DE102009035833A1 - Fahrzeugsitz - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einem eine Sitzwanne oder Sitzstruktur oder einen Tragrahmen aufweisenden Sitzteil, das wenigstens auf der einer Fahrzeugtür zugewandten Seite mit einer relativ zum Sitzteil zwischen einer ausgefahrenen Funktionsstellung und einer eingefahrenen Außerfunktionsstellung bewegbar ausgebildeten, mit einem Seitenpolster versehenen Seitenwange ausgestattet ist. Die in der Höhe verstellbar ausgebildete Seitenwange (5, 6) liegt in der eingefahrenen Außerfunktionsstellung auf der Sitzwanne oder der Sitzstruktur oder dem Tragrahmen (14) auf.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Durch die
DE 10 2005 022 150 A1 ist ein Fahrzeugsitz mit einem Sitzteil und einem mechanisch mit dem Sitzteil gekoppelten Lehnenteil bekannt, wobei zumindest das Sitzteil mit einer einer Fahrzeugtür zugewandten, relativ zum Sitzteil um eine Schwenkachse schwenkbar ausgebildeten Seitenwange ausgestattet ist. Die Seitenwange ist aus einer ausgefahrenen, einem einsitzenden Fahrzeugnutzer zugeordneten, Seitenhalt bietende Funktionsstellung, in der die Seitenwange die Sitzfläche des Sitzteils überragt, in eine eingefahrene, einem nicht benutzten Fahrzeugsitz zugeordnete Außerfunktionsstellung, in der die Seitenwange im Wesentlichen gleich hoch mit der Sitzfläche angeordnet ist, und umgekehrt bewegbar. Die eingefahrene Außerfunktionsstellung erleichtert dem Fahrzeugnutzer das Aussteigen und Einsteigen. Ähnlich ausgebildete Fahrzeugsitze zeigen die ,FR 2 899 850 , dieWO 92/09451 ,JP-Schriften 60-193730 ,60-193731 und die60-193733 . Bei all diesen Fahrzeugsitzen bilden die Seitenwangen vom Sitzteil unabhängige, selbsttragende Sitzteile, die um eine im rechten Winkel zur Fahrtrichtung an der Vorderseite des Sitzteils angeordnete Drehachse verschwenkbar sind. Nachteilig ist, dass die Seitenwangen das gesamte Gewicht des Fahrzeugnutzers beim Ein- und Aussteigen allein tragen müssen. Die Seitenwangen selbst und deren Anbindung müssen daher sehr stabil ausgebildet sein, was die Kosten und den Integrationsaufwand erhöht. Außerdem müssen die hohen Belastungen im Falle eines Missbrauchs, wenn bspw. der Fahrzeugnutzer auf die Seitenwangen steigt, um Gegenstände auf dem Dachgepäckträger zu verstauen, konstruktiv berücksichtigt werden, wodurch weitere unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht werden.JP 2003335155-A - Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass vorhandene Sitzstrukturen umfangreich modifiziert werden müssten, um die bekannte Seitenwange integrieren zu können.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Fahrzeugsitz mit einer Seitenwange so auszubilden, dass die Seitenwange im ausgefahrenen Funktionszustand einen Seitenhalt bietet wie bei einem Sportsitz und im eingefahrenen Zustand als auch im ausgefahrenen Zustand weder das Gewicht des Fahrzeugnutzers beim Ein- und Aussteigen noch eine Missbrauchslast tragen muss.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Aufgabenlösung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Durch die Erfindung bzw. die Aufgabenlösung wird erreicht, dass die Seitenwange im eingefahrenen Zustand, also in der Einstiegs- und der Ausstiegsphase auf der eigentlichen Sitzstruktur bzw. der Sitzwanne aufliegt, derart, dass die gesamte Last, d. h. das Gewicht des Fahrzeugnutzers beim Einstieg und Ausstieg als auch sämtliche Missbrauchslasten von der Sitzstruktur bzw. der Sitzwanne aufgenommen werden, wie dies bereits bei Fahrzeugsitzen ohne bewegbare bzw. verschwenkbare Seitenwangen der Fall ist. Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht eine leichte, kostengünstige Konstruktion der bewegbaren Seitenwange, die zudem einfacher in bestehende Sitzstrukturen integrierbar ist, da hierzu nur geringe Modifizierungen an der vorhandenen Sitzstruktur vorgenommen werden müssen.
- Die Verstellung der Seitenwange kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Bspw. kann eine Verstellvorrichtung direkt von der im Fahrzeug einsitzenden Person angesteuert werden, indem diese Person durch Betätigung eines Schalters die Verstellvorrichtung aktiviert. Alternativ oder zusätzlich kann die Verstellvorrichtung auch über eine rechnergestützte Einrichtung angesteuert werden, die mit einem oder mehreren Sensoren in Wirkverbindung steht, um die Seitenwangen bspw. in Abhängigkeit davon zu verstellen, ob eine Person auf dem Fahrzeugsitz sitzt, ob eine Fahrzeugtür geöffnet ist, ob ein Motor des Fahrzeugs läuft, ob eine Gurtzange in ein Gurtschloss eingesteckt ist oder ob die Seitenwangen von der Person bereits kontaktiert werden. Im letzteren Fall können Sensoren, insbesondere Drucksensoren in die Seitenwangen integriert sein, deren Signale in der rechnergestützten Einrichtung ausgewertet werden zur Betätigung der Verstelleinrichtung. Eine Überwachung der Position der Seitenwangen relativ zur einsitzenden Person kann bspw. über einen einem Elektromotor zugeführten Strom erfolgen. Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf die Anwendung bei einem Sitzteil beschränkt, sondern kann analog auch bei einer mit Seitenwangen ausgestatteten Rückenlehne verwendet werden oder kann bei Kopfstützen Anwendung finden. Die vorliegende Erfindung kann praktisch universell bei beliebigen Sitzen eingesetzt werden und vorhandene Sitze können mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Seitenwange nachgerüstet werden ohne größeren konstruktiven und kostenmäßigen Aufwand.
- Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden.
- Es zeigt
-
1 schematisch ein Sitzteil eines Fahrzeugsitzes in perspektivischer seitlicher Draufsicht mit beidseitig des Sitzteils angeordneten in der Höhe verstellbaren Seitenwangen, -
2a schematisch eine erste Ausführungsform einer Seitenwangen-Betätigungskinematik mit in Funktionsstellung ausgefahrener Seitenwange in einer Seitenansicht, -
2b die Ausführungsform nach2a mit eingefahrener Seitenwange, -
3 eine zweite Ausführungsform einer Seitenwangen-Betätigungskinematik mit einem Lineargetriebe und einer einseitig angeordneten Seitenwange in eingefahrener Position in perspektivischer seitlicher Draufsicht, -
4 die Ausführungsform nach3 mit in eingefahrener Position befindlicher Seitenwange, -
5 eine dritte Ausführungsform einer Seitenwangen-Betätigungskinematik mit einem Zahnradgetriebe und einer einseitig angeordneten Seitenwange in eingefahrener Position in perspektivischer seitlicher Draufsicht, -
6 die Ausführungsform nach5 mit in eingefahrener Position befindlicher Seitenwange, -
7 eine vierte Ausführungsform einer Seitenwangen-Betätigungskinematik mit einem Kurvengetriebe und einer einseitig angeordneten Seitenwange in eingefahrener Position in perspektivischer seitlicher Draufsicht, -
8 die Ausführungsform nach7 mit in eingefahrener Position befindlicher Seitenwange und -
9 eine fünfte Ausführungsform einer Seitenwangen-Betätigungskinematik mit einem Exzenterantrieb einer einseitig angeordneten Seitenwange in eingefahrener Position in perspektivischer seitlicher Draufsicht. - Gleiche und einander entsprechende Teile sind in den Figuren der Zeichnung mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
- Die Zeichnung zeigt in den
1 bis9 ein Sitzteil2 eines Fahrzeugsitzes mit einem zentralen, mit einem Kissenteil3 (in den2 –9 nicht dargestellt) versehenen Sitzbereich4 , der bzgl. der Fahrzeuglängsrichtung von zwei seitlichen Seitenwangen5 ,6 , die jeweils aus Seitenwangenträgern7 ,8 und darauf angeordneten Seitenwangenpolstern9 ,10 bestehen, und einem vorderen Sitzteilelement12 umgeben ist. Das Sitzteil2 ist entlang Bodenschienen11 verfahrbar. - Die Seitenwange
5 ,6 besteht aus einem Formteil, das wenigstens mit Teilen komplementär zur Sitzwanne14 , Sitzstruktur oder zum Tragrahmen oder zu Teilen der Sitzwanne, Sitzstruktur oder des Tragrahmens ausgebildet ist. Die Seitenwange5 ,6 ist im vorderrandseitigen Bereich70 (2a ,2b ) oder in einem weiter nach hinten versetzten Bereich72 (3 –9 ) des Sitzteils2 gegenüber der Sitzwanne14 anhebbar oder verschwenkbar ausgebildet. - Zum Anheben oder Verschwenken der Seitenwange
5 ,6 ist eine Verstellvorrichtung13 vorgesehen, die vorzugsweise in der Sitzwanne14 untergebracht ist. - Das Sitzteil
2 weist eine Sitzwanne14 oder einen Tragrahmen oder eine Sitzstruktur mit seitlichen in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Wannen- oder Strukturteilen15 ,16 auf, auf denen die Seitenwangen5 ,6 in deren unterer eingefahrener Außerfunktionsstellung (vgl.2b ) aufliegen und mit denen die Seitenwangen5 ,6 gelenkig verbunden sind. - Bei der Ausführungsform nach
2 sind die Seitenwangen5 ,6 am vorderen Ende70 der Sitzwanne14 in einem Drehpunkt21 drehbar angelenkt. - Die Seitenwangen
5 ,6 sind relativ zur Sitzwanne14 zwischen einer ausgefahrenen Funktionsstellung (2a ), in der die Seitenwangen einem Fahrzeuginsassen einen Seitenhalt wie bei einem Sportsitz bieten, und einer eingefahrenen Außerfunktionsstellung (2b ) verstellbar. - Die zum Verstellen der Seitenwangen
5 ,6 vorgesehene Verstellvorrichtung13 weist bei den Ausführungsformen nach den2 –9 eine elektromechanische Antriebseinrichtung20 mit einem Elektromotor (nicht dargestellt) und ein eine Wirkverbindung mit der Seitenwange5 ,6 herstellendes Getriebe22 auf. - Die Seitenwange
5 ,6 bei der Ausführungsform nach2 ist, wie oben schon erwähnt, am vorderen Ende70 bzw. im vorderen Bereich70 drehbar mit der Sitzwanne14 verbunden. Im hinteren Bereich71 greift in einem Drehpunkt73 ein Ende74 einer bzgl. der Sitzwanne14 konkav gebogenen Betätigungsstange77 an, die in einem Führungsteil78 geführt ist, das um einen Drehpunkt79 drehbar gelagert ist, welcher mit dem Sitzwannenschwenkpunkt zusammenfällt. Das andere Ende80 der Betätigungsstange77 ist von einer Feder82 beaufschlagt, die sich mit einem Ende84 am Ende80 der Betätigungsstange77 und mit dem anderen Ende86 am Führungsteil78 abstützt und die Seitenwange5 ,6 in die eingefahrene Außerfunktionsstellung (2b ) vorspannt. Zum Verschwenken der Seitenwange in die ausgefahrene Funktionsstellung ist eine Bowdenzug88 vorgesehen, der am dem Drehpunkt73 gegenüberliegenden Ende80 der Betätigungsstange77 angreift und bei Betätigung die Betätigungsstange77 gegen die Vorspannkraft der Feder82 verschiebt, wodurch die Seitenwange5 ,6 in deren ausgefahrene Funktionsstellung verschwenkt wird (2a ). Die Betätigung des Bowdenzugs88 kann mechanisch über einen Hebel (nicht dargestellt) oder vorzugsweise per Elektromotor (nicht dargestellt) erfolgen, der unter dem Sitzteil bzw. der Sitzwanne14 angeordnet werden kann. Der beschriebene Verstellmechanismus für die Seitenwange5 ,6 nach der Ausführungsform gemäß2 wirkt somit nur zwischen der Sitzwanne14 und der Seitenwange5 ,6 unabhängig vom eigentlichen Sitzteil2 . - Als Getriebe bei den Ausführungsformen nach den
3 –9 kann ein Lineargetriebe23 mit einem oder zwei Gelenken24 dienen, vgl.3 und4 , oder ein Zahnradgetriebe25 , vgl.5 und6 , oder ein Kurvengetriebe26 , vgl.7 und8 , oder ein Exzentertrieb27 , vgl.9 . - Das Lineargetriebe
23 ist nach Art eines zweiseitigen Hebels mit einem ersten Hebelarm28 , der mit einem Ende29 drehgelenkig mit der Sitzstruktur14 und mit dem anderen Ende30 drehgelenkig mit einem Ende31 eines zweiten Hebelarmes32 verbunden ist, dessen anderes Ende33 in einem im vorderen Bereich des Sitzteils ausgebildeten Linearschlitz34 der Seitenwange5 ,6 geführt ist. Im gemeinsamen Drehpunkt35 der beiden Hebelarme28 ,32 greift eine Zug-/Schubstange36 an, bei deren Betätigung eine Spreizung unter Vergrößerung des von den beiden Hebelarmen eingeschlossenen Winkels zum Ausfahren der Seitenwange in deren Funktionsstellung oder eine Verkleinerung dieses Winkels zum Einfahren der Seitenwange bewirkt wird. - Das Zahnradgetriebe
25 nach den5 und6 umfasst ein motorisch antreibbares Ritzel40 , das mit einer linearen Zahnung42 eines mit der Seitenwange5 verbundenen Bauteils44 in Eingriff steht. Bei Drehung des Ritzels in einer Richtung – in den5 und6 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn – wird die Seitenwange aus der in der5 gezeigten eingefahrenen Position in die in der6 gezeigte ausgefahrene Position verschwenkt. - Das Kurvengetriebe
26 nach den7 und8 umfasst einen antreibbaren Taster oder Gleitstößel48 als Abtriebsglied, der in einen in der Seitenwange5 ausgebildeten, in Fahrzeuglängsrichtung von vorn unten nach hinten schräg nach oben verlaufenden Kurvenschlitz50 eingreift und bei Bewegung in Fahrzeuglängsrichtung entlang dem Kurvenschlitz50 die Seitenwange5 ,6 gleichzeitig verschwenkt zum Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange in die Funktionsstellung oder die Außerfunktionsstellung, je nachdem welche Bewegungsrichtung dem Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange zugeordnet ist. - Der Exzenterantrieb
27 nach9 umfasst eine auf einer antreibbaren Welle52 angeordnete Steuerscheibe54 , die in eine Ausnehmung56 der Seitenwange5 ,6 eingreift und die rotatorische Bewegung der Welle52 in eine translatorische Bewegung umwandelt zum Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange in Abhängigkeit von den dem Ausfahren und Einfahren der Seitenwange zugeordneten Drehrichtungen der Welle52 . - Die Seitenwange
5 ,6 steht vorzugsweise über die Betätigungsstange77 mit einer Missbrauchslasten kompensierenden Einrichtung in Wirkverbindung, die hier als klassischer Bowdenkabel-Kompensator100 ausgebildet ist mit einem ersten und einem zweiten Bowdenkabelabschnitt102 ,103 , die jeweils eine Hülle104 ,105 und eine Seele106 ,107 aufweisen. Ein Ende108 des ersten Bowdenkabelabschnitts102 ist am Führungsteil78 der Betätigungstange77 und ein Ende109 des zweiten Bowdenkabelabschnitts103 ist an der Sitzwanne14 festgelegt. Das andere Ende110 der Hülle104 und das andere Ende111 der Hülle115 sind jeweils mit einer Gehäusehälfte112 ,113 eines Gehäuses114 verbunden. Die beiden Gehäusehälften112 ,113 sind miteinander teleskopierend ausgebildet und umschießen ein vorzugsweise als Zylinderfeder ausgebildetes Federelement115 , das sich an den Gehäuseabschnitten112 ,113 abstützt und dessen Enden mit den Seelen106 ,107 verbunden sind. Das dem Federelement115 abgewandte Ende119 der Seele106 des ersten Bodenkabelabschnitts102 ist mit dem Ende80 der Betätigungsstange77 verbunden. Das dem Federelement115 abgewandte Ende118 der Seele107 des zweiten Bodenkabelabschnitts103 ist mit einem Elektromotor120 verbunden, welcher bei Normalbetrieb ausgestaltet ist. Erst im Falle des Auftretens einer auf die Betätigungsstange77 einwirkenden zu großen Kraft bspw. Missbrauchslast, siehe hierzu Pfeil P in2b , wird der Bowdenkabel-Kompensator100 aktiviert, indem der Elektromotor120 die Gehäusehälften112 und113 teleskopartig gegen die Spreizkraft des Federelementes115 ineinander schiebt, das dadurch zusammengedrückt wird, wodurch auf das Ende80 der Betätigungsstange77 eine Rückstellkraft ausübt, durch die die Betätigungsstange77 gegen die durch die Missbrauchslast ausgeübt wird Kraft beaufschlagt wird, wodurch eine Begrenzung der wirksamen Missbrauchslast erreichbar ist. - Die Seitenwange
5 ,6 gemäß der vorliegenden Erfindung ist einfach herstellbar und montierbar und erfordert konstruktiv einen sehr geringen Aufwand, da sämtliche Belastungen bspw. durch ein- und aussteigende Fahrzeuginsassen und auch Missbrauchslasten nicht mehr durch die Seitenwange sondern durch die Sitzteilstruktur bzw. Sitzwanne14 in der eingefahrenen Position der Seitenwange aufgenommen werden. - Bezugszeichenliste
-
- 2
- Sitzteil
- 3
- Kissenteil
- 4
- Sitzbereich
- 5
- Seitenwange
- 6
- Seitenwange
- 7
- Seitenwangenträger
- 8
- Seitenwangenträger
- 9
- Seitenwangenpolster
- 10
- Seitenwangenpolster
- 11
- Bodenschienen
- 12
- Sitzteilelement
- 13
- Verstellvorrichtung
- 14
- Sitzwanne
- 15
- Strukturteil
- 16
- Strukturteil
- 20
- Antriebseinrichtung
- 21
- Drehpunkt
- 22
- Getriebe
- 23
- Lineargetriebe
- 24
- Gelenk
- 25
- Zahnradgetriebe
- 26
- Kurvengetriebe
- 27
- Exzentertrieb
- 28
- Hebelarm
- 29
- Ende
- 30
- Ende
- 31
- Ende
- 32
- Hebelarm
- 33
- Ende
- 34
- Linearschlitz
- 35
- Drehpunkt
- 36
- Zug-/Schubstange
- 40
- Ritzel
- 42
- Zahnung
- 44
- Bauteil
- 48
- Gleitstößel
- 50
- Kurvenschlitz
- 52
- Welle
- 54
- Steuerscheibe
- 56
- Ausnehmung
- 70
- Bereich, Ende
- 71
- Bereich
- 72
- Bereich
- 73
- Drehpunkt
- 74
- Ende
- 77
- Betätigungsstange
- 78
- Führungsteil
- 79
- Drehpunkt
- 80
- Ende
- 82
- Feder
- 84
- Ende
- 86
- Ende
- 88
- Bowdenzug
- 100
- Bowdenzug-Kompensator
- 102
- Bowdenkabelabschnitt
- 103
- Bowdenkabelabschnitt
- 104
- Hülle
- 105
- Hülle
- 106
- Seele
- 107
- Seele
- 108
- Ende
- 109
- Ende
- 111
- Ende
- 112
- Gehäusehälfte
- 113
- Gehäusehälfte
- 114
- Gehäuse
- 115
- Federelement
- 118
- Ende
- 119
- Ende
- 120
- Elektromotor
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005022150 A1 [0002]
- - FR 2899850 [0002]
- - WO 92/09451 [0002]
- - JP 60-193730 [0002]
- - JP 60-193731 [0002]
- - JP 60-193733 [0002]
- - JP 2003335155 A [0002]
Claims (22)
- Fahrzeugsitz mit einem eine Sitzwanne (
14 ) oder Sitzstruktur oder einen Tragrahmen aufweisenden Sitzteil (2 ) das wenigstens auf der einer Fahrzeugtür zugewandten Seite mit einer relativ zum Sitzteil zwischen einer ausgefahrenen Funktionsstellung und einer eingefahrenen Außerfunktionsstellung bewegbar ausgebildeten, mit einem Seitenpolster versehenen Seitenwange (5 ,6 ) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Höhe verstellbar ausgebildete Seitenwange (5 ,6 ) in der eingefahrenen Außerfunktionsstellung auf der Sitzwanne (14 ) oder der Sitzstruktur oder dem Tragrahmen (14 ) aufliegt. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) aus einem Formteil besteht, das wenigstens mit Teilen komplementär zur Sitzwanne (14 ), Sitzstruktur oder zum Tragrahmen oder zu Teilen der Sitzwanne (14 ), Sitzstruktur oder des Tragrahmens ausgebildet ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) wenigstens im vorderrandseitigen Bereich (70 ) des Sitzteils (2 ) gegenüber der Sitzwanne (14 ) verschwenkbar ausgebildet ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschwenken der Seitenwange (
5 ,6 ) eine Verstellvorrichtung (13 ) vorgesehen ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (
13 ) in der Sitzwanne (14 ) untergebracht ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (
13 ) ein in Wirkverbindung mit der Seitenwange (5 ,6 ) stehendes Lineargetriebe (23 ), Zahnradgetriebe (25 ), Kurvengetriebe (26 ) oder Exzentergetriebe (27 ) aufweist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebe von einem Aktuator oder einem Motor antreibbar sind.
- Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) im hinteren Bereich mit dem Sitzteil (2 ) gelenkig verbunden ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zur Feststellung einer Gewichtsbelastung der Seitenwange (
5 ,6 ) vorgesehen ist, der den Antrieb zum Einfahren der Seitenwange betätigt. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) beim Öffnen einer Fahrzeugtür eingefahren wird. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange in die ausgefahrene Funktionsstellung vorgespannt ist.
- Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) am vorderen Ende (70 ) in einem Drehpunkt (73 ) drehbar mit der Sitzwanne (14 ) verbunden ist und dass im hinteren Bereich (71 ) in einem Drehpunkt (73 ) ein Ende (74 ) einer bzgl. der Sitzwanne (14 ) konkav gebogenen Betätigungsstange (77 ) angreift, die in einem Führungsteil (78 ) geführt ist, das um einen Drehpunkt (79 ) drehbar gelagert ist, welcher mit dem Sitzwannenschwerpunkt zusammenfällt, wobei das andere Ende (80 ) der Betätigungsstange (77 ) von einer Feder (82 ) beaufschlagt ist, die sich mit einem Ende (84 ) am Ende (80 ) der Betätigungsstange (77 ) und mit dem anderen Ende (86 ) am Führungsteil (78 ) abstützt und die Seitenwange (5 ,6 ) in die eingefahrene Außerfunktionsstellung vorspannt. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschwenken der Seitenwange (
5 ,6 ) in die ausgefahrene Funktionsstellung ein Bowdenzug (88 ) vorgesehen ist, der am dem Drehpunkt (73 ) gegenüberliegenden Ende (80 ) angreift und bei Betätigung der Betätigungsstange (77 ) gegen die Vorspannkraft der Feder (82 ) verschiebt, wodurch die Seitenwange (5 ,6 ) in deren ausgefahrene Funktionsstellung verschwenkt wird. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung des Bowdenzugs (
88 ) mechanisch über einen Hebel oder vorzugsweise per Elektromotor erfolgt, der unter dem Sitzteil oder der Sitzwanne (14 ) anbringbar ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lineargetriebe (
23 ) nach Art eines zweiseitigen Hebels ausgebildet ist mit einem ersten Hebelarm (28 ), der mit einem Ende (29 ) drehgelenkig mit der Sitzstruktur bzw. Sitzwanne (14 ) und mit dem anderen Ende (30 ) drehgelenkig mit dem anderen Ende (31 ) eines zweiten Hebelarms (32 ) verbunden ist, dessen anderes Ende (33 ) in einem im vorderen Bereich des Sitzteils (2 ) ausgebildeten Linearschlitz (34 ) der Seitenwange (5 ,6 ) geführt ist, wobei im gemeinsamen Drehpunkt (35 ) der beiden Hebelarme (28 ,32 ) eine Zug-/Schubstange (36 ) angreift, bei deren Betätigung eine Spreizung der beiden Hebelarme (28 ,32 ) unter Vergrößerung des von den beiden Hebelarmen eingeschlossenen Winkels zum Ausfahren der Seitenwange oder eine Verkleinerung dieses Winkels zum Einfahren der Seitenwange bewirkt wird. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnradgetriebe (
25 ) ein motorisch antreibbares Ritzel (40 ) aufweist, das mit einer linearen Zahnung (42 ) eines mit der Seitenwange (5 ,6 ) verbundenen Bauteils (44 ) in Eingriff steht, derart, dass bei Drehung des Ritzels die Seitenwange in eine ausgefahrene oder eingefahrene Position verschwenkt in Abhängigkeit von den der ausgefahrenen oder eingefahrenen Position zugeordneten Drehrichtungen des Ritzels. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurvengetriebe (
26 ) einen antreibbaren Taster oder Gleitstößel (48 ) als Abtriebsglied aufweist, der in einen in der Seitenwange (5 ,6 ) ausgebildeten, in Fahrzeuglängsrichtung schräg verlaufenden Kurvenschlitz (50 ) eingreift und bei Bewegung in Fahrzeuglängsrichtung entlang dem Kurvenschlitz unter gleichzeitigem Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange in die Funktionsstellung oder die Außerfunktionsstellung verschwenkt, je nachdem, welche der Bewegungsrichtungen des Tasters oder Gleitstößels (48 ) dem Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange zugeordnet ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterantrieb (
27 ) eine auf einer antreibbaren Welle (52 ) angeordneten Steuerscheibe (54 ) aufweist, die in eine Ausnehmung (56 ) der Seitenwange (5 ,6 ) eingreift und die rotatorische Bewegung in eine translatorische Bewegung umwandelt zum Ausfahren oder Einfahren der Seitenwange in Abhängigkeit von den dem Ausfahren und Einfahren der Seitenwange zugeordneten Drehrichtungen der Welle. - Fahrzeugsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwange (
5 ,6 ) über die Betätigungsstange (77 ) mit einer Missbrauchslasten kompensierenden Einrichtung in Wirkverbindung steht. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Missbrauchslasten komponensierende Einrichtung als Bowdenkabel-Kompensator (
100 ) ausgebildet ist mit einem ersten und einem zweiten Bowdenkabelabschnitt (102 ,103 ), die jeweils eine Hülle (104 ,105 ) und eine Seele (106 ,107 ) aufweisen. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (
108 ) der Hülle (104 ) des ersten Bowdenkabelabschnitts (102 ) am Führungsteil (78 ) und ein Ende (109 ) der Hülle (105 ) des zweiten Bowdenkabelabschnitts (103 ) an der Sitzwanne (14 ) festgelegt sind und dass das andere Ende (110 ) der Hülle (104 ) und das andere Ende (111 ) der Hülle (105 ) jeweils mit einer Gehäusehälfte (112 ,113 ) eines Gehäuses (114 ) verbunden sind, die miteinander teleskopierend ausgebildet sind und ein Federelement (115 ) aufnehmen, dessen Enden sich an den Gehäusehälften abstützen und mit den Seelen (106 ,107 ) der beiden Bowdenkabelabschnitte (102 ,103 ) verbunden sind. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Federelement (
115 ) abgewandte Ende (118 ) der Seele (106 ) des zweiten Bowdenkabelabschnitts (103 ) mit einem Elektromotor (120 ) verbunden ist, welcher bei Normalbetrieb ausgeschaltet ist und erst im Falle des Auftretens einer auf die Betätigungsstange (77 ) wirkenden Missbrauchslast (P) aktiviert wird und dabei über das Bowdenkabel (102 ,103 ) lauf das Ende (80 ) der Betätigungsstange (77 ) eine gegen die Kraft der Missbrauchslast wirkende Rückstellkraft ausübt.
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