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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine CMOS-Halbleitervorrichtung nach
dem Anspruch 1. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren
zur Herstellung einer CMOS-Halbleitervorrichtung nach dem Anspruch
8.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Aus
der
DE 198 45 066
A1 ist eine integrierte Schaltungsanordnung und Verfahren
zur Herstellung derselben bekannt. Die integrierte Schaltungsanordnung
umfasst zwei NMOS-Transistoren mit unterschiedlichen Einsatzspannungen
und zweite PMOS-Transistoren
mit unterschiedlichen Einsatzspannungen. Die Kanalgebiete der NMOS-Transistoren weisen
dieselbe Dotierungsstoffkonzentration auf. Analoges gilt für die PMOS-Transistoren.
Die unterschiedlichen Einsatzspannungen werden durch unterschiedliche
chemische Zusammensetzungen der Gate-Elektroden der Transistoren
erzielt. Vorzugsweise stimmen dabei die chemischen Zusammensetzungen
der Gate-Elektroden
von jeweils einem der NMOS-Transistoren und einem der PMOS-Transistoren überein.
Das Material für
die Gate-Elektroden enthält
Ge. Vorzugsweise bilden die Transistoren Paare mit zueinander komplementären Transistoren,
die dieselben Einsatzspannungen aufweisen.
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Aus
der
FR 2 775 119 A1 ist
ein Verfahren bekannt, bei dem die Diffusion von Germanium in ein Schichtgate
aus Silizium-Germanium und Silizium verhindert wird, so dass die
Germaniumkonzentration im unteren Abschnitt genau eingestellt werden kann.
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Hintergrund
der Erfindung
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Eine
CMOS-Halbleitervorrichtung ist eine Vorrichtung, in welcher p-Kanal-Metalloxidsilizium-(PMOS)-Transistoren
zusammen mit n-Kanal-Metalloxidsilizium-(NMOS)-Transistoren ausgebildet sind,
um gemeinsam miteinander betrieben zu werden. Bei der CMOS-Halbleitervorrichtung
ist eine Betriebseffizienz und -geschwindigkeit verglichen mit einer
Halbleitervorrichtung, die lediglich PMOS-Transistoren und/oder
Bipolar-Transistoren verwendet, stark verbessert. Dementsprechend
werden CMOS-Halbleitervorrichtungen allgemein als Hochleistungshalbleitervorrichtungen
verwendet. Da die Elemente, die in der Vorrichtung enthalten sind,
in einem hohen Grad integriert sind und zum Erhöhen bzw. Anheben der Spannungskennlinie
und der Geschwindigkeit minimiert sind, wird insbesondere eine CMOS-Halbleitervorrichtung
des Dual-Gate-Typs weit verbreitet angewendet, in welcher Störstellen vom
p-Typ und n-Typ
in den jeweiligen Polysilizium-Gates von Transistorbereichen mit
den entsprechenden Störstellentyp implantiert.
Die Dual-Gate-CMOS-Halbleitervorrichtung weist die Vorteile eines
Verstärkens
von Oberflächenschichtabschnitten
von Kanälen
und der Möglichkeit
eines symmetrischen Betrieb mit niedriger Spannung auf.
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Bei
der Herstellung der Dual-Gate-CMOS-Halbleitervorrichtung wird normalerweise
Bor als ein Dotierungmittel in eine Polysilizium-Gate-Schicht dotiert
bzw. implantiert, die Elektroden oder Gates von PMOS-Transistoren
ausbildet. Die Störstellenimplantation
zum Dotieren von P-Typ-Störstellen,
wie beispielsweise Bor, wird oftmals zusammen mit einem Ionen-Implantationsverfahren
zum Ausbilden von Source/Drain-Bereichen ausgeführt.
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Wo
jedoch Bor als Dotiermittel in der Störstellenimplantation verwendet
wird, kann es diffundieren und durch eine dünne Gate-Isolationsschicht in
p-Kanäle
entweichen, solange es unzureichend implantiert oder aktiviert ist.
Da insbesondere die Gate-Isolationsschicht
mit einer sehr dünnen
Dicke von beispielsweise einigen Nanometern (zig Angström) ausgebildet
ist, wird das Problem um so größer. Falls
Bor-Ionen bei der Störstellenimplantation aus
der Polysilizium-Gate-Schicht entweichen, wird die Bor-Konzentration in
der Polysilizium-Gate-Schicht, die an die die Gate-Isolationsschicht
angrenzt, verringert und führt
zu dem Poly-Gate-Verarmungseffekt (poly-gate depletion effect =
PDE).
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Die
Bor-Ionen, die in die Gate-Isolationsschicht und die p-Kanäle diffundiert
sind, können
die p-Störstellenkonzentration
von Oberflächenschichtabschnitten
der p-Kanäle
zum Verbinden von Sources und Drains erhöhen, wodurch ein Problem entsteht,
bei welchem es möglich
ist, daß ein
Strom bei niedriger Spannung fließt. Ebenso verringert sich
die Leitfähigkeit
der Gates, von denen die Bor-Ionen entwichen sind, und eine Dicke
der Gate-Isolationsschicht wird wesentlich vergrößert, so daß Probleme einer unzureichenden
Spannungsversorgung der p-Kanäle
und eines verringerten Drain-Stroms entstehen können. Diese nachteiligen Probleme
variieren eine Betriebsspannung der PMOS-Transistoren in einer instabilen
Weise, wodurch die Zuverlässigkeit
der Halbleitervorrichtung verschlechtert wird. Ebenso kann der PDE
dazu führen, daß sich Eigenschaften
bzw. Kennwerte der Gate-Isolationsschicht und der p-Kanäle verschlechtern.
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Um
die Probleme, wie beispielsweise den PDE, zu lösen und dadurch eine Verschlechterung der
Kennwerte der PMOS-Transistoren zu verhindern, ist ein Verfahren
zum Erhöhen
der Solubilität bzw.
Löslichkeit
von Bor durch Hinzufügen
von Ge in einer Polysilizium-Gate-Schicht, die die Gate-Elektroden
oder Gates ausbildet, vorgeschlagen worden (IEDM, Technology Digest
1990, S. 253-256). Da die Ge enthaltende Polysilizium-Gate-Schicht
eine hohe Bor-Löslichkeit
aufweist, diffundieren Bor-Ionen nicht leicht zu der Außenseite
der Polysilizium-Gate-Schicht bei einem Temperverfahren (annealing
process) oder dergleichen.
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Für Verfahren
zum Hinzufügen
von Ge zu der Polysilizium-Gate-Schicht gibt es ein Verfahren, daß ein Quellgas,
beispielsweise GeH4, hinzufügt, wenn
die Polysiliziumschicht mittels einer chemischen Dampfphasenabscheidung
(CVD) ausgebildet wird, und ein Verfahren, bei dem Ge-Ionen implantiert werden.
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Bei
dem Verfahren eines Hinzufügens
eines Quellgases wird eine Silizium-Germanium-(SiGe)-Gate-Schicht
durch Injizieren eines SiH4-Gases und eines
GeH4-Gases als Quellgas in eine CVD-Kammer
mittels eines in-situ-Verfahren ausgebildet. Bei dem Verfahren kann
eine SiGe-Gate-Schicht mit einem Ge-Gehalt von 20 bis 30% und einer
hohen Bor-Löslichkeit
erzielt werden. Da jedoch das CVD ein thermisches Verfahren ist, kann
kein Photoresistmuster zum teilweisen Abdecken eines NMOS-Transistorbereichs
verwendet werden. Daher wird die SiGe-Gate-Schicht ebenso in dem
NMOS-Transistorbereich ausgebildet. Zudem zeigt Ge im Allgemeinen
einen entsprechend der Art von Dotierstoff unterschiedlichen PDE.
Daher kann eine hohe Ge-Konzentration oder -gehalt von 20 bis 30%
in der SiGe-Schicht des NMOS-Transistorbereichs eine Solubilität der n-Typ-Störstellen
verringern. Falls beispielsweise eine Ge-Konzentration mehr als
10% bei der SiGe-Schicht des NMOS-Transistorbereichs beträgt, kann
Ge den PDE vergrößern und
die Kapazität
verringern, wodurch die Charakteristik des Transistors verschlechtert
wird.
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Es
ist festgestellt worden, dass hinsichtlich der gesamten CMOS-Halbleitervorrichtung,
die Ge-Konzentration der Polysilizium-Gate-Schicht 20% betragen
sollte (VLSI Technology Digest of Technology Papers 1998, Seiten
190-191). Für
den Fall der Dual-Gate-CMOS-Halbleitervorrichtung, die zum Verbessern
der Leistungsfähigkeit
eine hochkonzentrierte Implantation erfordert, sollte die Ge-Konzentration
in dem Polysilizium-Gates der NMOS- und PMOS-Transistoren unterhalb
von 10% bzw. oberhalb von 30% liegen. Es ist jedoch schwierig, diese beiden
Bedingungen gleichzeitig zu erfüllen.
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Ebenso
tritt für
den Fall, bei welchen Ge in den Polysilizium-Gates mit einer Ge-Konzentration von
beispielsweise mehr als 5 bis 15% enthalten ist, ein Problem auf,
dass es schwierig ist, Titan- oder Kobalt-Silizidschichtabschnitte
auf den Polysilizium-Gates
auszubilden. Um dieses Problem zu losen, kann ein Verfahren zum
Ausbilden einer Poly-SiGe-Schicht nahe einer Gate-Isolationsschicht
und einer Polysiliziumschicht auf dem oberen Abschnitt der Poly-SiGe-Schicht
verwendet werden. Bei diesem Verfahren ist es jedoch ebenso unmöglich, die Ge-Konzentration
in den Gates der NMOS- und PMOS-Transistoren unter 10% bzw. über 30%
aufrecht zu erhalten.
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Demzufolge
ist eine neue CMOS-Halbleitervorrichtung und ein Herstellungsverfahren
dafür erforderlich,
welche eine relativ höhere
Ge-Konzentration in den Gates der PMOS-Transistoren zulässt, als in
den Gates der NMOS-Transistoren.
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Kurzfassung
der Erfindung
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Die
der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, die bei
dem Stand der Technik auftretenden, zuvor erläuterten Nachteile und Probleme zu
beseitigen und eine CMOS-Halbleitervorrichtung und ein Herstellungsverfahren
für diese
anzugeben, welche eine relativ höherer
Ge-Konzentration in den Gates der PMOS-Transistoren zulässt als
in den Gates der NMOS-Transistoren.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 bzw. bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
durch die Merkmale des Anspruches gelöst.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
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Gemäß eines
Aspekts bei der vorliegenden Erfindung wird eine verbesserte CMOS-Halbleitervorrichtung
und ein Herstellungsverfahren dafür vorgesehen, welche die Bedingungen
der Ge-Konzentration für
Gates der PMOS- und NMOS-Transistoren erfüllt, um eine Verarmung von
Gate-Störstellen
in den Gates zu verhindern.
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Gemäß einem
anderen Aspekt bei der vorliegenden Erfindung, wird eine verbesserte
CMOS-Vorrichtung und ein Herstellungsverfahren dafür vorgesehen,
welche einen Metallschichtabschnitt eines Materials, wie beispielsweise
Titan und Kobalt, und einen Silizidschichtabschnitt auf jeden Ge
enthaltenden Polysilizium-Gate, ausbilden kann.
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Gemäß einem
anderen Aspekt bei der vorliegenden Erfindung wird eine verbesserte CMOS-Halbleitervorrichtung
und ein Herstellungsverfahren dafür vorgesehen, welche die Störstellenkonzentration
der Polysilizium-Gates erhöhen
kann, um es der Vorrichtung zu ermöglichen, bei einer hohen Integration
mit einer niedrigen Spannung betrieben zu werden.
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Diese
und andere Aspekte werden gemäß der vorliegenden
Erfindung durch eine CMOS-Halbleitervorrichtung vorgesehen, die
ein Substrat, eine Gate-Isolationsschicht, die auf dem Substrat
ausgebildet ist, zumindest ein erstes Polysilizium-Gate, das über dem
Substrat in zumindest einem PMOS-Transistorbereich ausgebildet ist,
und zumindest ein zweites Polysilizium-Gate aufweist, das über dem
Substrat in zumindest einem NMOS-Transistorbereich ausgebildet ist.
In Übereinstimmung
mit der Erfindung ist die Gesamtmenge an Ge in dem ersten Polysilizium-Gate
die gleiche wie die in dem zweiten Polysilizium-Gate, eine Verteilung
der Ge-Konzentration in dem ersten und/oder zweiten Polysilizium-Gate
ist jedoch unterschiedlich, d.h. variiert entsprechend einem Abstand
von der Gate-Isolationsschicht, und eine Ge-Konzentration in einem
Abschnitt des ersten Polysilizium-Gates, der an die Gate-Isolationsschicht angrenzt,
ist höher
als die in dem zweiten Polysilizium-Gate, wobei eine Ge-Konzentration
in dem Abschnitt des ersten Polysilizium-Gates, der an die Gate-Isolationsschicht
angrenzt, mehr als zweimal so hoch, wie in dem zweiten Polysilizium-Gate.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist die Ge-Konzentration in einem Abschnitt
von Polysilizium-Gates, die benachbart, bzw. angrenzend zu der Gate-Isolationsschicht
sind, wichtig, da sie durch den PDE direkt beeinflußt ist.
Dementsprechend wird sie als eine effektive Ge-Konzentration der
Polysilizium-Gates aufgefaßt.
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Vorzugsweise
beträgt
die Ge-Konzentration in dem Abschnitt des ersten Polysilizium-Gates,
der an die Gate-Isolationsschicht angrenzt, mehr als 20%, und eine
Ge-Konzentration in einem Abschnitt des zweiten Polysilizium-Gates,
der an die Gate-Isolationsschicht
angrenzt, beträgt
weniger als 10%. Alternativ dazu kann die Ge-Konzentration in dem Abschnitt des ersten
Polysilizium-Gates, der an die Gate-Isolationsschicht angrenzt, mehr als
30% betragen.
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Bei
der Ausführungsform
verringert sich die Ge-Konzentration in dem ersten Polysilizium-Gate abrupt,
wenn der Abstand von der Gate-Isolationsschicht größer als
ein vorgegebener Wert ist, d.h., wenn sie an einem oberen Abschnitt
davon ihren minimalen Wert aufweist. In einer Ausführungsform
ist der minimale Wert der Ge-Konzentration auf weniger als ½ ihres
maximalen Wertes eingestellt. Ebenso ist die Ge-Konzentration in
dem zweiten Polysilizium-Gate in dem Bereich einer Abweichung von
20% entsprechend zu dem Abstand von der Gate-Isolationsschicht gleichförmig verteilt.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Herstellen einer erfindungsgemäßen CMOS-Halbleitervorrichtung
vorgesehen. In Übereinstimmung
mit dem Verfahren wird eine Gate-Isolationsschicht auf einem Substrat
ausgebildet. Eine SiGe-Schicht mit einem Ge-Gehalt von mehr als
20% wird auf der Gate-Isolationsschicht ausgebildet. Eine Siliziumschicht
wird auf der SiGe-Schicht
ausgebildet. Eine Ionen-Implantationsmaske wird auf der Siliziumschicht
zum Abdecken von zumindest einem PMOS-Transistorbereichs ausgebildet.
Ein Ionen-Implantationsverfahren für Störstellen vom n-Typ (Elektronen)
wird auf zumindest einem NMOS-Transistorbereich des Substrats mit
der Ionen-Implantationsmaske
durchgeführt. Ein
Diffusions- und Temperverfahren zum Steuern einer Verteilung der
Ge-Konzentration wird auf dem Substrat durchgeführt, in welchen Störstellen
vom n-Typ implantiert worden sind. Ein Gate-Muster für PMOS-
und NMOS-Transistoren wird durch Mustern der Siliziumschicht und
der SiGe-Schicht ausgebildet.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthält
ein Verfahren ferner ein Ausbilden einer Polysilizium-Keimschicht
vor einem Ausbilden der SiGe-Schicht.
Vorzugsweise wird die Keimschicht mit einer Dicke weniger als 10
nm (100Å) ausgebildet.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung enthält ferner ein Durchführen eines
Ionen-Implantationsverfahrens zum Ausbilden von Source/Drain-Bereichen
in jedem der NMOS- und PMOS-Transistorbereiche. Das Verfahren enthält ebenso
ein Durchführen
eines Temperverfahrens (annealing process).
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Ein
Ionen-Implantationsverfahren für
Störstellen
vom p-Typ (Löcher)
wird im Allgemeinen auf zumindest einem PMOS-Transistorbereich zusammen
mit einem Ionen-Implantationsverfahren zum Ausbilden von Source/Drain-Bereichen
in dem PMOS-Transistorbereich
ausgeführt.
Bei jedem der NMOS- und PMOS-Transistorbereiche sind Source/Drain-Bereiche
mit dual-dotierten Strukturen durch Ausführen einer leichten Ionen-Implantation, Ausbilden
von Spacern an den Seitenwänden
der Gate-Muster und Durchführen
einer starken Ionen-Implantation unter Verwendung der Spacer und des
Gate-Musters als eine Maske ausgebildet.
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Sobald
die Ionen-Implantationsverfahren zum Ausbilden der Source/Drain-Bereiche
abgeschlossen sind, ist eine darauffolgende Wärmebehandlung aufgrund der
Bedenken bezüglich
der Störstellenumverteilung
nur noch eingeschränkt
möglich. Daher
wird es bevorzugt, daß das
Diffusions- und Temperverfahren vor einem Durchführen des Ionen-Implantationsverfahrens
zum Ausbilden der Source/Drain-Bereiche ausgeführt wird.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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Die
vorhergehenden und anderen Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden
aus der folgenden genaueren Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung, wie sie in der begleitenden Zeichnung, in welcher
gleiche Bezugszeichen, gleiche Teile in verschiedenen Ansichten
bezeichnen, besser ersichtlich. Die Zeichnung ist nicht notwendigerweise
maßstabsgetreu,
sondern es wurde Wert auf die Darstellung der Grundlagen der Erfindung
gelegt.
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1 zeigt
eine Querschnittsansicht eines Abschnitts einer CMOS-Halbleitervorrichtung
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung, die eine Ge-Konzentration in einem
Abschnitt eines NMOS-Transistors im Gegensatz zu einem Abschnitt eines
PMOS-Transistors darstellt.
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2 zeigt
eine Querschnittsansicht, die schematisch den Abschnitt der in 1 gezeigten CMOS-Halbleitervorrichtung
darstellt.
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3 bis 10 zeigen
Diagramme, die Verfahrensschritte eines Verfahrens zur Herstellung der
CMOS-Halbleitervorrichtung in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung darstellen.
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11 bis 14 zeigen
Graphen, die die Ergebnisse von Experimenten zeigen, die den Effekt der
vorliegenden Erfindung darstellen.
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Detaillierte
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
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1 zeigt
eine Querschnittsansicht eines Abschnitts einer CMOS-Halbleitervorrichtung
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die eine Ge-Konzentration in einem Abschnitt
eines NMOS-Transistors im Gegensatz zu der in einem Abschnitt eines
PMOS-Transistors zeigt.
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Gemäß 1 zeigt
bei einem NMOS-Transistorbereich eine Ge-Konzentration in einem
Polysilizium-Schichtabschnitt 10, der ein Gate ausbildet, eine
Verteilung, welche sich von der Gate-Isolationsschicht 12 weg
allmählich
verringert. Das heißt,
daß die
Ge-Konzentration
in dem Polysilizium-Schichtabschnitt 10 um so größer wird,
je näher
sie an der Gate-Isolationsschicht 12 liegt. Ebenso zeigt
bei einem PMOS-Transistorbereich eine Ge-Konzentration in einem
Polysilizium-Schichtabschnitt 20, der ein Gate ausbildet,
eine Verteilung, welche sich abrupt verändert bzw. von der Mitte der
Polysiliziumschicht Abschnitt 20 divergiert. Das heißt, daß eine Hälfte der Polysiliziumschicht 20,
die an die Gate-Isolationsschicht 12 angrenzt, eine höhere Ge-Konzentration als
die in dem Polysiliziumabschnitt 10 aufweist, aber ihre
andere Hälfte
einen sehr niedrigen Ge-Gehalt aufweist.
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2 zeigt
schematisch die Polysilizium-Schichtabschnitte 10, 20 der
in 1 gezeigten CMOS-Halbleitervorrichtung. Bei einem NMOS-Transistorbereich
weist die Ge-Konzentration in einem Polysilizium-Schichtabschnitt 10', der ein Gate
ausbildet, eine gleichförmige
Verteilung auf, und bei einem PMOS-Transistorbereich weist eine Ge-Konzentration
in einem unteren Abschnitt 21 eines Polysilizium-Schichtabschnitts 20' eine hohe und gleichförmige Verteilung
auf, jedoch besitzt ihr oberer Abschnitt 22 keinen Ge-Gehalt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die CMOS-Halbleitervorrichtung so ausgebildet werden, daß eine Verteilung
der Ge-Konzentration sehr nahe an die vorhergehend geschilderte
ideale Form heranreicht.
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3 bis 9 sind
Querschnittsansichten, die das Verfahren zum Ausbilden einer CMOS-Halbleitervorrichtung
zeigen. Zunächst
wird auf 3 Bezug genommen. Gemäß 3 wird
eine Gate-Isolationsschicht 12 auf einem Substrat 10 ausgebildet. Vor
dem Ausbilden der Gate-Isolationsschicht 12 wird allgemein
eine Isolationsschicht und verschiedene Wannen (wells) auf dem Substrat 10 mittels
Grabenisolations-(shallow trench isolation = STI) bzw. Ionen-Implantationsverfahren
ausgebildet. Die Gate-Isolationsschicht 12 kann bis zu
einer Dicke von 4 bis 7 nm (40 bis 70Å) ausgebildet werden. Alternativ
dazu kann die Dicke der Gate-Isolationsschicht 12 in einem
PMOS-Transistorbereich
unterschiedlich zu dem in einem NMOS-Transistorbereich ausgebildet werden.
Beispielsweise wird bei einer Dual-Gate-CMOS-Halbleitervorrichtung die Gate-Isolationsschicht 12 in
dem PMOS-Transistorbereich oftmals bis zu einer Dicke von 2 bis
4 nm (20 bis 40Å) ausgebildet,
um die Leistungsfähigkeit
und den Integrationsgrad der Halbleitervorrichtung zu erhöhen. Die
Gate-Isolationsschicht 12 kann ebenso aus einer Silizium-Nitrid-Oxidschicht
oder einer Silizium-Oxidschicht aufgebaut sein, welche gewöhnlicher
Weise durch Oxidieren des Substrats bei einer hohen Temperatur ausgebildet
wird.
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Gemäß 4 wird über dem
Substrat, auf welchem die Gate-Isolationsschicht 12 ausgebildet worden
ist, eine Polysilizium-Keimschicht 21 bis zu einer Dicke
von 0,1 bis 10 nm (1 bis 100Å)
ausgebildet. Alternativ dazu kann die Ausbildung der Polysilizium-Keimschicht 21 weggelassen
werden. Um jedoch eine SiGe-Schicht 23 mit einer hohen
Ge-Konzentration, welche nachstehend beschrieben wird, effizient
auszubilden, wird gewöhnlicher
Weise die Keimschicht 21 auf der Gate-Isolationsschicht 12 vor einem
Ausbilden der SiGe-Schicht 23 ausgebildet. Die Keimschicht 21 kann
aus einem amorphen Silizium anstelle von Polysilizium ausgebildet
sein. Es wird bevorzugt, daß die
Keimschicht 21 eine minimale Dicke aufweist, die zum Durchführen der
ihr zugedachten Funktionen erforderlich ist, beispielsweise ungefähr 0,5 nm
(5Å).
Die Polysilizium-Keimschicht 21 wird mittels eines allgemeinen
CVD-Verfahrens ausgebildet, welche ein Quellgas (source gas), wie beispielsweise
ein SiH4-Gas, injiziert, während die Prozeßkammer
auf einer Temperatur von 550 bis 600°C und einem Druck von einigen
Torr oder atmosphärischen
Druck gehalten wird.
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Gemäß 5 wird
eine polykristalline SiGe-(Poly-SiGe)-Schicht 23 mit einem
Ge-Gehalt bzw. einer Ge-Konzentration von mehr als 20% auf der Polysilizium-Keimschicht 21 ausgebildet.
Wie in Bezug auf die oben erwähnten
herkömmlichen
Verfahren beschrieben, ist ein Ge-Gehalt von 20% eine geeignete
Menge, die es Ge ermöglicht,
zu verhindern, daß Bor-Störstellen
in die Gate-Isolationsschicht 12 und die Kanalschicht diffundieren.
Falls es erforderlich ist, mehr Bor-Störstellen in dem Polysilizium-Gate
zu dotieren, um die Leistungsfähigkeit
der Dual-Gate-CMOS-Halbleitervorrichtung zu erhöhen, ist eine Erhöhung der
Ge-Konzentration der Poly-SiGe-Schicht 23 auf mehr als
30% erforderlich.
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Die
Poly-SiGe-Schicht 23 wird unter einer Bedingung ausgebildet,
die der bei der Ausbildung der Polysilizium-Keimschicht 21 ähnlich ist.
Beispielsweise wird ein CVD-Verfahren
ausgeführt,
welches durch Zuführen
von GeH4-Gas bei 30 bis 100 sccm und SiH4-Gas mit 200 sccm bei einer Temperatur von
500 bis 600°C
eine Ge-Konzentration auf 20 bis 40% steuert. Die Kristallisationstemperatur
von Poly-SiGe liegt allgemein bei 400 bis 500°C, jedoch kann sich die Kristallisationstemperatur
erniedrigen, falls sich der Ge-Gehalt erhöht. Ebenso ist es bei einem
CVD-Verfahren nicht einfach, ein Verhältnis von Ge zu Silizium genau
zu steuern. Daher wird es bevorzugt, eine Verfahrensgrenze bzw.
-spielraum (process margin) vorzusehen, so daß die Poly-SiGe-Schicht 23 eine
ausreichend kleine Dicke aufweist, und dadurch verhindert wird,
daß ein
Ge-Gehalt in den gesamten Gates der NMOS-Transistoren überreichlich
vorhanden ist, auch wenn die Ge-Konzentration in der Poly-SiGe-Schicht 23 einen Überschuß aufweist.
Alternativ dazu kann die Poly-SiGe-Schicht 23 durch eine
amorphe SiGe-Schicht ersetzt werden.
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Nach
einem Ausbilden der Poly-SiGe-Schicht 23 wird gemäß 6 eine
zusätzliche
Siliziumschicht 25, die einen Abschnitt einer gesamten Gate-Schicht
ausbildet, abgeschieden. Es wird bevorzugt, daß die zusätzliche Siliziumschicht 25 aus einer
Polysiliziumschicht unter der gleichen Bedingung ausgebildet wird,
wie bei der Polysilizium-Keimschicht 21.
Beispielsweise kann die zusätzliche
Siliziumschicht 25 mittels eines allgemeinen CVD-Verfahrens
ausgebildet werden, welches ein Source-Gas, wie beispielsweise SiH4-Gas, unter Aufrechterhaltung einer Temperatur
von 550 bis 650°C
und eines Druckes von einigen Torr oder atmosphärischen Druck in einer Prozeßkammer
zuführt.
Bei einer 0,1 μm-CMOS-Halbleitervorrichtung
beträgt
die Gesamtdicke einer wie vorhergehend beschrieben ausgebildeten
Gate-Schicht, d.h. der Keimschicht 21, der Poly-SiGe-Schicht 23 und
der zusätzlichen
Siliziumschicht 25, 150 bis 250 nm (1500 bis 2500Å).
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Wenn
bei der vorliegenden Erfindung die zusätzliche Siliziumschicht 25 auf
der Poly-SiGe-Schicht 23 zum Ausbilden einer Gate-Schicht ausgebildet
wird, gibt es eine Einschränkung
bezüglich
der Abscheidungsdicke zwischen zwei Schichten und einem Ge-Gehalt
der Poly-SiGe-Schicht 23. Das heißt, daß gemäß der Erfindung bei den Gates
der NMOS-Transistoren Ge bei der Poly-SiGe-Schicht 23,
die einen unteren Abschnitt der Gate-Schicht ausbildet, gleichförmig zu
der zusätzlichen
Siliziumschicht 25, die einen oberen Abschnitt der Gate-Schicht
ausbildet, diffundiert ist. Die in der gesamten Gate-Schicht diffundierte
Ge-Konzentration muß unter
einem erforderlichen Wert aufrecht erhalten werden. Falls dementsprechend
eine Ge-Konzentration in der Poly-SiGe-Schicht 23 hoch ist und ihre
Dicke groß ist,
muß die
Dicke der zusätzlichen Siliziumschicht 25 in
Proportion zu der Dicke und dem Ge-Gehalt der Poly-SiGe-Schicht 23 dicker sein.
Da jedoch die Gesamtdicke der Gate-Schicht auf 150 bis 250 nm (1500
bis 2500Å)
begrenzt ist, muß die
Dicke der Poly-SiGe-Schicht 23 geeignet verringert werden,
falls seine Ge-Konzentration mehr als 50% beträgt.
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Falls
beispielsweise die Dicke der Polysilizium-Keimschicht 21 5 nm (50Å) beträgt, die
Dicke und die Ge-Konzentration der Poly-SiGe-Schicht 23 50 nm (500Å) bzw.
30% beträgt,
und die Ge-Konzentration in den Gates der NMOS-Transistoren auf
unterhalb von 10% aufrecht erhalten werden muß, wird die Dicke der zusätzlichen
Siliziumschicht 25 mit mehr als 95 nm (950Å) ausgebildet.
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Falls
bei einem allgemeinen PMOS-Transistorbereich eine Ge-Konzentration
der Poly-SiGe-Schicht 23 20 bis 30% beträgt, können die Bor-Störstellen
ausreichend daran gehindert werden, in die untere Schicht, wie beispielsweise
die Gate-Isolationsschicht, abzuwandern (to deplete) auch wenn die
Dicke der Poly-SiGe-Schicht 23 einige zehn nm (hundert Å) beträgt. Somit
ist es für
die Poly-SiGe-Schicht 23 nicht notwendig, eine große Dicke aufzuweisen.
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Gemäß 7 wird
ein Photoresits auf die zusätzliche
Siliziumschicht 25 angewendet und ein Photoresistmuster 27 wird
mittels einer Photobelichtung und – entwicklung ausgebildet.
Anschließend wird
ein Ionen-Implantationsverfahren ausgeführt, welches das Photoresistmuster 27 als
eine Ionen-Implantationsmaske und Phosphor als eine Störstelle vom
n-Typ verwendet. Folglich wird die Störstellenkonzentration in der
Gate-Schicht des NMOS-Transistorbereichs vergrößert. Die Ionen-Implantation
unterstützt
ein Diffundieren von Ge der Poly-SiGe-Schicht 23 des NMOS-Transistorbereichs
in die obere zusätzliche
Siliziumschicht 25 bei einem darauffolgenden Temperverfahren.
Alternativ dazu kann Arsen als n-Störstellentyp verwendet werden.
Bei der Ionen-Implantation der Gate-Schicht beträgt eine Dosis 1,0 × 1015 bis 1,0 × 1016 Ionen
pro cm2, was größer oder gleich der Dosis bei
der Ionen-Implantation
der Source/Drain-Bereiche ist, und eine Implantationsenergie oder
Beschleunigungsspannung liegt in dem Bereich von 10 bis 60 KeV.
Bei der vorliegenden Erfindung stehen die Dosis und die Beschleunigungsspannung
in einer Korrelation mit einer Verteilung der Ge-Konzentration.
Dementsprechend wird eine optimale Bedingung für die Ionen-Implantation durch
Experiment oder Berücksichtigung
von experimentell gewonnenen Korrelationsfaktoren erzielt.
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Nach
einem Durchführen
der Ionen-Implantation auf die Gate-Schicht des NMOS-Transistorbereichs
wird das Photoresistmuster 27 entfernt und ein Diffusions-
und Temperverfahren ausgeführt.
Folglich wird die Ge-Verteilung in der Gate-Schicht verändert. Das
heißt,
unter dem Einfluß der
Ionen-Implantation wird Ge diffundiert, um gleichförmig über die
gesamte Gate-Schicht des NMOS-Transistorbereichs verteilt zu sein.
Jedoch wird bei dem PMOS-Transistorbereich Ge hauptsächlich lediglich über die
Polysilizium-Keimschicht 21 und die Poly-SiGe-Schicht 23 der Gate-Schicht
diffundiert sein. Bei dem Diffusions- und Temperverfahren besteht
keine Notwendigkeit, die Verteilung der Ge-Konzentration in der Gate-Schicht
vollständig
gleichförmig
auszubilden. Wenn nach der Ionen-Implantation zum Ausbilden der
Source/Drain-Bereiche ein darauffolgendes Verfahren, wie beispielsweise
ein Tempern oder ein thermisches Oxidationsverfahren ausgeführt wird,
wird Ge erneut diffundiert, was es der Verteilung der Ge-Konzentration
in der Gate-Schicht ermöglicht, vollständig vereinheitlicht
zu sein.
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Das
Diffusions- und Temperverfahren kann unter Verwendung eines schnellen
thermischen Verarbeitungsverfahrens (rapid thermal processing = RTP)
durchgeführt
werden, bei welchem leicht die Wärme
gesteuert und die Prozeßzeit
verringert werden kann. Ebenso wird es bevorzugt, daß das Diffusions-
und Temperverfahren bei einer Temperatur für 10 bis 60 Sekunden durchgeführt wird,
die 900°C
höher als
die gewöhnliche
Temper-Temperatur liegt. Die Duffusions- und Temperzeit kann gemäß verschiedenen
Faktoren verändert
werden. Beispielsweise wird umso mehr Diffusions- und Temperzeit
eingestellt, je größer die
Dicke der Gate-Schicht ist. Außerdem
wird umso mehr Diffusions- und Temperzeit eingestellt, je niedriger
die Temperatur und die Zeit des darauffolgenden Temperverfahrens
ist. Das Diffusions- und Temperverfahren kann in einer Sauerstoffatmosphäre durchgeführt werden.
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Gemäß 8 werden
Gate-Muster oder Gate-Elektroden 110, 120 der
NMOS- und PMOS-Transistoren
durch Mustern der Gate-Schicht und der Gate-Isolationsschicht 12 ausgebildet.
Ein Mustern der Gate-Schicht wird mittels eines Verfahrens eines
Anwendens eines Photoresists, eines Ausbilden eines Photoresistmusters
durch eine Photobelichtung und bzw. -entwicklung, und eines Ätzens der
Gate-Schicht unter Verwendung des Photoresistmusters als eine Ätzmaske
ausgeführt.
Zusätzlich
kann ein Temperverfahren zum Ausheilen von Beschädigungen der Seitenwände der
Gate-Elektroden 110, 120 aufgrund des Ätzens beim
Mustern der Gate-Schicht ausgeführt
werden. Alternativ dazu kann nun zusammen mit dem Temperverfahren
zum Ausheilen der Beschädigungen
der Seitenwände
der Gate-Elektroden 110, 120 das Diffusions- und
Temperverfahren zur vorhergehend beschriebenen Umverteilung der
Ge-Konzentration, d.h., zum gleichförmigen Verteilen der Ge-Konzentration
in den Gate-Elektroden 110, 120 des NMOS-Transistorbereichs
und Erhöhen
der Ge-Konzetration in dem Polysilizium-Keimschichtabschnitt der
Gate-Elektrode 110, 120 des PMOS-Transistorbereichs
durchgeführt werden.
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Gemäß dem Ergebnis
des Diffusions- und Temperverfahrens zur Umverteilung von Ge, ist
die Ge-Verteilung über
die gesamten Gate-Elektroden 110 des NMOS-Transistorbereichs
gleichförmig. Ebenso
ist die Ge-Verteilung bei den Gate-Elektroden 120 des PMOS-Transistorbereichs
in unteren Abschnitten 121 einschließlich der Keimschichtabschnitte
mit einer relativ hohen Ge-Konzentration gleichförmig. Da jedoch bei oberen
Abschnitten 122 der Gate-Elektroden 120 Ge leicht
diffundiert ist, ist die Ge-Konzentration
in den oberen Abschnitten 122 sehr niedrig.
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Nach
Ausbildung der Gate-Elektroden wird eine Störstellen-Implantation zum Ausbilden
von Source/Drain-Bereichen ausgeführt. Zunächst werden bei der Ionen-Implantation
Störstellenionen
vom n-Typ in Abschnitte des NMOS-Transistorenbereichs, in welchen
die Source- und Drain-Bereiche ausgebildet werden sollen, leicht
implantiert. Wenn die Abschnitte des NMOS-Transistorbereichs implantiert
werden, werden Abschnitte des PMOS-Transistorbereichs, in welchen
die Source- und Drain-Bereiche ausgebildet werden sollen, mittels
einer Ionen-Implantationsmaske geschützt. Nach der Implantation
des NMOS-Transistorbereichs werden in die Abschnitte des PMOS-Transistorbereichs
Störstellenionen
vom p-Typ leicht implantiert, während die
Abschnitte des NMOS-Transistorbereichs mittels einer Ionen-Implantationsmaske
geschützt
sind. Es ist zu beachten, daß bei
der Beschreibung der Ausführungsform
die Abschnitte des NMOS-Transistorbereichs vor den Abschnitten des
PMOS-Transistorbereichs implantiert wird. Es können jedoch die Abschnitte
des PMOS-Transistorbereichs ebenso zuerst implantiert werden.
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Gemäß 9 wird
nach der leichten Ionen-Implantation der NMOS- und PMOS-Transistorbereiche
eine konforme Isolationsschicht über
einem Substrat ausgebildet und ein anisotropes Ätzverfahren wird zum Ausbilden
von Gate-Spacern 130 auf den Seitenwänden der Gate-Elektroden 110, 120 durchgeführt. In
einem Zustand, bei dem die Spacer 130 ausgebildet sind,
werden Störstellenionen
vom n-Typ und vom p-Typ in die Abschnitte der NMOS- bzw. PMOS-Transistorbereiche
stark implantiert. Zu diesem Zeitpunkt dienen die Spacer 130 und
die Gate-Elektroden 110, 120 als eine Ionen-Im plantationsmaske.
Folglich werden Source/Drain-Bereiche und Kanäle mit zweifach dotierten (dual
doped) Strukturen ausgebildet. Alternativ dazu können die Source- und Drain-Bereiche
durch Durchführen
von lediglich der starken Ionen-Implantation ohne der leichten Ionen-Implantation
ausgebildet werden.
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Wenn
die leichten und schweren Ionen-Implantationen ausgeführt werden,
werden Bor-Ionen als Störstellen
in die Gate-Elektroden 110, 120 und die Source/Drain-Bereiche
des PMOS-Transistorbereichs implantiert. Bei der Bor-Ionen-Implantation
beträgt
eine Beschleunigungsspannung 5 bis 20 KeV, was um ein Vielfaches
kleiner als bei der n-Typ-Ionen-Implantation ist, und eine Dosis
beträgt
1,0 × 1015 bis 1,0 × 1016 Ionen/cm2, was ähnlich
oder leicht größer als
die Dosis bei der n-Typ-Ionen-Implantation ist. Da Bor-Ionen im
Allgemeinen sehr gut diffundieren, wird es bevorzugt, die Beschleunigungsspannung
zu minimieren.
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Ebenso
werden bei den leichten und schweren Ionen-Implatationen Arsen-Ionen
als Störstellen in
die Gate-Elektroden und die Source/Drain-Bereiche der NMOS-Transistorbereiche
implantiert. Bei der Arsen-Ionen-Implantation beträgt eine
Beschleunigungsspannung 10 bis 60 KeV und eine Dosis beträgt 1,0 × 1015 bis 1,0 × 1016 Ionen/cm2, was ähnlich zu
der Dosis bei der Phospor-Ionen-Implantation der Gate-Schicht ist,
wie voranstehend beschrieben.
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Als
nächstes
wird ein Temperverfahren ausgeführt,
um Beschädigungen
der Source/Drain-Bereiche entsprechend der Ionen-Implantation zu
kompensieren, und zum Diffundieren und Aktivieren der implantierten
Ionen. Bei dem Temperverfahren beträgt die Temperatur weniger als
600 °C und
die Verfahrenszeit ist in einem Bereich von einigen bis einigen
zig Sekunden. Das Temperverfahren unterstützt ein Diffundieren von Ge
in den Gate-Elektroden der NMOS-Transistoren und eine Vereinheitlichung
der Ge-Konzentration. Es ist jedoch zu beachten, daß es nicht
möglich
ist, lediglich durch Tempern bei diesem Schritt ohne einem Durchführen eines
separaten Verfahrens, wie beispielsweise des vorhergehend beschriebenen
Diffusions- und Temperverfahrens, das Ge vollständig zu diffundieren oder die
Ge-Konzentration vollständig
zu vereinheitli chen bzw. zu vergleichmäßigen, da es in jüngster Zeit
eine wachsende Tendenz dahingehend gibt, die thermische Belastung
bei der Herstellung von Halbleitervorrichtungen einschließlich des
Temperverfahrens in diesem Schritt zu verringern.
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Gemäß 10 wird
eine Titan- oder Kobalt-Metallschicht mit einer Dicke von 10 bis
30 nm (100 bis 300 Å) über oder
auf dem Substrat mittels eines physikalischen Dampfabscheidungsverfahrens (PVD)
oder eines Sputterverfahrens abgeschieden, und ein Temperverfahren
wird zum Umwandeln der Metallschicht in eine Silizidschicht ausgeführt. Anschließend wird
die Silizidschicht geätzt,
um alle Schichten außer
Abschnitten, die auf den Gate-Elektroden abgeschieden worden sind,
und den freigelegten bzw. belichteten Abschnitt des Substrats zu
entfernen. Abschnitte 140 der Silizidschicht, die auf den Gate-Elektroden 110, 120 abgeschieden
worden sind, können
ohne weiteres ausgebildet werden, da die Ge-Konzentration in allen
oberen Abschnitten der Gate-Elektroden 110, 120 der
NMOS- und PMOS-Transistorbereiche unterhalb von 10% oder 5% liegen.
Der obere Abschnitt 140 der Silizidschicht kann mit einer
Dicke ausgebildet sein, die dicker als die der Abschnitte 141 der
Silizidschicht ist, die auf dem Substrat abgeschieden worden ist.
Ebenso kann bei diesem Schritt der Effekt eines Aktivierens vom
implantierten Ionen entsprechend der Temper-Temperatur erreicht
werden.
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11 bis 14 sind
Graphen, die die Ergebnisse von Experimenten zeigen, welche den
Effekt der vorliegenden Erfindung darstellen. Die Experimente wurden
unter Berücksichtigung
der Bedingungen in den Verfahrensschritten der Herstellung von einer
tatsächlichen
CMOS-Halbleitervorrichtung ausgeführt. Zunächst wurde bei den Experimenten eine
Gate-Isolationsschicht Ox auf einem Substrat Sub ausgebildet. Wie
unter Bezugnahme auf die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung beschrieben, werden nacheinanderfolgend eine Polysilizium-Keimschicht,
eine Poly-SiGe-Schicht
und eine zusätzliche
Polysiliziumschicht auf der Gate-Isolationsschicht ausgebildet.
Um den Grad an Diffusion von Ge im jeweiligen Verfahrensschritt
zu bestimmen, wurden die Keimschicht und die Zusatzschicht, welche
aus Polysilizium aufgebaut sind, bis zu einer ausreichenden Dicke,
d.h., jeweils ungefähr
mit 50 nm (500Å), ausgebildet.
Anschließend
ist eine Poly-SiGe-Schicht mit einem Ge-Gehalt von 35% mit einer
Dicke von ungefähr
100 nm (1000Å)
ausgebildet worden.
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Gemäß 11 ist
ein Diffusions- und Temperverfahren auf die Polysilizium-Keimschicht, die Poly-SiGe-Schicht
und die zusätzlich
Polysiliziumschicht, die eine Gate-Schicht ausbilden, in einer Sauerstoffatmosphäre ohne
Störstellenimplantation ausgeführt worden.
Das Diffusions- und Temperverfahren wurde bei mehr als 900°C für 10 bis
60 Sekunden mittels einer RTP-Vorrichtung durchgeführt. Die Ergebnisse
des Diffusions- und Temperverfahrens werden mittels eines Auger-Elektronen-Spektroskops
gemessen. Das Auger-Elektronen-Spektroskop kann die Bestandteile
und der Gehaltanteil der Gate-Schicht durch Injizieren von Elektronenstrahlen auf
eine freigelegte Oberfläche
der Gate-Schicht und Messen einer Energie von Auger-Elektronen,
die von der freigelegten Oberfläche
der Gate-Schicht reflektiert werden, analysieren. Um beim Messen
Materialschichten in der Gate-Schicht freizulegen und Bestandteile
und ihr Gehaltsanteil darin zu messen, werden Materialien, die die
Gate-Schicht ausbilden, allmählich
von ihrer oberen Oberfläche
zu ihrem Inneren hin entfernt. Bei dem Graph von 11 zeigt eine
horizontale Achse die Sputter-Zeit an, bei welcher Elektronenstrahlen
injiziert worden sind, und eine vertikale Achse zeigt eine Konzentration
von Atomen, beispielsweise Sauerstoff, Ge und Silizium entsprechend
zu der Sputter-Zeit, d.h., einer Tiefe von der oberen Oberfläche der
Gate-Schicht. Gemäß dem Graphen
wird eine Ge-Konzentration in der Poly-SiGe-Schicht auf dem gleichen
Wert aufrechterhalten, wie bei dem, als sie zunächst ausgebildet worden ist.
Dementsprechend ist es ersichtlich, daß Ge nicht lediglich durch
ein einfaches Wärmebehandlungsverfahren,
wie beispielsweise den vorhergehend beschriebenen Diffusions- und
Temperverfahren, diffundiert wird.
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Gemäß 12 wurde
unter der gleichen Bedingung wie bei dem Experiment von 11 eine Gate-Schicht
ausgebildet und anschließend
ein Diffusions- und Temperverfahren ausgeführt. Vor dem Durchführen des
Diffusions- und Temperverfahrens wurde jedoch mittels Ausbilden
einer Ionen-Implantationsmaske zum Freilegen lediglich eines NMOS-Transistorbereichs
und anschließendem
Implantieren von Phosphor darin, ein Phosphor-Ionen-Implantationsverfahren
ausgeführt.
Bei der Ionen-Implantation betrug eine Dosis ungefähr 5,0 × 1015 Ionen/cm2 und
eine Beschleunigungsspannung ungefähr 20 KeV. Die Ergebnisse dieses
Experiments sind in dem Graphen der 12 dargestellt. Gemäß dem Graphen
war die Dicke der Oberflächenoxide
erhöht
und das Ge in einer Poly-SiGe-Schicht war angesichts dessen, daß die maximale
Ge-Konzentration darin von zunächst
35% auf 23,4% erniedrigt worden ist, stark nach oben und unten diffundiert
worden. Ebenso ist es ersichtlich, daß da die Ge-Konzentration in
den Oberflächenoxiden abrupt
verringert worden ist, diese als eine Ge-Diffusionsstopschicht dienen
kann. Obgleich die Ge-Konzentration in der Gate-Schicht nicht vollständig über die
gesamte Gate-Schicht vereinheitlicht worden ist, betrug die Ge-Konzentration
in der Keimschicht mehr als 10%. Bei einem realen Verfahren zum
Ausbilden einer Halbleitervorrichtung wird die Keimschicht mit einer
sehr kleinen Dicke ausgebildet. Dementsprechend ist es ersichtlich,
daß bei
einem PMOS-Transistorbereich Ge in eine angrenzende Gate-Isolationsschicht
diffundiert werden kann.
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Gemäß 13 ist
eine Gate-Schicht unter der gleichen Bedingung wie bei dem Experiment
von 11 ausgebildet worden, und anschließend wurde nacheinander
ein Diffusions- und Temperverfahren in einer Sauerstoffatmosphäre, ein
Bor-Ionen-Implantationsverfahren und ein Temperverfahren zum Kompensieren
von Beschädigungen
aufgrund des Ionen-Implantationsverfahrens ausgeführt. Die
Ergebnisse dieses Experiments sind in den Graphen der 13 dargestellt.
Gemäß den Graphen
wurde eine Ge-Verteilung
in der Gate-Schicht um einen kleinen Betrag verbreitert und eine
maximale Ge-Konzentration in einem Bereich hoher Konzentration ist
um einen kleinen Betrag verglichen mit dem Graphen in 11 verringert
worden, jedoch ist die Ge-Verteilung in der Gate-Schicht nicht unterschiedlich
zu der, wie sie zu anfangs ausgebildet war. Bei diesem Experiment
waren die Verfahren, die auf die Gate-Schicht ausgeführt worden
sind, die gleichen wie die, die auf die Gate-Schicht eines PMOS-Transistorbereichs
bei einem tatsächlichen
Verfahren ausgeführt
worden sind. Es kann daher aus den Ergebnissen geschlossen werden,
daß falls
eine Keimschicht der Gate-Schicht in dem PMOS-Transistorbereich ausreichend dünn ist,
beispielsweise ungefähr 10
nm (100Å),
die Ge-Konzentration
in der Keimschicht in einem gleichen Maße verteilt sein wird, wie die einer
Poly-SiGe-Schicht, wie sie zu anfangs ausgebildet worden ist, jedoch
wird Ge kaum in die Zusatzschicht der Gate-Schicht diffundieren.
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Gemäß 14 ist
eine Gate-Schicht unter der gleichen Bedingung wie bei dem Experiment
von 11 ausgebildet worden. Anschließend wurden nacheinander
ein Phosphor-Ionen-Implantationsverfahren, ein Diffusions- und Temperverfahren
in Sauerstoffatmosphäre,
ein Arsen-Ionen-Implantationsverfahren zum Ausbilden von Source/Drain-Bereichen
und ein Temperverfahren zum Kompensieren von Beschädigungen
aufgrund der Ionen-Implantation ausgeführt. Die Ergebnisse dieses
Experiments werden im Graphen der 14 dargestellt.
Gemäß dem Graphen
wurde die Ge-Verteilung verglichen mit der in 11 über die
gesamte Gate-Schicht vollständig
vereinheitlicht bzw. gleichmäßig ausgebildet. Die
Ge-Konzentration in der Gate-Schicht betrug ungefähr 17,2%,
was etwa die Hälfte
von der ist, die zunächst
ausgebildet worden ist und ungefähr
35% betrug. In Anbetracht der Dicke einer Polysiliziumschicht und
einer Poly-SiGe-Schicht ist es ebenso ersichtlich, daß Ge über die
gesamte Gate-Schicht gleichmäßig diffundiert
worden ist.
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Wie
aus der vorhergehenden Beschreibung entnehmbar, ist es ersichtlich,
daß die
vorliegende Erfindung eine CMOS-Halbleitervorrichtung und ein Herstellungsverfahren
dafür vorsieht,
welche eine effektive Ge-Konzentration in einer Gate-Schicht eines NMOS-Transistorbereichs
unterschiedlich zu der eines PMOS-Transistorbereichs ausbilden kann,
wodurch eine Verarmung von Gate-Störstellen verhindert wird und
die Leistungsfähigkeit
der Vorrichtung stark verbessert wird.
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Obgleich
diese Erfindung unter Bezugnahme auf ihre bevorzugten Ausführungsformen
detailliert gezeigt und beschrieben worden ist, ist es für den Fachmann
ersichtlich, daß sie
in Form und Detail abgeändert
werden kann.