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Die
Erfindung betrifft ein Trockenschleuderverfahren zum Austreiben
von Flüssigkeit
aus Wäsche
durch Drehen einer Trommel, welche die Wäsche enthält, um eine horizontale Achse,
wobei die Trommel mittels eines Motors gedreht wird und ein Wasserbehälter in
einem Teil der Wandung der Trommel gebildet ist, bei dem durch eine
Wassereinspritzvorrichtung eine Menge Wasser in den Wasserbehälter einspeisbar
ist, durch einen Waschlastdetektor die Menge an Wäsche, welche
in die Trommel geladen ist, erkannt wird, und durch einen Unwuchtdetektor
die Größe und die
Lage der Unwucht innerhalb der Trommel erkannt wird.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Trockenschleuder zur Durchführung dieses
Verfahrens zum Austreiben von Flüssigkeit
aus Wäsche
durch Drehen einer Trommel, welche die Wäsche enthält, um eine horizontale Achse,
wobei die Schleuder umfasst:
- a) einen Motor
zum Drehen der Trommel;
- b) einen Wasserbehälter,
welcher in einem Teil der Wandung der Trommel gebildet ist;
- c) eine Wassereinspritzvorrichtung zum Einspeisen einer Menge
Wasser in den Wasserbehälter;
- d) einen Waschlastdetektor zum Erkennen der Menge an Wäsche, welche
in die Trommel geladen ist; und
- e) einen Unwuchtdetektor zum Erkennen der Größe und der Lage der Unwucht
innerhalb der Trommel.
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Durch
solche Trockenschleuderverfahren und Trockenschleudern vom Trommeltyp
lässt sich Flüssigkeit
wie z.B. Wasser oder Lösemittel
der chemischen Reinigung aus Wäsche
mittels Drehen einer Korbtrommel bei hohen Geschwindigkeiten mit
der darin enthaltenen Wäsche
um eine horizontale Achse abscheiden. Die Trockenschleuder der vorliegenden
Erfindung kann ebenso in einer Waschmaschine Verwendung finden oder
in einer Maschine, die eine Waschmaschine und einen Trockner kombiniert,
welche waschen, schleudern und kontinuierlich trocknen kann.
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Bei
den Trockenschleudern vom sogenannten Trommeltyp (oder vom Frontladetyp)
wird die nasse Wäsche
nach dem Waschen in eine Sieb- oder Korbtrommel durch deren Frontöffnung eingeworfen, wobei
die Trommel eine horizontale Drehachse aufweist. Die Trommel wird
dann um die horizontale Achse mit großer Geschwindigkeit gedreht.
Falls bei einer Trockenschleuder dieses Typs die Trommel mit großer Geschwindigkeit
gedreht wird, während
die Wäsche
darin ungleichmäßig verteilt
ist, treten abnormale Schwingungen aufgrund einer ungleichmäßigen Massenverteilung
bzgl. der Drehachse auf. In herkömmlichen
Waschmaschinen, die eine solche Trockenschleuder oder Trockenschleuderfunktion beinhalten,
sind ein oder mehrere schwere Gewichte an einem wannenartigen Gehäuse befestigt,
welches die Trommel umschließt,
um solche abnormalen Schwingungen zu unterdrücken. Dies erhöht natürlich das
Gewicht der Waschmaschine, was den Transport und die Installation
erschwert.
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In
Bezug auf diese Art von abnormalen Schwingungen der Trommel-Trockenschleudern wurden
bereits verschiedene Abhilfevorschläge gemacht. In der
JP 06 254 294 A wird
eine Trockenschleuder beschrieben, in welcher die Wäsche gleichmäßig über die
innere Wandung der Trommel verteilt wird, indem die Trommel mit
niedriger Geschwindigkeit gedreht wird, bevor diese mit hoher Geschwindigkeit
zum Zwecke der Flüssigkeitsaustreibung
gedreht wird. Der Vorgang läuft
im einzelnen folgendermaßen
ab: Zunächst
lässt man
die Trommel bei einer sehr niedrigen Geschwindigkeit für eine kurze
Zeit rotieren, und dann wird diese immer noch bei einer niedrigen
Geschwindigkeit rotieren gelassen, welche etwas höher ist
als die sehr niedrige Geschwindigkeit, jedoch wesentlich niedriger
als die hohe Geschwindigkeit, welche für die Flüssigkeitsaustreibung notwendig
ist. Durch den in zwei Stufen erfolgenden Rotationsvorgang wird
die Wäsche
in der Trommel umverteilt.
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Die
Maschine ist weiterhin mit einem Schwingungssensor an ihrem Untergestell
oder Rahmen versehen, welcher als Mittel dient, um eine exzententrische
Beladung zu erkennen. Wenn der Sensor Vibrationen erkennt, während die
Trommel mit einer hohen Geschwindigkeit für die Flüssigkeitsaustreibung rotiert,
wird die Geschwindigkeit der Trommel vermindert.
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In
der oben beschriebenen Trockenschleuder ist nicht sicher gestellt,
dass die Wäsche
mit einem einzelnen Rotationsvorgang bei niedriger Geschwindigkeit
gleichmäßig umverteilt
wird. Falls Schwingungen durch den Sensor erkannt werden, wenn die
Trommel nach dem Rotationsbetrieb bei niedriger Geschwindigkeit
mit hoher Geschwindigkeit zur Flüssigkeitsaustreibung
rotiert, wird ein weiterer Versuch eines Rotationsbetriebs mit niedriger
Geschwindigkeit notwendig, um die Wäsche umzuverteilen. Es kann
eine lange Zeit dauern, bevor eine sehr gleichmäßige Verteilung erreicht wird,
wenn diese Versuche mehrere Male wiederholt werden müssen.
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Ein
weiterer Nachteil dieser Trockenschleuder besteht darin, dass eine
gleichmäßige Verteilung in
der Trommel unmöglich
ist, falls die Wäsche
in der Trommel ein einzelnes Stück
ist und darüber
hinaus schwer ist, z.B. eine Jeanshose. In diesem Fall können Schwingungen
durch das oben angegebene Verfahren nicht unterdrückt werden.
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In
der JP 07-100095 B ist eine Trockenschleuder beschrieben, welche
eine Rotationsunwucht ausgleicht, indem ein Gewichtsstück an einem Teil
der Wandung der Trommel befestigt wird. Es wird angenommen, dass
die Trockenschleuder ausgewuchtet ist, wenn, während sie bei niedriger Rotationsgeschwindigkeit
dreht, das Gewichtsstück
oben angebracht wird, da die Wäsche
in der Trommel aufgrund der Schwerkraft natürlich auf dem Trommelboden
ruht, und zu diesem Zeitpunkt wird die Geschwindigkeit der Trommel
auf die hohe Geschwindigkeit für
die Trocknung angehoben.
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Allerdings
ist ein kompletter Unwuchtausgleich der Trommel durch das zuvor
beschriebenen Verfahren nicht sichergestellt, da das Gewicht der Wäsche nicht
immer gleich dem Gewicht des Gewichtsstückes ist. Es ist darüber hinaus
möglich,
die Gewichte einander anzupassen, falls das Gewicht der Wäsche, die
in die Trommel geworfen wird, genau überwacht wird, was im praktischen
Einsatz einer Trockenschleuder unpraktisch ist.
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Zur
Lösung
der obigen Probleme wird in der JP 09-249917 A (als
DE 197 55 308 A1 nachveröffentlicht)
eine neue Trockenschleuder vorgeschlagen, welche einen taschenartigen' Flüssigkeitsbehälter aufweist,
der in einer der Leitflächen
der Trommel untergebracht ist. In dieser Trockenschleuder wird die
Auswuchtung der Trommel als ganzes so vorgenommen, dass eine Menge
Wasser in den Flüssigkeitsbehälter eingespritzt
wird, wenn die Unwucht in Folge einer ungleichmäßigen Verteilung der Wäsche in
der Nähe
einer Position an der Innenseite der Wandung der Trommel festgestellt
wird, die dem Flüssigkeitsbehälter um
180° gegenüber liegt,
wobei die Menge an Wasser in geeigneter Weise dadurch bestimmt wird,
dass man die Größe der Unwucht
berücksichtigt.
Bei dieser Trockenschleuder kann eine vollständige Auswuchtung der Trommel
erhalten werden, ungeachtet der Größe der Unwucht, wenn immer
die auf einer ungleichmäßigen Verteilung
der Wäsche
beruhenden Unwucht in der Nähe
der Position des gegenüberliegenden
Flüssigkeitsbehälters angeordnet
ist.
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Bei
der obengenannten Trockenschleuder ist es jedoch immer noch wünschenswert
die Effizienz der Umverteilung oder des Verteilens der Wäsche auf der
Innenseite der Umfangswandung der Trommel zu verbessern, um die
Zeit zum Ausgleichen der Unwucht der Trommel so kurz wie möglich zu
machen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trockenschleuderverfahren
und eine Trockenschleuder zu schaffen, bei dem bzw. der der Auswuchtvorgang
in einer sehr kurzen Zeit abgeschlossen werden kann und der Schleudervorgang mit
hoher Geschwindigkeit schnell gestartet werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Trockenschleuderverfahren gemäß Anspruch
1 gelöst.
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Die
genannte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß bei der Trockenschleuder
gemäß Anspruch
11 gelöst.
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Bei
einer Trockenschleuder, die einen Wasserbehälter aufweist, können zwei
Verfahren zum Ausgleichen der Unwucht der Trommel verwendet werden.
Bei einem Verfahren wird die Auswuchtung der Trommel vorgenommen,
indem die Wäsche
zu dem gegenüberliegenden
Punkt bewegt wird und dem Wasser in den Wasserbehälter eingespeist
wird, und zwar in einer Menge, die dem Gewicht der Wäsche entspricht.
In einem anderen Verfahren kann die Auswuchtung dadurch geschehen,
dass die Wäsche gleichmäßig auf
der Innenseite der Umfangswandung der Trommel verteilt wird, ohne
den Wasserbehälter
zu benutzen. Die erstere Methode ist jedoch für das Erreichen der Auswuchtung
nicht immer wirksam. Beispielsweise ist es, wenn die Menge der Wäsche groß ist, schwierig
die Masse der Wäsche
auf der Innenseite der Umfangswandung der Trommel wie oben beschrieben
zu verlagern, da nur wenig Raum für die Masse der Wäsche verbleibt,
um diese zu verlagern, so dass die erstere Methode nicht wirksam
durchgeführt
werden kann.
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Im
Hinblick auf das vorgenannte Problem wird ein erfindungsgemäßes Trockenschleuderverfahren
und eine erfindungsgemäße Trockenschleuder
vorgeschlagen, bei der ebenfalls die Wäsche in einer drehenden Korb-
oder Siebtrommel angeordnet wird, wobei die Trommel mit der Wäsche um
eine horizontale Achse rotiert.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Trockenschleuderverfahren
wird durch eine Drehsteuerung- bzw. -regelvorrichtung ein Rotationssteuer-
bzw. -regelverfahren zum Drehen der Trommel festgelegt, um eine
Verlagerung der Wäsche
zu unterstützen, basierend
auf der Menge der Wäsche,
die von dem Wäschelastdetektor
erkannt wurde, wenn die Größe der Unwucht,
welche von dem Unwuchtdetektor erkannt wurde, größer ist als ein vorgegebener
Wert und die Lage der Unwucht außerhalb der nächsten Umgebung
der Position der Innenseite der Umfangswandung der Trommel ist,
welche dem Wasserbehälter
gegenüberliegt,
wobei kein Wasser in dem Wasserbehälter enthalten ist, und bei
dem durch eine Motorsteuerung- bzw. -regelvorrichtung der Motor
gesteuert bzw. geregelt wird, so dass die Trommel gemäß dem Rotationssteuer- bzw. -regelverfahren
gedreht wird, welches von der Drehsteuer- bzw. -regelvorrichtung
festgelegt wurde.
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Eine
entsprechende Trockenschleuder zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß von Anspruch
11 umfasst erfindungsgemäß:
eine
Steuer- bzw. Regelvorrichtung zur Auswahl eines Rotationssteuerverfahrens
zum Drehen der Trommel, um eine Verlagerung der Wäsche zu
fördern,
basierend auf der Menge der Wäsche,
die durch den Wäschegewichtsdetektor
festgestellt wurde, wenn die Größe der Unwucht,
die durch den Unwuchtdetektor erkannt wurde, größer ist als ein vorgegebener
Wert und die Position der Unwucht außerhalb der Umgebung einer
Position auf der Innenseite der Umfangswandung der Trommel liegt,
welcher gegenüber
dem Wasserbehälter
liegt, unter der Bedingung, dass kein Wasser in dem Wasserbehälter vorhanden
ist; und
eine Motorsteuerung zur Steuerung des Motors so, dass
die Trommel entsprechend dem Rotationssteuerverfahren, das von der
Rotationssteuervorrichtung ausgewählt wurde, dreht.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Trockenschleuderverfahrens
und der erfindungsgemäßen Trockenschleuder
bestimmt die Drehsteuervorrichtung ein Rotationssteuerverfahren,
basierend auf der Menge an Wäsche
(welche im folgenden Wäschelast genannt
wird), welche von dem Detektor zur Bestimmung der Wäschelast
erkannt wurde. Dies bedeutet, dass die Trommel in einer solchen
Weise gedreht wird, dass die Wäsche
entlang der Innenseite der Umfangswandung der Trommel in Richtung
zu dem gegenüberliegenden
Punkt bewegt wird, wenn die Wäschelast,
die von dem Wäschelastdetektor
erkannt wurde, kleiner ist als ein vorgegebener Wert, während die
Trommel in einer solchen Weise gedreht wird, dass die Wäsche gleichmäßig auf
der Innenseite der Umfangswandung der Trommel verteilt wird, wenn
die Wäschelast,
die durch den Wäschelastdetektor
erkannt wurde, größer ist
als der vorgegebene Wert.
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Beispielsweise
wird, wenn die Last kleiner ist als der vorgegebene Wert, die Trommel
in einer solchen Weise gedreht, dass die Wäsche wie oben beschrieben nach
rückwärts bewegt
wird, während
andererseits, wenn die Last größer ist
als der vorgegebene Wert, die Trommel so gedreht wird, dass die Wäsche zunächst gelockert
und dann gleichmäßig auf
der inneren Oberfläche
der Umfangswandung der Trommel verteilt wird. In einem bevorzugtem
Verfahren zur Lockerung der Wäsche
wird die Trommel einmal praktisch angehalten, wonach die Trommel rückwärts und
vorwärts
gedreht wird mit Gschwindigkeiten, weiche niedriger sind als die
Gleichgewichtsgeschwindigkeit. Dies bedeutet, dass die Wäsche, die
an die Innenseite der Umfangswandung der Trommel gedrückt wird
auf den Boden der Trommel fallen gelassen wird, indem die Trommel
zeitweise angehalten wird. Nachdem dies passiert ist, wird die Wäsche, wenn
die Trommel nach rückwärts und
vorwärts
bewegt wird, so bewegt, dass Luft zwischen die Wäschestücke gelangt, die die Masse
der Wäsche bilden.
Nun ist es leichter die Textilartikel von einander zu trennen, so
dass es hoch wahrscheinlich ist, dass die Wäsche auf der Innenseite der
Umfangswandung der Trommel gleichmäßig verteilt wird, wenn die
Geschwindigkeit der Trommel auf eine Geschwindigkeit angehoben wird,
die größer ist
als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit.
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Wie
oben beschrieben wird durch das erfindungsgemäße Trockenschleuderverfahren
und die erfindungsgemäße Trockenschleuder
die Auswuchtung der Trommel in einer sehr kurzen Zeit erreicht, unabhängig von
der Wäschelast,
da die effektivste Art uns Weise der richtigen Anordnung der Wäsche entsprechend
der Wäschelast
ausgewählt
wird. Damit ist die Zeit, die für
den Schleudervorgang benötigt wird,
und ferner die Zeit, die für
den Waschprozess insgesamt benötigt
wird, ebenfalls verkürzt.
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Die
Trommel selber weist keine Unwucht auf, wenn kein Wasser in dem
Wasserbehälter
vorhanden ist, während
wenn eine Menge an Wasser in dem Wasserbehälter vorhanden ist, die Trommel
eine Unwucht aufweist, der Menge an Wasser entsprechend. Der Unwuchtdetektor
erkennt die Größe und die Lage
der Unwucht, vorausgesetzt, dass kein Wasser in dem Wasserbehälter vorhanden
ist und die Unwucht ausschließlich
durch eine ungleichmäßige Verteilung
der Wäsche
verursacht wird. Die Lageerkennungsmittel bestimmen die relative
Lage der Unwucht bzgl. der Lage des Wasserbehälters zu diesem Zeitpunkt.
Wenn die Position der Unwucht als außerhalb der näheren Umgebung
des gegenüberliegenden
Punktes gefunden wird, bestimmt die Vorrichtung zum Steu ern bzw.
zum Regeln der Rotation ein Rotationssteuerverfahren zum Bewegen
der Wäsche,
um den Verlagerungswinkel, entsprechend der Relativposition der
Unwucht. Die Motorsteuerung steuert den Motor so, dass die Trommel
entsprechend dem Rotationssteuerverfahren gedreht wird, wobei die
Wäsche
in die Nähe
des gegenüberliegenden
Punktes bewegt wird. Nachdem die Wäsche so bewegt wurde, speist
der Wasserinjektor Wasser in den Wasserbehälter in einer Menge ein, welche
der Größe der Unwucht
entspricht, wodurch ein Auswuchten der Trommel als ganzes erhalten
wird.
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Bei
dem oben beschriebenen Trockenschleuderverfahren und der oben beschriebenen Trockenschleuder
kann die Auswuchtung der Trommel sicher eingestellt werden, unabhängig von
der Größe der Unwucht,
in dem man die Unwucht in die Nähe
des gegenüberliegenden
Punktes verlegt und eine geeignete Menge Wasser in den Wasserbehälter einspeist.
Dadurch kann die Auswuchtung der Trommel so einfach und in einer
solch kurzen Zeit durchgeführt
werden, dass das Hochgeschwindigkeitsschleudern praktisch unmittelbar
begonnen werden kann.
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Zur
Bestimmung des Ausmaßes
der Verschiebung entsprechend dem Abweichwinkel der Wäsche bezüglich dem
gegenüberliegenden
Punkt kann die Drehsteuerung wie folgt aufgebaut sein. Während die
Trommel mit einer konstanten Geschwindigkeit dreht, die größer ist
als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit, wird die Geschwindigkeit
der Trommel für
eine kurze Zeit vermindert, so dass die Zentrifugalkraft, welche
auf die Wäsche
wirkt, kleiner wird als die Schwerkraft, wobei der Grad der Reduzierung
der Geschwindigkeit bestimmt wird entsprechend dem Ergebnis der
Bestimmung durch die Lageerkennungsmittel. Wenn die Trommel mit
einer konstanten Geschwindigkeit gedreht wird, welche höher ist
als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit, wird die Wäsche gegen die
Innenseite der Umfangswandung der Trommel gepresst und dreht zusammen
mit der Trommel. Während
dieser Drehbewegung wird die Geschwindigkeit der Trommel kurzzeitig
(dieser Zeitraum wird im folgenden als Geschwindigkeitsreduktionszeit
bezeichnet) auf eine reduzierte Geschwindigkeit vermindert, welche
eine niedrigere Geschwindigkeit als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit ist,
wenn die Masse der Wäsche
im Begriff ist durch die Trommel nach oben bewegt zu werden. Durch
die Verminderung der Geschwindigkeit wie beschrieben, löst sich
die Masse der Wäsche
von der Innenseite der Umfangswandung der Trommel für eine gewisse Zeit
und gleitet oder rollt rückwärts zum
Boden der Trommel. Dann wird die Geschwindigkeit der Trommel sofort
wieder auf die konstante Geschwindigkeit angehoben.
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Auf
diese Weise beginnt die Wäsche
wieder zusammen mit der Trommel zu drehen und wird wieder gegen
die Innenseite der Umfangswandung der Trommel gedrückt in einer
Stellung, welche von der Ausgangsstellung aus gesehen zurückliegt.
Das Ausmaß der
Rückwärtsbewegung
der Wäsche
lässt sich
durch eine Änderung
des Ausmaßes
der Verminderung der Geschwindigkeit beeinflussen, d.h. beispielsweise
durch die Änderung
der verminderten Geschwindigkeit oder der Geschwindigkeitsreduktionszeit.
Dadurch wird die Unwucht in die Nähe des gegenüberliegenden
Punktes bewegt, indem man in geeigneter Weise das Ausmaß der Geschwindigkeitsverminderung
in Abhängigkeit
von dem Abweichwinkel verändert.
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In
einer abgewandelten Form des erfindungsgemäßen Trockenschleuderverfahrens
und der erfindungsgemäßen Trockenschleuder
bestimmt die Rotationssteuervorrichtung eine verminderte Geschwindigkeit,
basierend auf dem Ergebnis der Bestimmung der Lageerkennungsmittel
und wählt
ein Drehsteuerverfahren aus, welches die Schritte umfasst:
Beginnen
mit der Geschwindigkeitsverminderung der Trommel ungefähr in dem
Moment, in dem die Unwucht den untersten Punkt der Trommel passiert;
Fortführung der
Geschwindigkeitsverminderung, bis die Geschwindigkeit der Trommel
die verminderte Geschwindigkeit erreicht; und
Anheben der Geschwindigkeit
der Trommel auf die Ursprungsgeschwindigkeit.
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Je
größer der
Abweichwinkel zwischen der Unwucht und dem gegenüberliegenden Punkt, in Vorwärtsrichtung
gesehen, ist, desto geringer wird die Verminderungsgeschwindigkeit
sein. Dies bedeutet, dass die Geschwindigkeitsverminderung für eine längere Zeit
fortgesetzt wird und dementsprechend wird die Unwucht zu einer höheren Position
während der
Geschwindigkeitsverminderung angehoben. Bei diesem Vorgang wir die
Rückwärtsbewegung
der Wäsche,
welche durch die Geschwindigkeitsverminderung verursacht wird, größer in dem
Maß, in
dem der Abweichwinkel der Unwucht größer wird.
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In
einer anderen Abwandlung des erfindungsgemäßen Trockenschleuderverfahrens
und der erfindungsgemäßen Trockenschleuder
bestimmt die Geschwindigkeitssteuervorrichtung eine Geschwindigkeitsreduktionszeit
basierend auf dem Ergebnis der Bestimmung durch die Lageerkennungsmittel
und bestimmt ein Drehsteuerverfahren, welches einen Schritt einschließt in dem
die Geschwindigkeit der Trommel auf einer vorgegebenen niedrigen
Geschwindigkeit während
der Geschwindigkeitsreduktionszeit gehalten wird.
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Bei
dieser Abwandlung wird die verminderte Geschwindigkeit vorgegeben,
unabhängig
von dem Abweichwinkel der Unwucht. Dafür wird jedoch die Geschwindigkeitsreduktionszeit,
während
der die Geschwindigkeit der Trommel auf dem vorgegebenen niedrigen
Geschwindigkeitsniveau gehalten wird, entsprechend dem Abweichwinkel
bestimmt. Die Rückwärtsbewegung
der Wäsche
wird geringer, wenn Geschwindigkeitsreduktionszeit kürzer angesetzt
wird und umgekehrt. Es sollte beachtet werden, dass der Abweichwinkel
der Wäsche
größer wird, falls
die Geschwindigkeit der Trommel vermindert wird, kurz bevor die
Wäsche
den höchsten
Punkt der Trommel passiert, da die Wäsche nach vorne geschleudert
wird, wenn die Geschwindigkeit der Trommel bei einer solchen Zeitvorgabe
unmittelbar vermindert wird. Deshalb ist es wünschenswert, dass die Geschwindigkeitsverminderung
begonnen wird, wenn die Unwucht durch einen geeigneten Winkelbereich
während
der Umdrehung der Trommel bewegt wird, wodurch die Wäsche mit
Sicherheit nach Rückwärts bewegt
wird.
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Wenn
die Unwucht genau nach dem gegenüberliegenden
Punkt angeordnet ist, ist es sehr schwierig, die Wäsche in
eine gewünschte
Position zu bewegen unter Verwendung eines einzigen Zyklusses mit
Geschwindigkeitsverminderung. In einem solchen Fall kann die Drehsteuervorrichtung
ein Drehsteuerverfahren, welches eine Mehrzahl von Zyklen der Geschwindigkeitsverminderung
beinhaltet, verwenden, um die Wäsche
Schritt für
Schritt rückwärts in eine
gewünschte
Position zu bewegen. Mit einem solchen Betrieb wird die Wäsche sicher
in die gewünschte
Position bewegt.
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Diese
und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche
und werden im Zusammenhang mit der Zeichnung noch näher erläutert. Es
zeigen im einzelnen:
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1:
Eine vertikale Schnittansicht einer Trommelwaschmaschine mit Schleuderfunktion
gemäß der vorliegenden
Erfindung (von der Seite her gesehen);
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2:
Rückansicht
der Trommelwaschmaschine von 1, wobei
die Rückwand
entfernt ist;
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3a-3c:
Schnittdarstellungen, welche die Schritte der Einspeisung von Wasser
in einen Ausgleicher zeigen, sowie den Ausfluss des Wassers aus
dem Ausgleicher in die Trockenschleuder;
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4:
Ein Blockdiagramm der elektrischen Schaltung der Trockenschleuder;
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5:
Ein Diagramm, welches an einem Beispiel die Änderungen des Motorstroms,
welche durch eine Unwucht erzeugt werden;
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6:
Ein Diagramm, welches ein Beispiel der Beziehung zwischen der Größe der Unwucht
und der Größe der Änderungen
im Motorstrom zeigt;
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7:
Ein Flußdiagramm
einer beispielhaften Folge von Steuerschritten für den Schleuderbetrieb in der
ersten Ausführungsform
der Erfindung;
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8:
Ein Flußdiagramm
eines Beispiels der Wassereinspeisung, die in Schritt 20 der 7 ausgeführt wird;
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9:
Ein Flußdiagramm
eines Beispiels des Lockerungsbetriebs in Schritt S30 der 7;
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10:
Ein Flußdiagramm
eines Beispiels der Bewegung der Unwucht in Schritt S40 der 7;
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11:
Eine beispielhafte Darstellung zur Erläuterung des Vorgangs des Auswuchtens;
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12a und 12b:
Darstellung zur Erläuterung
des Vorgangs der Wassereinspeisung;
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13a-13c: Darstellung zur Erläuterung
des Vorgangs der Verlagerung der Unwucht;
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14a-14c: Zeitdiagramme mit der graphischen
Darstellung der Geschwindigkeitsänderung
der Trommel während
des Vorgangs der Verlagerung der Unwucht;
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15:
Flußdiagramm
mit einem Beispiel an Steuerschritten für den Schleudervorgang in einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
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16:
Flußdiagramm
eines Beispiels an Steuerschritten für die Verlagerung der Unwucht,
die gemäß Schritt 60 in 15 durchgeführt wird;
und
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17:
eine Tabelle, welche die Ergebnisse der Messung der Wäscheverlagerung
beinhaltet, welche durch den Vorgang der Unwuchtverlagerung in der
zweiten Ausführungsform
bewirkt wird.
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Der
generelle Aufbau einer Trommelwaschmaschine mit einer Schleuderfunktion
der vorliegenden Erfindung wird im folgenden mit Bezugnahme auf
die 1 und 2 beschrieben.
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In
der Waschmaschine ist ein wannenartiges Gehäuse 2 über Federn 3 und
Dämpfer 4 in
einem Rahmen 1 gehalten. Eine Trommel 5 weist
eine Hauptwelle 8 an ihrer Rückseite auf, und die Hauptwelle 8 wird
von der Wanne 2 getragen. Der Rahmen 1 weist eine
Tür 7 auf,
um die Frontöffnung
der Wanne 2 zu schließen.
Die Tür 7 wird
geöffnet,
wenn Wäsche
in die Trommel hineingeworfen oder aus dieser herausgenommen wird.
Die Trommel 5 weist eine Anzahl von Perforationen 6 in
der Umfangswandung auf. Wenn Wasser in die Wanne 2 eingespeist
wird, tritt das Wasser durch die Perforationen 6 in die Trommel 5 ein,
und wenn die Trommel 5 gedreht wird, um Wasser aus der
Wäsche
herauszuschleudern, wird das herausgeschleuderte Wasser zentrifugal
durch die Perforationen 6 in die Wanne 2 befördert. Die
Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 ist mit 4 Leitflächen 9 im
Winkelabstand von 90° versehen,
um die Wäsche
während
der Drehbewegung anzuheben und zu mischen. Eine der vier Leitflächen 9 funktioniert
als Wasserbehälter
oder Ausgleicher 10 und weist eine Kammer zum Aufnehmen
von Wasser in seinem Inneren auf. Auf der Rückseite der Trommel 5 ist
eine Wasserleitkammer 11 in Form einer Hohlscheibe angeordnet.
Die Wasserleitkammer 11 weist einen Wassereinlaß 12 auf, welcher
eine große
kreisförmige Öffnung rund
um die Hauptwelle 8 darstellt. Eine Wassereinlaßöffnung 13, welche
in der Wasserleitkammer 11 vorgesehen ist, führt das
Wasser zu dem Ausgleicher 10. Eine Auslaßöffnung 14 in
der Wasserleitkammer 11 ist so angeordnet, daß sie der
Wassereinlaßöffnung 13 bzgl. der
Hauptwelle 8 diametral gegenüber liegt. Die Hauptwelle 8 wird
durch ein Lager 15 getragen, welches in der Wanne 2 befestigt
ist, und eine Hauptriemenscheibe 16 ist am Ende der Hauptwelle 8 befestigt.
Unterhalb der Wanne 2 ist ein Motor 17 angeordnet,
welcher eine Welle mit einer darauf befestigten Motorriemenscheibe
aufweist. Die Motorriemenscheibe 18 wird antriebsmäßig mit
der Hauptriemenscheibe 16 durch einen V-förmigen Riemen 19 verbunden.
Eine Wassereinspeisung 20 ist an der Rückseite des Rahmens 1 vorgesehen.
Ein Teil des von der Wassereinspeisung 20 eingespeisten
Wassers fließt über das
Wassereinspeiseventil 21 in die Wanne 2 und ein
anderer Teil des Wassers fließt über ein Wasserausgleichseinspeiseventil 22 und
wird aus einer Ausgleichswasserdüse 23,
welche an der Rückseite
der Wanne 2 vorgesehen ist herausgespritzt. Eine Abflußleitung 24 mit
einer Abflußpumpe 25 ist mit
dem Hoden der Wanne 2 verbunden. Wasser, welches am Boden
der Wanne 2 angesammelt ist, wird durch die Abflußleitung 24 und
durch ein Einschalten der Abflußpumpe 25 abgeführt. Eine
Lichtquelle 261 und eine Photozelle 262 sind einander
gegenüberliegend
zu beiden Seiten der Hauptriemenscheibe 16 angeordnet,
um einen Rotationssensor 26 zu bilden (vgl. 1 und 4).
In dem Rand der Hauptriemenscheibe 16 ist eine Öffnung in
einer Lage zwischen der Lichtquelle 261 und der Photozelle 262 vorgesehen.
Licht, welches von der Lichtquelle 261 ausgestrahlt wird,
tritt durch die Öffnung
im Rand hindurch und erreicht die Photozelle 262 einmal
bei jeder Umdrehung der Trommel 5. Auf diese Weise erzeugt
die Photozelle 262 (oder der Rotationssensor 26)
ein Erkennungssignal, welches synchron ist mit der Drehung der Trommel 5.
Das Signal wird als Drehmarke verwendet, was weiter unten näher beschrieben
werden wird.
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Bezugnehmend
auf die 3A bis 3C soll
der Vorgang der Einspeisung von Wasser in den Ausgleicher 10 und
das Abführen
des Wassers aus dem Ausgleicher 10 im Detail beschrieben
werden. Die 3A bis 3C zeigen
einen vertikalen Schnitt durch einen Teil der Trockenschleuderfunktion,
welche den Aus gleicher 10 und die Wasserleitkammer 11 umfaßt, wobei
der Fluß des
Wassers dargestellt wird. Wenn Wasser aus der Ausgleichswasserdüse 23 gespritzt
wird, während
die Trommel 5 mit einer Geschwindigkeit dreht, die größer ist
als die vorgegebene, tritt das ausgespritzte Wasser in die Wasserleitkammer 11 durch
den Wassereinlaß 12 ein.
In diesem Fall wird der Wassereinlaß 12 praktisch in
derselben Position gehalten, während
die Trommel 5 sich dreht, da der Wassereinlaß 12 ringsum
die Drehachse der Trommel vorgesehen ist. Deshalb ist es einfach
Wasser aus der Wasserausgleichsdüse 23 in
den Wassereinlaß 12 durch
das bloße
korrekte Einstellen des Wasserversorgungsdruckes einzuspritzen.
Ferner existiert nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, daß das Wasser
nicht in die Wasserleitkammer 11 gelangt, selbst wenn die
Richtung des ausgespritzten Wassers sich aufgrund eines Wechsels
des Drucks im Wasserversorgungssystem ändert, da der Wassereinlaß 12 ausreichend groß ist. Das
Wasser, welches in die Wasserleitkammer 11 eingespeist
wird, wird gegen die Umfangswandung gedrückt und dort durch Zentrifugalkraft
gehalten (vgl. 3A). Der Ausgleicher 10 ist
ein hohles Element, welches radial entfernt von der Hauptwelle 8 angeordnet
ist und welches sich oberhalb der Hauptachse der Wassereinführöffnung 13 erstreckt. Aufgrund
der Zentrifugalkraft wird das Wasser, das in die Wasserleitkammer 11 eingespeist
wird, darüberhinaus
durch die Wassereinlaßöffnung 13 in
den Ausgleicher 10 eingespeist und zu dessen äußerstem Umfang
(d. h. die innere Wandung der Trommel 5), wie in 3B gezeigt
ist, gedrückt.
Ein Teil des Wassers in der Wasserleitkammer 11 verläßt diese
durch die Auslaßöffnung 14 der
Wasserleitkammer 11. Die Menge des auslaufenden Wassers
jedoch ist gering gegenüber
der Menge Wasser, die in dem Ausgleicher 10 aufgenommen
wird, so daß dies
die Auswuchtsteuerung nicht merklich beeinflußt, wie dies im einzelnen später erläutert werden
wird. Wenn das in dem Ausgleicher 10 aufgenommene Wasser
abgelassen werden soll, wird die Trommel 5 derart angehalten,
daß der
Ausgleicher 10 an der Oberseite der Trommel 5 angeordnet
ist. Von dort fließt
das Wasser von dem Ausgleicher 10 über die Wassereinspeiseöffnung 13 zurück in die
Wasserleitkammer 11, da die Zentrifugalkraft nicht mehr
auf das Wasser wirkt. Auf diese Art und Weise wird das Wasser am
Hoden der Wasserleitkammer 11 gesammelt und über die
Auslaßöffnung 14 ins
Innere der Wanne 2 geleitet (vgl. 3C). Die
Trommel 5 wird im zuvor beschriebenen Zustand gehalten,
bis alles Wasser aus dem Ausgleicher 10 und der Wasserleitkammer 11 abgeflossen
ist.
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Mit
Bezugnahme auf 4 wird der Aufbau und der Betrieb
der elektrischen Schaltung beschrieben, welche für den Schleuderbetrieb der
Waschmaschine notwendig sind. Eine Steuereinheit 30, welche aus
einem oder mehreren Mikrocomputern und Peripheriegeräten zusammengesetzt
sein kann, umfaßt verschiedene
funktionelle Einheiten wie z. B. eine zentrale Steuereinheit 31,
eine Geschwindigkeitssteuereinheit 32, einen Unwuchtdetektor 33,
eine Wassereinspeisesteuereinheit 34, eine Wäschelastdetektor 35 usw..
Die zentrale Steuereinheit 31 umfaßt einen Speicher (nicht gesondert
gezeigt), in welchem ein Ablaufprogramm zur Durchführung des Schleuderbetriebes
zuvor abgespeichert wird. Die zentrale Steuereinheit 31 empfängt Daten
betreffend die Größe und die
Lage der Unwucht vom Unwuchtdetektor 33 und Daten betreffend
die Wäschelast vom
Wäschelastdetektor 35.
Basierend auf diesen Daten führt
die zentrale Steuereinheit 31 eine Berechnung durch (dies
wird im folgenden noch näher beschrieben),
um die Geschwindigkeit des Motors 17 zum Drehen der Trommel 5 mit
einer zu erreichenden Zielgeschwindigkeit festzulegen, und sendet
ein Signal, das die Geschwindigkeit des Motors 17 anzeigt, zu
der Geschwindigkeitssteuereinheit 32.
-
Die
Geschwindigkeitssteuereinheit 32 steuert die Motorantriebseinheit 41 so,
daß der
Motor 17 in einem Zustand gehalten wird, in dem seine Drehbewegung
der dem Signal entsprechenden Geschwindigkeit entspricht. Ein Motor,
dessen Geschwindigkeit über
eine Phasenansteuerung gesteuert wird, wie z. B. ein In duktionsmotor
oder ein Kommutatormotor, wird vorzugsweise als Motor 17 verwendet.
Wenn einer dieser Motoren verwendet wird, berechnet die Geschwindigkeitssteuereinheit 32 einen
Phasensteuerwinkel, basierend auf der Geschwindigkeit, die von dem
Signal angezeigt wird, und der Geschwindigkeit der Trommel 5,
welche von einem Rotationszähler 43 in
diesem Augenblick gemessen wird, und sendet zu der Motorsteuereinheit 41 ein
Signal, welches den Phasensteuerwinkel anzeigt. Die Motorantriebseinheit 41 umfaßt beispielsweise
einen Inverterschaltkreis und versorgt den Motor 17 mit
einem elektrischen Strom, der durch das An- und Ausschalten eines
Schaltelementes (z. B. einem Triac) entsprechend dem Phasensteuerwinkel erzeugt
wird.
-
Eine
Motorstrommeßeinheit 42 mißt den Motorstrom,
der in den Motor 17 eingespeist wird, wandelt den Motorstrom
in eine Spannung und sendet zu dem Unwuchtdetektor 33 ein
Signal, welches diese Spannung anzeigt. 5 beinhaltet
ein Diagramm, welches ein Beispiel der Änderungen oder Fluktuationen
in dem Motorstrom wiedergibt. In 5 ist die Rotationsmarke
M eine Marke, die dem Signal entspricht, das von dem Rotationssensor 26 bei
jeder Umdrehung der Trommel 5 erzeugt wird. Falls es eine
Unwucht in der Trommel 5 gibt, taucht eine Änderung
in dem Motorstrom auf, abhängig
von der Unwucht, wie in 5 gezeigt. Die Änderungen
in dem Motorstrom entsprechen den Änderungen des Belastungsdrehmoments
am Motor 17, und der Maximalausschlag des Motorstroms taucht
zu einem Zeitpunkt auf, wo das Drehmoment am Motor 17 bei
jeder Umdrehung der Trommel 5 am größten ist. Der Motorstrom steigt
an, wenn die Unwucht aufsteigt, nachdem sie den niedrigsten Punkt
der Trommel 5 passiert hat, und erreicht sein Maximum gerade
bevor die Unwucht den höchsten
Punkt der Trommel 5 erreicht. Entsprechend vermindert sich
der Motorstrom, wenn die Unwucht sich nach unten bewegt, nachdem
sie den höchsten
Punkt der Trommel 5 passiert hat, und wird minimal, bevor
die Unwucht am niedrigsten Punkt der Trommel 5 anlangt.
Die Amplitude L der Änderungen
im Motor strom entsprechen dem Ausmaß der Unwucht, d. h. der Größe der durch die
Unwucht erzeugten Kraft. 6 zeigt ein Diagramm eines Beispiels
des Zusammenhangs zwischen der Größe der Unwucht und der Größe L der Änderungen
im Motorstrom. Diese Beziehung wird vorab bestimmt und in dem Speicher
abgelegt und wird für
die Berechnung des Ausmaßes
der Unwucht aus der Amplitude L der Änderungen verwendet. Es sei
darauf hingewiesen, daß Änderungen
im Motorstrom durch verschiedene Faktoren, die von der Unwucht verschieden
sind, hervorgerufen werden können.
Deshalb wird bevorzugt eine Filterung des Signals vorgenommen, um
die Komponente, welche eine Frequenz ähnlich der der Umdrehung der
Trommel 5 aufweist, von anderen Änderungen des Motorstroms abzutrennen.
-
Der
Unwuchtdetektor 33 empfängt
Signale von der Motorstrommeßeinheit 42 und
erkennt den Maximal- und den Minimalausschlag in den Änderungen
in jedem Intervall des Rotationsmarkers, d. h. bei jeder Umdrehung
der Trommel 5. Die Amplitude L der Änderungen wird durch das Berechnen
der Differenz zwischen dem Maximal- und dem Minimalausschlag erhalten,
und das Ausmaß der
Unwucht wird aus der Amplitude L und der Beziehung, wie es in 6 gezeigt
und die in dem Speicher abgelegt ist, erhalten. Die Stellung oder
Lage der Unwucht auf der Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 wird
zu einem Zeitpunkt erhalten, zu dem der Maximalausschlag bei jeder
Umdrehung erkannt wird. Der Zeitpunkt eines Maximalausschlags wird
beispielsweise als ein Zeitabstand von dem nächstliegenden, vorhergehenden
Rotationsmarker angezeigt.
-
Die
Wäschelastdetektor 35 bestimmt
die Menge der Wäsche
(d. h. die Wäschelast)
vor dem Beginn des Waschvorganges. Ein Beispiel, wie die Menge der
Wäsche
bestimmt wird, wird im folgenden gegeben. Zunächst wird die zu waschende
Wäsche, die
zu diesem Zeitpunkt trocken ist, in die Trommel 5 geladen,
und dann wird eine vorgegebene Menge Wasser in die Wanne 2 eingespeist.
-
Danach
wird die Trommel 5 für
eine vorgegebene Zeit mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit (z.
B. mit 55 Umdrehungen pro Minute, was eine normale Geschwindigkeit
für das
Waschen der Wäsche darstellt)
gedreht, um die Absorption von Wasser durch die Wäsche zu
fördern.
Als Ergebnis sinkt das Niveau des Wassers in der Wanne 2 um
eine Menge, die dem Wasser entspricht, welches durch die Wäsche aufgenommen
wurde. Die Größe der Änderung des
Wasserniveaus ist größer, in
dem Umfang, in dem die Menge an Wäsche größer ist. Deshalb wird die Menge
der Wäsche,
basierend auf der Änderung in
dem Wasserniveau bestimmt, welches durch einen Niveausensor (nicht
gezeigt) erkannt wird, der in der Wanne 2 befestigt ist.
Die Menge der Wäsche,
die wie oben beschrieben erkannt wurde, kann nicht nur dazu verwendet
werden, um den Vorgang des Schleuderns zu steuern, sondern auch,
um die Menge des Wassers zu bestimmen, die für das Waschen der Wäsche beispielsweise
verwendet wird.
-
Erste Ausführungsform
einer Schleudersteuerung
-
Eine
erste Ausführungsform
der Schleudersteuerung, die bei der oben beschriebenen Trockenschleuder
anwendbar ist, wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Flußdiagramme
der 7 bis 10 beschrieben. In der folgenden
Beschreibung werden die Werte der unterschiedlichen Parameter unter
der Bedingung bestimmt, daß der
Durchmesser der Trommel 470 mm beträgt. Es ist natürlich klar, daß die vorliegende
Erfindung auf jede Trockenschleuder anwendbar ist, auch wenn die
Trommel einen anderen Durchmesser aufweist, einfach indem die Werte
der Parameter entsprechend geändert werden.
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Wenn
ein Schleudervorgang nach der Vervollständigung des Waschvorganges
gestartet wird, sind die Wäschestücke auf
dem unteren Teil der Trommel 5 angehäuft und gestapelt. Zu diesem
Zeitpunkt weist die Trommel 5 selber keine Unwucht auf, da
der Ausgleicher 10 leer ist. Nachdem der Schleuderbetrieb
gestartet wurde, steuert die Geschwindigkeitssteuereinheit 32 die
Motorantriebseinheit, so daß der
Motor 17 mit Strom versorgt und die Geschwindigkeit der
Trommel auf 80 Umdrehungen pro Minute angehoben wird (Schritt S1).
Die zentrale Steuereinheit 31 prüft wiederholt, ob die Geschwindigkeit
der Trommel 80 Umdrehungen pro Minute erreicht hat (Schritt
S2). Selbstverständlich
kann die Geschwindigkeit der Trommel 5 im Schritt S1 eine andere
als 80 Umdrehungen pro Minute sein, solange diese höher ist
als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit (ca. 60 Umdrehungen pro Minute)
und niedriger als die Resonanzfrequenz der Trommel (ungefähr 200 Umdrehungen
pro Minute). Vorzugsweise wird die Geschwindigkeit in dem oben gegebenen Bereich
so niedrig wie möglich
festgelegt.
-
Wenn
die Trommel 5 mit einer Geschwindigkeit von 80 Umdrehungen
pro Minute dreht, wird alle Wäsche
auf die Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 durch
Zentrifugalkraft gepreßt.
Falls in diesem Zustand die Wäsche
ungleich auf der Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 verteilt
ist, treten Änderungen
im Motorstrom auf, wie dies in 5 gezeigt
ist. Das Ausmaß und
die Lage der Unwucht werden wie oben beschrieben durch den Unwuchtdetektor 33 (Schritt
S3) erkannt, und die zentrale Steuereinheit 31 bestimmt,
ob das Ausmaß der Unwucht
kleiner ist als ein vorgegebener Wert Va (Schritt S4), wo Va beispielsweise
350 g ist. In Schritt S4 wird, wenn die Größe der Unwucht kleiner als
der Wert Va bestimmt wird, entschieden, daß eine abnormale Vibration
oder Geräuschentwicklung
nicht auftreten wird, wenn das Schleudern mit hoher Geschwindigkeit
begonnen wird. Deshalb geht der Verfahrensablauf mit Schritt S13
weiter, indem die Geschwindigkeitssteuereinheit 32, die
Motorantriebseinheit 41 so steuert, daß die Geschwindigkeit der Trommel 5 auf
eine hohe Geschwindigkeit von 1000 Umdrehungen pro Minute angehoben
wird, wodurch das in der Wäsche
zurückgehaltene
Wasser durch Zentrifugalkraft ausgetrieben wird. Es ist ferner wünschenswert,
die Art der Wäsche
bei der Bestimmung der hohen Geschwindigkeit für das Schleudern zu berücksichtigen,
um empfindliche Wäschestücke vor einer
Beschädigung
beim Schleudern zu schützen. Das
bedeutet, daß wenn
die Wäschestücke empfindlich
sind, die hohe Geschwindigkeit für
das Schleudern niedriger als 1000 Umdrehungen pro Minute festgesetzt
wird (z. B. 800 Umdrehungen pro Minute). Signale, die die Auswahl
des Waschprogramms anzeigen (Kochwäsche, Wollprogramm, Feinwäsche usw.)
können
als die Daten zum Identifizieren der Art der Wäsche verwendet werden.
-
Andererseits,
wenn in Schritt S4 gefunden wird, daß die Größe der Unwucht größer ist
als der Wert Va, berechnet die zentrale Steuereinheit 31 einen
Abweichwinkel θ der
Unwucht (Schritt S5). Der Abweichwinkel θ ist ein Winkel, der in Drehrichtung der
Trommel 5 um die Hauptwelle 8 gemessen wird, um
den die Unwucht gegenüber
der Lage verschoben ist, die dem Ausgleicher 10 bezüglich der
Hauptwelle 8 diametral gegenüberliegt (vgl. 11).
In den folgenden Schritten S6 bis S8 und in S11 wird bestimmt, ob
vier Winkelbereiche den Abweichwinkel θ umfassen.
-
D.
h. es wird in Schritt S6 geprüft,
ob θ innerhalb
eines ersten Winkelbereichs von – 20 ° bis 20 ° liegt. Beispielsweise wenn
die Wäsche
in der Trommel 5 wie in 12A gezeigt
liegt, wird der Abweichwinkel θ als
innerhalb des ersten Winkelbereiches liegend bestimmt. In diesem
Fall läßt sich
die Unwucht innerhalb der Trommel insgesamt dadurch vermindern,
daß eine
geeignete Menge Wasser in den Ausgleicher 10 eingespeist
wird. Deshalb wird der Vorgang mit Schritt 20 fortgesetzt,
wo der Wassereinspritzvorgang, der im folgenden näher beschrieben werden
wird, ausgeführt
wird, um die Auswuchtung der Trommel herzustellen, wobei dann zu
Schritt S13 weitergegangen wird, wo der Schleudervorgang bei hoher
Geschwindigkeit durchgeführt
wird.
-
8 beinhaltet
ein Flußdiagramm
für ein Beispiel
der Steuerschritte für
das Wassereinspritzen, das im Schritt S20 des Ablaufdiagramms der 7 durchgeführt wird.
In dem Wasseinspritzvorgang wird die Geschwindigkeit der Trommel 5 auf eine
mittlere Geschwindigkeit (Schritt S21) erhöht. Die mittlere Geschwindigkeit
wird unter Berücksichtigung
der folgenden verschiedenen Bedingungen bestimmt:
- a)
Die mittlere Geschwindigkeit muß groß genug sein,
um das in die Wasserleitkammer 11 eingespritzte Wasser
mittels Zentrifugalkraft sicher in den Ausgleicher 10 zu
treiben. Ferner soll die mittlere Geschwindigkeit vorzugsweise so
hoch wie möglich
gesetzt werden, um den Transport einer ausreichenden Menge Wasser
in den Ausgleicher 10 so schnell wie möglich zu erreichen.
- b) Die mittlere Geschwindigkeit sollte niedriger sein als die
Geschwindigkeit, die der Resonanzfrequenz entspricht, bei der eine
Resonanz der Trommel 5 auftritt, um die Resonanz der Trommel beim
Steigern der Geschwindigkeit der Trommel 5 zu vermeiden.
-
Deshalb
wird die mittlere Geschwindigkeit in dem Beispiel auf 130 Umdrehungen
pro Minute gesetzt, unter Berücksichtigung
der Tatsache, daß die Resonanzfrequenz
der Trommel 5 mit einem Durchmesser von 470 mm ca. 200
Umdrehungen pro Minute beträgt.
-
Wenn
in Schritt S22 gefunden wird, daß die Geschwindigkeit der Trommel 5 130
Umdrehungen pro Minute erreicht hat, öffnet die Wassereinspeisesteuereinheit 34 das
Ausgleichswassereinspeiseventil 22 (Schritt S23). Das Wasser,
das aus der Ausgleichswasserdüse 23 austritt,
fließt
in den Ausgleicher 10, wie oben beschrieben, und wird in
dem Ausgleicher 10 gehalten, indem es durch Zentrifugalkraft gegen
die Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 gedrückt wird.
Die Unwuchterkennungseinheit 33 prüft kontinuierlich das Ausmaß der Unwucht,
welche sich ändert,
in dem Maße,
in dem die Menge an Wasser in dem Ausgleicher 10 größer wird.
Die zentrale Steuereinheit 31 prüft wiederholt, ob die Menge
der Unwucht, die noch festgestellt wird, kleiner ist als ein vorgegebener
Wert Vb (Schritt S24), wobei beispielsweise der Wert Vb gleich dem Wert
Va gesetzt sein kann (350 g im vorliegenden Fall) oder wobei Vb
unter Berücksichtigung
der Unterschiede in den Schritten S4 und S24 in Bezug auf die Steuerbedingungen,
den Ladezustand etc. auf einen von Va verschiedenen Wert gesetzt
werden kann.
-
Die
Lage der Unwucht, die durch die Wäsche hervorgerufen wird, ändert sich
nicht während
die Trommel mit der mittleren Geschwindigkeit gedreht wird, da die
Wäsche
durch Zentrifugalkraft gegen die Innenseite der Umfangswandung der
Trommel 5 gepreßt
wird. Die Amplitude der Änderungen
in dem Motorstrom werden kleiner und kleiner, sowie das Gewicht
an Wasser, welches in den Ausgleicher 10 eingespeist wird,
allmählich
ansteigt. Wenn in Schritt 24 gefunden wird, daß die Größe der Unwucht,
die erkannt wird, basierend auf der Amplitude L, kleiner geworden
ist als der Wert Vb, schließt
die Wassereinspeisesteuereinheit 34 das Ausgleichswassereinspeiseventil 22,
so daß das
Einspeisen von Wasser in den Ausgleicher 10 gestoppt wird
(Schritt S25). Nunmehr ist das Ausmaß der Unwucht innerhalb der Trommel 5 ausreichend
klein, da die Unwucht aufgrund der ungleichmäßigen Verteilung der Wäsche durch
das Gewicht an Wasser in dem Ausgleicher 10, wie in 12B gezeigt, ausgeglichen ist.
-
Falls
noch einmal in Schritt S6 gefunden wird, daß der Abweichwinkel θ außerhalb
des ersten Winkelbereichs liegt, wird der Vorgang mit Schritt S7 fortgesetzt,
wo bestimmt wird, ob der Winkel θ innerhalb
eines zweiten Winkelbereichs von 20 bis 60 ° liegt. Wird gefunden, daß θ in dem
Bereich des zweiten Winkelbereichs liegt, wird eine verminderte
Geschwindigkeit N auf den Wert 50 Umdrehungen pro Minute festgesetzt
(Schritt S9). Falls in Schritt S7 gefunden wird, daß der Winkel θ außerhalb
des zweiten Winkelbereiches liegt, wird mit Schritt S8 fortgefahren,
wo bestimmt wird, ob der Winkel θ innerhalb
eines dritten Winkelbereiches von 60 bis 120° liegt. Wird in Schritt S8 gefunden,
daß θ in dem
dritten Winkelbereich liegt, wird die verminderte Geschwindigkeit
N auf den Wert 45 Umdrehungen pro Minute gesetzt (Schritt S10).
Falls in Schritt S8 gefunden wird, daß der Winkel θ außerhalb
eines dritten Bereiches liegt, wird angenommen, daß θ innerhalb
eines vierten Bereiches von 120 bis 340 ° (oder – 20 °), liegt, und die verminderte
Geschwindigkeit N wird auf 40 Umdrehungen pro Minuten festgesetzt
(Schritt S11).
-
Nachdem
die verminderte Geschwindigkeit N in einem der Schritte S9 bis S11
festgelegt wurde, bestimmt die zentrale Steuereinheit 31,
ob die Wäschelast,
die zuvor erkannt wurde, kleiner ist als 1/3 der empfohlenen Wäschelast
(Schritt S12). Falls dabei gefunden wird, daß die Wäschelast größer ist als 1/3 der empfohlenen
Wäschelast,
wird angenommen, daß die
Menge der Wäsche
erheblich ist, so daß es
mehr wünschenswert
ist, eine Auswuchtung der Trommel 5 vorzunehmen, indem
die Wäsche
erneut verteilt und dann Wasser in den Ausgleicher 10 eingespeist
wird. Deshalb wird der Vorgang mit Schritt S30 fortgesetzt, wo ein
Lockerungsvorgang stattfindet, der im folgenden beschrieben wird,
um die Wäsche
erneut und gleichmäßig auf
der Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 zu verteilen. Nach
diesem Vorgang erfolgt ein Rücksprung
zu Schritt S1, um die Unwucht erneut zu prüfen.
-
9 zeigt
ein Flußdiagramm
für ein
Beispiel an Steuerungsschritten zur Lockerung in Schritt S30 von 7.
Wie oben beschrieben, wird der Lockerungsvorgang durchgeführt, wenn
die Menge an Wäsche
erheblich ist. Unter einer solchen Bedingung sind die Wäschestücke oft
miteinander verflochten oder verwickelt, so daß es schwierig ist, diese voneinander
zu trennen. Im Hinblick darauf wird der Lockerungsvorgang vorgenommen
wie folgt. Zunächst wird
die Trommel 5 zeitweise angehalten oder die Geschwindigkeit
der Trommel 5 wird zeitweise auf eine niedrige Geschwindigkeit
nahe Null vermindert (Schritt S31). Danach wird die Trommel 5 wieder
vorwärts
gedreht, bei einer Lockerungsgeschwindigkeit, die niedriger ist
als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit, und zwar während einer
kurzen Zeitdauer (Schritt S32). Die Lockerungsgeschwindigkeit kann gleich
der Geschwindigkeit sein, die für
das Waschen der Wäsche
verwendet wird (z. B. 50 bis 55 Umdrehungen pro Minute). Dann wird
die Trommel 5 mit der Lockerungsgeschwindigkeit für eine kurze
Zeitdauer rückwärts gedreht
(Schritt S33). Die Schritte S32 und S33 werden wiederholt, bis eine
vorgegebene Zeitdauer verstrichen ist (Schritt S34). Durch den Lockerungsvorgang
wird die Wäsche
in der Trommel 5 bewegt, wodurch Luft in die Wäsche eingebracht
wird. Dadurch wird die Wäsche
in geeigneter Weise gelockert, so daß nunmehr die Wäschestücke leicht
voneinander getrennt werden können.
Nachdem dies erfolgt ist, erfolgt der Rücksprung zu Schritt S1, bei dem
die Geschwindigkeit der Trommel 5 auf 80 Umdrehungen pro
Minute angehoben wird, um wieder die Unwucht zu bestimmen. Zu dieser
Zeit wird, da die Wäsche,
wie oben beschrieben, gelockert wurde, die Wäsche leicht erneut und gleichmäßig an der
Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 verteilt, während die
Geschwindigkeit angehoben wird, so daß hier eine größere Wahrscheinlichkeit
existiert, daß die
Größe der Unwucht
geringer wird als der vorgegebene Wert Va.
-
Wenn
in Schritt S12 festgestellt wird, daß die Wäschelast kleiner ist als 1/3
der empfohlenen Wäschelast,
wird angenommen, daß die
Menge an Wäsche
klein ist, so daß es
am meisten zu bevorzugen ist, die Trommel 5 durch Einspeisen
von Wasser in den Ausgleicher 10 auszuwuchten gegenüber einem erneuten
Verteilen der Wäsche.
Der Grund hierfür wird
im folgenden erläutert.
Wenn die Menge an Wäsche
klein ist, ist es sehr wahrscheinlich, daß die Wäsche nur eine kleine Zahl von
Wäschestücken umfaßt, und oft
kann es ein einziges Wäschestück sein. In
einem solchen Fall ist es sehr schwierig oder nahezu unmöglich, die
Wäsche
gleichmäßig an der
Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 zu verteilen.
Deshalb wird der Vorgang mit Schritt S40 fortgesetzt, wo ein Vorgang
zum Verlagern der Unwucht, der im folgenden näher beschrieben wird, durchgeführt wird,
bei dem die Wäsche
entlang der Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 verlagert
wird, so daß die
Unwucht in die Nähe
der Stellung kommt, die dem Ausgleicher 10 gegenüberliegt (d.h.
in den ersten Winkelbereich). Danach wird zu Schritt S1 zurückgekehrt,
um die Unwucht erneut zu bestimmen.
-
10 zeigt
ein Flußdiagramm
mit einem Beispiel von Steuerungsschritten zum Verlagern der Unwucht
in Schritt S40. Anfangs wird die Geschwindigkeit der Trommel 5 bei
80 Umdrehungen pro Minute während
einem oder mehreren Umdrehungszyklen gehalten, während in der Zwischenzeit die
zentrale Steuereinheit 31 ungefähr die Amplitude des Minimalausschlags
des Motorstroms und die Lage, in der der Minimalausschlag, bei jeder
Umdrehung der Trommel 5 auftaucht, bestimmt. Im darauffolgenden Drehzyklus
beobachtet die zentrale Steuerungseinheit 31 kontinuierlich
den Motorstrom, um das Wiederauftauchen des Minimalausschlags (Schritt
S41) zu erkennen. Wenn der Minimalausschlag in Schritt S41 erkannt
wurde, schickt die zentrale Steuerungseinheit 31 ein Signal
an die Geschwindigkeitssteuereinheit 32. Auf den Empfang
des Signales hin steuert die Geschwindigkeitssteuereinheit 32 die
Motorantriebseinheit 41 so, daß diese die Geschwindigkeit der
Trommel 5 vermindert (Schritt S42), bis die verminderte
Geschwindigkeit N, die zuvor festgelegt wurde, erreicht wird (Schritt
S43). Wenn die Geschwindigkeit der Trommel 5 die verminderte
Geschwindigkeit N in Schritt S43 erreicht, wird die Geschwindigkeit
unmittelbar wieder auf 80 Umdrehungen pro Minute angehoben (Schritt
S44).
-
Der
Vorgang zum Verlagern der Wäsche
in der Betriebsweise, in der die Unwucht verlagert wird, wird im
folgenden mit Bezugnahme auf die 13A bis 14C näher
beschrieben. Die 13A bis 13C zeigen
die Trommel 5 mit der Wäsche
in einem Zustand unterschiedlicher Abweichwinkel. Die 14A bis 14C sind
Zeitdiagramme, welche die Muster der sich ändernden Geschwindigkeit der Trommel 5 zeigen,
welche zu den 13A bis 13C korrespondieren.
-
Wenn
die Wäsche
in der Trommel 5 in einer Lage vorhanden ist, wie dies
in 13A gezeigt ist, wird der Abweichwinkel 8 bestimmt
als in dem zweiten Bereich (20 bis 60 °) liegend (in Schritt S7). Die verminderte
Geschwindigkeit N wird auf 50 Umdrehungen pro Minute gesetzt. Bevor
die Geschwindigkeit vermindert wird, dreht die Trommel 5 mit
einer Geschwindigkeit von 80 Umdrehungen pro Minute, und die Wäsche wird
durch Zentrifugalkraft gegen die Innenseite der Umfangswandung der
Trommel 5 gepreßt.
Die Last an dem Motor 17 ist minimal, und ebenso durchläuft der
Motorstrom ein Minimum, kurz bevor die Unwucht am untersten Punkt
der Trommel 5 anlangt, wie dies oben erklärt wurde.
Unmittelbar danach wird mit der Geschwindigkeitsverminderung für die Trommel 5 gemäß dem Zeitdiagramm
der 14A begonnen. Die Geschwindigkeit
der Trommel 5 wird allmählich
vermindert und erreicht die verminderte Geschwindigkeit von 50 Umdrehungen
pro Minute, wenn die Trommel 5 seit Beginn der Geschwindigkeitsverminderung
um ungefähr
60 ° gedreht
wurde. Hier rutscht die Masse der Wäsche rückwärts nach unten (d. h. gegen
die Rotationsbewegung) und zwar noch vor dem zuvor genannten Augenblick,
da die verminderte Geschwindigkeit geringer wird als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit von
ungefähr
60 Umdrehungen pro Minute. Ein Teil der Wäsche kann nach unten über eines
der Leitbleche 9 hinausrollen, nachdem es von dem Leitblech angehoben
wurde. Danach wird die Geschwindigkeit der Trommel 5 schnell
wieder auf 80 Umdrehungen pro Minute angehoben, wodurch die Wäsche weiter von
ihrer ursprünglichen
Position, wie in 13A gezeigt, wegverlagert wird.
Dann beginnt die Wäsche wiederum,
gegen die innere Oberfläche
der Umfangswandung der Trommel 5 gepreßt, zu rotieren. Nun besteht
eine größere Wahrscheinlichkeit,
daß der
Abweichwinkel θ in
den ersten Winkelbereich fällt,
da die Lage der Unwucht näher
an dem gegenüberliegenden
Punkt liegt als vorher. In dem Fall, daß die Wäsche an der inneren Oberfläche der
Umfangswandung der Trommel 5 aufgrund des darin zurückgehaltenen
Wassers "kleben" bleibt, kann die
Wäsche
nicht in ausreichendem Maß durch
ein bloßes Vermindern
der Geschwindigkeit der Trommel 5 verschoben werden, da
die Wäsche
in einem relativ niedrigen Teil der Trommel 5 während der
Verminderung der Geschwindigkeit bewegt wird. Die Wäsche jedoch
wird ausreichend bewegt durch die Beschleunigung der Trommel 5,
die schnell auf die Verminderung der Drehgeschwindigkeit folgt,
wie oben beschrieben wurde.
-
Wenn
die Wäsche
in der Trommel 5 in einer Lage wie in 13B gezeigt vorhanden ist, wird der Abweichwinkel θ bestimmt
als in dem dritten Winkelbereich (60 bis 120 °) liegend (Schritt S8). Die
verminderte Geschwindigkeit N wird auf 45 Umdrehungen pro Minute
gesetzt. Die Verminderung der Geschwindigkeit wird begonnen, kurz
nachdem die Wäsche
den untersten Punkt der Trommel 5 passiert hat. Die Geschwindigkeit
der Trommel 5 wird, wie in dem Zeitdiagramm der 14B gezeigt, vermindert, und erreicht 45 Umdrehungen
pro Minute, wenn die Trommel 5 um einen Winkel von ca. 90 ° seit dem
Beginn der Verminderung der Geschwindigkeit gedreht wurde. An diesem
Punkt gleitet oder rollt die Wäsche zurück aufgrund
der verminderten Zentrifugalkraft. Hiernach wird die Geschwindigkeit
schnell auf 80 Umdrehungen pro Minute angehoben, wodurch die Wäsche darüber hinaus
weiter von ihrer ursprünglichen
Lage, wie in 13B gezeigt, wegbewegt wird. Dann
beginnt die Wäsche,
gegen die innere Oberfläche
der Umfangswandung der Trommel 5 gepreßt, wieder zu rotieren. Nun
besteht eine größere Wahrscheinlichkeit,
daß der
Abweich winkel θ in
den ersten Bereich fällt,
da die Lage der Unwucht näher
bei dem gegenüberliegenden
Punkt liegt als zuvor.
-
Wenn
die Wäsche
in der Trommel 5 sich in einer Lage, wie in 13C gezeigt, befindet, wird der Abweichwinkel θ bestimmt
als im vierten Winkelbereich liegend, als ein Ergebnis der Bestimmungen
der Schritte S6 bis S8 und die verminderte Geschwindigkeit N wird
auf den Wert 40 Umdrehungen pro Minute gesetzt. Die Verminderung
der Geschwindigkeit wird gerade dann begonnen, wenn die Wäsche den
untersten Punkt der Trommel 5 passiert hat. Die Geschwindigkeit
der Trommel 5 wird geändert,
wie dies in dem Zeitdiagramm der 14C gezeigt
ist, und erreicht 40 Umdrehungen pro Minute, wenn die Trommel 5 um
ca. 120 ° seit
dem Start der Verminderung der Geschwindigkeit gedreht wurde. Zu
diesem Zeitpunkt gleitet oder rollt die Wäsche aufgrund der verminderten
Zentrifugalkraft zurück.
Hiernach wird die Geschwindigkeit schnell auf 80 Umdrehungen pro Minute
angehoben, wodurch die Wäsche
darüberhinaus
nach rückwärts bewegt
wird, von ihrer ursprünglichen
Position weg, wie in 13C gezeigt. Dann beginnt die
Wäsche
wieder, gegen die Innenseite der Umfangswandung der Trommel 5 gepreßt, zu rotieren.
Wenn die Wäsche
anfangs so weit von dem gegenüberliegenden
Punkt entfernt angeordnet ist, wie in 13C gezeigt,
kann es unmöglich
sein, die Unwucht in den ersten Winkelbereich zu verschieben, in dem
nur ein einziger Zyklus mit Geschwindigkeitsreduktion vorgenommen
wird. Die Unwucht jedoch kann in den ersten Winkelbereich überführt werden, indem
die Geschwindigkeitsverminderung wiederholt wird, so daß die Wäsche schrittweise
nach rückwärts bewegt
wird.
-
Die
Unwucht wird durch den Unwuchtverlagerungsbetrieb in den ersten
Winkelbereich verschoben, und nun ist es möglich, die Trommel 5 mit
Hilfe des Wassereinspritzvorganges als ganzes auszuwuchten.
-
Wie
oben beschrieben, ist die Trockenschleuder gemäß der ersten Ausführungsform
so aufgebaut, daß eine
der zwei Methoden zum Auswuchten ausgewählt wird, abhängig von
der Wäschelast.
Eine der Methoden beinhaltet die Neuverteilung der Wäsche, und
die andere Methode beinhaltet das Verschieben der Unwucht und das
Einspritzen von Wasser nachfolgend hierzu. So kann durch die Auswahl
der jeweils zu bevorzugenden Methode das Auswuchten in ausreichendem
Maße in
einer sehr kurzen Zeit durchgeführt
werden, wenn die Größe der Unwucht
größer ist
als ein vorgegebener Wert. In dem Vorgang der Verlagerung der Unwucht
wird die Geschwindigkeit der Trommel in einer Art und Weise gesteuert,
die von der relativen Position der Unwucht, verursacht durch eine
ungleichmäßige Verteilung
der Wäsche
bezüglich
dem Ausgleicher 10, wodurch die Unwucht sehr schnell in
die Nähe
der Position verlagert wird, die dem Ausgleicher 10 gegenüberliegt. Dadurch
wird der Wassereinspritzvorgang verbessert.
-
Zweite Ausführungsform
des Trockenschleuderns
-
Eine
zweite Ausführungsform
des Trockenschleuderns wird im folgenden unter Bezugnahme auf die 15 und 16 beschrieben. 15 zeigt ein
Flußdiagramm
der zweiten Ausführungsform, welches
neue Schritte S50 bis S52 und S60 anstelle der Schritte S9 bis S11
und S40 der ersten Ausführungsform
(siehe 7) umfaßt.
-
Die
zentrale Steuereinheit 31 berechnet den Abweichwinkel θ in Schritt
S5 und bestimmt dann in den Schritten S6 bis 58, in welchen der
vier Winkelbereiche der festgestellte Abweichwinkel θ fällt. Entsprechend
dem Resultat dieser Bestimmung gibt die zentrale Steuereinheit 31 eine
Geschwindigkeitsverminderungszeit t in einem der Schritte S50 bis
552 vor. Dies bedeutet, daß die
Geschwindigkeitsverminderungszeit t auf Null Sekunden gesetzt wird,
wenn 20 ° ≤ θ < 60 ° gilt, und
auf 1 Sekunde ge setzt wird, wenn 60 ° ≤ θ < 120 ° oder auf 3 Sekunden gesetzt wird,
wenn 120 ° ≤ 8 < 340 °. Hiernach
steuert die Geschwindigkeitssteuereinheit 32, sobald ein
minimaler Wert für
den Motorstrom in dem darauffolgenden Drehzyklus in Schritt S61
in 16 erkannt wurde, die Motorantriebseinheit 41 so,
daß die
Geschwindigkeit der Trommel 5 von der Geschwindigkeit 80 Umdrehungen
pro Minute aus auf eine vorgegebene verminderte Geschwindigkeit
von 50 Umdrehungen pro Minute vermindert wird (Schritt S62). Nachdem
in Schritt S63 festgestellt wurde, daß die Geschwindigkeit der Trommel 5 die
verminderte Geschwindigkeit von 50 Umdrehungen pro Minute erreicht
hat, wird die Geschwindigkeit von 50 Umdrehungen pro Minute für die Zeit
t, die oben bestimmt wurde (Schritt 64) weiter aufrechterhalten.
Danach wird die Geschwindigkeit der Trommel 5 schnell auf
80 Umdrehungen pro Minute angehoben (Schritt S65).
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Bei
der zweiten Ausführungsform
wird die vorgegebene verminderte Geschwindigkeit von 50 Umdrehungen
pro Minute unabhängig
davon verwendet, wie groß der
Abweichwinkel θ ist,
während die
Geschwindigkeitsverminderungszeit t zum Aufrechterhalten der verminderten
Geschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Größe des Unterschiedswinkels θ verändert wird.
Wenn die Trommel 5 mit 50 Umdrehungen pro Minute gedreht
wird, gleitet oder rollt die Wäsche
zurück,
wie oben beschrieben, da die Umdrehungsgeschwindigkeit von 50 Umdrehungen
pro Minute niedriger ist als die Gleichgewichtsgeschwindigkeit.
Die Rückwärtsbewegung
der Wäsche wird
in dem Maße
größer, in
dem die Zeit t, in der die Geschwindigkeit reduziert ist, länger andauert
bzw. auf einen größeren Wert
gesetzt wurde. 17 zeigt eine Tabelle mit den
Ergebnissen eines Experimentes zum Messen des Ausmaßes der
Bewegung der Wäsche
innerhalb einer Zeit t mit verringerter Geschwindigkeit, die hier
als Parameter variiert wird. In dem Experiment wurde ein Test für die Geschwindigkeitsverminderungssteuerung
20mal für
jede der Zeiten mit verminderter Geschwindigkeit von Null Sekunden,
1 Sekunde und 3 Sekunden mit einer Wäschelast von 1 kg durchgeführt. Die
Tabelle der 17 zeigt die Häufigkeit,
mit der beobachtet werden konnte, daß die Wäsche um einen Winkel in einem
der angegebenen Winkelbereiche verlagert wurde. Das Ausmaß an Verlagerung
der Wäsche
kann nicht vollständig
durch die Anpassung der Zeit mit verminderter Geschwindigkeit gesteuert
werden, da die Verlagerung der Wäsche
beträchtlich
davon abhängt,
in welchem Ausmaß beispielsweise
die Wäschestücke miteinander
verwickelt sind. Das Ergebnis des Experiments jedoch lehrt, daß das Ausmaß an Verlagerung
wie gewünscht
mit einer hohen Wahrscheinlichkeit reguliert werden kann, indem
die jeweilige Zeit t für
die Geschwindigkeitsverminderung geeignet festgesetzt wird. D. h.
daß mit
der Methode zur Rotationssteuerung gemäß der zweiten Ausführungsform
die Masse der Wäsche
in einer sehr kurzen Zeit in die Nähe der gegenüberliegenden
Position zu dem Ausgleicher 10 bewegt wird, unabhängig davon,
wie groß der
Abstandswinkel θ ist.
In dem Schritt der Verlagerung der Unwucht gemäß dem Flußdiagramm der 16 wird
die Zeit für
die Zeit t (in Sekunden) gemessen, nachdem in Schritt S63 beobachtet
wurde, daß die
Geschwindigkeit der Trommel 5 auf 50 Umdrehungen pro Minute
vermindert wurde. Diese Verfahrensweise kann verändert werden, so daß die Zeit,
die seit dem Beginn des Abbremsens der Trommel 5 verstrichen
ist, als der Zeitpunkt verwendet wird, um das Ausmaß der Verlagerung
der Wäsche
zu steuern anstelle der vorgenannten Zeit t. Bei dieser Modifikation
wird die Zeit, die für die
Verminderung der Geschwindigkeit der Trommel 5 von 80 Umdrehungen
pro Minute auf 50 Umdrehungen pro Minute zusätzlich miteinberechnet.
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Obwohl
die vorgenannten Ausführungsformen
sich hauptsächlich
auf Waschmaschinen vom Trommeltyp beziehen, welche Wasser verwenden,
ist es selbstverständlich,
daß die
vorliegende Erfindung ebenso in einigen anderen Geräten angewendet
werden kann, beispielsweise in Trockenreinigungsmaschinen, welche
Kohlenwasserstofflösemittel
oder dergleichen verwenden.