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Dier Erfindung betrifft eine Hängematte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus der
DE2979576B1 ist eine Hängematte bekannt, die eine Liegefläche aufweist, die nur aus einzelnen in Längsrichtung angeordneten Gewebebahnen besteht. Die Hängematte ist an zwei Aufhängepunkten fixiert, die mit einem zugstabilen Endpunkt z. B. an einem Baum, Pfosten oder Wandhaken verbunden sind.
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Aus der
DE102005062593B4 ist eine weitere Hängematte bekannt, die einen rechteckigen Liegebereich aus Stoff oder einem Geflecht aufweist. Hierfür sind zwei Spreizstäbe erforderlich, die die Kanten des rechteckigen Liegebereichs definieren und an denen die Halteschnüre fixiert sind, die zu den zwei Aufhängepunkten führen.
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Im Allgemeinen sind klassische Hängematten sehr leicht. Sie umhüllen den Benutzer beim Liegen auch seitlich und schränken dadurch die Bewegungsfreiheit ein. Sie werden deshalb vom Anwender nicht immer als bequem empfunden. Da sie nur aus flexiblen Materialien bestehen, können klassische Hängematten sehr klein zu einem geringen Packmaß zusammengefaltet werden. Im Zusammengefalteten Zustand ist eine klassische Hängematte immer noch flexibel.
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Eine Alternative zu klassischen Hängematten, bieten sogenannte Stabhängematten. Sie bieten durch den Einsatz von Spreizstäben eine ebene Liegefläche und erlauben dem Anwender dadurch mehr Freiheiten im Hinblick auf seine Liegeposition, was vom Anwender als sehr bequem empfunden wird. Sie ermöglichen dem Anwender auch ein Sonnenbad zu nehmen, was bei klassischen Hängematten so gut wie unmöglich ist.
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Die Spreizstäbe sind häufig als massive Holzstäbe ausgebildet, um die für die Spreizung erforderlichen Stabilität zu gewährleisten. Sie sind entsprechend schwer und definieren allein durch ihre Länge das Packmaß. Im zusammengerollten Zustand stellt eine Stabhängematte ein starres unflexibles Gebilde dar.
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Aufgabe der Erfindung ist es eine Hängematte anzugeben, die eine hohe Variabilität aufweist, die leicht ist, die ein geringes Packmaß erfordert und die kostengünstig herstellbar ist.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
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Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Es zeigen:
- 1 Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Hängematte
- 2 erfindungsgemäße Hängematte bei der Verwendung als herkömmliche Hängematte
- 3 erfindungsgemäße Hängematte bei der Verwendung als Stabhängematte
- 4 zwei Kordeln sowie ein Gestänge zusammengesteckt bzw. gefaltet
- 5a Kräfteverlauf bei einer herkömmlichen Stabhängematte
- 5b Kräfteverlauf bei einer herkömmlichen Hängematte
- 6 zusammengefaltete erfindungsgemäße Hängematte
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1 zeigt eine Aufsicht auf eine am Boden ausgebreitete erfindungsgemäße Hängematte HM vor der Anwendung. Die Hängematte HM besteht aus einem im Wesentlichen rechteckigen Basisteil BT. An den beiden seitlichen Enden des Basisteils BT sind je zwei Kordelkanäle 200, 300 vorgesehen, in die jeweils Kordeln 210, 310 eingesetzt sind, die an den Enden jeweils Schlaufen S aufweisen. Der Kordelkanal 300 verläuft jeweils bogenförmig von der Seitenkante des Basisteils weg. Die beiden Kordelkanäle 200 verlaufen gerade jeweils zwischen den beiden Eckkanten des Basisteils BT. Zusätzlich sind am Basisteil BT beabstandet vom Scheitel S der Kordelkanäle 300 je zwei Gestängekanäle 400 vorgesehen, die zur Aufnahme je eines Gestänges 410 dienen. Zur Fixierung des Gestänges 410 im Gestängekanal 400 dienen entsprechende Taschen 420.
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2 zeigt die erfindungsgemäße Hängematte HM bei der Verwendung als herkömmliche Hängematte. Die Enden der beiden Kordeln sind z. B. jeweils in einen Karabiner eingehängt, von dem ein Spannseil zu einem stabilen Befestigungspunkt z. B. einem Baum führt.
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3 zeigt die erfindungsgemäße Hängematte HM bei der Verwendung als Stabhängematte. In die Gestängekanäle 400 sind jeweils die zwei Gestänge 410 eingeführt. Bei dieser Verwendung wird die Hängematte HM an den Kordeln 310 aufgehängt. Die Enden der beiden Kordeln 310 sind wie bei der in 3 dargestellten Verwendung in einen Karabiner eingehängt, von dem ein Spannseil zu einem Befestigungspunkt z. B. einem Baum führt. Die Hängematte HM bietet bei dieser Verwendung eine im Wesentlichen eben Liegefläche.
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Nachfolgend ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Hängematte erläutert. 4 zeigt die Kordeln 210, 310 sowie das Gestänge 410 zusammengesteckt bzw. gefaltet nebeneinander liegend. Das Gestänge 410 besteht aus mehreren Elementen E1, E2, E3, die z. B. als Alu-Rohre ausgebildet sind. Die einzelnen Elemente weisen einen Durchmesser von ca. 8 mm aus und sind federnd miteinander verbunden. Dadurch kann das Gestänge 410 einfach zusammengefaltet werden und die erfindungsgemäße Hängematte kann zu einem kompakten Packmaß zusammengefaltete werden (6)
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Nachfolgend ist die Funktion der Erfindung näher erläutert.
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Mit der erfindungsgemäßen Hängematte hat der Anwender die Wahl, ob er sie als klassische Hängematte oder als Stabhängematte nutzen möchte.
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Im Gebrauchszustand sind die Kordeln bereits in die entsprechenden Kordelkanäle eingefädelt und die Kordelenden stehen an den Enden der Kanäle geringfügig über.
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Entscheidet er sich für die klassische Variante benutzt er zum Aufhängen nur die Kordel 210, die im Kordelkanal 200 geführt ist.
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Entscheidet sich der Anwender für die Variante Stabhängematte so führt er zuerst die Gestänge 410 in die jeweiligen Gestängekanal 400 und fixiert die Enden der Gestänge 410 in den entsprechenden Taschen 420. Anschließend benutzt er zum Aufhängen nur die in den Kordelkanälen 300 geführten Kordeln 310.
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Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist es, dass Gestängekanal 400 und Kordelkanal 300 so zueinander ausgerichtet und angeordnet sind, dass im Anwendungsfall die Kräfteverteilung auf das Gestänge 410 so erfolgt, dass die Kraftwirkung im Wesentlichen senkrecht zum Gestängekanal 400 erfolgt und nur geringe Knickkräfte auf das Gestänge 410 einwirken. Nur dadurch kann das Gestänge 410 entsprechend dünn und leicht ausgeführt werden.
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5a zeigt die durch Pfeile angedeutete Kräfteeinwirkung auf die Spreizstäbe bei einer herkömmlichen Stabhängematte.
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5b zeigt den Kräfteverlauf bei einer herkömmlichen Hängematte. Die verbleibenden Querkräfte sorgen dafür, dass der Anwender umhüllt wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 2979576B1 [0002]
- DE 102005062593B4 [0003]