DE102009033142A1 - Überschuh - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen neuen Überschuh, der zum Tragen über einem Sportschuh, insbesondere einem Fußballschuh, vorgesehen ist und zum Warmhalten der Füße z. B. auf der Reservebank wartender Fußballspieler dient.
Description
- Die Erfindung betrifft eine neue Verwendung von Überschuhen, sowie einen neuen, für die neue Verwendung geeigneten Überschuh.
- Über normalen Schuhen zu tragende Überschuhe kommen z. B. in Museen zwecks Schonung wertvoller Fußböden oder z. B. als in einem Betriebsgelände vorübergehend anzulegende Schutzbekleidung zum Einsatz.
- Die genannte neue Verwendung nach der vorliegenden Erfindung besteht darin, Überschuhe zur Warmhaltung der Füße über Sportschuhen, insbesondere Fußballschuhen, zu tragen.
- Die Reservespieler auf der Reservebank auch im Winter im Freien betriebener Mannschaftsspiele müssen sich einerseits ständig spielbereit, andererseits auch ausreichend warm halten. Hierzu wird warme, bei Abruf zum Spieleinsatz schnell ablegbare Kleidung über dem Sportdress getragen, welche die Reservespieler bis auf die Füße warmhält. Vorteilhaft werden durch die vorliegende Erfindung in die Warmhaltung nun auch die Füße einbezogen.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also ein Überschuh zum Tragen über einem Sportschuh, insbesondere Fußballschuh, wobei der Überschuh ein weitaus größeres Warmhaltevermögen als der Fußballschuh aufweist.
- Zweckmäßig umfasst der Überschuh, insbesondere ein Sohlenaufbau des Überschuhs, ein Material, das aus mehreren Lagen besteht, wobei das Material vorzugsweise ein Textilmaterial aufweist, durch das sich ein besonders großes Warmhaltungsvermögen erreichen lässt.
- Insbesondere umfasst das Material des Überschuhs eine Wärmeisolationsschicht, die z. B. aus einem Watte-, Filz- oder/und Schaumstoffmaterial besteht.
- Zweckmäßig weist der Überschuh eine wasserundurchlässige und ggf. wasserabweisende Außenhaut auf, durch die das Warmhaltungsvermögen auch bei längerer Feuchtigkeitseinwirkung aufrechterhalten bleibt.
- In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist ein Innenfutter vorgesehen, auf dem der Fußballschuh beim An- und Ausziehen des Überschuhes gut gleiten kann. Der Überschuh lässt sich so schnell und problemlos abstreifen, so dass der Reservespieler jederzeit ohne Verzögerung zum Einwechseln ins Spiel zur Verfügung steht.
- Dem problemlosen An- und Ausziehen des Überschuhs kann auch eine gesonderte, oberhalb des Schnür- bzw. Spannbereichs des Fußballschuhs auf der Innenseite des Überschuhs angeordnete Gleitschicht, z. B. aus Kunststoff, dienlich sein.
- Dem problemlosen Einfahren des Fußballschuhs in den Überschuh dient auch eine verhältnismäßig steife Sohle des Überschuhs, so dass sich die Stollen des Fußballschuhs nicht im Boden des Überschuhs verhaken. Zweckmäßig weist die Sohle innenseitig auch eine glatte Oberfläche auf, so dass die Stollen des Fußballschuhs problemlos darauf gleiten können.
- Andererseits ist zur Erfüllung seiner Warmhaltefunktion für den Überschuh eine feste, sich im Material vom übrigen Material des Überschuhs unterscheidende Sohle nicht zwingend erforderlich.
- Zweckmäßig ist die Sohle mit einer Wärmeisolationsschicht versehen, die vorzugsweise in die Sohle eingebettet ist.
- Die Sohle, vorzugsweise eine Gummisohle, kann an den Sohlenaufbau angespritzt sein.
- Vorzugsweise weist der Überschuh an der Rückseite oder/und Vorderseite eine durch einen Reißverschluss, Klettverschluss oder/und Haken-/Ösenverschluss verschließbare Öffnung auf.
- Zweckmäßig streckt sich an der Rückseite diese Öffnung vom oberen Rand des Überschuhs über dessen gesamte Höhe bis zur Sohle. An der Vorderseite kann die Öffnung bis nahe an die Schuhspitze heranreichen, so dass der Fußballschuh bei geringer Neigung in die Spitze einfahren kann.
- Bei Verwendung eines Klett- oder Haken- und Ösenverschlusses ist am Überschuh zweckmäßig ein die Öffnung überdeckender Überlappungsabschnitt vorgesehen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:
-
1 einen erfindungsgemäßen Überschuh in einer Seitenansicht, -
2 eine Schnittansicht des Überschuhs von1 , -
3 den Überschuh von1 in einer Rückansicht, -
4 den Überschuh von1 in der Rückansicht von3 im geöffneten Zustand, -
5 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Überschuh nach der Erfindung mit einem Haken-Ösen-Verschluss in einer Rückansicht, -
6 den Überschuh von5 im geöffneten Zustand, -
7 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Überschuh nach der Erfindung in einer Draufsicht, und -
8 den Überschuh von7 im geöffneten Zustand. - Ein stiefelartiger, über einem Fußballschuh
1 zu tragender Überschuh weist eine verhältnismäßig steife, z. B. aus Gummi bestehende Sohle2 und einen mit der Sohle2 verbundenen, vorzugsweise ein Textilmaterial umfassenden Sohlenaufbau3 auf. - Wie
2 zeigt, besteht der Sohlenaufbau3 aus mehreren Lagen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich zwischen einer weitgehend wasserundurchlässigen und ggf. auch wasserabweisenden Außenhaut4 aus textilem Gewebe und einem ebenfalls aus textilem Gewebe bestehenden Innenfutter5 eine Wärmeisolationsschicht6 , aus Watte-, Filz- oder/und Schaumstoffmaterial. Das den Sohlenaufbau3 bildende Textilmaterial kann gesteppt sein. - In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist auch die Sohle
2 wärmeisoliert und weist eine eingebettete Wärmeisolationsschicht7 auf, die z. B. aus geschäumtem Gummimaterial besteht. - Wie
3 erkennen lässt, ist der Sohlenaufbau3 an seiner Rückseite mit einem Reißverschluss8 versehen, der sich vom oberen Rand des Stiefelschaftes durchgehend bis zur Sohle2 erstreckt und es ermöglicht, den Sohlenaufbau3 an der Rückseite über seine gesamte vertikale Länge zu öffnen. - Während zweckmäßig das Innenfutter
5 eine glatte Oberfläche aufweist, auf welcher der Fußballschuh1 bei Einführung in den geöffneten Überschuh gut gleiten kann, ist am Sohlenaufbau innen oberhalb eines Schnürbereichs9 des Fußballschuhs1 eine gesonderte Gleitschicht10 , z. B. aus einem Kunststoffmaterial, angebracht. Gute Gleiteigenschaften weist auch die dem Fußballschuh1 zugewandte Innenfläche11 der Sohle2 auf. - Zum An- oder Ausziehen des Überschuhs wird der Reißverschluss
8 geöffnet, so dass sich die an den Reißverschluss angrenzenden Teile des Sohlenaufbaus3 zur Seite klappen lassen, wie dies in4 gezeigt ist. Der Benutzer kann von der Rückseite des Überschuhs her mit dem Fußballschuh am Fuß in den Überschuh hineinfahren, wobei die Gleitfläche10 , gegen die der Schnürbereich9 des Fußballschuhs1 dabei zur Anlage kommt, das Einschieben des Fußballschuhs in den vorderen Überschuhteil erleichtert. Die verhältnismäßig steife Sohle2 mit ihrer dem Fußballschuh zugewandten Gleitfläche11 verhindert dabei eine unerwünschte Verhakung des Überschuhbodens mit den Stollen des Fußballschuhs. Auch beim Herausziehen des Fußballschuhs aus dem Überschuh ergeben sich durch die Gleitfläche10 und die steife Sohle2 die genannten Vorteile. Der Überschuh lässt sich schnell und problemlos an- und ausziehen. - In den nachfolgenden Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie in den vorangehenden Figuren bezeichnet, wobei der betreffenden Bezugszahl der Buchstabe a bzw. b beigefügt ist.
- Das Ausführungsbeispiel von
6 und7 unterscheidet sich von dem vorangehenden Ausführungsbeispiel dadurch, dass an der Rückseite eines Sohlenaufbaus3a anstelle eines Reißverschlusses ein Verschluss mit Haken12 und Ösen13 vorgesehen ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind Haken12 an einem überlappenden Abschnitt14 des Sohlenaufbaus3a angebracht. Umgekehrt könnten dort auch die Ösen befestigt sein. Um das Einhängen der Haken12 in die Ösen13 zu erleichtern, sind die Haken12 jeweils mit einer Lasche15 verbunden. - Anstelle einer innenseitigen Gleitfläche weist die Wand des Sohlenaufbaus
3a an der Vorderseite über dem Schnür- bzw. Spannbereich des Fußballschuhs einen seitlich dehnbaren Bereich16 auf. - Bei dem in Draufsicht gezeigten Ausführungsbeispiel von
7 und8 lässt sich ein Sohlenaufbau3b nicht an der Rückseite sondern an der Vorderseite öffnen, wobei ein sich vom oberen Rand des Stiefelschaftes bis nahe zum vorderen Ende des Überschuhs erstreckender Überlappungsabschnitt14b gebildet ist, an dem Befestigungshaken12b angebracht sind. - Zum An- und Ausziehen des Überschuhs lässt sich der Überschuh in der in
8 gezeigten Weise öffnen, wobei nur ein verhältnismäßig kurzer vorderer Endabschnitt verbleibt, in den der Fußballschuh des Benutzers horizontal eingeschoben werden muss. Im Wesentlichen erfordert das An- und Ausziehen lediglich eine Vertikalbewegung des Fußes bzw. Fußballschuhs. - Abweichend von den gezeigten Ausführungsbeispielen wäre auch eine seitliche Öffnung am Überschuh möglich, wie auch ein Öffnung sowohl vorn als auch hinten.
Claims (16)
- Überschuh zum Tragen über einem anderen Schuh, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Schuh ein Sportschuh, insbesondere Fußballschuh (
1 ) ist und der Überschuh zur Warmhaltung des mit dem Fußballschuh (1 ) bekleideten Fußes vorgesehen ist. - Überschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuh ein Material aus mehreren Lagen (
4 –6 ) umfasst. - Überschuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Material ein Textilmaterial umfasst.
- Überschuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Material eine Wärmeisolationsschicht (
6 ), insbesondere aus einem Watte-, Filz- oder/und Schaumstoffmaterial, aufweist. - Überschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuh eine wasserundurchlässige, und ggf. wasserabweisende Außenhaut (
4 ) aufweist. - Überschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuh ein glattes Innenfutter (
5 ) aufweist, auf dem der Fußballschuh (1 ) beim An- oder Ausziehen des Überschuhes leicht gleiten kann. - Überschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuh oberhalb des Schnür- bzw. Spannbereichs (
9 ) des Fußballschuhes (1 ) eine gesonderte Gleitfläche (10 ), vorzugsweise aus einem Kunststoff, aufweist. - Überschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Überschuh eine verhältnismäßig steife Sohle (
2 ), z. B. aus einem Gummimaterial, aufweist. - Überschuh nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (
2 ) eine Wärmeisolationsschicht, vorzugsweise eine eingebettete Wärmeisolationsschicht (7 ), aufweist. - Überschuh nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeisolationsschicht (
7 ) aus einem Schaumstoff, ggf. aufgeschäumten Gummimaterial der Sohle (2 ), besteht. - Überschuh nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (
2 ) eine glatte Innenoberfläche (11 ) aufweist, auf der die Stollen des Fußballschuhs (1 ) beim An- und Ausziehen des Überschuhes leicht gleiten können. - Überschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite oder/und Vorderseite des Überschuhes eine durch einen Reißverschluss (
8 ), einen Klettverschluss oder/und einen Haken-Ösen-Verschluss (12 ,13 ) verschließbare Öffnung vorgesehen ist. - Überschuh nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung an der Rückseite vom oberen Schuhrand bis zur Sohle oder/und an der Vorderseite vom oberen Schuhrand bis nahe an die Spitze des Überschuhes erstreckt.
- Überschuh nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Öffnung überdeckender Überlappungsabschnitt (
14 ) gebildet ist. - Überschuh nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (
2 ) an den Sohlenaufbau (3 ) angespritzt ist. - Verwendung eines Überschuhes als Überschuh für einen Sportschuh, insbesondere Fußballschuh, zum Warmhalten der Füße.
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