DE102009041068A1 - Vorrichtung sowie Verfahren zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand, wie zum Beispiel zur galvanischen Abscheidung einer Lackschicht auf eine Karosserie eines Fahrzeugs.
- Eine Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung weist typischerweise eine Stromversorgung mit einer ersten Elektrode und einer zweiten Elektrode auf, die mit einem elektrisch leitenden zu beschichtenden Gegenstand elektrisch verbunden ist. Die Elektroden und der zu beschichtende Gegenstand werden in eine Lösung mit Metallionen getaucht. Auf Grund der Spannung zwischen der Elektrode und dem zu beschichtenden Gegenstand werden die Metallionen aus der Lösung auf dem Gegenstand abgeschieden und es wird eine Metallschicht auf dem Gegenstand aufgebaut. Abhängig vom Ionentyp kann die Elektrode die Anode und der Gegenstand kann die Kathode sein oder die Elektrode kann die Kathode und der Gegenstand kann die Anode der galvanischen Zelle sein.
- Galvanische Abscheidung kann auch verwendet werden, um aufgeladene Partikel aus einer Lösung auf einem Gegenstand abzuscheiden. Dieses Verfahren wird als elektrophoretische Abscheidung bezeichnet und kann verwendet werden, um nicht elektrisch leitende Partikel galvanisch abzuscheiden.
- Die
DE 101 32 349 A1 offenbart ein Verfahren zur elektrophoretischen Beschichtung eines metallischen Gegenstands, insbesondere einer Karosserie oder eines Karosserieteils eines Fahrzeugs mit einer Lackschicht. - Insbesondere bei komplizierten Formen kann die Qualität der Beschichtung weniger hochwertig sein als bei einfacheren Formen, wie Platten. Zum Beispiel kann die Dicke der Beschichtung ungleichmäßig sein. Um dieses Problem zu vermeiden, werden typischerweise mehrere Anoden verwendet, die an zwei oder mehreren Seiten des zu beschichtenden Gegenstands angeordnet sind. Weitere Verbesserungen sind jedoch wünschenswert.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung anzugeben, mit denen eine gleichmäßigere Beschichtung erreicht werden kann.
- Gelöst ist dies mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung gibt eine Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand an, die mindestens eine Anode mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil sowie einen Behälter zur Aufnahme einer Lösung der ersten Anode und des Gegenstands umfasst, wobei die Schicht aus der Lösung auf den Gegenstand galvanisch abgeschieden wird. Der erste Teil der Anode ist an einer ersten einstellbaren Stromversorgung und der zweite Teil der Anode an einer zweiten einstellbaren Stromversorgung angeschlossen. Die erste Stromversorgung und die zweite Stromversorgung sind separat einstellbar.
- Die zwei Teile der Anode sind somit separat mit zwei unterschiedlichen Stromversorgungen elektrisch verbunden. Dies ermöglicht, dass die Stromversorgung eines Teils der Anode anders ist als bei dem anderen Teil. Zum Beispiel kann zwischen dem ersten Anodenteil und dem Gegenstand eine höhere Spannung angelegt werden als zwischen dem zweiten Anodenteil und dem Gegenstand.
- Bei geeignetem Einstellen der zwei Stromversorgungen und Anordnen der zwei Anodenteile kann die Abscheidungsrate von der Schicht aus der Lösung lokal eingestellt werden. In diesem Zusammenhang bezeichnet 'lokal' eine räumlich begrenzte und räumlich gezielte Abscheidung. Diese lokale Einstellung der Abscheidungsbedingungen ist bei der Beschichtung komplizierter Formen von Vorteil, da Inhomogenitäten, wie beispielsweise eine unterschiedliche Schichtstärke, durch das separate Einstellen der zwei Anodenteile kompensiert werden können, um die Qualität der Schicht zu verbessern.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann verwendet werden, um eine Metallschicht auf den Gegenstand abzuscheiden. Die Vorrichtung kann auch verwendet werden, um eine elektrophoretische Abscheidung durchzuführen, wobei nicht elektrisch leitende Partikel mit einem Komplexion in der Lösung chemisch verbunden werden, damit diese aufgeladenen Partikel galvanisch auf den Gegenstand abgeschieden werden können.
- In einem Ausführungsbeispiel sind diese nicht elektrisch leitenden Partikel Pigmente, so dass eine Lackschicht mit der Vorrichtung abgeschieden werden kann. Die Vorrichtung kann somit dazu verwendet werden, um eine Schicht, wie eine Lackschicht, auf einer Karosserie oder einem Karosserieteil eines Fahrzeugs abzuscheiden.
- In einem ersten Ausführungsbeispiel sind der erste Teil und der zweite Teil der Anode an gegenüberliegenden Wänden des Behälters angeordnet. Der zu beschichtende Gegenstand wird zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil der Anode angeordnet. Das Abscheiden auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Gegenstands kann somit getrennt eingestellt werden.
- In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind der erste Teil und der zweite Teil der Anode an derselben Wand des Behälters angeordnet. Die Teile können nebeneinander in einer horizontalen Ebene oder vertikal übereinander angeordnet werden. Durch diese Anordnung kann das Abscheiden auf einer Seite des Gegentands lokal eingestellt werden, wenn der Gegenstand zwischen den Anodenteilen angeordnet wird. Wenn die Anodenteile übereinander angeordnet sind, kann die Abscheidungsrate in Abhängigkeit von der Höhe des Gegenstands eingestellt werden.
- Die Vorrichtung kann auch mehr als eine Anode aufweisen. In einem Ausführungsbeispiel ist ferner eine zweite Anode mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil vorgesehen. Diese zweite Anode kann die Anordnung eines der vorherstehenden Ausführungsbeispiele der ersten Anode aufweisen.
- In einem Ausführungsbeispiel ist der erste Teil der zweiten Anode an der ersten Stromversorgung angeschlossen, d. h., dass der erste Teil der ersten Anode sowie der erste Teil der zweiten Anode an derselben Stromversorgung angeschlossen sind. Der zweite Teil der zweiten Anode kann auch an der zweiten Stromversorgung angeschlossen sein, so dass der zweite Teil der ersten Anode sowie der zweite Teil der zweiten Anode an derselben Stromversorgung angeschlossen sind.
- In weiteren Ausführungsbeispielen ist der erste Teil der zweiten Anode an einer dritten Stromversorgung angeschlossen, d. h., der erste Teil der ersten Anode und der erste Teil der zweiten Anode sind an unterschiedlichen separat einstellbaren Stromversorgungen angeschlossen. Der zweite Teil der zweiten Anode kann an einer vierten Stromversorgung angeschlossen sein, so dass der zweite Teil der ersten Anode und der zweite Teil der zweiten Anode an unterschiedlich separat einstellbaren Stromversorgungen angeschlossen sind.
- In einem Ausführungsbeispiel sind der erste Teil und der zweite Teil der Anode auf einem gemeinsamen elektrisch isolierenden Substrat montiert. Das Substrat dient als Träger für die Anodenteile und isoliert gleichzeitig elektrisch die Teile voneinander. Die Anode kann als ein Modul bezeichnet werden. Dieses Ausführungsbeispiel vereinfacht das Montieren der Anode im Behälter sowie die Anordnung der Leiter zwischen den Teilen und den Stromversorgungen.
- Der erste Teil und der zweite Teil der Anode können gleiche oder unterschiedliche Flächen aufweisen. Die Stromdichte des galvanischen Abscheidungsverfahrens ist abhängig von der Fläche der Elektrode. Folglich kann die Qualität der abgeschiedenen Schicht auch durch die Auswahl und/oder das Einstellen der Fläche der Anodenteile weiter optimiert werden. In einem Ausführungsbeispiel wird die Fläche des ersten Teils und des zweiten Teiles der Anode entsprechend dem zu beschichteten Gegenstand bemessen. In einem bestimmten Ausführungsbeispiel weist der erste Teil der Anode eine Fläche auf, die doppelt so groß ist wie die Fläche des zweiten Teils der Anode.
- Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand, das folgendes umfasst. Ein Behälter wird bereitgestellt, in dem eine erste Anode mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil, eine Lösung und der Gegenstand angeordnet werden. Der erste Teil der ersten Anode wird an einer ersten einstellbaren Stromversorgung und der zweite Teil der ersten Anode an einer zweiten einstellbaren Stromversorgung angeschlossen. Die erste Stromversorgung und die zweite Stromversorgung werden separat voneinander eingestellt, wodurch eine Schicht aus der Lösung auf den Gegenstand galvanisch abgeschieden wird.
- In einem Ausführungsbeispiel werden Partikel aus der Lösung auf den Gegenstand elektrophoretisch abgeschieden, um die Schicht auf dem Gegenstand zu bilden. Die Lösung kann Komplexionen aufweisen, die sich mit den Partikeln chemisch verbinden, um den Partikeln eine Ladung zu geben und die Partikel mit einem galvanischen Verfahren abscheiden zu können. Die Lösung kann auch Bindemittel enthalten, um Agglomeration und Absetzung der Partikel zu verhindern. Elektrophoretische Verfahren können verwendet werden, um nicht elektrisch leitende Partikel galvanisch abzuscheiden.
- In weiteren Ausführungsbeispielen werden die Spannung oder der Strom der ersten Stromversorgung und der zweiten Stromversorgung separat eingestellt.
- Das Verfahren kann auch bei mehreren Anoden angewandt werden. In einem Ausführungsbeispiel wird eine zweite Anode mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil vorgesehen. Die erste Anode und die zweite Anode werden an gegenüberliegenden Wänden des Behälters angeordnet, wobei der erste Teil der zweiten Anode an der ersten Stromversorgung und der zweite Teil der zweiten Anode an der zweiten Stromversorgung angeschlossen werden.
- In weiteren Ausführungsbeispielen werden beliebig viele weitere Anoden verwendet, um eine Schicht auf den Gegenstand abzuscheiden. In diesen Ausführungsbeispielen werden diese Anoden auch an Stromversorgungen angeschlossen. Diese weiteren Anoden könne einteilig oder zweiteilig sein.
- In einem Ausführungsbeispiel wird der Gegenstand durch den Behälter transportiert, während die Schicht auf den Gegenstand galvanisch abgeschieden wird. Mehrere Anoden mit jeweils zwei separat einstellbaren Teilen können in Transportrichtung nacheinander entlang eines langen Behälters angeordnet werden. Durch diese Anordnung der Anoden wird ermöglicht, die Abscheidungsbedingungen abhängig von der Abscheidungszeit und von der Schichtstärke separat einzustellen.
- Zum Beispiel kann das erste Anodenpaar mit einer höheren oder einer geringeren Spannung versorgt werden, als das nächste Anodenpaar in der Transportrichtung. Folglich kann der untere Schichtteil, der sich bildet, während sich der Gegenstand zwischen den Anoden des ersten Anodenpaares befindet, schneller oder langsamer abgeschieden werden, als der obere Schichtteil, der abgeschieden wird, während sich der Gegenstand zwischen den Anoden des zweiten Anodenpaares befindet. Die Schichtqualität kann damit erhöht werden.
- Ein Verfahren nach einem dieser Ausführungsbeispiele kann verwendet werden, um eine Lackschicht auf einer Fahrzeugkarosserie oder einem Fahrzeugkarosserieteil aufzubringen. Die Lackschicht kann die erste Lackschicht sein, die direkt auf dem Metall der Karosserie oder direkt auf einer passivierten Oberfläche der Karosserie aufgebracht wird.
- Ausführungsbeispiele werden nun anhand der Zeichnungen näher erläutert.
-
1 zeigt eine Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung nach einem ersten Ausführungsbeispiel, -
2 zeigt mehrere Anoden einer Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel, -
3 zeigt eine Anode mit zwei getrennten Teilen nach einem dritten Ausführungsbeispiel, und -
4 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Beschichtung einer Karosserie eines Fahrzeugs. -
1 zeigt eine Vorrichtung1 zur galvanischen Abscheidung nach einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung1 weist eine elektrisch leitende Anode2 aus zwei Teilen3 ,4 und zwei Stromversorgungen5 ,6 auf. Die Stromversorgungen5 ,6 weisen jeweils einen positiven Anschluss7 und einen negativen Anschluss8 auf. - Die zwei Teile
3 ,4 der Anode2 sowie ein elektrisch leitender zu beschichtender Gegenstand9 sind in einer Lösung10 in einem Behälter11 angeordnet. Die Lösung10 wird auch als ein Bad oder ein galvanisches Bad bezeichnet. Die zwei Teile3 ,4 der Anode2 sind voneinander getrennt und sind in diesem Ausführungsbeispiel an gegenüberliegenden Seiten des zu beschichtenden Gegenstands9 in der Lösung10 angeordnet. - Der erste Teil
3 der Anode2 ist an dem positiven Anschluss7 der ersten Stromversorgung5 und der zweite Teil4 der Anode2 ist an dem positiven Anschluss7 der zweiten Stromversorgung6 angeschlossen. Der negative Anschluss8 der ersten Stromversorgung5 sowie der negative Anschluss8 der zweiten Stromversorgung6 ist an dem zu beschichtenden Gegenstand9 angeschlossen. Der Gegenstand9 sieht eine Kathode vor. - Die zwei Stromversorgungen
5 ,6 sind separat einstellbar, so dass die Spannung der zwischen jedem Teil3 ,4 der Anode2 und der Kathode bzw. dem Gegenstand9 separat einstellbar ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Stromversorgung5 so eingestellt, dass eine Spannung V1 zwischen dem ersten Teil3 der Anode2 und dem Gegenstand9 gesetzt wird. Die zweite Stromversorgung6 wird separat eingestellt, so dass eine Spannung V2 zwischen dem zweiten Teil4 der Anode2 und dem Gegenstand9 gesetzt wird, wobei die Spannung V2 anders ist als die Spannung V1. - Folglich kann die Stromdichte zwischen jedem Teil
3 ,4 der Anode2 und dem Gegenstand9 getrennt eingestellt werden, so dass beispielsweise die Abscheidungsrate der Schicht auf den zwei gegenüberliegenden Seiten des Gegenstands9 getrennt einstellbar ist. Diese Anordnung ermöglicht es, eine Schicht mit einer höheren Gesamtqualität auf den Gegenstand9 abscheiden zu können. - Die Lösung
10 kann Metallionen aufweisen, so dass eine metallische Schicht auf dem Gegenstand9 aufgebaut wird. In diesem Ausführungsbeispiel wird die Vorrichtung1 verwendet, um eine Lackschicht auf den Gegenstand9 aufzubringen. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Lösung10 voll entsalztes Wasser, Pigmente, Bindemittel und Lösemittel auf. Die Pigmente können in Form von nicht elektrisch leitenden Partikeln in der Lösung10 vorhanden sein, die mit einem Komplexion verbunden sind, so dass die Partikel mit einer Ladung vorgesehen sind. Diese Komplexpartikel können auf den Gegenstand9 mit der Vorrichtung1 galvanisch abgeschieden werden. - Der Gegenstand
9 kann eine Karosserie eines Fahrzeugs, wie eines Kraftfahrzeugs sein. Der Gegenstand9 kann auch ein Teil einer Fahrzeugskarosserie sein. Der zu beschichtende Gegenstand9 kann aus Stahl, Aluminium, einer Aluminiumlegierung oder einem vorbeschichteten Stahl, wie verzinktem Stahl, bestehen. -
2 zeigt sechs Anoden2 einer Vorrichtung1' zur galvanischen Abscheidung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel. Vier der Anoden2' weisen zwei Teile3 ,4 auf, die an zwei unterschiedlichen getrennt einstellbaren Stromversorgungen5 ,6 angeschlossen sind, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Zwei der Anoden weisen ein Teil auf. - Die zwei Teile
3 ,4 der jeweiligen Anoden2' sind vertikal angeordnet, so dass der erste Teil3 oberhalb des zweiten Teils4 im Behälter11 angeordnet ist. Die Anoden2' des zweiten Ausführungsbeispiels sind paarweise angeordnet. Der erste Teil3 der beiden Anoden2' des ersten Anodenpaars12 ist an der ersten Stromversorgung5 angeschlossen und der zweite Teil4 der beiden Anoden2' des ersten Anodenpaars12 ist an der zweiten Stromversorgung6 angeschlossen. Die zwei Anoden2' des ersten Anodenpaars12 werden in einem Ausführungsbeispiel an gegenüberliegenden Seiten eines zu beschichtenden Gegenstands9 angeordnet, wie im Ausführungsbeispiel der4 . - Die Vorrichtung
1' nach dem zweiten Ausführungsbeispiel weist ein zweites Anodenpaar13 auf, das die gleiche Anordnung wie das erste Anodenpaar hat. Der erste Teil3 der beiden Anoden2' des zweiten Anodenpaars13 ist mit einer dritten separat einstellbaren Stromversorgung14 und der zweite Teil4 der beiden Anoden2' des zweiten Anodenpaars13 ist mit einer separat einstellbaren vierten Stromversorgung15 angeschlossen. Der erste Teil3 ist oberhalb des zweiten Teils4 der beiden Anoden2' des zweiten Anodenpaars13 angeordnet, wie bei dem ersten Anodenpaar12 . Die Anoden2' des zweiten Anodenpaars13 können auch an gegenüberliegenden Seiten eines zu beschichtenden Gegenstands9 angeordnet werden, wie dies in der4 dargestellt ist. - Die vier Stromversorgungen
5 ,6 ,14 ,15 , die an den getrennten Teilen3 ,4 der Anoden2' der Anodenpaare12 ,13 angeschlossen sind, können jeweils separat eingestellt werden. Es ist somit möglich, die Spannung jeder Stromversorgung unterschiedlich einzustellen, so dass die Abscheidungsrate im oberen Bereich des Gegenstands9 , der sich zwischen den ersten Teilen3 der Anode2' des ersten Anodenpaars12 befindet, anders ist als im unteren Bereich des Gegenstands9 , der sich zwischen den zweiten Teilen4 der Anode2' des ersten Anodenpaars12 befindet. Die Stromversorgungen5 ,6 , können separat eingestellt werden, so dass die Schichtstärke der auf dem Gegenstand9 abgeschiedenen Schicht gleichmäßiger ist. - Die Stromversorgungen
14 ,15 des zweiten Anodenpaares13 können auch separat eingestellt werden, so dass die Abscheidungsrate im oberen Bereich anders ist, als im unteren Bereich des Gegenstands9 . Die Stromversorgungen14 ,15 des zweiten Anodenpaares13 können anders eingestellt werden, als die Stromversorgungen5 ,6 des ersten Anodenpaares12 , so dass zum Beispiel die Abscheidungsrate, die mit dem ersten Anodenpaar12 erreicht wird, anders ist, als die mit dem zweiten Anodenpaar13 . Wenn sich der Gegenstand9 zunächst zwischen dem ersten Anodenpaar12 und danach zwischen dem zweiten Anodenpaar13 befindet, kann die Abscheidungsrate abhängig von der abgeschiedenen Schichtdicke eingestellt werden. Dies kann auch die Qualität der Schicht verbessern. - Die zwei Teile
3 ,4 der jeweiligen Anoden2' können unterschiedliche oder die gleichen Flächen aufweisen. In einem Ausführungsbeispiel weist der erste Teil3 eine Fläche auf, die doppelt so groß wie die Fläche des zweiten Teils4 ist. Die Gesamtfläche der Anode2 ist somit 2/3:1/3 über die zwei Teile verteilt, wie dies in den2 bis4 dargestellt ist. -
3 zeigt einen Aufbau einer Anode2'' (einer Dialysezelle) aus zwei getrennten Teilen3 ,4 nach einem dritten Ausführungsbeispiel. Diese Anode2'' kann bei dem zweiten Ausführungsbeispiel verwendet werden. Die Anode2'' kann die Form einer sogenannten Box haben. - Die Anode
2'' weist eine elektrisch nicht leitenden Rückwand16 und einen elektrisch nicht leitenden Rahmen17 auf. Innerhalb des Rahmens17 sind die zwei Anodenteile3 ,4 angeordnet. Die zwei Anodenteile3 ,4 sind elektrisch voneinander getrennt und werden jeweils an eine regelbare Stromversorgung angeschlossen. Auf dem Rahmen17 wird eine Anionen durchgängige Membrane18 zusammen mit einem Stützgitter19 bestehen aus elektrisch nicht leitenden Material befestigt. Die Anode2'' besitzt Zu- und Ablauf zum Anschluss an einen separaten Anolyt Kreislauf und ist abgedichtet, was zur Vereinfachung nicht dargestellt ist. Diese Anode2'' kann an der Wand eines Bades oder Tauchbeckens hängen, wie im Ausführungsbeispiel der4 . - Die Bauform der Anodenzelle ist jedoch nicht auf diese Form eingeschränkt. Andere Bauformen von Anodenzellen können auch mit zwei Anodenteilen verwendet werden. Zum Beispiel können runde oder halbrunde Anodenzellen verwendet werden.
-
4 zeigt eine schematisch perspektivische Ansicht eine Vorrichtung1'' zur Beschichtung einer Karosserie20 eines Fahrzeugs mit einer Lackschicht. - Die Vorrichtung
1'' weist mehrere Anoden2'' auf, die paarweise an gegenüberliegenden Wänden21 ,22 entlang der Längsrichtung des Behälters11 angeordnet sind. Jede Anode2'' weist zwei Teile3 ,4 auf, wobei der erste Teil3 oberhalb des unteren Teils4 angeordnet ist, wie dies in den2 und3 dargestellt ist. Der erste Teil3 der zwei gegenüberliegenden Anoden2'' des ersten Anodenpaars12 ist an einer ersten Stromversorgung5 und der zweite Teil4 der zwei gegenüberliegenden Anoden2'' des ersten Anodenpaars12 ist an einer zweiten Stromversorgung6 angeschlossen. Die erste Stromversorgung5 und die zweite Stromversorgung6 sind voneinander separat einstellbar. Der negative Anschluss8 der beiden Stromversorgungen5 ,6 ist an die zu beschichtende Karosserie18 angeschlossen, so dass die Karoserie20 die Kathode der galvanische Zelle bildet. Die Stromversorgungen des zweiten Anodenpaars sowie eines weiteren Anodenpaares sind um der Klarheit willen nicht in der4 dargestellt. - Während der Abscheidung wird die Karosserie
18 durch den Behälter in der nicht dargestellten Lösung in Pfeilrichtung A transportiert. Die Lösung weist voll entsalztes Wasser, Pigmente, Bindemittel und Lösemittel auf, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Die Karosserie18 wird zwischen den Anoden2'' der Anodenpaare12 ,13 nacheinander transportiert und aus der Lösung wird eine Lackschicht auf die Karosserie abgeschieden. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung nach einem ersten Ausführungsbeispiel
- 1'
- Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
- 1''
- Vorrichtung zur galvanischen Abscheidung nach einem dritten Ausführungsbeispiel
- 2
- Anode nach einem ersten Ausführungsbeispiel
- 2'
- Anode nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
- 2''
- Anode nach einem dritten Ausführungsbeispiel
- 3
- erstes Teil der Anode
- 4
- zweites Teil der Anode
- 5
- erste Stromversorgung
- 6
- zweite Stromversorgung
- 7
- positiver Anschluss
- 8
- negativer Anschluss
- 9
- zu beschichtender Gegenstand
- 10
- Lösung
- 11
- Behälter
- 12
- erstes Anodenpaar
- 13
- zweites Anodenpaar
- 14
- dritte Stromversorgung
- 15
- vierte Stromversorgung
- 16
- Rückwand
- 17
- Rahmen
- 18
- Membrane
- 19
- Stützgitter
- 20
- zu beschichtende Karosserie
- 21
- Wand des Behälters
- 22
- Wand des Behälters
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 10132349 A1 [0004]
Claims (15)
- Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand (9 ), umfassend mindestens eine Anode (2 ;2' ,2'' ) mit einem ersten Teil (3 ) und einem zweiten Teil (4 ), einen Behälter (11 ) zur Aufnahme einer Lösung (10 ) der ersten Anode (2 ;2' ,2'' ) und des Gegenstands (9 ), wobei die Schicht aus der Lösung (10 ) auf den Gegenstand (9 ) galvanisch abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) der Anode (2 ;2' ,2'' ) an einer ersten einstellbaren Stromversorgung (5 ) und der zweite Teil (4 ) der Anode (2 ;2' ,2'' ) an einer zweiten einstellbaren Stromversorgung (6 ) angeschlossen ist, wobei die erste Stromversorgung (5 ) und die zweite Stromversorgung (6 ) separat einstellbar sind. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) und der zweite Teil (4 ) der Anode (2 ;2' ,2'' ) an gegenüberliegenden Wänden des Behälters (11 ) angeordnet sind. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) und der zweite Teil (4 ) der Anode (2 ;2' ,2'' ) an derselben Wand des Behälters (11 ) angeordnet sind. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine zweite Anode (2' ,2'' ) mit einem ersten (3 ) Teil und einem zweiten Teil (4 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) der zweiten Anode (2' ,2'' ) an der ersten Stromversorgung (5 ) angeschlossen ist. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (4 ) der zweiten Anode (2' ,2'' ) an der zweiten Stromversorgung (6 ) angeschlossen ist. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) und der zweite Teil (4 ) der Anode (2' ) auf einem gemeinsamen elektrisch isolierenden Substrat (19 ) montiert sind. - Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (3 ) der Anode (2' ,2'' ) und der zweite Teil (4 ) der Anode (2' ,2' ) eine Fläche aufweist, welche entsprechend dem zu beschichtenden Gegenstand (9 ) zu bemessen ist. - Verwendung der Vorrichtung (
1 ;1' ,1'' ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur elektrophoretischen Abscheidung einer Schicht auf einer Karosserie oder einem Karosserieteil eines Fahrzeugs. - Verwendung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht eine Lackschicht ist.
- Verfahren zur galvanischen Abscheidung einer Schicht auf einen Gegenstand (
9 ), umfassend – Bereitstellen eines Behälters (11 ), in dem eine erste Anode (2 ;2' ,2'' ) mit einem ersten Teil (3 ) und einem zweiten Teil (4 ), eine Lösung (10 ) und dem Gegenstand (9 ) angeordnet sind, – Anschließen des ersten Teils (3 ) der ersten Anode (2 ;2' ,2'' ) an einer ersten einstellbaren Stromversorgung (5 ) und des zweiten Teils (4 ) der ersten Anode (2 ;2' ,2'' ) an einer zweiten einstellbaren Stromversorgung (6 ), – Einstellen der ersten Stromversorgung (5 ) und der zweiten Stromversorgung (6 ) separat voneinander, und – Galvanische Abscheidung einer Schicht aus der Lösung (10 ) auf den Gegenstand (9 ). - Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Partikel aus der Lösung (
10 ) auf den Gegenstand (9 ) elektrophoretisch abgeschieden werden, um die Schicht auf dem Gegenstand (9 ) zu bilden. - Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung oder der Strom der ersten Stromversorgung (
5 ) und der zweiten Stromversorgung (6 ) separat eingestellt werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Anode (
2' ,2'' ) mit einem ersten Teil (3 ) und einem zweiten Teil (4 ) vorgesehen wird, die erste Anode (2 ;2' ,2'' ) und die zweite Anode (2' ,2'' ) an gegenüberliegenden Wänden der Behälter (11 ) angeordnet werden, und der erste Teil (3 ) der zweiten Anode (2' ,2'' ) an der ersten Stromversorgung (5 ) und der zweite Teil (4 ) der zweiten Anode (2' ,2'' ) an der zweiten Stromversorgung (6 ) angeschlossen werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand (
9 ) durch den Behälter (11 ) transportiert wird, während die Schicht auf den Gegenstand (9 ) galvanisch abgeschieden wird.
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