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HINTERGRUND
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Gebiet
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Ausführungsformen der Erfindung können eine Waschmaschine und ein Verfahren zum Steuern einer solchen betreffen. Genauer gesagt, können Ausführungsformen der Erfindung eine Waschgutmenge und ein Verfahren für eine solche mit verbesserter Stabilität und verbessertem Ausgleich des Waschguts bei einem Entwässerungszyklus betreffen.
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Hintergrund
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Eine Trommelwaschmaschine kann einen Waschvorgang unter Verwendung einer Trommel, die sich durch die Antriebskraft eines Motors dreht, und die Reibungskraft von Waschgut in einem Zustand ausführen, in dem ein Waschmittel, Waschwasser und das Waschgut in die Trommel eingegeben sind. Bei einer Trommelwaschmaschine erleidet das Waschgut nur selten Schäden, es verheddert sich selten, und es können schlagende und reibende Wascheffekte auftreten.
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Nachdem ein Wasch- und ein Spülzyklus beendet sind, wird ein Entwässerungszyklus ausgeführt. Um einen Entwässerungszyklus auszuführen, muss das Waschgut auf effektive Weise verteilt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Anzahl von Verfahren verwendet. Beispielsweise wurde ein Verfahren verwendet, bei dem ein Wert für das Ungleichgewicht im Zustand, in dem Waschgut an der Trommel anhaftet, verwendet. Jedoch ist dieses Verfahren dahingehend nachteilig, dass viel Zeit dazu erforderlich ist, ein Gleichgewicht des Waschguts herzustellen und den Zustand desselben dadurch zu bestimmen, dass ein Wert für das Ungleichgewicht im Zustand, in dem das Waschgut an der Trommel anhaftet, erfasst wird. Ferner wird die Stabilität der Waschmaschine problematisch, wenn das Waschgut nicht im Gleichgewicht ist, wenn es an der Trommel anhaftet.
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WO 00/28 128 A1 bezieht sich auf das Betreiben der Waschmaschine in der Anlaufphase, in der die Drehzahl der Trommel von einer niedrigen Drehzahl auf eine Zwischendrehzahl stufenweise erhöht wird und in der die Wäsche möglichst gleichmäßig an den Wänden der Trommel zu verteilen ist. Dabei wird in der Anlaufphase während des Erhöhens der Drehzahl das Ungleichgewicht der Trommel periodisch erfasst und nach jedem Erfassen des Ungleichgewichts wird die Drehzahl um einen bestimmten Wert erhöht, wenn das erfasste Ungleichgewicht unterhalb eines Grenzwerts liegt, oder um einen bestimmten Wert verringert, wenn das erfasste Ungleichgewicht oberhalb eines Grenzwerts liegt.
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DE 42 29 646 A1 bezieht sich auf ein Verfahren zum Schleudern von nasser Wäsche in einer Trommelwaschmaschine mit: einer Betriebsphase am Beginn des Schleuderprozesses, wobei die in der Trommelwaschmaschine angeordnete Trommel mit einer unterhalb der Resonanzdrehzahl liegenden Messdrehzahl betrieben wird, bei der die Wäsche bereits am Trommelmantel anliegt und die Größe der Unwucht der beladenen Trommel gemessen wird; und mit einer Betriebsphase des Schleuderprozesses mit oberhalb der Resonanzdrehzahl liegender Enddrehzahl, die in Abhängigkeit von der gemessenen Größe der Unwucht zwischen zwei Grenzwerten eingestellt wird.
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Die Aufgabe der Erfindung ist, ein verbessertes Steuern einer Waschmaschine zu ermöglichen, durch das die Nachteile des Stands der Technik behoben werden können.
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Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Figurenliste
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Aufgaben und Merkmale von Anordnungen und Ausführungsformen der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich werden, in denen gleiche Bezugszahlen gleiche Elemente kennzeichnen und in denen Folgendes dargestellt ist:
- 1 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt;
- 2 ist ein internes Blockdiagramm für die in der 1 dargestellte Waschmaschine;
- 3 ist ein Kurvenbild, das ein Beispiel für die Beziehung zwischen der Drehzahl einer Trommel in der in der 1 dargestellten Waschmaschine und der Zeit zeigt;
- 4 ist ein Diagramm, das den Zustand von Waschgut in der Trommel bei einer ersten und einer zweiten Drehzahl zeigt;
- 5 ist ein Kurvenbild, das ein Beispiel für die Beziehung zwischen der Drehzahl der Trommel in der in der 1 dargestellten Waschmaschine und der Zeit zeigt;
- 6 ist ein Flussdiagramm zum Veranschaulichen eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und
- 7 ist ein Flussdiagramm zum Veranschaulichen eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Anordnungen und Ausführungsformen der Erfindung können unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detailliert beschrieben werden.
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Die 1 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Eine Waschmaschine 100 verfügt über einen ihre Außenform bildenden Korpus 110, eine in diesem angeordnete Wanne 120, die durch ihn gehalten wird, eine in der Wanne 120 angeordnete Trommel 122, in der Waschgut gewaschen wird, einen Motor 130 zum Antreiben der Trommel 122, eine außerhalb des Korpushauptkörpers 111 angeordnete Waschwasser-Zuführvorrichtung (nicht dargestellt), die dazu konfiguriert ist, Waschwasser in den Korpus 110 zu liefern, und eine unter der Wanne 120 ausgebildete Ablassvorrichtung (nicht dargestellt), die so konfiguriert ist, dass sie Waschwasser nach außen ablässt.
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In der Trommel 122 ist eine Anzahl von Durchgangslöchern 122A ausgebildet, durch die Waschwasser treten kann. In der Trommel 122 sind Anhebeeinrichtungen 124 angeordnet, damit das Waschgut auf eine spezifizierte Höhe angehoben wird, wenn sich die Trommel 122 dreht, und dann durch die Schwerkraft herunterfällt.
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Der Korpus 110 verfügt über den Korpushauptkörper 111, eine an dessen Vorderseite und mit ihm verbundene Korpusabdeckung 112, eine an der Oberseite derselben angeordnete Bedienkonsole 115, die mit dem Korpushauptkörper 111 verbunden ist, und eine an der Oberseite der Bedienkonsole 115 angeordnete obere Platte 116, die mit dem Korpushauptkörper 111 verbunden ist.
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Die Korpusabdeckung 112 verfügt über eine Einlass-/Auslassöffnung 114 für Waschgut, das so ausgebildet ist, dass Waschgut durch es hindurchtreten kann, und eine Tür 113, die nach links und rechts verdrehbar so angeordnet ist, dass die Einlass-/Auslassöffnung 114 für Waschgut geöffnet und geschlossen wird.
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Die Bedienkonsole 115 verfügt über eine Steuertaste 117 zum Bedienen von Betriebszuständen der Waschmaschine 100 sowie eine auf einer Seite der Steuertaste 117 angeordnete Anzeigevorrichtung 118, die dazu konfiguriert ist, Betriebszustände der Waschmaschine 100 anzuzeigen.
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Die Steuertaste 117 und die Anzeigevorrichtung 118 innerhalb der Bedienkonsole 115 sind elektrisch mit einer Steuerungseinheit (nicht dargestellt) verbunden. Die Steuerungseinheit (nicht dargestellt) steuert jeweilige Bauteile usw. der Waschmaschine 100 auf elektrisch Weise. Eine Betriebsweise der Steuerungseinheit (nicht dargestellt) wird später beschrieben.
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Die 2 ist ein internes Blockdiagramm der in der 1 dargestellten Waschmaschine.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Als Erstes arbeitet eine Steuerungseinheit 210 auf eine von der Steuertaste 117 empfangenes Betriebssignal hin. So können tatsächliche Wasch-, Spül- und Entwässerungszyklen ausgeführt werden. Für die tatsächlichen Wasch-, Spül- und Entwässerungszyklen steuert die Steuerungseinheit 210 den Motor 130. Obwohl es in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, kann zum Steuern des Motors ein Wechselrichter (nicht dargestellt) verwendet werden. Wenn beispielsweise die Steuerungseinheit 210 ein PWM-Schaltsteuersignal an den Wechselrichter (nicht dargestellt) ausgibt, kann dieser einen Hochgeschwindigkeits-Schaltvorgang ausführen, um Wechselspannung mit einer speziellen Frequenz an den Motor 130 zu liefern.
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Indessen kann die Steuerungseinheit 210 Betriebszustände der Waschmaschine 100 mittels der Anzeigevorrichtung 118 anzeigen. Beispielsweise kann die Steuerungseinheit 210 Betriebszustände, wie tatsächliche Wasch-, Spül- und Entwässerungszyklen, mittels der Anzeigevorrichtung 118 anzeigen.
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Der Motor 130 treibt die Trommel 122 an. Die Trommel 122 ist in der Wanne 120 angeordnet, wie es in der 2 dargestellt ist, und in sie wird Waschgut zum Waschen eingegeben. Die Trommel 122 wird durch die Drehung des Motors 130 angetrieben.
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Eine Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 erfasst einen Wert für das Ungleichgewicht der Trommel 122, d.h. das Ungleichgewicht (UG) der Trommel 122. Der Wert für das Ungleichgewicht kann auf Grundlage einer Drehzahlvariation der Trommel 122, d.h. einer Drehzahlvariation des Motors 130, erfasst werden. Zu diesem Zweck kann ferner ein Drehzahlsensor (nicht dargestellt) zum Erfassen der Drehzahl des Motors 130 vorhanden sein. Indessen kann die Drehzahl des Motors 130 auf Grundlage des durch ihn fließenden Ausgangsstroms berechnet werden, und ein Wert für das Ungleichgewicht kann auf Grundlage der Drehzahl erfasst werden. Zu diesem Zweck kann der Motor 130 einen Stromsensor (nicht dargestellt), beispielsweise einen Codierer, enthalten.
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Indessen ist es zwar dargestellt, dass die Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 getrennt von der Steuerungseinheit 210 vorhanden ist, jedoch ist die Erfindung nicht auf dieses obige Beispiel eingeschränkt. Alternativ kann die Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 in der Steuerungseinheit 210 enthalten sein.
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In diesem Fall können die Drehzahl und die Ausgangsstromstärke des Motors 130, wie sie durch den Drehzahlsensor (nicht dargestellt) bzw. den Stromsensor (nicht dargestellt) erfasst werden, in die Steuerungseinheit 210 eingegeben werden.
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Indessen kann, was jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, ferner ein Waschgutmengesensor (nicht dargestellt) vorhanden sein. Der Waschgutmengesensor (nicht dargestellt) kann die Last des erfassten Waschguts in die Steuerungseinheit 210 eingeben.
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Die 3 ist ein Kurvenbild, das ein Beispiel für die Beziehung zwischen der Drehzahl der Trommel in der Waschmaschine der 1 und der Zeit zeigt. Die 4 ist ein Diagramm, das die Zustände von Waschgut in der Trommel bei einer ersten und einer zweiten Drehzahl zeigt.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Im Zusammenhang mit dem Entwässerungszyklus der Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird als Erstes die Drehzahl während einer ersten Periode T1 auf eine erste Drehzahl V1 erhöht. Hierbei ist die erste Drehzahl V1, wie es in der 4(a) dargestellt ist, eine Drehzahl, bei der ein Teil 410 des Waschguts in der Trommel getumbelt wird, während der andere Teil 420 desselben in ihr anhaftet. Beispielsweise kann die erste Drehzahl V1 eine Drehzahl sein, bei der 20 bis 30% des gesamten Waschguts in der Trommel getumbelt werden und 70 bis 80% des gesamten Waschguts in der Trommel anhaften.
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Während einer zweiten Periode T2 wird die Trommel 122 mit der ersten Drehzahl V1 betrieben. Wenn ein durch die Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 während des Betriebs bei der ersten Drehzahl erfasster Trommel einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist (d.h., die Drehzahl der Trommel hat sich stabilisiert), wird die Drehzahl der Trommel 122 auf ein
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V2. Hierbei ist die zweite Drehzahl V2 eine Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut 430 in der Trommel anhaftet, wie es in der 4(b) dargestellt ist.
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Während einer dritten Periode T3 wird die Drehzahl der Trommel 122 mit einer speziellen Steigung zur zweiten Drehzahl V2 hin erhöht. Wenn der erfasste Wert für das Ungleichgewicht der Trommel 122 einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht, während die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt (d.h., wenn ein anormaler Fall auftritt), wird die Drehung der Trommel 122 gestoppt oder verlangsamt.
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Die 3(a) zeigt einen Fall, bei dem die Trommel 122 gestoppt wird, und die 3(b) zeigt einen Fall, bei dem die Trommel 122 verlangsamt wird und dann mit einer dritten Drehzahl V3 betrieben wird. Im in der 3(a) dargestellten Fall, bei dem die Drehung der Trommel 122 gestoppt wird, wird die Trommel 122 während einer vierten Periode T4 verlangsamt. Anschließend, während einer fünften Periode T5, wird die Drehung der Trommel 122 gestoppt. Indessen wird im in der 3(b) dargestellten Fall, bei dem die Drehzahl der Trommel auf die dritte Drehzahl V3 verlangsamt wird, die Drehzahl der Trommel 122 während der vierten Periode T4 verlangsamt. Anschließend, während einer fünften Periode T5, wird die Trommel mit der dritten Drehzahl V3 betrieben.
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Wie oben beschrieben, wird, wenn die Drehzahl der Trommel 122 nach dem Betrieb bei der ersten Drehzahl (V1) auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel ermittelt, und es wird die Drehung der Trommel 122 gestoppt oder verlangsamt, wenn eine Anormalität auftritt. Demgemäß kann für Stabilität der Waschmaschine 100 und einen Ausgleich des Waschguts im Entwässerungszyklus gesorgt werden. Indessen kann die Trommel 122 mit der ersten Drehzahl V1 angetrieben werden, bei der ein Teil des Waschguts getumbelt wird, um dem Gleichgewichtszustand des Waschguts in gewissem Ausmaß zu genügen, also nicht mit einer Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut getumbelt wird, wie beim Stand der Technik, und dann kann die Trommel mit der zweiten Drehzahl V2 betrieben werden. Demgemäß kann das Waschgut gleichmäßig und schnell verteilt werden.
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Indessen kann die erste Drehzahl V1 ungefähr 60 U/Min. betragen, die zweite Drehzahl V2 kann ungefähr 108 U/Min. betragen, und die dritte Drehzahl V3 kann ungefähr 30 U/Min. betragen.
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Die 5 ist ein Kurvenbild, das ein Beispiel für die Beziehung zwischen der Drehzahl der Trommel in der in der 1 dargestellten Waschmaschine und der Zeit zeigt.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Die 5(a) bis 5(c) sind denen der 3(a) beinahe ähnlich. Anders gesagt, sind ein Anstieg auf eine erste Drehzahl V1 während einer ersten Zeit T1, ein Betrieb bei der ersten Drehzahl V1 während einer zweiten Zeit T2, ein Anstieg auf eine zweite Drehzahl V2 während einer dritten Periode T3, ein Abfall auf eine Stoppdrehzahl während einer vierten Periode T4 sowie ein Stopp während einer fünften Periode T5 in der 5 identisch mit denen der 3(a).
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Wenn die Trommel 122 erneut betrieben wird, nachdem sie gestoppt war, steigt ihre Drehzahl während einer sechsten Periode T6 auf die erste Drehzahl V1, und dann wird sie während einer siebten Periode T7 mit der ersten Drehzahl V1 betrieben. Wenn ein von der Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 während des Betriebs bei der ersten Drehzahl (V1) erfasster Wert für das Ungleichgewicht einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist (d.h., die Drehzahl der Trommel hat sich stabilisiert), wird die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 erhöht. Hierbei ist die zweite Drehzahl V2 eine Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut 430 in der Trommel 122 anhaftet, wie es in der 4(b) dargestellt ist.
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Während einer achten Periode T8 steigt die Drehzahl der Trommel mit einer speziellen Steigung auf die zweite Drehzahl V2. Wenn der Wert für das Ungleichgewicht der Trommel 122, wie er erfasst wird, wenn die Drehzahl derselben auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, nicht einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht (d.h., die Drehzahl der Trommel hat sich stabilisiert), wird die Trommel während einer neunten Periode T9 mit der zweiten Drehzahl V2 betrieben.
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Indessen kann dann, wenn die Trommel nach der sechsten Periode T6 erneut betrieben wird, die Steigung für die erste Drehzahl (V1) und/oder die Steigung für die zweite Drehzahl (V2) verändert werden. Dies, um die Stabilität der Waschmaschine 100 und den Gleichgewichtszustand des Waschguts dadurch zu verbessern, dass berücksichtigt wird, ob der erfasste Wert für das Ungleichgewicht einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht (d.h. Anormalität), wenn die Drehzahl der Trommel auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt.
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Die Steigung für die erste Drehzahl (V1) und die Steigung für die zweite Drehzahl (V2) können innerhalb eines spezifizierten Bereichs verändert werden. Wenn beispielsweise die Trommel erneut betrieben wird, können die Steigung für die erste Drehzahl (V1) und die Steigung für die zweite Drehzahl (V2) flach gemacht werden, um die Stabilität der Waschmaschine und den Ausgleich des Waschguts zu verbessern. Jedoch ist die Erfindung nicht hierauf eingeschränkt, sondern jede Steigung kann innerhalb eines spezifizierten Bereichs abrupt verändert werden.
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Indessen kann die Trommel 122, wenn sie nach der sechsten Periode T6 erneut betrieben wird, in der Gegenrichtung angetrieben werden. Anders gesagt, kann die Trommel 122 dann, wenn sie während der ersten bis vierten Periode T1 bis T4 in einer ersten Richtung betrieben wird, in einer zweiten Richtung betrieben werden, die zur ersten entgegengesetzt ist, wenn sie nach der sechsten Periode T6 erneut betrieben wird.
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Die 5(a) zeigt einen Fall, bei dem die Steigungen S1 und S12 für die erste Drehzahl vor und nach dem erneuten Betreiben der Trommel verändert werden. Die 5(b) zeigt einen Fall, bei dem die Steigungen S21 und S22 für die zweite Drehzahl vor und nach dem erneuten Betreiben der Trommel verändert werden. Die 5(c) zeigt einen Fall, bei dem die Steigungen S31 und S32 für die erste Drehzahl sowie die Steigungen S32 und S34 für die zweite Steigung vor und nach dem erneuten Betreiben der Trommel verändert werden.
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Indessen kann, was jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, nach dem Betrieb bei der zweiten Drehzahl (V2), bei dem das gesamte Waschgut in der Trommel 122 anhaftet, mindestens einmal ein bei einer Resonanzdrehzahl oder darunter betriebener Wasserablassprozess ausgeführt werden, um im Waschgut enthaltene Feuchtigkeit zu entfernen. Nachdem der Wasserablassprozess abgeschlossen ist, kann ein mit der Maximaldrehzahl der Trommel betriebener Prozess zum Entwässern in vollem Umfang ausgeführt werden.
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Indessen wurden die Beziehungen zwischen der Drehzahl der Trommel in der Waschmaschine und der Zeit, wie sie in den 3 und 5 dargestellt sind, abhängig von Betriebszuständen der Steuerungseinheit 210 erstellt. Die Steuerungseinheit 210 kann die Betriebsdrehzahl, die Betriebszeit usw. der Trommel 122 unter Berücksichtigung eines Werts für das Ungleichgewicht der Trommel 122, Betriebsbefehlen, der Waschgutmenge, des Typs des Waschguts usw. steuern.
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Die 6 ist ein Flussdiagramm zum Veranschaulichen eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Die Steuerungseinheit 210 steuert die Trommel 122 in einem Schritt S610 in solcher Weise, dass sie mit der ersten Drehzahl V1 arbeitet. Wie es in der 3(a) dargestellt ist, wird die Drehzahl der Trommel 122, die sich in einem Stoppzustand befindet, auf die erste Drehzahl V1 erhöht, und dann wird die Trommel mit dieser ersten Drehzahl V1 betrieben. Die erste Drehzahl V1 ist eine Drehzahl, bei der ein Teil des Waschguts in der Trommel 122 getumbelt wird und der andere Teil desselben in ihr anhaftet. Beispielsweise kann die erste Drehzahl V1 eine Drehzahl sein, bei der 20 bis 30% des gesamten Waschguts in der Trommel getumbelt werden und 70 bis 80% des gesamten Waschguts in ihr anhaften.
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Die Steuerungseinheit 210 ermittelt dann in einem Schritt S615, ob ein Wert für das Ungleichgewicht während des Betriebs bei der ersten Drehzahl (V1) einem spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist. Das heißt, die Steuerungseinheit 210 ermittelt, ob ein durch die Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 erfasster Wert für das Ungleichgewicht einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist.
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Wenn, als Ergebnis der Ermittlung, der Wert für das Ungleichgewicht während des Betriebs bei der ersten Drehzahl (V1) dem ersten spezifizierten Wert entspricht oder er kleiner ist, erhöht die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S620 die Drehzahl der Trommel auf die zweite Drehzahl V2. Hierbei ist die zweite Drehzahl V2, wie es in der 4(b) dargestellt ist, eine Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut 430 in der Trommel 122 anhaftet.
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Als Nächstes ermittelt die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S625, ob ein Wert für das Ungleichgewicht, wie er erfasst wird, während die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, einem zweiten spezifizierten Wert entspricht oder höher ist.
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Wenn, als Ergebnis der Ermittlung, der Wert für das Ungleichgewicht, wie er erfasst wird, während die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, dem zweiten spezifizierten Wert entspricht, oder wenn er höher ist, stoppt die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S630 die Trommel 122 oder verlangsamt sie. Die 3(a) zeigt einen Fall, bei dem die Trommel 122 gestoppt wird, und die 3(b) zeigt einen Fall, bei dem die Trommel 122 verlangsamt wird und dann mit einer dritten Drehzahl V3 betrieben wird.
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Die 7 ist ein Flussdiagramm zum Veranschaulichen eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Das in der 7 dargestellte Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine ist demjenigen der 6 beinahe ähnlich. Anders gesagt, sind der Schritt des Betriebs bei der ersten Drehzahl bis zum Schritt S710 oder zum Schritt S730 der 7 betreffend den Stopp oder die Verlangsamung identisch mit denen der 6, und eine redundante Beschreibung wird der Einfachheit halber weggelassen.
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Nach dem Stopp- oder Verlangsamungsschritt S730 erhöht die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S735 die Drehzahl der Trommel 122 auf die erste Drehzahl V1. Hierbei kann die Steigung für die erste Drehzahl (V1) verändert werden, um den Ausgleich des Waschguts zu verbessern.
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Als Nächstes betreibt die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S740 die Trommel 122 erneut mit der ersten Drehzahl V1.
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Die Steuerungseinheit 210 ermittelt in einem Schritt S745, ob ein Wert für das Ungleichgewicht während des Betriebs bei der ersten Drehzahl (V1) einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist. Anders gesagt, ermittelt die Steuerungseinheit 210 im Schritt S745, ob ein durch die Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit 220 erfasster Wert für das Ungleichgewicht einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder ob er kleiner ist.
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Wenn, als Ergebnis der Ermittlung, der Wert für das Ungleichgewicht während des Betriebs bei der ersten Drehzahl (V1) dem ersten spezifizierten Wert entspricht, oder wenn er kleiner ist, erhöht die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S750 die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2. Hierbei kann die Steigung für die zweite Drehzahl (V2) verändert werden, um den Ausgleich des Waschguts zu verbessern.
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Dann ermittelt die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S755, ob ein Wert für das Ungleichgewicht, der erfasst wird, während die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht.
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Wenn, als Ergebnis der Ermittlung, der Wert für das Ungleichgewicht, wie er erfasst wird, während die Drehzahl der Trommel 122 auf die zweite Drehzahl V2 ansteigt, dem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht, stoppt die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S730 die Trommel 122, oder sie verzögert diese. Wenn, als Ergebnis der Ermittlung im Schritt S755, der Wert für das Ungleichgewicht nicht dem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht, steuert die Steuerungseinheit 210 in einem Schritt S760 die Trommel 122 für einen Betrieb bei der zweiten Drehzahl.
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Indessen kann, wenn die Trommel 122 nach dem Stopp- oder Verzögerungsschritt (S730) erneut betrieben wird, dieselbe in der Gegenrichtung angetrieben werden. Anders gesagt, kann die Trommel 122 dann, wenn sie während des Schritts (S710) des Betriebs bei der ersten Drehzahl bis zum Stopp- oder Verzögerungsschritt (S730) in einer ersten Richtung betrieben wird, in einer zweiten Richtung, die entgegengesetzt zur ersten ist, betrieben werden, wenn sie nach dem Schritt (S735) des Erhöhens der ersten Drehzahl erneut betrieben wird.
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Wie oben beschrieben, wird ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel 122, wenn die Drehzahl derselben nach dem Betrieb bei der ersten Drehzahl auf die zweite Drehzahl ansteigt, ermittelt, und wenn eine Anormalität auftritt, wird die Drehung der Trommel 122 unmittelbar gestoppt oder verlangsamt. Demgemäß kann für Stabilität der Waschmaschine und einen Ausgleich des Waschguts beim Entwässerungszyklus gesorgt werden. Ferner kann für Stabilität der Waschmaschine gesorgt werden, und der Ausgleich des Waschguts kann verbessert werden, wenn die Steigung für die erste Drehzahl und/oder die Steigung für die zweite Drehzahl verändert werden, wenn die Trommel erneut betrieben wird. Indessen kann die Trommel 122 mit der ersten Drehzahl V1 angetrieben werden, bei der ein Teil des Waschguts getumbelt wird, um dem Gleichgewichtszustand des Waschguts in gewissem Ausmaß zu genügen, also nicht mit einer Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut getumbelt wird, wie beim Stand der Technik, und dann kann die Trommel mit der zweiten Drehzahl V2 betrieben werden. Demgemäß kann das Waschgut gleichmäßig und schnell verteilt werden.
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Indessen kann die obige erste Drehzahl V1 ungefähr 60 U/Min. betragen, die zweite Drehzahl V2 kann ungefähr 108 U/Min. betragen, und die dritte Drehzahl V3 kann ungefähr 30 U/Min. betragen.
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Das Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine gemäß der Erfindung kann als Prozessor-lesbarer Code in einem Aufzeichnungsträger, der durch einen Prozessor in einer Waschmaschine gelesen werden kann, realisiert werden. Der Prozessor-lesbare Aufzeichnungsträger kann allen Arten von Aufzeichnungsvorrichtungen entsprechen, in denen durch einen Prozessor lesbare Daten gespeichert sind. Beispielsweise beinhaltet der Prozessor-lesbare Aufzeichnungsträger ROMs, RAMs, CD-ROMs, Magnetbänder, Disketten, optische Datenspeicher usw., und er kann auch in Form von Trägerwellen, wie eine Übertragung über das Internet, realisiert werden. Ferner kann der Prozessor-lesbare Aufzeichnungsträger an über ein Netzwerk verbundene Computersysteme verteilt werden, so dass durch einen Prozessor lesbare Codes abgespeichert und auf verteilte Weise ausgeführt werden können.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel ermittelt werden, wenn die Drehzahl derselben nach einem Betrieb bei der ersten Drehzahl auf eine zweite Drehzahl ansteigt. Wenn eine Anormalität auftritt, kann die Trommel unmittelbar gestoppt oder verlangsamt werden. Demgemäß kann für Stabilität der Waschmaschine und einen Ausgleich des Waschguts bei einem Entwässerungszyklus gesorgt werden.
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Ferner können die Stabilität der Waschmaschine und der Ausgleich des Waschguts dadurch verbessert werden, dass die Steigung für die erste Drehzahl und/oder die Steigung für die zweite Drehzahl verändert werden, wenn die Trommel erneut betrieben wird.
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Die Trommel kann mit einer ersten Drehzahl angetrieben werden, bei der ein Teil des Waschguts getumbelt wird, um dem Gleichgewichtszustand des Waschguts in gewissem Ausmaß zu genügen, also nicht mit einer Drehzahl, bei der das gesamte Waschgut getumbelt wird, wie beim Stand der Technik, und dann wird die Trommel mit einer zweiten Drehzahl betrieben. Demgemäß kann Waschgut genau und schnell verteilt werden.
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Durch eine Ausführungsform der Erfindung können eine Waschgutmenge mit verbesserter Stabilität und verbessertem Ausgleich des Waschguts bei einem Entwässerungszyklus sowie ein Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine geschaffen werden.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann ein Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine mit einer Trommel, in die Waschgut eingegeben wird und die gedreht wird, geschaffen werden, das die folgenden Schritte beinhaltet: Betreiben der Trommel mit einer ersten Betrieb bei der in solcher Weise, dass ein Teil des Waschguts in ihr getumbelt wird und der andere Teil desselben in ihr anhaftet, wenn ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel, der erfasst wird, wenn die Trommel mit der ersten Drehzahl betrieben wird, einem ersten spezifizierten Wert entspricht oder kleiner ist; Erhöhen der Drehzahl auf eine zweite Drehzahl in solcher Weise, dass das Waschgut in ihr anhaftet; und Stoppen oder Verzögern der Drehung der Trommel, wenn ein Wert für das Ungleichgewicht derselben, der erfasst wird, wenn ihre Drehzahl auf die zweite Drehzahl ansteigt, einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann eine Waschmaschine mit Folgendem geschaffen werden: einer Trommel, in die Waschgut eingegeben wird und die gedreht wird; einer Ungleichgewichtswert-Erfassungseinheit zum Erfassen eines Werts für das Ungleichgewicht der Trommel; und einer Steuerungseinheit zum Steuern der Trommel auf eine erste Drehzahl in solcher Weise, dass ein Teil des Waschguts in derselben getumbelt wird und der andere Teil desselben in ihr anhaftet, wenn ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel, der erfasst wird, wenn die Trommel mit der ersten Drehzahl betrieben wird, einem ersten spezifizierten Wert oder weniger entspricht; Steuern der Drehzahl der Trommel für einen Anstieg auf eine zweite Drehzahl in solcher Weise, dass das Waschgut in ihr anhaftet; und Steuern der Drehung der Trommel für ein Stoppen oder Verlangsamen, wenn ein Wert für das Ungleichgewicht der Trommel, der erfasst wird, wenn die Drehzahl der Trommel auf die zweite Drehzahl ansteigt, einem zweiten spezifizierten Wert oder mehr entspricht.