl auch sehr leicht ist. Auch in den 8 und 9 ist diese Leichtbauweise zu erkennen. Denn zwar weist der in diesen Figuren gezeigte Kompressionsschuh 7 keine offene Grundfläche 7 auf, es sind jedoch deutlich die Verstärkungsrippen und die Hohlräume zu erkennen.
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Nachfolgend soll nun anhand der 10a bis c die Kompressionswirkung des Kompressionsschuhs 7 näher beschrieben werden. In diesen Figuren sind verschiedene Verriegelungszungen 2 mit verschiedenen Kompressionsschuhen 7 in jeweils einer Schnittansicht dargestellt. Die 1a zeigt bspw. eine Verrieglungszunge 2 mit einem rechteckigen Verriegelungsbereich 2.1, so wie diese bspw. in der 5 zu erkennen ist. In der 10b ist eine Verriegelungszunge 2 gezeigt, deren Verriegelungsbereich 2.1 seitlich angeschrägt ist, so wie dies bspw. auch in der 2 zu erkennen ist und in der 10c ist schließlich eine Verriegelungszunge 2 in einer schematischen Ansicht mit einem ellipsenförmigen oder einem durch zwei Kreisausschnitte begrenzten Verriegelungsbereich 2.1 dargestellt, so wie dies in einer perspektivischen Darstellung auch in der 4 oder in der 7 zu erkennen ist. Bei den in der 10 gezeigten Querschnitten handelt es sich nur um Beispiele, die nicht alle Kombinationen von den verschiedenen Verriegelungszungen 2 und den verschiedenen Kompressionsschuhen 7 abdecken. Diese sollen in erster Linie verdeutlichen, wie die Kompressionsschuhe 7 den Kompressionswert gegenüber Verriegelungszungen 2 ohne Kompressionsschuhe 7 erhöhen.
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Die in der 10a dargestellte Verriegelungszunge 2 ist selbst nicht in der Lage, die Türdichtung bei einer Bewegung von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung zu komprimieren, da die Kontaktebene K, in der die Verriegelungszunge 2 bei einer entsprechenden Bewegung mit dem Rahmen in Kontakt gerät, gleich der Verrieglungsebene V1, V2 ist. Bei den in den 10b und 10c gezeigten Verriegelungszungen 2 unterscheidet sich die Kontaktebene K von der Verriegelungsebene V1, V2, so dass diese Verriegelungszungen 2 in der Lage sind, die zwischen der geschlossenen Tür und dem Rahmen angeordnete Türdichtung um einen maximalen Kompressionswert, der dem Abstand der Kontaktebene K zur Verriegelungsebene V1, V2 entspricht, zu komprimieren.
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Über die jeweiligen Kompressionsschuhe 7 kann der Kompressionswert der Verriegelungszunge erhöht werden. Anhand der 10a ist ersichtlich, dass nicht nur die Kompressionsverriegelungsebene KV gegenüber der Verriegelungsebene V1, V2 in Richtung der Tür versetzt ist, sondern dass aufgrund der konvexen Form der Gleitfläche 7.1 der Kompressionsschuh 5 bei einer Bewegung der Verriegelungszunge 2 von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung schon deutlich eher mit dem Rahmen der Tür in Kontakt kommen kann. Die entsprechende Kontaktfläche K des Kompressionsschuhs 7 ist nämlich gegenüber der Kontaktfläche der Verriegelungszunge 2 ohne Kompressionsschuh 7 zurückversetzt. Der Kompressionsschuh 2 ist somit in der Lage, das Türblatt bei einer Bewegung der Verriegelungszunge 2 von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung, bei der die Gleitfläche 7.1 am oder im Rahmen der Tür von der Kontaktfläche K bis zur Kompressionsverriegelungsfläche KV abgleitet, stärker gegen die Türdichtung zu pressen.
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Zwar sind die in den 10b und 10c gezeigten Verriegelungszungen auch bereits alleine in der Lage, eine gewisse Kompression der Türdichtung zu erreichen, da die Kontaktebenen K von den Verriegelungsebenen V1, V2 beanstandet sind, jedoch ist deutlich zu erkennen, dass der Abstand der Anlaufkante 7.5 von der Kompressionsverriegelungsfläche KV demgegenüber deutlich größer ist. Die Kompressionsschuhe 5 führen daher nicht nur dazu, dass die Kompressionsverriegelungsebene KV näher an dem Türblatt liegt als die Verriegelungsebene V1, V2 der Verriegelungszunge 2 allein, sondern die Kompression der Türdichtung beginnt auch bereits früher, da die Anlaufkante 7.5 gegenüber der Kontaktebene K der Verriegelungszunge 2 zurückversetzt ist. Der Kompressionsschuh 2 sorgt somit im Grunde für eine Vergrößerung des Kompressionswertes in zweierlei Hinsicht.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Verschluss
- 2
- Verriegelungszunge
- 2.1
- Verriegelungsbereich
- 2.11
- Verriegelungsfläche
- 2.12
- Verriegelungsfläche
- 2.2
- Montagebereich
- 2.3
- Anschlagaufnahme
- 2.4
- Verbindungsbereich
- 2.5
- Mitnehmeraufnahme
- 2.6
- Montagebohrung
- 2.7
- Gegenraste
- 2.9
- Anlaufschräge
- 3
- Anschlag
- 3.1
- Anschlagbereich
- 3.2
- Montagebereich
- 4
- Betätigungselement
- 5
- Betätigungswelle
- 6
- Befestigungselement
- 7
- Kompressionsschuh
- 7.1
- Kompressionsfläche
- 7.2
- Aufnahmebereich
- 7.3
- Federarm
- 7.4
- Rastnase
- 7.5
- Anlaufkante
- 8
- Anschlussstange
- 9
- Mitnehmer
- 9.1
- Hammerkopfmitnehmer
- 9.2
- Zylinderkopf mitnehmer
- 20
- Beschlag
- 30
- Verschlussgehäuse
- AU
- Aufsteckrichtung
- AB
- Abziehrichtung
- K
- Kontaktebene
- KV
- Kompressionsverriegelungsebene
- M
- Montageachse
- M1
- Montageposition
- M2
- Montageposition
- V
- Verriegelungsachse
- V1
- Verriegelungsebene
- V2
- Verriegelungsebene